• #31
Liebe Sofia,
ich bin nun auch ratlos und möchte keine weiteren Vermutungen anstellen. Es gibt nun einmal Menschen, die ich nicht verstehen kann.
Ich wünsche euch Dreien in welcher Konstellation ihr auch immer weiterlebt alles Gute.
 
  • #32
Liebe Lily, danke für deine sicher gut gemeinten Tipps. Schade nur, dass du mir solch komische Unterstellungen machst und so bissig wirst. Ich habe hier weder von Hoffnung gesprochen, noch davon dass ich Dinge nicht sehe. Und selbst wenn, macht mich das nicht gleich zu einer armseligen Mutter mit schlechter Vorbildfunktion, wenn ich nicht von heute auf morgen plötzlich ab Geburt emotional angebrüht und gleichgültig geworden bin! Hinter deinem leicht agressiven Schreibstil lese ich eher raus, dass dich selbst etwas so abgebrüht gemacht haben muss, was dich anfangs noch bedrückt hat... ;-) Dann bleibe ich lieber wie ich bin. Alles gute und danke für eure Kommentare
 
  • #33
Ich würde ehrlich gesagt auch erst mal Informationen einholen ob das Geld ncht dem Kind "gehört" und dass es gar nicht gekürzt oder gar ausgeschlagen werden darf. Ansonsten hört sich dieses Fluchttüre freihalten und immer auf dem gepackten Koffer sitzen schwer nach einem anderen Kontinent an. So weit weg, das ein 14jähriger Teenager dann nicht mehr an seinen Vater rankommt. Es sei denn er macht ein Austauschjahr z. B. In Südamerika ... Es läuft bis zur Geburt und in den nächsten Jahren noch viel Wasser den Rhein runter. Ich kenne einen Mann der sich am Ende dann doch dran gewöhnt hat, seinen Pflichten gestellt und sich wirklich kümmert. Der wird kaum anders reagiert haben, als er plötzlich wieder nach Europa zurückkehren musste. Im Geiste ist er immer in der Heimat, bei manchen ist das aber auch fest mitgelieferte Mentalität. W49
 
  • #34
Ich weiß wie die rechtliche lage ist bezüglich Unterhalt, wir haben uns geeinigt und das Kind hat keine finanziellen Nachteile, das würde ich nicht zulassen, aber danke. Um Unterhalt ging es auch in meiner Frage gar nicht. Und kümmern tut er sich ja auch bisher.. Wie es halt passt zwar, aber ich bin froh drum.
 
  • #35
Also, liebe Sofia98, ich habe mich entschieden dir zu Antworten, weil ich in einer sehr ähnlichen Situation wie der Vater deines Kindes war/bin und Anfangs sogar ziemlich ähnlich reagiert habe. Erst einmal das Wichtigste: Glaube mir, er liebt sein Kind! Sonst würde er nicht freiwillig regelmässig vorbeikommen, es auf den Arm nehmen, ihm zu Essen geben, etc.. Wenn ihm das Kind egal wäre, hätte er sich wahrscheinlich schon längst aus dem Staub gemacht.
Meine Tochter mit einem Ferienflirt auf einer Südamerikareise war auch nicht geplant und mich plagten während vielen Monaten starke Zweifel (War es ein Fehler? Hab ich mir damit mein Leben versaut? Kann ich dieses Kind überhaupt lieben?). Ich war bei der Geburt ebenfalls nicht anwesend, sondern habe meine Tochter erst einen Monat später zum ersten Mal in meinen Armen gehalten. Doch in diesem Moment, als sie in meinem Armen lag und mich zum ersten Mal anschaute, war es um mich geschehen. Ich liebe meine Tochter über alles und es vergeht kein einziger Tag an dem ich sie nicht vermisse! Leider sehe ich sie wegen der grossen Entfernung nur zwei Mal pro Jahr für etwa 2-3 Wochen - viel zu wenig, das tut weh. Trotzdem haben wir eine Bindung zueinander aufgebaut und waren auch schon mehrmals ein paar Tage nur zu zweit unterwegs, was super funktioniert hat. Wir sprechen uns regelmässig per Telefon und tauschen videos und fotos per Whatsapp aus. Nächstes Jahr möchte ich sie zu mir in die Schweiz holen, damit sie hier zur Schule gehen kann. Ihre Mutter und Ich waren nie ein Paar und werden es auch nie werden. Wir sind grundverschieden und hatten Anfangs oft Probleme… Trotzdem haben wir ein grosses gemeinsames Interesse - unsere Tochter. Wir wollen beide nur das Beste für Sie, das ist unsere einzige Gemeinsamkeit.
Du und der Vater deiner Tochter werdet dies auch schaffen, wenn ihr wollt. Ob Ihr nun zusammen seid oder nicht, ist dabei nicht so wichtig. Seid einfach so gute Eltern für euer Kind wie Ihr könnt und schenkt Ihm all eure Liebe, Zuneigung und Fürsorge, das ist das einzige was zählt! :) Drücke euch die Daumen und wünsche alles Gute für die Zukunft!
 
  • #36
Das fällt mir schwer, versteht ihr? Es klingt vielleicht naiv und einfach, aber warum "der formhalber"? Er macht echt viel und ich kenne ihn, er sieht das Kind "verliebt" an, weshalb muss man dann solche Dinge sagen? Entweder man will es oder eben nicht. Er wollte es ja nicht, er müsste gerade gar nichts tun! Darum geht's.
Du bist naiv. Eines solltest Du vielleicht auch mal berücksichtigen. Wir Männer haben bei der Geburt nicht dieselbe Beziehung zu dem Kind, wie die Mutter.
Diese entwickelt sich erst. Und zwar über Jahre.

Meine Kinder waren natürlich meine Babys. Aber eine richtige Beziehung zu ihnen hat sich erst entwickelt, als sie anfingen, auf mich zu reagieren; mich als Papa zu erkennen. Also erst nach einigen Monaten.
Das ist einfach anders.
 
  • #37
Das ist ja eine schlimme Situation für Dich und Du musst ganz alleine einen Weg für Dich finden. Und Dein Exfreund auch.
ich denke, dass er noch Zeit braucht, um einen Bezug zu seinem Kind zu bekommen. Viele Väter können am Anfang nichts mit einem Säugling anfangen, außerdem ist er sicher insgesamt eher unsicher mit dem Kind.

Hat er es denn auch alleine, wenn er Euer Kind besucht oder bist du immer dabei?

Ich würde mich an Deiner Stelle mal vom Jugendamt beraten lassen, wie ihr eine Umgangsregelung hinbekommt.
Im ersten Jahr ist es vielleicht noch schwieriger, aber wenn du nicht mehr stillst, sollte er das Kind auch mal längere Zeit alleine haben und auch alleine versorgen, damit er eine Bindung aufbauen kann.
Bisher darf er ja auch gar nicht richtig Vater sein, wenn ich das so sehe.
Er besucht Dich und darf dann mal mit dem Kind spielen.
Es wird anders, wenn er es über Nacht hat, wenn es größer wird, wenn es sprechen kann.

Ansonsten hat er Dir gegenüber natürlich auch finanzielle Verpflichtungen: Dir gegenüber mindestens bis zur Vollendung des 3.Lebensjahres und dem Kind gegenüber bis zum 18. LJ, danach weiterhin je nach Ausbildung direkt ans Kind.
Würde mich mal anwaltlich beraten lassen. Und beim Jugendamt.
Ihr müsst eine Umgangsregelung treffen.
Ich würde ihn nicht so einfach aus der Verantwortung lassen. Du musst an deine (berufliche) Zukunft denken und ihn da voll mit einspannen. Wenn er Dich nicht entlastet, kann es auch sein, dass er nach Vollendung des 3. LJ noch Unterhalt auch an Dich zahlen muss. So war es zumindest bei einer Freundin.
Und wie gesagt kommt das Bedürfnis nach Kontakt zum Kind bei Vätern eher später. Mit Babies können viele nichts anfangen.