• #61
Also ich bin mir sicher...bezüglich Tunesien, dass kaum eine der Damen dort, hier zugeben würde was sie bewusst treibt
Ich glaube einige der Damen gehen in gewisserweise noch weiter in dem sie sich selbst nicht richtig eingestehen, dass sie Sex mit und ohne Urlaubsromanze gekauft haben.

Ich bin vor ca. drei Jahren beim Online Dating von einer mondänen Französin angeschrieben worden. Die Dates waren sehr gut. Es war starke Anziehung da, aber es ging irgendwie nie weiter, als ob Sand im Getriebe ist. Sie war alleinerziehend mit zwei Kinder im Teenager-Alter. Gut zehn Jahre vorher hatte sie, also mit Kleinkindern, da schon alleinerziehend einen Hotel-Animator im Tunesien-Urlaub geheiratet und mit nach Deutschland gebracht. Der Tunesier ist zwanzig Jahre jünger als sie. Zu dem Zeitpunkt unserer Dates war sie von ihm dauernd getrennt lebend.

Ich habe dann nach ihrem Bezzie auf Facebook geforscht. Ich kann Französisch und Facebook übersetzt sogar Arabisch. Er hat in Tunesien eine gleichaltrige Tunesierin, mit der jüngere Kinder hat. Zudem hat er in Paris ein zweites Bezness-Opfer, das er ausnimmt.
Solche Fälle kenne ich auch. Z.B eine Lehrerin mit einem glückspielsüchtigen Marokkaner. Oder eine Dame die eine zeitlang immer zu ihrem gleichen "Freund" in eine Urlaubsanlage in der Türkei fuhr.

Ich kenne aber auch Afrikaner die hier wirtschaftlich durchaus erfolgreich sind, also sich nicht aushalten lassen sondern z.B. als IT Freelancer gutes Geld machen. Die haben in Afrika Frau und Kind und hier eine "ahnungslose" Parallelbeziehung. Ihre Haltung dazu ist anders als die der einheimischer Parallelfahrer.

Sie halten es quasi für normal, da in Afrika häufiger Standard währen den Einheimischen im Grunde klar ist, dass das nicht mehrheitsfähig ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht wissen, dass dies hier eher stigmatisierung wird.

Im von mir genannten Film Bezness werden übrigens alle Spektren beleuchtet.

Manipulative Verführung naiver Touristinnen, abgebrühte Käuferinnen eines Urlaubsbegleiters und bisexuelle Prostitution durch eigentlich heterosexuelle einheimische Männer wie auch die Haltung ihrer einheimischen Frauen dazu.

Bei dem Film mit den Österreicherinnen in Kenia geht es eher darum, dass es ihnen schwer fällt sich einzugestehen, dass sie nur wegen ihres Geldes einen Urlaubsfreund haben. Aber eigentlich müssen sie das auch nicht.
 
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  • #62
Stände die Entscheidung im Raum...ons oder Callboy, würde ich sicher den Ons haben. Weil den hätte ich irgendwo kennengelernt und ich hätte Sex wenn es vorher prickelt und....und das ist entscheidend, ich hätte zumindest das Gefühl, dass er mich anziehend und sexy findet.
Ich glaube, dass es beim weiblichen Sextourismus ganz ähnlich wie beim ONS läuft. Nur, dass der Mann irgendwann im Laufe des Kontakts ein Geschenk bekommt.

Dame und Herr lernen sich "zufällig" in einer Bar, Disco, am Strand oder bei einem Animationprogramm (Sport o.ä.) kennen. Man hat erst Spaß, beschnuppert sich und wenn es dann paßt Sex. So ist die Frau entspannt und offen dafür und kann es genießen.

Wenn es richtig gut passt bleibt man für den Urlaubsrest ein Paar welches auch Händchen hält. Das gibt es auch unkommerziell.

Bei Männern läuft das anders. Die gehen auf den Straßenstrich, ins Bordell oder rufen an und sagen "ich will Sex", zahlen und bekommen Sex.

Aber ist es eklig oder beneidenswert, wenn jemand einfach sagen kann: ich will Sex und der Rest hinterlässt kein ungutes Gefühl?
Eklig ist es nicht zu sagen ich will Sex und dafür zu zahlen. Eklig ist es aber wenn es kein ungutes Gefühl hinterlässt obwohl die Umstände danach sind.

Wann sind die Umstände danach? Wenn man eindeutig Menschen missbraucht und einem das egal ist oder dies nicht wahrnimmt.

Wann ist, für mich für andere hier nicht, der Konsum von Prostitution Missbrauch (?) Dann wenn sich Menschen anbieten die sich z.B. wegen Sucht oder aus Unfreiheit heraus prostituieren, wenn sich traumatisierte Menschen prostituieren oder Prostitution traumatisiert, wenn Drogen genutzt werden um Prostitution zu ertragen und wenn gewalttätige Strukturen eine Rolle spielen.

Wesentlich ist für mich auch ein wesentlicher Unterschied zwischen Frauen und Männern der auch für Prostituierte gilt.

Frauen müssen in der Regel entspannt sein um wirklich bereit und offen für Sex zu sein. Das gilt auch für einen ONS. Sie sind zudem in der Regel nicht für Sex mit einem beliebigen Mann zu begeistern.

Männer müssen für Sex nicht entspannt sein. Sie entspannen sich mit Sex. Männer sind oft im Vergleich zu Frauen nicht allzu wählerisch. Männer mögen natürlich schon wenn nebenbei ihr Ego etwas gestreichelt wird.

Sind Frauen auf dem Strich oder im Bordell entspannt? Wird Männern ihr Ego gestreichelt wenn sie in der Disco oder Bar ein sexuell interessierte und spendable Frau kennenlernen?

Als Sextouristin würde ich mir keine Gedanken über den potentiellen sexuellen Missbrauch eines netten einheimischen Manns machen. Der fühlt sich nicht missbraucht. Würde er dies tun bekäme er keine Erektion.

Prostituierte nehmen dagegen reichlich physisch und psychisch entspannende Substanzen und Gleitmittel und werden z.T. wenn sie nicht spuren in Spur gebracht.
 
  • #63
Tut mir leid, ALLE Statistiken, die ich kenne, sagen, dass binationale Paare ein etwa 65% erhöhtes Scheidungsrisiko haben.
Du zitierst sehr wahrscheinlich den Artikel von der Welt.de über die Studie von Rostocker Zentrum. Stimmt es? Das habe ich auch gelesen. Da wurden ca. 5600 Paare befragt und Ergebnisse präsentiert. Dabei wurde gemessen, dass das Scheidungsrisiko bei einer binationalen Ehe aufgrund kultureller Probleme um 64% höher ist als Paare, die gleiche Nationalität haben. Hier wurden die Gründe für die Scheidung erörtert und verglichen.

Ich bezog mich in meiner letzten Post aber auf die Statistik. Wieviele Eheschließungen gab es und wieviele Ehescheidungen? Welche Zahl war höher? und ich bezog mich auf den Artikel von Zeit.de von 2012.
Ich wollte es einfach ansprechen, weil im Laufe des Threads einige über die Scheinehe und "Business" gesprochen haben. Es war mein Eindruck, dass die Binationale Ehe in ihre Wahrhaftigkeit doch angezweifelt wurde und ich wollte betonen, dass viele Menschen aus Liebe und Zuneigung zueinander finden und heiraten, auch wenn es nicht für immer hält.
Wahrscheinlich ist der Markt für Frauenclubs noch nicht entwickelt. Aber das kommt
Es mag sein, aber ich denke, dass viele Frauen schon längst auf die Batterie betrieben Systeme umgestiegen sind oder umsteigen werden. Das ist wahrscheinlich, was die Hygiene und Sicherheit betrifft, um Welten besser :).
 
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  • #64
Zitat von Tom26:
Wahrscheinlich ist der Markt für Frauenclubs noch nicht entwickelt. Aber das kommt
Es mag sein, aber ich denke, dass viele Frauen schon längst auf die Batterie betrieben Systeme umgestiegen sind oder umsteigen werden. Das ist wahrscheinlich, was die Hygiene und Sicherheit betrifft, um Welten besser :).
Glaube ich auch nicht, dass das kommt. Meine Begründung steht unter #70.

Ein Club der eine geeignete Atmosphäre für eine Frau bietet ist in DE unerschwinglich für die meisten Damen und würde daher nie genug Kundinnen finden.

Kommerzsex für Männer ist dagegen aufgrund der Arbeitsbedingungen und männlicher anspruchslosigkeit für Discountpreise und mal eben zwischendurch zu haben.

Dafür spielen ggf. Sextoys für Frauen eine größere Rolle als für Männer.
 
  • #66
Ich für mich bin froh, dass ich nie in der Situation war aber wenn, ginge es weniger um Moral, sondern darum, dass ich wohl das heulende Elend bekommen würde.
Dein gesamter Beitrag Pixi, spricht aus, was ich auch denke.
Von der Vorstellung bis zur Umsetzung in der Praxis, das würde ich im realen Leben wohl nie hinbekommen.
Allein bei der Vorstellung, dass mich jemand berührt, nur weil ich ihn dafür gebucht habe, allein dabei schon merke ich, dass mir mein Herz weh tut. w45
 
  • #67
Ich habe mir vor Jahren mal einen Call Boy bestellt, why not? Damals war Tinder noch nicht so aktuell wie heute und der Mann war attraktiv und ich hatte keine Zeit und Lust zum Suchen, jedoch Lust auf Sex. Heute würde ich es aber nicht mehr machen, weil ich einfach Nähe brauche um wirklich sexuell ganz erfüllt zu sein. Aber bereuen tue ich meinen Callboy nicht, war im übrigen wirklich sehr nett-,.)
 
  • #68
Ich hab schon mal versucht, mich in Tantra einzulesen, aber die Erklärungen empfand ich als so schwammig/verschwurbelt, dass ich ehrlich gesagt schnell die Geduld verloren habe. Aufgrund des Wenigen, das ich weiß, glaube ich nicht, dass ich etwas damit anfangen könnte...
Das kann ich nachvollziehen!

Das Angebot sexueller Dienstleistungen, welches sich an Frauen richtet, ist offensichtlich stark eingeschränkt, die
Ausnahme bildet ausgerechnet die Tantraszene, die Frauen als zahlungskräftige Klientel entdeckt hat, wobei sich gerade hier das Angebot für Frauen in einem engen Rahmen bewegt, den unser Denken über weibliche Sexualität erlaubt und in dem sich Frauen bewegen sollen. Was mich hierbei besonders stört, ist die ständige Entsexualisierung. Es wird viel von „Sinnlichkeit“ und „Bewusstwerdung“ gesprochen. Langsamkeit und Vorsicht werden gegenüber der – als schützenswert angenommenen – Sexualität der Frau betont, Genitalien werden verschämt und verschleiernd in einer altertümlichen Sprache benannt; der Anspruch wird formuliert, sich mit der sexuellen Praxis auch auf einem spirituellen Weg zu befinden. Das Angebot ist defensiv und suggeriert, Frauen wollten, wenn sie sich ihrer Sexualität widmen, entweder geheilt werden oder etwas über sich lernen.

Die sexuell fordernde Frau ist ein Tabu. Die erregte, geile Frau, die während des Aktes dem Partner zuruft, härter zu stoßen. Die Frau, die artikuliert, dass ANDERE für IHR Vergnügen da sind. Aber diese Frau ist gefährlich. Denn sie wäre nicht mehr kontrollierbar. Sie ist gesellschaftlich nicht erwünscht. Frauen haben das verinnerlicht und wollen sich deshalb auch nicht so sehen. Sich auf einem spirituellen Weg zu befinden ist ihnen manchmal lieber, denn
als fordernde und sexuell hungrige Person zu gelten.