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Gast

  • #1

Empfinde nur ich die Großstadtanonymität so?

Ich lebe seit 16 Jahren berufsbedingt in einer anonymen Großstadt (Berlin) und bin seitdem Single. Im Beruf ist es für mich ausgeschlossen jemanden kennenzulernen (für mich als leitender Angestellter ist das tabu, abgesehen davon dass es dort wo ich arbeite keine attraktiven Frauen gibt). Nach einem 10 bis 12-Stunden Arbeitstag unternehme ich innerhalb der Woche nichts mehr und habe daher auch keine Kontakte außerhalb des Berufs. Am Wochenende gehe ich joggen oder mache anderen Sport um körperlich fit zu bleiben, lange Radtouren oder Spaziergänge. Verbringe meine Freizeit aber stets allein. Jemanden kennezulernen hat nie geklappt. Erfahrungen mit Frauen im Alltag anzusprechen waren ernüchternd, wohlwissend dass man doch nur so jemanden kennenlernen kann (Internet kann man vergessen). Irgendwie spürt man knallhart die Anonymität der Großstadt nach dem Motto, kämpf die alleine durchs Leben oder geh vor die Hunde.
 
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Gast

  • #2
hehe wohl wahr, das ist wohl auch der Grund warum ich mich hier angemeldet hab.

Naja aber sei dir gewiss, das ist nicht nur in Großstädten wie Berlin so, sondern auch in kleineren. (wohne z.Z. im Ruhrgebiet)
Für viel mehr als am Wochenende ein paar Stunden schwimmen zu gehen, finde ich auch nicht die Zeit....
Denke da liegt der Hund begraben, man muss sich entscheiden wie man seine Zeit verbringt.
Wenn es so wie bei uns ist, dass man sehr viel Zeit dem Job zubilligt, dann sollte einem das auch bewusst sein.
 
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Gast

  • #3
Ich wohne im kleinen Dorf, bin beruflich sehr angespannt , habe keine Zeit für Kontakte, Vereine etc. , und es geht mir genauso! Das hat mit der Grossstadt nichts zu tun, es geht mehr um die Lebensweise!
 
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Gast

  • #4
Stimme #2 voll und ganz zu.

Ich (w49/seit 6 Jahren geschieden und so lange auch Single), lebe in einem kleinen Dorf.
Die nächste größere Stadt liegt 25 km entfernt. Bedingt durch meine Kinder und mein Haus bin ich ortsgebunden, kann also nicht alles stehen und liegen lassen und woanders hinflüchten.

Auf Dorffeste gehe ich nicht, denn ich kann es nicht leiden, von alten, dickbäuchigen Grabschern angesprochen zu werden (man kennt sich ja hier im Dorf und ich finde es einfach unmöglich!).

Alleine abends oder am WE in die Stadt zu fahren kann ich 1. wegen der Kinder nicht und 2. fühle ich mich dort total fehl am Platze, weil ich nicht weiß, wo ich als ältere Singlefrau überhaupt hingehen soll.
Meine Freunde und Bekannte sind alle entweder verheiratet oder in Beziehungen, bin hier also auch nur "Anhängsel".

Es ist def. nicht nur in der Großstadt so!!!!

Ja, und ich bin total traurig!!!
 
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Gast

  • #5
Liebe FS,

ich lebe auch in Berlin, empfinde Berlin aber nicht als annonym. Recht gebe ich dir aber, dass das Völkchen hier schon etwas anders drauf ist, als in anderen Gegenden von Deutschland. Ich denke nur an die Besuche in meiner alten Heimat Thüringen, wo geschwatzt wird und ich immer wieder dein Eindruck habe, dass mehr miteinander gesprochen wird.

Bei meinem letzten Besuch in Köln wurde ich wieder von wildfremden Menschen auf der Strasse gegrüßt, was mich erstmal wieder verwundert hat, weil ich das halt aus Berlin nicht kenne. Meine Nichte, die seit 3 Jahren in Köln wohnt, fühlt sich dort sehr wohl, weil die Kölner kontaktfreudig sind. Als ich mit ihr bei meinem letzten Besuch in ihrm Kiez einkaufen ging, war ich überrascht, wer wen grüßte und schnackte, das kenne ich von Berlin halt nicht.

Ich denke nur an meinen ersten Besuch in Köln, wo ich auf dem Bahnhof von einem sehr netten doch jüngeren Mann angesprochen wurde, wo ich wüßte, wo was wäre. Ich hatte meinen Reisekoffer mit und er hätte eigentlich darauf schliesen können, dass ich nicht aus Köln komme :). So nett bin ich in Berlin, wo ich jetzt 20zig Jahre lebe, noch nie von einem Mann angesprochen worden.

Trotzdem werde ich nicht nach Köln ziehen, ick liebe mein Berlin, habe hier ein sehr gutes Leben, einen Lebenskomfort, den ich in Köln nicht hätte. Man muss halt seine Prioritäten festlegen.

Ich glaube, Berlin ist auch geprägt von den letzten 6 Jahrzehnten, Welche Stadt in Deutschland hat so viel durchmachen müssen, wie Berlin? Das prägt natürlich auch die Menschen und ich kenne wenige echte Berliner in meiner Altersklasse die halbwegs offen und kontaktfreudig sind.

Es ist also schon was dran, was du sagst, lieber FS, aber die Ursachen deiner "Problematik" sehe ich nicht unbedingt in der angeblichen Anonymität, sondern eher in deiner persönlichen Art und deiner Lebensweise. Wenn du joggen gehst, dann wäre es doch eine Idee, passende Leute beim Lauftreffen vom RBB, was jeden Samstagvormittag für alle Leute offen ist, kennenzulernen. Darunter gibt es sicherlich auch viele Nicht-Berliner, die auch irgendwann mal nach der Wende hierher gezogen sind. Die habe ich meistens immer als viel offener und interessierter am Kennenlernen empfunden, als die echten Berliner, die gerne für sich sind. Waren sie ja auch jahrelang durch die Mauer ....

Hast du mal an Kochkurse gedacht, die in jedem guten Kiez angeboten werden? Oder an Tanzkurse, da werden Männer Händeringend gesucht!!!!

Ich habe mal vor Jahren einen Single-Stammtisch in Berlin-Schönberg über eine andere Single-Börse gründen wollen. Der Zuspruch war so groß, dass ich mich mit der Organisation überfordert fühlte, weil ich Single-Mama, berufstätig mit damaligen kleinen Kind war. Vielleicht wäre das aber was für dich und du kannst andere Singles bzw. erstmal einen Freundeskreis aufbauen, wo man darüber auch wieder andere menschen kennenlernen kann, wo dann vielleicht auch nette Frauen für dich wären....

Ich glaube wirklich, die Berliner muss man erstmal knacken, große Klappe auf den ersten Blick, oft einen schroffen Ton, aber das Herz ist wirklich weich.

Viel Erfolg für dich.

w 47
 
  • #6
Ich finde nicht, dass eine Großstadt im negativen Sinne "anonym" ist. Man kann in Großstädten genauso Freunde finden und Freunschaften pflegen wie in Kleinstädten oder auf dem Lande. Im Gegenteil gefällt mir die Preisgabe der Privatsphäre in nicht-anonymen Kleingesellschaften eher nicht so gut. Wenn jeder alles von jedem weiß, finde ich das persönlich nicht schön.

Zweitens liegt es doch bei Dir ganz eindeutig nicht an der Großstadt, sondern an der BERUFSBELASTUNG. Wenn Du täglich 12 Stunden arbeitest und dann niht mehr ausgehst, lernst Du logischerweise niemanden kennen. Das würde Dir in einer Kleinstadt auch so gehen! Du schiebst es nur auf Dein Feindbild "Großstadt", anstatt zu erkennen, dass es DEIN Verhalten ist, dass Dein Problem auslöst.

Nichtsdestotrotz geht es natürlich sehr, sehr vielen Menschen genau wie Dir: Man muss heutzutage in vielen Berufen lange arbeiten und hat wenige Kontakte außerhalb. Genau deswegen gibt es Partnerbörsen wie ElitePartner. Probiere das mal aus!
 
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Gast

  • #7
w47
Hallo, ich stimme Frederika zu - es wird wohl eher an der langen Arbeitszeit liegen und dem Mangel an dort in Frage kommenden "Kandidatinnen".

Es ist wohl keine Frage der Großstadt - ich wohne und arbeite jeweils in einer Kleinstadt und bin als "normale" Angestellte meist 11 Std. auf Arbeit, dazu kommen noch fast 2Std. Fahrtzeit täglich. Ab und zu finde ich dennoch Zeit für meine Hobbies wo ich mit mehreren Leuten zusammenkomme.

Mal etwas anderes: "Darf" ein Vorgesetzter wirklich nichts mit seinen Angestellten anfangen (mir ist das nur bei z.B. Berufen wie Lehrer usw. bekannt)? Ich kenne einige in dieser Konstellation die miteinander "liiert" sind.

Vielleicht gibt es für dich außer (Einzel-)Sport noch andere Interessen, bei denen man Leute kennen lernen kann (VHS-Kurse usw., andere Gemeinschaften), also nichts was man alleine macht - z.B. Mannschaftssport statt alleine Rad fahren oder zu joggen.
Die Idee von #5 finde ich auch gut - erst mal nach und nach einen Freundeskreis aufbauen, dann ergeben sich schon weitere Kontakte.
Ich beneide immer die Großstädter wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten - gerade in Berlin...
 
  • #8
@#6.3: Natürlich ist es gesetztlich nicht verboten, wenn ein Vorgesetzter eine sexuelle Beziehung mit einer Mitarbeiterin hat. Firmenpolitisch ist dies aber oft unerwünscht und der Abteilungsfrieden kann dadurch ganz erheblich gestört werden. Ich rate jedem dringend davon ab -- sofort werden Gefühle der Vetternwirtschaft aufkommen und außerdem lästern alle über das Paar. Sehr unschön. Schon quer zwischen Abteilungen ist es nicht unbedingt einfach, aber doch eher möglich. Immerhin ist der Beruf nach wie eine der häufigsten Orte des Kennenlernens, aber dann bitte ohne Abhängigkeitsverhältnis!

Besonders schwierig ist ja auch nicht nur die Paarphase, sondern vorallem auch die Situation nach einer Trennung -- oft kann dabei einer gezwungen sein, den Job oder die Abteilung zu wechslen, um die Produktivität und den Betriebsfrieden zu wahren. Nur ganz wenigen gelingt es, bei Fremdgehen oder anderen groben Vertrauensbrüchen privat von beruflich strikt zu trennen -- zumal es so eine Trennung bezüglich Anstand, Moral oder Verhalten faktisch ja auch gar nicht gibt. Wer keinen Anstand hat, hat ihn so oder so nicht.

Als dritter Punkt kommt noch hinzu, dass heutzutage sehr schnell der Ruf der sexuellen Belästigung aufkommen kann. Kaum ein Mann kann sich noch sicher sein, inwieweit Flirten, Necken und Schäkern erlaubt ist und wo eine Grenze überschritten wird. Immer mehr Männer wagen es deshalb im Berufsumfeld nicht zu flirten -- zu recht.
 
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Gast

  • #9
Ich sehe es ebenfalls so, dass nicht die Großstadt dein Hauptproblem ist, sondern deine berufliche Belastung und die Art, wie du deine Freizeit gestaltest.

Sei froh, dass du in einer Großstadt wohnst und nicht aufs Land gezogen bist. Ich habe, beruflich bedingt, mal ein halbes Jahr in einerm kleinen Ort gewohnt. Klar, man findet vielleicht schneller Kontakt, aber als Zugezogener, der ganz anders lebt als der Durchschnitt, wird man nur schief angesehen. Dort wo ich war, hatten alle schon mit 25 eine eigene Familie. Ich als Single mit damals Ende zwanzig wurde komisch angeschaut. Wer auf dem Land Abitur macht und studiert, der kommt meist nach dem Studium nicht mehr zurück. Frauen in meinem Alter hatten meist eine viel geringere Bildung als ich, waren alle Mütter und fanden es merkwürdig, dass ich noch keine Kinder hatte. Mit diesen Frauen war ich gar nicht auf einer Wellenlänge. Die Männer haben mich alle als Freiwild gesehen, das fand ich ebensowenig angenehm.

Nach dieser Erfahrung, und ich kenne andere, die ähnliche Erfahrugen gemacht haben, bin ich froh, dass ich jetzt in einer "anonymen" Großstadt wohne. Hier gibt es jede Art von Lebensform, jeder kann tun und lassen, was er möchte. Ich werde nicht gefragt, wieso ich nicht verheiratet bin und weshalb ich keine Kinder habe. Und es gibt auch keine Nachbarn, die mich ansprechen, wenn mal der Rolladen erst um halb elf hochgezogen wird.

Mir geht es ebenfalls so, dass ich aufgrund beruflicher Belastungen fast nur am Wochenende Freizeit habe. Ich bin auch in leitender Position und würde nicht am Arbeitsplatz ein Verhältnis anfangen wollen. Ich würde dir empfehlen, dass du versuchst, dich am Wochenende Leuten anzuschließen. Es gibt im Internet viele Plattformen, bei denen es darum geht, sich für die Freizeit zu verabreden. Du könntest z.B. inserieren, dass du jemanden zum Joggen suchst, oder um ins Kino zu gehen. Empfehlen kann ich z.B. new-in-town.de. Darüber hinaus gibt es Freizeittreffs, die gegen einen Monatsbeitrag fürs Wochenende Veranstaltungen organisieren. Das wäre sicher was, um unkompliziert Leute kennen zu lernen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg.
 
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Gast

  • #10
Die Großstadt ist schon eine Sache für sich. Denn auf dem Dorf kennt jeder jeden. Allerdings würde dort bereits über dich geklatscht. In der Stadt fällst du keinem auf.
Meine Erfahrung ist, dass man regelmäßig irgendwo teilnehmen muss. Du sportest offenbar grundsätzlich allein? Versuch es doch mal in einem Fitness-Studio, dort ist der Frauenanteil meistens höher und man kann auch Sonntags hingehen. Vielleicht findest du dort auch einen netten Kumpel, mit dem du etwas unternehmen kannst. Meistens machen Frauen in den Studien ja Gymnastik, Pilates u.ä. Mach einfach mal dort mit. Du bist sicher einer der wenigen Männer und kannst dich umsehen und erstmal unverfänglich ins Gespräch kommen...
 
G

Gast

  • #11
Empfinde nur ich die Großstadtanonymität so? Antwort: Nein, es ist so! Oberflächliche Menschen merken es nicht so!
 
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Gast

  • #12
Ich denke, das liegt nicht automatisch an der Großstadt, sondern an der Person. Ich (w35) lebe seit 2 Jahren im Ruhrgebiet, habe aber so gut wie keine Kontakte außerhalb der Arbeit. Alles bleibt beim oberflächlichen Smalltalk. Eine kurze Beziehung (online kennengelernt) ist gescheitert, auch an den mangelnden Kontakten außerhalb.

Eine Verwandte von mir ist mehrfach umgezogen, und hatte sofort überall einen Freundeskreis, über Vereine, Tanzkurse usw. Mir gelingt das nicht.
Ich bin ein anderer Typ. Versuche über Kurse und dergleichen haben nichts gebracht. Die Vereine, in denen ich mich umgesehen hatte, hatten eine völlig andere Altersstruktur, als ich das möchte. Außerdem habe ich unregelmäßige Arbeitszeiten, da kann und möchte ich unter der Woche keine festen Termine haben (Vereine).
Ich war nie die große Partygängerin. Mittlerweile denke ich, dass ich mich einfach damit abfinden muss, Einzelkämpferin zu sein. Also werde ich morgen wieder beim Joggen alleine meine Runden drehen. Ich wüßte auch nicht, wo und wie ich andere treffen sollte....
 
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Gast

  • #13
Das Argument beruflich laufen keine attraktiven Frauen herum könnte ich umgekehrt unterschreiben. Denn viele lernen sich im Job kennen, man ist zeitlich gesehen mehr dort als zu Hause privat. Ich bin seit Jahren bei einer Großbank, verschiedene Abteilungen, Fortbildungen in Großstädten, Seminar und Events. Ausser ein paar netten Kontakten und Frauenfreundschaften hat sich da nix getan. Mittlerweile mit Mitte 40 glaube ich das sowieso nicht mehr, die neuen Kollegen und Kolleginnen welche kommen haben noch nicht mal die 30 überschritten. Sportstudio kann man auch vergessen, jeder trainiert so vor sich hin, oberflächliche Kontakte. Hobby Reitsport vorwiegend Teenager. Also auch wenn man sehr wohl unter Leute geht - kann man am Ende doch alleine bleiben - traurig aber so ist es eben.
 
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Gast

  • #14
Das lieg aber weitgehend an Dir! Geh´am Schlachtensee joggen, da sind immer attraktive Singlefrauen; geh mittags ins Vapiano usw.- es wimmelt dort von Singlefrauen - ich hatte in Berlin auch schon 60 Stunden-Wochen usw und trotz vieler Auswärtstermine kreuz und quer in Deutschland eine Freundin (Trennung kam aus anderen Gründen). Auf dem platten Land ist es meiner Meinung nach viel schwerer weil ab 30 sowieso schon alle verheiratet sind, Kinder haben und einen Anbau planen.
 
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Gast

  • #15
Ich kenne aus eigener Erfahrung kleines Dorf, Kleinstadt und jetzt die Großstadt (Berlin) und jedes Umfeld hat in puncto Kontakte seine Vor - und Nachteile. Aus meiner Sicht ist es in der Großstadt noch am einfachsten denn es gibt am meisten Möglichkeiten und relativ gesehen die meisten Singles, insbesondere jenseits der 30.

Ich glaube auch das Dein Problem in Deinen Arbeitszeiten und Deinem Freizeitverhalten liegt. Aber das kann man ja ändern wenn man seine Prioritäten richtig setzt. Wahrscheinlich ist es schwierig die Arbeitszeiten generell zu reduzieren aber es ist fast immer möglich zumindest einen Tag mal früher nach Hause zu gehen und an dem Abend dann etwas für die Kontaktpflege zu tun.
Innerhalb des Unternehmens wäre ich in Deiner Position sehr vorsichtig, denn das kann schnell jede Menge Probleme mit sich bringen auch wenn es noch nicht so schlimm ist wie in den USA. Das heißt aber andererseits nicht das man nicht auch mit seinen Kollegen und Mitarbeitern zum Mittagessen geht oder auch abends nach der Arbeit mal noch ein Bier trinkt und vielleicht kommt da ja dann auch mal die Freundin einer Kollegin mit dazu.
In Deiner Freizeit solltest Du versuchen Deine Aktivitäten mehr in Richtung Mannschaftssport und kulturelle Aktivitäten zu verschieben, das erhöht zumindest die Wahrscheinlichkeit jemanden kennen zu lernen beträchtlich (ich spiele z.B. Badminton in einer Gruppe bei der das Alter von Anfang 20 bis Anfang 60 reicht und es macht trotzdem oder gerade deswegen Spaß). Neben den direkten Kontakten lernt man dann auch mal Kontakte der direkten Kontakte kennen. Das dauert zwar alles ein bisschen aber wenn man mit Torschlusspanik unterwegs ist findet man auch weder im Internet noch auf der Piste jemand.

Am Wochenende sind auch Cafés ein guter Ort um Menschen kennenzulernen, denn es ist meistens voll und man kann sich ganz leicht noch irgendwo dazu setzen und dann ergibt sich auch oft ein Gespraech.

m43

PS: in Berlin kannst DU auch mal TwoTickets probieren, da gewinnt man immer 2 Tickets für Kulturveranstaltungen und wenn man keine zweite Person hat, dann kann man sich jemand dort auch jemand suchen.
 
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Gast

  • #16
Gerade Berlin ist nun mal das anonymste Dorf in Deutschland!
Schon mal da einen netten Taxifahrer entdeckt?
Lass Dich auf Alles ein und sprich die Menschen an....
Das können die Berliner!
 
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Gast

  • #17
In Berlin gibt es viele Veranstaltungen, die für Dich interessant sein könnten.
Fisch-sucht-Fahrrad-Parties, Ü-30-Parties, After-Work-Parties, Die Schöne Party....
Auch wenn Du Dich nicht traust zu tanzen, geh einfach hin, schau Dir die Leute an und du wirst jede Menge Single-Frauen auf der Suche sehen.
Du erkennst sie daran, dass sie suchend durch die Gegend laufen. Nach der dritten Runde kannst Du ja mal eine ansprechen, ob sie jemanden verloren hat oder ob sie Zeit hat, mit Dir etwas zu trinken.
Wenn Du immer in den gleichen Lokalen zum Mittagstisch gehst, kannst Du dort gut Leute kennenlernen. Oder suche Dir ein schönes Cafe, wo Du jeden Samstag und / oder Sonntag hingehst.

Ich kann nicht bestätigen, dass man in Berlin anonym lebt. Ich lebe immer in Innenstadt-Bezirken, die einen Kiez-Charakter haben. Ich kaufe in den kleinen Geschäften ein, kenne dort die Verkäuferinnen, gehe in ein kleines Cafe mit netter Bedinung und irgendwann kommt man mit den Stammgästen ins Gespräch. Natürlich hast Du als Single ohne Kind andere Kontakte als eine Single-Mutter. Durch Kinder hat man automatisch mehr, aber auch andere Menschen als Kontakt.

Vielleicht lebst Du einfach im falschen Bezirk? Wenn Du nur morgens zur Arbeit und danach wieder in Deine Wohnung gehst, wird das nie was. Veranstalte doch mal eine Grill-Party für die Hausbewohner im Hinterhof. Sowas kommt immer gut an und Du lernst Deine Nachbarn kennen.
Gewöhne Dir an, auf dem Weg zur Arbeit irgendwo einen Kaffee oder ein kleines Frühstück zu nehmen. Das gleiche in der Mittagspause und nach der Arbeit. Da laufen Dir so viele Menschen über den Weg, auch Frauen. Erst grüsst man sich, dann spricht man mal, dann lernt man sich kennen. Auch wenn keine Beziehung daraus wird, ein Kiez mit vielen Bekannten erhöht extrem die Lebensqualität. Je mehr Bekannte man hat, desto eher lernst Du mal eine passende Partnerin kennen.

Auch bei Deiner Jogging-Strecke solltest Du eher dort laufen, wo auch andere Menschen und Single-Frauen unterwegs sind. Tiergarten, Schlachtensee, Landwehrkanal.
Vielleicht kannst Du vorher oder nachher irgendwo einkehren?
Viel Glück
w, 40 J