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amsel456

  • #1

Er hat aus Vernunft Schluss gemacht. Was kann ich tun?

Hallo ihr Lieben!

Hier meine Geschichte: ich (27) und er (32) waren nach einer aufregenden Kennlernphase von einem dreiviertel Jahr, 6 Monate zusammen (Fernbeziehung). Er brachte mir eine Liebe und Gefühle entgegen wie ich es bisher nie erfahren habe. Leider konnte ich dies nie richtig annehmen (ich habe große Selbstzweifel und Vertrauens- sowie Verlustängste) so, dass ich ihn und seine Gefühle ständig anzweifelte. Ihn (eigenes turbulentes Leben und Vergangenheit ) machte das sehr fertig, da er alles gab um mich von seiner Liebe zu überzeugen. Er sprach sogar von Selbstaufgabe.
Wenn meine Zweifel nicht da waren, hatten wir die schönste Zeit. Es passte alles. Die Gefühle, Gedanken ...wir lachten und weinten über die selben Sachen, liebten die gleiche Musik und wir hatten auch eine Körperliche Anziehung zueinander wie ich es nie erlebt habe. Wir liebten uns. Bis das Fass überlief und er bei einer erneuten Unterstellung meinerseits ihm gegenüber sagte, dass er nicht mehr kann und wir getrennte Wege gehen sollten. Ich war total fertig aber ich verstand ihn und ließ ihn. (Ich startete eine Therapie, beschäftigte mich mit mir und den Fehlern)
Er meldete sich einmal die Woche bis er nach einem Monat ein Treffen mit mir wollte. Dafür fuhr er die 300 km zu mir. Ich war sehr aufgeregt, wollte alles richtig machen. Aber das Treffen ging in die Hose. Ich fing wieder an mit den Zweifeln und Ängsten anstatt zu genießen, dass er da ist. Für ihn war klar. Die Entscheidung war richtig. Wir litten beide sehr aber er blieb bei seiner Entscheidung. Er glaube mir nicht dass ich mich je verändern würde...ich hätte es ihm so oft versprochen und nie gehalten. Er hat keine Kraft mehr weil er merkt dass er sich fast selbst aufgegeben hat. Und er keine Zukunft sieht.

Und dann war er auf einmal ganz kalt zu mir. Behauptete sogar er würde mich nicht mehr lieben (?) So, dass ich die Welt nicht mehr verstand. Wir liebten uns doch so sehr. Jetzt ist Zeit vergangen und ich kann den Kern seiner Entscheidung mehr und mehr verstehen.
ICH BRAUCHE DRINGEND EURE HILFE! Das wäre so lieb !

Jetzt meine Fragen an euch... wie schätzt ihr die Situation ein?
Wie kann ich ihn davon überzeugen, dass ich mich ändere?
Hab ich überhaupt noch eine Chance?
Ich liebe ihn nach wie vor sehr und deshalb will ich nix unversucht lassen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Jetzt meine Fragen an euch... wie schätzt ihr die Situation ein?
Wie kann ich ihn davon überzeugen, dass ich mich ändere?
Hab ich überhaupt noch eine Chance?
Ich liebe ihn nach wie vor sehr und deshalb will ich nix unversucht lassen.
Vergiss es, das ist total vergeigt Hab Selbstwert, Selbstachtung und ein gewisser Selbststolz, zeige dich nicht bedürftig, so wie du deine Frage hier an uns stellst, lass ihn in Ruhe, schließe den Kontakt, schaue nach vorn und gehe mit einem Mann zusammen, der dich liebt. Er liebt dich nicht, klare Aussage von ihm, warum respektierst du das nicht? Jeder Kraftakt ist umsonst!
 
  • #3
Wie kann ich ihn davon überzeugen, dass ich mich ändere?
Das geht so nicht, weil man sich nicht wegen eines anderen ändern kann. Du musst es wegen Dir selbst tun und das kann dauern, wenn Du so unsicher bist.

Es ist schrecklich, wenn man das Gefühl hat, man muss irgendwas tun und der andere will das gar nicht mehr. Ich meine, Deine Unsicherheit kommt ja irgendwoher und Du suchst nun nur die Schuld bei Dir und denkst, Du hast DIE Beziehung Deines Lebens verloren. Aber ich denke, das stimmt so nicht, Du hast ihn nur als Besucherin erlebt, wo er sich ganz auf Dich einstellte. Das wäre im Alltag aber niemals gegangen, weil es zu energiezehrend für ihn war. Fernbeziehungen sind ja bei den Begegnungen oft intensiv, weil es auch so viel Sehnsucht gibt. Aber alltagsmäßig wäre das schnell ausgebrannt, wenn man es so leben würde.

Kümmere Dich um Dich selbst und um Deine Ängste, das hilft Dir am meisten. Ich denke nicht, dass Du irgendwas tun kannst, damit er zurückkommt, weil ihn das ganze so aufgesogen hatte, er hat es ja selber mit "Selbstaufgabe" beschrieben. Beziehungen funktionieren so nicht, weil es vom anderen ja nur eine leere Hülle lässt und der Sauger immer noch nicht genug hat. Damit das Gefühl der Sättigung eintreten kann, musst Du Dich mit Deinen Verlustängsten auseinandersetzen und verstehen, dass eine Beziehung dieses Loch niemals füllen kann.
 
N

nachdenkliche

  • #4
Man führt genau aus dem Grund die Trennung herbei, vor dem man ständig Angst hat. Nämlich Misstrauen, dadurch wird alles hinterfragt und mangelndes Selbstwertgefühl.
Aber es ist schwer zu vertrauen und sich fallen zu lassen, wenn man hier im Forum so die Beiträge liest. Ich denke dann immer : Schlimmer gehts nimmer, aber es kommt schlimmer!
Einfach etwas wachsamer sein..? Keine Ahnung. Der Spruch aus einem anderen Thread : "zu schön um wahr zu sein"...hat seine absolute Berechtigung!
 
  • #5
Hallo Amsel,

meine - zugegeben, solidaritätsgeprägte - Einschätzung der Situation:

Dein Freund ist mit dir durch die Hölle gegangen, immer wieder, immer weiter, bis zu eurem letzten Treffen. Da konnte er sich dann, nach längerer Pause, nach reiflicher Reflektion, noch einmal live davon überzeugen, dass er wirklich dringend raus muss, dass du dich zwischenzeitlich (natürlich) nicht geändert hast.

Dafür wird er dir dankbar gewesen sein - viel schlimmer für ihn wäre es ja gewesen, wenn du dich bei dem letzten Treffen von deiner Schokoladenseite gezeigt hättest, und die Sache weitergelaufen wäre. Und ja, doch, das gibt es: wenn der Kopf ganz stark "Nein" sagt, zieht irgendwann auch das Herz nach, durchaus.

I would like to be that strong.
manchmal
 
  • #6
Guten Morgen liebe FS,

vielleicht waren deine Zweifel doch ein bisschen berechtigt aufgrund seiner turbulenten Vergangenheit? Wer eine so überschüssige Liebe lebt, der hat plötzlich keine toten Gefühle. Vielleicht hat dir Sicherheit gefehlt, die du nicht fühlen konntest, so dass Ängste und Selbstzweifel überhand genommen haben? Woher kommen deine Ängste und Selbstzweifel, ist es ein grundsätzliches Problem und wodurch sind sie entstanden?
Aktuell sich darauf zu konzentrieren, um ihn zurückzugewinnen, wäre für euch beide nicht gesund. Es wäre besser, wenn du vorerst deine Erkenntnisse umsetzen lernst und mit dir zurecht kommst. Lass los und einfach geschehen, das wäre der erste Schritt für dich grundsätzlich zum Leben, Vertrauen zu entwickeln und gebe den Raum frei, damit auch er alles für sich ordnen und sortieren kann.
Wenn ihr füreinander bestimmt seid, werden sich dann Wege aufzeigen, die zueinander führen. @--->-->- Viel Gkück !
 
  • #7
Diese Beziehung mit dem ganzen Drama ist war für euch beide nicht gut. Du bist nicht bereit gewesen, weil du dich selbst noch nicht sortiert hast. Das kann viele Jahre dauern.
Ich denke, ihr habt beide auch zu einem guten Teil Drama und Liebe verwechselt.
In Wirklichkeit ist es einfach; ihr paßt einfach nicht zusammen. Das ist daran zu erkennen, daß es beiden nicht gut tut. So einfach ist das.
Lerne deine Unsicherheiten zu bewältigen, und für beide: lernt Liebe und Drama nicht zu verwechseln.
 
  • #8
Ich kann ihn sehr gut verstehen. Du raubst ihm mit deinen Verlustängsten alle Energie. Er kann nicht mehr und er ist auch nicht dein Therapeut. Eine Beziehung zwischen euch zu diesem Zeitpunkt kann nicht funktionieren; es ist nicht auf Augenhöhe; jeder zerrt an einem anderen Ende, hat andere Bedürfnisse.

Du musst an dir weiter arbeiten. Lass ihn jetzt in Ruhe und kümmere dich um dich selbst, damit du auch geben kannst und vertrauen kannst. Du sollst nicht andere überzeugen, dass du dich änderst und an dir arbeitest, sondern es tun. Nicht reden, sondern handeln!
 
  • #9
Liebe FS,
Für jemanden, der eher unsicher ist und Rückversicherung braucht, ist eine Fernbeziehung mit einem so sensiblen Mann, der sich beinahe "aufgibt" und dich aufwendig von seiner Liebe zu überzeugen versucht, einfach das falsche Arrangement.
Um dich ein wenig von deiner Selbstkritik zu entlasten, möchte ich dir sagen, dass Fernbeziehungen meistens mit mehr Unsicherheit besetzt sind, da ein gemeinsamer Alltag nicht möglich ist. Man hat so auch mehr Zeit, um den neuen Partner zu idealisieren und sich eine perfekte Fantasieversion von ihm zu schaffen.
Oder eben die betrügerische, untreue Horrorversion davon.
Hinzu kommt, du hättest vielleicht einen Partner gebraucht, der dir in deinem Misstrauen schneller Grenzen setzt. Ein Mann, der sich diesen Unterstellungen nicht von Anfang an klar entgegensetzt und sagt, "so nicht, meine Liebe", der fällt in das Muster, sich wie ein Schuldiger zu verhalten und sich dir beweisen zu wollen. Und das schürt die Idee, irgendwo, deine Zweifel seien okay, und züchtet dein Verhalten regelrecht heran. Denn du "lernst" ja, wenn du dich genug unterstellend verhältst, wirst du beruhigt und bekommst mehr Aufmerksamkeit.
In der nächsten Beziehung (diese hier ist definitiv verloren!), mach es anders. Hinterfrage deine Zweifel auf eine rationale Art, und lerne, deine Bedürfnisse freundlich, statt als Vorwurf oder Anschuldigung zu formulieren. Bedürfnis nach mehr Kontakt: "Hi, ich vermisse dich, können wir heute abend telefonieren" statt "und, betrügst du mich und lässt mich jetzt links liegen?"
 
  • #10
Liebe Fragestellerin. Oh, wie gut ich Dich verstehe. Diese Ängste und inneren Konflikte, die einen auffressen, diese inneren Kriege, bei denen es nur Verlierer gibt.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Dein Urvertrauen in der wohl wichtigsten frühkindlichen Prägephase, aus welchen Gründen auch immer, stark gelitten hat. Dein Bindungs- bzw. Beziehungsstil ist unsicher, Du konntest zu Bezugspersonen kein Vertrauen entwickeln und das steht Dir nun im Weg.

Interessanterweise hast Du einen Partner angezogen, der auch mit sich Probleme hat. Die Menschen, die wir in unser Leben ziehen sagen uns sehr viel über uns selbst. Und auch er hat seine Aufgaben.

Mir ist gleich aufgefallen, dass Ihr erst nach einem halben Jahr zusammen gekommen seid. Ging es da schon los mit der Holprigkeit?

Deine Aufgabe liegt nun bei Dir selbst, die Arbeit an Dir selbst. Dieses Thema wird Dich so lange einholen, bis Du es in den Griff bekommen hast. Dir steht noch viel Arbeit bevor, drum packe sie an. Viel Glück.

P.S. aus eigener Erfahrung bedarf es bei einer solchen Problematik sehr viel Selbstdisziplin, denn man sollte seinen eigenen inneren Impulsen stets misstrauen und vor allem nicht am Partner entladen, denn der kann nichts für die eigenen Probleme, er ist lediglich der Trigger.
 
  • #11
1) Wenn Du mit ihm Schwimmen gehen würdest, dann würdest ihn nicht umklammern und hoffen, daß er Dich über Wasser hält. Wenn ich Dich lese über "Verlustängste" dann tust wohl genau das, obwohl an sich im Wasser "Beziehung" keine Gefahr droht - es ist alles in Ordnung.

2) Wenn Ihr 300 km habt bleibt für eine dauerhafte Beziehung die Frage "Wer zieht irgendwann zu wem ?" - hierzu lese ich keine Antworten.

3) Du kannst nun versuchen, Deine Verlustängste mit ihm oder ohne ihn loszuwerden.

A) Er hat einfach keinen Bock mehr drauf - d. h. er hat sich getrennt. Klar daß er sagt "ich liebe Dich nicht mehr" weil er die Trennung klar durchziehen will, die Du nicht willst. Er will auch nicht Dein Lehrer sein, Verlustängste loszuwerden, weil er auch nicht mehr wissen will, was er denn tun soll und was er nicht tun darf.

B) Erst jetzt kommst Du ins Spiel - wenn er noch wollen sollte. Hand aufs Herz: Meinst Du, wenn er wieder zu Dir kommt und Dich wieder "liebt" daß Du ihn dann in Ruhe schwimmen lassen kannst ? Er stellt aufgrund der Vergangenheit Prognosen darüber an.

3)

und

Leider konnte ich dies nie richtig annehmen (ich habe große Selbstzweifel und Vertrauens- sowie Verlustängste) so, dass ich ihn und seine Gefühle ständig anzweifelte
Du wirst die Probleme mit ihm über die Fernbeziehung nicht in den Griff kriegen - besser ist es, wenn Du Dich trennst, zu dir findest und Dir dann jemand aus Deiner Gegend suchst, mit dem Du Dein Leben vor Ort teilen kannst. Zum Bewältigen von Verlustängsten ist ein Mann mit turbulentem Vorleben in einer Fernbeziehung nicht geeignet; such Dir einen lieben, bodenständigen, vertrauenswürdigen Mann aus Deiner Nähe.

Sicher war der Sex und die Erlebnisse mit Deinem Ex gut. Aber Du wirst auch mit anderen Männern schöne Erlebnisse haben, wenn Du sie zuläßt. Du brauchst keinen erfahrenen Mann mit turbulentem Vorleben dafür.
 
  • #12
Behauptete sogar er würde mich nicht mehr lieben (?) So, dass ich die Welt nicht mehr verstand. Wir liebten uns doch so sehr.
Das ist so und auch eigentlich recht einfach zu verstehen. In einem anderen Post mit ähnlicher Thematik habe ich mal geschrieben: "Permanente und verletzende Streitereien sind wie Gift für die Liebe - sie wird immer weniger und stirbt irgendwann".

Ständiges Anzweifeln von ehrlichen (davon gehe ich jetzt mal aus) Gefühlen hat genau die gleiche Wirkung und verursacht ebenso tiefe Verletzungen. Ich bin auch sicher, vor lauter Verzweiflung seinerseits ist die Situation nicht selten in einem handfesten Streit geendet.

Der endgültige Todesstoß wird das Treffen verursacht haben, wo der letzte Funke Hoffnung - und damit auch die Liebe - in der Gewissheit erloschen ist, "es hat sich nichts geändert".

Ich werde nie verstehen, warum Menschen die dunklen Zeichen ihres Handelns nicht erkennen wollen und dann erst zur Einsicht kommen, wenn die Beziehung irreparabel in Schutt und Asche liegt.

Helfen kannst nur Du Dir selbst, indem Du Deine Problematik in den Griff bekommst - sonst werden zukünftige Beziehungen ebenfalls scheitern, ständiges Misstrauen ist für einen Partner unzumutbar.

Für die letzte sehe ich kaum noch eine Chance.
 
  • #13
Lass bitte alle Versuche, die du dir ausmalst um ihn von dir zu überzeugen, unversucht. Das ist das Vernünftigste was du tun kannst. Er möchte nicht (mehr) .... klare Ansage, also bitte respektieren. Liebe trägt immer ein Risiko verletzt zu werden, akzeptiere und beschäftige dich nicht mehr damit.
 
  • #14
Es wird einen Menschen geben, bei dem Du Dich sicher fühlst. Bei diesem warst Du nicht gut aufgehoben, und letztendlich hast Du eine Art self-fulfillig prophecy betrieben. Er hat keine Kopf-Entscheidung getroffen, sondern es nicht mehr ausgehalten. Lass ihn laufen. Du wirst ihn nicht zurückgewinnen.

Deine Aufgabe liegt in der Zukunft. Wenn Du jemand Neuen kennenlernst: Du kannst Deine inneren Konflikte nicht von jetzt auf hopp überwinden. Aber Du kannst Dein Verhalten ändern. Und mit dem geänderten Verhalten steigt auch Dein Vertrauen in Dich selbst und Deinen Partner. Wenn Du jemanden liebst, mach kein Heiß-kalt-Spiel mit ihm. Bleibe konsistent, mache keine Vorwürfe, mach nicht Schluss. Arbeite daran, Deine negativen Impulse unter Kontrolle zu bekommen. Und ehrlich gesagt: Rede nicht über Deine Probleme mit Deinem Partner. Du musst sie selbst lösen. Klar, Du kannst ihm sagen, dass Du manchmal unsicher bist, aber erzähl besser nicht von dem Erlebnis, das Du gerade hattest. Rede darüber nur mit einem Therapeuten und sehr engen Freunden.
 
  • #15
Das liest sich eher wie ein Drama, das du ausgelöst hast. Denke auch nicht, das du dich ändern wirst, sonst hättest du es schon längst gemacht. Es gibt halt Menschen die brauchen immer eine gewisse weise Drama um sich, aber das schreckt dann auch die Menschen ab die Bodenständig sind. Ich an seiner Stelle würde mich mit dir auch nicht mehr einlassen, das nächste Drama ist ja schon vorprogrammiert.
 
G

Ga_ui

  • #16
Ich verstehe nicht ganz richtig? Warum musst du dich ändern und warum musst du ihm was versprechen? KEIN Mann würde sich im Gegenzug für dich ändern!
Du bist doch kein Kleinkind vor der Mama, die getatelt werden muss, sondern eine erwachsene und reife Frau mit dem Recht, auch eigene Fehler machen zu dürfen! Solange du das nicht kapierst, wird dich jeder wie ein Idiot behandeln!

Ich lebe persönlich nach der Mentalität: Ich mache keine Fehler, aber andere machen dafür umso mehr Fehler! Ich mache menschliche Fehler, ja, aber das gehört dazu, nur aus Fehlern wird man eine Leuchte, und die kann ich mir als Mensch erlauben, denn ich bin ja schließelich kein Übergott.

1. Krieg ganz schnell deine Verlustängste auf die Reihe. Du brauchst keinen Mann und wenn, dann muss er freiwillig bei dir bleiben, ohne dass du unter Abhängkeit leidest oder Angst haben musst, etwas falsch zu machen. Und wenn du das am Anfang noch nicht kannst, lass deine enorme Abhängkeit wenigstens nicht so raushängen.

2. Man sollte sich den Kontrollhebel des Lebens nichts aus den Händen nehmen lassen. Er trennt sich, aus Vernunft, fährt aber gleichzeitig wieder 300 km zu dir! Er spielt Kasperlestheater mit dir. Ich hätte ihm den Vogel gezeigt und nach Hause geschickt. So wird er sich nächstes Mal zweimal überlegen, was er tut.

Er hat auch nicht aus Vernunft Schluss gemacht, er ist einfach behämmert und hat seine Liebe verspielt. Das würde ICH ihm so sagen. Anstatt mich in die untergeordnete Rolle schieben zu lassen, worauf er auf mir herumhacken kann, wie es diesem Sensibelchen gerade passt.

Zeige ihm, was Vernunft heißt, und blockiere ihn überall, mach ihm nicht mehr daheim auf, so dass er dich nicht mehr erreichen kann. Er muss schon zu den Entscheidungen und dessen Konsequenzen stehen wie ein Mann. Ich würde mir das jedenfalls nicht bieten lassen (egal, was ich getan habe). Entweder bin ich ihm als Mensch wichtig oder eben nicht. Dazwischen gibt es nichts.

Lass dich schnell von einer Freundin aufbauen und tröste dich mit neuen Kontakten. Das wirst du jetzt als Halt brauchen.
 
  • #17
Angeblich kann man/frau jemanden verführen. Wäre die Frage, ob du schonmal einen Mann verführt hast oder ob du Lust hast, ihn zu verführen. Angeblich gibt es noch etwas anderes als Vernunft.

Vielleicht schaffst du es, ihn zu verführen. Zu was auch immer. Die meisten haben keinen Bock auf Vernunftsbeziehungen.