• #61
Eine Ehe/Familie hat es immer verdient, dass sich die Protagonisten darum bemühen.

Materieller Geiz geht IMMER mit emotionalem Geiz einher.
Liebe FS, schau mal auf euer Miteinander. Fällt dir etwas auf?
Wenn du euren Umgang auf neue Beine stellen willst, sag deinem Mann, dass du so nicht leben möchtest und schlag ihm Paargespräche vor. Hier könnt ihr euch in einem geschützten Rahmen austauschen über eure Wünsche, Sehnsüchte, Enttäuschungen etc.
Erfahrungsgemäß erschließen sich hier die wahren Gründe für Verhaltensmuster. Ich bin sicher, dass sein Verhalten nichts mit dir zu tun hat.
 
  • #62
Ja, so ist es. Irgendwelche Leute in irgendwelchen Foren raten zur Trennung, ohne die Situation eigentlich wirklich zu kennen oder die andere Seite mal gehört zu haben. Und das, nachdem vermutlich jahrelang kein Wort dazu gesagt wurde.
Vorschnell zur Trennung raten ist natürlich schädlich. Aber was will man bei einem Mann, der nicht für sein Kind (!!) zahlt, denn noch erwarten? Nochmal: Warum wird hier mehr der Geiz gegenüber der FS als der gegenüber dem Kind thematisiert?
 
  • #63
Vorschnell zur Trennung raten ist natürlich schädlich. Aber was will man bei einem Mann, der nicht für sein Kind (!!) zahlt, denn noch erwarten?
Ich habe ja nicht geschrieben, dass ich sein Verhalten toll finde. Aber sie wird ja etwas an ihm finden und letztlich schleifen sich manche Dinge einfach ein und man muss eben auch mal kräftig rütteln, damit sie sich ändern.
Wir kennen die genauen finanziellen Verhältnisse nicht. Bei meiner Schwester sind die finanziellen Verhältnisse z. B. so, dass sie trotz Teilzeitjob deutlich mehr verdient als ihr Mann. Er "zahlt" im Grunde auch nichts für seine Kinder, wenn man es genau betrachtet. Die Finanzen alleine sollten nicht pauschal ein Grund sein, sich zu trennen.
 
  • #64
Nochmal: Warum wird hier mehr der Geiz gegenüber der FS als der gegenüber dem Kind thematisiert?
Mit dem Geiz gegenüber der FS hat es angefangen. Der Fehler war, dass die FS ihrem Mann Geld gezahlt hat, damit sie ihn am Wochenende besuchen darf (=Miete). Alles andere ist nur die Folge von der ersten Vereinbarung.
Natürlich hätte bei dem Kind alles neu verhandelt werden müssen, aber die beiden haben immer noch die gleiche Persönlichkeit, wie zu Anfang der Beziehung und dementsprechend hat sich auch nichts geändert.
 
  • #65
Wir kennen die genauen finanziellen Verhältnisse nicht. Bei meiner Schwester sind die finanziellen Verhältnisse z. B. so, dass sie trotz Teilzeitjob deutlich mehr verdient als ihr Mann.
Die FS hat klar beschrieben, dass er nicht wirklich arm ist und sich sogar ein "Hobbyauto" neben dem Alltagswagen gönnen kann. Den Kindergartenbeitrag will er aber nicht mitfinanzieren. Das scheint jetzt kein Fall von Millionärin heiratet Tellerwäscher, der nicht viel zum Lebensunterhalt beitragen kann, zu sein. Insofern verbietet sich hier wirklich jede Diskussion was das Kind angeht.

Natürlich hätte bei dem Kind alles neu verhandelt werden müssen, aber die beiden haben immer noch die gleiche Persönlichkeit, wie zu Anfang der Beziehung und dementsprechend hat sich auch nichts geändert.
Das kann man dann insofern finde ich auch nicht auf die Persönlichkeit abschieben. Es ist richtig, dass er immer geizig war und die FS am Anfang der Beziehung bzw vor Eheschließung es versäumt hat, hier mit ihm einiges klarzustellen. Trotzdem finde ich nicht, dass sie davon ausgehen musste, dass er keine Kosten für das Kind tragen möchte. Dass er auf Halb/Halb bei allen Kosten (also für sie UND das Kind) besteht und das sogar auch bei Teilzeit/Elternzeit, ok, damit hätte sie noch rechnen können. Aber das Kind als Hobby der Frau anzusehen? Das geht auf keine Kuhhaut. Wenn ich jetzt zB einen Mann heirate, bei dem ich genau weiß, dass er nicht kochen kann, dies nicht möchte und auch nie freiwillig eine Küche betreten würde, kann ich bei einem gemeinsamen Kind dennoch erwarten, dass er diesem auch mal das Essen zubereitet. Oder Windeln wechselt. Auch wenn er mich niemals bekochen würde und er stinkende Windeln schon immer widerlich fand. Wenn man erwartet, dass sich durch die Geburt eines Kindes nichts verändert, sollte man vielleicht nicht unüberlegt einem Zeugungsakt zustimmen, meine Meinung. Mehr habe ich gar nicht gemeint mit meinen vorigen Posts.
 
  • #66
Ja, die FS hat versäumt
- sofort die Biege zu machen, als sie erkannt hat, dass der neue Freund ein Geizhals ist
- ganz am Anfang klarzustellen, dass sie keine Miete bei ihm bezahlen wird, wenn sie ihn am WE besucht. Sie hätte anbieten können, dass er sie jedes zweite WE besucht und sich das dann ausgleicht oder sie hätte die fiktive Miete mit ihren Fahrtkosten verrechnen können oder oder oder
- beim Zusammenziehen konkret die Finanzen zu besprechen. Das machen verliebte Leute ungern, weil sie es kleinlich und unromantisch finden, aber es ist dennoch sinnvoll, wie man hier sieht.
- bei der Heirat und der Planung eines Kindes ...( Text dito )

ABER all diese Versäumnisse knebeln die FS jetzt nicht auf alle Zeit.
Ja, sie hat Fehler gemacht, aber Fehler kann man korrigieren.
Sie sollte diese Dinge eben jetzt besprechen.
Wenn der Ehemann das abbügeln will ( 'das hat dich doch bisher auch nicht gestört' ), muss sie beharrlich bleiben.
So lange, bis beide zu einer für beide zufriedenstellenden Lösung gekommen sind.
Wenn es die nicht gibt, geht es eben nicht.
Dann bleibt immer noch die Option Trennung.
Unterm Strich steht die FS dann sicher nicht besser da, aber immerhin fällt ein ganz wesentlicher Nachteil weg: sie muss sich nicht mehr ärgern.

w 48
 
  • #67
Die FS hat klar beschrieben, dass er nicht wirklich arm ist und sich sogar ein "Hobbyauto" neben dem Alltagswagen gönnen kann.
Über ihre finanziellen Verhältnisse lese ich fast nichts, außer, dass ihr (Teilzeit-)Gehalt für "Fixkosten wie Auto, Handy, Versicherungen, Kinderkleidung, wenn ich mir was gönne usw. Aber auch den Kindergartenbeitrag." reicht. Bei ihm steht nur was von "teurem Sportwagen", was sie sich stattdessen "gönnt", ist unklar. Ich finde nicht, dass das irgendwie objektive Aussagen ermöglicht. Es klingt bei beiden nicht nach Existenzminimum. Es scheint genug Geld da zu sein, sie fühlt sich nur ungerecht behandelt und sollte das eben deutlich ansprechen.
 
  • #68
Es klingt bei beiden nicht nach Existenzminimum. Es scheint genug Geld da zu sein, sie fühlt sich nur ungerecht behandelt und sollte das eben deutlich ansprechen.
Ja, dass sie nicht am Existenzminimum lebt, davon gehe ich auch aus. Sie muss schon auch ein nicht allzu schlechtes Einkommen haben, wenn man trotz Teilzeitarbeit so über die Runden kommt. Aber ist das nicht eigentlich zweitrangig? Fakt ist, dass er ein Kind auch mitfinanzieren kann und ich gehe davon aus, dass sie keine (mehrfache) Millionärin ist, die die Mehrkosten überhaupt nicht auf dem Konto registriert. Aber: Auf welchen Charakter deutet das denn hin, dass er keinerlei finanzielle Aufwendungen für sein Kind freiwillig übernehmen möchte? Da muss man der FS auch nicht ankreiden, dass sie ihm nicht hinterher rennt und die Kosten (für das Kind!) einfordert (obwohl sie das natürlich tun sollte!). Vielmehr ist das etwas so selbstverständliches, dass er das von sich aus machen müsste.

Er verhält sich absolut arrogant und abwertend gegenüber seiner Frau und seinem Kind, nochmal: bezogen auf die Kindeskosten. Wie sie als Ehepaar mit ihrem Mann für ihre eigenen Lebenshaltungskosten die Kosten teilt, betrifft nicht das Kind und da müssen dann die beiden mit klar kommen. Dazu kann ich nur sagen, dass ich auch hier, bezogen auf seinen Geiz, charakterlich nicht viel von ihm halte und es mir nicht bieten lassen würde. Hier kann er - im Vergleich zum Kindesunterhalt- so handeln, es ist aber trotzdem zwischenmenschlich falsch.
 
  • #69
Liebe FS, schlage ihm doch schon einmal für die Kindeskosten vor, als Kompromiss ein gemeinsames Konto hierfür anzulegen (wenn ihr das wegen der gemeinsamen Haushaltskosten nicht ohnehin schon habt). Du kannst ja sicherlich die Bankverbindung bei der Kindergeldkasse dahingehend ändern lassen, dass sie den Betrag auf dieses Konto überweisen (oder du überweist entsprechend mehr). Im Übrigen legt ihr einen Betrag fest, den jeder von euch monatlich auf dieses Konto einzahlt. Von diesem Konto werden dann alle Kindesausgaben, z.B. auch der Kita-Beitrag, gezahlt. Dann wärst du wenigstens schon mal diese Ungerechtigkeit los. Hier gibt es für ihn nun wirklich keine Ausrede, warum er nicht zustimmen kann. Damit kommt er ja nur seiner Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber nach; du liegst ihm also nicht auf der Tasche.
 
  • #70
Ja, dass sie nicht am Existenzminimum lebt, davon gehe ich auch aus. Sie muss schon auch ein nicht allzu schlechtes Einkommen haben, wenn man trotz Teilzeitarbeit so über die Runden kommt. Aber ist das nicht eigentlich zweitrangig?
Nein, es ist nicht zweitrangig. Das Einzige, was ich hier grundsätzlich bemängele, ist, dass die beiden offensichtlich nicht über Geld reden und das Thema Finanzen so regeln, dass beide zufrieden sind. Natürlich ist das völlig lieblos und es ist sicher nicht mein Modell. Aber die FS hat dem Modell ja auch zunächst mal zugestimmt.

Meine schonmal als Beispiel angeführte Schwester verdient trotz 30 h Teilzeit locker das Doppelte meines Schwagers und rein rechnerisch trägt sie wahrscheinlich den kompletten Lebensunterhalt und hat immer noch was übrig, während er die Kredite für das Haus abzahlt, das er geerbt und umgebaut hat. Ihr Elterngeld lag auch über dem Einkommen meines Schwagers. Wenn in der Konstellation einer das Haus abbezahlt und einer für den Lebensunterhalt sorgt, ist das nicht pauschal ungerecht, sondern kann sogar bedeuten, dass erstere mehr übrig hat als letzerer. Der Zugewinn bleibt ja beiden und was Frauen sich so "gönnen", kann den Unterhalt für einen vorhandenen Sportwagen schnell übertreffen...

Also - ohne Zahlen würde ich hier nicht gleich (forenüblich) zur Trennung mit Scheidungsanwalt und Unterhaltsansprüchen raten, sondern dazu, miteinander zu reden.
 
  • #71
Liebe FS, schlage ihm doch schon einmal für die Kindeskosten vor, als Kompromiss ein gemeinsames Konto hierfür anzulegen...Im Übrigen legt ihr einen Betrag fest, den jeder von euch monatlich auf dieses Konto einzahlt.
Die FS beklagt "materialistisch, dieses meins/deins." Was ist diese Lösung anderes? Eine "faire" Lösung könnte abgesehen davon doch höchstens sein, dass jeder entsprechend seinem Einkommen zu allen gemeinsamen Kosten (hier incl. Hauskredit) beiträgt.
 
  • #72
Ihr Elterngeld lag auch über dem Einkommen meines Schwagers. Wenn in der Konstellation einer das Haus abbezahlt und einer für den Lebensunterhalt sorgt, ist das nicht pauschal ungerecht, sondern kann sogar bedeuten, dass erstere mehr übrig hat als letzerer.
Sicherlich, im Falle der Schwester ist das so richtig, wenn er sonst kaum noch was hat. Die FS schreibt aber, dass er als Grund wieder das Kindergeld angeführt hat. Jetzt einfach hineinzulesen, er könne sich das kaum leisten, ist eine Sachverhaltsüberdehnung für mich. Er hat alleine einen Hauskredit gestellt bekommen, kann sich ein Zweitauto leisten. Die FS dürfte zweifelsohne ein sehr gutes Einkommen haben, aber es wird wohl seines kaum um ein Vielfaches übertreffen. Sonst würde sie sich den Stress vielleicht gar nicht erst antun und sich selbst ein Haus kaufen. Außerdem schrieb sie etwas von einem kleineren 3-stelligen Betrag. Wenn bei ihr extrem viel zu holen würde, würde dieser Mann das sicherlich tun.

Aber die FS hat dem Modell ja auch zunächst mal zugestimmt.
Aber beim Kind sieht das anders aus, hier muss er rechtlich sogar zahlen. Wie oft noch?

Die FS beklagt "materialistisch, dieses meins/deins." Was ist diese Lösung anderes?
Weil dann das meins/deins für das Kind schon mal nicht mehr gilt? Das Konto soll ja nur für die Kindeskosten angelegt werden. Wie soll das denn zukünftig werden? Jetzt ist das Kind noch klein, aber bald steigen die finanziellen Ausgaben. Schulausflug hier, Schulunterlagen dort..

Eine "faire" Lösung könnte abgesehen davon doch höchstens sein, dass jeder entsprechend seinem Einkommen zu allen gemeinsamen Kosten (hier incl. Hauskredit) beiträgt.
Was anderes habe ich doch auch gar nicht behauptet. Wie oft denn noch, ich habe NUR auf die Kosten für das Kind abgestellt und die sind doch wohl offensichtlich komplett anders zu beurteilen als die Kostenaufteilung zwischen dem Paar. Ich finde es an sich auch gar nicht verwerflich, dass sie sich am Kredit beteiligen soll. Aber dann macht man das halb/halb mit Grundbucheintragung und nicht als "Miete".
 
  • #73
Jetzt einfach hineinzulesen, er könne ...Die FS dürfte zweifelsohne ...aber es wird wohl ... Sonst würde sie ...Wenn ...würde dieser Mann das sicherlich tun.
Spekulation, liebe Brittain, Spekulation.

Aber beim Kind sieht das anders aus, hier muss er rechtlich sogar zahlen. Wie oft noch?
In einer Ehe gibt es keine rechtlich vorgegebene Finanzaufteilung. Wenn sie für Kind und Lebensunterhalt aufkommt und er für´s Haus, wird kein Jurist eingreifen. Erst recht nicht, wenn es in Summe reicht. Es wäre mir völlig neu, dass ohne Trennung ein Richter eingreifen würde. Sonst könnte jede Frau ihrem spielsüchtigen Mann den Geldhahn ruckzuck zudrehen. Man korrigiere mich, aber bitte belegt.

Aber dann macht man das halb/halb mit Grundbucheintragung und nicht als "Miete".
Auch da korrigiere man mich belegt, aber mit jeder Ratenzahlung haben beide mehr Vermögen und weniger Schulden. Völlig egal, wer im Grundbuch steht. Auch Gütertrennung ist hier Spekulation.
 
  • #74
Natürlich habe ich in gewisser Weise auch spekuliert, nur dass dies etwas fundierter nach den Angaben der FS dargelegt wurde als das pauschale "bestimmt verdient sie sehr viel mehr als er". Nach armen Schlucker hört er sich jetzt nicht gerade an. Vielleicht kann die FS hierzu ja nochmals konkrete Details nennen.

Wenn sie für Kind und Lebensunterhalt aufkommt und er für´s Haus, wird kein Jurist eingreifen. Erst recht nicht, wenn es in Summe reicht. Es wäre mir völlig neu, dass ohne Trennung ein Richter eingreifen würde.
Erstens kommt sie ja anteilig auch für das Haus auf. Plus alle sonstigen Kindeskosten + Naturalunterhalt in Form der Betreuung. Liest sich schon nach Ungleichgewicht. Natürlich werden die Gerichte nicht von sich aus tätig, aber das heißt ja nicht, dass während der Ehe nicht auch schon entsprechende Ansprüche bestehen. Ob sie diese geltend macht, ist eine andere Sache. Darum geht es ja gerade auch.

Auch da korrigiere man mich belegt, aber mit jeder Ratenzahlung haben beide mehr Vermögen und weniger Schulden. Völlig egal, wer im Grundbuch steht. Auch Gütertrennung ist hier Spekulation.
Verstehe nicht, wo ich etwas von Gütertrennung geschrieben habe? Aber selbst wenn, so ist eine Zugewinngemeinschaft während der Ehe ja auch eine Gütertrennung. Rechtlich besteht dieses "meins"/"deins" in der Ehe zwischen ihrem und seinem Eigentum/Vermögen. Weshalb sie dann mehr Vermögen haben sollte, wenn sie an ihn zahlt, weiß ich nicht. Sie tilgt ja seine Schulden. Wie gesagt, die Zugewinngemeinschaft ändert während der bestehenden Ehe nichts an der Vermögenstrennung, erst bei der Scheidung wird dann das Vermögen entsprechend verteilt.
 
  • #75
Rechtlich besteht dieses "meins"/"deins" in der Ehe zwischen ihrem und seinem Eigentum/Vermögen. Weshalb sie dann mehr Vermögen haben sollte, wenn sie an ihn zahlt, weiß ich nicht. Sie tilgt ja seine Schulden. Wie gesagt, die Zugewinngemeinschaft ändert während der bestehenden Ehe nichts an der Vermögenstrennung, erst bei der Scheidung wird dann das Vermögen entsprechend verteilt.
Richtig. Aber außer bei der Scheidung ist es im Grunde doch irrelevant, wer im Grundbuch steht, solange er nicht dauernd von "seinem" Haus spricht und sie kein Mitspracherecht bei Einrichtung etc. hast. (Obwohl ich persönlich es auch fairer finde, beide im Grundbuch zu haben, wenn man verheiratet ist).

Wenn sie an ihn 300 Euro im Monat zahlt und nach 10 Jahren 100.000 Euro getilgt sind, gehören ihr 50.000 Euro (+ evt. Wertzuwachs des Hauses zur Hälfte).

Nehmen wir doch konkrete Zahlen: Beide verdienen 1800 Euro. Sie zahlt 1200 Euro + Kindergeld für den Haushalt und 300 Euro "Miete". Er zahlt 1800 Euro fürs Haus ab. Beide "verjubeln" 300 Euro, sie für Handtaschen, er für den Sportwagen. Was wäre daran grob ungerecht?
 
  • #76
Nehmen wir doch konkrete Zahlen: Beide verdienen 1800 Euro. Sie zahlt 1200 Euro + Kindergeld für den Haushalt und 300 Euro "Miete". Er zahlt 1800 Euro fürs Haus ab. Beide "verjubeln" 300 Euro, sie für Handtaschen, er für den Sportwagen. Was wäre daran grob ungerecht?
Am Ende hat er ein Haus und sie nichts, denn ihr Anteil am Haushalt wurde längst aufgegessen und verbraucht.
 
  • #77
Am Ende hat er ein Haus und sie nichts, denn ihr Anteil am Haushalt wurde längst aufgegessen und verbraucht.
Das ist schlicht falsch, denn "am Ende" kann ja nur bedeuten "Scheidung". Bei Scheidung gehört ihr die Hälfte des Hauses abzüglich Schulden. Das ist nämlich der Zugewinn, der geteilt wird. Das das natürlich "aus finanziellen Gründen" oft nicht zur Scheidung führt, wird ja gerade parallel diskutiert, aber das ist dann ein persönliches Problem.
 
  • #78
Das ist schlicht falsch, denn "am Ende" kann ja nur bedeuten "Scheidung". Bei Scheidung gehört ihr die Hälfte des Hauses abzüglich Schulden. Das ist nämlich der Zugewinn, der geteilt wird. Das das natürlich "aus finanziellen Gründen" oft nicht zur Scheidung führt, wird ja gerade parallel diskutiert, aber das ist dann ein persönliches Problem.

Wieso gehört ihr jetzt das Haus? Es war vor der Ehe schon sein Eigentum. Er steht im Grundbuch und der Umbau bzw. Modernisierung war auch vor der Eheschließung bereits abgeschlossen, imho gehört ihr daran gar nichts.
Ebenso verhält es sich mit seinen Schulden/Kredit.
Erst Anschaffungen und Erwerb von Eigentum innerhalb der Ehe fällt unter Zugewinn. Muss Nigiri insoweit Recht geben.

Ich glaube, wenn die FSin für sich alleine durchrechnet, wieviel Geld und Zeit sie für sich und ihrem Kind haben würde, wenn sie von ihrem Mann geschieden wäre (Teilzeitgehalt, Mietwohnung, Abzüge für Strom, NK, etc., volle Haushaltsverantwortung und Kinderbetreuung, Unterhalt, etc.).
Ich weiß nicht, ob sie ihrem Mann nicht doch den Sportwagen gönnen würde.

Wenn ihr das Geld für die ausreichende und umfassende Versorgung ihres Kindes zu knapp wird, muss sie entweder auf Vollzeit aufstocken oder bei ihrem Partner Druck aufbauen oder lässt sich einige Wünsche für das Kind von ihren Freunden, Verwandten, Großeltern bezahlen.
 
  • #79
Das Haus steht definitiv in seinem Alleineigentum! Wirklich erstaunlich, wie viele Leute hier denken, dass sich die Eigentumsverhältnisse durch die Ehe ändern (wenn man nicht gerade die sehr seltene Gütergemeinschaft vereinbart hat). Mittlerweile hat sich das Güterrecht zum Glück soweit verändert, dass auch negatives Anfangsvermögen berücksichtigt wird und der verschuldete Partner nicht während der Ehe seine Schulden tilgen und hinterher einen Zugewinnausgleich fordern kann. Ich würde aber dennoch lieber die Sicherheit von Grundeigentum haben an Stelle der FS. Denn falls er jetzt irgendwie bei der Schuldentilgung ausfällt, wirkt sich das negativ auf ihren Zugewinnausgleich aus und sie hat keine Möglichkeit auf das Haus. Ich finde es von ihm daher unverschämt, dass er sie am Kredit inoffiziell beteiligt, sie aber nicht (wenn sie bereit wäre, wirklich die Hälfte der Raten zu übernehmen) ins Grundbuch eintragen lassen würde.
 
  • #80
Wenn ihr das Geld für die ausreichende und umfassende Versorgung ihres Kindes zu knapp wird, muss sie entweder auf Vollzeit aufstocken oder bei ihrem Partner Druck aufbauen oder lässt sich einige Wünsche für das Kind von ihren Freunden, Verwandten, Großeltern bezahlen.
Darum geht es doch gar nicht, oder? Sie kann die Kosten doch tragen. Fraglich ist eher, ob es angehen kann, dass sie sich wie gesagt an allen Kosten beteiligt (auch Haus), andere gemeinsame Kosten alleine trägt (Kind) und bisher kein vernünftiger Grund dafür aufkam (wie: der Mann hat insgesamt viel weniger Geld für sich übrig als sie für sich).
 
  • #81
Meist gilt: es ist der Gedanke der zählt.
Ich kenne die Verhältnisse nicht, oft findet ein Gefühl aber immer seine Wahrheit.

Selbst wenn man nach offener Rechnerei auf keine große Diskrepanz kommt. ..ginge das Gefühl bei der FS nicht weg.

Wenn ein Kind kommt, sollte zumindest die Frage kommen. ..Und wie machen wir es jetzt?
Selbst wenn das Ergebnis das Selbe wäre, es wäre eine gemeinsame Entscheidung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #82
Ich würde die Miete mit dem Unterhalt verrechnen, den er dir dann ja auch zahlen müßte, da du auf Grund der Kinderbetreuung nur noch halb arbeiten kannst. FS, warum heiratet man so einen Pfennigfuchser überhaut und zeugt auch noch Kinder mit ihm? Die Warnzeichen waren doch vor der Ehe schon gegeben. w54
 
  • #83
Du hast doch schon längst bemerkt, dass Gespräche nichts fruchten und nur für schlechte Stimmung in Eurer Ehe sorgen.

Wenn ich eine Mietwohnung habe und nur am WE bei der Freundin bin, dann würde ich mich wundern, dass ich "Miete" zahlen soll,
Dann könnte sie sich dann auch an der Miete beteiligen.
Und wenn man verheiratet ist und ein Kind zusammen hat, finde ich es abartig, dass einer Miete zahlen soll.
 
  • #84
Wenn ein Mensch dermassen auf Finanzen geeicht ist das er nicht einmal wahr nimmt, das er eine Familie hat dann bist DU bei einer eventuellen Trennung schlecht dran. Eine Frau, die arbeiten geht, muss bei einem Kleinkind weiter den Prozentsatz arbeiten gehen. Solltet Ihr einen Ehevertrag haben und Du bist nicht im Grundbuch eingetragen hast DU keinen Erbanspruch sondern Dein Sohn und seine Familie. Ich glaube, Du solltest konsequent und tatsächlich ein Gespräch mit ihm führen und jegliche finanziellen Beiträge an ihn unterlassen- denn die werden Dir bei einer eventuellen Trennung zum Nachteil ausgelegt sowie das Du arbeiten gehst. WENDE DICH AN EINEN ANWALT!!!