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  • #91
Lieber junger Mann,
warum so giftig ?
Ich habe ihn nicht "manipulativ unter Druck gesetzt". Das haben meine Vorgängerinnen schon vergeblich versucht.

Es war seine Idee. Und er macht mich damit glücklich. Sonst noch was ?
w58
 
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  • #92
Nach großer Liebe liest es sich allerdings nicht.

Wenn man liebt will man diese Liebe "besiegeln" erst dann steht man voll und ganz zu seiner Bindung (mit Ring als Symbol).

Deshalb bleibe ich dabei, wenn ein Mann heiraten will liebt er, denn er nimmt "bewusst" die ganzen Unannehmlichkeiten bei (evtl.) Scheidung in Kauf - aus Liebe.

Was für ein Liebesbeweis. Früher hieß es "Ich hole Dir die Sterne vom Himmel", heute " Ich bin bereit für die Scheidung zu bezahlen".
Ich denke, wenn ich das, was hier so geschrieben wird, für mich zusammenfasse: Eine Zeremonie welcher Art auch immer mit Familie und Freunden ist aus emotionaler Sicht Liebesbeweis genug.

Wenn eine Frau als Liebesbeweis benötigt, dass ich mich im Zweifel finanziell und nervlich ruiniere, nur weil ich merke, dass es eben doch nicht passt (was ja durchaus auch von ihrer Seite ausgehen kann), dann halte ich diese Frau für psychisch gestört und verzichte dankend. Man könnte natürlich mal diese Sichtweise juristisch untermauern und bei einer Scheidung denjenigen bezahlen lassen, der sich trennen möchte. Dann würde die Zahl der Frauen rapide sinken, die eine Scheidung wünschen...

FS, eigentlich sollte man die Frage andersherum formulieren: Was spricht eigentlich wirklich für eine Heirat und warum reicht nicht nur eine "romatische Zeremonie"? Warum muss es das juristische volle Programm sein? Bringt es irgendwas, jemanden über juristische und finanzielle Konsequenzen lebenslang an sich zu binden?

m, 46
 
  • #93
Natürlich wird ein Mann die Ratio überdenken, steht die Ratio vor dem Gefühl liebt er nicht und fertig.
Das Kalkül geht ihm vor.

Soll das im Umkehrschluss bedeuten, dass eine Frau, die einen Mann heiratet, ihn nicht liebt? Immerhin ist es nach wie vor so, dass Frauen von einer Ehe finanziell profitieren, selbst wenn sie berufstätig sind (größere Sicherheit, meist höhere Rente von Männern, kürzere Lebenserwartung = Erbin des gemeinsam erwirtschafteten Vermögens - das hat mit Aussaugen noch wenig zu tun, ich beschreibe hier nur den Regelfall).
Dann müsste doch eine Frau, die ihren Mann wirklich liebt zu ihm gehen und ihm sagen, "ich erfülle dir deinen Wunsch, lass uns bitte bitte bitte nie heiraten, ich liebe dich so sehr." (vorausgesetzt natürlich, dieser Mann hat ein Problem mit der Institution Ehe, was ja auch nicht auf alle zutrifft). Das klingt etwas bescheuert, ist aber ähnlich logisch (da rein subjektiv) wie deine Aussagen, liebe Herakles.
 
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  • #94
Gast 84

Egal was sie auch schreiben, sie scheuen die Ehe. Nur warum?

... Es sei denn, ich will auch nicht, dann kommt es ja von beiden.


Es mag vieles gegen die Institution Ehe sprechen aber gerade deshalb ist sie für mich der größte Liebesbeweis den ein Mann machen kann, TROTZDEM oder DENNOCH zu HEIRATEN mit Brief, Siegel und Ring, erst dann gehört man zusammen, vorher ist es nur mental, mir würde das nicht reichen.

#84

Sie wollen es einfach nicht akzeptieren oder?
Ich habe bereits mehrfach ausgeführt warum nicht, wenn Sie sich blind und taub stellen sobald jemand einfach anderer Meinung ist, dann ist das schwer eine Diskussion mit Ihnen zu führen.
Sie ignorieren ja jedes Argument konsequent und spulen lediglich Ihre Leier gebetsmühlenartig runter.
Das SIE nicht wirklich lieben (können) wenn SIE nicht heiraten akzepteiert hier doch auch jeder - Ihrem Gegenüber bzw allen anderen dasselbe zu unterstellen ist doch nun wirklich mehr als kindisch liebe Herakles.
Hinzu kommt noch, dass ich weder den Staat noch die Kirche mag - was haben die dann also in meiner Beziehung verloren - wie gesagt, die ganzen anderen Argumente können Sie ja oben lesen.

Und um die Diskussion mit Ihnen dennoch zu einem Ende zu bringen - Ihr letzter Satz bringt es doch auf den Punkt und veranschaulicht Ihre eigentliche Motivation.
Wenn SIE wirklich lieben, warum bringen SIE dann nicht den größten Liebesbeweis, den SIE machen können und bleiben bei Ihrem Partner TROTZDEM oder DENNOCH OHNE zu heiraten?
Warum muss Ihr Partner den Liebesbeweis (was für ein dümmliches Wort, da Liebe entweder da ist oder nicht und mir musste noch niemand etwas beweisen - wir sind ja keine 16 mehr und bei ner Mutprobe oder?) bringen und nicht Sie?

Eben, weil es Ihnen nur um sich geht - deswegen auch Ihre Argumentation, dass vielleicht vieles gegen eine Ehe sprechen mag, aber wenn Sie diesen Wunsch nunmal haben, dann muss das eben trotzdem so sein.
Wie gesagt - ihr Wunsch mag ja berechtigt sein, aber hören Sie doch bitte einfach auf, diesen mit nicht haltbaren und verletzenden Pauschalvorwürfen an die Menschheit untermauern zu wollen.
Soetwas gehört sich einfach nicht finde ich und das sollten Sie in ihrem zarten Alter von Ü50 eigentlich auch wissen.

Vielen Dank.
 
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  • #95
Genau das ist es, was Frauen denken !
Wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er auch heiraten wollen.
Und dieser Gedanke kann mit den Jahren des "Zusammenlebens" ganz schön giftig werden und die Beziehung gefährden.
....
w58

Diese Aussage impliziert aber eine Denkweise, die zu emotionaler Erpressung führt. Nämlich. "Entweder Heirat oder Du liebst mich nicht. Dann mache ich Dir das Leben entweder mit meiner Zickerei zur Hölle ("giftiger Gedanke, der das Zusammenleben gefährden kann." Ja wohl nur von der Seite der Frau.) oder ich verlasse Dich."
Und genau darauf soll mein Beitrag, wie jemand damit manipulativ unter Erfüllungsdruck gesetzt wird, hinweisen.

Dass Du Deinen Partner so zur Heirat bewegt hast, wollte ich damit nicht sagen.

m/35
 
  • #96
Sicherheit ist der Tod der Leidenschaft. Wer etwas sicher hat, stellt sämtliche Bemühungen ein, es wieder und wieder neu für sich zu gewinnen, und denkt nicht daran, dass es auch erhalten werden muss. Der "Notausgang" schützt das Paar davor, den Partner zu vernachlässigen. Man vergleiche Ehen in Ländern, die diesen Notausgang haben mit denen in Ländern, die ihn nicht haben, und frage sich, in welcher Form man diese leben möchte.
 
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  • #98
Nett, dass Du Dich noch mal gemeldet hast, M35.
Ich kann Deine Argumentation durchaus nachvollziehen.
"Wenn Du mich nicht heiraten, willst, dann liebst Du mich nicht, und dann verlasse ich Dich!"
klingt nach emotionaler Erpressung.

Ich glaube aber, dass es so von Frauen nicht gemeint ist. Viele wünschen sich einfach von ganzem Herzen, mit dem Mann, den sie lieben, verheiratet zu sein. Sie sind einfach nur traurig, wenn sich ihr Wunsch nicht erfüllt.
Die Trauer und die Unzufriedenheit nagen dann eben an Ihnen. Das muß nicht so sein, aber ändern kann frau es auch nicht. Gefühle kann man schlecht mit Absicht an- oder ausschalten.

Als ich zu meinem Freund (die meisten Leute sagen höflich "Lebensgefährte") gezogen bin, habe ich von mehreren Seiten Bemerkungen gehört wie "das ist die derzeit aktuelle Lebensgefährtin vom Dings". Ich war ja nicht die erste. Warum hätte ich die letzte sein sollen ? Das hat mich sehr verunsichert.

Nun ist endlich Ruhe. Ich werde die Ehefrau sein - und zwar die letzte und endgültige Ehefrau. Mich macht das glücklich.
Natürlich werden wir einen Ehevertrag abschließen. Es ist nicht mein Ziel, meinen Freund finanziell zu ruinieren oder seinen Kindern ihr Erbe wegzunehmen.

Ich finde, auch für militante Ehe-Gegner ist ein guter Ehevertrag, der den Mann davor schützt, über den Tisch gezogen zu werden, eine gute Alternative.
Oder ?
w58
 
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  • #99
Ich finde, auch für militante Ehe-Gegner ist ein guter Ehevertrag, der den Mann davor schützt, über den Tisch gezogen zu werden, eine gute Alternative.
Oder ?

Hallo,

nein, das ist es leider nicht. Vereinbarungen, die vor und während der Ehe immer klar waren, sind bei Trennung nicht mehr klar, sobald Geld herauszuholen ist. Ich erlebe das gerade mit meiner Noch-Frau (2,5 Jahre Ehe ohne Kinder).

Auch ein Ehevertrag schützt leider nur bedingt, weil eine Reihe von Regelungen bei der Scheidung ausgehebelt werden können. Nicht zuletzt auch, weil der Staat im Zweifel sonst die eine oder andere Leistung erbringen müsste, wenn der Ex-Mann nach der Scheidung nicht mehr zuständig ist.

Ich war bei der Hochzeit auch sehr blauäugig, da ist alles rosarot. Der wahre Charakter zeigt sich genau dann, wenn es mal nicht mehr rosarot ist. Und da will ich gar nicht gegen Frauen reden, denn Männer würden es im umgekehrten Fall genauso machen.

m
 
  • #100
Meine These dass ein Mann - weder Risiken noch Aufrechnungen scheut und heiratet - scheinen alle anderen Contra-Heirat-Argumentationen, vorwiegend von Männern, wieder mal zu bestätigen.

In Ihren Posts merken sie selbsts garnicht, wie sie mir recht geben.

Sie rechnen eben auf, warum Heirat, warum die Kosten, warum der Aufwand, warum heiraten, wenn es auch so geht, Frauen haben finanzielle Vorteile, der Mann hat nix, die evtl. Scheidung,....blablabla, sie spiegeln meine Auffassung somit monologartig wider....sie gehen pragmatisch vor, aber nicht emotional.

Ein liebender Mann geht mal AUSNAHMSWEISE nicht vom Pragmatismus aus, sondern will die Frau mit dem ganzen Aufwand der dazugehört, Standesamt (Kirche, bei Religion oder anderweitigen Segen), Bindungssymbol Ring, Dokumente, Papiere, gemeinsame Unterschrift - BESIEGELUNG.

Zusammenleben ist keine Besiegelung, sie ist im Grunde nichts, zwei Singles unter einem Dach und Punkt.

Sofern einem Mann dieser Aufwand zu umständlich ist, geht nunmal sein Verstand vor, logisch.
Warum soll er sich das aufbürden, so wichtig kann ihm die Partnerin dann ja nicht sein.

Aber einem Mann, der wirklich und aufrichtig liebt ist dieser Aufwand wichtig, weil nur eine EHE mit allem drum und dran der Beweis ist, dass diese Frau voll und ganz zu ihm gehört und umgekehrt.

Alles andere ist Larifari, zusammenleben ist nichts, gegen eine EHE, überhaupt kein Vergleich.
Die Rechte, Pfichten und eine gewisse Verpflichtung und Verantwortung geht nur über eine Heirat.
Und diese geht ein Mann gerne ein, Voraussetzung sie ist die Frau seines Lebens und nicht nur ein Lebensabschnittspartner mit TÜV-Plakette.

Hier im Forum gab es mal einen Beitrag mit der Frage: was ist für euch ein Liebesbeweis?
Da wurden etliche Listen aufgeführt mit vielen Dingen.
Ein User schrieb nur einen einzigen Satz dazu: wenn der Heiratsantrag kommt.
Sehe ich ebenso.
 
  • #101
Noch was:

Ich schrieb hier niemals dass eine Frau einen Mann unter Druck setzt wegen Heirat.
Das ist totaler Unsinn.

Ich schreibe von der Freiwilligkeit eines Mannes der liebt und heiraten will, wenn die Frau noch garnichts davon ahnt auch selbst noch nichts erwähnt hat.

Unter Druck geht garnichts das ist mir voll bewusst.

Eine 56-jährige Kollegin wurde somit auch angenehm "überrascht".
Ihr Freund, den sie schon sechs Jahre lang hatte machte ihr ganz unverblümt einen Antrag.
Sie erzählte ich habe nie Heirat erwähnt und ihn niemals dazu in irgendeinerweise aufgefordert.
Aber sie war dennoch sehr glücklich und sagte zu. Es war die zweite Ehe für beide.
 
  • #102
#Gast96
wozu brauchst du eine Versicherung? Die hast du für keine tägliche Entscheidung.
Ich finde es einfach nur unmöglich, wenn jemand bei dem Gedanken an Hochzeit sofort an Scheidung denkt.
Wenn man Chips futtert genießt man es und denkt nicht nebenbei darüber nach *die machen ja soooo dick*

Ich bin derselben Meinung wie Herakles, eine Hochzeit gehört für mich zur Liebe dazu. Ich setze es nicht voraus, aber einmal in meinem Leben möchte ich auch ein weißes Kleid tragen.
Immerhin gibt es auch genügend Frauen die bei einer Scheidung schlechter dastehen würden ;)
 
  • #103
[...]
Hier im Forum gab es mal einen Beitrag mit der Frage: was ist für euch ein Liebesbeweis?
Da wurden etliche Listen aufgeführt mit vielen Dingen.
Ein User schrieb nur einen einzigen Satz dazu: wenn der Heiratsantrag kommt.
Sehe ich ebenso.

Oh, ich heirate gerne, mit allem Tamtam und drumherum.. .. nur lass ich eben den Staat aussen vor, der hat da nichts zu suchen.. ist ja ein Liebesbeweis und kein Vertragswerk.. oder?
 
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  • #104
....sie gehen pragmatisch vor, aber nicht emotional.

Ein liebender Mann geht mal AUSNAHMSWEISE nicht vom Pragmatismus aus, sondern will die Frau mit dem ganzen Aufwand der dazugehört, Standesamt (Kirche, bei Religion oder anderweitigen Segen), Bindungssymbol Ring, Dokumente, Papiere, gemeinsame Unterschrift - BESIEGELUNG.

Hallo Herakles,

Deine [mod] These von der BESIEGELUNG ist eben etwas, das pragmatisch gesehen vollständiger Unfug ist und "nur" einen emotionalen Wert hat. Natürlich auch pekuniären für eine Seite, in der Regel die weibliche.

Bei meiner Hochzeit habe ich (liebend) zu wenig nachgedacht, die Konsequenzen trage ich gerade. Frau heiratet wegen emontionalen Gründen, bei der Scheidung nimmt sie Rache für nicht mehr vorhandene Emotionen, egal, von wem die Scheidung ausgeht.
Praktisch jeder Mensch hat heutzutage die Erfahrung gemacht, dass Beziehungen nicht ewig halten. Ein lebenslanges Versprechen ist mit 50% Wahrscheinlichkeit gelogen. Und es sind oft auch die Frauen, die in einer Beziehung nicht mehr glücklich sind.

Frauen möchten den Traum vom Ritter auf dem weißen Pferd leben, der lebenslang zu ihren Füßen kniet. Das klappt nicht immer. Wenn es nicht klappt, sollte man sich friedlich trennen können. Diese Möglichkeit wird durch das Scheidungsrecht verbaut und Frauen schreiben hier ja auch ganz offen, dass sie im Trennungsfall Rache nehmen einfach dafür, dass sie nicht mehr geliebt werden oder sogar, wenn sie selbst gehen.

Jeder darf die Erfahrung machen, aber ich würde nicht mehr heiraten, ohne dass Kinder schon unterwegs sind. Kinder sind der einzig vernünftige Grund, eine Frau abzusichern. Nur so nebenbei: vor meinem Antrag war meine Ex zweimal "schwanger", danach nie mehr. Der Arzt hat festgestellt, dass ich praktisch nicht zeugungsfähig bin. Leider macht man als Mann die Erfahrung, dass Frauen ziemlich skrupellos sind, wenn es darum geht, ihre Vorteile durchzusetzen...

m, 46
 
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  • #105
wozu brauchst du eine Versicherung? Die hast du für keine tägliche Entscheidung.

Ich finde es einfach nur unmöglich, wenn jemand bei dem Gedanken an Hochzeit sofort an Scheidung denkt.

Ich bin derselben Meinung wie Herakles, eine Hochzeit gehört für mich zur Liebe dazu. Ich setze es nicht voraus, aber einmal in meinem Leben möchte ich auch ein weißes Kleid tragen.

Hallo Persephone,

nahezu alle täglichen Entscheidungen kann ich ohne große Probleme rückgängig machen. Ich kann meinen Job wieder kündigen, mein Haus wieder verkaufen, meinen Wohnsitz wechseln. Alles Dinge, die ich nicht plane, wenn ich die Entscheidung treffe. In allen Fällen zahle ich aber keine "Strafe" dafür, dass ich erkenne, dass ich eine Fehlentscheidung getroffen habe. Und eine Versicherung brauche ich nicht dafür, nur die Freiheit, eine Fehlentscheidung korrigieren zu können, ohne dass mein weiteres Leben stark eingeschränkt wird. Natürlich muss ich für Kinder aufkommen, natürlich für deren Versorgung. In allen anderen Fällen, in denen zwei erwachsene Menschen heiraten, sind die juristischen Folgen der Trennung heute überflüssig.

Die Eheschließung wird hier sehr mystifiziert. Frauen stellen genauso wie Männer fest, dass es nicht mehr funktioniert und trennen sich. Oft geht die Trennung sogar von Frauen aus. Es ist einfach naiv, bei einer Heirat nicht darüber nachzudenken, dass es schiefgehen kann. Niemand wünscht sich das, aber es ist einfach ziemlich realistisch.

Das weiße Kleid kannst du auch bei einer nichtstaatlichen Zeremonie mit Freunden und Verwandten tragen. Warum ist dann das juristische Druckmittel wichtig?

m
 
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  • #106
WAS ist denn bitte romantisch daran, dass man bei Jemandem bleibt, weil man sich per Vertrag dazu verpflichtet hat?
Wenn man freiwillig bleibt, ohne es aufgrund einer Heiratsurkunde zu müssen, dann weiß ich erst der Mann bleibt wirklich aus Liebe, nicht weil er nun vertraglich gebunden ist an mich.

DAS ist romantisch. Freiwillig aus Liebe zu bleiben, obwohl man jederzeit ohne böse Konsequenzen für einen selber gehen könnte.
Einen "Vertrag" über die Liebe abzuschließen - darin kann ich null Romantik erkennen.
Das war auch NIE der Zweck einer Ehe, als diese einst erfunden wurde.

w, 45
 
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  • #107
Hey,

Warum Männer (ich gehe von mir selbst aus, weil es das recht einfach macht) nicht Heiraten wollen?

Für mich ist das ganz einfach:

1. Meine Eltern sind geschieden, die Scheidung war keine schöne (2 Aktenordner die ich irgendwann mal lesen werde - beide Seiten haben es mir schon angeboten)...meine Mum ist sogar 2x geschieden (!)

2. Als Mann ist man meist - nicht nur finanziell - der "Verlierer", da eventuelle Kinder fast immer (zu mehr als 80% - und das sind keine bloßen Statistiken: Ich habe ein Praktikum bei einem Fachanwalt für Familienrecht (also Scheidungen, Unterhalt, Ausgleich von Zugewinn etc.) gemacht und kann das von da bestätigen!)) der Frau zugesprochen werden (und das obwohl männliche Kinder den Vater meiner Meinung nach viel mehr brauchen - die Mutter ist für einen Jungen kein Vorbild...zumindest nicht in dem Maße wie es der Vater ist). Vom Geld (Zugewinnausgleich ist IMO lachhaft...warum sollte der der in der Ehe mehr verdient hat den Anderen im Scheidungsfall am "Gewinn" beteiligen? - Vor allem wenn ein Ehevertrag gemacht wurde? - Nur leider erklären Gerichte diese Verträge zu schnell für nichtig, was nicht sein kann, vor allem da Frauen aus der Opferrolle bzw. der Unselbstständigkeit inzwischen mehr als raus sind. Sie dürfen Arbeiten, Geld, Land und sonstigen Besitz haben d.h. warum brauchen sie weiterhin Unterstützung?)

3. Weil es - für mich - altmodisch und unsinnig ist (vor allem wenn es noch kirchlich passiert, da ich finde das sich die Religion (egal welche) aus dem Privatleben - und auch aus der Politik - raus halten sollte...man darf ja immer noch den ach so besonders schützenswerten Status der Ehe nicht diskutieren, weil die Kirche da gleich dazwischen haut...*kopfschüttel*)

4. Weil es Trennungen (und hier gibt es gute Statistiken) einfach nur erschwert - und diese sind nun mal sehr warscheinlich!

(hätte noch ein paar mehr Argumente, aber diese sind auf mich persönlich bezogen - d.h. ich lass das mal so stehen)

MFG

m, 27
 
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  • #108
WAS ist denn bitte romantisch daran, dass man bei Jemandem bleibt, weil man sich per Vertrag dazu verpflichtet hat?

w, 45

Das ist genau die richtige Frage. Wer möchte ernsthaft einen Partner oder eine Partnerin, die sich nur nicht trennen, weil das aus finanziellen Gründen nicht geht. Ich finde sowas fürchterlich, egal, ob man dann zusammenlebt oder aber räumlich getrennt ist und gar neue Partnerschaften eingeht.

m, 46
 
  • #109
Mir geht es dabei um Himmels Willen nicht um ein Druckmittel. Ich kann es akzeptieren wenn der Partner nicht möchte.
Wenn du an zukünftige Kinder denkst, denkst du sofort an den zu erwartenden Unterhalt bei der Trennung?
Warum trennen sich meist die Frauen? Leider weil sich einige Männer wo anders bespaßen lassen. Natürlich gibt es auch viele andere Trennungsgründe aber so häufig von Betrug wie hier im Forum hab ich selten gelesen. Da zweifelt man ja langsam an der eigenen Beziehung ^^

Vllt liegt es auch einfach an dem Alter. Vllt wurde man verletzt oder lässt es erst gar nicht zu.
Ich kenne 3 Paare. Eines hat nach 3 Monaten Beziehung geheiratet. Immer noch nach knapp 9 Jahren ein Ehepaar wie Arsch auf Eimer. Eines seit 3 Jahren liiert mit 2 Kindern. Das letzte Paar wird nächstes Jahr heiraten.
Alle sind noch recht jung und unter 30. Liegt es an unserer jugendlichen Naivität die man uns zuschreibt oder einfach daran das Leben zu genießen, nicht an morgen zu denken und unbeschwerter zu träumen.

Wenn du eine Beziehung beginnst, wägst du ab welcher Schmerz bei Trennung auf dich wartet?
Ich denke leider nicht so materiell und sehe nur das Geld. Ich kann mich selbst versorgen.
 
  • #110
Gerade dieser "Vertrag" macht den Entschluß diesen Partner mit ALLEN KONSEQUENZEN wirklich zu wollen.

Zu welchen Konsequenzen steht ein Mann, wenn er "nur" zusammenleben will, eben zu garkeiner.
Er will alles und hat alles zum Nulltarif.

Und das ist der Knackpunkt, wenn ein Mann freiwillig und ohne Druck eben dieses dokumentierte und besiegelte Versprechen zu einer Verpflichtung mit gegenüber eingeht zeugt von großem Vertrauen und echter Lieber mit gegenüber.

Denn gerade mit dieser Verpflichtung zeigt er mir dass er nichts zum Nulltarif will, er will diese Liebe mit Brief und Siegel und nicht EWIGER UNVERBINDLICHKEIT.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob mir ein Mann sagt, wir können ja mal zusammenleben, hatte ich vorher mit Renate, Waltraud und Helga, mal sehen was kommt, wir versuchen es mal und schwupp sind wir auch wieder getrennt, wir haben ja keinen Vertrag, keine Verpflichtung, keine Verbindlichkeit, alles ganz salopp, oh wie oberflächlich.

Oder ob mir ein Mann einen Heiratsantrag macht, den er eben nicht schon Renate, Waltraud und Helga gemacht hat, weil er weiß welche Verpflichtung, welche Verbindlichkeit und welche Konsequenzen es haben kann, es ist nicht salopp und oberflächlich, er weiß endlich, diese Frau ist die Frau meines Lebens und ich will ihr das zeigen vor aller Welt.

Was ist das wohl der Liebesbeweis?
 
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  • #111
Ich rede hier auch von Gefühlen und Liebe und nicht von Ratio.

Natürlich wird ein Mann die Ratio überdenken, steht die Ratio vor dem Gefühl liebt er nicht und fertig.
Das Kalkül geht ihm vor. Ein Mann, der erst noch Vor- und Nachteile überdenken muss, denkt zuviel, er ist ein Buchhalter der Soll und Haben ausgleicht, ein Mann, der liebt, lebt vom Gefühl von der Sehnsucht nach dieser Frau und will nur eines: Sie mit allem was dazugehört - ohne Aufrechnung.

Deshalb schrieb ich hier schon öfter, Liebe ist die Ausnahme, die meisten sind aus Zweckgründen zusammen, deshalb heiraten sie auch nicht, sie rechnen pro und contra auf, die Liebe tut das nicht, sie wagt das Unmögliche - die Heirat.

Frauen können das handhaben wir Sepp im Teich, ein Liebesbeweis ist für mich nicht....wir können ja mal zusammenziehen....vor Dir hatte ich mit zig Frauen auch schon zusammengelebt..sondern der Heiratsantrag mit der Bestätigung....ich will Dich, nur Dich und zwar mit allen positiven und auch negativen Konsequenzen, egal welche Erfahrung ich in der Vergangenheit gemacht habe, diese ist abgeschlossen, Du bist meine Zukunft.

Gut, konsequent zu Ende gedacht auch für die Frau bedeutet das: Eheschließung natürlich, denn er ist die einzig wahre Liebe, aber ein Ehevertrag, der ihr keine finanziellen Vorteile (auch keine Nachteile) durch die Ehe verschafft, weil sie mit dem geht, was sie unter Berücksichtigung der von ihr geleisteten Arbeit in der Ehe erwirtschaftet hätte, ist kein Problem. Richtig?
 
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  • #112
Ich finde es einfach nur unmöglich, wenn jemand bei dem Gedanken an Hochzeit sofort an Scheidung denkt.

Sie finden es also unmöglich, dass man sich mit der Realität erwachsen auseinander setzt.
Dann müssen Sie folgende Dinge auch unmöglich finden:

- Gurte in Autos
- Sauerstoffmasken in Flugzeugen
- Notausgänge
- jede Art von Versicherung
- Testament - lange bevor man 70 ist, am besten ab 30
- Patientenverfügungen


Ach es gibt so viele Beispiele für Dinge die man hoffentlich nie brauchen wird (oder wie ein Testament erst sehr viel später)...
Wer sich damit aber nicht befasst, ist in seiner geistigen Entwicklung stehen geblieben und mehr als unreif.
Die Diksussion über Hochzeit also so ins absurde zu führen "dann denkst du ja sofort an Scheidung" ist doch Unsinn.
Wenn für etwas eine 50% Chance besteht (Trennung) und ich setze mich nicht mit beiden Seiten auseinander, dann hat man wohl jeglichen Sinn für Realität verloren und das kann mit vielem zu tun haben, aber gewiss nicht mit Liebe.
Von meinem Partner zu verlangen sich dumm zu stellen bzw sich völlig naiv zu verhalten ist mit Sicherheit keine Liebe.
 
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