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Gast

  • #1

Er spricht nach 2 J Trennung (nicht gesch.) noch von seiner Frau?

Seit einem Jahr bin ich mit einem Mann (52) zusammen, der 26 Jahre verheiratet (in Trennung lebend) ist. Während ich (ebenfalls getrennt lebend, Scheidung geplant) kategorisch von meinem "Exmann" rede, spricht er hauptsächlich von seiner "Frau". Gewohnheiten haben zwar Bedürfnischarakter, trotzdem stört mich diese Bezeichnung. Habt Ihr Erfahrungen, wie man sensibel und respektvoll mit diesem Thema umgehen kann?
 
  • #2
Wenn er noch verheiratet ist, dann IST es seine Frau. Ob es Dir nun gefällt oder nicht. Ich würde es eher komisch finden, wenn er dann entgegen der Gesetzeslage und entgegen der Realität schon von Exfrau sprechen würde.

Mein Rat: Erst scheiden lassen, dann Partner suchen. Getrenntlebend ist gar kein Zustand für Partnersuche, weder aktiv noch passiv.
 
  • #3
Wenn er noch verheiratet ist, dann ist es vielleicht noch DE JURE seine Frau. Spätestens nach einem Jahr Trennung spielt das aber keine Rolle mehr, da man dann automatisch steuerlich getrennt ist und die Lebensgemeinschaft de facto sowieso nicht mehr besteht. Ich würde die Frage, wann man sich einen neuen Partner sucht, nicht an so formalen Kriterien festmachen wie Frederika. Entscheidend ist doch, ob die innere Trennung vollzogen ist. Ob das bei Deinem Partner der Fall ist, wenn er noch von "seiner Frau" spricht, kannst Du nur durch Nachfragen und Hören auf Dein Gefühl rausfinden. Versuch' doch mal rauszufinden, warum er von "seiner Frau" spricht, und kommuniziere, dass das für Dich ein Problem ist.
 
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Gast

  • #4
Naja, strenggenommen bzw. vor dem Gesetz ist es seine Ehefrau - manche würden vllt. meine baldige Ex-Frau dazu sagen. Ich glaube nicht, dass dich die Bezeichnung stört, sondern eher der Zustand, dass er verheiratet ist - plant er eine Scheidung? Kann ich Deinem Posting nicht entnehmen.
 
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Gast

  • #5
Liebe FS, nach 26 Jahren ist es sicher schwer, sich umzustellen. Das hat nichts mit Dir zu tun: Dinge und Personen haben eben Namen und Bezeichnungen. An die gewöhnt man sich. Diese Gewohnheit dann zu ändern ist naturgemäß schwer.

Je nachdem, wie unbefangen Ihr schon über die jeweiligen Vorgänger reden könnt, könntest Du versuchsweise eine freundlich-ironische Bezeichnung einführen, z. B. "Unsere Exen".

Ich würde aber versuchen, das Ganze nicht zu ernst zu nehmen.
 
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Gast

  • #6
Die Scheidung plant er nicht, im Gegensatz zu mir. Die finanziellen und steuerlichen Angelegenheiten laufen bei ihm auch weiter wie vorher. Beide sind durch ein gemeinsames Haus verbunden, was ev. bei Scheidung finanziellen Verlust bedeuten würde.

Wir leben jetzt seit ca. einem halben Jahr zusammen und sind glücklicher als wir es in unseren jeweiligen Ehen waren. Ich kannte vorher solch eine innige gefühlvolle, vertraute, zärtliche und warme Beziehung nicht. Unser Umgang ist von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt. Was in unseren Ehen ebenfalls so nicht der Fall war.

In meiner Ehe habe ich die Erfahrung gemacht, dass Forderungen sehr abschreckend und einengend wirken. Eine Scheidung einzufordern wäre daher für mich ein heikles Thema.
 
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Gast

  • #7
Bei einem Mann, der sich nicht scheiden lassen will, ist immer Vorsicht geboten - "Steuerliche Gründe heisst für mich übersetzt, er hat kein Geld für eine Scheidung. Für mich wäre ein "getrennt lebend"-Status nichts.
 
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Gast

  • #8
@ 5 Das sind Deine Eindrücke. Ob Dein Partner auch so glücklich ist weißt Du doch gar nicht. Jeden Tag erlebe ich hier im Forum wie Frauen sich etwas schönreden. Alleine die Tatsache, dass Du es zur Diskussion stellst, ist doch schon Unsicherheit.
 
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Gast

  • #9
Also 5 - ich habe hier wirklich den Eindruck, dass Du Dir da etwas "schönredest" wenn Deine Beziehung so von Respekt und Wertschätzung geprägt wäre, dann würde er sich schleunigst bemühen, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Ich verstehe nicht, weshalb das so schwierig ist, er würde dir somit beweisen, dass er total zu dir steht und einen Schlußstrich ziehen will.

Du übst Dich in falsche Rücksichtnahme.

w
 
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Gast

  • #10
Du bist ja selber schuld, dass er sich nicht scheiden lässt.
Er ist bei seiner Frau ausgezogen und bei Dir eingezogen. Wie bequem für ihn.

Ich wäre da ziemlich anders als Du.
Ein Mann, der anderweitig verheiratet ist, wird nicht durchgefüttert.
Bei mir dürfte ein neuer Partner sich nicht ins gemachte Nest setzen.
Er dürfte sich mit mir gemeinsam ein Haus oder eine Wohnung suchen, wenn er geschieden ist.

Wenn Du Dich scheiden lassen kannst, dann kann er das ja wohl auch.

Da er bei Dir wohnt finanzierst Du indirekt sein Haus, in dem seine Frau wohnt?
Zahlt er bei Dir Miete, Strom und Heizung?

Was ist, wenn er gesundheitliche Probleme hat?
Wenn ihm etwas zustösst, kannst Du ihn noch nicht mal im Krankenhaus besuchen, nur seine Ehefrau kann eine Unterschrift leisten.
Ausserdem bekommt sie seine Witwenrente, Du nicht. Seine Ehe ist zu Ende, also sollten auch diese Dinge ab dem Zeitpunkt geregelt sein, ab dem er bei Dir eingezogen ist.

Sie bekommt also Witwenrente für die nächsten 15 Jahre, die er bei Dir auf Deine Kosten lebt. Er und sie sparen Steuern, Du nicht. Du musst Deinen Mann auszahlen, wenn Du geschieden bist. Das erspart er alles sich und seiner Frau.
Wie schön für die beiden.

Dir alles Gute
 
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Gast

  • #11
Du machst Dir etwas vor.
Er geniesst sicher, bei Dir zu sein. Aber die andere ist trotzdem SEINE FRAU.
Er ist ja geistig, finanziell und überhaupt noch nicht von seiner Frau getrennt.

Hört sich sehr nach Made im Speck an, wie er bei Dir wohnt und sich betüdeln lässt.
Pass auf, dass Du dir nicht einen Schmarotzer ins Haus geholt hast.
An welchen Kosten beteiligt er sich?

Ich würde ihn zu nichts drängen, das hast Du nicht nötig.
Aber ich würde klaren Tisch machen.
Für sein Wohnrecht ist SEINE FRAU zuständig.
Du bist nur seine Geliebte. Bitte realisiere das und ziehe die Konsequenzen.

Ich würde ihm sagen, dass das Haus, in dem er gerade bei Dir wohnt, wegen DEINER Scheidung verkauft und aufgeteilt wird. Das ist zwar vermutlich nicht wahr, aber was geht es ihn an?

Deshalb würde ich ihm nahelegen, zu Mai eine eigene Wohnung zu suchen. Sag ihm einfach, dass Du Dein Haus zum Verkauf anbietest und Dir selber eine Single-Wohnung nehmen willst und das Ganze diesen Sommer. Du findest es mit dem Haus zu viel Arbeit und für eine Singlefrau viel zu anstrengend. Du wirst ja nicht jünger.

Du bestehst auf zwei kleine einzelne Mietwohnungen unter diesen Umständen.
Schliesslich bist Du bald frisch geschieden.
Natürlich kannst Du nicht mit dem Ehemann einer anderen Frau einen Mietvertrag unterschreiben.

Mal sehen, ob er in die Pötte kommt und mit Dir eine gleichberechtigte, gemeinsame Wohnung suchen will. Wenn Ihr dann beide Single und frisch geschieden seid.

Ich hoffe, dass Eure Beziehung diesen Test besteht.
Ansonsten zieht er vielleicht als Schmarotzer bei der Nächsten ins warme Nest.

Wenn er endlich seine eigene Wohnung hat, kannst Du das Theater mit Deinem Hausverkauf langsam lassen. Aber erst, wenn seine letzten Sachen raus sind.
Bitte halte Dich von solchen Schmarotzern fern.
Er hätschelt seine Frau auf Deine Kosten und steht nicht richtig zu Dir.

Wenn Du so sehr an ihm hängst, lass Eure Beziehung weiterlaufen. Aber er soll nicht mehr unter Deinem Dach wohnen. Oder willst Du das so unbedingt?

Alles Gute
 
  • #12
Wie wäre es, wenn ihr den gesetzlichen Status eurer noch-Angetrauten außer Acht lasst und einfach die Vornamen verwendet?

Mir passiert es auch heute - viele Jahre nach der Scheidung! -, dass ich nicht sage: mein Ex-Mann, sondern: mein Mann. Zwar nicht oft, aber der Fehler schleicht sich einige Male im Jahr ein. Und das hat gar nichts mit irgendwelchen evtl. verbliebenen romantischen Gefühlen für ihn zu tun. Die gibt es nicht. Und über meinen Geschiedenen-Status bin ich glücklich.

Dennoch meine ich, dass dein Partner sich scheiden lassen sollte. Wenn er selbst aus steuerlichen Gründen den Drang nicht verspürt - und manche Menschen ticken so, das würde ich nicht von vornherein als obskur bezeichnen wollen - dann sollte er diesen Schritt für dich machen, denn dich stört es. Das kann ich verstehen, mich würde es ebenfalls stören, mit einem verheirateten Mann zusammen zu leben.

Du fragst, wie du das Thema am besten zur Sprache bringst: Ruhig, freundlich, klar und direkt. Rede nicht um den heißen Brei herum, sondern sage einfach, was du möchtest und warum du es möchtest. Und dann lass ihn erst einmal in Ruhe, damit er selbst darüber nachdenken kann. Männer brauchen manchmal ein wenig mehr Zeit für Entscheidungen dieser Art.
 
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Gast

  • #13
Sie ist SEINE FRAU, und er hat offenbar auch nicht vor, daran etwas zu ändern.
Ist ja auch bequem so. Und billig.

Ich kann es nicht fassen, dass sich Frauen auf sowas einlassen - mit einem Mann zusammensein, der nicht geschieden ist, der es auch nicht vor hat und der sich bei seiner Geliebten ins warme Nest setzt.

Was seine Frau im Ernstfall für Vorteile hat (nämlich alle) und was du für Nachteile hast (nämlich alle), das haben andere schon vor mir geschrieben.
 
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Gast

  • #14
Hallo FS,

ich kann leider den anderen für dich negativen, aber doch richtigen Meinungen nur zustimmen.

Du willst respektvoll mit ihm umgehen. Guter Ansatz, aber.... geht er mit dir respektvoll um? Ich denke nein.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dich die vielen Meinungen jetzt auf den Boden der Realität mächtig geworfen haben.

Mir scheint, du willst mehr als er und er ist nicht bereit, auf deinem Niveau mit zu machen bzw. mit halten zu können.

Ich würde mich nicht wundern, dass eure Beziehung über kurz oder lang doch auseinander geht.

Wache bitte auf, nimm die Meinungen hier sehr ernst, sie fundieren auf Erfahrungen die bist zum Schluss gemacht worden sind, während du noch am Anfang des leidvollen Weges stehst.

Noch kannst du die Notbremse ziehen und aussteigen, der Schmerz ist noch nicht so groß, aber wenn du weiter machst, wirst du noch größere Wunden davon tragen.

Nach 26 Jahren Ehe braucht jeder Mensch erstmal gesunden Abstand und keinen warmen Wechsel von Noch-Frau zur Neuen .... Geliebten oder Zwischenfrau. Jede Form ist für die Frau nur ein "Verlustgeschäft".

Denke an deine Würde und an deine Lebenszeit und gehe mit Männern nur Beziehungen ein, die wirklich frei sind oder bleibe lieber Single. Bei deiner jetzigen Konstellation wirst du nie eine Beziehung auf Augenhöhe bekommen.

w 47
 
  • #15
Ich finde die Idee, einfach die Vornamen der früheren Partner zu verwenden, wunderbar.
Ex mag ich nicht. Erinnert mich an ex und hop.

Mir fällt bei vielen der negativen Kommentare auf, daß es nur um wirtschaftliche Aspekte geht - Geld, Geld, Geld. Wie romantisch und gefühlvoll!
 
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Gast

  • #16
Ich kann den anderen nur zustimmen: Ein Mann, der sich nicht scheiden lässt, aus finanziellen Gründen, ist nie wirklich frei für Dich. Je länger die Ehe anhält, desto mehr Ausgleichsansprüche erhält ja auch die Noch-Ehefrau später im Rentenalter (sofern er der besser Verdienende ist, wovon ich mal ausgehe, sonst würden die Steuervorteile für ihn ja gering ausfallen). Er hält also ewig die Verpflichtungen gegenüber seiner alten Familie aufrecht und denkt ansonsten an seine Vorteile. Diese materiellen Aspekte sind in meinen Augen aber nur ein Ausdruck des viel schwerer wiegenden Defizits in der persönlichen Einstellung zu Eurer Beziehung.

Was ist er bereit, Dir zu geben oder gar zu opfern? Nicht, dass Du das einfordern solltest, es sollte vielmehr von ihm freiwillig als Ausdruck der Wertschätzung und als Zeichen Eurer Ebenbürtigkeit geboten sein.

Mir sieht das, was Du schilderst, nicht so aus, als würde er in die neue Beziehung mit Dir viel investieren wollen und vollkommen "Ja" dazu sagen. Ich würde sagen, wenn's drauf ankommt, steht er nicht wirklich zu Dir.

Habe das selbst erlebt und die Notbremse gezogen, weil ich so eine Einstellung absolut herabsetzend finde, die der Beziehung die Vertrauensbasis entzieht. Ich bin nicht finanziell von einem Mann abhängig, aber nur das bequeme Anhängsel im sonst anderweitig ausgefüllten Leben eines Mannes zu sein, ist mir einfach zu wenig. Man ist sonst einfach nur eine Affaire - so schön das sein kann: Willst Du das?

w45
 
  • #17
Leute, es kann keine steuerlichen Gründe geben -- denn im Jahr nach Eintreten der Trennung ist man wieder getrennt veranlagt, es sei denn man begeht Steuerhinterziehung, indem man diesen Sachverhalt verschleiert. Es handelt sich hier schlicht um Betrüger, keinen Deut besser als alle anderen Formen des Steuerbetrugs.

Aber auch menschlich gilt: Wem es kein inneres Anliegen ist, seine Ehe abzuschließen und wirklich wieder frei zu sein, der ist kein brauchbarer Partner.

Ich kann nur nochmals ganz deutlich davon abraten, getrenntlebende Kandidaten auch nur in betracht zu ziehen. Es ist schonb unverschämt, dass ElitePartner aus rein kommerziellen Interessen solche Kandidaten überhaupt aufnimmt. Getrenntlebende haben auf eienr seriösen, niveauvollen Partnerbörse rein gar nichts verloren. Sie verursachen nur Schmerz, Kummer und Leid und frustrieren hier massenhaft Teilnehmer.
 
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Gast

  • #18
Liebe Fragestellerin, Deine Frage finde ich deshalb interessant, weil Ihr ja beide anderweitig verheiratet seid.
Wenn Ihr tatsächlich eine "gefühlvolle, vertraute, zärtliche und warme" Beziehung führt und Euer Umgang von "gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt" ist, dann müsstest Du keine Bedenken haben, ihn darauf anzusprechen und ihn zu bitten, dies zu unterlassen. Mir wäre es an Deiner Stelle wichtiger, dass er sich scheiden lässt. (Übrigens, das Haus können sie dauerhaft ohnehin nicht retten. Bei den meisten ist es "weg", sobald einer oder beide ein Pflegefall werden.)

Wobei er meiner Meinung nach mit der Bezeichnung seiner Frau absolut im Recht ist. Sie ist seine Frau und weshalb sollte er sie dann anders nennen. Er wird sie in Deiner Abwesenheit Dritten gegenüber auch als seine Frau bezeichnen, was korrekt ist.

w/48
 
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Gast

  • #19
Ich bin seit 4 Jahren geschieden und ich spreche immer noch ab und zu von ihm als "mein Mann". Ich war 26 Jahre verheiratet und da ist das einfach so drinnen. bei uns gab es keine böse Scheidung, wir haben noch guten Kontakt aber wir sind definitiv geschieden und da wird es auch nie wieder etwas geben.
Ich mag den Begriff "Ex" nicht so gerne und "Geschiedener" klingt auch blöd.
Ich nehme das einfach auch nicht so ernst.
Ich spreche ja auch von meinem Lebensgefährten manchmal als "mein Mann" obwohl er es nicht ist.
 
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Gast

  • #20
Nun mal eine ganz andere Ansicht. Ich kann ihn verstehen, ich machen es genauso wie er! Bin seit 2002 getrennt, mein Ehemann und ich haben keinen Grund uns scheiden zu lassen, für uns war es geregelt. Wir leben jeder in einem eigenen Haus und mein Partner hat kein Problem damit, dass ich mit jemandem anderen verheiratet ist, er hat kein Interesse an einer Heirat und ich keines an einer weiteren möglichen Heirat.
Für uns alle bedeutet die Ehe auf dem Papier nichts. Das ganze Schlamassel mit den Vermögensausgleichen bei der Scheidung müssen wir nicht haben.
Mein Partner vertraut mir und weiß, dass ich "seine Frau" bin und auch unser Freundeskreis hat damit keinerlei Probleme!
Komischerweise werden die Probleme immer von außen gemacht, huch wie unmoralisch und man kann sich dann nicht richtig lieben. Mißtrauen aller Arten, ja nicht zusammenziehen, den neuen Partner mit Unwahrheiten zum Auszug drängen etc.! Du und dein Partner müssen wissen was bei euch gut läuft und wie ihr damit zurecht kommt. Du solltest es ihm sagen, nicht hier im Forum die "korrekten Ratschläge" abholen. Geht es um die nichterfolgte Scheidung, oder um den Begriff "meine Frau"! Ich nutze den Vornamen, denn es ist zwar mein Mann, aber nicht im Herzen mein Partner. Ich würde auch nach einer Scheidung nicht den Begriff "Exmann" nutzen, sondern immer den Namen.
Das mit den Verpflichtungen ist im übrigens beiderseitigen Einverständnis problemlos zu regeln, wenn man es möchte! Da fällt dann nichts an, egal wie lange man verheiratet war!
 
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  • #21
Deine Beschreibung der Situation lässt vermuten, dass du dir klare Verhältnisse wünschst, d.h. dass beide Partner durch eine Scheidung und klare finanzielle Verhältnisse mit dem Expartner die vergangene Beziehung abschließen. Und nur dann, wenn diese lästigen und meist auch mit Nachteilen verbundenen Schritte getan sind, seid ihr wirklich für und in eurer aktiven Beziehung füreinander frei. Bei einem gemeinsamen Haus ist fast immer mit finanziellen Verlusten für eine oder beide Seiten zu rechnen, das müsste in Kauf genommen werden. Du schreibst, deine Scheidung ist geplant, heißt das, es sind konkrete Schritte in die Wege geleitet?
Nun hoffst du offenbar (zu Recht meiner Meinung nach), dass er denselben Schritt tut. Davon scheint er aber (noch oder überhaupt, wer weiß das?) weit entfernt zu sein.
Frage ihn, wie er sich das in Zukunft vorstellt, als Partnerin hast du ein Recht darauf, das zu wissen. Möchte er auf lange Sicht keine klaren Verhältnisse mit der Noch-Ehefrau ( das ist sie nun mal) schaffen, dann dürfte dies für dich wohl zu einer dauerhaften Belastung werden. Dass es dich stört, wenn er von "seiner Frau" spricht, ist vor dem Hintergrund der ungeklärten Verhältnisse verständlich, aber in der Realität ist sie, - sorry, tatsächlich nach wie vor seine Frau.
 
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  • #22
Hallo #10.

Ich bin ziemlich irritiert und auch etwas erschüttert, weil Du der Fs rätst, die neue Beziehung mit einem ganzen Berg von Lügen zu führen.

Hast Du so etwas einmal gemacht?

Was ist passiert, als das herauskam?
 
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  • #23
Mein Nochehemann benannte die Exfrau immer als seine 1. Frau . Und tut es 30 Jahre nach der Scheidung immer noch .


Die Next war dann die Mutter von XY und Ex .
Die wiederrum Next ist auch die Mutter von XYund Ex.
Ich bin Ehefrau Nr. 4 . Noch. Scheidung läuft ,getrennt bin ich auch .

Nichtverarbeitete Altlasten wegen Ehefrau Nr. 1 und weil die erwachsene Kinder immer wichtiger waren und sind, haben mich diesen Schritt gehen lassen.

Er hat dann zugegeben,dass ich recht habe und er sich nie lösen konnte .
 
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Gast

  • #24
@1: "erst scheiden lassen, dann Partner suchen" - das hört sich schön an, doch wie sieht es in der Realität aus? Scheidungsverfahren ziehen sich manchmal über bis zu 2 Jahre hin. Soll ich da, wenn ich schon längst getrennt lebe, warten, bis sich die Amtsmaschinerie in Gang setzt, nur um der guten Moral genüge zu tun?
 
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Gast

  • #25
#23: Darum geht es doch gar nicht. Die Frage ist, warum jemand sich NICHT scheiden lassen will, obgleich er angeblich in Trennung lebt und eine neue Partnerschaft eingegangen ist.
Für mich ein No-Go: Da will jemand alle Vorteile von allen Beziehungen mitnehmen, und ist irgendwie doch dem Noch-Partner loyaler verbunden, wenn es hart auf hart kommt, als der neuen Partnerin.
 
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  • #26
@FS,

Mach kein grosses Brimborium daraus. Wenn jemand 26 Jahre verheiratet ist, dann geht das mit "meiner Frau" nicht so einfach aus dem Kopf. Ich war 13 Jahre verheiratet, mir ist das erste Jahr mit meiner Neuen auch ständig "meine Frau" rausgerutscht, wenn es Thema war.

Wie sie damit umging? Sie hat jedesmal knochentrocken und lakonisch "EX!" gesagt. Lernen durch Wiederholung. Ging dann relativ schnell weg :)

Die hier geführte Diskussion ist mir zu akademisch bzw. zu fundamentalistisch. Zurückweisung, fehlender Respekt, Steuern, etc.,etc. Als hätten einige verlernt, dass der Andere so ist, wie er ist, und nicht so, wie man ihn gerne hätte. Lernerfolge sind aber trotzdem drin.

So long,
m/42
 
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Gast

  • #27
zu#22

Hat es dir damals nicht zu denken gegeben, dass dein Mann schon 3x verheiratet war?

zu#23

Du scheinst die Hintergründe nicht verstanden zu haben. Ich betrachte das Thema nicht aus der Moral heraus, sondern eher über die Vernunftsschiene. Ein emotional reifer Mensch lässt sich m.E. Zeit, klärt erst mal seine ganzen Dinge, Formaliäten, leckt seine Wunden, die so eine Trennung/Scheidung hinterlässt, räumt sein Leben auf und ist m.E. erst dann wirklich frei und bringt gute Bedigungen mit, damit die neue Beziehung auch gesund wachsen kann.

zu #25

Schade, dass du nicht verstehst, was genau gemeint ist. Ich muss das Verhalten von Anderen, wenn er/sie mich respektlos behandelt, nicht damit entschuldigen, dass er/sie nun mal so ist wie sie ist. Ein emotional reifer Mensch klärt erst mal seine negativen Angelegenheiten, bevor er/sie auf eine neue ernsthafte Beziehung einlässt.

Wenn man eh nur ne Beziehung will, dann ist der/die Neue eh nur eine Zwischenfrau/Zwischenmann, aber das wird denen ja nicht mitgeteilt. Die wachen dann nur auf, wenn der dann endlich Geschiedene und relativ Altlastenfreie Mann/Frau einen verlassen und "geheilt" sich jemand Neues dann für eine richtige Partnerschaft sucht.

Wie würdest du eigentlich als Mann reagieren, wenn deine Neue dich immer mit dem Namen ihres Ex anredet?

w 47
 
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Gast

  • #28
Liebe #26,

"Wie würdest du eigentlich als Mann reagieren, wenn deine Neue dich immer mit dem Namen ihres Ex anredet?" fragst Du.

Du, ich hätte seltsamerweise(?) damit überhaupt kein Problem. Als ich darüber nachdachte, ist mir aber bewußt geworden, daß ich in jüngeren Jahren, mit 20, vielleicht auch noch mit 25 durchaus ein Problem damit gehabt hätte. Vielleicht ist das also wirklich alles eine Frage der Persönlichkeitsentwicklung.


Hallo #25, also diesen Tip mit dem lakonischen EX! finde ich einfach Spitze. Da hast Du eine wirklich großartige "Neue" erwischt, Glückwunsch !
 
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Gast

  • #29
Mich würde es auch stören, würde mein Partner von "seiner Frau" sprechen, obwohl es bereits die Ex ist, aber genauso stört mich dieses:

mein Mann
meine Frau

Wer sagt das? Egal ob verheiratet oder nicht, glaubt ihr tatsächlich, dass mit einer Beziehung egal welcher Art ein Besitzanspruch an dem Menschen begründet ist. Schon morgen kann ein Mensch in das Leben eures Partners/Partnerin treten und aus der Traum. Haben wir denn in der Beziehung keine Vornamen mehr? Oder hat man es einfach nur nötig sein Revier abzustecken? w32
 
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