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endrana

  • #31
Ich sehe es ähnlich wie Loba zuletzt sagte...
Natürlich kann man etliche Beispiele anführen, wie noch Verheiratete glücklich mit anderen Partnern zusammen leben (wie es hinter der Fassade nach außen aussieht, ist die andere Frage)... aber das tut wenig zur Sache.

Es geht immer im Einzelfall darum, wie sich die beteiligten Personen dabei fühlen. Und ich kann mir vorstellen, dass eben bei vielen nicht geheirateten mit noch verheiratetem/r Partner(in) insgeheim immer ein dumpfes Gefühl zurück bleibt, hintan gestellt zu bleiben. Nicht bei allen natürlich, daß betone ich.

Eine Geschmacksfrage ist das auch. Für mich persönlich wäre das unvorstellbar, nur auf dem Papier mit jemandem verheiratet zu sein, von dem ich längst getrennt bin. Solange noch kein neuer Partner da ist, mag das noch in Ordnung gehen. Aber spätestens wenn ich mein Leben längst mit jemand anderem teile, möchte ich, dass dieser Mensch als "mein Mann" gilt und nicht auf dem Amt jemand anderes etc
Da muss man dann eben auch mal in den sauren Apfel beißen, die Scheidung bezahlen und alles regeln, auch wenn es unbequem ist. Im Zweifel gibt es nur Nachteile, sich nicht scheiden zu lassen, aber keine nennenswerten Vorteile, die nicht auf längere Sicht von den Nachteilen überschattet werden.

Ich denke, es ist auch oft ganz viel Bequemlichkeit im Spiel, die Scheidung nicht regeln zu müssen.
 
  • #32
Aus welchem Grund sollte es nicht legitim sein, geheiratet werden zu wollen, um versorgt zu sein?
Weil das ein egoistisches, materialistisches Motiv ist.
Es sollte nur einen einzigen Grund geben zu heiraten: man liebt den Partner und will sein ganzes weiteres Leben mit ihm verbringen.

Wenn ein Mann zu mir sagen würde, ich solle mich scheiden lassen, damit ich ihn heiraten kann, damit ich verpflichtet bin, ihn zu versorgen, würde ich weggehen.

Aber diese Frage ist obsolet, denn zum Glück können sich heutzutage Frauen selbst versorgen und darum geht es der FS ja gar nicht, sondern darum, im Notfall für den Mann da sein zu dürfen und das finde ich eben ehrenvoll.

w 48
 
G

grünewelle

  • #33
Du bist eine Affäre wie alle anderen vor Dir auch, denn verheiratet ist und bleibt er mit einer anderen Frau. Wenn Du das nicht aushalten kannst, dann trenn' Dich von ihm, wie vermutlich alle anderen Frauen vor Dir das auch gemacht haben, als endlich bei ihnen der Groschen fiel, dass er sich nie scheiden lassen wird.
Ja, dem kann ich zustimmen, ich hatte auch so eine "Beziehung", keine Scheidung, aber weil...ER finanzielle Vorteile erwartet hatte. Im Falle einer Scheidung, allerdings nur im Todesfall der Ehefrau, wäre IHM ein riesiges Vermögen durch die Lappen gegangen.
Ob ich das im Nachhinein alles so glaube, steht noch auf einem anderen Stern. Und warum Ehefrauen das mitmachen, weiss ich auch nicht.
Fakt ist für mich....Menschen, die keinen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit ziehen können, bekennen sich nicht zum neuen Partner, egal wie man es drehen und wenden möchte, egal, ob Mann oder Frau finanzielle Vorteile haben könnte. Man bleibt IMMER Affäre.Rechtlich sowieso und moralisch auch. Es gibt die Ehefrau.Immer und allgegenwärtig.
W
 
  • #34
Karlo hat das schon ganz gut erläutert.
Männer sind teils viel zu naiv und lassen sich von den Frauen abziehen, rechnen selbst nicht richtig nach, auch aus Bequemlichkeit, Arbeitsüberlastung. Wäre nicht die erste Ex, die ihrem Nochmann die Ehe schön redet, wohl wissend dass mit jedem Monat ihre Ansprüche steigen.

Ich lasse mich auf keinen verheirateten Mann ein. Auch nicht auf "nur auf dem Papier". Verheiratete Männer sind einfach uninteressant.

Verstehen kann ich es, du hast geschaut wie es sich entwickelt, man fängt mit so einem schweren Thema nicht gleich in den ersten Wochen an und jetzt merkst du, wie es dich belastet.
Er hat eine andere, seine Frau. Es ist moralisch nicht verwerflich, wenn du dich auch umsiehst.
 
  • #35
Mein Freund (wir sind seit 11 Monaten zusammen) ist bereits seit 8 Jahren getrennt von seiner Ehefrau. Sie treffen sich einmal im Jahr, um sich zu erzählen wie es dem anderen ergangen ist. Die Ehefrau schlägt zusätzlich Telefonat vor. Mein Freund will sich nicht scheiden lassen, weil er dann finanzielle Nachteile hat.
Warum nicht geschieden, wenn bereits seit 8 Jahren getrennt? In einer so langen Zeit kann man sich zufriedenstellend für beide Teile arrangiert haben.
Warum einmal im Jahr ein Treffen, um sich zu erzählen wie es dem anderen ergangen ist?
Scheint mir mehr ein Experiment zu sein, anstatt eine ernsthafte Trennung. Vielleicht bist du nur eine vorübergehende Abwechslung für ihn, wie auch seine Ehefrau ihre Abwechslung mit anderen hat. Einmal im Jahr tauschen sie sich darüber aus ...
Eine Zukunftsperspektive mit diesem Mann sehe ich auf diese Art und Weise nicht.
 
  • #36
Ich wiederhole mich ungern, rate dir aber trotzdem erneut liebe FS, die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen. Egal, welchen anderen Rat du hier erhälst.

Fakt ist, ihr seid erst seit 11 Monaten ein Paar. Sozusagen in der Test- oder Bewährungsphase. Habt ihr den Alltag zusammen, eine gemeinsame Wohnung oder seht ihr euch - zwar regelmäßig - nur zeitlich begrenzt in der Woche? Davon schreibst du nichts.

Schon mal überlegt, dass dein Freund sich deiner auch noch gar nicht so wirklich sicher ist und sich genau deshalb so äußert? Ob du dich zu der Frau entwickelst mit der er sein weiteres Leben verbringen will? Gleiches Recht für alle, nicht wahr? Du zweifelst bereits nach 11 Monaten! Und das auch nur, weil er noch nicht geschieden ist. Nach 8 Jahren Trennung dürfte er seine Frau emotional abgeschlossen haben. Somit: Wo ist dein Problem?

Mit "gelassen" agieren meine ich: Die noch nicht vollzogene Scheidung nicht bereits jetzt schon zum Knackpunkt Nr. 1 werden zu lassen. Ist aber auch nur in deinem Kopf so. Im Leben kommt sowieso immer alles anders als man denkt und vielleicht macht dein Freund, wenn er sich dann ganz für dich entscheidet, schneller Nägel mit Köpfen als du das jetzt für möglich hälst. Reicht von sich aus die Scheidung ein. Nicht weil du es möchtest, sondern er, weil die erste Ehe gegessen ist. Und damit hättest du dann genau das was du dir wünscht.

Also, harre erst einmal der Dinge!
 
  • #37
Mal die Frage andersherum an die FS:

Warum ist es dir so wichtig, dass er geschieden ist?

Weil du geheiratet werden willst, inklusive aller finanziellen Vorteile ?

Braucht es eines amtlichen Papiers, um sich lieben zu können? Liebst du dann mehr, wenn du deine Unterschrift unter einen Zettel setzt?

Ist es nicht wichtiger, dass die Trennung emotional vollzogen ist, statt nur auf dem Papier?

Ich habe einige Geschiedene erlebt, die die Trennung dennoch selbst Jahre später nicht verwunden hatten.

Und wenn dein Freund meint, dass er dich unbedingt heiraten will, wird er sich schon scheiden lassen. Aber sicher nicht, wenn du ihn damit nervst.
 
  • #38
Nach 8 Jahren Trennung dürfte er seine Frau emotional abgeschlossen haben. Somit: Wo ist dein Problem?
Wenn ich hier in anderen Threads lese, wie sehr gerade Frauen ein Problem damit haben, dass die Ex irgendwo auftaucht, sei es in Form von Möbeln in der ehemals gemeinsamen Wohnung, von Bildern oder auch von Treffen oder nur SMS-Kontakt, wundere ich mich, dass viele Frauen hier das Thema "immer noch verheiratet" so locker sehen...
 
  • #39
Wenn ich hier in anderen Threads lese, wie sehr gerade Frauen ein Problem damit haben, dass die Ex irgendwo auftaucht...wundere ich mich, dass viele Frauen hier das Thema "immer noch verheiratet" so locker sehen...
Na, weil es eben nicht die gleichen Frauen sind.
Ich bin eine von denen, die heiraten nicht wichtig finden und eine von denen, die sich nie über Fotos von der Ex oder Telefonate mit ihr aufregen.
Wahrscheinlich deswegen, weil ich damit noch nie konfrontiert war.
Ich bin auch noch nie ( soweit ich weiß ) betrogen worden, nicht mal gedemütigt, indem mich mein Freund ( ich rede auch von allen Exen ) auf Parties nicht beachtet oder dergleichen.

Ich weiß schon, dass solche Erlebnisse prägend für alle weiteren Beziehungen und auch für die Haltung zum ein oder anderen Thema sind und ich verstehe somit die Mechanismen, die Bitternis erzeugen.
Bei mir ist es nicht die Eifersucht auf Exen oder das Mißtrauen in die Treue des Partners, sondern die Sorge, ausgenutzt zu werden, denn das ist nun mir wiederum öfter passiert.
Wir tragen alle unser Päckchen.

w 48
 
  • #40
wie sehr gerade Frauen ein Problem damit haben, dass die Ex irgendwo auftaucht,
Hat nicht zuletzt mit der Gelassenheit und beginnender Weisheit im Alter zu tun. *grins* Es gibt halt Wichtigeres im Leben als die auf dem Papier noch nicht durchgeführte Scheidung eines Partners, der bereits seit Jahren nachweislich von seiner Noch-Ehefrau getrennt lebt und mit mir eine neue Partnerschaft eingegangen ist, die rund läuft.

Mit Sicherheit gibt es dafür auch nachvollziehbare Gründe. Ich kenne z.B. ein Ehepaar, dass sich auch erst viele Jahre nach der Trennung hat scheiden lassen. Der elementare Grund hierfür war ständige Geldknappheit. Auf beiden Seiten. Denn derjenige, der die Scheidung einreicht (sprich Antragsteller) muss seinen Anwalt natürlich bezahlen wenn er Einkommen hat. Auch bei einer einvernehmlichen Scheidung. Und da sind wir schnell bei ein paar Hundert Euro!

Eifersucht und Verlustangst resultiert nicht zuletzt aus mangelndem Selbstbewusstsein. Mit fast 55 Jahren bin ich aus diesem Alter raus. Entweder steht jemand 100 %ig zu mir oder nicht. Kämpfen um einen Mann habe ich mir abgewöhnt und jeder, der meint mich für dumm verkaufen zu können wird sofort disqualifiziert. Für immer! Es geht nur Partnerschaft auf Augenhöhe ohne irgendwelche Spirenzchen wie im Kindergarten. Fremdgeher dürfen sich auch sofort verabschieden. Bevor ich mir das antue bleibe ich doch lieber allein.
 
  • #41
Wenn ich hier in anderen Threads lese, wie sehr gerade Frauen ein Problem damit haben, dass die Ex irgendwo auftaucht, sei es in Form von Möbeln in der ehemals gemeinsamen Wohnung, von Bildern oder auch von Treffen oder nur SMS-Kontakt, wundere ich mich, dass viele Frauen hier das Thema "immer noch verheiratet" so locker sehen...
Grundsätzlich hast Du recht, doch es kommt einfach nur darauf an, ob die Beziehung zur/zum Ex emotional verarbeitet ist und dies erkennt man nicht unbedingt am Scheidungsurteil.

Es gibt einige Menschen, welche geschieden sind und die Trennung (Tod) zum/zur Ex nicht verarbeitet haben und emotional die/der Neue nicht in einer Beziehung ankommt und umgekehrt, gibt es einige, die klären ihre Angelegenheiten irgendwann, haben aber emotional mit der Beziehung längst abgeschlossen.

Wenn man sich räumlich ins Trennungsjahr begibt und durch den Abstand, seine neues Leben aufbaut, kann es sein, dass das Thema Scheidung nicht mehr im Fokus steht, wenn keiner der Ex-Partner das Thema vorantreibt. Ins Besondere, wenn man mit dem Ex-Partner noch einen freundschaftlichen Kontakt pflegt oder Kinder noch im Spiel sind oder lfd. Kredite für das Haus, oder oder oder...

Ich denke, jeder sollte selbst entscheiden, ob und wann er das Thema Scheidung für sich angeht, denn letztlich um irgendeinen Unterhalt in irgendeiner Form kommt man nicht herum. Es wird nur zeitlich aufgeschoben, bis ein neuer Partner ins Leben tritt.
Wenn der neue Partner, der/die Richtige ist, auch dauerhaft, kommt die Scheidung meist wie von selbst.

In einer Beziehung prüfe ich die Gefühle und Vertrauen füreinander und sehe, wie jemand mit seiner Ex-Beziehung umgeht.
Der Partner der FSin sieht momentan keinen Vorteil in einer Scheidung.
 
W

wahlmünchner

  • #43
Liebe Fragestellerin
Was viel wichtiger ist als die Scheidung ist das er eine gemeinsame Zukunft mit dir anstrebt.
In deiner letzten Fragestellung warst du dir dahingehend schon unsicher..
Und bist es immer noch
Keiner kann dir sagen was die Zukunft mit diesem Mann bringt..aber glücklich und sorgenfrei verliebt warst du bisher mit ihm nicht. Besonders zuversichtlich auch nicht.
Mein Rat: setze dir ein Limit
Nach 12 Monaten z.b sollte langsam klar sein was da noch kommen kann. Wenn er sich da nicht mehr ins Zeug legt würde ich gehen.
 
  • #44
Mein Ex war 3 Jahre von seiner Frau getrennt als ich ihn kennenlernte. Wir waren dann über 1 Jahr zusammen - letztes Jahr hat er mir 2 Wochen vor Weihnachten eröffnet dass er zurück gehen wird. Ich habe ihn nie mehr gesehen und wir wohnen grad mal 15 KM auseinander.
Soviel dazu....
 
  • #45
Welche finanziellen Nachteile befürchtet er denn konkret? Unterhalt? Muss er den dann nicht jetzt ohnehin schon zahlen, wenn sie anscheinend so bedürftig ist? Oder Zugewinnausgleich? Da würde ich ja lieber die Einmalzahlung in Kauf nehmen und dafür "frei" sein.

Was mir viel mehr Sorgen bereitet ist dein anderer Post vom Januar. Damals warst du dir nicht einmal sicher, ob ihr eine Beziehung habt (die damals übrigens komischerweise nur 6 Monate alt war)...Er wollte dich nicht seiner Mutter vorstellen. Hat sich das denn mittlerweile gebessert?
 
  • #46
Warum ist es dir so wichtig, dass er geschieden ist?

Weil du geheiratet werden willst, inklusive aller finanziellen Vorteile?

Braucht es eines amtlichen Papiers, um sich lieben zu können? Liebst du dann mehr, wenn du deine Unterschrift unter einen Zettel setzt?
Also ich finde schon, dass sie das durchaus stören kann, selbst wenn sie nicht heiraten möchte. Die andere Frau wird halt doch irgendwie immer "seine Frau" bleiben nach außen hin und rechtlich sowieso. Das kann immer irgendwelche Rechtsfolgen nach sich ziehen, z.B. Pflichtteilsanspruch beim Erbe. Natürlich hat man jetzt keine Beziehung, um seinen Freund einmal zu beerben. Aber ich finde es seltsam, dass es da eine andere Frau gibt, die nach außen hin immer mehr mit ihm verbunden ist als ich. Vielleicht sehe ich das aber einfach so, weil ich Juristin bin und daher sehr in rechtlichen Ansprüchen/Pflichten denke. Ich möchte nicht, dass er Rechte und Pflichten ihr gegenüber hat, die er mir gegenüber nicht hat und das obwohl ich meinen Alltag mit ihm verbringe. Das klingt egoistisch, ist aber ganz normales Denken in einer Beziehung, will ich mal meinen.
 
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  • #47
Mein Ex war 3 Jahre von seiner Frau getrennt als ich ihn kennenlernte. Wir waren dann über 1 Jahr zusammen - letztes Jahr hat er mir 2 Wochen vor Weihnachten eröffnet dass er zurück gehen wird.
Ja, den Fall gibt es, häufiger als wir denken. Für mich jedoch nicht nachvollziehbar. Und es gibt sogar die Fälle, wo Paare erneut zusammenfanden. Nach Jahren der durchgeführten Scheidung und Trennung. Es kommt immer auf den Einzelfall an, explizit den, den man selbst an Land gezogen hat.

Natürlich ist ein Partner, der seit Jahrzehnten "nur" getrennt lebt, auf Dauer keine Option. Irgendwann muss der ultimative Schnitt auch auf dem Papier sein. Bleibe aber dabei, wenn ich mir sicher sein kann, dass mein noch nicht geschiedener Partner mich aufrichtig liebt und seine Ex definitiv abgeliebt hat, ist für mich alles gut. Dann ist es für mich nicht wichtig, WANN genau seine Scheidung kommt. Irgendwann wird das schon der Fall sein. In den meisten Fällen ist das schließlich so.

Wie gesagt, bei mir persönlich 10 Jahre später. Reflektierend weiß ich gar nicht mehr warum eigentlich. Ging dann auch ganz schnell, innerhalb von drei Monaten einvernehmlich, weil der Versorgungsausgleich per notariellem Vertrag ausgeschlossen wurde. Mein Ex und ich haben immer gleich verdient, somit gab es Rentenanwartschaften nicht aufzuteilen. Ich habe die Scheidung eingereicht, ich habe meinen Anwalt bezahlt. Mein Ex brauchte ja keinen. Und die Kosten waren zu DM-Zeiten mal eben so lockere 2.000,--!

Die Beziehung der FS ist noch jung, da kann die Scheidung des Freundes noch kommen. Wenn nicht, liegt es vielleicht auch an dem Druck, den sie diesbezüglich ausübt. Druck erzeugt bekanntlich immer Gegendruck. Unter`m Strich passt es vielleicht sogar nicht wirklich mit den Beiden. Dann ist Trennung sowieso immer besser. Sie muss/soll ihre Partnerschaft souverän, aber mit Argusaugen beobachten, dann weiß sie irgendwann auch was zu tun ist. Unabhängig von der Scheidung ihres Freundes.
 
  • #48
Wahrscheinlich rechnen manche Männer die Vorteile für ihre Steuerklasse 3, vergessen aber die Nachteile der Frau durch Steuerklasse 5 ..... Und er müsste sein Geld komplett verprassen, sonst laufen Zugewinn und Rententeilung weiter und es lohnt sich erst Recht nicht.
In diesem Fall hat die getrennt lebende Ehefrau gar kein eigenes Einkommen. Lebt also nur vom freiwilligen Unterhalt ihres Ehemannes.

Als Unternehmer und Ehemann Gütertrennung vereinbart?
Bliebe nur noch der Rentenausgleich. Aber wieviel Rentenanspruch, als Selbständiger = Nicht-Beitragszahler?

Ich vermute, dass er den Unterhalt gegenfinanziert, durch die Steuerersparnis. Außerdem ist er ja steuerlich absetzbar.
 
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  • #49
Aber ich finde es seltsam, dass es da eine andere Frau gibt, die nach außen hin immer mehr mit ihm verbunden ist als ich. Vielleicht sehe ich das aber einfach so, weil ich Juristin bin und daher sehr in rechtlichen Ansprüchen/Pflichten denke.
So ist es. Die Ex bleibt seine "Frau", sie seine außereheliche Freundin. Ihre Verbundenheit wird durch die Scheidung nicht direkt größer, aber er hat dann keine Verbundenheit mit seiner Ex mehr.

Irgendwann, spätestens bei Renteneintritt, gibt es Ärger. Denn dann wird die Ex, völlig zu Recht, Ausgleich für ihre dann geringere Rente fordern, der so lange kein Thema ist, wie beide berufstätig sind. Oder die Ex wird zum Pflegefall und er zahlt. Oder die Ex lernt jemand anderen kennen, lässt sich scheiden und stellt dann natürlich Ansprüche für die komplette Ehedauer. Oder die Ex wird nochmal schwanger und er ist rein formal der Vater. Oder er stirbt und der Ex gehört das Haus, in dem er mit der neuen wohnt.(Umgekehrt natürlich genauso).
Es ist einfach juristisch nicht unerheblich, ob jemand verheiratet ist oder nicht. Auch wenn emotional kein Problem besteht. Die Ehe ist ein juristisch bedeutsamer Vertrag mit Vor- und Nachteilen. Dieser Vertrag macht keinen Sinn mehr, wenn man getrennter Wege geht. Ob er erstmal nicht stört, weil beide sich gut verstehen oder aber zu bequem sind, ihn sauber aufzulösen, ist ein anderes Thema.

Hier handelt es sich bei den Antworten jeweils um eine Laienmeinung und ersetzt keinen juristischen Rat vom Fachmann. Ihr Moderationsteam.
 
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  • #50
Es ist einfach juristisch nicht unerheblich, ob jemand verheiratet ist oder nicht.
Klar, alles richtig, was du an juristischen Konsequenzen aufzählst, jedenfalls plausibel, auskennen tue ich mich nicht.
Nur bei Thema ( Pflege- ) Bedürftigkeit könntest du dich vielleicht irren. Ich glaube, dass man auch nach vollzogener Scheidung weiter herangezogen werden kann. Aber es kann auch sein, dass ich mich irre.

Jedenfalls sind diese juristischen Konsequenzen nur dann relevant, wenn du wirtschaftlich versorgt werden bzw. an seinen Gütern partizipieren willst.
Ansonsten kann dir das alles vollkommen wurscht sein.
Er will verheiratet bleiben ? Ok, nicht mein Problem, wenn das später seine Rente schmälert, denn ich habe meine eigene.
Die Ehefrau erbt sein Haus ? Auch das ist nicht mein Problem, denn ich spekuliere gar nicht darauf, es zu erben.

Hier sieht man wieder, wie schön und entspannend es ist, selbst für sich sorgen zu können.
Abhängig zu sein, ist immer schlecht.
Allein schon, weil man dann nicht völlig frei in seiner Partnerwahl ist, ich meine, man nicht nur nach Zuneigung zu dem Menschen geht, sondern immer ein bißchen seine Vermögensverhältnisse mitschwingen.
Hier raten ja nicht wenige, den Mann zu verlassen, obwohl die Beziehung schön ist nur wegen dieser Thematik.
Ist doch schade, nicht ?

Übrigens sagt die FS selbst ja gar nicht, dass sie Angst um seine Rente oder sein Erbe hat, sondern, dass sie es blöd findet, dass sie nicht für ihn sorgen kann, wenn er einen Unfall hatte.
Die FS hat also gar keine monetären Hintergedanken.

w 48
 
  • #51
Es ist einfach juristisch nicht unerheblich, ob jemand verheiratet ist oder nicht. Auch wenn emotional kein Problem besteht. Die Ehe ist ein juristisch bedeutsamer Vertrag mit Vor- und Nachteilen.
Darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Ich denke, dass Männer gern verheiratet bleiben, weil sie dann der neuen Partnerin gegenüber auf Abstand bleiben können. Das Thema neue Ehe stellt sich dann nicht.

Die "Nicht-Scheidung" ist oft eine Wette auf die Zukunft. Werden bei Scheidung die Altersrücklagen gesplittet, stehen meistens beide schlecht da und im frühzeitigen Todesfall eines Expartners ist der Rentenanteil, der ihm im Scheidungsfall übereignet wurde für immer verloren.
Das hat mir mal eine alte Dame im Kino erklärt. Beide waren ewig getrennt, aber nicht geschieden. Sie bekam etwas Unterhalt und ihre Minirente, weil fast nur Teilzeit gearbeitet. Beide konnten einigermaßen gut leben, weil er im eigenen Haus lebte. Dann verstarb er und sie bekam die Witwenrente und das Haus - hurra. Da ging es ihr finanziell deutlich besser und das für immer. Die Sorge wollte ihr Mann für sie treffen aufgrund der Ehe, Kinder hatten sie nicht. Man muss ja nicht im Hass auseinander gehen.

Ich denke nicht, dass der Mann das so ehrlich seinen neuen Partnerinnen erklärt hat, sondern vermutlich auch nur global-galaktische finanzielle Gründe vorgeschoben hat, denn die meisten Faruen wären bei der Begründung weg gewesen. Mir ist das Konstrukt Dauertrennung durchaus nachvollziehbar und ich finde es durchaus ehrenwert, wenn die Frau Teilzeit gearbeitet hat, damit beide ein angenehmes Leben haben.

Obwohl ich finanziell nicht auf einen Mann angewiesen bin, würde ich trotzdem keinen verheirateten/langzeitgetrennten Mann als Partner wählen.
Wer aus den o.g. Gründen seinen Ehepartner weiterhin treu zu seiner Ehefrau steht, verlässt mich recht schnell und schmerzlos, wenn die Frau, für die er so sorgt ihn braucht oder sich andere Vorteile für ihn ergeben.
Darüber hinaus ist mir das Risiko zu groß, dass er für seine Ehefrau finanziell dauerhaft und stark in die Pflicht genommen wird (Unterhaltszahlungen von Rente) und das wiederum auf meinen Lebensstil (und seine Laune) zurückwirkt - ich nur so leben kann, wie er sich das leisten kann oder ich ihn daueralimentieren muss.
 
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  • #52
Jedenfalls sind diese juristischen Konsequenzen nur dann relevant, wenn du wirtschaftlich versorgt werden bzw. an seinen Gütern partizipieren willst.
Ansonsten kann dir das alles vollkommen wurscht sein.
Das ist nicht ganz richtig. Bei den wenigsten Menschen reicht die Altersversorgung, um zwei alte Menschen bis an ihr Lebensende gut durchfinanzieren zu können - das Konstrukt ist seltenst konsequent bis zum Ende und für alle Eventualitäten durchdacht, sondern nur Lösung, um anderen Problemen auszuweichen (ein paar tausend Euro Scheidungskosten). Wer sich nicht leisten kann, sich scheiden zu lassen, merkt in der Regel, dass er sich noch viel weniger leisten konnte, verheiratet zu bleiben.
Insbesondere Selbstständigen, die weder gut altersvorgesorgt haben und bei denen beide pkv-versichert sind, erleben oft im Rentenalter "völlig überraschen" ein finanzielles Desaster.

Und dann kann es sehr wohl Auswirkungen auf die FS haben, wenn ihr neuer Partner für seine Ehefrau monatlich über 1000 € Krankenkassenbeitrag zahlen muss sowie Unterhalt, er aber von irgendwas auch leben und sich krankenversichern muss. Dafür reicht die Altersversorgung bei den wenigsten. Mit 50+, der Mann vermutlich älter, sollte die FS an diese Probleme denken, weil sie vor der Türe stehen.
Das kann dann sehr wohl auf die FS wirken, weil sie ihm finanziell unter die Arme greifen muss, wenn sie was Schönes mit ihm erleben möchte. Auch Zusammenleben schließt sich aus, weil man dann trotz anderweitig verheiratetem Partner trotzdem für diesen unterhaltspflichtig wird, wenn er in den Bereich von Sozialleistungen kommt.
Das alles würde ich ganz sicher nicht tun. Wenn er so gut für seine dauergetrennte Ehefrau sorgt, für mich aber in keiner Weise eintreten kann und will, dann bin ich im Umkehrschluß auch nicht für ihn da.

Weil ich auf solche berechnenden/durchgerechneten Beziehungen keinen Wert lege und die daraus resultierende Unruhe und Unsicherheiten garnicht in meinem Leben will: keine Beziehung mit einem dauergetrennten Mann, sondern klare Verhältnisse.
 
  • #53
Jedenfalls sind diese juristischen Konsequenzen nur dann relevant, wenn du wirtschaftlich versorgt werden bzw. an seinen Gütern partizipieren willst.
Ich bin männlich. Die Sichtweisen einiger Frauen hier im Forum, sobald es um das Thema heiraten geht, legen nahe, dass wirtschaftliche Aspekte keinesfalls unerheblich sind. Regelmäßig schreiben die Frauen, die auf eigenen Beinen stehen, sie wären doch nicht verrückt, zu heiraten, und begründen das mit finanziellen Risiken. Andersherum ist erkennbar, dass einigen der "anderen" Frauen das Thema "Absicherung" sehr wichtig ist.

Juristische Konsequenzen sind aus meiner Perspektive nicht relevant, wenn ich versorgt werden möchte, sondern dann, wenn ich zahlen soll, also schütze ich mich.

Meine eigenen Erfahrungen und mehrere im Freundeskreis, sind so, dass manche Frauen dann, wenn es um die Scheidung geht und das, was ihnen "zusteht", keinesfalls so entspannt sind, wie einige hier schreiben. Gerade auch dann nicht, wenn man schon 10 Jahre harmonisch getrennt ist. Deshalb reguliert man aus meiner Sicht eine Beziehung vollständig, wenn sie beendet ist. Wer das anders sieht, kann es ja anders handhaben. Ich würde jedem raten, eine Scheidung "durchzuziehen", auch das eigene Lebensgefühl ist danach anders.

"Sorgen" nach einem Unfall kann man füreinander auch ohne Trauschein, bei nicht geschiedenem Partner und nach der Scheidung. Auch juristisch völlig gleichgestellt mit einer Noch-Ehefrau oder dem Briefträger.
 
  • #54
Ich würde jedem raten, eine Scheidung "durchzuziehen", auch das eigene Lebensgefühl ist danach anders.
Selbstverständlich, was auch sonst ?
Aber das ist doch nicht die Fragestellung.
Nicht, 'würde ich mich scheiden lassen, damit ich später nicht für meinen Noch-Ehemann bezahlen muss ?' ( Antwort: selbstverständlich ja, alles andere wäre einfach nur dumm ),
sondern 'habe ich ein Problem damit, dass mein Freund sich nicht scheiden läßt ?' ( Antwort: nein, weil ich später nicht seine selbst eingebrockten finanziellen Lücken schließen werde ).

Das finden jetzt sicher wieder einige Leser hart und kalt. Meinetwegen. Hauptsache, ich lasse mich nicht ausnutzen.

w 48
 
  • #55
Ich muss mich nochmals melden - mein Ex ging zu seiner Frau zurück und hat mir das Herz gebrochen!
Ich habe weder an Rente noch an sonst etwas gedacht, ich wollte noch nie heiraten und auch nicht zwingend Kinder, ich bin selbst bestens versorgt. Aber er war mir ein Freund in schweren Zeiten, ein Partner, ein Lehrer, er konnte mir eine andere Sicht auf Dinge geben ohne mir das Gefühl zu geben dass ich unrecht hätte, wir konnten stundenlang Gespräche führen und noch länger schweigen, er hat mir viele Sachen mit einer Engelsgeduld beigebracht, er sieht sicher immer noch fantastisch aus, er roch auch ungeduscht richtig lecker und war ein fatastischer Liebhaber.
Aber: Er ging zurück, er war für mich gefühlt, nie frei und daher würde ich mich NIE mehr mit einem getrennt lebenden Mann einlassen der die Scheidung aus finanziellen Aspekten nicht will. Er hält sich die Türe offen, als etwas anderes habe ich es nie mehr gesehen.
Ich leide huete noch und weiss, dass ich nie mehr so einen Mann treffen werde.