• #31
Es gibt immer solche und solche, und Ausnahmen bestätigen die Regel.
In meinem persönlichen Umfeld habe ich über die Jahre allerdings keinen einzigen Mann erlebt, der nach einer Trennung Wochen und Monate trauernd zuhause gehockt hat. Bei den Frauen waren das eine Menge.

Viele Frauen scheinen in eine Art Starre zu verfallen, in der es erst einmal darum geht, die Beziehung unter Zuhilfenahme von Gesprächen mit Freundinnen durchzukauen (sprich zu verarbeiten). Natürlich geht Frau auch aus (lässt sich von Freundinnen mitschleppen), das Interesse an Männern ist in der ersten Zeit nach der Trennung aber eher marginal. Angst vor erneuter Verletzung oder Vergleiche mit dem Ex dominieren oft den Umgang mit neuen Bekanntschaften. Frauen sind in dieser Phase häufig nicht offen und nicht locker.

Männer habe ich stets reaktiver und "lösungsorientierter" erlebt. Die Spanne reichte von Feiern/Trinken/Abschleppen über das sofortige Anmelden bei einer Singlebörse bis hin zum Kauf männlicher "Symbole der Freiheit" wie Mopeds oder Sportwagen.

Wenn nicht sogleich eine neue Frau gefunden wurde, lag das in der Regel nicht an der fehlenden Bereitschaft, sondern mehr an der fehlenden Attraktivität des Mannes. Die Attraktiven fanden sehr bald Ersatz, wobei da auch gern die "Nächstbeste" genommen wurde, die sich gerade im Dunstkreis aufhielt, ohne groß auf die Passung zu achten. Die weniger Attraktiven ließen nach Misserfolgen meist Sprüche wie "Ohne Frau geht's mir eh besser" ab, suchten aber fleißig weiter.

In all den Jahren habe ich nur einen Mann erlebt, der 5 Jahre ohne zu suchen allein blieb, bis er sein Gegenstück zufällig fand. Dieser ist aber auch sehr introvertiert und ruht in sich.

Dass Männer unter der Trennung sehr leiden, habe ich allerdings durchaus erlebt. Dies äußert sich vor allem in den Momenten, in denen Erfolge mit anderen Frauen ausbleiben.
 
  • #32
Aber ich denke auch dass auch du das nicht wirklich ernst meinst, sondern dass die Gedanken an die Ex-Beziehung früher oder später kommen, ob man will oder nicht. Man kann ja nicht ewig trinken und das Mopped putzen. Früher oder später müssen wir uns wohl alle unseren Geistern stellen. Ich für meinen Teil lieber früher, als später ;-)!
Tja, @Blair ,
ertappt.
Sicherlich ist so ein Ritual ja nur der erste Schritt. Wir alle kennen ja auch Beerdigungsrituale. Auch danach ist nicht alles erledigt - aber es hilft. Und immerhin weiss Mann nach solch einem Samstag, dass er gute Freunde hat.
Ja, es gibt auch andere Rituale. Und ja, danach folgen bei uns Männern oft exzessives Arbeiten und Sport, Adrenalinkicks und einige Parties. Und sicherlich auch die eine oder andere ruhige Stunde mit Nachdenken - das geht nämlich besser, wenn die ersten Emotionen weg sind. Auch die eine oder andere Frau kann helfen. Dabei meine ich nicht zwingend Sex - auch die Frau, die nur einen Kaffee mit uns trinken geht, hilft.
Frauen feiern inzwischen übrigens gerne Scheidungsparties - mit Durchsage des DJ's.
Dazu kommt - Männer merken zwar oft, dass es nicht mehr wirklich passt. Wir warten dann eben noch ab, bis auch sie das merkt. Und gehen dann, wenn sie nicht merken will. Daher trifft Männer eine Trennung sehr oft nicht aus heiterem Himmel. Und schon dadurch wird es einfacher.
 
  • #33
Darüber hinaus haben Männer und Frauen unterschiedliche "Halbwertzeiten". Ich weiß, es klingt nicht sehr toll aber es ist leider so. Im jüngeren Jahren leiden öfters die Jungs während die Mädchen sich vor Angebote nicht retten können und das Blatt wendet sich irgendwann. Dann holen die Jungs die Versäumnisse nach.

Der (falsche) Eindruck entsteht auch dadurch, dass Männer im Regelfall nicht "öffentlich" leiden.

Und solange Frauen eher nach Status, Männer eher nach Aussehen schauen, ist klar, dass junge, attraktive Frauen und ältere Männer mit mehr Status die besseren Karten haben.
 
  • #34
Durch meine sportlichen Aktivitäten kenne ich viele Männer aller Altersklassen und sehe dort gesunde und erfolgreiche Männlichkeitskonzepte, die ganz anders aussehen.

Sportler sind doch immer noch die Besten: Stark, selbstbewusst, schnell, männlich, agieren fair, lernen mit ehrlichen Siegen und Niederlagen umzugehen, haben Teamgeist, zumindest im Mannschaftssport.

Ich finde zwei Jahre nach einer langjährigen Ehe angemessenen. Das erste Jahr um sich einzukriegen, das zweite, um Stück für Stück nach vorn zu sehen. So ähnlich habe ich das auch erlebt. Der Versuch vorschnell jemand Neues in mein Leben zu lassen, scheiterte kläglich, obwohl letztendlich die Trennung von mir ausausgegangen war.

Unter dem Bruch einer langjährigen und innigen Liebesbeziehung leiden Beide. Ganz normal und überhaupt nicht unmännlich. Weil ein Lebensplan gescheitert ist.

Es gehört beides zu einer Trennung: Anfangs den Schmerz betäuben um überhaupt zu "funktionieren". Später Stück für Stück zu reflektieren. Sonst machen wir beim nächsten Partner, in der nächsten Beziehung die selben Fehler. Wär doch traurig, wenn wir nur älter werden und nicht auch "weiser". Außerdem hilft es beim Verzeihen, wenn eigene Fehler erkannt werden. Es ist ein gutes Gefühl, irgendwann wieder mit sich und dem Ex im Reinen zu sein, vor allem, wenn man mit ihm eine langes und schönes Stück des Lebenswegs gemeinsam gegangen ist oder es gemeinsame Kinder gab.
 
  • #35
Gut, wenn @Tom26 nach der Enthüllung von Blair wie Alain Delon aussieht, verstehe ich seine Beiträge besser. Das ändert alles. Dann kann er sich nach der Trennung auch einen blauen Müllsack überziehen, seine rostige MZ mit Elsterglanz auf strahlend schön wienern und Komasaufen mit den Buddys - und trotzdem werden die Frauen Schlange stehen.

Was nun überhaupt nicht geht, ist unser Sportler mit den Besuchen beim Onkel Doktor. Um Himmels Willen, ein frisch Getrennter ist ja nun kein Überlebender einer Großkatastrophe, sondern durchlebt nur ein normales Lebensrisiko. Was macht unser @Basketballer erst, wenn das liebe Finanzamt eine Nachzahlung über mehrere Jahre fordert - sich wegen akutem Seelenschmerz einweisen lassen?

Normalerweise leidet der Mensch am meisten, der sich seelisch zu sehr in Beziehungen engagiert. So etwas vermeidet ein lebenserfahrener Single schon seit langer Zeit. Wer sich stets vor Augen hält, dass es heutzutage nur mehr Lebensabschnittsgefährten gibt, kann auch nicht verletzt werden. Ehen und Kinder sind unter allen Umständen zu vermeiden, um Kollateralschäden bei der Trennung zu minimieren. Es ist extrem nervenschonend, wenn man bei einer Trennung nur Computer, Bücher und Bekleidung aus ihrer Wohnung in einen Transporter räumen muss und dann seelenruhig ins eigene Heim fährt. Dann löscht man noch ihre Kontaktdaten, die Fotos und E-Mails aus besseren Tagen, jeden Krimskram, der an sie erinnert, und nimmt sich schlussendlich Urlaub mit Flirtgarantie. Und spätestens eine Woche später sieht die Welt ganz anders aus
 
  • #36
Gut, wenn @Tom26 nach der Enthüllung von Blair wie Alain Delon aussieht, verstehe ich seine Beiträge besser. Das ändert alles. Dann kann er sich nach der Trennung auch einen blauen Müllsack überziehen, seine rostige MZ mit Elsterglanz auf strahlend schön wienern und Komasaufen mit den Buddys - und trotzdem werden die Frauen Schlange stehen.
Nein, Tom schaut nicht wie Alain Delon aus. Er fährt auch keine rostige MZ , dafür besitzt er stylishe schwarze Müllsäcke. Auch war nicht von Komasaufen die Rede, sondern vom sich betrinken. Männer kennen den Unterschied. Und es stehen keine Frauen Schlange.

Ja, ich bin so altmodisch, dass ich denke, ein Mann sollte mit den üblichen Lebensrisiken selbst fertig werden können. Zur Not mit ein wenig Hilfe seiner Freunde.

Natürlich mache ich Fehler. Genauso natürlich machen auch andere Menschen Fehler. Das gehört zum Leben. Und muss einfach so akzeptiert werden. Kann ich das - lebe ich schon mal wesentlich unbeschwerter. Kann mich schütteln und weiter leben. Anstatt 2 Jahre rumzujammern. Und damit 2 Jahre meines begrenzten Lebens in den Sand zu setzen.
 
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  • #37
@Basketballer du schreibst mir von der Seele und beim Lesen des Beitrags von @Tom26 dachte ich nur: was er über die Männer bzw. über das Ende einer Beziehung ausführt, ist nichts anderes als pure Verdrängung über das eigene Scheitern, über die eigenen Fehlern, die Charakterschwäche, über das eigene Unvermögen, eine wunderbare respektvolle und tolle Partnerschaft zu führen. Wenn sich Männer so verhalten, wie er sie beschreibt, dann nur weil sie sich partout ihren eigenen Fehlern und Versäumnissen nicht stellen wollen. Insbesondere wollen sie sich nicht damit befassen, warum sie verlassen wurden.

Es wäre fast wie ein eigenes Todesurteil, sich einzugestehen, dass man(n) es auch verdient hat verlassen zu werden - meistens zumindest. Immerhin trennen sich zu 75 % die Frauen von ihren Ehemännern und wären auf diese Frauen glücklich mit ihrem Partner würden sie es nicht tun.

Das Problem ist nicht, dass die Frauen nicht reden und die Ehe/die Beziehung zu retten versuchen bzw. sie für beide schön und angenehm zu gestalten, sondern das Problem ist, dass die Männer ihre Frauen niemals ernst nehmen und ihre Anliegen für völlig unwichtig halten. Da Frauen jahrelang nörgeln oder auch ernsthafte Gespräche führen ohne das etwas sich geändert hätte, halten die Männer ihre Frauen für Nervensägen, glauben ihnen Ihre Trennungsdrohungen nicht, wie sie vor veränderte Tatsachen gestellt und verlassen werden.

"Männer sind arrogant und eingebildet und glauben nicht, dass Frauen sie verlassen können"
sagte mir mein verstorbener Vater. Aber auch andere Männer haben mir das gleiche bestätigt. Sie halten sich für unentbehrlich, bis sie merken, dass die Frauen in Wirklichkeit viel stärker sind als sie selbst und auch ohne diesen einen Mann leben können. Nicht umsonst wurde auch ein Exfreund von mir mehrmals verlassen (auch von mir), ohne in einer Therapie zu reflektieren, weshalb alle seine Beziehungen scheitern.
 
  • #38
Das Problem ist nicht, dass die Frauen nicht reden und die Ehe/die Beziehung zu retten versuchen bzw. sie für beide schön und angenehm zu gestalten, sondern das Problem ist, dass die Männer ihre Frauen niemals ernst nehmen und ihre Anliegen für völlig unwichtig halten. Da Frauen jahrelang nörgeln oder auch ernsthafte Gespräche führen ohne das etwas sich geändert hätte, halten die Männer ihre Frauen für Nervensägen, glauben ihnen Ihre Trennungsdrohungen nicht, wie sie vor veränderte Tatsachen gestellt und verlassen werden.
Absolut entlarvend - zwar mit Sicherheit ungewollt, aber dafür ehrlich.

Der Kern dieser Aussage ist doch:
Frauen wollen alles so verändern, dass es für sie schön ist. Jahrelanges Nörgeln ist also völlig normal .......

Ganz klar ist also: wenn 2 nicht mehr miteinander wollen, dann ist das Scheitern dem Mann zuzurechnen - die Unabhängigkeit und Stärke der Frau. Verdient durch jahrelanges Nörgeln und Trennungsdrohungen.

Wäre dem wirklich so, dann wäre doch die Frage: Warum sind Männer so dumm und tun sich solche Frauen an?
Eine weitere Frage wäre: Warum leiden diese ach so starken und tollen Frauen dann ?
über das eigene Unvermögen, eine wunderbare respektvolle und tolle Partnerschaft zu führen.
Wie das aussehen soll, hast du ja eindeutig beschrieben. A llerdings - wäre dem wirklich so, dann ist das nicht männliches Unvermögen, sondern ganz einfach männliche Unlust, so zu leben.
 
  • #40
Ganz klar ist also: wenn 2 nicht mehr miteinander wollen, dann ist das Scheitern dem Mann zuzurechnen - die Unabhängigkeit und Stärke der Frau. Verdient durch jahrelanges Nörgeln und Trennungsdrohungen.

Wäre dem wirklich so, dann wäre doch die Frage: Warum sind Männer so dumm und tun sich solche Frauen an?
Eine weitere Frage wäre: Warum leiden diese ach so starken und tollen Frauen dann ?

Wie das aussehen soll, hast du ja eindeutig beschrieben. A llerdings - wäre dem wirklich so, dann ist das nicht männliches Unvermögen, sondern ganz einfach männliche Unlust, so zu leben.
Am Anfang ist doch alles schön und zwar für beide! Woran sich wohl sehr viele Frauen zu stören beginnen und was sie auch sehr viel verletzt ist, dass sie meistens diejenigen sind die alles menagen zumindest zu Hause. Sie fühlen sich allein gelassen und verantwortlich für alles, sowohl für die Kinder als auch für den gesamten Haushalt und nicht wenige Frauen gibt es die vielleicht sogar Arzttermine für ihren Mann vereinbaren.

Aus dem Gefühl heraus, obwohl verheiratet oder verpartnern, wie ein Single zu leben oder im Stich gelassen zu werden entsteht bestenfalls nur Frust, schlimmstenfalls ein Burn-Out oder Depression. Für verheiratete Frauen ist das Risiko an Depression in ihrer Ehe zu erkranken viel höher als für eine Single Frau. Das Nörgeln ist nur ein Symptom, der darunter liegenden Gefühlen des Unverständnisses, der Einsamkeit, der alleinigen Verantwortung, der ausbleibenden Unterstützung - der gelebten Partnerschaft.
Wie oft musste meine Schwester ihrem Mann sagen endlich den Rasen zu mähen. Von alleine kommt er nie drauf. Er lebt wie ein Gast und nicht wie ein Partner im eigenen Haus.

Nicht umsonst sagen die Frauen in Serbien: "Nur für eine Wurst (männliches Geschlechtsorgan) halte ich kein Schwein zu Hause".

Die meisten verheirateten Männer leben wohl zu Hause, wie in einem bequemen Hotel, ohne gemeinsam den Haushalt zu schmeissen, ohne mitzudenken, was getan werden muss. Für mich ist ein Ehepaar ein Zweierteam, welches gemeinsame Aufgaben erledigt oder sich Aufgaben gerecht verteilt. Wenn ein Mann keine Lust hat partnerschaftlich zu leben, dann soll er doch gar nicht heiraten, sondern eine drei Zimmer Wohnung für sich alleine nehmen! Dann macht er alles und zwar alleine und beweist das er das kann! LAT-Wohnmodel ist für Frauen ideal! Aber vielleicht sollten die Frauen nicht alles für die Männer machen und vielleicht nur für sich selbst waschen und kochen.
 
  • #41

Ich glaube nicht, dass sich Männer heutzutage ihrer Partnerinnen (zu) sicher sind und nicht bereit wären, sich selbst zu reflektieren. Im Gegenteil, gerade in den letzten Jahren habe ich eher eine höhere Bereitschaft hierzu wahrgenommen. Auch, dass Männer durchaus bereit und in der Lage sind, eine gute Partnerschaft zu führen und auch Kompromisse einzugehen.

Nein, mein Vater wurde von meiner Mutter nicht verlassen und viele Frauen hätten sich glücklich geschätzt einen solch aufopfernden und sehr verantwortungsvollen Mann zu haben. Jedoch wollte seine ehemalige Freundin nicht in sein Land ziehen, sondern in ihrer Heimat bleiben. Somit war die Beziehung zu Ende.

Auch heutzutage sagten mir verlassene Männer, dass sie niemals daran geglaubt hätten, ihre Frau würde die Ehe beenden. Auch heute noch fühlen sich die meisten Männer wohl unentbehrlich für eine Frau und glauben nicht Frauen könnten ohne sie leben. Ein Exfreund von mir, der mehrmals von den Frauen verlassen wurde (auch von mir) meinte, es wäre etwas dran an der Aussage meines Vaters. Ich glaube nicht, dass das an einem bestimmten Zeitalter liegt. Die Einstellung gegenüber einer Partnerschaft, gegenüber den Frauen und die Charaktereigenschaften sind mehr oder weniger über Jahrzehnte die gleichen. Wobei natürlich heute die Frauen wirtschaftlich unabhängig sind und sich viel häufiger leisten können, eine schlechte Beziehung zu beenden.

Somit bestätigt sich im Grossen und Ganzen die Erfahrung: Frauen gehen früher, Männer bleiben u.U. auch in unbefriedigenden Beziehungen.[/USER]
 
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  • #42
Ich denke schon, dass manche Männer sich ihrer Frauen häufig (zu) sicher sind - erlebe es zumindest so in meinem Umfeld.

Das liegt m.E. einmal daran, dass diese Männer sich selbst als Gottes Geschenk an die weibliche Welt erachten, sprich ein überproportional gutes Selbstbewusstsein haben.
Kombiniert mit fehlender Empathie: sie wissen nicht so genau, was Frauen eigentlich glücklich macht, und nehmen sich auch nicht die Zeit, dies herauszufinden.

Somit gehen sie davon aus, eine Frau wird mit dem beglückt, was auch sie selbst glücklich macht: z. B. regelmäßiger Sex, dass der Mann ein angemessenes Gehalt nach Hause bringt, dass der Mann ihr viel Freiraum lässt etc.

Trifft ein solcher Mann auf eine Frau, die auf Romantik steht und gar nicht so viel Freiraum, sondern mehr Bindung braucht, entsteht ein Missverständnis und eine Unzufriedenheit auf Seiten der Frau.
Kommt es zur Trennung, weil Frau sich ungeliebt fühlt, fällt der Mann aus allen Wolken, weil er aus seiner Sicht doch alles richtig gemacht und so viel gegeben hat.
Hat er ja auch - nur eben nicht das, was die Frau sich eigentlich gewünscht hatte.
Man macht ja auch keinen Menschen, der Caramell hasst, mit einem Haufen Caramell glücklich.
 
  • #43
Ich glaube schon, dass das ein Mythos ist. In meinem Umfeld konnte ich diesbezüglich kein geschlechterspezifiziertes Verhalten erkennen. Es ist doch vielmehr eine individuelle Sache, wie man mit Trennungen oder sonstigen "verwirklichten Lebensrisiken" umgeht.
Auch das Alter und damit verbundene Lebensmodelle spielen sicherlich eine Rolle.
Wie @Mandoline schrieb, war oder ist es in ihrer Generation wohl auch noch üblich, dass der Mann den Rasen mähen hat (warum eigentlich?) und frau ihn dann nötigenfalls durch Nörgeln dazu bewegen muss, "seinen" Pflichten nachzukommen. Von den Lebensverhältnissen der noch älteren Generation (@Mandoline 's Vater) ganz zu schweigen.

In "modernen" gleichberechtigen Partnerschaften lösen sich doch die konventionellen Rollenbilder mehr und mehr auf, deshalb wird es wohl auch zunehmend verschwindende Geschlechterstereotypen geben - auch im Hinblick auf Trennungen.
 
  • #44
In "modernen" gleichberechtigen Partnerschaften lösen sich doch die konventionellen Rollenbilder mehr und mehr auf, deshalb wird es wohl auch zunehmend verschwindende Geschlechterstereotypen geben - auch im Hinblick auf Trennungen.

Sehe ich ebenfalls so, geschlechtesspezifische Verhaltensweisen sind völlig überholt.
Um diesen Prozeß der Umstellung von alten, überholten Verhaltensweisen zu modernen geschlechtsunspezifischem Leben zu beschleunigen, kann man auch etwas Druck machen.

Beispiele (nicht abschließend)
-Türenaufhalten: Nicht der Mann hält der Frau die Tür auf, sondern aus gegenseitigem Respekt der/die, wer zuerst die Tür vor dem Partner erreicht hat

-Restaurant-Rechnung bezahlen: ganz klar im Wechsel, Sie gewöhnt sich an, mehr zu essen, damit nicht über unterschiedlichen Verzehr zu streiten ist.

-Haushaltspflichten: im Wechsel. Falls sie für einige Tätigkeiten zu wenig Körperkraft aufweist (was gegen die Geschlechtergleichheit verstoßen würde), ist sie verpflichtet, ihre körperliche Fitness bis auf Mindestniveau zu bringen (Sport). Falls er für einige Tätigkeiten zu kräftig ist -> Muskelmasse abbauen um Geschlechterunterschied zu verringern. Gleiches gilt für Handwerkliche Fähigkeiten oder technisches Verständnis - das kann jeder lernen, Ausreden zählen nicht.

-Aufzucht des Nachwuchses: Frauen lernen mit ihren Kindern (m und w) mehr körperliche und kraftorientierte Spiel zu spielen (behauptete geschlechertypische Unfähigkeit mangels Antrieb oder Kraft wird nicht akzeptiert), Männer übernehmen auch mal die Rolle der Puppenmutti mit dem Sohn.
Sollte der Sohn sich weigern mit Puppen zu spielen, wird ihm schon mal der Nachtisch gestrichen. Verstöße gegen die Gleichheit werden nicht toleriert.

-Erwerbstätigkeit: Männer sehen ein, daß Vollzeitarbeit sich nicht mit Gleichstellung im Haushalt vereinbaren läßt und nehmen Teilzeittätigkeiten an. Frauen dagegen verlängern ihre Arbeitszeiten und nehmen mehr gut bezahlte aber eben gefährliche oder körperlich schwere Tätigekeiten an. Es werden Männerquoten für Büro- und Erziehungsjobs und dafür Frauenquoten für Bergarbeiter, Maschinenbauer, Mathematiklehrer und Klärwärter eingeführt, um geschlechtertypische Berufswahlen abzuschaffen.

-Einkaufen: Die fünf Unterhosen im Jahr von Männern sind zu wenig. Männer achten in Zukunft mehr auf umfangreichere Kleidungseinkäufe. Frauen dagegen reduzieren ihren anerzogenen Triebe zum Herausputzen deutlich. Das geht am Besten mit einem gleich großen Budget für Kleidung für jeden in einer Partnerschaft.

-Aussehen: Frauen werden angehalten weniger Kosmetik zu benutzen, Männer dagegen mehr. Verstöße sind zu ahnden. Es wird einen Einheitshaarlänge geben, um Geschlechterstereotype auszurotten. (Anweisung an Friseure)
- und
- und
- und

-auf biologische Unterschiede (Physis) gehe ich mal nicht ein....
 
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