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Gast

  • #1

Er will nicht zusammenziehen - wie übersteht man eine Trennung ?

Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Freund (54) zusammen - ich bin 43!
Bisher hat er es immer geschafft das Thema "Zusammenziehen" zu umschiffen, ist ausgewichen, hat dann gemeint, ja - irgendwann, aber nun musste er ein klare Statement dazu abgeben, weil mir meine Wohnung gekündigt wurde und ich innerhalb der nächsten 6 Monate umziehen muß.
Er will nicht mehr mit einer Frau zusammenziehen, da er bereits schlechte Erfahrungen (auch finanzieller Art) mit seiner Exfreundin erlebt hatte).
Prinzipiell verstehe ich das, aber ich ticke einfach anders.
Ich wünsche mir einen Alltag, ohne mich dauerhaft verabreden zu müssen.
Mir fehlt das Ankuscheln am Abend, das gemeinsame Einschlafen, mir fehlt das "WIR" ganz massiv und nachdem ich nachgedacht habe, weiß ich, dass ich es mir auf Dauer mit getrennten Wohnungen nicht vorstellen kann!
Im Grunde bleibt mir also kein anderer Weg als die Trennung!
Kann mir bitte jemand einen Rat geben, wie man das schnellstens und bestens überleben kann?!
Ich hänge sehr an ihm, aber ich hänge auch an meinen Wertvorstellungen und Idealen und ich mag nicht in Zukunft immer nur alleine leben!
Habe lange gewartet und gehofft - nun bin ich so ins Leere gefallen, als er endlich ehrlich war.
Das alles natürlich auch noch vor Weihnachten.
Loslassen ist so schwer, aber ein Leiden auf Dauer noch viel schwerer.
Gibt es gute Tipps gegen Liebeskummer, wenn man frisch getrennt ist?
Lieben Dank Euch !!!
 
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Gast

  • #2
Hallo FS,

sieh es doch mal positiv: ja, das ist jetzt ein guter Zeitpunkt!
Du bist Anfang 40 und kannst noch einmal mit einem passenden und jüngerem Partner neu durchstarten, die wollen auch noch zusammen ziehen! Ich verstehe immer gar nicht, dass viele Frauen auf 10 Jahre älter stehen und sich dann auch noch damit rumärgern?!
 
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Gast

  • #3
Sei heilfroh das das jetzt raus gekommen ist. Ich erinnere mich, Du hast das mit der gekündigten Wohnung und einem eventuellen Zusammenziehen schon Mal gepostet. Nun ist es soweit - keine Ausrede mehr möglich ... Sei froh, sei froh. Der hätte Dich noch so lange weiterverarscht bis er eine andere findet bei der er freiwillig und schnell einziehen würde. Bei mir war es ähnlich. wir sind zusammen gezogen. Ich habe schwere Farbeimer geschleppt, gestrichen und geputzt.
Ein Jahr später flog ich raus, seine Exfrau lebt nun mit in der von mir gestylten Küche und den gestrichenen Räumen.

Du bist zu schade um dauerhaft ausgenutzt zu werden und ungeliebt zu bleiben.
 
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Gast

  • #4
Ich denke durchaus, dass er dir im Laufe der Jahre Zeichen gegeben hat, du wolltest diese aber nicht verstehen. Und nun machst du ihn verantwortlich, dass ER nicht WILL. Sag DANKE bei den Exfreundinnen, die ihn versaut haben. Wenn du erwartest, dass er sich zu 100 % für dich entscheidet - auch, dich versorgen zu wollen, dann wirst du ihm entweder noch länger zeigen müssen, dass du genau so (wie die Exxen) nicht bist, oder dich trennen. Wenn du jedoch nun mit Trennung liebäugelst, scheint die Liebe in schlechten Tagen (es sind gerade schlechte Tage!) aber nicht viel wert zu sein. Dann ist er besser dran, wenn du gehtst. w/43
 
  • #5
Wenn du jedoch nun mit Trennung liebäugelst, scheint die Liebe in schlechten Tagen (es sind gerade schlechte Tage!) aber nicht viel wert zu sein. Dann ist er besser dran, wenn du gehtst. w/43
Wie bitte- der Herr will sich nicht festlegen, wohl wissend, dass er einer viel jüngeren Partnerin vielleicht auch etwas bieten muss - und dann muss die abservierte Frau Geduld, Verständnis etc etc haben und nochmal haben und vielleicht noch ein wenig seine Hand halten und weinen mit ihm, dass er früher so schlecht behandelt wurde???

Entschuldigung, aber geht's noch?

Nein, liebe FS, behalte Deinen Stolz- in drei Jahren sollte er Dich als Nicht-Schmarotzerin kennen gelernt haben oder bleiben "wo der Pfeffer wächst".

Ich hätte den Kerl schon länger verlassen, aber gut... Ich würde etwas tolles unternehmen, eine Reise machen, viel Motorrad fahren (gut, ein bisschen ungünstig im Moment), mir den Wind um die Nase wehen lassen, eine wunderbare Wohnung suchen... Du schaffst das!
 
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Gast

  • #6
@4 - warum sollte der HERR ihr etws BIETEN müssen, nur weil er älter ist?!? Diese Denkweise werde ich nie verstehen. Jeder arbeitet an der Beziehung - und wenn er, was ich mir denken kann, im Vorfeld, aufgrund seiner schlechten - ebenfalls kommunizierten - Erfahrungen mit Exxen gesagt und wohl auch gezeigt hat, dass er eben nicht (oder noch nicht) zusammen ziehen will, warum bitte, soll er dann schuld sein, wenn ihre Erwartungshaltung eine andere ist und diese nicht erfüllt wird? Dann ist das IHR Problem. Und wer dann keine Lösungen gemeinsam finden will, spricht nicht von Liebe, sondern von Erwartung, Und auf solche Erwartungshaltungen einer Frau (wenn auch jünger, was heißt das schon) kann ein Mann doch getrost verzichten! #3
 
  • #7
Ich finde es grundsätzlich nicht in Ordnung, wenn ein Partner den anderen hinhält. Wenn der Mann in dem Fall weiß, dass seine Partnerin mit ihm zusammen ziehen möchte und ihr nicht klipp und klar von Beginn an sagt:" NEIN"! Man(n) kann es ja auch freundlich sagen, aber Man(n) muß es einfach sagen und das möglichst noch am Anfang der Beziehung, damit der andere keine Lebenszeit verliert um seine Lebensziele und Träume zu verwirklichen.
Das ist in meinen Augen vom Geschlecht unabhängig.
Eine gemeinsame Wohnung bedeutet nicht gleich Gefängnis, bedeutet nicht, dass ein Partner den anderen finanzieren und unterhalten muss.
Es ist vielmehr eine klare Entscheidung zur Partnerschaft und zu einer gemeinsamen Zukunft.
Wenn ich keine Kinder bekommen möchte, dann halte ich doch nicht meinen Freund, der sich sehnlichst Kinder wünscht und mir das von Beginn an kommuniziert hin!
Dann ist es meine Pflicht ihm zu sagen, dass ich keine Kinder bekommen möchte und dann hat er die Wahl zu entscheiden, ob er mit mir zusammenbleiben möchte oder nicht.
Sage ich es ihm erst nach 3 Jahren, dann ist das in meinen Augen ein unschöner Charakterzug, der von Rücksichtslosigkeit und Egoismus bestimmt ist.
Dann habe ich ihm 3 Jahre "geklaut" in denen er die Zeit gehabt hätte, eine passende Partnerin zu suchen. Ich denke, niemand hat das Recht einem anderen wertvolle Lebenszeit zu rauben!
 
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Gast

  • #8
Die Frage war - wie übersteht man die Trennung.
Erstmal sollte man sich immer wieder bewusst machen dass die Trennung richtig war. Die Gründe dafür haben meine Vorposter ja bereits dargelegt.
Wichtig sind auch Freunde und Familie.
Bei mir liegt es schon viele Jahre zurück. Die Adventszeit stand vor der Tür, die Trennung war erst wenige Monate her. Ich war frisch umgezogen und fühlte mich innerlich abgestorben. Da brachte mir eine gute Freundin die mir auch immer sehr geduldig zugehört hatte selbst gebackene Weihnachtsplätzchen mit in die Arbeit. Ich hatte bis dahin von wenig mehr als Schokoriegeln und Cola gelebt, weil ich keinen Sinn darin sah mir etwas ordentliches zu Essen zu machen.
Dieses Geschenk hat etwas verändert. Ich war so glücklich darüber. Ich habe dann am 1. Advent nur für mich allein Kaffee gekocht, den Tisch gedeckt und ein paar von den Keksen gegessen.
Weihnachten war dann schon weit weniger ein Trauerkloß. Silvester habe ich mit Freunden gefeiert. Das hätte ich mir Wochen vorher nicht zugetraut. Und so ging es aufwärts. Man könnte sagen - Ich habe die Verantwortung für mein Glück selbst übernommen indem ich selbst für schöne und glückliche Momente gesorgt habe.
Eine Trennung ist eine harte Zeit. Da muss man irgendwie durch. Irgendwann muss man aber anfangen etwas für sich selbst zu tun.
Denk daran, die Trennung war richtig, auch wenn es jetzt schmerzt. Ich hoffe du hast gute und geduldige Freunde.
 
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Gast

  • #9
Ich bin mit einem Mann seit fast zwei Jahren zusammen und heute hat er mir gesagt das er mit mir auf garkeinenfall zusammenziehen möchte. Das sagt mir eigentlich schiess ihn in den Wind.
 
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Gast

  • #10
Ist gut, dass jetzt seine Entscheidung klar ist für dich. Also trenn dich schnell von ihm, damit der Liebeskummer nicht so lange dauert. Getrennte Wohnungen ist ja so modern, ich finde das auch total bescheuert, letztlich kann man keinen Alltag gemeinsam leben, jeder macht sein Ding und verantwortlich fühlt man sich nicht füreinander. Ist gar keine echte Beziehung.
 
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Gast

  • #11
Ich bin 50 und mein Freund ist 53Ja. Wir sind seit 1,5Jahren ein Paar, er würde es auch gerne sehen, wenn ich zu ihm ziehe. Doch ich habe Angst davor. Mein Expartner hatte ein Haus und ich bin zu ihm nach 2 Jahren gezogen. Habe ihm jeden Monat 500€gegeben, war für mich wichtig. Habe in dem Haus alles gemacht und viel Liebe reingesteckt. Doch er änderte sich nach dieser Zeit, ich war in seiner Höhle, so kam es mir vor. Hatte vorher alles von mir entsorgt bzw. verschenkt. Ich hoffte immer auf Besserung doch das kam nicht. Nach weiteren 2 Jahren bin ich weg, in einer Nachtaktion. Er hätte mich fertig gemacht, am Tag des Auszugs. Mein neuer Partner hat wieder Eigentum und deshalb habe ich Angst davor. Es hängt nicht von Liebe ab, aber trotzdem hat man gewisse Angst wiedermal so enttäuscht zu werden! w.50