• #61
...und da gebe ich Balu72 völlig recht, wer Unterstützung möchte, muss das bei den meisten Männern in klaren "Aufträgen" formulieren. Die Erfahrung habe ich auch gemacht und mittlerweile ist mein Mann "sehr selbständig" in Haushaltsfragen geworden.
Dasselbe gilt für die Kinder und auch die Gestaltung der Paarabende... klare Ansagen statt vager Erwartungen. Das klappt meistens viel besser. Ich würde mir eine gute Paarberatung suchen - ihr könnt (fast) nur gewinnen: vielleicht lernt ihr zu kommunizieren und euch in die Situation des anderen zu versetzen oder ihr habt Unterstützung bei der Trennungsentscheidung/sauberen Trennung.
Oh es wäre schön, wenn man alle Männer so "dressieren" könnte, wie du deinen! Scherz beiseite.

Ich bin auch eine Frau der klaren Kommunikation und klaren Anweisungen, zumal ich als Rollstuhlfahrerin manchmal Hilfe im Haushalt brauche und ganz konkret sagen muss, wo ich Hilfe brauche. Etwas in den Keller bringen oder holen oder in den obersten Regalen das Geschirr verräumen...

Doch leider stimmt nicht für alle Männer was Balu72 sagt. "stellst du bitte die Butter in den Kühlschrank und räumst du nach dem Essen den Tisch sauber, ich bin in 1 Stunde wieder zurück" war meine klare Anweisung an einen Exfreund. Als ich zurück war, war alles auf dem Tisch. Hätte mir das Reden sparen können.

Es gibt einfach Männer, die ihre Frauen überhaupt nicht respektieren und ernst nehmen egal, ob die Frauen konkrete Ansagen machen oder nur " bringe dich im Haushalt ein" fordern.

Und wiederum gibt es Männer. die von sich aus die Frauen fragen, was sie helfen können, weil sie sie lieben und sehen, dass sie masslos überfordert ist und auf dem Zahnfleisch läuft. Das nennt man Aufmerksamkeit und der Partner der FS ist alles andere als aufmerksam. Zumindest am Wochenende hätte er sicherlich mehr helfen können, denn da hatte er vermutlich frei.
 
  • #62
Nach meiner Einschätzung hast du Sofie-Mum als Mutter, wenn die Kinder bei dir bleiben, das Recht auf Kindesunterhalt und auch teilweise auf Unterhalt für dich, da das eine Kind noch jünger als drei Jahre ist. Du bist da juristisch eigentlich in einer recht starken Position und wenn du diesen Weg beschreiten willst, wird dir ein Anwalt gerne helfen, der lebt ja davon.
Bei der Sache mit dem alleinigen Sorgerecht liegst du m.E. nicht ganz richtig. Aber evtl. meinst du das Aufenthaltsbestimmungsrecht? Das ist ein Unterschied. Das Sorgerecht bekommt der Vater nicht so einfach weggenommen.

Was die emotionale Seite angeht war es bei mir so, dass ich bei der Trennung sauer und wütend auf meine ex-Frau war und mich juristisch gewehrt habe so gut es ging. Jetzt mit einigen Jahren Abstand sehe ich es so, dass ich mich in erster Linie darüber geärgert habe und enttäuscht war, dass ein Lebensentwurf gescheitert war und man nicht so einfach eine zweite Chance erhält. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich schon früher erkennen können, dass es nicht die richtige Partnerin war. Sowas passiert halt.
Komisch finde ich aber deine Aussagen, dass deine Kinder keine Erinnerung an den Vater haben bzw. ihn nicht vermissen. Das geht ja eigentlich nur, wenn ihr gar kein Familienleben hattet und keine Zeit miteinander verbracht habt.
 
  • #63
Daß die Beziehung der FS zerrüttet ist und ihr Partner maßgeblich dazu beigetragen hat, steht für mich genau so klar fest wie für die meisten anderen hier. Nur sollte sich jeder im klaren sein, daß es beim Scheitern einer Beziehung immer zwei Seiten gibt, die dazu beigetragen haben.
Kommunikation ist immer eine Möglichkeit einen Bruch im Vorfeld zu verhindern, sie ist aber auch kein Garant dafür.
Es ist in meinen Augen auch keine "Dressur", wenn eine Frau ihrem Partner etwas beibringt, das er von Hause aus nicht gelernt hat. Ich erwarte von einem Stift im ersten Lehrjahr schließlich auch nicht, daß er eine komplexe Maschine ohne Konstruktionspläne zusammenbauen kann, sondern bringe ihm erstmal die Grundfertigkeiten bei und erkläre ihm, wie es geht. Manchmal wird es nicht gelingen, weil es Menschen gibt, die für bestimmte Dinge einfach kein Verständnis haben, aber in den meisten Fällen ist der Wille da und mit einiger Übung auch das Können.