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  • #1

Frau als absolute Entscheidungsträgerin in einer Beziehung, wie seht Ihr das?

Nach meinen letzen Macht-Kämpfe-Beziehungen habe einen netten, sehr ruhigen, aber auch passiven und zurückgezogenen Mann kennengelernt. Seine Art ist für mich grundsätzlich akzeptabel, ich habe selber eine (leicht) dominante Ader, bin aber trotzdem unsicher. Ich entscheide über alles, egal was ich sage, von ihm kommt nur "ja und amen", z.b. wenn wie ein Date vereinbaren, schreibt er nicht "ich möchte Dich treffen", sondern "wenn DU mich treffen möchtest" etc. Für mich ist die Situation, wie gesagt, ungewohnt, kenne eher das Gegenteil: die Männer, die sich um jeden Preis in den Vordergrund stellen möchten (auch nicht gut) und würde gerne fragen, ob jemand vielleicht ähnliche Probleme hat (oder hatte)? Bzw. wie kommt man damit besser zurecht? Für Ratschläge/Tipps wäre sehr dankbar!
 
  • #2
Hm, ich glaube nicht, dass er sich ändern wird. Du musst entscheiden, ob du mit so einer unterordnenden Rolle des Partners leben willst und kannst. Welche Gemeinsamheiten habt Ihr? Auf welchen Gebieten harmoniert Ihr besonders gut? Gibt es davon viele? Was zieht Euch an?
 
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  • #3
Ich mag es Entscheidungen zu treffen - wenn sie mir wichtig sind. Ich würde es ganz fürchterlich finden IMMER diejenige zu sein, die entscheidet. Ein Mann der immer nur ja und amen sagt oder jede Frage am besten noch mit "wie Du möchtest, Schatz" beantworte, würde mich ziemlich schnell zur Weißglut bringen. So wenig wie ich mich devot verhalte, so wenig mag ich devotes Verhalten bei anderen.

Du sagst, du hast eine (leicht) dominante Ader. Du solltest Dir darüber klar werden, ob du wirklich etwas devotes suchst (so ein bißchen in die Richtung SM), oder ob du die Reibung, die durch zwei dominaten Adern entsteht magst.
w/38
 
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  • #4
Ich kenne einige Frauen, die ihre Beziehung beendeten, da sie einen solchen Mann hatten, wie du ihn beschrieben hast und sie nicht mehr wollten, alles alleine zu entscheiden! Ich wollte es auch nicht.
 
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  • #5
Liebe FS,

ich gebe auch schon mal die Richtung vor, möchte das aber auf keinen Fall immer tun müssen. Ich hatte einmal eine Beziehung, in der diese zuerst nur schwache Tendenz immer schlimmer wurde. Der Mann hat sich völlig zurückgenommen nach dem Motto "Du kannst das sowieso besser", er rutschte richtig in eine Art Abhängigkeit- was mich völlig aggressiv gemacht hat! Ich kann mit solch einem Verhalten überhaupt nicht umgehen, ich brauche einen Partner und nicht noch ein halbwüchsiges Kind- das immer so bleiben wird.

Du solltest das Problem klar ansprechen. Das habe ich auch getan, es half nur überhaupt Nichts, sondern wurde nur schlimmer. Vielleicht ist die Entwicklung bei Euch eine andere, ich wünsche es Dir!
 
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  • #6
Es gibt Frauen, denen solche Männer langweilig wurden. Es gibt aber auch Frauen, die sich nach langer vorheriger Beziehung genau so einen Schluffi als Mann aussuchen, damit auch sie endlich mal dominant sein kann.
 
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  • #7
Ein Klassiker!

Liebe FS

Du schreibst Du seist vom Typ her eher dominant (ich klammere mal die erotisch-sexuellen Aspekte aus, da dies wieder ein anderes Thema ist).
Du "darfst" das offensichtlich ausleben aber gleichzeitig bist Du auch wieder verunsichert und brauchst die Ratschläge anderer Frauen.
Was also?
Ist das stark oder doch nicht?

Im Übrigen ist ein Mensch (egal ob Mann oder Frau) keineswegs schwach, der in weniger wichtigen Belangen das Zepter gerne abgibt.
Stärke manifestiert sich in kritischen Situationen oder in prinzipiellen Lebensbereichen.
Wenn Du mit gebrochenem Fuss oder einer schweren Darmkolik zu hause bleiben musst oder gar ans Bett gefesselt bist, wer kommt vorbei oder steht bei Dir? Herr Obermacker oder Dein etwa ruhigerer Typ?
(m)
 
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  • #8
Liebe Damen,

ich verstehe schon, dass solch ein entscheidungsschwacher Mann für Euch der Horror ist. Leider habt ihr hier aber die Quittung für die überzogen emanzpationsorientierte Erziehung der Jungen.

Wenn die jungen Männer ständig eingebläut bekommen, man dürfe Frauen auf gar keinen Fall bevormunden, niemals dürfe ein Mann dominant sein, traditionell männliches Verhalten sei tabu ... Na ja, dann kommt halt auch mal so was raus.

Ich kann das gerade bildlich vor mir sehen. Ein Satz wie "wenn DU mich treffen möchtest" von einem Mann - da hätte damals meine Sozialkundelehrerin leuchtende Augen bekommen. Das hätte sie als beispielhaftes, männliches Kommunikationsverhalten hervorgehoben.

Hätte die Damenwelt bei der Emanzipation nicht im Übermaß auf die Pauke gehauen, dann hätte sie jetzt vernünftigere Männer als Partner.

m, 45
 
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  • #9
@7
Du greifst da einen sehr interessanten Aspekt auf- mal wieder die zwei Seiten einer Medaille, ähnlich, wie bei der Atomenergie...
Ich persönlich mag diese Dominanzdiskussionen nicht, wie schon #6 schreibt, auf die wirkliche Zuverlässigkeit und Präsenz im rechten Moment kommt es an und spätestens, wenn es drei Mal hintereinander Milchreis gab, weil es ihm "egal" war, was gekocht wird, wird sich der Kandidat das "Steak" schon abquälen.
 
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  • #10
Hallo, ich bin nicht so veranlagt und kann mir das gar nicht vorstellen, diese untergeordnete Rolle einzunehmen.

Andererseits kommt es immer darauf an, wie jemand in Krisensituationen und bei den wichtigen Entscheidungen reagiert. Häufig ist es so, dass diejenigen den Mut haben, wichtigen Entscheidungen zu treffen, denen man das gar nicht zutraut. Andererseits ward ihr noch nicht in dieser Situation, sonst hättest Du das sicherlich in irgend einer Form geschrieben.

Wenn Du leicht dominant bist, wundert es mich allerdings, warum Du damit Probleme hast? Wenn der Mann dir zu entscheidungsschwach ist, kannst Du ihn ja auch mal darauf ansprechen, warum er das so handhabt. Sehr ändern wird er sich sicherlich trotzdem nicht in der Zukunft. Das heißt, Du musst damit leben oder dir jemand anderen suchen, wenn es nicht geht.
 
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  • #11
Ich erhähle etwas, was ich selbst erlebt habe.
Der Mann war immer sehr entgegenkommend, kompromissbereit, nachgiebig und hat sich nicht in den Vordergrund gedrängt. Als es in der Beziehung einmal Probleme gab, sagte er einfach: "Du kannst jemand anderem auf den Nerv fallen mit Deiner schlechten Laune" und ging einfach weg. Er rief nie wieder an und nahm kein Gespräch mehr an.
Der Mann kämpfte kein bißchen um die Beziehung.
Für die Probleme hatte allerdings die Frau gesorgt. Erst trennte sie sich und ging zu ihrem früheren Lover zurück. Dann wollte sie den Mann zurück, verzichtete aber nicht auf ihren früheren Lover und andere Seitensprünge, als er nicht gleich fest zusagte.
Der Mann hatte ihr nie irgendwelche Grenzen gezeigt. Damit konnte die Frau offenbar nicht umgehen. Jetzt ist der Mann wieder allein und seit 4 Jahren Single.
Vielleicht hätte ich um sie kämpfen sollen, aber spontan hatte ich wenig Lust dazu.
 
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  • #12
Ist er in wirklich allen Bereichen so, oder ist das etwas das dir bislang v.a. hinsichtlich gemeinsamer Unternehmungen aufgefallen ist. Ich persönlich richte mich da auch tendenziell eher nach der Frau da es mir idR. egal ist da ich einfach gerne Zeit mit ihr verbringe.
In wichtigen Bereichen übernehme ich aber lieber die Führung.
 
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  • #13
FS: Herzlichen Dank an alle! Hinter dem Begriff „dominant“ strecken KEINE sexuellen Neigungen, es geht lediglich um die Bereitschaft die Führung im Alltag (vor allem in kritischen Situationen) zu übernehmen. In meinen früheren Beziehungen habe ich das immer machen müssen, nicht weil ich das wollte, sondern, weil die „dominanten“ Männer es einfach nicht konnten (es geht, wie gesagt vor allem um kritische Fälle). Das eigentliche Problem war, die Männer konnten ihre Niederlage nicht verkraften, waren sauer auf die ganze Welt (vor allem wegen der Öffentlichkeit, die auch was mitbekommen hat), natürlich war ich schuld, dass es bei ihnen nicht funktioniert . Ich durfte die Verantwortung tragen, sie wollten „männlich“ und „dominant“ wirken und natürlich auch im Rampenlicht stehen. Wenn man sich „anders“ verhält, und sich zurückzieht , bin ich verunsichert, weil ich diese „Verhaltensform“ bei einem Mann noch gar nicht kenne. Was für mich sehr wichtig wäre (genau, #6!) , wie er sich in kritischen Situationen verhält. In Moment habe ich viel zu wenig Anhaltspunkte. Ich kenne einige Beziehungen, wo der Mann nichts zu sagen hat, und sie halten über sehr lange Zeit, in anderen Fällen sind die Frauen weggegangen, weil sie diesen Typ „viel zu langweilig“ fanden. Wenn der Mann mich wirklich liebt und ständig „ja, Schatz“ zu mir sagt, habe ich keine Probleme damit!
 
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  • #14
an FS:
Es stimmt ja nun nicht, wenn du schreibst: "Frau als absolute Entscheidungsträgerin in einer Beziehung", denn er sagt ja, dass er will oder dass du entscheiden kannst, weil es ihm recht ist so. DAS IST AUCH EINE ENTSCHEIDUNG! Du bist das eben nicht so gewohnt, wie du schreibst, weil die Männer, die du bisher kanntest, ihre Wünsche eher durchsetzten (gegen deine Bedürfnisse).

Du erwähnst deine vorherigen Partnerschaften als "meine letzten Macht-Kämpfe-Beziehungen", was darauf schließen lässt, dass ihr wenig achtsamen Umgang miteinander hattet und eher Krieg, Kräftemessen und Kämpfe. Das ist NICHT Partnerschaft, sondern Kampf, wie du auch selber formulierst und hat mit Liebe wenig zu tun, sondern mit Macht-Ohnmacht-Verhältnissen.

Ok, jetzt hast du also einen andern kennen gelernt, der das nicht tut, "Seine Art ist für mich grundsätzlich akzeptabel..." na gut. Was willst du mehr??

"...bin aber trotzdem unsicher..." ja klar, wenn du das so nicht kennst.

Er lässt dich in deiner ("leicht dominanten") Art, lässt dich sein, wie du bist - wolltest du das nicht schon immer???

Nun, er entscheidet schon (wie oben bereits erwähnt. Dich entscheiden zu lassen, ist auch eine Entscheidung. Dich nicht verändern zu wollen, ist auch eine. Einzustimmen in das, was du gerne hast, da er das auch geren mag, ist ebenfalls eine Entscheidung. NUR DU verbuchst das unter Entscheidungslosigkeit - - nur weil die Entscheidungen der bisherigen Partner Kämpfe mit dir waren.

Merkst du was?

Also, wenn du entscheidest und er damit einverstanden ist, dann ist das seine Entscheidung. Könntest du so viel Respekt für ihn aufbringen, das/ihn so zu akzeptieren?
Wenn nicht, lass ihn ziehen, denn dann willst du lieber kämpfen als geliebt sein, wie du bist.

w, 57
 
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  • #15
Es ist schon ok., wenn in einer Beziehung einer die Hosen anhat. Bei zwei Bestimmern gibt es Knatsch, das kennen wir alle noch aus dem Sandkasten. Ob die Frau oder der Mann dominiert, ist egal. #11 hat recht, es gibt sicher Bereiche, in denen das wechselt. Im häuslichen Bereich ist es oft die Frau, bei strategischen Entschedungen der Mann.
Solange der passive Partner die Entscheidungen mit tragen will, ist alles ok. Sollte es darauf hinauslaufen, daß sich jemand aus der Verantwortung schleicht oder sich irgendwann ob seiner Entscheidungsunfähigkeit fremdbestimmt fühlt, wird es schwierig. Ich würde das aufmerksam beobachten. Auch konfliktunfähige Menschen, die alles scheinbar ok. finden und sich dann vom Acker machen, sind schwierige Partner.
 
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  • #16
Ich (w 49) bin wie der Mann beim #10. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen die Führung meinem Partner zu überlassen. Aber möchte gern über die Entscheidungen Bescheid wissen und mitrederecht haben.

Ich differenziere immer die Bereiche und mein Verhalten wie unten:

* Bereiche, wo ich keine Ahnung habe, überlaße gern ihm die Entscheidungen und nehme die
Konsequenzen im Kauf.
* Bereiche, wo ich mehr Erfahrung/Infos als er habe, erwarte bißle mehr Recht und sein
Kompromiss.
* Bereiche, wo wir die Sachen von verschiedenen Blickwinkeln betrachten mit dem gleichen
Ergebnis. Dann mir egal welche Sichtsweise, nehme dann das Ergebnis im Kauf!
* Bereiche, wo nur mich betreffen. Hier hole ich trotzdem seine Meinung als Respekt auf ihn. Ich bin aber kein Abhängiger oder unsicherer Typ, und ich möchte auch, daß er davon Bescheid weiß, warum ich nach seiner Meinung frage, bevor er mein Verhalten psychologisiert.

Und ich wünsche mir, dass auch er in seiner eigenen Belange mich wissen lässt, anstatt irgendwann wann erfahre, dass er diese und jenes gemacht hat. Ich mag nicht vor vollendeter Tatsache gestellt werden! Ich wünsche uns mehr "Wirgefühl" in partnerschaftlicher Beziehung.

Ich würde eher Problem haben, immer alleine die Entscheidungen treffen zu müssen. Jetzt mache ich das wunderbar als Single. Aber mit einem Partner würde nicht alleine für unsere gemeinsame Bereiche Entscheidungen treffen.
 
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  • #17
Einen sich derart unterordnenden Mann könnte ich nicht ertragen. Die vollkommen sanften, nachgiebigen Typen sind zwar menschlich sympathisch, taugen den meisten von uns aber, um die Wahrheit zu sagen, nur zum Frauenversteher und Seelenfreund.

Alles schreit nach Emanzipation und sehnt sich in Wirklichkeit doch nach einem "echten Kerl".

Ich mag es, wenn der Mann aktiv und entschlossen ist, klare Vorstellungen hat und dennoch auch meine Sichtweise respektiert.

#7 Das hast Du wunderbar geschrieben mit der Sozialkundelehrerin.
 
  • #18
@15. Ich sehe das genau so wie Du.
War auch einmal mit einem Mann zusammen, der zu allem "ja und amen" sagte, was ich vorschlug Selbst war er eher antriebslos, aber gerne bereit, meinen Vorschlägen zu folgen.
Mich hat das dann irgendwann sehr gestört, vor allem die Einseitigkeit.
Ich entscheide gern und lasse auch gern einmal entscheiden - vor allem dann, wenn ich von dem Gebiet keine Ahnung habe oder es mir egal ist. Insofern sollte das Verhältnis grob ausgewogen sein.
 
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  • #19
Hier nochmals #6

Da finden sich einige sehr schöne und wertvolle Gedanken.

@10
"Der Mann hatte ihr nie irgendwelche Grenzen gezeigt. "
Das würde wohl auch nichts bringen, den Grenzen und Leitplanken lernt man in der frühen Erziehung oder - was schmerzhafter ist - durch die Härten des Lebens.

Ansonsten teile ich auch die Meinung, dass man in einer Partnerschaft durchaus dem jeweils Kompetenteren oder Interessierteren die Entscheidungshoheit überlassen darf...#15 hat dies wunderbar dargestellt.

@16
"Echter Kerl" in Ehren. Doch das ist ein Klischee wie der "Vamp", "die Hure" oder "die Heilige" etc. Kann sicherlich die Libido stimulieren. Doch das Leben schreibt andere Geschichten.

Kaum noch fällt das Wort "Liebe". Nur #13 deutet in ihrem schöne Post darauf hin.
Beinhaltet Liebe nicht auch "schwach" zu sein und sich anlehnen oder anvertrauen?
Frauen, die Männer nur als Projektionsfläche missbrauchen für Stärke und dergleichen, beweisen nur eines. Dass sie selber sich als extrem defizitär wahrnehmen und mit ihrer Persönlichkeit hadern. Männer sind nun mal "nur" Menschen und keine Götter. Auch die Leinwandidole und Promis sind privat äusserst schwach (meist noch offenkundiger).
Beziehungen, die auf eine Illusion basieren, sind zum Scheitern verurteilt und Enttäuschungen gewiss.
Im Übrigen sind "infantilisierte", naive Frauen (mit Heroenphantasien) für einen "intelligenten und starken" Mann auch uninteressant - wenns um eine wahre Beziehung geht und nicht nur um ein schnelles Vergnügen oder um die Präsentation beim Geschäftsessen.
 
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  • #20
#7 hat schon recht, jetzt haben wir die Männer weichgespült, jetzt sind sie langweilig.
Ich hatte 20 Jahre so ein pflegeleichtes Exemplar.
Er hat mir nie Grenzen gesetzt. Ich konnte jederzeit zum Sport, mit Freundinnen verreisen.
Das war allerdings ein schleichender Prozess. Er hat sich immer mehr aus allen Verantwortungen zurückgezogen.Kindererziehung, Schule alles mein Ding.
Wohin gehen wir Essen? Wie du möchtest...
Irgendwann fiel es mir auf, und es störte mich erheblich.Nur da waren die Rollen schon festgelegt.

Nein, ich habe mich auf Dauer nicht wohlgefühlt. Als dann das erstemal der Satz von ihm fiel:
Nimm mich doch mal in den Arm, oder er an meiner Schulter einschlafen wollte, ging nichts mehr.
Vielleicht wäre es gegangen, wenn er beim Sex dominant gewesen wäre.
Ich habe dann leider angefangen noch dominanter zu werden, weil ich dachte:Irgendwann muss doch mal ein Widerspruch von ihm kommen. Aber der kam nicht.
Ich habe mich getrennt.
Mein neuer Partner ist anders. Kino suchen wir abwechselnd Filme aus.Wenn ich ihn bitte, Besorgungen für mich zu machen, sagt er: Gerne, aber später passt mir gerade nicht.
Er tut sehr viel für mich, setzt aber Grenzen oder sagt auch mal Nein
Auch der Sex ist wunderbar. Eben die gute Mischung.
Und übrigens: Ich schlafe an seiner Schulter ein.
 
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  • #21
FS: an #19. Danke für den tollen Beitrag. Nun kenne ich das áuch, wie man sich schleichend aus der Verantwortung zurückzieht. Es geht aber nur, wenn der/die andere es zulässt und mitmacht, in dem Sinne hoffe ich aus meinen Ex-Fehlern doch gelernt zu haben. Im übrigen habe ich schon damit angefangen, ihm die Entscheidungen zu überlassen und .. es hat sogar funktioniert. Mal schauen, wie es weiter geht!
 
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  • #22
ich würde mich bei so einem Schluffi zu Tode langweilen. Aber Du musst damit klarkommen, jeder tickt da zum Glück anders.
 
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  • #23
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kinder von solche einem Vater sich ebenfalls in dieser Richtung entwickeln. Bei mir war es zumindest so. Meine Mutter wurde wegen der Unfähigkeit meines Vaters Entscheidungen zu treffen und dessen Antriebslosigkeit in die dominante Rolle gedrängt. So fiel auch der weitaus größte Teil der Kindererziehung auf sie zurück. So konnte ich besser kochen als irgendwelche handwerklichen Dinge zu verrichten. Meine Mutter erzog mich ungefähr so: "Du musst die Frauen immer gut behandeln/gleichberechtigt." Nur mit dieser Herangehensweise hat man bei Mädchen und jungen Frauen keinen guten Schlag. Jetzt bzw. vor wenigen Jahren weiß ich, dass man mit "Was hälst Du davon, wir könnten doch..." nicht weit kommt im Gegensatz zu "Komm mit, ich zeig Dir wo der Lorch sein zu Hause hat." die bessere Art ist um Frauen für sich begeistern zu können. Man ey, Chemie, was kaum jemand braucht wird einem in der Schule beigebracht, aber sowas wo man durch fehlende Informationen leicht in Selbstzweifel verfallen kann nicht. Mein Vater erklärte mir nichts und meine Mutter hatte offensichtlich keine Ahnung wie man mit Frauen als Mann umgehen sollte. Bis sich das Fragezeichen in Luft auflöste und ich die Antwort auf den Umstand hatte, warum bei bestimmten Männern (teilweise richtig hohle Köpfe) die Frauen fast Schlange standen.

"wenn DU mich treffen möchtest" kann übrigens auch anders gedeutet werden. Ich wollte damit ausdrücken: "Das freut mich aber, dass Du mich treffen willst. Ich möchte es auch." Nun bin ich mir natürlich dessen bewusst, dass es eher den Eindruck macht, als würde ich ausschließlich zusagen, um der Frau einen Gefallen zu tun bzw. ich wenig selbstbewusst bin und ihr alles recht machen möchte. Alles recht machen zu wollen bedeutet Langeweile.
 
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  • #24
FS an #22. Vielen Dank! Eine traurige Geschichte. Es sieht so aus, als ob Du gar keinen Vater hättest. Ich habe übrigens auch Kinder, zum Glück sind sie Mädchen und da bin ich "etwas besser dran". Obwohl ,denke mal, einem Jungen könnte ich (sogar als Frau) einige Dinge erklären. Und übrigens nicht jede Frau auf "komm mit" steht! Vielleicht mit 20 noch ja, aber später merkst Du bestimmt, dass "was hälst Du davon" auch einen ( sogar einen deutlich höheren) Wert hat. Aus meiner Sicht ist es zumindest so, und ich habe in meinem Leben schon einige Lebenserfahrungen gesammelt. Was mich persönlich angeht, war ich praktisch ein "Weisenkind" gewesen, obwohl leibliche Eltern (die mir übrigens nie was erklärten!) habe. Eigene Erfahrungen sind bestimmt schmerzhafter, aber auch... wertvoller. Und die "Self-Made-Männer" kommen bei Frauen immer gut an, wenn sie es wirklich sind! In diesem Sinne wünsche Dir viel Glück!
 
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  • #25
@ # 22

Bei Dir ist das Problem mit der verfehlten Erziehung von Jungen schon ungünstig stark ausgeprägt, gerade wegen des Elternhauses. Vom Prinzip her ist das aber kein Einzelschicksal.

Als ich aufgewachsen bin (Jahrgang 1969) bekamen wir Jungen solch ein Verhalten ganz gezielt eingehämmert und zwar von allen Seiten (Schule, Kindergarten, Jugendbücher, Sportverein ...).
Es gab ein paar Ausnahmen an männlichen Rollenmodellen. Die waren dann aber hemmungslose Extrem-Machos und damit ebenfalls keine guten Vorbilder.

Irgendwas ist da nicht gut gelaufen.
 
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