• #1

Familienstress wegen einer alten Freundin

Ich und mein Freund sind vor kurzem Eltern geworden. Wir wohnen beide noch bei unseren Eltern und arbeiten gerade noch daran wie alles so funktioniert. Es ist eine riesen Umstellung aber wir kommen klar damit und ich bin total glücklich.
Vielleicht sollte ich sagen dass ich glücklich war. Es ist eine komplizierte Situation. Mein Freund wohnt in einer Haushälfte mit seinen Eltern. In der anderen hälfte wohnen seine Tante und Onkel. Bei denen wohnt jetzt ihr altes Pflegekind. Und die ist nicht normal. Mein Freund sagt dass sie wie eine Schwester für sie ist. Sie war das letzte Jahr in einer Psychiatrie und ist letzte Woche erst wieder raus gekommen. Sie war da wegen einer Drogensucht und einem Selbstmordversuch. Sie hat seit Geburt an eine Psychische Krankheit, so richtig mit Depressionen und so.
Mein Freund hatte sie damals überredet die Hilfe anzunehmen und mit ihr geschrieben und als er durfte sie dann auch regelmäßig besucht.
Er hatte sich total auf sie gefreut. Er hat ein Foto in seinem Zimmer von ihr stehen was er im Urlaub von ihr gemacht hat. Das er das immer noch hat feierte sie total als sie es sah.
Sie liebt meinen Sohn und hat sich als Babysitterin mehrfach angeboten. Einmal als meine Mutter länger arbeiten musste und wir keinen Babysitter hatten hatte sie sich wieder angeboten. Aber ich will das nicht. Später gab es deswegen auch einen kleineren Streit mit meinem Freund. Er will auch das sie Patentante wird. Wir hatten gesagt dass jeder von uns einem Menschen aussucht. Ich hatte zwischen meiner besten Freundin und meinem Bruder überlegt aber da mein Bruder ja schon Onkel ist hab ich mich für meine beste Freundin entschieden. Wir lagen schon im Brutkasten nebeneinander und sie hat einen festen Job wo sie gut verdient und ist total zuverlässig und kann ihm Sicherheit bieten.
Und die sogenannte Schwester meines Freundes hat sich versucht umzubringen und war Drogensüchtig. Sie hat keine Ausbildung oder sonst was. Da ist es doch normal dass ich nicht will das sie sich um mein Kind kümmert wenn wir nicht mehr sein sollten. Und jetzt will ich sie auch nicht alleine mit ihm lassen. Was wenn sie einen Rückfall hat und ihm dann irgendwas passiert?
Mein Freund versteht das nicht hat aber wiederwillig zugesagt dass sie nicht alleine auf ihn aufpasst. Aber darauf dass sie Patentante wird besteht er.
Sagt mir, übertreibe ich oder was ist hier los? Diese Frau verursacht so ein Chaos!
 
  • #2
Also, soweit ich weiß, haben Taufpaten die Funktion, die Eltern bei der christlichen Erziehung der Kinder zu unterstützen, es gibt meines Wissens nach keine Verpflichtung, die Kinder im Falle des Ablebens der Eltern an deren Statt großzuziehen. Es besteht allerhöchstens eine moralische Verpflichtung, ein enges Verhältnis zum Kind aufzubauen, ansonsten ist das mit den Taufpaten doch eher ein symbolischer Akt? Ich meine damit, dass ja auch deine beste Freundin als Patin ziemlich versagen könnte (hypothetisch), zum Beispiel, wenn dein Kind die Frau angenommen gar nicht leiden kann. Dann ist deine Freundin zwar Taufpatin, kann aber gar nichts machen, weil sie abgelehnt wird vom Kind und sich absolut kein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Will sagen, dass jeder Mensch sich ja auch im Laufe des Kinderlebens zum Negativen entwickeln kann (auch sie könnte in eine Lebenskrise geraten, in der sie sich umbringen wollen könnte), genauso wie die vorgeschlagene Person sich positiv entwickeln könnte.

Ich würde es wahrscheinlich so handhaben:
Ich würde mit meinem Partner nochmals ruhig und sachlich sprechen und fragen, welche Gründe denn FÜR die Person sprechen, denn was gegen sie spricht weißt du ja schon. Dann würde ich, sofern die betreffende Person überhaupt Taufpatin werden möchte, mit IHR sprechen, sie zur Patin machen, ihr aber gleichzeitig klarmachen, dass sie mit dem Vertrauensvorschuss von euch eine moralische Verantwortung übertragen bekommt. Manche Menschen brauchen es, dass man auch mal an sie glaubt, und dass man ihnen auch mal eine Verantwortung zutraut. Und wer weiß, vielleicht wird sie tatsächlich, trotz aller persönlichen Probleme, eine gute Lebensbegleiterin für die Kindheit eures Babies, außerdem gibt es im Notfall auch noch die andere.
Ich würde das nicht so schlimm finden, dass ich mich jetzt mit meinem Partner wochenlang darüber streiten muss. Ich würd ihm den Gefallen tun, schließlich hat er auch seine Gründe, warum die Person ihm so wichtig ist.
 
  • #3
Die Frau produziert kein Chaos. Das bist du. Da kommt man kaum mit. Warum kümmert ihr euch nicht erst mal drum zusammen zu wohnen? Menschen wie diese Frau könne trotz allem womöglich sogar sehr gut mit Kindern umgehen. Das müsstest du dir wohl selber erst mal angucken. Ansonsten ist das nicht so, das Paten dann die Kinder bekommen, wenn euch was zustossen sollte. Das ist doch klar, dass dann eure Eltern näher dran sind. Wenn du noch lange versuchst die Freundin deines Freundes wegzudrücken, könnte das auf Dauer penetrant wirken. Klar hast du Vorbehalte. Aber warum überlegst du nicht mal, warum dein Freund keine hat.
 
  • #4
Das Du da Angst hast ist ganz normal.Hast Du Deine Bedenken ihr ebenso mitgeteilt?Wenn sie von Geburt an psychisch erkrankt ist,ist es nicht ihre Schuld.Das sucht sich niemand aus.
 
  • #5
Zunächst mal ist eine Patentante nicht automatisch für ein Kind zuständig, wenn die Eltern versterben. So ein Gesetz gibt es nicht. Erst einmal sind die nächsten Angehörigen dafür zuständig, in der Regel die Großeltern. Abgesehen davon kann man ein Testament machen, in dem man niederlegt, wer im Todesfall für das Kind sorgen soll. Idealerweise klärt man das auch schon zu Lebzeiten mit den jeweiligen Angehörigen. Du brauchst also keine Angst haben, dass man dein Kind automatisch an die Patentante übergibt.
Hinzu kommt, dass ihr euch geeinigt habt, dass jeder eine Person bestimmen darf. Und das bedeutet, dass du deinem Freund die Entscheidung überlässt, wen er nimmt. Du kannst ihm da nicht reinquatschen.
Hast du versucht, diese Person einmal näher kennenzulernen? Vielleicht ist sie gar nicht so böse wie du denkst. Bleib locker, für mich klingt das alles nicht nach einem Streitanlass.
 
  • #6
Hut ab vor deinem Freund, dass nenne ich richtige Freundschaft. dein eifersüchtiges, kindisches Verhalten kann ich in keiner Weise nachvollziehen. w54
 
  • #7
Warum ernennt ihr nicht zwei Taufpaten? Die 'Schwester' und noch eine Person deines Vertrauens, so zum Beispiel deine liebe Freundin. Soviel ich weiß geht das.
Dann hast du das Problem gelöst.
 
  • #8
Ganz offenbar seid ihr sehr junge Eltern. Dadurch habt ihr noch wesentlich mehr an Herausforderungen zu bewältigen als Eltern, die sich in einem gesicherten beruflichen und finanziellen Umfeld befinden.
Deshalb wird es ganz ganz dringend notwendig, daß du lernst, zwischen Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden und kein Drama machst, wo keines ist.
Das wird ein Konfliktthema? Das ist kein gutes Zeichen. Werdet jetzt ganz dringend erwachsen.
Mein Rat: wartet mit der Taufe, bis das Kind selbst entscheiden kann, ob es die will oder nicht. Siehst du, so einfach gehts.
Und jetzt machst du keinen Stress mehr wegen Unwichtigem, ok?
 
  • #9
Sie hat seit Geburt an eine Psychische Krankheit, so richtig mit Depressionen und so.
Kennst du die Hintergründe so genau? Keine psychische Erkrankung ist angeboren und Depressionen schon gar nicht. Das begründet sich in ihrer Lebensgeschichte.

Sagt mir, übertreibe ich oder was ist hier los? Diese Frau verursacht so ein Chaos!
"Diese Frau" verursacht kein Chaos sondern du mit deinen Vorurteilen und der Panikmacherei. Auch kannst du deinem Freund gegenüber kein ausgeprägtes Vertrauen haben wenn du seine Urteilsfähigkeit bzgl. ihr so in Frage stellst. Ich finde es unfair einem Menschen mit einer Erkrankung zu unterstellen er sei nicht pflichtbewusst und zwischen den Zeilen, unzurechnungsfähig.
Wenn dich diese Thematik stört würde ich empfehlen ihr setzt euch ALLE gemeinsam an den Tisch und dort kannst du dann deine Bedenken äußern und nicht hinten rum und im Internet lieber über jemanden reden als mit ihm.
 
  • #10
Das mit der Patentante hab ich auch nicht ganz verstanden. Das ist rechtlich keinesfalls verbindlich, wenn du die Taufpaten meinst. Was du meinst, ist die Vormundschaft, das ist aber was ganz anderes. Ich weiß nicht, in welcher Kirche du bist und ob das möglich ist, aber ich glaube man kann auch 2 Taufpaten gleichzeitig einsetzen. Frag doch einfach mal deinen Pfarrer. Das wäre dann doch ein fairer Kompromiss, auch wenn du bezüglich der Lebensweise bezüglich der Bekannten deines Freundes Bedenken hast. Aber wie gesagt, die Patenschaft bezieht sich ja nur auf die christliche Erziehung und dass das jemand übernimmt, habe ich persönlich noch nie gehört.

Anders sieht es da natürlich beim Babysitten aus. Ob sie jetzt ne Ausbildung hat oder nicht, finde ich nicht schlimm. Aber das mit den Drogen geht natürlich gar nicht. Ich würde immer gucken, dass noch jemand aus der Familie, die im Haus wohnt, dabei ist. Beobachte sie mit dem Kind eine Weile.
 
  • #11
Sie ist seine Schwester, wenn er über Jahre hinweg mit ihr gelebt hat, keine "alte Freundin". Das und seine Liebe zu ihr ist ebenso zu akzeptieren wie die Tatsache, dass er sie als Patentante für euer Kind möchte, schließlich habt ihr vereinbart, dass jeder eine Person aussuchen darf. Depressive sind zu bemitleiden, nicht zu fürchten. Dass du sie nicht als Babysitterin möchtest, ist ok, allerdings erschließt sich mir nicht, welchen Schaden sie als Patentante anrichten könnte. Etwas weniger Drama, bitte, und allen geht´s gut. Das hier ist keineswegs Chaos, sondern eine Unstimmigkeit.
 
  • #12
Zunächst einmal denke ich, daß du die Patenschaft etwas zu sehr wichtig nimmst, die Paten sind lediglich dafür zuständig, daß das Kind im christlichen Glauben erzogen wird - meiner Erfahrung nach in den meisten Fällen nur ein Lippenbekenntnis, da kaum noch jemand diese Werte tatsächlich zu 100% lebt.
Ein psychisch kranker Mensch ist durchaus in der Lage, auf ein Kind aufzupassen und selbst gesunde, insbesondere gewissenhafte und erfolgreiche Menschen können sehr leicht an einer Depression erkranken.
Also versuche den Wunsch deines Freundes zu akzeptieren und lass dich nicht von deinen Vorurteilen leiten. Versuche seine Freundin kennenzulernen, dann wird es dir auch viel leichter fallen.
 
  • #13
Warum sollte eine Frau per se eine Gefahr für ein Kind sein nur weil sie depressiv war/ist? Das ist so derart an den Haaren herbeigezogen, dass mir die Worte fehlen. Dir fehlt eindeutig noch die nötige Reife um gewisse Dinge zu überblicken. Schau dass du sie dir schnell aneignest, ansonsten schadest du deinem Kind nur. Und deiner Beziehung übrigens auch.

Abgesehen davon ist die Ansicht, dass sich Taufpaten um ein Kind kümmern wenn euch was zustößt schon lang nicht mehr aktuell. Das Kind kommt automatisch erstmal zu den Großeltern und dann wird ggf. das Familiengericht entscheiden wo es zukünftig leben wird. Der Status als Taufpate hat diesbezüglich kaum bzw. keine Relevanz.

Das wird ein Konfliktthema? Das ist kein gutes Zeichen. Werdet jetzt ganz dringend erwachsen.
Mein Rat: wartet mit der Taufe, bis das Kind selbst entscheiden kann, ob es die will oder nicht. Siehst du, so einfach gehts.
Und jetzt machst du keinen Stress mehr wegen Unwichtigem, ok?
Seh ich auch so. Werd erwachsen und freue dich dass dein Freund zu den Menschen mit Rückgrat gehören die andere aufgrund einer Krankheit nicht hängen lassen oder ausgrenzen.
Genau das machst du nämlich und das ist absolut unterste Schublade! An deiner Stelle würde ich mich bei beiden für mein Verhalten entschuldigen!
 
  • #14
Hallo,

hm...ich lese bei Dir viel Unsicherheit und Eifersucht zwischen den Zeilen.

Eifersucht ist ein ganz normales, verständliches Gefühl, das jeden Mal trifft- vor allem eben dann, wenn man sich seiner Selbst nicht so ganz sicher ist.
Und wer ist das schon?

Wichtig ist nur, dass Du erkennst, dass das kein gutes Gefühl ist. Es ist kein Gefühl, das Dich weiterbringt sondern eher eines, das es Dir (und Deinem Umfeld!) schwerer macht als es sein müsste und das im schlimmsten Fall sogar ganz viel kaputt machen kann.

Was Du tun solltest?

1. Steh Dir selbst ein, dass Du auf das Mädchen eifersüchtig bist.
2. Setzte Dich mit dem Thema auseinander. Mach Dir bewusst, was Eifersucht ist, wie & warum sie entsteht und was Du Deinem Freund damit antust.
3. Setze Dich mit der "Rivalin" auseinander. Lerne das Mädchen kennen (und mögen?), akzeptiere sie als Mensch und setz Dich vielleicht erst mal mit psychischen Krankheiten auseinander bevor Du hier pauschalisierst und verurteilst. Das arme Mädchen kann einem echt Leid tun, so wie Du hier über sie schreibst! Sie hat es doch nun wirklich schon schwer genug...

Es ist nicht einfach, über Eifersucht hinweg zu kommen- aber glaub mir eines: es ist die Mühe definitiv wert!!!
Das weiß ich aus eigener Erfahrung...und manchmal erwischt es mich immer noch. Aber ich kann es jetzt viel besser handeln.
Das kriegst Du auch hin!
 
  • #15
Ich glaube das Problem liegt in mangelnder Grenzziehung Seiten deines Freundes seiner "Schwester" gegenüber.
Ihr solltet unter einen Dach wohnen.
Du hast keine Lust dass seine "Schwester", dauernd in eure Familie reinfunkt, , die ja als solche auch räumlich nicht besteht.
Das Revier ist nicht klar, und das führt zu Eifersucht bei dir.
 
  • #16
PS: ich finde es reichlich unsensibel von deinem Freund, dir eine Taufpatin aufzudrücken, mit der du nicht kannst.
Mir scheint, die Fronten sind nicht klar und dein Freund steht nicht richtig zu dir.
 
E

Elissa

  • #17
(Fast) Schwester oder Freundin - völlig egal. Niemals hätte ich für mein Baby eine psychisch gestörte, ehemalige Drogenabhängige als Babysitter engagiert. Einem Menschen, der mit sich selber nicht fertig wird, kann man kein Kind anvertrauen. Das hat auch mit Eifersucht nichts zu tun. Jede normal tickende Mutter hätte da Angst um ihr Kind.
Als Patentante würde ich sie auch nicht haben wollen, aber da hat natürlich dein Partner auch ein Wort mitzureden. Wenn ihr euch geeinigt habt, dass jeder einen Paten aussucht, musst du dich daran halten.
 
  • #18
Ich sehe es auch nicht ganz so bewußt betont entspannt-unproblematisch wie einige dem Forum bekannten Vor-Schreiberinnen.
Also es doch sonnenklar, dass man als Eltern bei dem Lebenslauf berechtigte Zweifel hat und man sich Personen mit dieser Anamnese (Drogenmissbrauch, Suizidversuch, Aufenthalt in der Psychiatrie) nicht als die bevorzugten Personen für den primären Dunstkreis des eigenen Kindes wünscht. Alles andere kaufe ich fürsorglichen Eltern nicht ab, sorry.
Ich würde die "Schwester" nun auch nicht als Persona non grata disqualifizieren, aber ich bezweifle sehr stark, dass sie mit dem psychologischen Hintergrund als Patentante den erforderlichen mentalen Lebens-Input geben kann. Ich denke, du solltest an den gesunden Menschenverstand und die Einsicht deines Partners appellieren und deine mütterlichen Bedenken sachlich mitteilen.

Wenig hilfreich finde ich im Übrigen die Tips von #7 Lily321 und #12 Lynnea: "Werde jetzt ganz dringend erwachsen". Wie soll das funktionieren? Das ist ein Prozess, dafür braucht es positive/negative Erfahrungen mit dem Leben und seinen Facetten, erste Lebenserfahrung. Erwachsen-sein kann nicht auf Kommando herbeigeschnippst werden. Lass dir das nicht einreden, liebe FS.

w, 33
 
  • #19
Erstaunlich, wie viele ihr Kind nicht einer psychisch angeschlagenen Person anvertrauen würden, zumindest so lange es sie nicht tatsächlich unmittelbar betrifft. Kinder beschützt man nicht nur vor ganz konkreten, sondern auch vor potentiellen Gefahren. Und Personen wie die von der FS beschriebene sind potentiell unberechenbar. Und einem solchen Risiko setzt man kein Kind aus, das sich nicht wehren kann.
Jede Mutter und auch jeder Vater muss das Recht haben Menschen von seinen Kindern fern zu halten, die ihr/ihm suspekt sind. Manchmal tut man anderen unrecht. So ist das Leben. Aber wo die Sicherheit von Kindern betroffen ist, dann lieber einmal zu viel die Gefühle von jemanden verletzen oder unrecht tun, als einmal zu wenig und es passiert etwas.
 
  • #20
ich kann die FS verstehen. meine Schwägerin ist auch so ein Fall. Mirt wird immer ganz mulmig, wenn sie einmal eine Kind nimmt. Aber ich glaube ihr, dass sie die Kinder liebt, also lassen wir sie für maximal 1 Tag oder 1 Nacht auch mal eine Kind betreuen.
Die FS soll trotzdem sich davon hüten, apuschal abzuurteilen und die Frau so gut wie möglich in bezug auf das verhalten zu den Kindern kennelernen. Also zuerst einmal gemeinsam etwas unternehmen
 
  • #21
Die vielen Mütter und Väter hier die von ihren Beziehungsproblemen inkl. Depressionen erzählt haben werden sich dafür bedanken, dass sie hier von einigen pauschal als potentielle Gefahr dargestellt werden.
Eine Person die depressiv war/ist, ist nicht gefährlicher als eine normale Person, sofern sie unter ärztlicher Obhut war oder ist. Und ja, tatsächlich können sich depressive Tendenzen (z.B. durch ein Trauma) über mehrere Generationen vererben. Das heißt widerum noch lang nicht, dass sie pauschal ihr Leben nach einem Klinikaufenthalt nicht im Griff hat.
Dass sie ein Pflegekind war, lässt auch auf Probleme mit den Eltern hindeuten.

Dass man jemandem ein Baby nicht von jetzt auf gleich für ein paar Stunden anvertraut ist klar, das würde ich einer "gesunden" Person auch nicht. Aber diese pauschale Ablehnung der FS ist eher Eifersucht als tatsächliche Angst um das Kind. Aus ihrem Beitrag geht nämlich nicht hervor, dass sie sich mit der guten Frau schon nennenswert befasst hätte. Ansonsten hätte sie sich nämlich selbst ein Bild darüber gemacht ob sie verantwortungsvoll ist. Das sollte sie aber, wenn sie ihrem Freund und Kindsvater (der übrigens die selben Rechte hat wie sie, aber in den Augen mancher Forenschreiber ist die Mutter natürlich das Maß aller Dinge) wichtig ist.
Ich lese hier nicht mehr als platte Argumente und Vorurteile. Und deswegen schrieb ich, dass die FS erwachsen werden soll. Dabei bleibe ich.
 
  • #22
Ich stimme Nr. 20 zu. Was mich aber erstaunt ist, dass hier alle gleich auf die Depressionen springen. Das finde ich (ohne jetzt den Einzelfall zu betrachten) viel weniger bedenkenswert als die Drogensucht. Zumindest je nachdem, welche Droge es war. Das bezieht sich aber nur auf das Babysitten.

Trotzdem kann ich das Verhalten der FS in Bezug auf die Patenschaft auch nicht ganz nachvollziehen und finde, dass sich das alles sehr kindisch anhört. Wenn z.B. Nr. 17 schreibt, dass sie sicherlich nicht den richtigen Lebensweg für das Patenkind vorlebt, verstehe ich das nicht. Ich kenne einfach niemanden, der das Patenamt wirklich so ausübt, wie es gemeint sein soll. Oder haben euch eure Paten wirklich christlich erzogen? Selbst wenn das in manchen Fällen wirklich so gehandhabt wird, bleibt ja aber auch noch die andere Patin. Der FS scheint ja das Christentum sehr wichtig zu sein, wenn sie der Patenschaft einen solchen Wert beimisst. Dann verstehe ich aber erst Recht nicht, warum man der betroffenen Person - unterstützt durch die andere Patin- nicht "ins Leben zurückhelfen" möchte.
 
  • #23
Hallo Nikke,
Du hast vollkommen recht. Höre auf deinen mütterlichen fraulichen Instinkt .Gehe kein Risiko ein. Und höre nicht auf die romantisierenden und verharmlosenden naiven Begründungen von Forenmitgliedern die zwar recht haben das eine Depression kein Grund sein muss eine Patenschaft abzulehnen ,aber dabei übersehen das diese junge Frau keinen sonstigen Anlass des Vertrauens gibt.
Dieses Vertrauen muss diese Frau sich erst verdienen,mit diesem Lebenslauf.Und ob sie wirklich geheilt ist und Gesund von der Drogensucht und deren Auswirkungen ,kann hier niemand wissen.
Dein Freund ist unverantwortlich und verblendet.
Es geht hier nicht darum diese Frau zu diffamieren,womöglich ist sie ungefährlich und auf dem Weg der Besserung.
Es geht darum das eine Mutter nicht möchte das hier ein Risiko eingegangen wird.Das ist es auch nicht Wert,meiner Meinung nach.
 
  • #24
Dein Freund ist toll, weil er zu seiner quasi-Schwester steht. Allein schon, dass er sie so sieht. Dass er ihr geholfen hat, wieder klarzukommen. Dass er sie weiter unterstützt.
Du kannst wohl getrost davon ausgehen, dass er zu dir und eurem Kind auch so stehen wird.

Dein Freund ist nicht so toll, weil er deine Befürchtungen nicht ernst nimmt. Klar hat die Schwester eine zweite Chance verdient, meinetwegen noch 100 Chancen, aber dazu muß man nicht das Baby benutzen.
Kann sein, dass sie verantwortungsbewußt ist, vielleicht auch nicht. Ich würde es nicht austesten wollen mit Hilfe meines Babys.
Sie kann doch was anderes sinnvolles tun, wenn sie helfen will.

Wenn das Baby aber dazu dient, IHR einen Gefallen zu tun, geht das wohl reichlich weit.

Im Übrigen würde ich mein Baby nur ganz wenigen Leuten anvertrauen. Meinen beiden Müttern, meinem Mann ( dem jetzigen, nicht dem, den ich damals hatte, als mein Kind klein war. Dieser Mann hatte auch Depressionen, erlitt Psychosen, rauchte Cannabis und redete gelegentlich von Selbstmord ), ein oder zwei Freundinnen. Als mein Vater noch gesund war auch ihm.
Punkt.
Nicht meinem Bruder oder meiner Schwägerin und vielen anderen auch nicht.

Gib dein Kind nur Leuten, denen du zu 100% vertraust.
Hier geht es nicht darum, jemandem einen Gefallen zu tun, indem man ihn mit dem Kind allein läßt.

Dass du eifersüchtig oder unreif bist, kann ich hier nicht erkennen.

Das mit der Patenschaft ist irrelevant, die Vorredner haben es erkärt.

w 48
 
  • #25
Die vielen Mütter und Väter hier die von ihren Beziehungsproblemen inkl. Depressionen erzählt haben werden sich dafür bedanken, dass sie hier von einigen pauschal als potentielle Gefahr dargestellt werden.
Eine Person die depressiv war/ist, ist nicht gefährlicher als eine normale Person.....
An dieser Stelle werden mal wieder Antworten von Foristen einfach inhaltlich umgedreht. Inzwischen wird auch gänzlich die Tatsache "unterschlagen" , dass die - ich nenn sie jetzt mal Schwester - drogensüchtig war bzw. ist. Ich persönlich hätte mein Kind nie einem drogensüchtigen Menschen zur Betreuung anvertraut. Das hat absolut nichts damit zu tun, dass dieser drogensüchtige Mensch vorher vielleicht auch noch depressiv oder sonstiges war.
Ich finde diese Pseudo-Toleranz einiger Foristen hier langsam unerträglich. Die FS sollte auf ihr Bauchgefühl hören und ihr Kind nur jemanden anvertrauen, dem auch sie vertraut und der gesundheitlich auch zu einer verantwortungsvollen Beaufsichtigung in der Lage scheint. Wieviele Babysitter hat es schon gegeben, die mit der Beaufsichtigung eines schreienden Säuglings überfordert waren? Solche Situationen können so gut es geht im Vorfeld schon vermieden werden.
Dessen ungeachtet, könnte man die Schwester trotzdem als zweite Taufpatin in Betracht ziehen. Vielleicht würde sich hieraus dann doch noch ein Vertrauensverhältnis entwickeln.
 
  • #26
Was ich etwas seltsam finde, ist daß das Urteil vieler, die gegen die Patin wettern, völlig unberücksichtigt lassen, daß der Kindesvater, der die Person scheinbar von Kindheit an kennt, keinerlei derartige Bedenken hat. Wenn also nur die Mutter weis, wer ihrem Kind schaden kann und alle das Urteil des Vaters, auch wenn dieser noch recht jung ist, völlig irrellevant finden, finde ich sollten wir vielleicht tatsächlich eine Gesellschaftsform entwickeln, in der Männer lediglich als Zuchtbullen auftreten - aber dann bitte auch ohne die Verantwortung für das Kind und die Familie in irgendeiner Weise übernehmen zu müssen. Ironie off
 
  • #27
Also ich kann einige der Kommentare hier nicht verstehen. Habt ihr überhaupt Kinder? 24 Stunden am Tag an 7 Tagen die Woche für diese gesorgt? Wenn man ein Kind hat überlegt man es sich doch drei Mal, wen/was man an es heran lässt, und wenn es nur 5 Minuten sind! Nie würde ich mein Baby einer auch nur im Ansatz fragwürdigen Person überlassen. Ich habe die Patentante meiner Kleinen nach langen und reiflichen Überlegungen ausgesucht. Da nimmt man nicht jeden X-Beliebigen!
 
  • #28
Warum sollte die FS ihr Baby einer Frau anvertrauen, der sie nicht traut? Ich sehe dafür keinen Grund.
Die Taufpaten sollten doch für beide passen.
Mit Zuchtbulle hat das doch nichts zu tun.
 
  • #29
Warum sollte ich dem Urteil meines Partners nicht vertrauen können? Auch, wenn mir persönlich dieser Mensch erst einmal suspekt ist?
Hier wird ein Mensch darauf reduziert, eine psychische Störung zu haben, und deswegen unfähig zu sein Verantwortung zu übernehmen.

Aber bitte, das Urteil der Mutter ist natürlich, wenn es um das Kind geht, immer das einzig richtige, der Vater hat hier keinerlei Entscheidungsbefugnis.

Ich bin auch kein Freund davon ein Kind einem wildfremden Menschen anzuvertrauen, aber genau deswegen hatte ich auch geschrieben, daß die FS erstmal versuchen sollte die "Schwester" des Partners kennenzulernen.
 
  • #30
Balu,
Eine Mutter ist tatsächlich aus biologischen Gründen mit instinktiveren Gaben ausgestattet.Besonders in den ersten Jahren ist sie wichtiger als der Vater. Erst später ist der Vater sehr wichtig für eine gesunde Entwicklung.
Der Vater beweist keine Sensibilität der Mutter gegenüber.Er nimmt in Kauf das die FS sich als Mutter Ängsten und Unwohlgefühle ausgesetzt sieht. Seine persönlichen Vorlieben setzt er hier dagegen an erster Stelle,nämlich diese Schwester die keine ist ,sondern nur eine engere Bekannschaft,als Patin einzusetzen .Gegen den Willen der Mutter des Babys.Widernatürlicher kann sich ein Vater nicht verhalten.
Und nein,niemand muss versuchen jemanden näher kennenzulernen ,solange wir noch einen freien Willen haben.
Die Lösung wäre ganz einfach und natürlich...... Die Mutter lehnt den Vorschlag des Vaters ab...der Vater akzeptiert das Unwohlsein und das miese Gefühl der Mutter und verschafft ihr Linderung in dem er eine andere Patin oder Pate aussucht.Am besten Gemeinsam.
Vater und Mutter sind eine Einheit. Die andere junge Frau gehört nicht zu dieser Einheit dazu und fertig.
Wenn alle nach solch einfachen biologischen Gesetzten handeln würden,wären Ehen,Familien sehr viel haltbarer und zufriedener.
Aber das wird in unserer unnatürlichen Welt nicht mehr passieren.