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Gast

  • #31
Nochmal #15

@26
Der Kindesunterhalt ist IMHO nicht von der Steuer absetzbar.

@28
Wenn Du mit Dinem Ex zu Feierlichkeiten (egal welcher Art) gehst, dann frage ich mich warum ihr euch überhaupt getrennt habt. Soo schlimm kann es dann ja wohl nicht gewesen sein.

Mir ist es ein absolutes Rätsel warum man(n) keinen Schlußstrich unter die gewesene Beziehung setzen will. Nur wegen dem Geld?

Mir war es wesentlich wichtiger meiner neuen Partnerin zu zeigen, dass sie nun *meine* Frau ist.

@FS
Ich kann nicht im Mindesten nachvollziehen, warum Dein LG sich so verhält. Dass er hier von abzockenden Exen Beifall dafür erhält weil er selbst "unter der Brücke wohnt" und seiner Ex ein Leben in Saus und Braus finanziert ist klar. Schließlich wollen Exen (im Allgemeinen - ich weiß, es soll angeblich Ausnahmen geben) ihren abgelegten Mann genau da sehen.
Warum DU das allerdings so lange mitgespielt hast ist mir unklar.
Ich finde Deine Einstellung jedenfalls vollkommen korrekt. Meine LG würde mir was husten, wenn ich meiner gierigen Ex auch nur einen Cent mehr in den Rachen werfen würde als von der Unrechtsprechung verordnet.

Entweder ich habe mich gelöst - dann ist mir meine Ex sowas von Sch... egal oder ich habe mich nicht gelöst - dann solltest Du als "Neue" aber sehr sehr wachsam sein.

Dir alles Gute.
LG

(m44)
 
G

Gast

  • #32
Liebe FS,
nach den 29 Stellungnahmen, und Informationen von Dir mit drin:
Wahrscheinlich hast du schon bei deiner Frage gespürt, dass da etwas nicht stimmt. Ich fand es richtig, dass die Familie bei der Beerdigung war. Der Bruder hat sich nicht von der Schwägerin scheiden lassen. Sie war, ist und bleibt die Mutter der Nichten und Neffen des Bruders.

Eine andere Sache ist, dass Du wohl an einen M geraten ist, der sich selbst für die Trennung betraft, der nicht Unterhalt leistet sondern jeden Pfennig an die Mutter seiner Kinder und die Kinder abgibt. Also massive Schuldgefühle - und die haben Macht über einen Menschen. Das ist aber erst so allmählich aufgetaucht - hier durch deine Beiträge und wahrscheinlich auch in deiner Wahrnehmung.

Wenn Du mit diesem Mann eine Partnerschaft auf Augenhöhe eingehen willst - dürfen tust du es - dann flieg alleine / mit einer Freundin übers Wochene nde nach Sylt, Paris London oder wohin auch immer - und triff dich mit ihm zu einem Candlelightdinner bei ihm zuhause. Es ist nicht deine Aufgabe, seine Familie zu finanzieren. Schaffst du das?
 
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Gast

  • #33
LiebeFS, ich habe interessiert die Beitäge gelesen.Ich lebe in einer ähnlichen Situation.Mein Freund fühlt sich, für mich unnormal, für das Wohl seiner Frau verantwortlich. Sie lebt seit einigen Jahren mit ihrem Freund zusammen, geht nicht arbeiten und läßt sich von meinem Freund finanzieren.Habe das so deutlich erst in der letzten Zeit mitbekommen.Wir haben mehrere Gespräche geführt, aber die haben mir Gewissheit gebracht , daß er nichts ändern wird.Woher dieses übertriebene Verantwortunggefühl seinerseits kommt kann ich nicht nachvollziehen. Ich fühle mich alleine gelassen und denke ich werde mich in nächster Zeit aus diesem Grund trennen. Mich macht das sehr traurig.Vielleicht verstehst Du das man sich nicht wichtig genug fühlt.
Ich fand es gut das man sich nach einer Trennung weiterhin gut verstehen kann.
 
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Gast

  • #34
Liebe FS,
die Frage ist nicht, ob dein Freund getrennt oder geschieden ist, sondern, ob er FREI ist. Das hat mit einer Scheidungsurkunde gar nichts zu tun.

Eltern bleiben immer Eltern, auch das hat mit einer Trennung nichts zu tun. Wenn beide FREI sind, wirkt sich die Elternschaft nicht auf eine erwachsene neue Beziehung aus.

Eine Scheidung, die aus Steuergründen nicht erfolgt, kann ich nachvollziehen. Vielleicht ist ein Schlussstrich in Form einer Scheidung gar nicht nötig. (Bei mir war es so: Bis zur Scheidung hat es drei Jahre gebraucht. Als ich endlich geschieden war, war es nur noch ein formaler Akt. Die innere Trennung hatte ich lange vorher vollzogen.)

Ich meine, dass du misstrauisch bist, ob nun zu Recht oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht hast du das Gefühl, er steht nicht zu dir, wobei ich das aus deiner Schilderung nicht ersehen kann

Mein Rat: Entspanne dich. Und sprich ihn bei einer passenden Gelegenheit an.
 
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Gast

  • #35
Liebe FS,
Du bist extrem eifersüchtig und neidisch auf seine Exfrau und Mutter seiner Kinder.
Sie hat alles - zwei Kinder, ein grosses Haus, kurze Arbeitszeit, viel Geld vom Ex, schöne Urlaube, sogar einen Freund, wenn auch in 600 km Entfernung.

Du hast keine Kinder, ein Haus, lange Arbeitszeit, viel eigenes Geld, schöne Urlaube und einen Freund mit wenig Geld.

Vermutlich war sie seine Angestellte, er ihr Chef und einiges älter als sie, als die beiden geheiratet haben. Er fühlt sich nach wie vor für sie verantwortlich und für die Kinder sowieso. Das wurmt Dich sehr. Nach Deinem Empfinden müsste sie in der kleinen Wohnung leben und er in dem grossen Haus.

Eigentlich seid Ihr Frauen beide gleich gut dran. Du hast doch alles materielle.
Du vermutest wohl, dass er sie noch liebt, weil er ihr alles Geld etc. lässt?
Kann aber auch ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber sein. Vielleicht hat sie ihm zuliebe auf eine berufliche Karriere verzichtet und in seiner Praxis gearbeitet.

Die Sache mit der Beerdigung zeigt Dir, dass sie nach wie vor einen wichtigen Platz in seinem Leben einnimmt. Familie ist eben doch Familie und Blut ist dicker als Wasser.

Sie hat bereits seit 2 Jahren eine Fernbeziehung. Sie bekommt alles freiwillig von ihm. Das ist Dein Problem. Für Dich ist Geld so wichtig, dass Du glaubst, seine Liebe sei dort wo er sein Geld hingibt.
Ich behaupte, dass er sich seine Freiheit kauft, indem er alles Geld der Familie überlässt.

Ich wusste nicht, dass man bei Urlauben einen Wettstreit ausfechten muss. Mir ist die richtige Begleitung und ein schönes Ziel sehr wichtig. Für Dich sind materielle Dinge sehr wichtig.
Ich finde es sehr lächerlich, seiner Frau einen Flug zu neiden, während man selber mit dem Auto nach Sylt fährt. Du hattest immerhin ihren Ex-Mann, also Deinen Liebsten an Deiner Seite.
Vielleicht war sie nur 3 Tage bei einer Freundin in der Ferienwohnung eingeladen und Du zwei Wochen mit dem Liebsten im Romantik-Luxusresort?

Unter diesen gegebenen Umständen wirst Du nie glücklich werden können. Du wirst immer neidisch und missgünstig auf seine Exfrau sein.
Wieso eigentlich?
Du hättest doch auch einen reichen Arzt heiraten können und ihm zwei Kinder schenken?
Hat Dich doch keiner gezwungen, Dein ganzes Leben hart zu arbeiten und Dein Haus selber zu bezahlen? Du hast Dein Leben so eingerichtet und selbst erwählt.

Nun überlege, ob Du diesen Mann unter diesen Umständen lieben und akzeptieren kannst.
Alles Gute
 
G

Gast

  • #36
Mir ist nicht klar, warum Du nicht mit auf die Beerdigung gehen konntest?!? Der Verstorbene hat doch eh nichts mehr von der Beerdigung, man geht doch hin, um den Hinterbliebenen zu zeigen, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind. Und wenn Du durch Deine Teilnahme Deinen Freund stützen und seinen Eltern Zuspruch hättest geben können und wollen, dann hättest Du teilnehmen sollen!

Mein Lebensgefährte und ich waren letzten Montag auf der Beerdigung des Bruders meiner Freundin. Das war eine richtige "Patchwork-Beerdigung" Die seit 10 Jahren geschiedene Ehefrau des Verstorbenen war aus Südafrika angereist (wo sie mit ihrem Lebensgefährten lebt) und wurde in der Trauerrede erwähnt als "geschiedene Ehefrau, die nie aufgehört hat, ihn zu lieben" und auf der Kranzschleife stand:"In Liebe...). Ferner waren anwesend u.a. meine Freundin mit ihrem Lebensgefährten, ihr geschiedener Ehemann mit seiner neuen Ehefrau, der jüngere Bruder meiner Freundin mit seiner Lebensgefährten und zwei Kindern und die Ex-Frau des jüngeren Bruders mit ihrer Tochter.

Es "geht" also jede Konstellation, man muss es nur wollen.....!
 
G

Gast

  • #37
Da kann man mal sehen, wie kompliziert es sein kann, wenn man einen getrennt lebenenden oder geschiedenen Partner mit Kindern hat. Vom Gefühl her würde ich fast sagen, dass er über die Sache noch nicht hinweg ist und "steuerliche Gründe" halte ich für eine bequeme Ausrede, vermutlich hat er Schuldgefühle und lässt sich deshalb noch nicht scheiden? (Nach 4(!!!!) Jahren)

Ich sehe allerdings auch keinen Grund, weshalb Du nicht auf die Beerdigung mitkannst? Du bist seine neue Lebensgefährtin und er sollte auch in der Öffentlichkeit zu Dir stehen. Ich frage mich manchal in der Tat, was manche Frauen alles so "hinnehmen" dem Partner zuliebe...Ist mir echt ein Rätsel. Langfristig gesehen würde ich sagen, dass Du generell hintenanstehen musst, egal bei was. Der Typ wird keine Kohle haben, sich scheiden zu lassen. Sorry, wenn ich da so direkt bin, für mich wäre das ein NO-GO
 
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Gast

  • #38
Liebe FS,
es gibt extremere Fälle als Du mit Deiner Beziehung.
ihr seid noch nicht mal 1 Jahr zusammen. Was erwartest Du denn?

Scheidung ist in bestimmten Kreisen eine Todsünde.
Hier der Fall eines Oberarztes, etwa 65 Jahre alt.
Vor 30 Jahren begann seine Affäre, die er aber wegen der Kinder nie zugegeben hat. Natürlich haben seine Frau und die Töchter mitbekommen, dass er ständig weg war. Es kam nie zu einer offenen Aussprache, dass er eine andere Frau hat.

Nun sind seine Töchter 40 und 42 Jahre alt und er hat ihnen immer noch nicht die andere Frau in seinem Leben vorgestellt.

Offiziell wohnt er mit der Ehefrau in der gemeinsamen Villa. Seine Familie hat also noch nicht mal eine Adresse, wo er mit der Lebensgefährtin wohnt.
Alle Feste feiert er mit seiner offiziellen Familie, auch Weihnachten verbringen sie seit über 40 Jahren zusammen, Silberhochzeit etc auch.
Das Geld des Oberarztes fliesst zu 90 % an seine Frau und die erwachsenen Kinder. Die Töchter sind studiert aber lebensuntüchtig.
Sie finanzieren sich nicht selber, leben mit über 40 von Vaters Geld in Vaters Immobilien. Die ältere ist single seit sie 28 ist, die andere lebt mit Freund. Beide haben keine Kinder und wursteln in Jobs vor sich hin.

Seine Lebensgefährtin ist selber Oberärztin, vielleicht leben er und sie von ihrem Geld? Sie scheint damit klar zu kommen, seit 30 Jahren die Freundin im Schatten der Ehefrau zu sein.

Dir alles Gute
 
G

Gast

  • #39
Liebe FS,
worum gehts hier eigentlich? Um eine "Analyse", warum er wohl noch verheiratet ist usw usf???
Gründe, Gegenargumente, Polemik.
Fakt ist doch, er ist fertig, ein Teil seines Lebens ist gestorben, Menschen, die zu dem Leben seines Bruders gehörten, gingen zu dieser Beerdigung. Und das ist normal so.
Du gehörtest nicht dazu. Das ist ohne Wertung gemeint.
Deshalb kann man Deinem Freund keinen Vorwurf machen. Ihr hättet beide darüber reden sollen, vor allem Du, in einem ruhigen Gespräch. ihm mitteilen können, daß es Dir wichtig gewesen wäre.

Die zweite Crux, Dein Unbehagen in dieser Konstellation, das muß separat geklärt werden. Auch nach "nur" 9 Monaten weiß man doch, was einem der andere wert ist. Manche leben u. erleben in 9 Monaten mehr miteinander als andere in 9 Jahren. Das sind alles nur Zahlen.

Und auch das Materielle.....das braucht alles Zeit....wenn Du ihn liebst, wirst Du die richtigen Worte finden, wenn er Dich liebt, wird er auch zu Dir stehen, das wirst Du wohl alles in der nächsten Zeit erfahren.

Ich wünsche dir Kraft u. Gelassenheit, alles Liebe.
 
G

Gast

  • #40
Die FS:
@38 Vielen Dank für deine guten Wünsche und ich danke auch alle anderen. Ich habe mich nun bei der Beerdigung stark zurückgehalten, habe allein den Eltern einen Blumenstrauß mit einer Karte und persönlichen Worten geschickt und auch eine liebe Antwort und ebenfalls Blumen zurückerhalten.

Bei der Beerdigung ( 200 Gäste) war ich nicht, ich musste gar keine Entscheidung fällen, denn mein Freund, wohl erkennend und bedauernd, dass dies eine sehr schwierige Situation für mich ist, hielt er aber meine Anwesenheit dort für " nicht passend ". Ich habe einmal kurz mit ihm darüber ein Gespräch führen können, ihm auch deutlich gemacht, dass mir das wichtig ist an seiner Seite zu sein, aber er war kaum ansprechbar in diesen Tagen, sehr traurig, wie gelähmt, es war sein Zwillingsbruder, den er verloren hat.

Nun habe ich sehr viel nachgedacht und obwohl ich erkenne und einräume, dass er in gewisser Weise auch überfordert war, die Beziehung beendet:

Im Unterschied zu dem, was viele hier vermutet haben, nämlich, dass er sich durch das Geld an seine Frau auf eine Art auch freikauft, stellt sich das, nachdem, was er mir über den Grund der Trennung berichtet hat, ganz anders dar. Ihm war durch einen Freund verraten worden, dass seine Frau ihn betrügt: " Weißt du eigentlich, was deine K. da so treibt, wenn sie angeblich mit ihren Freundinnen unterwegs ist..." Er stellte sie zur Rede, sie gab es zu, er zog aus. Auch, wenn sein Bruder, mit dem ich jetzt darüber gesprochen habe, sich 100 prozentig sicher ist, dass er seine Frau nicht mehr liebt, die beiden hätten ein "ganz sachliches, abgeklärtes Verhältnis", so ist es doch faktisch so, dass die beiden noch miteinander verheiratet sind, nach außen bei offiziellen Anlässen auch so auftreten, er die Familie wirtschaftlich versorgt, eigentlich nur das Feld geräumt hat und seine Frau mit seinem Wissen ihren jetzigen Freund in dem von meinem Freund finanzierten Haus emfangen und sich von ihm vögeln lassen kann. Dieser hat die Weihnachtstage dort verbracht, während mein Freund diese in meinem Haus mit meinen Kindern verbracht hat.

An @34 übrigens: Ich habe einen Arzt geheiratet und ihm zwei Kinder geschenkt, habe mich von ihm scheiden lassen und kann mich, wie gesagt,gut selbst versorgen. Eine Initiative zu einer Scheidung, die ich bereits vor 5 Monaten angesprochen habe ( " ich möchte nicht auf Dauer die Freundin eines verheirateten Mannes sein"), sehe ich bei ihm nicht und ich werde auch nicht mehr danach fragen.

Auch, wenn sein Bruder über ihn sagt" der B. ist zu gut für diese Welt, so war er immer schon" ist mir so viel Gutmenschentum jedoch jetzt verdächtig. Irgendetwas stimmt da nicht und noch zu @37 : Wer mich kennt, weiß, dass ich keine Schattenfrau bin und niemals sein werde.
 
G

Gast

  • #41
@#39/FS: Soviel Unfähigkeit zu Empathie habe ich selten gesehen. Dein Jetzt-Ex hat seinen Zwillingsbruder verloren, und du drückst ihm ein Gespräch über eure Beziehung auf? Wie egoistisch kann ein Mensch sein? Er hätte dich gebraucht. Jetzt mehr als sonst. Jegliche Liebe kann deinerseits nicht sonderlich groß gewesen sein. Du wusstest vorher, wie die Situation aussieht, und in so einer Lage einfach abzuhauen, ist menschlich gesehen eine der untersten Schubladen.

w25
 
  • #42
@#39: Danke für Dein Feedback. Ich bin immer froh, wenn sich Fragesteller noch einmal melden und berichten, wie es ausgegangen ist und welche Argumente, Idee, Tipps sich bewährt haben und welche eben auch nicht.

Du hast die Beziehung jetzt beendet, weil Du erkannt hast, dass Du unter solch enger Bindung an die Ex keine vollwertige und für Dich erfüllende Partnerschaft aufbauen kannst. Das kann ich nachvollziehen. So wie er sich verhält und lebt, ist er einfach von der Ex nicht weg und schlichtweg nicht beziehungsfähig. So etwas sollte keiner Partnerin zugemutet werden. So möchte niemand leben, und das bezieht sich nicht auf den Spezialfall der Beerdigung, sondern auf die grundsätzliche Art, mit der vorigen und aktuellen Beziehung umzugehen und die richtige Balance nicht hinzubekommen.

Ich stimme aber nichtsdestotrotz dem Grundgedanken von #40 zu, dass selbst wenn Deine gerechtfertigte Entscheidung zur Trennung gereift war, unter den besonderen Umständen des Verlustes seine Zwillingsbruders vielleicht mit der Trennung noch etwas hättest warten können. Allerdings wissen wir ja nicht, wie er jetzt psychisch drauf ist und glücklicherweise hat er ja eine mehr als umgangreiche Familie, auf die er jetzt zurückgreifen kann.

Dennoch, in dramatischen Momenten tiefster Trauer ist eine Trennung einfach nicht das richtige Timing. Manchmal muss man auch selbst einfach ausharren, rein der Menschlichkeit und früheren Zuneigung zuliebe.

Wie dem auch sei, die Entscheidung ist gefallen und die Sache erledigt. Achte in Zukunft ganz besonders auf beziehungsfähige, freie Männer mit verarbeiteter Vergangenheit. Dieser Mann mal wieder ein perfektes Beispiel für nicht aufgearbeitete Beziehungen.
 
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Gast

  • #43
Ich bin etwas irriert, insbesondere, weil ich eine Beerdigung nicht als Familienfeier ansehe. Auch hat die FS einen gänzlich unpassenden Zeitpunkt gewählt, ihren Freund nun endgültig zu verlassen. Aber, erwachsene Menschen treffen Entscheidungen - er wird über alles hinweg kommen und irgendwann zu schätzen wissen, dass es eine Frau an seiner Seite gibt, die es ehrlich meint und für ihn in schweren Stunden da ist. Es heißt nicht umsonst in guten wie in schlechten Zeiten - in guten hat man superviele Freunde - in schlechten trennt sich die Spreu vom Weizen.
 
G

Gast

  • #44
Die FS:
@40:
Nein, ich wusste bis vor kurzem nicht, dass die Situation so aussieht.
Erstens habe ich ihm ruhig , aber klipp und klar vor 5 Monaten gesagt, dass ich nicht die Freundin eines verheirateten Mannes bleiben wolle und er hatte mich gebeten ihn zeitlich nicht unter Druck zu setzen, mir aber versprochen eine Scheidung in die Wege zu leiten, was er bis heute nicht getan hat.
Zweitens hat er immer wieder gesagt: " Du hast mit K. doch gar nichts zu tun, das ist doch nur eine formale Sache, das stört doch unserer Liebe, unsere Beziehung in keinster Weise..."
Am 28.12.10 wurde sein Sohn dann 18 J. alt und lud die engste Verwandtschaft kurzfristig zu einem Brunch ein, wo ich auch nicht dabei sein konnte-durfte, aber natürlich die Ehefrau und auch die Schwiegereltern, mit denen er sich noch gut versteht ( kein Wunder bei so einem tollen, großzügigen Schwiegersohn).

So war meine Gelassenheit, als das mit der Beerdigung kam, schon ziemlich aufgebraucht...

Der Bruder war plötzlich umgefallen, lag aber noch zwei Wochen ohne intakte Hirnfunktionen im Koma. In dieser Zeit habe ich meinen Freund sehr unterstützt,nicht nur durch Gespräche ,auch , auf seine Bitte hin, durch meine Bemühungen eine kurzfristige Kurzzeitpflege für die Eltern, die nach dem Schock nicht mehr zurecht kamen, zu organisieren. Mit dem Vater, welcher nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt, habe ich Spaziergänge gemacht, Mensch-Ärger-Dich nicht gespielt, während mein Freund mit der Mutter den Bruder auf der Intensivstation besuchte.
Du hälst meine Haltung für egoistisch, ein guter Freund von mir wundert sich, dass ich mich mit dem Thema, " dem Kerl " überhaupt noch beschäftige, wirft mir vor ein "Mutter Theresa Syndrom "zu haben.
Mein Freund hat mich an dem Tag der Beerdigung zwar alle drei Stunden angerufen, aber meine Anwesenheit an seiner Seite war offenbar nicht hilfreich für ihn, er hat darauf verzichtet.
So blieb ich die große Mutter, die fürsorgliche Freundin und die sinnliche Geliebte under cover.
 
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Gast

  • #45
Die FS @40,41,42:
Ich verstehe eure Einwände, was den ungünstigen Zeitpunkt betrifft und habe auch ein schlechtes Gewissen.
Ich habe die Beziehung 11 Tage nach dem Tod des Bruders und eine Woche nach der Beerdigung beendet. Was wäre für euch ein angemessener Zeitpunkt gewesen?
Und wie hätte ich diese Zeit gestaltet?
Wir hatten eine sehr innige und nahe Beziehung und sehr häufig Sex, auch in dieser Zeit.
Hätte ich sagen sollen, dass ich plötzlich Migraine habe? Und was hätte ich mit meinen Tränen gemacht ? Auf der Toilette heimlich weinen und sagen ich hätte eine Allergie?
 
G

Gast

  • #46
@44 du hättest ihm und euch eine Chance geben können. Die Chance, dass er erkennt, was du für ihn in dieser Zeit getan hast und auch warum. Doch das wäre erst in ein paar Wochen/Monaten so weit gewesen, wenn sein Blick sich wieder auf Normalität ausrichtet. Doch die nimmst ihm im größten Leid genau diese Chance, sein Leben zu überdenken und neu zu sortieren. Der Verlust eines geliebten Menschen, eine Krankheit usw. lassen einen sich selbst reflektierenden Menschen auch mal über sein eigenes Leben nachdenken und Dinge verändern oder Denkweisen anpassen. Doch mit deinem fluchtartigen Verhalten hast du euch jeder Grundlage beraubt, aus der sinnlichen, innigen und nahen Beziehung eine Partnerschaft für lange aufzubauen. 9 Monate ist Zeit, um sich kennen zu lernen - eine echte Partnerschaft braucht länger! Gruß 42
 
  • #47
#44
worüber hast du geweint?
Über dich?

Du schreibst hier einiges über dich, das sich nicht sehr angenehm anhört.
Im Grunde genommen geht es immer um dich, darum wie du dich fühlst und wie du eine dir unangenehme Zeit gestaltest.

in deinem Beitrag #43 wunderst du dich darüber, daß der 18-jährige Sohn seine Mutter und seine Großeltern zu seinem Geburtstag einläd. Nachdem dich diese Selbstverständlichkeit deine Gelassenheit gekostet hat, verstehe ich, daß man dir keine Beerdigung mit Familienbeteiligung zumuten konnte. Offenbar war die ganze Familie willens und fähig gewesen, dich zu akzeptieren, leider hattest du immerzu die Dollarzeichen in deinen Augen und eine große Angst zu kurz zu kommen.

Mir tut der Mann mit dem du zusammen warst ebenso leid, wie dessen Nachfolger.
Nein, du warst keine fürsorgliche Freundin und keine große Mutter. Ich hoffe, daß du wenigstens eine sinnliche Geliebte warst.
 
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Gast

  • #48
Ich finde der Tod eines Menschen ist etwas Außergewöhnliches. In meiner Familie hat sich der Neffe meines geschiedenen Mannes das Leben genommen, es war schrecklich. Mein Partner (seit 2 Jahren) war nicht dabei, da er überhaupt keinen Bezug zu diesem Menschen hatte. Ich habe meinen Ex-Mann in den Arm genommen und er mich und geweint ABER danach war es wie vorher auch und wir gingen wieder getrennte Wege und er heim zu seiner Partnerin. Ich achte seine Partnerschaft und dies war eine Extremsituation.

JEDOCH!

Mein Partner war auch auf einer Trauerfeier, bei der ich nicht dabei war. Das sehe ich genauso wie bei o.g. Trauergeschichte.
Doch er im Gegenzug ist bis heute nicht geschieden, nicht einmal das Gespräch mit seiner Ex hat dazu stattgefunden und eingereicht ist die Scheidung natürlich auch nicht. Das macht mich wirklich traurig und Ausreden finanzieller Art sind für mich einfach nicht tragfähig.
Ich mag in geordneten Verhältnissen leben. Daher geht es mir nicht gut. Wir streiten ständig deshalb, da ich ihm aus seiner Sicht zu viel Druck mache und er sagt, es müsse aus ihm heraus kommen, worauf ich schon lange warte.

Trotzdem der Besuch der Trauerfeier hatte für mich diesen Hintergrund eben nicht, da es hier um den Verstorbenen geht, ihm die letzte Ehre zu erweisen und das tun die Menschen, die ihn gekannt und geliebt haben. Daran ändert nämlich auch eine Scheidung nichts.

Doch bei uns lehnt mich die Familie meines Partner ab. So wird auf einem 70. des Vaters die Noch-Ehefrau eingeladen und ich nicht. Er ist trotzdem hingegangen, da er sagt, das ist ein wichtiges Fest und meinem Vater kann ich das nicht antun. Hier finde ich, hätte er mehr Rückgrat zeigen müssen, bspw. 1h hingehen mit den Worten: ich wäre gern länger geblieben, aber du akzeptierst mein Partnerwahl nicht und es kann nicht sein, dass ich hier mit der getrennten Partnerin in trauter Familienrunde sitze, wenn ich mir meine Partnerin an meiner Seite wünsche.

So stelle ich mir das vor. Alles Gute