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Gast

  • #1

Familienfeier des getrennt lebenden, aber noch verheirateten Freundes. Wie soll ich damit umgehen?

Familienfeier des getrennt lebenden, aber noch verheirateten Freundes. Wie soll ich damit umgehen?

Bin seit 9 Monaten mit meinem Freund zusammen, der seit 4 Jahren , angeblich aus steuerlichen Gründen von seiner Ehefrau zwar getrennt lebt,aber faktisch noch verheiratet ist Gestern verstirbt sein Bruder plötzlich mit 52 J.Ich habe diesen Bruder, der weiter entfernt wohnte, bisher nicht kennengelernt, wohl aber die Eltern, die bereits über 80 J. alt sind und auch kurz einmal seinen 2. Bruder.Die Ehefrau die erste Freundin meines Partners, kannte den Verstorbenen nun tatsächlich schon 20 Jahre lang.Nun werde ich bei der Beerdigung nicht dabei sein, was ich auch auf dem Hintergrund dessen, dass ich den Bruder nicht kannte und die gemeinsame Geschichte zwischen meinem Partner und mir noch nicht lang genug ist, verstehe. Dafür steht seine Ehefrau mit meinem Partner und den beiden Kindern, 14 u.18. nun Seite an Seite in der ersten Reihe in der Kirche. Vorne ein großer Kranz, Blumen mit Schleife: .in tiefer Trauer.von Bernd, Katrin und den Kindern..
 
  • #2
Wieder so ein Beispiel für Probleme mit Getrenntlebenden. getrenntlebend ist einfach verheiratet und vergeben. Punkt.

Unter solchen Bedingungen würde ich niemals eine Beziehung eingehen und kann wieder nur den Kopf schütteln, wie man bewusst in solche Fallen tappen kann.

Der Mann ist doch über die Ehe offensichtlich noch gar nicht hinweg und steckt zwischen allen Stühlen. Einen gemeinsamen Kranz mit der Ex ist entgegen aller Anstandsregeln. Da muss man einfach das Geld für einen getrennten Kranz in die Hand nehmen. Auch darf man in der Kirche nicht nebeneinander stehen und auf Familie machen-- geht echt gar nicht.

Ich rate Dir, ein ganz ernstes Wort mit ihm zu sprechen, wie er sich denn jetzt eine baldige Scheidung vorstellt und wann er gedankt, klare Verhältnisse zu schaffen. So ist das ganze doch unerträglich.
 
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Gast

  • #3
In diesem speziellen Fall solltest Du zuerst an den verstorbenen Bruder und die Trauer der Familie denken.

Auch wenn es für Dich schmerzlich ist: Für die gesamte Familie Deines Freundes, mit Eltern, Kindern und der Ex ist es mit Sicherheit um vieles schlimmer.

In dieser Situation solltest Du Dich am besten komplett zurücknehmen.
 
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Gast

  • #4
Hallo Frederica,

eine Scheidung setzt "getrennt leben" von mindestens 1 Jahr voraus. Falls Ex nicht will, kann es sogar 3 Jahre dauern.

Mit "... getrenntlebend ist einfach verheiratet und vergeben. Punkt." verlangst Du von dem Getrennten, daß er 1 bis 3 Jahre Zwanssingle bleibt.


Ist das wirklich sinnvoll? Welche Möglichkeiten räumst Du ihm denn in dieser Zeit ein? Keine?
 
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  • #5
Was hat das getrennt leben damit zu tun? Wäre er geschieden, dann würde er mit seiner geschiedenen Frau und seinen Kindern in der ersten Reihe sitzen. Ändert doch nichts an der Situation, dass seine Kinder und seine Ex den Verstorbenen nunmal kannten und auch bei der Beerdigung anwesend sind.
 
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  • #6
Ich stimme #2 komplett zu! Alle zu klärenden Fragen kannst du später klären. In Ruhe!
w
 
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  • #7
ein Mann der aus !steuerlichen Gründen! von seiner Frau getrennt lebt- heisst, klar ausgesprochen; eine Scheidung ist nicht finanzierbar. Anders gesehen-sollte er sich scheiden lassen hast einen armen Schlucker an Deiner Seite.Das wegen dem Todesfall- stünde er 100%ig zu Dir, hätte er DICH-auch im gegebenen Fall(unbekannterweise) - mitgenommen. Ich würde mir bei dieser Ansage ein weitere "Beziehung" -oder was auch immer überlegen.
Denk mal nach!!!
w/57
 
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  • #8
Auch ich stimme #2 zu.
Es ist eine extreme Situation, nimm dich jetzt erstmal zurück.

Allerdings: diese Situation macht aus meiner Sicht sehr deutlich und transparent, wie weit dein Freund nach 4 Jahren Trennung ist. Ja, vermutlich tatsächlich mal wieder ein getrennt lebender, der - wenn in einer Situation eine Entscheidung getroffen werden muss - herumeiert.

Ich würde jetzt und auch in den nächsten Wochen nichts sagen, aber nun sehr genau beobachten, wo er steht. Nach einem Monat kannst du ja mal das Thema generell - ohne Bezug auf den Tod des Bruders und die Trauerfeier - ansprechen.

Und noch was:
Wenn er zur Beerdigung fährt, dann nutze diese Zeit für dich und tue dir was Gutes.
 
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  • #9
Ich kann # 4 nur zustimmen.
Ich bin seit 2 Jahren geschieden, war 21 Jahre verheiratet. Im Sommer ist mein Vater verstorben. Es war ganz selbstverständlich, dass mein geschiedener Mann mit mir und unserem 20jährigen Sohn zur Beerdigung gegangen ist. Für die ganze Trauergemeinde war klar, dass das mein Geschiedener ist, ich habe ihn auch als solchen dem Pfarrer vorgestellt.
Wir haben ein normales Verhältnis und sehen uns bei diesen Gelegenheiten nicht als Paar sondern als Menschen, die dem Verstorbenen eine Zeit seines Lebens nah waren.

Wenn ich einen neuen Partner hätte, käme es darauf an, wie lange ich ihn kenne bzw. wie lange der Verstorbene und die nahen Verwandten ihn kennen. Auch da hätte ich z.B. kein Problem gehabt, wenn Beide (Ex und neuer Partner) bei der Beerdigung anwesend wären. Wie gesagt, wir gehen normal miteinander um und sehen uns als Menschen.

Ich kann nicht sehen, dass der Mann seine Trennung nicht abgeschlossen hat und muss #1 widersprechen.
Auf dem Kranz steht ja nicht XY mit Frau sondern die Namen und das ist völlig neutral. Das haben wir auch so gemacht, und ist absolut nicht unanständig. Und in der Kirche kann ich doch stehen, neben wem ich will. Das hat nichts mit Familie zu tun. Dieser Mann, von dem ich geschieden bin, hat mich fast 30 Jahre meines Lebens begleitet und obwohl unsere Ehe gescheitert ist, war ich froh, mich am Grab meines Vaters bei ihm auszuheulen.
Wenn seine Eltern sterben werden, bin ich auch auf der Beerdigung, auch wenn er inzwischen eine neue Partnerin hat.
So etwas ist ganz einfach Menschlichkeit.
 
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Gast

  • #10
Wenn ich mir vorstelle, ich wäre in dieser Konstellation dein Mann - das einzige, was mich zur Weißglut bringen würde, wäre, wenn du jetzt auf "hintenangestellte Freundin" machst oder, wie Frederika es vorschlägt, ein ernstes Wort mit mir reden würdest.

Ein Bruder ist oft derart wichtig, so wichtig, dass sein Tod hier an allererster Stelle steht. Die Kinder werden ihn ebenso gekannt haben wie die Exfrau, und sie trauern gemeinsam.
Du bist ein bisschen "außen vor". Nicht komplett - und es ist gut, wenn du für deinen Freund da bist. Aber du gehörst im engeren Sinne nicht zur Trauergemeinde.

Du sprichst hier von "Familienfeier". Ich habe alle - und es waren viele - Beerdigungen in den letzten Jahren niemals als Familienfeier empfunden. Bei einem Trauerfall gibt die Familie einem jedoch Halt. Es ist eine Familienzusammenkunft.

Du kannst nicht verleugnen, dass dein Mann eine Familie mit Frau und Kindern hatte. Ich glaube, dass du in dieser speziellen Situation lernen musst, damit klarzukommen. Sonst legst du jemandem, der ohnehin eine schwere Last zu tragen hat, eine weitere Last auf.

w25
 
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  • #11
Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso Du nicht mit auf die Beerdigung gehen kannst.
Also wenn eines meiner Geschwister sterben würde und ich wäre mit Dir in einer guten Beziehung, dann würdest Du natürlich mitgehen können. Du gehörst doch zu mir und damit auch irgenwie zur Familie. Zumal bei solchen Feiern, ja auch meist Freunde, Arbeistkolelgen usw. auch dabei sind und nciht nur der engere FAmilienkreis. Und das die getrennt lebende Frau dabie ist, hat doch mit ihrer Beziehung zu dem Verstorbenen zu tun und nicht weil sie noch auf dem Papier Ehefrau des Bruders ist.
Als meine Mutter beerdigt wurde ist mein bester platonischer Freund mit gewesen, den meine Familie nicht kannte. Aber mir war es wichtig,d ass er da war.
 
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Gast

  • #12
Tut mir leid, ich sehe und kenne das anders: Man geht u. a. auf Beerdigungen um den Angehörigen zu zeigen, dass man Anteil nimmt und mit ihnen fühlt. Um ihnen zu zeigen, dass man für sie da ist. Und um dem Verstorbenen die Achtung zu erweisen - über die Angehörigen.

Ausnahme: Wenn in Karten und Anzeigen explizit steht: "Im engsten Familienkreis".

Zu FS: Akut würde ich deswegen keine Diskussion vom Zaun brechen sondern - wie es #7 beschrieben hat - sein Verhalten dir gegenüber (und der noch nicht geschiedenen Frau gegenüber) in den nächsten Wochen und Monaten beobachten. Und dann ggfs. die Konsequenzen ziehen. Denn eine "Nicht-Scheidung" aus steuerlichen Gründen hat nichts damit zu tun, nach 9(!) Monaten die Freundin und Lebensgefährtin nicht zu involvieren (auch wenn der Anlass ein so trauriger ist.).
 
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Gast

  • #13
Euer Problem ist vorrangig nicht, dass er mit der Exfrau zur Beerdigung geht. Euer Problem ist, dass ihr euch noch nicht lang genug kennt, so dass DU als seine Partnerin mit zur Beerdigung gehen könntest.

Stell dir vor, der Mann wäre nie verheiratet gewesen oder verwitwet oder schon längst "richtig" geschieden. Auch DANN würdest du vermutlich nicht dabei sein, weil euere Beziehung unglücklicherweise noch in einem Anfangsstadium ist (ich weiß, 9 Monate sind nicht wirklich Anfangsstadium, aber du kanntest den Bruder eben nicht, und den Rest der Familie kaum, du bist noch nicht in die Familie integriert, insofern "Anfang").

Also schieb euer Problem nicht auf die Tatsache, dass er formal noch nicht geschieden ist. Wenn ihr schon seit zwei-drei Jahren ein Paar wärt, du die gesamte Familie gut gekannt hättest, dann hätte er mit DIR einen gemeinsamen Kranz gekauft, auch wenn er dann noch nicht formal geschieden wäre!

Und selbstverständlich ist die Exfrau, egal ob formal geschieden oder nicht, egal wie lang sie schon Exfrau ist, bei der Beerdigung dabei, er war 20 Jahre lang ihr Schwager, also eine Art Bruder, er war der Onkel ihrer Kinder, sie trauert um ihn.

Und bitte, belaste deinen Partner jetzt und in den nächsten Wochen KEINESFALLS mit irgendwelchen Diskussionen über Scheidung und Beziehung. Er hat seinen Bruder verloren! Sei für ihn da, wenn er trauert, er braucht jetzt eine Stütze, keine Partnerschaftsdiskussion.

w54
 
  • #14
Liebe FS,
einfach kein Drama draus machen. Es ist doch selbstverständlich dass Seine Familie, die Ex-Frau und die Kinder bei der Beerdigung sind. Das wäre kein bisschen anders wenn Sie formal geschieden wären. Und wenn Dir danach ist Ihn dabei beizustehen geh mit, mach Ihm klar dass Du Dich da nicht ausschliessen möchtest.

Und Nein Liebe Fredericka, das hat nur gar nichts damit zu tun dass er nicht geschieden ist. Er hat nun einmal eine Vergangenheit, Kinder und deren Mutter. Es wäre sehr grausam den Kindern bei der Beerdigung Ihres Onkels die Mutter vorzuenthalten. Das ist kein Ort um Machtspielchen zu vollführen.

@6 Nein, das heisst es nicht zwingend. Vielleicht möchte er einfach nur nicht völlig unsinnigerweise mehr Steuern zahlen. Das ist die klassische Kombination bei der man als geschiedener sehr viel mehr Steuern zahlen müsste, bei gleichen Finanziellen Pflichten für die Familie. Vielleicht kann er ja mit dieser Regelung auch seinen Kindern etwas mehr zukommen lassen. Der Mann ist möglicherweise einfach nur klug.
 
  • #15
Wir waren bereits seit einigen Jahren geschieden, als meine Ex- Schwiegermutter starb.

Sie war ein Teil unserer Familie für über 30 Jahre! Sie war für uns da, wann immer wir sie brauchten, für unsere Kinder war sie die liebste Oma der Welt. Es war SELBSTVERSTÄNDLICH, dass wir ihr auch gemeinsam, nebeneinander sitzend, die letzte Ehre erwiesen. Sollte ich etwa abseits der alten Konstellation für mich alleine trauern? - Wie albern und kleinlich wäre das doch!

Wir sollten uns selbst nicht allzu wichtig nehmen, und als Zweitfrau müssen wir einfach akzeptieren, dass unser neuer Liebster ein Leben vor uns hatte. Vor allem dann, wenn Kinder da sind.
Liebe FS, ich kann deshalb auch deinen Ärger über den Kranz nicht nachvollziehen.
 
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Gast

  • #16
Liebe FS,

im Gegensatz zu #4 und #8 halte ich es nicht für selbstverständlich, dass die Ex (egal ob nun endlich geschieden oder nicht) zur Beerdigung kommt.
DU bist die Frau an der Seite des Mannes dessen Bruder verstorben ist. Was hat die Ex da zu suchen?

Ende letzten Jahres ist meine Mutter verstorben. Selbstverständlich ist meine LG mit auf der Beerdigung und bei der anschließenden Trauerfeier gewesen.
Es hätte auch alle Anwesenden irritiert, wenn meine Ex dort aufgetaucht wäre (Trennung vor 3 Jahren), da es allen bekannt ist, mit welcher Schlammschlacht sie versucht Geld aus mir zu pressen.
Glücklicherweise (oder besser gesagt erstaunlicherweise), kam sie aber nicht auf die Idee zu erscheinen, so dass ich es mir erspart blieb sie dort vor versammelter Verwandschaft des Platzes zu verweisen.

Ich denke, dass Dein Partner Größe zeigen würde wenn er mit DIR in der erste Reihe sitzt und die Ex (wenn sie nicht ausgeladen werden kann) irgendwo hinten (wo sie hingehört).

(m44)
 
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  • #17
Die FS:
Vielen Dank für eure hilfreichen Meinungen, die durchaus die verschiedenen Facetten meiner eigenen Gedanken widerspiegeln.

Ja, ich gestehe es : ist für mich ein Drama, aber ich werde keines daraus machen.
Mein Freund, der seinen Bruder sehr liebte, ist am Boden zerstört und fassungslos und ich möchte ihn ent-lasten und nicht noch be-lasten.
Ohnehin ist eine Beerdigung mit anschließendem Kaffeetrinken keine angenehme Veranstaltung, bestände ich darauf mitzugehen, ginge es nur darum " Flagge" zu zeigen - das halte ich selbst auch für kindisch und und darüberhinaus für unklug, es schafft einfach eine unangenehme Spannung für alle in dieser so empfindlichen Situation.
Dass mein Freund und seine Frau, die selbst seit 2 Jahren einen Freund hat, seit langem getrennte Wege gehen, sich nicht mehr lieben, ist der Familie, den Freunden ...bekannt, darüber besteht auch von meiner Seite und nach meiner durchaus sehr genauen Beobachtung kein Zweifel.
Nach Ablauf von ein paar Wochen...Monaten werde ich mich jedoch dennoch von meinem Freund trennen, sofern er sich dann nicht scheiden läßt.
Nicht etwa, weil ich glaubte , er liebe seine Frau noch. Nein.
Vielmehr bin ich der Ansicht, dass er sich durch den plötzlichen Tod des Bruders und dessen rechtliche Konsequenzen ( Erbe...) nun doch damit wird beschäftigen müssen, was die Tatsache, dass er noch verheiratet ist, überhaupt bedeutet. Steuern hin oder her, im Falle seines Todes erbt seine Frau in erster Linie und nicht seine Kinder.
Das fände ich dumm von ihm.
Und ich kann alles gebrauchen, bloß keinen dummen Mann.
 
  • #18
@16
Nun ja, willst Du das Erbe oder den Mann? Er kann übrigens das gut Testamentarisch regeln dass die Kinder bevorzugt werden. Der Pflichtteil für die Frau wäre auch nicht höher als der Anteil der Ihr bei einer Scheidung sowieso zufallen würde.

Empfehlenswert wäre auch auch eine Art Ehevertrag der das finanzielle komplett Regelt, ganz so wie man das auch bei einer Scheidung machen sollte.

Er ist also nicht Dumm.
 
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  • #19
@15
Was du da schreibst gilt vielleicht für deinen speziellen Fall, aber nicht für die Allgemeinheit.

Natürlich war die Exfrau, die Mutter der Kinder, auch ein Teil der Familie und hat das Recht, auch nach der Scheidung Kontakt mit der Familie des Geschiedenen zu halten. Mit der Scheidung trennt man sich vom Ehemann/frau, aber nicht automatisch von Freunden und Verwandten.
Ich fände es wirklich schlimm, wenn der geschiedene Partner nicht zur Beerdigung der Ex-Schwiegereltern, Schwager usw. kommen würde. Das würde ich für absolut geschmacklos halten. Schließlich war mal viele Jahre eng verbunden. Natürlich ist es etwas anderes, wenn die Streitereien der Trennung auch die Familie betrifft. Bei mir war das z.B. nicht der Fall. Wir rufen beide unsere Ex-Schwiegereltern noch an Weihnachten und Geburtstagen an und da ist es selbstverständlich, dass man auch zur Beerdigung kommt.
Es gibt zum Glück nicht überall Schlammschlachten.
 
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  • #20
Du kanntest den Bruder nicht, wie ich das deinem Schreiben entnehme.
Was um Himmels Willen willst du dann bei seiner Beerdigung?
Man erweist einem Menschen die letzte Ehre, wenn man zu seiner Beisetzung geht und deshalb könnte ich absolut nachvollziehen, wenn die Familie deines Freundes (Eltern usw.) befremdet wäre, über einen Menschen, der den nicht kannte und keine Beziehung zu ihm hat.
Auf Beisetzungen ist für Besitzdemonstrationen, oder um es nicht ganz so hart auszudrücken Zusammengehörigkeitsdemontrationen wirklich kein Platz.
 
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  • #21
#16...jetzt ist mir doch so richtig der Unterkiefer runter geklatscht!

Ein Hoch auf die Liebe!...und gegebenenfalls den nächsten Lover!
 
  • #22
@19
Nein, ich gehe auch zu einer Beerdigung um den Lebenden Beizustehen. Damit Sie sich nicht alleine damit fühlen. Gerade in solchen Stunden finde ich es wichtig Seinen Partner nicht alleine damit zu lassen. deshalb verstehe ich die FS auch nicht so ganz wieso Sie auf eine Beteiligung verzichtet. Vor allem da es ja eh in der Familie bekannt ist und auch die Ex wieder einen Partner hat. Allerdings gibt Post #16 eine Idee davon.
 
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  • #23
Liebe Fragestellerin, in einer normalen Liebesbeziehung und Partnerschaft würde man gemeinsam zu der Beerdigung gehen, sich Trost spenden und stützen, auch ein gemeinsamer Kranz würde von Dir und Deinem Freund sein, aber Du hast Dich nun einmal dafür entschieden mit einem verheirateten Mann eine Beziehung einzugehen. Sein Verhalten ist ganz normal für einen Ehemann. An seine Seite gehört in einer solchen Situation die Ehefrau und nicht Du.

Es tut mit leid für Dich, aber vielleicht entscheidet er sich eines Tages für Dich. Ich wünsche es Dir.

w/48
 
  • #24
ein Partner der in jeder Situation - nur und immer - seine eigene Befindlichkeit in den Mittelpunkt stellt, ist für mich ein No-go!

Und ein Mann, der nach 9 Monaten wegen des Erbes auf Scheidung und Heirat drängt, ebenso.
 
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  • #25
die FS an@20:
Es ist nicht so, wie es für dich aussieht.

Ich lernte einen attraktiven, lieben,familienbezogenen, intelligenten, humorvollen Mann kennen, der in einer Studentenbude lebte. Die Toilette sauber, aber so klein, dass man auf dem Klo schräg sitzen muss, kein Fenster, kein Spiegel, keine Heizung. Ich liebte ihn dennoch. Durch verschiedene Kleinigkeiten wurde mir klar, dass er über sehr wenig Geld verfügt - im Unterschied zu mir. Da ich immer viel und hart gearbeitet habe und einen tollen Beruf habe, ein eigenes Haus besitze.... habe ich ihn im Herbst zu einem Wochenende nach Sylt eingeladen. Als ich zufällig erfuhr, dass er ein Jahresgehalt von 100.000 Euro bekommt und seine Frau, die als Arzthelferin 15 Stunden pro Woche arbeitet, es sich leisten konnte mit ihren Freundinnen nach Sylt zu fliegen, während wir mit dem Auto gefahren sind, ist m i r allerdings der Unterkiefer so richtig runter geklatscht-um bei deinen Worten zu bleiben. Eigentlich hätte ich ja das Geld, was er nicht hatte, direkt an seine Frau überweisen können. All sein Geld gibt er der Frau, den Kindern, bezahlt das auf beider Namen laufende große Haus, in dem sie leben und Lebensversicherungen ab, Sportunterricht, Nachhilfe....den Kindern soll es gut gehen, sie sollen unter der Trennung nicht leiden, ihr Umfeld nicht verlieren...Hat sich nicht scheiden lassen bisher aus steuerlichen Gründen und aus Angst, die Frau zöge dann mit Kindern zu ihrem 600 km weit entfernten Freund.
Dies nur am Rande, das war ja nicht meine Ausgangsfrage.
Zusammengefasst: Die ganze Situation stinkt mir, das mit der Beerdigung kommt noch dazu.
Ich lasse jetzt Ruhe walten, sollte er sich aber dann nicht scheiden lassen, dann ist er aus meiner Sicht nicht klar bei Verstand, oder wie auch immer..jedenfalls kein Mann für mich.
 
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  • #26
Ergänzung zu meinem Beitrag #12

Fragestellerin, dein posting #24 zeigt nun dich und deine Situation in einem ganz anderen Licht bzw. stellt schon ein ganz neues Thema dar.

Ich wage zu behaupten, dass du mit diesem Mann NIE glücklich werden wirst, und er mit dir ebenso nicht. Du kannst nicht damit leben, dass er seiner Exfamilie guten Unterhalt bezahlt. Das wird sich auch nach einer Scheidung nicht ändern! Wenn er das seit jetzt vier Jahren freiwillig tut, wird er auch nach der Scheidung guten Unterhalt zum Wohl seiner Kinder zahlen.

Du wirst IMMER gegenrechnen. Du wirst IMMER jeden Cent, den du für euch gemeinsam ausgibst, hinterherweinen. Du wirst IMMER der Frau den Unterhalt missgönnen. Das wird IMMER an dir nagen.

Es gibt Frauen, die können mit einem durch Scheidung "arm" gewordenen Mann glücklich und zufrieden leben, aus deinem Beitrag sieht man, dass du es nicht kannst und willst.

Daher musst du dir einen Mann ohne Unterhaltsverpflichtugen suchen.

w54
 
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  • #27
@25 Naja .... mal genau lesen ....

Zunächst ist eine Beerdigung keine Familienfeier und die Reaktion der Fragestellerin in 16 (Trennung etc) konnte ich nicht verstehen.

Nun wird in ihrem neuen Posting deutlich, dass das Verhalten des Partners doch problematischer ist, Dass man die Kinder und Ex-Frau nicht hängen lässt, finde ich normal.

Dass dies bis zur Selbstverleugnung geht (Ex-Frau leistet sich einen Flug, er lebt wie eine Kirchenmaus), ist nun eine andere Sache ....

Ich kann Dich, Fragestellerin, gut verstehen. Allerdings würde ich doch eher noch das Gespräch suchen.

Vielleicht solltest Du auch einfach das ein oder andere Wellness-Wochenende machen und ihn fragen, ob er mitkommen will, ihn aber nicht (!) einladen.
Vieilleicht musst Du auch ein oder zwei Wellness-Wochenende alleine oder mit einer Freundin machen.

Vielleicht solltest Du auch ihn mal nach seinen Traum-Urlaub fragen, vielleicht ihn auch mal von Deinen Lieblingszielen erzählen. Aber es sollte ihn immer klar sein, dass er selber zahlen muss.

Vielleicheicht fällt ihm dann auf, auf was er verzichtet.

Der neue Freund wird sich bedanken, eine solche Edel-Freundin bezahlen zu sollen....
Wenn Dein Freund ihr das Haus lässt, wird sie nicht umziehen.

Den Unterhalt für die Kinder und die Frau kann er auch nach der Scheidung von der Steuer absezen, das Ehegattensplitting wird natürlich ungünstiger. Aber bei der Summe sollte man das verschmerzen.
 
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  • #28
Nochmal 11: Unabhängig von allen familiären und monetären Hintergründen wäre die m. E. korrekte Vorgehensweise eigentlich die:

Er als Nicht-Geschiedener (aber alle wissen, dass die Ehe aus ist) mit der Frau und den Kindern vorne. Kranz ok.

Du als Freundin solltest nach 9 Monaten Beziehung eigentlich schon mit involviert werden in der Form, dass du dabei bist aber eben hinten sitzt.
 
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  • #29
Selbst wenn der Mann bereits geschieden wäre, käme die Geschiedene zu der Beerdigung.
Immerhin kannte sie ihn sehr lange.
Ich lebe auch getrennt, nicht geschieden.
Wenn jetzt aber ein Todesfall, bei seiner oder meiner Familie eintritt, gehen wir alle hin.
Ich verstehe nicht, warum kannst du ihn nicht begleiten. Du unterstützt Ihn doch in seiner Trauer.

Jeder hat seine Vorgeschichte, ob getrennt oder geschieden.
Und immer wieder wird eine Situation kommen, wo sich die Partner treffen.
Wir sind erwachsene Menschen. Oder hast du so grosse Angst, dass er sich noch nicht gelöst hat. Sprich doch einfach mit ihm, sage du fühlst dich ausgeschlossen. Begleite ihn zur Trauerfeier und halte dich dann im Hintergrund, falls es eine Erdbestattung ist. Ans offene Grab würde ich auch nicht treten. Was auf der Schleife steht ist doch völlig egal.

Er hat doch auch Kinder. Wie feiern die denn Geburtstag mit Ihrem Vater. Leben die Kinder bei der Mutter. Geht er dann zu Ihr nach Hause um mit seinen Kindern zu feiern. Damit hätte ich mehr Probleme.
Mein Ex Partner hat eine neue Lebensgefährtin, ich auch einen neuen Partner.
In ein paar Wochen hat mein Sohn seinen Abi-Ball. Da gehe ich mit dem Vater meines Sohnes hin. Beide neuen Partner haben damit keine Probleme.
Da ist auch keine Eifersucht oder ein Zweifel vorhanden. Die Ehe ist zu Ende.
Von dem finanziellen Vorteil durch Nicht-Scheidung profitieren wir alle.
 
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Gast

  • #30
Ich war während meiner Ehe nicht berufstätig. Mein Mann verdiente sehr gut, einiges mehr als Dein Freund. Als ich mich getrennt habe, hat mein Mann sehr gelitten und mich finanziell auch voll unterstützt. Er wollte unsere Trennung nicht akzeptieren. Allerdings wollte er nicht alleine sein und hat sich recht schnell wieder liiert mit einer sehr vermögenden Dame, die es geschafft hat in meinem Schatten zu leben. Inzwischen bin ich wieder voll berufstätig und
verdiene sehr gut. Mein Mann hat sich kürzlich von der Dame nach Jahren getrennt weil er sich wieder verliebt hat. Ich denke wenn man wirklich liebt, macht man Nägel mit Köpfen. Das werden wir wohl jetzt auch tun.

Manche Dinge brauchen einfach seine Zeit. Ich habe nich getrennt, weil mein Mann mich geschlagen hat. Ich bin beim ersten Mal sofort gegangen. Aber deswegen muss die Liebe nicht vorbei sein, nur weil man eingesehen hat, dass es keine Zukunft mehr zusammen gibt. Das muss oft erst verarbeitet werden. Männer schieben dann die Steuer vor und die
Trostfrauen glauben es nur zu gerne.