• #31
Wenn wir heiraten und ich ihren Namen annehme, wäre es in Wirklichkeit der Namen des Ex-Mannes. Sie führt den, um gleich zu heißen, wie ihre Kinder.
Ja das sind reale Probleme, die eben gerne ausgeblendet werden, wenn die Kinder anders heißen und man sich vom Kindesvater trennt. Aber immerhin, wenn man nur Töchter hat, ist die Wahrscheinlichkeit ja ziemlich groß, dass man eh früher oder später unterschiedliche Namen trägt (haha).

Ihr glaube ich, wäre es wichtig so zu heißen, wie ihr Mann, also ich.
Im Endeffekt geht es genau darum. Nicht in diesem geschilderten Einzelfall. Dass ein gemeinsamer Name für die meisten Ehepaare wichtig ist, ist wohl Tatsache. Aber ich frage mich eben, warum es generell fast immer Frauen sind, deren Name eben nicht gewählt wird.
 
  • #32
Bei meinen Eltern war es so, dass mein Vater den Namen meiner Mutter angenommen hat, weil der einfach besser klingt. Das war nie ein Problem, und das ganze ist mittlerweile schon laaaaange her.

Ich finde du übertreibst wirklich wenn du behauptest dass die Annahme des Familiennamens des Mannes frauenfeindlich wäre.
Niemand zwingt die Frauen dazu, auch werden sie nicht dazu genötigt ihre Identität oder was auch immer aufzugeben. Es ist einfach eine Geste, dass man zusammengehört. Das ist wirklich die Art von Emanzipation, wo selbst Frauen die Augen verdrehen.

DU musst doch nicht den Namen deines Mannes annehmen! Lass die Menschen doch einfach leben wie sie wollen, ich persönlich kenne keine Frau die sich unterdrückt fühlt, nur weil sie den Namen des Mannes annimmt.

w(28)
 
  • #33
Ich habe manchmal den Eindruck, dass Leute, die keine Probleme haben, sich welche suchen oder überhaupt erst schaffen. Was für eine abstruse Diskussion! Aber ja, das böse Patriarchat droht an jeder Ecke...
 
A

Ares

  • #34
Denn das Verständnis habe ich eigentlich vorausgesetzt. Aber gut, ich erkläre es gerne noch einmal: Der Hintergrund war, dass die Frau mit der Ehe in die Familie des Mannes "eingeheiratet" hat und sie und die Kinder somit dem Manne zugeordnet wurden. Es ging namenstechnisch um die Weitergabe der männlichen Linie; die Weitergabe der weiblichen - nach außen symbolisiert durch den Namen - war rechtlich gar nicht möglich. Und das soll nicht frauenfeindlich sein?
Früher war unsere Gesellschaft anders strukturiert. Warum sollte es heute noch pauschal frauenfeindlich sein, den Namen des Mannes zu tragen, wenn dies jede Frau frei entscheiden kann? Es wird niemand gezwungen, zu heiraten, erst Recht nicht, den Namen des Mannes anzunehmen. Unreflektiertes Emanzipationsgeschwafel.
So, wie darüber geklagt wird, dass die AfD gerne an der Grenze auf Frauen und Kinder schießen lassen möchte. Auf Männer kann man ja ruhig schießen, da regt sich niemand auf.
 
  • #35
Ich empfinde hier keinen Grund, die Emanzipationskeule zu schwingen. Denn es ist kein Gesetz, welches die Frauen zwingt einen anderen Namen anzunehmen, sondern ihre freie Entscheidung!
Mir persönlich war mein Ursprungsname völlig unwichtig. Ich hatte ihn von meinem Erzeuger. Mit meiner Adoption im Alter von 43 Jahren ist dieser sogar als Geburtsname weggefallen! Schön fand ich, dass mein Exmann mich damals von sich aus gefragt hat , wie ich dazu stehe ohne es einfach voraus zu setzen. Ich brauche keinen Emanzipationskampf in einer gleichberechtigten Ehe. Ich habe den Namen auch nach der Scheidung behalten, auch das hat mir nichts ausgemacht, heisse ich so schließlich wie meine Kinder.
Und sollte ich jemals nochmals heiraten, dann wechsel ich nochmal. Meine Kinder sind groß, den Namen eines Exmannes zu behalten fände ich doof und wichtige Menschen, nennen mich sowieso nicht beim Nachnamen.
 
  • #36
Einen gemeinsamen Nachnamen zu haben finde ich wirklich romantisch (u. auch oft sehr nützlich). Aber nicht, dass es unbedingt der des Mannes sein soll. Das ist ein Machtinstrument. Ich finde, man sollte sich ergebnisoffen (!) darüber besprechen und dann einen Namen auswählen. Oder einen Doppelnamen (man muss im Alltag nicht immer beide Namensbestandteile benutzen).
Ich finde es auch nicht gut, dass immer noch ein allgemeiner Druck zu herrschen scheint, dass Frauen wie selbstverständlich ihren Namen aufgeben sollen. Es kommt ja auch öfter vor dass ihr Nachname der schönere ist, und wird dann trotzdem ausgelöscht. Außer natürlich, wenn sie adelig ist und der Bräutigam nicht, haha, dann meinen vermutlich einige Herren es sei "das kleinere Übel", es gnädigerweise mal anders herum zu machen.
 
  • #37
Ja ich finde einen gemeinsamen Namen romantisch und er steht für mich auch für Verbundenheit. Genauso wichtig war es mir das unsere Kinder den gleichen Namen haben wie wir beide. Ich war vor der Hochzeit richtig aufgeregt endlich einen gemeinsamen Namen zu haben und habe stundenlang Unterschriften geübt. Das wir den Namen von meinen Mann genommen haben hat sich so ergeben, zumal er schöner klingt als meiner und auch leichter zu schreiben ist.

Ganz ehrlich? Der eigentliche Ursprung dieser Tradition war mir dabei völlig egal. Mir war auch wichtig das mein Vater mich bei der Trauung an den Altar führt. Dabei habe ich mich nicht als Obkekt gefühlt das nun dem neuen Besitzer übergeben wird, sondern es war ein wunderschöner Augenblick in dem mich mein Vater begleitet hat. der Pfarrer wollte mir auch erklären das macht man heute nicht mehr. Für mich war das aber wichtig und hat rein gar nichts mit Emanzipation zu tun.

Jeder so wie er mag...ich finde Ehen mit zwei unterschiedlichen Nachnamen befremdlich, aber würde mich da niemals einmischen oder darüber urteilen.

Für uns fühlt sich der Familienname einfach nur richtig an und wenn ich damit unemanzipiert wirke, dann tu ich das gerne

w31
 
  • #38
Liebe Lessia,

es tut mir leid, aber für mich hört sich das nicht gerade Emanzipiert an. Kirche, Vater als Übergeber der Braut und dann der offensichtlich automatisch gewählte Name sind nun einmal extrem archaische Symbole. Frau kann ja auch auf Emanzipation verzichten, aber dann sollte man das auch so benennen.

Das wir den Namen von meinen Mann genommen haben hat sich so ergeben, zumal er schöner klingt als meiner und auch leichter zu schreiben ist.
Das ist ja das komische, es ergibt sich immer "einfach so" für den Männernamen.

ich finde Ehen mit zwei unterschiedlichen Nachnamen befremdlich, aber würde mich da niemals einmischen oder darüber urteilen.

Für uns fühlt sich der Familienname einfach nur richtig an
Jetzt werden Dinge verwechselt. Nur weil nicht der Name des Mannes angenommen wird, muss ein Paar ja nicht auf den gemeinsamen Namen verzichten. Auch das ist ja schon wieder bezeichnend, für das Bild in unseren Köpfen. Zu diesem Thema habe ich oft gelesen "Ich nehme seinen Namen an, weil ich einen gemeinsamen Namen will" oder "Die Kinder kriegen schon einmal seinen Namen, weil wir eh heiraten". "Option: Name der Frau" wird vollkommen ausgeblendet. Ich sehe es wie Darling in #35. Eine ergebnisoffene Diskussion scheint selten stattzufinden.
 
  • #39
Na ich habe ja geschrieben das er einfacher zu schreiben ist und auch schöner klingt. Daher habe ich nie in Betracht gezogen darüber zu reden, warum auch. Wenn mein Mann jetzt einen unaussprechlichen Nachnamen gehabt hätte, wäre die Entscheidung vielleicht auch anders ausgefallen. Zudem habe ich zu meiner Familie (meine Eltern ausgenommen) ein eher sehr schlechtes und unterkühltes Verhältnis. Zu meiner kompletten Schwiegerfamilie dagegen ein sehr herzliches. Durch den Namen nun such richtig zu dieser Familie zu gehören war für mich auch noch ein Grund. Es ist schwer zu sagen wie es gewesen wäre, wenn all das nicht der Fall gewesen wäre.

Ja die Symbole wirken vielleicht archaisch, aber es kommt doch darauf an was für eine Bedeutung sie für die einzelne Person haben oder? Das mein Vater mich zum Altar geführt hat war einfach wunderschön und von mir gewünscht. Meinem Mann oder Vater war das eher egal (auch wenn er natürlich sehr stolz war). Ich habe aber auch kein Problem damit zu sagen, dass ich dann eben auf die Emanzipation verzichte in dem Fall und eher die Romantik vorziehe.
 
  • #40
Es war. Es ist also nicht frauenfeindlich. Warum interessiert es dich also noch?
Die Tradition IST noch frauenfeindlich, nur das Gesetz ist es nicht.

Für solche Hirngespinste und selbstgemachte Probleme fehlt mir einfach das Verständnis. Und das als Frau.
Ich seh immer mehr Frauen als Männer, die der wirklichen Gleichstellung entgegenstehen. Wer sich über "Kleinigkeiten" keinen Kopf macht, darf sich nicht über Stillstand beklagen. Eine individuelle Entscheidung mag eine Kleinigkeit sein, ein gesellschaftliches Verhaltensbild über männliche und weibliche Verhaltensmuster ist es für mich nicht.

Aber wenn du schon die Behörden anführst, dann sag auch, dass heute nicht mehr der "Mädchennamen" erfragt wird sondern der "Geburtsname", also völlig geschlechtsneutral. Und das steht nicht nur bei der Frau (wie früher) sondern auch beim Mann.
Geburtsname, ja. Aber bei manchen Formularen ist es ausdrücklich auf die Frau bezogen (in meiner Gemeinde zB beim Führungszeugnis). Und der "Rechtfertigungsgrund" der älteren Leute zieht wohl kaum. Manche nennen es Hirngespinste, ich nenne es Idealismus und Emanzipation von Traditionen, die in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen haben. Im Familienrecht regt man sich ständig über traditionelle Einflüsse auf (die nicht mal gesetzlich festgeschrieben sind), aber hier ist es dann plötzlich ganz doof..Statt einfach mal das große Ganze zu sehen.
 
  • #41
es tut mir leid, aber für mich hört sich das nicht gerade Emanzipiert an. Kirche, Vater als Übergeber der Braut und dann der offensichtlich automatisch gewählte Name sind nun einmal extrem archaische Symbole.
Du scheinst, wie viele andere in Deutschland auch, ein falsches Verständnis von dem Emanzipationsbegriff zu haben. Emanzipation bemisst sich nicht an dem Bruch möglichst vieler Traditionen und Bräuche im Rahmen des Geschlechterdiskurses, sondern (allgemein gefasst) am Lösen von gesellschaftlichen Abhängigkeiten und Zwängen unter gleichzeitigem Zugewinn an Selbstbestimmung.

Entscheidet sich eine Frau also willentlich dafür, den Namen ihres Mannes anzunehmen oder sich von ihrem Vater während der Hochzeitszeremonie an den Altar führen zu lassen (bspw. aus romantischen Gründen), so widerspricht das keinesfalls emanzipatorischem Gedankengut.

Im Gegenteil. Im Grunde wird Emanzipation sogar durch jede freie Entscheidung unterstrichen. Auch dann, wenn sie bewusst traditionell ausfällt.
 
  • #42
Gerade weil ich eine Frau bin, möchte ich mich gegen die teilweise Auslegung des Begriffs Emanzipation wehren.

Für mich bedeutet Emanzipation mich frei zu entscheiden, was ich für mich als gut und richtig empfinde. Ohne mich zu rechtfertigen, verurteilen zu lassen.

Früher wurde man schief anschaut, wenn man sich nicht den katholisch christlichen Normen angepasst hat, heute wird man abqualifiziert, wenn man sich für von manchen Leuten als tradierte (=negativ) Teilaspekte des Lebens entscheidet.

Ob ich als Frau den Namen des Mannes wähle, ein kirchliches Ritual wie Hochzeit, Taufe, mein Kind die ersten 2-3 Jahre nicht in eine Kita tue... Allein mein Thema und desjenigen, der noch betroffen ist. (Habe trotzdem einen Beruf, der mich zufriedenstellt und finanziell unabhängig macht, bin insgesamt eigenständig und hätte zwar gerne einen Partner, aber nicht weil ich ihn brauche, sondern weil ich eine für Partnerschaft als Bereicherung empfinde)

Es ist meine Lebensgestaltung, mein Weg, und den gehe ich emanzipiert, weil reflektiert, eigenverantwortlich und selbstbestimmt.

Was ich absolut ablehne, ist der inflationäre Gebrauch des Wortes Emanzipation zur Abwertung von Entscheidungen, nur weil sie vielleicht traditionelleren Werten entspricht.

Übrigens haben Frauen die Emanzipation nicht für sich alleine gepachtet, Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit steht auch Männern zu.
Ach, und ich bin aktiv in einer Partei unterwegs, die sich im besonderem der - weiblichen - Emanzipation verpflichtet fühlt. Manchmal treibt das schon seltsame Blüten :))).
 
A

Ares

  • #43
...
es tut mir leid, aber für mich hört sich das nicht gerade Emanzipiert an. Kirche, Vater als Übergeber der Braut und dann der offensichtlich automatisch gewählte Name sind nun einmal extrem archaische Symbole. Frau kann ja auch auf Emanzipation verzichten, aber dann sollte man das auch so benennen..
Jeder hat die Freiheit, alle Traditionen über Bord zu werfen. Die meisten Frauen möchten aber heiraten, auch wenn das aus Deiner Sicht insgesamt den Übertritt in eine fremde Sippe und das Ende aller Freiheit ist. Die Hochzeit insgesamt mag für manche Menschen ein archaisches Symbol sein, für die meisten ist es eben ein Symbol der Verbundenheit.
Wie man dann in der Ehe miteinander umgeht, hat mit dem Ablauf der Feier und dem Namen der Brautleute nichts, aber auch gar nichts, zu tun.
Wir sind hier wieder mal beim Thema "Intoleranz". Es zwingt Dich niemand, zu heiraten. Lass einfach andere Menschen so leben, wie sie das möchten.
 
  • #44
Ich möchte mal die Situation aus meiner männlichen, vor allem aber ganz persönlichen Sicht schildern:

Als wir damals geheiratet haben, stellten sich uns auch all diese Fragen, welcher Name wird Ehe-/Familienname, führt mein Schwiegervater meine Frau zum Altar oder nicht (kirchliche Hochzeit war für uns beide von Anfang an klar), usw.
Für mich persönlich stand nur eine Sache fest, nämlich dass ich später einmal denselben Familiennamen tragen möchte wie meine Kinder. Mir ist das, gerade weil ich ein Mann bin, besonders wichtig, da ich so die Verbindung zu meinen Kindern auch nach außen sichtbar mache. Vaterschaft ist ja nach wie vor nur eine Sache, die sich rein rechtlich gesehen nur aus der Ehe mit der Mutter ableitet, nicht durch genetische Verwandtschaft. Da wollte ich eben ein Zeichen setzen, gewissermaßen meine Vaterschaft durch meine Handlung für mich bekunden.

Ich war damals auch bereit den Namen meiner Frau anzunehmen, nur wollte sie nicht, dass ich etwas aufgebe, wozu sie selbst nicht bereit gewesen wäre. Doppelnamen fanden wir beide aus ästhetischen Gründen nicht gut. Deswegen haben wir nach wie vor getrennte Nachnamen. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das noch nachträglich ändern möchte, denn ich fühle mich mit den beiden Nachnamen eigentlich ganz wohl und sie sich auch. Deswegen denke ich, dass unsere Kinder wohl meinen Namen tragen werden, zumindest werde ich mich dafür einsetzen.

Meine Frau wollte sich auch von ihrem Vater zum Altar führen lassen, obwohl der Priester das damals nicht so toll fand, aus den vielzitierten Gründen heraus. Aber meine Frau stammt aus einem Land, wo das, anders als in Deutschland, wo es nur übernommen wurde, wohl so zur Tradition gehört. Sie begriff das als Zeichen der Liebe zu ihrem Vater und das habe ich respektiert. Also haben wir auch meinen Vater und unsere Mütter an anderer Stelle in die Gestaltung der Trauung mit eingebunden, so dass alle Eltern in den Genuss dieser Liebesbekundung gekommen sind.

Jetzt frage ich mich: Wo war denn irgendeine unserer Entscheidungen unemanzipiert?
 
  • #45
Ich denke, ein Grossteil der Menschen braucht Rituale. Da weiss man, wie etwas zu geschehen hat und man fühlt sich sicher. Das ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Man hat ja die Wahl und muss nicht etwas bestimmtes tun (und sich auch nicht dafür rechtfertigen).

Emanzipation zeigt sich nicht im Namen und fängt auch nicht im Namen an. Das muss das Paar miteinander aushandeln. Es entscheidet nicht darüber, wie die Paare miteinander umgehen. Es entscheidet nicht darüber, dass Frauen meist doch schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen usw.

Emanzipation heisst nur: Gleichheit vor dem Recht.
In Realität bekommen immer noch die Frauen die Kinder und die Kinder die Muttermilch. Und deshalb sind Frauen und Männer nicht einfach austauschbar.
 
  • #46
ja, liebe FS, Du hast komplett recht.

Fakt ist, dass 95 % der Frauen in Deutschland den Namen des Mannes annehmen, natürlich immer freiwillig, natürlich hatte jede einzelne immer eine Wahl, natürlich war der Familienname des Mannes viel schöner, viel einfacher zu schreiben und so ist es doch alles viel schöner... hört sich das nicht zu schön an, um wahr zu sein?

Fakt ist, dass auch im Jahr 2016 99 % der Männer grundsätzlich nicht bereit sind, bei der Ehe den Namen der Frau anzunehmen. Ja, weil Männer verstanden haben, dass der Name eines Menschen etwas mit Identität zu tun hat. Aber natürlich ist es bei einem weiblichen Mensch anders. Natürlich hat der einzelne Mann immer einen guten Grund, warum er seinen Namen behalten muss und nicht den Namen der Frau annehmen kann.

Wenn Männer also grundsätzlich nicht bereit sind, den Namen der Frau anzunehmen, welche Auswahlmöglichkeit hat die Frau, wenn sie einen gemeinsamen Familiennamen will?

Viele Frauen bedauern den Verlust ihres eigenen Namens später sehr. Die sind neidisch, wenn sie sehen, dass andere Frauen dieses Opfer nicht erbracht und trotzdem geheiratet wurden und gönnen diesen Frauen das nicht.

An den Kommentaren kannst Du ja sehen, wie emotional beladen das Thema ist. Einerseits wird behauptet, es sei keine große Sache, andererseits wird die Emanzenkeule geworfen und Du wirst angefeindet. Wenn es keine große Sache wäre, würden 50 % der Männer den Namen der Frauen annehmen, so einfach ist es. Natürlich ist es eine große Sache.
 
  • #47
Emanzipation als Gleichberechtigung. Das schließt das Recht ein, sich - ganz oder in bewusst gewählten Teilbereichen - für Traditionen zu entscheiden; niemand wird dazu gezwungen.

Emanzipation bedeutet dagegen nicht, einen bestimmten - gerade für "modern" erklärten - Lebensweg beschreiten zu müssen. Letztgenannte Interpretation von Emanzipation negiert Entscheidungsfreiheit und hat - vor allem in der Verbindung mit der moralintriefenden Abwertung - geradezu totalitäre Züge.

Ich wundere mich, warum sich die FS so einen Kopf macht um die Entscheidungen anderer Frauen. Sie wird doch ihrerseits nicht gehindert, ihren eigenen Lebensweg zu gehen. Und ich hoffe für sie, dass ihr Selbstbewusstsein nicht von irgendwelchen Formularen abhängig sein möge. Das wäre sehr schade dafür sie und ihre Lebenszeit / Lebensqualität.
 
  • #48
Jeder hat die Freiheit, alle Traditionen über Bord zu werfen.
Es kommt aber immer auf die betreffende Person an, ob sie dazu bereit ist.
Ein guter Freund von mir hat z.B. den Namen seiner Frau angenommen, da die Frau eine Ordination hatte und bei einer Namensänderung, die Kunden eventuell meinten, dass es sich um eine neue Ärztin handelt. Er meinte damals, dass die kein großer Verlust war. Sein früherer Nachname mit SCH… existiert ja so oft und der Name ist sicherlich nicht bedroht auszusterben. In diesem Beispiel wurden aber so ziemlich alle Traditionen über Board geschmissen. Als seine Frau 2-mal Nachwuchs bekam, hat der Mann sich um die Kinder hauptberuflich gekümmert und nicht wie es die Tradition eher erwartet, die Frau. Er meinte, dass dies rein finanziell, die bessere Variante war. Es kommt halt immer darauf an, ob M oder W bereits sind, sich von diesen Traditionen loszulösen. Mit frauenfeindlich hat dies in meinen Augen wenig zu tun. Wäre es so, dann ist ja mein Beispiel auch eher männerfeindlich.:)
 
  • #49
Ich frage mich warum sich emanzipierte Frauen, wie die FS, sich überhaupt Gedanken machen über Frauen die es eben anders sehen. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht warum die Cousine meines Mannes ihren Namen behalten hat nach der Hochzeit.

Außerdem scheint es in ihrem Weltbild völlig unrealistisch zu wirken, dass viele Frauen das alles gerne und freiwillig machen. Nein da spielt immer Druck von außen, dem Partner, dem Eltern mit rein. Oder man hat gleich gar keine eigene Meinung.

Ich habe mich frei entschieden für: meinen neuen Namen, unsere kirchliche Hochzeit, für 3 Jahre Elternzeit um mein Kind zu betreuen. Trotz all dem entscheiden wir alle wichtigen Dinge gemeinsam und nicht immer hat mein Mann am Ende recht. Aber ich finde auch in den Mantel helfen und Stuhl zurechtrücken gut. Übrigens ist mein Mann Weinkenner, ich lasse immer ihn den Wein für uns beide wählen, dann bekomm ich auch etwas das mir schmeckt.

Trotz allem habe ich einen Beruf, kann mich und mein Kind zur not versorgen und eine eigene Meinung, die respektiert wird. Das ist meine Definition von emanzipiert.

Eine Beziehung zu einer richtig emanzipieren Frau klingt für mich, als Frau, einfach nur kompliziert und anstrengend.
 
A

Ares

  • #50
Wenn Männer also grundsätzlich nicht bereit sind, den Namen der Frau anzunehmen, welche Auswahlmöglichkeit hat die Frau, wenn sie einen gemeinsamen Familiennamen will?
Sie hat genau drei Möglichkeiten: den Namen des Mannes anzunehmen, einen Doppelnamen oder nicht heiraten und ihren Namen behalten. Man kann eben nicht immer alles haben.
Kaum ein Mann wird die Frau zwingen, zu heiraten und seinen Namen anzunehmen. Es ist auch ein Unterschied, ob ich als Mann sage: "ich gebe meinen Namen nicht ab" oder "Du musst meinen Namen nehmen".
 
  • #51
Sie hat genau drei Möglichkeiten: den Namen des Mannes anzunehmen, einen Doppelnamen oder nicht heiraten und ihren Namen behalten. Man kann eben nicht immer alles haben .
Genau. Diese Bedeutung ordnet also ein Mann seinem Familiennamen zu. Wenn die Frau auf einen gemeinsamen Familiennamen besteht, verzichtet der Mann lieber auf die Ehe mit der geliebten Frau als ihren Namen anzunehmen und auf den eigenen Namen zu verzichten.

Über diese hohe Bedeutung des eigenen Familiennamens und der niedrigeren Bedeutung der zu heiratenden Frau sollten Frauen mal nachdenken, bevor sie für ihn ihren Namen aufgeben.

Es geht um einen Kulturbruch. Aehnlich wenn Mütter ihre Kinder in die Tageskrippe gehen, um arbeiten zu gehen. Das sind Verstöße gegen althergebrachte Rollenvorstellungen. Deshalb werden diese Themen sehr emotional behandelt. Jeder der durch die Veränderung Privilegien aufgeben soll, wird die Veränderung ablehnen.
 
  • #52
Ich verstehe diese Diskussion langsam wirklich nicht mehr.
Um was geht es eigentlich? Geht es um Emanzipation oder um Namensgebung?
Wenn es um Emanzipation geht, dann muss ich sagen, dass es eine wirklich emanzipierte Frau nicht nötig hat, sich mit solchen Kleinigkeiten abzugeben. Sie wird auch mit dem Namen des Mannes ihre eigene Persönlichkeit behalten und selbständig sein.
Wenn es nur um den Namen geht, so kann die Frau, deren Mann ihren Namen annimmt, ein kleines Weibchen sein, dass ihrem Mann zu Füßen liegt.
Wahre Emanzipation braucht keinen Namen.

Ich habe z.B. einen ausgesprochen weiblichen Beruf, der von vielen Menschen als das Sinnbild des braven Hausmütterchens gesehen wird. Ich habe auch viele weiblichen Hobbies, ich stricke, koche, nähe, tanze und mache Yoga. Wenn mein Auto kaputt ist, oder im Haus Reparaturen anstehen, muss es mein Partner machen, weil er es einfach besser kann und ich es nicht machen mag.
Oh wie unemanzipiert bin ich doch. Ich müsste eigentlich aus Gleichheitsgründen mein Auto selbst reparieren und mein Freund müsste sich dafür seine Mützen und Schals selbst stricken.

Wenn ich bei der Hochzeit seinen Namen wähle, dann bin ICH - die Frau - es, die wählt und nicht ER. Wer ist nun emanzipiert?
 
  • #53
Ich wundere mich, warum sich die FS so einen Kopf macht um die Entscheidungen anderer Frauen.
Mich persönlich hat es insofern betroffen, als meine Mutter eben auch so gewählt hat (Automatismus, "Das ist halt so Brauch") und ich jetzt den Namen meines Vaters tragen muss, statt ihren Geburtsnamen, der mir aus sehr vielen persönlichen Gründen lieber wäre. Jetzt kann ich nach deutschem Recht leider nicht ihren Geburtsnamen annehmen, weil das ein zu hoher bürokratischer Aufwand wäre und aus einer gewissen Rechtssicherheit heraus. Wenn ich also einmal in meinem Leben meinen Namen bewusst ändern möchte (ich werde ihn nicht durch die Ehe ändern), aber bei der Eheschließung geht das plötzlich, denn da gilt es in manchen Kreisen ja schon als Skandal, wenn Frau es nicht tut. So viel nur mal zum bescheuerten Namensrecht.

Hier offenbart sich genau das, was ich (und Tomyi) hier sehen und alle anderen, die wieder nur von ganz persönlichen Entscheidungen schreiben, nicht. Ist es nicht es nicht bedenklich, wenn alle angeblich wirklich für gleiche Wahlfreiheit sind, aber fast in allen Köpfen eine bestimmte Richtung vorgegeben ist? Emanzipation heißt für mich eben nicht nur rein formale rechtliche Gleichstellung. Das Recht hat sich geändert, die Gesellschaft noch nicht so ganz.
 
  • #54
Genau. Diese Bedeutung ordnet also ein Mann seinem Familiennamen zu. Wenn die Frau auf einen gemeinsamen Familiennamen besteht, verzichtet der Mann lieber auf die Ehe mit der geliebten Frau als ihren Namen anzunehmen und auf den eigenen Namen zu verzichten.

Über diese hohe Bedeutung des eigenen Familiennamens und der niedrigeren Bedeutung der zu heiratenden Frau sollten Frauen mal nachdenken, bevor sie für ihn ihren Namen aufgeben.

Es geht um einen Kulturbruch. Aehnlich wenn Mütter ihre Kinder in die Tageskrippe gehen, um arbeiten zu gehen. Das sind Verstöße gegen althergebrachte Rollenvorstellungen. Deshalb werden diese Themen sehr emotional behandelt. Jeder der durch die Veränderung Privilegien aufgeben soll, wird die Veränderung ablehnen.
Am besten sollten emanzipiere Frauen einfach nicht heiraten, denn das ist ja eh völlig sinnlos heutzutage. Dann steht man nicht vor solchen Problemen.
Und alle anderen Frauen die gerne den Namen ihres Mannes annehmen möchten, ihre Wahl lassen und akzeptieren. Zur Not gibt es mit Sicherheit auch Männer die auf diese altmodischen und frauenfeindlichen Traditionen verzichten.
 
  • #55
Wenn ich bei der Hochzeit seinen Namen wähle, dann bin ICH - die Frau - es, die wählt und nicht ER. Wer ist nun emanzipiert?
Ja dann wählt die Frau, aber aus welchen Alternativen, das hat ja Ares in #49 gut aufgezeigt. Dass ist dann keine freie Wahl mehr. Natürlich mag hier bei vielen Paaren eine gleichberechtigte Diskussion stattfinden, wobei am Ende der Name des Mannes gewählt wird. Wenn aber - vgl. auch den Beitrag von Tomyi- die meisten Menschen einen gemeinsamen Namen als wichtig empfinden und nur relativ wenige Männer dazu bereit sind, hier auch einmal zurückzustecken, dann haben Mann und Frau ungleiche Verhandlungspositionen. Bei einer reinen Ehe mag das ja noch egal sein, da muss man dann halt getrennte Namen führen, wenn man sich nicht einigen kann. Bei Kindern ist das wiederum anders. Wie gesagt, den Einzelfall kann und mag ich gar nicht bewerten, wenn ich die Umstände nicht kenne. Aber steckt hinter den 90% eher Automatismus oder eine angeblich gleichberechtigte Diskussion, bei der sich komischerweise am Ende fast nur Männer durchsetzen können?
 
  • #56
Ich wundere mich, warum sich die FS so einen Kopf macht um die Entscheidungen anderer Frauen. Sie wird doch ihrerseits nicht gehindert, ihren eigenen Lebensweg zu gehen. Und ich hoffe für sie, dass ihr Selbstbewusstsein nicht von irgendwelchen Formularen abhängig sein möge. Das wäre sehr schade dafür sie und ihre Lebenszeit / Lebensqualität.
Nö, keine Sorge, mir geht es ganz gut. Ich kann mich auch ganz gut wehren gegen die ganzen Erwartungen aus meinem Umfeld, die an mich als Frau im gebährfähigen/heiratsfähigen Alter unverschämterweise verbal oft genug herangetragen werden. Denn ich mache mir ja Gedanken darüber und kann meistens auch substantiierter antworten, als mein Gegenüber fragen kann. Hier tun alle so, als wäre das so unwichtig und Nebensache (was ja wiederum dafür sprechen würde, dass die Zahlen ausgewogener sind, btw). Aber ich interessiere mich einfach privat für soziologische Phänomene, hinterfrage Traditionen, insbesondere die Geschlechterrollen, Religionen, Stereotype. Das hat in vielen Bereichen tatsächlich eine große Bedeutung, da die Gesellschaft uns mehr prägt, als wir denken. Wenn man den Zusammenhang zum großen Ganzen und die Verfestigung der Geschlechterrollen so willentlich bei diesem Thema verkennt oder ideologisch verkennen möchte, dann ist das traurig. Vor allem, wenn man sich parallel in anderen Threads über typisches Geschlechterverhalten und Traditionen (in Form von Frau sucht stets nur einen Versorger) aufregen kann. Zusammenhang erkannt?
 
  • #57
Genau. Diese Bedeutung ordnet also ein Mann seinem Familiennamen zu. Wenn die Frau auf einen gemeinsamen Familiennamen besteht, verzichtet der Mann lieber auf die Ehe mit der geliebten Frau als ihren Namen anzunehmen und auf den eigenen Namen zu verzichten.

Über diese hohe Bedeutung des eigenen Familiennamens und der niedrigeren Bedeutung der zu heiratenden Frau sollten Frauen mal nachdenken, bevor sie für ihn ihren Namen aufgeben.
Der zweite Absatz ist falsch. Der Name wird nicht über die Frau erhoben, sondern über den Vorgang Heirat; und selbst da nur über eine von mehreren Varianten. So steht es jedenfalls dort. Da müssen wir jetzt nicht wieder unterdrückte Frau spielen.

Nach deiner Argumentation kann Frau ohne Heirat nicht sein. Na dann gute Nacht, Welt.
 
  • #58
...Es geht um einen Kulturbruch. Aehnlich wenn Mütter ihre Kinder in die Tageskrippe gehen, um arbeiten zu gehen. Das sind Verstöße gegen althergebrachte Rollenvorstellungen. Deshalb werden diese Themen sehr emotional behandelt. Jeder der durch die Veränderung Privilegien aufgeben soll, wird die Veränderung ablehnen.
Auf so einen Post habe ich gewartet. Also geht es hier inzwischen um Emanzipation generell.
Und die leidige Frage, wann ist frau emanzipiert. (nicht der Mann)

Welches Privileg gebe ich auf, wenn ich meine Kinder nicht in die Krippe gebe?
Karriere habe ich persönlich nachher gemacht, dafür durfte ich das erste Lachen, das erste Wort, die ersten Schritte selbst erleben. Ich hatte die Zeit, eine bis heute tragende stabile Bindung aufzubauen. Nur materiell war es richtig eng, aber wir haben es damals trotzdem geschafft, unsere Prioritäten gesetzt.

Aber regelmäßig der Vorwurf des veralteten Rollenbildes, frau ist nicht emanzipiert, wenn sie ihr Kind nicht mit 6 Monaten in eine Krippe tut, mit einem Betreuungsschlüssel 1:5.
Ich bin emanzipiert, wenn ich mich bewusst für mein Verständnis von Familie und Muttersein entscheide. Und finde es auch toll, wenn Männer einen Teil dieser besonderen Zeit mit erleben, sich dafür bewusst entscheiden (können).
Es war für mich das größte Geschenk, diese rasante Entwicklung der ersten 2 Jahre miterleben zu dürfen. Mein besonders Privileg. Und dieses Geschenk habe ich mir selbst ganz bewusst und emanzipiert gemacht.
 
  • #59
Wenn wir Kleinigkeiten, die Verhalten als "männlich" oder "weiblich" ohne jegliche rationale oder biologische Grundlagen einstufen, ignorieren und relativieren, dann verfestigen wir weiterhin Stereotype, die an anderer Stelle (wenn sie für einen selbst nachteilig sind) wiederum keiner will. Das nennt man dann Rosinenpickerei. Dafür ist die Namenswahl ein gutes Beispiel.
 
  • #60
Ich finde du übertreibst wirklich wenn du behauptest dass die Annahme des Familiennamens des Mannes frauenfeindlich wäre.
Niemand zwingt die Frauen dazu, auch werden sie nicht dazu genötigt ihre Identität oder was auch immer aufzugeben.
Wenn 95 % den Namen des Mannes annehmen. Die weit überwiegende Mehrheit der Männer nicht bereit ist, den eigenen Namen aufzugeben, um den Namen der Frau anzunehmen, weil - wie oben beschrieben - der Mann, der seinen Namen aufgibt, sich als Weichei rechtfertigen muss, könnte man sich einen Moment Gedanken machen, ob das wirklich bei 95 % der Paaren eine freie Entscheidung ohne Druck ist.

Wir habe es in Deutschland auch bis 1977 für selbstverständlich gehalten, dass 95 % der Ehefrauen den Haushalt führten und überhaupt nur Arbeiten gingen, wenn der Ehemann die Erlaubnis erteilte. Wenn sie arbeiten ging, wurde getuschelt, ob er, das Weichei, die Familie nicht ernähren kann. Für uns heute eine veraltete Sichtweise.

Wenn es um Emanzipation geht, dann muss ich sagen, dass es eine wirklich emanzipierte Frau nicht nötig hat, sich mit solchen Kleinigkeiten abzugeben. Sie wird auch mit dem Namen des Mannes ihre eigene Persönlichkeit behalten und selbständig sein.
Wenn ich bei der Hochzeit seinen Namen wähle, dann bin ICH - die Frau - es, die wählt und nicht ER. Wer ist nun emanzipiert?
Das Argument, die Frau kann auch - oder gerade- wenn sie auf ihr Recht verzichtet, ganz Frau sein und erfüllt leben, kommt immer wieder. Es geht dabei immer darum, den Status quo schön zu reden.

Als die Schweizer das Frauenwahlrecht als letztes europäisches Land einführten, schrien Frauenscharen dagegen auf, weil doch die Frau besser ganz Frau sein könne, wenn sie sich nicht mit Politikkram beschäftigen müsse. Die Frau habe als echte Frau größere Aufgaben als Politik, nämlich ihre Kinder heranwachsen zu sehen und sich um die Familie zu kümmern. Es hieß, eine echte Frau brauche kein eigenes politisches Wahlrecht, weil ihr Ehemann für sie mit abstimme und sie als echte Frau könne ihren Mann entsprechend beeinflussen. Alles natürlich nach unseren heutigen Maßstäben ziemlicher Unsinn.

Das mit dem Familiennamen wird sich schon noch ändern, spätestens wenn die heutigen jungen Mädels und Jungs bemerken, dass noch nicht einmal in Europa überall einfach der Männername angenommen wird.