• #32
Das spielt hinsichtlich meines Anliegens auch keine Rolle. Ob ich verheiratet war oder nicht ändert doch nichts an der Empfindung, das 5.Rad am Wagen zu sein und ein permanentes Beisammensein mit seiner erwachsenen Tochter und dem Schwiegersohn als Beziehungskiller empfinde!!!
Im Übrigen fand ich den gewählten Terminus "Verlust seiner Frau" als eindeutig.
Wenn alle happy sind mit dem Status Quo, nur du nicht, was meinst du, sollen sie dann ändern? Ich vermute, je mehr du dich zurückziehst, desto weniger wird von seiner Seite kommen. Er BRAUCHT dich einfach nicht, oder WILL dich nicht genug.
Daß er nicht zusammenziehen will, paßt für mich dann auch ins Bild.
Klingt nicht so toll!
Entweder du nimmst es, wie es ist, oder nicht. Ändern kannst du es nicht. Egal wie abnormal du das findest. Damit erzeugst du lediglich Widerstand, aber kein Verständnis oder Entgegenkommen.
 
  • #33
und am Wochenende müssen alle unbedingt beisammen sein. Gibt es Probleme mit meinem Partner, bespricht er sich mit Tochter und Schwiegersohn, Urlaub nur mit den beiden.
Wäre für mich als betroffene Partnerin undenkbar. Zum Einen ein großer Vertrauensbruch. Zum Anderen eine Unreife dieses Mannes, weil er seine Tochter nicht "los lassen" kann. Und sich vermutlich auch viel zu tief in deren Beziehung einmischt ?

Da käme ich mir als Partnerin "überflüsssig" vor. Und würde diesen Mann auf U30-Parties schicken. Diese Umgebung scheint ihm besser zuzusagen, als so eine "alte" Frau mit 40+ ?

Dann kann er weiter unter den jungen Leuten herum hüpfen, und nur durch seine Einmischung sich vollends lächerlich machen.

So einen Mann würde ich keine drei Jahre, sondern max. vier Wochen lang durchmachen. Und mehrheitlich bei Wochenenden und erst recht beim gemeinsamen Urlaub auf ZWEIsamkeit bestehen.

Man kann ja an einem Wochenende auch mal die erw. Tochter + Partner besuchen. So für ca. zwei Stunden lang. Aber das soll nicht den ganzen Tag, oder gar das ganze Wochenende belegen.
Und nicht an jedem Wochenende statt finden.

Die FS könnte ja diesen Mann konfrontieren. Und ihm vorschlagen, dass sie sich mit Einem ihrer erw. Kinder+Partner treffen, und mit ihnen gemeinsam Urlaub verbringen ?
Vielleicht wird ihm dann bewusst, wie Er auf Andere wirkt ?
 
  • #34
Du willst mehr , FS als er geben will.
Umziehen würde ich nicht. Weil die Situation ungeklärt ist für Dich.
Seine Liebespartnerin biste eher nicht. Ging mir auch so.
Ich war unwichtig. Er vermisste mich nicht. Anpassen sollte ich mich.
Alleine sein mit mir wollte er auch nicht. Nur Sex haben mit mir, ja.
Nee, irgendwann ging es nicht mehr.

Die Tochter wollte bestimmt nichts freiwillig von seinen Beziehungsproblemen wissen. Das hat sich bestimmt so eingelaufen, weil niemand zu reden da war für ihn.

Ändern wirste da nichts, die Leute sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Und fühlen sich gut.
Frage den Schwiegersohn was er meint.
Da werden Grenzen überschritten. Was gehen die Tochter die Beziehungsprobleme ihre Vaters an?
Intimes muss intim bleiben.
 
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  • #35
Liebe FS, ich kann dich schon verstehen. Ich kann aber auch sehr den Standpunkt seiner Tochter verstehen, weil ich nur ein Jahr jünger bin. Dass dein Partner seiner Tochter von Beziehungsproblemen erzählt, ist nicht ihre Schuld, das war doch vermutlich eher der Entschluss deines Freundes, darüber zu sprechen. Wie genau werden denn da die Probleme erörtert? Wenn er nur sagen würde "gerade gibt es Knatsch", weil die Tochter beim Abendessen gefragt hat, weshalb er schlecht gelaunt sei, ist das durchaus normal. Auch bekommt die Tochter das zwangsläufig mit, wenn sie eine enge Bindung zum Vater hat und seine Gefühlsregungen durchschaut.

Dein Partner wird keine Motivation haben, etwas zu ändern, da du die einzige im Gespann bist, die mit dem Status quo nicht glücklich ist.

Ich würde an deiner Stelle auch nicht in seine Nähe ziehen, dann fühlst du dich ja noch ausgegrenzter, wenn du für ihn diesem Schritt gemacht hast und dann sitzt du am Wochenende in deiner Wohnung, und er und seine Tochter samt Freund machen etwas ohne dich, aber im selben Ort, weil du dieses Wochenende mal keine Lust hattest, schon wieder Großfamilie zu spielen.

Ich würde mich mehr auf mein eigenes Leben konzentrieren und ihn ein wenig links liegen lassen, und mehr mit meinen eigenen Kräften haushalten.

Die Sache mit dem Urlaub finde ich auch nicht so ungesund wie die Älteren hier im Forum... Ich fahre immer noch total gerne mit meinen Eltern in Urlaub, weil meine Eltern jetzt im Alter erst mehr Zeit haben, es sich urlaubstechnisch richtig gut gehen zu lassen, und teilweise richtig ausgedehnte, exotische Reisen machen können. Mein Bruder ist mit fast 30 und trotz Freundin auch immer noch dabei, weil es einmalige Erlebnisse sind, von denen man noch Jahre später zehrt.
Mit der Meinung stehe ich aber im Forum alleine da, scheint es.

Könnt ihr da keinen Mittelweg finden, dass man das Urlaubsbudget splittet und vielleicht mit den Kindern übers verlängerte Wochenende wegfährt und mit dir dann 1 Woche Skiurlaub oder Badeurlaub, oder oder oder, oder was auch immer, oder ist das finanziell nicht drin?

P.S. So Klitschen wie asexuellen Inzest zu diagnostizieren ist bisschen heftig, selbst diplomierte Psychologen würden so etwas nicht per Ferndiagnose, ohne einige Sitzungen von sich geben.
 
  • #36
Für mich stellt sich die Frage warum eine junge Frau die WE und Urlaube mit Papi verbringt und nicht mit ihrem Partner oder Freunden. So ganz normal finde ich das nicht, d.h. da besteht eine unwahrscheinliche Symbiose zwischen den beiden.
Vielleicht denkt sowohl Vater als auch Tochter das wären sie sich gegenseitig schuldig damit sich keiner nach dem Tod der Mutter alleine fühlt. Dass der Mann das normale Ansinnen der FS, mehr gemeinsame Zeit zu verbringen, als einen Affront gegen ihn und seine Tochter sieht finde ich noch merkwürdiger.

Irgendwie habe ich den Eindruck zwischen ihn und seine Tochter passt kein Stück Papier. Da hat sich still und heimlich eine Abhängigkeit entwickelt die man nicht mehr als normale Vater-Tochter ansehen kann, auch wenn das einige hier so sehen.
Die Tatsache, dass er nicht mit der FS zusammenziehen möchte finde ich auch komisch.

Ich habe das Gefühl die FS tut alles um ihm das Leben so angenehm zu gestalten wie nur möglich und er kämpft um jeden cm in seiner Komfortzone. Bloß nichts verändern was sich für ihn gut anfühlt. Sorry, aber das kann auf Dauer nicht gutgehen. Vielleicht sollte sich die FS wieder mehr um sich und ihre eigenen Kinder kümmern und die Familienidylle des Mannes nicht weiter stören.
 
  • #37
Ich werde wohl in der nächsten Zeit in seinen Wohnort ziehen, aber in eine eigene Wohnung. Zusammen ziehen möchte er nicht.
Puh, was manche Frauen sich antun.

Und Dein Sohn? Zieht er mit um in die fremde Stadt?

Aus meiner Sicht ist das der letzte Blödsinn. Er will Dich nicht richtig und als Reaktion darauf rennst Du ihm hinterher, biederst Dich an und machst Dich emotional endgültig abhängig. Unmöglich.

Ich kann Dir leider nur vehement von einem solchen Schritt abraten. Hast Du schon Job und Wohnung gekündigt? Tu das nicht! Um Himmels Willen!

Kümmere Dich um Dein Leben, dann wird ihm vielleicht klar, was er verlieren könnte. Vielleicht kommt er dann auf den Gedanken, dass Du etwas Wert sein könntest. Ich glaubs eher nicht, hoffentlich täusche ich mich.
 
  • #38
Liebe Charlotte
Für mich ist der Fall eindeutig. Dein Wunsch, auch mal alleine mit deinem Partner zu sein (selbstverständllich auch ohne deine 11-jährige Tochter), erscheint mir nicht nur normal, sondern auch lebensnotwendig, um eine normale, nachhaltige Beziehung führen zu können.
Es ist klar, dass dein Partner sowas wie eine Papa- und Mamarolle übernommen hat, weil seine Frau und Mutter seiner Tochter verstarb. Dies ist aber lange her, die Tochter ist erwachsen, ausgezogen. Es wird Zeit, ein anderes Kapitel aufzuschlagen und sich in eine distanzierteren Vaterrolle zu begeben. Es ist OK, dass dein Partner und seine Tochter ein gutes Verhältnis haben. Aber eben soll es gesund sein und Raum lassen für eine Beziehung zwischen dir und dem Partner. Ich weiss nicht, ob dein Partner so klammert oder die Tochter, ist auch egal.
Ich würde dir davon abraten, in die Nähe deines Partners zu ziehen und bei dir die Zelte abzubrechen. Es ist wirklich ein klares, offenes Gespräch angesagt, wo du mit deinem Partner allein sprichst und ihm sagst, was dein Bedürfnis ist. Wenn er das immer noch nicht einsehen will, würde ich ihm klar mitteilen, dass er die Beziehung ernsthaft gefährdet. Dann würde ich mich für eine kurze Zeit mal etwas distanzieren und halt ab und an mal ein WE für dich allein was machen, ohne ihn und seine Familie. Wenn er dann begreift, worum es dir geht, gut. Wenn nicht, dann ist leider Hopfen und Malz verloren.

Ein WE fängt am Freitagabend an und geht bis Sonnntagabend. Für mich ist nicht klar, wieso dein Freund nicht mal einen ganzen Samstag oder Sonntag mit dir allein verbringen kann. Wenn er dich wirklich liebt, dann wird das möglich sein bzw. es müsste sogar sein Wunsch sein. Wenn nicht, dann liebt er dich leider nicht... so hart es auch tönt. Dass man enge und gutgehende Familienbande hat heisst nicht, dass man ständig aufeinanderhocken muss. Ich persönlich würde es für die Tochter und ihren Freund normal finden, wenn sie auch mal ein WE allein verbringen bzw. mit ihren Freunden. Ohne Vater.

Alles Gute dir.
 
  • #39
Wie lange ist Frau schon tod?
Ob er über den Tod seiner Frau gut hinwegkommen könnte? Kann sein dass du als seine Übergang Frau bzw ein Trostpflaster. Anders, finde ich nicht gut dass die Tochter deines Partners , immer eine Art Partner -Ersatz seinen Vater ist. Wenn Er Dich liebt, würde er Dir gut zuhören und Dich verstehen .Ich denke, er ist sich nicht bewusst. Ich würde keine Witwer nehmen,das ist zu anstrengend. Du weißt auch nicht, wie viele gesunde Jahre Dir noch bleiben und die solltest Du nicht an den" Witwer" Mann verschwenden. Du kannst mit dem Witwer ein Kollege führen, als Partner. Wünsche ich Dir einen anderen Mann, der Dich richtig glücklich macht. Dir alles gute.
 
  • #40
Hallo Charlotte,
ich stimme dir in deinem Denken und deinen Wünschen, die vollkommen normal sind, ganz und gar zu.
Ich glaube, das Problem liegt viel tiefer, nämlich im Status des "verwitwet" sein.
Ich habe selber 6 Jahre mit einem verwitweten Mann zusammen gelebt. Bei uns war es genau anders herum. Er hat seine erwachsenen Kinder fast vollkommen ausgeklammert und sich dafür an mich. Das hat mir die Luft zum Atmen genommen. Ich denke, allein, wenn geschieden und verwitwet zusammen kommen, ist es problematisch, weil sozusagen die Zugangsvoraussetzungen so verschieden sind. Man kann sich niemals hinein versetzen, wie es ist, wenn ein Partner stirbt. Selbst, wenn du weißt, wie es passiert ist, weißt du nicht, was das für Auswirkungen in der Familie hatte.
Ich kann, ein ganz kleines bisschen, auch ihn verstehen.
Aus diesem Grunde kommt für mich kein verwitweter Mann mehr als Partner in Frage.
 
  • #41
Im Übrigen fand ich den gewählten Terminus "Verlust seiner Frau" als eindeutig.
Ich hatte drei Kontakte mit Frauen als Ww, die ich nach ca. vier Wochen wieder beendete, da sie gleiche Verhaltensmuster hatten wie dieser Mann! Sie hatten alle drei die Whg immer noch so eingerichtet mit allen Bilder an den Wänden so wie zu Zeiten des lebenden Mannes etc. Eine Ww und eine Frau, die nicht abgeschlossen und nicht verarbeitet hat, kommt für mich nicht mehr in Frage!
 
  • #42
Dein Wunsch, auch mal alleine mit deinem Partner zu sein, erscheint mir nicht nur normal, sondern auch lebensnotwendig, um eine normale, nachhaltige Beziehung führen zu können.
Das sollte ja auch jedes "normale" Elternpaar tun, um auch ein ein Liebespaar zu bleiben - dein Wunsch ist mehr als berechtigt. Ich könnte mit dieser engen Symbiose von Vater und Tochter zuzüglich dem Schwiegersohn nicht umgehen. Ein gutes Verhältnis ist schön und nachvollziehbar, gemeinsame Urlaube (bei denen jeder aber Paarzeiten hat) finde ich auch noch ganz nett, aber jedes Wochenende zusammenhocken. Haben Tochter und Schwiegersohn denn gar keine eigenen Freunde oder Hobbies? Wo bleibt auf beiden Seiten der Wunsch nach Abgrenzung, der schlicht und ergreifend zum Erwachsenwerden dazugehört? Insgesamt würde ich sehr sehr gut darüber nachdenken, ob dich ein Umzug in seine Nähe wirklich glücklich macht...
 
  • #43
Also in einer Partnerschaft kann ich dieses " du musst es akzeptieren..." nicht ertragen. Das bietet so gar keinen Raum für Kompromisse. Einer sagt wo es langgeht und der andere hat sich zu fügen. Da wäre ich bereits raus. Ich will einen erwachsenen Partner der sich meine Argumente anhört, sie mit mir gemeinsam diskutiert und bemüht ist um gemeinsame Lösungen.
Hier hört es sich eher an nach "Love it or leave it". Ich würde leave it bevorzugen, auch wenn der Mann noch so toll daherkommt. Bei euch stimmt doch einiges nicht in der Kommunikation. Erwägst du ernsthaft in seine Nähe zu ziehen und dabei auf Distanz gehalten zu werden?

Ihr wohnt 60 km voneinander entfernt, die Distanz ist überbrückbar, aber eure Vorstellungen triften sehr weit auseinander. So wie es die FS beschreibt scheint viel nach seinem Gusto zu laufen. Wird vielleicht Zeit da mal dagegen zu halten, die Konsequenzen müssen dann allerdings ausgehalten werden.
Hast du Angst vor den Konsequenzen, wohlwissend wie die ganze Geschichte ausgehen könnte wenn du dich mehr durchsetzt?

Es würde mir auch gewaltig auf den Keks gehen wenn mein Partner alle Beziehungsprobleme mit seiner Tochter durchkaut. Ich frage mich ob der Partner der Tochter nicht genauso unter der Vater-Tochter-Symbiose leidet. Aber wie schon geschrieben, die zwei verbindet etwas was von außen schwer zugänglich ist.
Bleib an der Thematik dran und lass dich nicht mir Plattitüden abspeisen.
In einer Beziehung macht man Kompromisse und zieht nicht nur sein Ding durch.
 
P

Papillon

  • #44
Ich verstehe eine Sache nicht. Du willst Dich zurückziehen, was ich in dieser Situation normal ist. Aber wenn Du deinen Wohnort zu seinem verlegst, ist das für mich irgendwie das Gegenteil!
Wenn die Beziehung zwischen den Dreien so innig ist, meinst Du er bemerkt es wenn Du fehlst? Du bist ja schon eine ganze Weile mit ihm zusammen, vielleicht sieht er es inzwischen als 4'er Beziehung?
 
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  • #45
Wenn die Beziehung zwischen den Dreien so innig ist, meinst Du er bemerkt es wenn Du fehlst?
So hart das auch klingt, habe ich das Gefühl, dass er es wohl nicht bemerkt. Dafür scheint in der 3er Beziehung doch wahrlich alles perfekt zu sein. Um so genervter ich davon bin, um so mehr zieht es ihn in den vermeintlichen "Frohsinn". Dort ist schließlich alles bunt und fröhlich, keine "negative" Freundin, die das Traumschiff ins Wanken bringt.
Gerade ist er mit Tochter und Schwiegersohn im Urlaub. Ich konnte mir den Urlaub weder leisten noch meinen Sohn außen vor lassen.
Er meint, er will Spaß am Leben haben, alles andere hatte er schon!!! Klingt ganz schön egoistisch. Oder eine Midlife-Krise?????
Um so mehr ich darüber nachdenke, um so mehr fühle ich mich verlassen.
 
  • #47
er kämpft um jeden cm in seiner Komfortzone. Bloß nichts verändern was sich für ihn gut anfühlt.
Ja, genau so scheint es mir.
Diese extreme Vater-Tochter Bindung war in unserer Zeit aber nicht so. Da hatte ich schon das Gefühl, dass wir sehr gut harmonieren. Klar, wir haben auch damals schon viel Zeit mit Tochter und Schwiegersohn verbracht, aber ich hatte das Gefühl, dass er zu mir steht.
Manchmal überlege ich, ob die Tochter "eifersüchtig" ist. Da kommt jemand und Papi fühlt sich wohl, verbringt viel Zeit mit mir und verhält sich wie ein verliebter Teenager.
Und der Tochter fällt weniger Zeit und Aufmerksamkeit zu. Obwohl es für mich keinen offensichtlichen Konkurrenzkampf gab, hat sich doch im Laufe der Zeit etwas verändert, etwas gewandelt.
Sollte ich mit der Tochter ein offenes Gespräch führen oder obliegt dies dem Vater?
 
  • #48
Er meint, er will Spaß am Leben haben, alles andere hatte er schon!!! Klingt ganz schön egoistisch. Oder eine Midlife-Krise?????
Es ist sein gutes Recht, Spaß zu haben, und nichts daran ist egoistisch. Und warum sollte das eine Midlifecrisis sein? Langsam klingst du eifersüchtig auf sein Leben, weil er tut, was er will.
Aber wie auch immer, es dürfte euch nicht gelungen sein, ein Gleichgewicht in die Sache reinzubringen. Es hat eben einfach nicht gepaßt.
 
  • #49
Sollte ich mit der Tochter ein offenes Gespräch führen oder obliegt dies dem Vater?
Ich weiß überhaupt nicht, über was du mit der Tochter reden willst, es klingt in jedem Fall grenzüberschreitend für mich.
Du hast beschlossen, dich zu trennen. Gute Entscheidung. Jetzt, bitte, mußt du aber auch loslassen, ihn und seine Familie nicht weiter zu Tode analysieren, irgendwelche unnötigen Gespräche zu führen. Die merken nicht mal, daß du nicht mehr da bist!
Das schmerzt, sicherlich, aber zieh dich jetzt in Würde zurück.
 
  • #50
Gerade ist er mit Tochter und Schwiegersohn im Urlaub. Ich konnte mir den Urlaub weder leisten noch meinen Sohn außen vor lassen.
Er meint, er will Spaß am Leben haben, alles andere hatte er schon!!! Klingt ganz schön egoistisch. Oder eine Midlife-Krise?????
Um so mehr ich darüber nachdenke, um so mehr fühle ich mich verlassen.
Er lässt Dich einfach sitzen, obwohl Du gerne mitgekommen wärst, es Dir aber weder leisten kannst, noch umsetzen, weil Du Deinen Sohn hast und er sagt, er will Spaß am Leben???? Wo ist DEIn Spaß zusammen mit ihm?
Das scheint insgesamt sein Motto zu sein - nur Spaß! Mit einer richtigen Beziehung, die Du Dir wünschst, hat nur Spaß aber nichts zu tun.
Ich würde mich - so weh es auch tut - zurückziehen und es auch gar nicht mehr erläutern warum. Er weiß es. Er hat keine Krise. Nur bist DU als Person ihm nicht so wichtig - auch sind ihm Deine Bedürfnisse völlig egal, es geht ihm nur um seine.
Und JA - das ist ganz schön egoistisch.
 
  • #51
Zieh nicht da hin. Das wäre ein großer Fehler. Du gehörst nicht zur Familie. Hart aber wahr.
Besinne Dich und denk nach.
Sei mal egoistisch auch wenn es schwer fällt.
 
  • #52
Manchmal überlege ich, ob die Tochter "eifersüchtig" ist. Da kommt jemand und Papi fühlt sich wohl, verbringt viel Zeit mit mir und verhält sich wie ein verliebter Teenager (...) Sollte ich mit der Tochter ein offenes Gespräch führen oder obliegt dies dem Vater?
Wenn du mit der Tochter über mögliche Eifersüchte sprechen möchtest, um deine Beziehung wieder auf gute Bahnen zu bringen, wäre das der falsche Weg, meiner Ansicht nach. Das ist ein indirekter Weg, hier ein bisschen rumdoktern, da ein bisschen, an der Schraube und an der drehen, damit er sich dir wieder zuwendet. D.h. sprächest du mit der Tochter, ginge es dir nicht darum, dass ihr geholfen wäre, sondern dir - mit deiner Beziehung zu ihrem Vater. Das wäre schön kraus. Ich meine, der Weg muss direkt über ihn gehen. Was passiert, wenn du ihn fragst : "Bin ich dir noch wichtig genug, dass du bereit bist, auf meine Bedürfnisse einzugehen?" Mir klingt es, als wüsstest du die Antwort schon, aber du kannst es ja mal probieren!
 
  • #53
Ich werde wohl in der nächsten Zeit in seinen Wohnort ziehen, aber in eine eigene Wohnung. Zusammen ziehen möchte er nicht.
Charlotte, merkst Du nicht, dass es nur nach der Nase Deines Freundes geht? Wenn Du wirklich meinst, dass ein Umzug in seinen Wohnort mehr Nähe schafft, wirst Du sehr wahrscheinlich enttäuscht werden. Euer Problem ist doch nicht in erster Linie der räumliche Abstand, sondern die Einstellung Deines Partners zu Dir als Frau.

Bitte schau der Tatsache ins Gesicht: Seine Tochter ersetzt die verstorbene Ehefrau, während Du selbst lediglich die Rolle der Geliebten zugeteilt bekommst. Wenn Dir das reicht - bitte. Deinem Post nach zu urteilen bist Du damit aber nicht glücklich. Warum machst Du Dich so klein?
 
  • #54
Wenn die Mutter gestorben ist, denke ich schon, dass sich da ein ganz festes Band gewoben hat. Immerhin haben Vater und Tochter diesen Verlust wenigsten gemeinsam verabeiten können. Deswegen denke ich, dass Du mit Deinen Bedürfnissen da nicht "zwischenkommst", mit anderen Worten, der Mann kann gar keine neue Beziehung führen, auch wenn ihr in der ersten Verliebheitsphase vielleicht näher wart.
Ich sehe das so, dass Du nicht entscheiden kannst, was zuviel ist oder nicht für ihn, sondern nur für Dich. Dh. wenn Du, was ich total verstehe, Dich nicht glücklich fühlst in der Beziehung, wie sie ist, wirst Du gehen müssen.

Ich vermute, je mehr du dich zurückziehst, desto weniger wird von seiner Seite kommen. Er BRAUCHT dich einfach nicht, oder WILL dich nicht genug.
Das denke ich auch. Und genau das ist für mich ein Zeichen, dass diese Beziehung für mich nicht lebbar ist. Wenn ein Partner sich zurückzieht, sollte es dem anderen was ausmachen. Falls es das nicht tut, kann man doch gleich wegbleiben.

Sollte ich mit der Tochter ein offenes Gespräch führen oder obliegt dies dem Vater?
Du solltest dem Mann sagen, dass Du es so nicht mehr willst, und dann auch wirklich gehen. Du willst immer noch den anderen ändern, das klappt doch anscheinend nicht, also verschwende nicht Zeit und Mühe darauf, und zieh bloß nicht dahin. Er will nicht mit Dir zusammenziehen, okay, das heißt an sich noch nichts schlimmes. Aber angesichts der Tatsache, dass Deine Beziehung immer lockerer wurde von seiner Seite aus und er sich immer weiter entfernt, ist das für mich ein Zeichen, dass er eigentlich immer mehr und mehr Abstand will, statt sich anzunähern, wie es sein sollte, wenn man eine Beziehung führt.
 
  • #55
Gerade ist er mit Tochter und Schwiegersohn im Urlaub. Ich konnte mir den Urlaub weder leisten noch meinen Sohn außen vor lassen.
Das erscheint mir dann grundsätzlich schwierig. Du kannst Dir Urlaub nicht leisten und hast dazu einen Sohn, um den Du Dich natürlich kümmern musst.

Ungeachtet der viel zu extremen Vater-Tochter-Beziehung: mir scheinen eure Lebensphasen unterschiedlich zu sein. Er hat die Kinder aus dem Haus und möchte das Leben (wieder) geniessen, Du bist davon noch Jahre entfernt. Fehlt nicht eigentlich grundlegend die Basis für eine wirklich gemeinsame Beziehung oder die Bereitschaft, genügend aufeinander zuzugehen? Vielleicht möchtest Du einfach den Stellenwert in seinem Leben haben, den seine Tochter hat, den er Dir aber nicht gewähren will? Du hast ja völlig Recht damit, dass Du als Partnerin Aufmerksamkeit haben möchtest. Er will oder kann sie Dir aber offensichtlich nicht gewähren. Was Du für Schlüsse daraus ziehst, ist letztlich Deine Entscheidung.