• #1

Er liebt mich nach einem Jahr noch nicht

Hallo alle zusammen,

Mein Freund und ich haben uns kurz nach Anfang der Beziehung 5 Monate lang nicht gesehen. Als ich dann zurück bei ihm war, hab ich ihm nach ein paar Monaten gesagt, dass ich ihn liebe, da ich bei sowas sehr ehrlich bin. Er hat nur gelächelt und mich geküsst, was ich auch in Ordnung fand, da ich mir schon dachte, er braucht mehr Zeit für sowas. Jetzt ist es aber schon ein Jahr und wir haben durchaus schon einiges zusammen durchgestanden (lange räumliche Trennung, Pflege seines sterbenden Vaters) und harmonieren wirklich sehr gut miteinander und er ist immer sehr lieb und gibt sich alle mühe, dass ich mich wohl fühle. Als ich mit seiner Mutter unterwegs war, meinte sie, dass es schön wäre ihren Sohn so glücklich zu sehen und er mich lieben würde, woraufhin mir dann rausgerutscht ist, dass ich mir da nicht sicher bin, er hätte es nie gesagt. Sie meinte, er hätte es ihr schon erzählt. Dadurch war ich ganz beflügelt und als wir ein paar Tage später einen schönen Moment hatten, hab ich ihm wieder gesagt, dass ich ihn liebe und irgendwie erwartet, dass er es erwidert, aber wieder hat er nur gelächelt. Das hat mich richtig enttäuscht und ein paar Tage später habe ich ihn darauf angesprochen. Er meinte, dass seien sehr starke worte und er will alles langsam angehen und nicht so hineinschlittern wie er das in seinen letzten Beziehungen gemacht hat. Ich musste außerdem für ihn in ein anderes Land ziehen und er meinte, er wolle auch irgendwo Sicherheit haben, dass ich in seinem land bleiben kann (visa), bevor er tiefer in diese Beziehung reingeht und eine längere Zukunft plant. Er hat Gefühle für mich, will sich aber für den nächsten Schritt Zeit lassen.
Mir tut das aber irgendwie weh, ich will doch nicht jahrelang darauf warten dass unsere Beziehung tiefer wird und er mich liebt. Was ist denn wenn er mich dann doch nie lieben wird, dann könnte ich mir das alles ersparen. Es beschäftigt mich wahnsinnig, weil es mir doch irgendwie fehlt, dieses Gefühl geliebt zu werden und eine richtige gemeinsame Zukunft zu planen..

Denkt ihr ich reagiere über und mache mir zu viele Gedanken? Soll ich einfach die Zeit genießen und den Moment leben? Oder ist er ein Riesenidiot der mich einfach warm hält? Irgendwie kann ich mir das aber auch nicht vorstellen, dafür gibt er sich zu viel Mühe.. Aber gleichzeitig könnte ich auch super naiv sein..
 
  • #2
Uff. Schwierig. Du sagst, er gibt dir schon das Gefühl, dass du wichtig bist für ihn, ja? Du fühlst dich auch geliebt - nur die Worte fehlen? Erst einmal gilt bei solchen Dingen, dass Taten wichtiger sind als Worte. Wie viele Menschen erzählen einander wie sehr sie einander lieben - und haben gleich mehrere Affären laufen. So wie du eure Beziehung beschreibst, ist sie aber bereits sehr tief. Pflege eines sterbenden Elternteils und räumliche Trennung habt ihr gut überstanden - das ist viel viel Wert! Du hast ihn darauf angesprochen und auch er hat dir eine ehrliche Antwort gegeben - auch das ist viel Wert! Für manche haben die drei Worte auch eine ganz andere Gewichtung. Vielleicht kommen sie für ihn einem Heiratsantrag gleich. Wiederum andere hauen sie raus nach ein paar Dates. Da wäre mir dein Freund der Sympathischere, weil Reflektiertere. Ob eure Beziehung tief und tiefer wird spürst du - das hörst du nicht aus dem Satz, den du hören möchtest, auch wenn er eine Art Krönung ist. Was dir fehlt, ist ein Gefühl der Sicherheit. Im fehlt dies aber auch, wartet er doch darauf, dass du ein dauerhaftes Visum bekommst für sein Land. Wo lebt ihr? Gibt es zwischen euch evtl auch kulturelle Differenzen in Sachen Liebeserklärung zu bedenken?
 
  • #3
Er meinte, dass seien sehr starke worte und er will alles langsam angehen und nicht so hineinschlittern wie er das in seinen letzten Beziehungen gemacht hat. Ich musste außerdem für ihn in ein anderes Land ziehen und er meinte, er wolle auch irgendwo Sicherheit haben, dass ich in seinem land bleiben kann (visa), bevor er tiefer in diese Beziehung reingeht und eine längere Zukunft plant. Er hat Gefühle für mich, will sich aber für den nächsten Schritt Zeit lassen.
Ich kann verstehen, dass diese Ehrlichkeit weh tut. Für mich als Außenstehende hört sich alles aber sehr gut an. Du fühlst dich wohl mit ihm, die Beziehung läuft und er macht sich doch Gedanken über eure Zukunkt - er scheint ja zu hoffen, dass du in seinem Land bleiben kannst. Ihr seid erst ein Jahr zusammen, habt schon einiges zusammen durchgestanden, dass muss irgendwo auch "verarbeitet" werden, und ich kann verstehen, wenn er sich Zeit lassen möchte. Ich glaube, dass es besser ist, sich eine Beziehung langsam und mit Geduld entwickelt. Genieß es, freu dich, dass ihr euch wohl miteinander fühlt und versuch dir, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für sein Land zu verschaffen. Dann entwickelt sich alles schon in die richtige Richtung.
 
  • #4
Ich sehe nicht, daß man ein Jahr zusammen ist, und sich dann so selbst steuern kann, wie weit man sich einläßt. Wie macht man das? Sagt man sich, was man an der Person nicht mag?
Diese Art von Selbstkontrolle, wenn es wirklich so ist, finde ich etwas suspekt.
 
  • #5
Taten zählen mehr als Worte. Lieber jemand, der sich damit Zeit lässt, als jemand dem die Worte zu schnell über die Lippen kommen. W54
 
  • #6
Also im Allgemeinen gibt er mir auf jeden fall das Gefühl wichtig für ihn zu sein und ich vertraue ihm total. Keine Eifersucht wenn er abends mit Freunden weggehen will, keine Eifersucht wenn er mir weibliche Freunde vorstellt, kein Drang ihm hinterher zu schnüffeln. Aber gleichzeitig denke ich mir durch diese fehlende Worte, dass es ihn vielleicht gar nicht verletzen würde, wenn ich Schluss mache, dass es ihn nicht treffen würde, er nichts zu verlieren hat.. Aber das sind so Gedanken die ich mir in meinem Kopf zusammen spinne wenn ich zu viel zeit zum Nachdenken habe und mein Freund meinte auch, dass er diese Art von Gedanken nicht ganz nachvollziehen kann, da es ihn natürlich treffen würde wenn ich gehen würde.
Er versteht, dass es mich traurig macht wenn er mir jetzt noch keine Liebe erwidern kann, aber hofft dass ich ihn auch verstehen und Geduld haben kann. Wir sind in Australien, also soooo große kulturelle Unterschiede gibt es eigentlich nicht. Jedoch hat er mir erklärt, dass bei seinen früheren Beziehungen nach der Liebe oder halt nach diesen drei Worten sehr schnell sehr ernste Zukunftspläne aufkamen (Hochzeit, Kinder) und er sich zu schnell in alles reingestürzt hat und dann doch enttäuscht wurde und das diesmal vermeiden will. Aber ich frage mich natürlich auch, wie er das steuern will. Nur weil er "Ich liebe dich nicht" sagt, heißt das ja nicht, dass er es nicht fühlt und Gefühle kann man ja eigentlich nicht kontrollieren und wenn diese Art von Gefühlen, die Liebe, nicht aufkommt, dann stimmt doch was nicht oder?
 
  • #7
Wenn ich meinen Kopf ausschalte, dann ist alles, die ganze Beziehung ganz einfach und leicht, alles ist so unbeschwert und genauso wie ich mir meine "perfekte" Beziehung vorgestellt habe und dann schalte ich meinen Kopf wieder an und der Gedanke "Er liebt dich nicht" zerplatzt mir meine Seifenblase und ich kann diesen Gedanken nicht dauerhaft loswerden. Ich bin auch noch etwas jung und denke mal meine Unsicherheit kommt auch ein bisschen daher. Diese ganze Sache ist für mich einfach ein Schatten der über mir hängt und irgendwie erhoffe ich mir durch Meinungen von Unbeteiligten ein bisschen Klarheit.
 
  • #8
Ich schließe mich da voll und ganz an: Taten sind so viel mehr Wert als jedes gesagte "ich liebe dich".
Wichtig ist nur, ob du dich geliebt FÜHLST. Du sagst, dass es dir wunderbar mit ihm geht. Nicht jeder kann seine Gefühle verbal äußern und oft schon gar nicht über ein "ich liebe dich". Ich finde auch, dass das eine verdammt ausgelutschte Phrase ist, die viel zu häufig einfach daher gesagt wird, damit alle glücklich und zufrieden sind. Ich finds gut, dass er diesem Satz viel mehr beimisst und ihn deswegen nicht einfach so sagt. Rechne ihm das an. Das heißt doch aber nicht, dass er dich nicht liebt.
Mein Freund hat mit solchen Äußerungen seiner Gefühle auch Schwierigkeiten. Ich finde es aber gar nicht schlimm. Ich musste das bei ihm auch erst mit der Zeit lernen, aber er ist einfach so. Ich orientiere mich einfach an dem was er für mich tut. Da merke ich es an jeder Stelle wie sehr er mich liebt. Das macht mich glücklich, auch ohne eine Äußerung von ihm. Ich hab mir das "ich liebe dich" mittlerweile auch abgewöhnt. Habe ich mich nie wohl mit gefühlt und habe andere Wege gefunden meine Zuneigung zu zeigen.
Mach dich nicht von diesen Worten abhängig, sondern höre viel mehr auf dein Gefühl. Das sagt dir alles was du wissen musst.
 
  • #9
Du fragst ihn allen Ernstes, ob es ihn treffen würde, wenn du ihn verließest ?
Und du fragst ihn, warum er nicht endlich 'ich liebe dich' sagt ?
Wie oft stellst du ihm solche Fragen ?
Mach das nicht so oft oder besser, überhaupt nie, denn sonst ist es mit eurer Leichtigkeit bald vorbei.
Mir wären solche Gespräche unerträglich, gerade, wenn ich finde, dass ich dir meine Liebe und Verbindlichkeit zeige.
Merkst du denn nicht, dass du ihn bedrängst ? Er will dich nicht verletzen und er fühlt sich ganz sicher unwohl, wenn du ihn dergestalt in den Würgegriff nimmst.

Was erwartest du im optimalen Fall von einem solchen Gespräch ?
Du: ' warum sagst du mir nie, dass du mich liebst ?'
Er: 'ok, hast recht. Ich liebe dich'
Das kannst du doch nicht ernsthaft wollen.
Genieße eure Beziehung, genieße, was er dir gibt, auch wenn er nichts sagt.

Und nochwas klitzekleines, das mit deiner Frage nichts zu tun hat:
hast du in Australien eine Arbeit ( wohl nicht ohne Visum )
hast du da Freunde ?
hast du ein soziales Leben ?
Das alles solltest du haben, nur dann kannst du dort glücklich werden.

Übrigens: Seltsame Überschrift. Ich denke, er liebt dich. Er sagt es nur nicht.

w 49
 
  • #10
Er meinte, dass seien sehr starke worte und er will alles langsam angehen und nicht so hineinschlittern wie er das in seinen letzten Beziehungen gemacht hat. Ich musste außerdem für ihn in ein anderes Land ziehen und er meinte, er wolle auch irgendwo Sicherheit haben, dass ich in seinem land bleiben kann (visa), bevor er tiefer in diese Beziehung reingeht und eine längere Zukunft plant. Er hat Gefühle für mich, will sich aber für den nächsten Schritt Zeit lassen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso das hier fast alle so unbefangen und rosarot sehen. Dass Taten mehr zählen als Worte, ist völlig klar. Nur: ich kann aus den Schilderungen der FS nicht herauslesen, dass ER sich bisher in irgendeiner Weise wirklich eingelassen hat auf SIE! Sie ist zu ihm gezogen, sie hat ihm beigestanden beim Tod SEINES Vaters, SIE müsste ihr Leben dauerhaft dorthin verlagern. Und Prinz "ich bin ja so vorgeschädigt" hat Angst, sich einzulassen. Nicht,bevor nicht noch zig Bedingungen erfüllt sind. Vorher "erlaubt" er sich offenbar nicht, sich voll zu verlieben? Ernsthaft? Sowas geht- auf Knopfdruck, als willentlich gesteuerte Entscheidung?? Ich sehe das in diesem Fall eher wie @Lily321. Auch mir wirkt sein Verhalten suspekt, und zwar hochgradig. (ausgehend von den paar Bruchstücken die ich hier zur verfüfung habe). Er scheint sich seiner Gefühle absolut nicht sicher zu sein, was auch der Verweis auf frühere Beziehungserfahrungen untermauert. Will er wirklich diese "großen Worte" nicht voreilig in den Mund nehmen? Oder spürt er unterschwellig, dass sie gelogen wären? Das ist ein großer Unterschied und mir ist völlig klar, es ist nicht immer einfach, herauszufinden WIE tief man wirklich für den anderen empfindet. Nach einem Jahr (räumliche Trennung hin oder her) darf man aber schon mal anfangen, etwas Klarheit zu haben bei sich. Das vermisse ich bei dem jungen Mann.
Wie wäre es denn, wenn er mal was verbindliches seinerseits tut - nachdem die FS ihm ja offenkundig schon weit entgegengekommen ist? Echte Taten. Nicht nur sich lieb im Alltag um den anderen Kümmern. Letzteres ist zwar nett und schön, aber - sorry to be the party pooper - für mich nun nicht der wirkliche Liebesbeweis in der geschilderten Konstellation. Und deshalb finde ich auch die Fragestellung des threads durchaus nachvollziehbar.
m/44
 
  • #11
Bin da 100% bei @frei #8. Er liebt dich schon, und du weißt eigentlich auch was das Problem ist : dein Kopf. Es gibt hier Parallel einen Thread zu Verlustangst, vielleicht liest du da mal nach... Zu den kulturellen Unterschieden: wunder dich da mal nicht, die liegen oft im Detail. Wenn du in Australien bereits den Vater gepflegt hast, die Mutter hinter dir steht usw. dann heißt das mehr als 1000 Worte. Natürlich ist es nur eine Tendenz und nicht bei jedem so, aber im angloamerikanischen Raum in die Familie eingebunden zu werden heißt richtig was. Man sollte es nicht glauben, aber in Deutschland geht so was in der Regel schneller vonstatten. In der Regel! Statistiken helfen dir eh nicht. Das Gefühl ist wichtig - das stimmt bei dir - und wichtig ist, dass du dir mit Deinen Ängsten nicht die Beziehung kaputt machst!
 
  • #12
Ich musste außerdem für ihn in ein anderes Land ziehen und er meinte, er wolle auch irgendwo Sicherheit haben, dass ich in seinem land bleiben kann (visa), bevor er tiefer in diese Beziehung reingeht und eine längere Zukunft plant. Er hat Gefühle für mich, will sich aber für den nächsten Schritt Zeit lassen.
Er will dich also nicht lieben, weil du die Aufenthaltsgenehmigung verlieren könntest?
Ich kenne mich mit dem australischen Recht nicht aus, aber normalerweise bekommt man doch als Ehepartner eine Aufenthaltsgenehmigung. Er könnte also genau so gut denken "wenn sie das Land verlassen müsste, könnten wir heiraten". Das tut er aber nicht, sondern lässt dich in diesem Schwebezustand. Wenn er dich wirklich lieben würde, warum zieht er dann nicht in Betracht, dich irgendwann heiraten zu wollen, sondern schließt eine Hochzeit aus?
 
  • #13
Nachtrag: seiner Mutter erzählt er, dass er das löwchen lieben würde - aber dem Löwchen gegenüber mag er nicht "vorschnell von großen Gefühlen reden"? Hä? Und dann: Bloß nicht "hineinschlittern", bloß nicht verlieben - vielleicht wirds ja am ende nichts (wegen visa und so). Da bleiben wir mal lieber emotional nur teilinvolviert um uns vor verletzung und Enttäuschung zu schützen. Legitime Gründe, übrigens, nicht dass mich hier wer missversteht.
Aber wer so "rational" sein "sich Einlassen" zu steuern vermag und das ein ganzes Jahr lang, dem kaufe ich nicht ab , dass er bislang mehr als nur ein bisschen Sympathie empfindet. Schon gar nicht, wenn die Partnerin sich schon ihrerseits so ins Zeug gelegt hat. Nee Freunde, da ist bei ihm (noch) keine wirkliche Liebe im Spiel. Und dass die bei erteiltem Visum auf einmal da ist - sowas glaubt hier wirklich jemand? "Besorg dir erstmal das Visum und nen Job und zieh dauerhaft hierher, dann werde ich mich auch trauen, dich 'richtig' zu lieben." Ja ne, is klar!

Ist mir echt schleierhaft, wieso ausgerechnet so viele lebenserfahrene Frauen hier dem Mann so gutgläubig einen derartigen Vorschuß einräumen - basierend eigentlich worauf? Dass die FS -laut eigener Aussage - "sich wohlfühlt mit ihm"? Das - so schön es erstmal ist - reicht schon?
m/44
 
  • #14
Ich sehe in eurer Beziehung ein deutliches Ungleichgewicht. Du tust sehr viel für ihn, schreibst, dass du ihn liebst. Er scheint sich zurückzulehnen, alles wie selbstverständlich zu nehmen. Du bist zu ihm gezogen, hast einen kranken/ sterbenden Menschen gepflegt bzw. ihm dabei geholfen. Wenn du dies offenen Herzens und ohne Erwartung einer Gegenleistung getan hast, wäre das sehr viel. Was er dir gibt, ist weniger gut erkennbar.

Nach mehreren Monaten, gemeinsamen Erlebnissen, körperlicher Nähe, schwierigen Stunden, würde jeder verliebte Mann von sich aus ein Bekenntnis abgeben. In Worten und/ oder Taten. Ich kann hier weder das eine, noch das andere erkennen. Was hat er für dich getan?

Seine Bemerkung mit den schlechten Erfahrungen sind tatsächlicher oder vorgeschobener Ballast und dürften die Beziehung zu dir nicht belasten. Es würde mich sehr kränken, wenn ich sowas zu hören bekäme. Rumgeeier, Schweigen, Ignoranz. Ich würde mich nicht geliebt fühlen, nicht mehr wohl fühlen, wäre schon längst weg oder gar nicht erst zu ihm gezogen.

Einzige Ausnahme: Du bist auf ihn angewiesen, willst dich von ihm versorgen lassen. Dann wäre es keine Liebesbeziehung sondern ein Handel.
 
  • #15
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir schleierhaft ist woran jetzt so viele hier fest machen, dass er für sie nichts tut. So viel Einblick in die Beziehung haben wir durch die Posts der FS überhaupt nicht bekommen. Warum muss so viel interpretiert werden? Es geht der FS hier einzig und allein um das Fehlen der drei Worte. Wir versuchen ihr hier nur begreiflich zu machen, dass diese nun mal einfach nicht das Nonplusultra in einer Beziehung sind und nichts über die Qualität aussagen. Wie die Qualität der Beziehung aber tatsächlich ist, darüber kann sich doch nun wirklich keiner hier ein Urteil erlauben, weil wegen zu wenig Infos.
Er scheint sich zurückzulehnen, alles wie selbstverständlich zu nehmen.

Achja? Woran genau machst du das fest? Und dass du nicht erkennen kannst, ob von seiner Seite entsprechende Taten vorhanden sind liegt einzig und allein daran, dass du es einfach nicht wissen kannst.
Ich hab teilweise das Gefühl, dass hier jeder auch grundsätzlich erstmal unter Generalverdacht gestellt wird.
 
  • #16
Wir brauchen vielleicht doch ein paar mehr Infos, was denn in seinen früheren Beziehungen so abgelaufen ist. Er ist ja noch jung, aber dass er vorsichtig ist, finde ich gut, zumal die Beziehung zwar "schon" ein Jahr dauert (wenn ich das richtig verstanden habe), aber es waren auch 5 Monate Fernbeziehung (wahrscheinlich ohne direkten Kontakt) dabei. Also alles doch eher frisch. Das Heiratsargument (mit Trauschein hätte sie ein Visum) zählt hier nicht. Die FS schreibt, die vorigen Freundinnen wollten genau das. Zu schnell, zu viel. Das spricht m.E. wiederum für ihn. Erst heiraten, damit sie bleiben kann und dann gucken, ob er sie auch heiraten möchte, ist etwas schräg. Ich finde auch nicht, dass man das (auch wenn man sich liebt) schon wissen muss. Die Frage Heirat und Kinder steht aber schon klar im Raum - und es ist offenbar schon Druck entstanden. Das sagt mir dann, dass meine Idee, eine Liebeserklärung könne für ihn einem Heiratsantrag gleichkommen, so falsch vielleicht nicht ist (fällt mir noch ein: Australien =begehrtes Einwandererland, ein paar Freundinnen bedrängten ihn schon...Waren das Australierinnen)?
Das es ein Ungleichgewicht gibt im Nehmen und Geben kann ich nicht sehen. Er hatte den pflegebedürftigen Vater, nicht sie, dafür kann er nichts. Sie ist vermutlich Austauschstudentin - vermutlich spricht er ihre Sprache nicht und hat keine Perspektiven in ihrem Land, auch dafür kann er nichts. Ich lese eher, dass er sich um sie bemüht und eben ehrlich ist. Dass er der Mutter sagt, dass er sie liebt, ist positiv. Die Mutter ist wahrscheinlich klammerig (denke ich, weil die Exfreudinnen es waren und es sich ihr zu einer Art emotionalem Ungleichgewicht gekommen ist) und will nur "das beste" für den Sohn. Er beruhigt sie. "yes mother, Löwchen is the one". Find ich alles stimmig - aber finde nach wie vor, die Fixierung auf die drei Worte kann was kaputt machen. Ich würde weiter hinfühlen, immer schauen, wenn ich Zweifel habe, ob er mir Anlass gibt, an seinem commitment zu zweifeln.
 
  • #17
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir schleierhaft ist woran jetzt so viele hier fest machen, dass er für sie nichts tut. ...Ich hab teilweise das Gefühl, dass hier jeder auch grundsätzlich erstmal unter Generalverdacht gestellt wird.
ich behaupte nicht, er tue nichts. Ich (und andere) schrieben, dass wir bisher nichts gelesen haben, das von ihm erkennenlässt, dass er sich ohne zig Rückversicherungen einlassen mag. Was es entsprechend merkwürdig erscheinen läßt, dass die recht große er-liebt-sie-ganz-sicher-Fraktion meint, seine Taten würden doch seine Liebe widerspiegeln. Ich sehe diese Taten nicht - ich sehe bislang nur einen sehr zögernden, ängstlichen Mann, der sich (noch) nicht einlassen will und dafür Gründe nennt (frühere schlechte Beziehungserfahrungen, noch kein Visum für die FS). Nicht mehr und nicht weniger.
@Rabentochter: ich meinte kein Ungleichgewicht im Geben und Nehmen. Sondern, dass ich bei ihr Taten sehe, die Verbindlichkeit signalisieren und herstellen. Und bei ihm nicht. Möglicherweiise gibt es sie bei ihm und sie wurden noch nicht genannt von der FS.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Jedoch hat er mir erklärt, dass bei seinen früheren Beziehungen nach der Liebe oder halt nach diesen drei Worten sehr schnell sehr ernste Zukunftspläne aufkamen (Hochzeit, Kinder) und er sich zu schnell in alles reingestürzt hat und dann doch enttäuscht wurde und das diesmal vermeiden will.
Ich vermute einfach, dass er diesen drei Worten einen ganz andere Bedeutung beimisst wie du. Du beziehst ein "Ich liebe dich" rein auf die emotionale Ebene, deine Gefühle. Bei ihm scheinen aufgrund seiner Erfahrungen diese drei Worte nicht nur auf dieser Ebene zu wirken - er verbindet sie mit Zukunftsversprechen/-perspektiven, die er nicht leichtfertig geben möchte. Er hat Angst diesbezüglich enttäuscht zu werden, das zeigt doch, dass er grundsätzlich Interesse an einer gemeinsamen Zukunft hat. Beiß dich nicht an diesen drei Worten fest, er zeigt dir doch, was er fühlt und du fühlst dich gut in der Beziehung. Nur das zählt doch!!! Und vor allem: wenn die Zeit gekommen ist und weiter alles gut läuft, wird er dir diese drei Worte sagen und dann kannst du dir sicher sein, dass er sie nicht leichtfertig sagt.
 
  • #19
Naja, es stand jedenfalls nichts über reale Taten geschrieben, die die fehlenden drei Worte ersetzen könnten.

Außer der Tatsache, dass Mutti wohl mehr über seine Gefühle wisse, weil er sich dort konkreter formulierte, konnte ich nichts finden. Ich bin mir jedoch sicher, die FS hätte uns dies nicht vorenthalten, wenn es "tatkräftige Liebesbeweise" seinerseits gegeben hätte. Dann hätte sie sich selbst eine positive Antwort geben können und hier keinen Rat gesucht.

Ich musste außerdem für ihn in ein anderes Land ziehen und er meinte, er wolle auch irgendwo Sicherheit haben, dass ich in seinem land bleiben kann (visa), bevor er tiefer in diese Beziehung reingeht und eine längere Zukunft plant. Er hat Gefühle für mich, will sich aber für den nächsten Schritt Zeit lassen.

Ich finde es auch ein krasses Ungleichgewicht, wenn einer von beiden seine Heimat aufgibt, zu dem anderen zieht und der andere dann angeblich noch mehr Sicherheit möchte. Sie hat viel riskiert. Was ist mit ihm? Mich würde ja mal Alter und Beruf der Beiden interessieren.

Dass die drei Worte nicht das "Non plus ultra" sind, ist unbestritten.
 
  • #20
Ich auch nicht, weil sie dazu nichts geschrieben hat. Die FS soll lediglich verstehen, dass es nicht um Worte geht, sondern siesich eher viel mehr auf die Taten ihres Freundes verlassen soll. Wenn keine vorhanden sind, dann ist das ein anderes Thema und selbstverständlich sollte man dann seine Beziehung in einer ruhigen Minute mal überdenken.
 
  • #21
. Ich bin mir jedoch sicher, die FS hätte uns dies nicht vorenthalten, wenn es "tatkräftige Liebesbeweise" seinerseits gegeben hätte. Dann hätte sie sich selbst eine positive Antwort geben können und hier keinen Rat gesucht.

Die FS scheint doch genau das erstmal verstehen zu müssen. Im Moment legt sie ihr Hauptaugenmerk ja offensichtlich darauf, dass er die Worte nicht ausspricht. Ich bin mir nicht sicher, ob sie in ihrem momentanen Gedankengang "er sagt mir einfach nicht, dass er mich liebt, also tut er es offensichtlich auch nicht" überhaupt einen anderen Liebesbeweis als solchen annehmen kann. So selbstverständlich wie für dich, ist es für sie wohl nicht.
 
  • #22
PS: Liebe FS, ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du in Australien glücklich werden kannst. Dies gelingt vor allem dann, wenn es dir auch um Land, Leute, berufliche und persönliche Erfahrungen geht. Und wenn du glücklich bist, wirst du noch viel attraktiver für einen Mann sein.
 
  • #23
Mir tut das aber irgendwie weh, ich will doch nicht jahrelang darauf warten dass unsere Beziehung tiefer wird und er mich liebt. Was ist denn wenn er mich dann doch nie lieben wird, dann könnte ich mir das alles ersparen. Es beschäftigt mich wahnsinnig, weil es mir doch irgendwie fehlt, dieses Gefühl geliebt zu werden und eine richtige gemeinsame Zukunft zu planen..
(...)
Oder ist er ein Riesenidiot der mich einfach warm hält? Irgendwie kann ich mir das aber auch nicht vorstellen, dafür gibt er sich zu viel Mühe..
Ich gehöre zwar nicht zur "er-liebt-sie-ganz-sicher" Fraktion, aber zur "hab-mal-Vertrauen-in-deine-Beobachtung-und-warte-es-ab" Fraktion. Es steht hier, dass er sich viel Mühe gibt, mir reicht das. Bei binationalen Partnerschaften muss einer auf Dauer das andere Land aufgeben. Das ist einfach eine Erfordernis der Sache, es bedeutet vielleicht oberflächlich gesehen Verbindlichkeit, aber nicht wirklich. Es macht einen in erster Linie ziemlich abhängig vom Partner. Man ist weit weg vom Freundeskreis, der Familie, gewohnten Strukturen in Ausbildung und Beruf. Man weiß ja nicht mal so richtig wie das ist mit Mietvertrag unterschreiben. Und die Jobsuche erst. Klar, da will man wissen, hab ich ihn nun sicher. Lohnt sich das alles. Aber mal ehrlich, bräuchte man die gleiche Versicherung der Partnerschaft im Heimatland? Eine gute Beziehung kann nur laufen, wenn man dort, wo man ist, auf eigenen Füßen stehen kann. Irgendwo stand schon: eigene Freunde, Interessen usw. sind ganz wichtig. Auch das ist in der Fremde eine große Herausforderung und schwerer zu leisten als am Studienort im Heimatland.
@Löwchen, dass du nicht ewig auf die Entwicklung seiner Gefühle warten kannst und willst, das kann ich auch sehr gut verstehen, wie sicher alle hier. Wie steht es denn um deine Einbindung in den Ort an dem du lebst. Wenn die noch nicht so gesichert ist, würde ich mich darum kümmern. Gucken, dass es mir am Ort auch gut gehen könnte ohne ihn, mir innerlich vielleicht ein halbes Jahr geben und dann mal sehen, wie sich die Beziehung entwickelt hat. Ein halbes Jahr länger macht sich gut im Lebenslauf, und der Beziehung tut es vielleicht auch gut. Für deinen Selbstwert ist es bestimmt auch gut, wenn du ihn einfach etwas loslässt, und doch derweil etwas um dich selbst kümmerst. Alles Gute!
 
  • #24
Was auch immer sich die FS von diesen drei Worten erwartet, sei -finde ich- erstmal dahingestellt.
Sie sollte ihn allerdings damit jetzt bloß nicht nerven. Es ist ein kleines Dilemma: wenn ich allein tausende Kilometer von daheim entfernt wäre, und das nur wegen einem Mann, den ich liebe, würde ich auch nervös werden, wenn ich Zweifel an seinen Gefühlen hätte. Aber wahrscheinlich würde mich dieses Alleine-fernderHeimat-Sein auch erst in eine solche Abhängigkeit bringen und mich so bedürftig machen. Wer viel investiert, hat auch viel zu verlieren, das ist das Problem. Da möchte man am besten doppelt und dreifach versichert sein, dass sich die Investition gelohnt hat. Ich denke, dass ist eine Erfahrung, die viele Menschen machen, die wegen eines neuen Partners ihre Heimat verlassen.
Problem auf seiner Seite ist, dass wenn er diese Frage noch sehr oft hört, wahrscheinlich genervt mit den Augen rollt, aber irgendwann -im Extremfall- die Koffer packt, weil das ja auch irgendwie nicht auszuhalten ist. Ich liebe dich will man doch irgendwie auch freiwillig sagen, und es nicht rausgelockt, gepresst oder erjammert bekommen.
Ich habe keine Lösung dafür, außer die FS sollte sich erstmal zurücknehmen und gucken was kommt. Immerhin scheint die Beziehung im Moment gut zu laufen.
Viel Erfolg!
 
  • #25
Liebe Fs,
ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht. Ich befand mich in einer ähnlichen Lage. Dieses emotionale "in der Luft hängen" war dann gepaart mit der sehr negativen Lebenseinstellung meines Ex-Freundes auch der Trennungsgrund.
Die 3 Worte wurden in den 3 Jahren unserer Beziehung nicht ausgesprochen. Es gab aber auch sonst nicht viele nette Worte oder Gesten. Ich befand mich in der Warteschleife und hoffte jahrelang, dass da irgendwann mal ein bisschen Verbindlichkeit und emotionale Sicherheit rüberkommt und schob alles den vermeintlich schlechten Umständen zu. Es kam aber nichts von ihm, das hat mich unheimlich gequält. Er meinte zwar er würde mich lieben, aber er konnte es mir nicht zeigen.
Ich habe dann die Notbremse gezogen, weil ich eingesehen habe, dass ich nur Zeit und Energie verschwende.

Höre auf dein Gefühl! Wenn die Beziehung auch ohne diese 3 Worte eine Bereicherung ist und er dir mit Taten zeigt, dass du ihm viel bedeutest, würde ich mir nicht allzu große Gedanken machen.
 
  • #26
Ich persönlich neige auch dazu, die Emotionen mit Worten zu unterstreichen.
Ich nenne es einmal platt ausgedrückt: verknallt, vetliebt, lieb haben, lieben!
Hat sich aber auch durch die Erfahrung geprägt. Zb ein " Ich liebe Dich " ...käme bei mir wahrscheinlich nicht vor einem Jahr!

Nur kann es natürlich sein, dass ein Partner in sich andere Abstufungen hat.
Oder andere Erfahrungen!
Es gibt auch Menschen, die von diesen Worten gar nichts halten. Weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass Worte nichts sind, Taten und Gesten alles!
Nachfragen und Erwartungen, würden da Druck auslösen!
Ersteres würde ich dennoch tun, wenn ich mich unwohl fühle...
Aber nicht mit....liebst Du mich nicht. Sondern wie sieht das bei Dir aus? Wie wichtig sind Dir solche Worte und welche Abstufungen hast Du?
 
  • #27
Hm, ich bin auch skeptisch. Ja, er möchte nicht ich-liebe-dich-sagen, weil du dir dann eine gemeinsame Zukunft ausmalen könntest, und das setzt den armen Kerl dann unter Druck.
Allerdings hast du alles aufgegeben, hast in ihn und seine Familie sehr viel hineingegeben, und er sagt nun, ach, ich weiss noch nicht.
Schaun wir mal, ob du dein Visum kriegst.
Es ist finde ich, wenn du wirtschaftlich von ihm abhängig bist-bist du das?-schwierig zu sagen, ich zieh mich jetzt mal zurück und mach mein eigenes Ding...dann sehen wir weiter.
Trotzdem bringt dich weiteres nachbohren ja nicht weiter, hast du dort eigene Freunde, oder läuft alles über ihn?
 
  • #28
Also zu mir, ich bin 23 Jahre alt und habe in Deutschland eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht, die mir aber nie Spaß gemacht hat und diesen Beruf will ich auch definitiv nicht ausüben. Mir ist es nicht sooo schwer gefallen Deutschland zu verlassen, da ich kaum Familie habe und auch zu dieser nicht gerade das Beste Verhältnis pflege, manchmal ist es gerade Distanz die unser Verhältnis bessert. Derzeit bin ich hier mit dem Work and Holiday Visa, habe einen Job der mir sehr gut gefällt und dadurch auch schon Anschluss und ein paar Freundschaften gefunden (natürlich noch erweiterbar aber für den Anfang doch ganz gut). Nächstes Jahr will ich dann zur Uni gehen und studieren was ich schon immer studieren wollte. Dies ist auch ein Beruf der hier in Australien sehr benötigt wird und ich erhoffe mir dadurch und unabhängig von meinem Freund eine Aufenthaltsgenehmigung (laut Migrations Anwalt habe ich auch recht gute Chancen).

Von Anfang an stand es für mich nicht zur Debatte, dass mein Freund zu mir nach Deutschland kommt, warum auch? Er spricht kein deutsch, ich spreche Englisch. Er hat einen festen Job den er wirklich mag, ich bin gerade mit der Ausbildung fertig und will sowieso was anderes machen. Er hat eine große Familie zu der er ein gutes Verhältnis pflegt, ich nicht. Hier haben wir den Strand direkt vor der Tür und das Wetter ist natürlich auch um einiges besser.

Mein Freund wird bald 30 und seine letzte Beziehung kam auch aus einem anderen Land, diese hat ihn dazu gedrängt dieses Partner Visum zu beantragen, welches sehr teuer und ungewiss ist und als die Chancen schlecht standen, wollte sie unbedingt eine Hochzeit. Mein Freund wollte aber nicht nur aufgrund eines Visums heiraten (was ich sehr gut verstehen kann). Eines Tages ist sie nach Deutschland geflogen um ihre Familie zu besuchen und einfach nie wieder gekommen (Nachdem sie schon Schluss gemacht hatten, kam dann auch die Absage für das Visum und 10.000$ waren dahin). Vielleicht ist es auch das was ihm ein bisschen Angst macht, dass ich doch Heimweh kriege und mich eines Tages einfach abmache.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Also ich will auf keinen Fall wegen einem Visum heiraten sondern weil es sich richtig anfühlt und für mich sowie auch für ihn, ist eine Heirat auch irgendwie mit Kindern verbunden und das hat alles noch Zeit, auch wenn ich gerne mal mit ihm darüber träumen würde.

Zu seinen Taten, einen großen Knaller hat er nicht gebracht, aber bei mir liegt zum auch Glück kein Familienmitglied im Sterben.
Im Alltag ist er aber immer sehr liebevoll und fürsorglich. Auch ich habe meine Laster aus einer früheren Beziehung mitgebracht und darunter hat am Anfang unser Sexleben gelitten, er war immer sehr verständnisvoll und hat mir alle Zeit gelassen mich auf ihn einzulassen. Hin und wieder habe ich auch wegen früher schlimme Alpträume und wache nachts panisch auf, er kümmert sich immer um mich bis ich wieder eingeschlafen bin und war noch nie genervt deswegen, egal wie früh er am nächsten Morgen aufstehen muss. Wenn ich arbeite und er nicht komme ich immer nach Hause und die Wohnung ist blitzblank und ein gekochtes Abendessen auf dem Tisch. Falls er einen langen Tag an der Arbeit hat und ich bin zu Hause und habe nichts geplant, ruft er regelmäßig an um meine Stimme zu hören. Wir unternehmen sehr viel und gehen vor allem auf viele spontane Roadtrips, dadurch haben wir schon einige Nächte im Auto verbracht und haben generell wirklich viel Spaß. Wir lachen wahnsinnig viel zusammen und falls mich mal Heimweh packt, bringt er mich immer zum lächeln.

Ich habe einen großen Teil seiner Familie und Freunde kennen gelernt und verstehe mich mit allen sehr gut. Gegenüber seiner Familie nimmt er mich sehr oft in den Arm (obwohl wir eigentlich eher privat sind) und erzählt allen, er hat das beste Mädchen gefunden und ich sei sein Fels in der Brandung (privat sagt er sowas selten zu mir). Ich war noch nie Fan von irgendwelchen großen romantischen Sachen a la Blumen, aufwendige Dates oder teurer Geschenke. Ich bin zufrieden wenn wir uns mit Bier und Chicken Wings aufs Sofa setzen und Rugby gucken. Wir sind auch extra in eine größere Wohnung gezogen um Platz für meine Freunde und Familie zu haben und unser Trip nach Deutschland ist dieses Jahr auch schon geplant, sofern er Urlaub von seiner Arbeit genehmigt bekommt.
 
  • #30
Liebe Löwchen,

Warum so unsicher. - Nur wegen der Drei Worte?

Gerade Dein letzter Post klingt doch wunderschön, es sind die Taten, die zählen, nicht die Worte.
Und es kommen zusätzlich Worte. Äußerungen gerade nach außen, die viel Gefühl und Zuneigung für Dich enthalten.

Du bist unsicher, hast Deine Zweifel - aber nur wegen dieser Worte?
Oder gibt es doch noch anders, vielleicht etwas, was gar nichts mit ihm zu tun hat? Du schreibst von Alpträumen, da sind alte Verletzungen. Die können die Ursache für Zweifel an einem neuen Partner sein.
An Deiner Stelle, wenn es diese Art Zweifel sind, würde ich mich hinsetzen und alles aufschreiben, was Du Positives mit Deinem Freund erlebst, was er über Dich sagt, wie er sich Dir gegenüber verhält. Du hast hier einiges genannt.
Mir hilft das für einen Realitätscheck. Das klare Gegengewicht zu den diffusen Zweifeln.

Und ansonsten - Du baust Dir gerade dort Dein Leben auf, würdest unabhängig von ihm bleiben wollen und können.
Also wo ist Dein Risiko momentan.

Genieße es, es wird sich entwickeln und mit der Zeit und Geduld wird das Thema Vertrauen und sich ganz einlassen für Euch beide leichter.
Ihr habt schon eine gute, solide Basis. :)
 
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