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  • #1

Erfolgreich wieder belebte Beziehungen - Erfahrungen?

Hallo,

bei allen "Sexfrust / Lustlosigkeit / Libidoverlust" Threads in denen alle Möglichen Gründe (Pille, Wechseljahre, Trauma) aufgeführt sind, interessiere ich mich für "Erfolgsgeschichten".

Erfolgsgeschichten die nicht in Trennung endeten.

Gibt es / Kennt jemand Erfahrungen von Paaren die irgendwann (wie auch immer) einen "Tag des Erwachens" hatten und die Beziehungssäule "Sexualität" wieder für beide genießbar wurde?

Es geht mir also nicht um die Ursachenforschung und Erörterung von Lösungen - denn wie jeder hier weiss gibt es keinen Knopf bei uns Inidividuen und ebensowenig die "trennt euch - es wird nicht besser" Erfahrungen.

Lediglich jene Geschichten in denen Paare sagen können: Ja es war eine harte Zeit, das und das haben wir durchgemacht - und jetzt sind wir glücklich.

Über eure Berichte freue und bedanke ich mich

Gruss
 
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  • #2
Interessante Frage! Beim Lesen deines Threads war ich gespannt auf Antworten und auf entsprechende Erfolgsgeschichten, weil ich selbst der Meinung bin, dass es das einfach nicht gibt, wonach du fragst. Dass bis jetzt kein einziger positiver Erfahrungsbericht abgeliefert wurde, bestätigt meine Meinung.
Denn wenn ein Paar über einen gewissen Zeitraum keine Sexualität mehr gemeinsam ausgelebt hat (obwohl Lust vorhanden wäre, aber aus irgendwelchen Gründen gemeinsam nicht durchführbar ist) wird es wohl kaum einen Tag X geben, an dem sich schlagartig alles ändert und wie durch ein Wunder ein Feuer entfacht wird.
Ich befinde mich selbst gerade mittendrin in einer asexuellen "harten Zeit" und frage mich fast täglich, ob es der schleichende, aber sichere Weg ins Aus ist oder ob wir noch mal die Kurve kriegen und wieder zu einem sexuell aktivem Paar werden können.
Ich mache zum ersten Mal in meinem Leben die Erfahrung, dass Sex völlig ausgeblendet werden kann. Das nimmt so absurde Formen an, dass ich mich bereits beim gemeinsamen Ansehen eines Filmkusses unwohl fühle und schäme und lieber umschalte. Meinem Partner scheint es ähnlich zu ergehen. Unsere Berührungen sind ausschließlich freundschaftlich und deuten in keinster Weise auf ein Begehren hin. Dabei hatten wir zu Beginn unserer Beziehung sehr häufig Sex. Guten Sex. In einer solchen asexuellen Phase entsteht eine gewaltige innere Distanz, die mir momentan nicht überwindbar erscheint. Dieser Zustand hat sich leise eingeschlichen.
Sollten mein Partner und ich körperlich wieder zueinander finden, dann wäre es eine erfolgreich überstandene harte Zeit
 
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  • #3
Ja, liebe FS

er hatte schlussendlich genug vom fremdeln und kehrte zu mir zurück.
 
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  • #4
Interessant wären wirklich die Erfahrungen, welche Schritte getan wurden um etwas zu verändern.

Vor allem wenn sich beide bewusst sind das es so nicht weitergeht und der Wille vorhanden ist etwas zu tun anstatt es weiter "schleichen" zu lassen.

Vielleicht gelten auch "kleine Erfolge"- durch Gespräche, Kompromisse, Eigentherapien oder Hilfe von aussen - einfach nicht, wenn die Partnerschaft letztendlich dann doch zu Ende ging und man sich von diesen kleinen Erfolgen hat einfach nur blenden lassen.

Sicherlich ist es vielleicht nicht ganz das passende Forum in dem es um erfolgreiche Partnerschaften geht - denn warum sollte jemand der auf der Suche ist eine "Happy End" Story hier niederschreiben, wenn es nicht die Geschichte von jemand anderem ist.

Doch letztendlich haben wir uns ja auch hierher verirrt.
 
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  • #5
Das ist ein sehr interessantes Thema und sehr schwierig zu fassen.

Was bedeutet "erfolgreiche Beziehung"? Für jede(n) was sicherlich was anderes.. Zusammenbleiben? Oder Zusammenbleiben + Glücklichsein?

Was ist "Glück"? Für jede(n) etwas anderes..

In den Statistiken tauchen ja nur Trennungen bzw. Scheidungen auf. Wieviele der nicht geschiedenen Langzeitehen (10 Jahre und länger) sind für beide Partner *glücklich* ?

Diese Dunkelziffer würde auch mich sehr interessieren.. Wobei ich gleichzeitig eine gewisse Ernüchterung befürchten würde.

Die Komplexität des Menschen, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und der Gegensatz zwischen Emotion/Sexualität auf der Einen, sowie Vernunft und Langzeitplanung auf der anderen Seite, scheinen ohne größere Kompromisse kaum lösbar zu sein. Bei "größeren" Kompromissen ist jedoch ein gewisses Frustrationspotential immer vorhanden.

Sicherlich wird es Paare geben, die so gut zusammenpassen, dass sie über lange Zeiten glücklich sind. Ich persönlich halte das jedoch für eine Ausnahme.

m40
 
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  • #6
@ Gast 3
Welche Schritte können denn schon gemacht werden?

- Darüber sprechen?
Sehr heikel. Beim Thema Sex kann man sehr schnell Dinge zerreden. Die Magie, das Geheimnisvolle einer gegenseitigen Anziehungskraft liegt doch gerade im nicht gesprochenem Wort.

- Spontane Verführung?
Zu spät! Das kann ganz schnell nach hinten los gehen und total lächerlich, konstruiert und geschauspielert wirken.

- Kompromisse eingehen?
Das verstehe ich nicht. Wie kann man sich durch einen Kompromiss körperlich wieder näher kommen?

Das, was der Fragesteller beschreibt, scheint komplizierter zu sein als eine vorübergehende Sexunlust z.B. wg. Krankheit. Das Problem ist vielmehr ein psychologisches, bei dem sich beide Partner nicht mehr herantrauen, wahrscheinlich weil der Wiedereinstieg nach einer langen Sexlosigkeit das Schwierigste dabei ist. Wenn ein ansonsten gut harmonierendes Paar, das gemeinsam sogar "dies und das" durchsteht und bewältigt, sich sexuell aber voneinander distanziert hat, dann haben sich vermutlich enorme Hemmungen aufgebaut. Umso mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, diese wieder abzubauen.

Der einzige Weg, wieder zueinander zu finden, wird wohl eine Sexualtherapie sein, in der man unter professioneller Anleitung eine entsprechende Hilfestellung erhält. Dies ist mit Sicherheit der unschönste und unromantischste Weg, aber eben der Einzige.
Die Vorstellung, von einem Psychologen "Hausaufgaben" gelehrt und aufgetragen zu bekommen, ist schon sehr befremdlich. Da such ich mir leichter einen neuen Partner und passe darauf auf, dass das nicht noch einmal passiert.
 
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  • #7
Ja, liebe FS

er hatte schlussendlich genug vom fremdeln und kehrte zu mir zurück.

Dieses Bsp. finde ich hierfür weniger repräsentativität. So wie ich das verstanden habe geht es um den gemeinsamen Erfolg eines Paares welches aus welchen Gründen auch immer eine sex. Durststrecke überwunden haben und nun wieder regelm. Sex hat.

Wenn ich das richtig rauslese gab es bei euch eine Zeit, in der dein Partner lieber Sex mit einer anderen Frau bzw. anderen Frauen gehabt hat und nun wieder zu dir "zurück gekommen ist".

Na herzlichen Glückwunsch, dass hat für mich nichts mit Erfolg zu tun. Sofern ihr keine offene Beziehung führt frage ich mich, warum du dir diese Blöße gibts!!

Wir, dh. meine Partnerin (26) und ich (29) haben seit ca 3 Jahren immer mal wieder die Schwierigkeit regelm. Sex zu haben. Mal haben wir 3xM. Sex und mal 6 M. gar keinen.

Die Tendenz ist eher schlecht..mehr kann ich z. Z. nicht sagen.


Für mich ein ganz wichtiger Satz zum Schluß:

Kaum ein Mensch berichtet über seine Erfolge oder schreibt darüber mit welchen Bemühungen und "Tricks" er seine Ehe gerettet hat. Es wird mehr gemeckert und negatives geäussert als andersrum, was aber nicht bedeutet, dass es weder Positives noch Erfolge gibt.
 
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  • #8
Erstmal bin ich sehr froh das es keine Kommentare á la "Hauptsache die Kinder leiden nicht" oder "Versucht mal mit Romantischer Musik und Badewanne" erschienen sind - und Danke an den Mod der den Betreff schlüssiger umgeschrieben hat.


Vielleicht fühlen sich jene nicht angesprochen bei denen es dennoch zur Trennung kam - dabei jedoch der SEX nicht ausschlaggebend dafür war.

Sprich: Sexlose Zeit überwunden - alles war in dieser Hinsicht wieder toll - aber dennoch gab es andere Dinge die zur Trennung führten. Was somit ja durchaus als "Erfolg beim Thema Sex" betrachtet werden kann.

Als "leidende/r" - egal in welcher Position - sucht man ja nach Lösungen die in vielen Foren berichtet werden.

Die einzigen wenigen Lösungen, die nicht in Trennung endeten und BEIDE Partner damit "glücklich und erfolgreich" die Beziehung weiterführen konnten waren bei meinen Recherchen nach Erfahrungsberichten folgende:

- Öffnen der Beziehung (Affären, reine Sexuelle Beziehungen)
- Sehr "krasse" Einzelerfahrungen wie zb. Dreier, Swingerclub oder mal Sex mit jemand anderen was das Interesse einfach wieder geweckt hat.
- Trennung und dann durch Zufall!!! wieder zusammenkommen
- In glaube ich EINEM Erfahrungsbericht war es tatsächlich eine Therapie
- Die üblichen temporären Libidomängel aufgrund von Medikamenten (Pille, etc.)

Diese müssen nicht von jedem hier als "Erfolg" betrachtet werden, da sie sicherlich Überwindung kosten. Das muss jeder für sich entscheiden.


Wider meiner Erwartungen gibt es wirklich kaum Berichte über Therapien oder Angeboten wie zb. Untersuchungen bei Institutionen - die sich genau auf das Sex Thema psychologisch und medizinisch "spezialisieren".

Wer weiss schon wie eine Sexualtherapie gestaltet wird bei all den Fremdwörtern und Ableitungen.
Hat man ja nicht alles studiert, sodass man ggf. für sich gewisse Methoden schon ausschliessen könnte.

Ich für mich zb. kann auf gemeinsame Atem- und Berührungsübungen etc. offen gesagt verzichten. Ebenso auf Blumen und Komplimente. Und das NICHT aus Trotz.

Ich würde mal für mich den angesprochenen Personenkreis auch weiter einschränken auf die harten Fälle - bei denen die Beziehung dadurch keine Zukunft hat.

Verzeiht wenn ich jene ausschliesse, bei denen die Lösung glücklicherweise durch Blumen, Pillenwechsel und Schokolade gefunden wurde.

FS
 
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  • #9
in meinem persönlichen Fall, ging kein Weg zurück zum guten Sex

in den Fällen meiner Freundinnen auch nicht.. Immer Trennung

Das Problem iwar in den Fällen aber nicht die Lustlosigkeit der Frauen, sondern der oft schlechte Sex den Männer anbieten und der zu Lustlosigkeit führt:

- wenn er gekommen ist, ist der Sex aus !?! Hauptkritikpunkt!
- kein Interesse daran die Frau zu verwöhnen. Die Frau merkt, dass sie jetzt mal kommen soll, er hat nämlich keinen Bock mehr was zu tun
- immer das das Standardprogramm.. keine wirkliche Spiellust
( Als Frau weiß man schon: nun kommt das und das...)
- Kein Feingefühl. Trotz mehrmaligen Gesprächen keine Änderung

Leider keine Ahnung wie besserer Sex und mehr Gefühle zurückkommen sollen ( wer 6 mal Leber probiert hat mit Brötchen und es nicht so toll fand, den reizt Leber auf Kartoffelbrei dann auch nicht= sprich: die negative Erwartungshaltung tief in einem müsste dazu erst gelöscht werden..)
 
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  • #10
Sexunlust wird, nach meiner Erfahrung, häufig dann auftauchen, wenn irgendetwas anderes aufeinmal in der Beziehung nicht mehr richtig rund läuft (z.B. die gemeinsamen Gespräche und Unternehmungen weniger werden, Zeit füreinander haben usw. - aus welchem Grund auch immer).

Es geht also nicht darum, den gemeinsamen Sex "neu zu erfinden", sondern das "was stört" gemeinsam zu beseitigen. Schwierig bei alledem ist - ebenfalls meine Erfahrung - dass sich Sex "verlernt", womit ich nicht meine, dass er oder sie nicht mehr weiß, wie er/sie vorgehen soll. Je länger ich keinen Sex mehr hatte, um so mehr schwand auch die Lust darauf. Teufelskreis!

Da wir, mein Mann und ich, es nicht geschafft haben, "die allgemeinen Probleme" gemeinsam anzugehen und vielleicht auch zu bewältigen, schafften wir es auch nicht, unseren früheren, sehr schönen Sex wieder aufzunehmen. All das endete mit der Trennung nach fast drei Jahrzehnten. w
 
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  • #11
Das geht, aber nur für kurze Zeit. Habe einmal heftig mit einem anderen Mann geflirtet, bainahe eine Affäre gehabt. Meine Aufregung, gute Laune und Verliebtheit haben eine sehr positive Auswirkung auf meine Ehe gehabt. Ich fühlte mich attraktiv, habe abgenommen, hatte wieder Lust auszugehen, überhaut viel mehr Energie. Männer haben sich nach mir umgeschaut. Mein eigener Mann hat sich neu in mich verliebt. Er war glücklich wie nie, wir hatten wieder oft leidenschaftlichen Sex. Dann ging das ganze zu Ende und alles ist inzwischen wie vorher. Ich liebe meinen Mann sehr. Leider ist die Leidenschaft weg, er ist wie ein Bruder für mich, obwohl er gut aussieht. Ich leide sehr unter eigener Lustlosigkeit, habe ihm sogar angeboten, andere Sexpraktiken wie zb. Dreier auszuprobieren. Er will davon nichts hören.
Wenn ich jetzt wieder die Gelegenheit hätte mit jemand anderem zu flirten, würde ich es bedenkenlos tun. Ich habe weder Zeit noch Lust dazu, bin wie gesagt glücklich verheiratet, und es ist auch gefährlich, aber es war so eine Frühlingsspritze für meine Ehe, es ist kaum zu glauben.
Traurig, aber ich glaube nur die wenigsten von uns sind monogam. Und nach 15 Jahren Ehe ist die körperliche Liebe längst weg, egal was man versucht. Nur solche radikale Methoden helfen wo man einen Teil seiner Leidenschaft, die eigentlich jemand anderem gehört, auf den Partner überträgt.
Männer haben es einfacher, für sie gibt es eine Menge erotische Dienstleistungen. Uns bleibt nur ein Weg - Geliebter. Aber es ist so-o-o umständlich dass eine Frau sich das natürlich 3 mal überlegt. Aber das hilft definitiv. Ich war (genauer gesagt wir waren, alle drei) zu jener Zeit sehr glücklich. Rosen in der Badewanne helfen nicht, es geht ja nicht um den Sex, es geht um eine und dieselbe Person, egal wie man ihn "anrichtet" er bleibt derselbe wie seit 15 Jahren :(
 
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  • #12
Na dann will ich mal die erste sein, die positives schreibt. Bei mir und meinem Partner hat es funktioniert. Bin 41 und seit 8 Jahren mit meinem Partner zusammen. Nach ca. 3 Jahren wurde der Sex immer seltener. Warum? Keine Ahnung und ist denke ich auch egal. Wir hatten beide einfach keine Lust mehr aufeinander. Irgendwann haben wir sogar getrennt geschlafen. Bis vor 1 1/2 Jahren. Wir hatten mal wieder Streit. Ich ging in mein Schlafzimmer und habe mich zur Entspannung mit meinem Vibrator beschäftigt. Merkte erst nicht, dass er in der Türe stand und mich beobachtete. Als ich es bemerkte war ich verdammt sauer. Ich beschimpfte ihn als Looser, der nicht in der Lage war mich zu befriedigen. Daraufhin stürzte er sich auf mich und wir hatten sehr guten Sex.
Dann schlief es erstmal wieder ein. Aber die Erinnerung daran gefiel mir. Ich fasste all meinen Mut zusammen und fragte eines Abends ob er den Sex gut fand. Was er natürlich bejahte. Daraufhin sagte ich dann zeig ich dir jetzt mal was mir noch so gefällt. Dieses mal war ich die dominante.
Und seitdem brauchen wir uns nur noch in die Augen zu blicken und wissen was wir wollen. Dann sind wir nicht mehr ein glückliches Paar, sondern zwei Menschen die heißen hemmungslosen Sex wollen. Mal so, mal so...
und wir haben bemerkt, dass es so unendlich viel neues zu entdecken gibt.
Man muss einfach akzeptieren, dass der "verliebte" Sex irgendwann nicht mehr stattfinden kann, weil die "verliebtheit" schließlich auch weniger wird und zu einer tiefen innigen Liebe wird.
Und der Sex wird eben auch anders. Aber inzwischen haben wir manchmal sogar wieder "romantischen" Sex.
Also wir haben unseren Weg gefunden.
Grüße von einer glücklichen Frau
 
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