• #1

Emanzipation der modernen Frau. Nur Pro, oder doch auch Contra?

Hallo liebes Forum,
mich beschäftigt schon länger die Frage ob sich die Frau von heute über die Kehrseite der Medaille Emanzipation bewusst ist und wenn ja, was sieht sie als Contra-Punkt bei diesem Thema? Haut in die Tasten liebe Damen.

Lg Habby
 
  • #2
Auf mich bezogen sehe ich keinerlei Nachteile, nur Vorteile. Mit allen Rechten und Pflichten.
Allerdings verfestigt sich bei mir zunehmend der Eindruck, daß Frauen immer mehr machen sollen/wollen und Männer tendenziell immer weniger.

Beispiel: Frauen gehen arbeiten, machen Haushalt + Kindererziehung, erledigen handwerkliche Reparaturen, kümmern sich um ihre Finanzen etc.
Männer stehen daneben, wenn ihre Frauen schwere Getränkekisten tragen und sind selbst zum Flirten/Ansprechen zu faul.

Ich kann natürlich nicht ausschließen, daß das nur in meinem erweiterten Bekanntenkreis so ist... aber über die Flirtfaulheit wurde ja schon mehrfach geklagt.
 
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G

Gast

  • #3
Ich (m,30+) bin studiert und promoviert und ich stelle fest, dass es schon schwieriger ist, wenn zwei Menschen mit beruflichen Anforderungen und Karrierewegen (zeitliche und/oder örtliche Flexibilität, studiums- oder berufsbedingte Umzüge) eine Beziehung führen wollen. Ganz zu schweigen von der Kinderfrage, die bei studierten Frauen ja oft erst gestellt wird, wenn es schon fast zu spät ist.

Es macht also schon vieles schwieriger. Persönlich mag ich es lieber, wenn eine Frau zwar eine Ausbildung und einen Beruf hat, aber eben keinen, der so hohe Anforderungen an Flexibilität oder Überstunden hat: z.B: Erzieherin, Beamtin oder dergleichen.
 
F

flashbuzz

  • #4
Welches Contra sollte das denn sein?
Ich hatte immer schon die gleichen Pflichten (außer BW) und hätte nun auch gerne die gleichen Rechte wie gleiche Bezahlung und das Recht Männer sexistisch anzupaulen und das dann mit einem : "Na der will das doch nicht anders" mich zu rechtfertigen, wenn ich ihm von hinten in den Schritt fasse und zukneife.
 
  • #5
Der einzige Kritikpunkt, der mir einfiele, ist der, dass die Emanzipation auf halber Strecke steckengeblieben ist. Es wird wirklich höchste Zeit, die Männerquoten von 95% + in den Vorstandsetagen der börsennotierten Unternehmen anzugehen. Ich erlebe es beruflich leider ständig, dass, sobald ein Spitzenjob zu besetzen ist, nach dem besten Mann gesucht wird und nicht nach der besten Person oder gar nach der besten Frau. Qualifizierte Kandidatinnen, die es ausnahmslos immer gibt, werden von den männlichen Entscheidern häufig völlig ignoriert. Anschließend wird dann gerne behauptet, man es gäbe leider keine geeigneten Frauen.
 
G

Gast

  • #6
Wenn es schon unbedingt ein Problem geben soll bei der "Frauen-Emanzipation", dann doch dieses, dass Frau in ihrem Bestreben, es Mann überall gleichtun zu wollen, ihn aus dem beruflichen und wirtschaftlichen Umfeld herausdrängt, in dem sie ihn "als Frau" aber gerne haben möchte. Hat er das, ist er für sie interessant. Emanzipation stärkt halt die Frau, in was auch immer, und schwächt gleichzeitig den Mann, in was auch immer. Wahrscheinlich im Interesse an der Frau ???
 
H

hot stuff

  • #7
Emanzipation muss sein, weil es um gleiche Menschenrechte geht..und weil sich am Ende zeigt, dass wir Frauen nicht die besseren Menschen sind und es auch nicht sein müssen. Nur in egalitären Beziehungen, Beziehungen ohne großes Machtgefälle, kann man/frau sich als Mensch fühlen! Es lohnt sich, auch wenn es - vor allem mit Kindern - schwieriger ist als in traditionellen Verhältnissen.
 
  • #8
Was ist denn für Dich die Kehrseite der Emanzipationsmedaille? Du lässt das offen.
Für mich ist das z.B. nicht, dass mein Freund daneben steht, während ich schweres Zeug schleppe. Das sollte er trotzdem tun, wenn er mehr Körperkraft als ich hat.
Regale zusammenbauen und anbringen kann ich schon lange und hätte das auch ohne Emanzipation gemacht.

Also was ist die Kehrseite? Karriere machen mit den Überstunden? Verantwortung fürs Geldverdienen übernehmen? Verantwortung fürs eigene Handeln übernehmen (ja, das gibt es, dass Frauen erwarten, dass ein Mann ihnen sagt, was sie tun sollen, um dann, wenn es ein Fehlschlag war, zu kritisieren. Aber selber trauen sie sich nicht, denn es könnte ja schief gehen und dann hätten sie es verbockt)? Diese Kehrseite nehm ich, wenn ich die gleichen Chancen habe auf Karriere wie ein Mann meiner Qualifikation. Ich hab auch kein Problem damit, dass der Mann dann mit dahin zieht, wo ich arbeite und weiter an meiner Karriere bastel. Er könnte dann zu Hause bleiben und irgendwelche Hobbys machen oder er nimmt einen kleinen Teilzeitjob an, wenn er Lust drauf hat.
 
  • #9
Hi ihr,
von frauenseite aus hab ich in etwa die Antworten erwartet. Schmunzel :)
Ihr kennt doch sicher die Weisheit das jeder Vorteil auch einen Nachteil hat. Also ich find zumindest dass das zutrifft.
Ich hab deshalb die Diskussion angestoßen weil in meinnem privaten Umfeld die eine oder andere Frau ist, bei der ich das Gefüh habe dass sie mit ihren wahnsinnigen Freiheiten über das Ziel hinausschießt. Mir kommt es mittlerweile ganz allgemein so vor als sollten wir Männer teilweise dass Feld räumen. Chefposten, die heimische Werkbank (bezug zu #1), usw,
weil Frauen ja anscheinend in so vielem besser sind als Männer.
Meine persönliche Meinung dazu ist dass die grenzenlose Freiheit, egal ob für Mann oder Frau, tlw. auch zu Überforderung und Überheblichkeit führt.
Jeder möchte nur das beste, größte, tollste, weil eben diese Freiheit einem dass ermöglicht und übersieht dabei oft die kleinen doch sehr wichtigen Dinge.
Schade dass unsere Gesellschaft es nicht vernünftig schafft die Stärken beider Geschlechter zu kombinieren und die möglichen Synergien zu nutzen. Stattdessen führt es mehr und mehr zu Geschlechterkampf in der der Mann heute seine Rolle sucht und Frau verwundert über sein Verhalten ist.

Lg Habby
 
  • #10
Also ich lasse mir gerne helfen, trotz Emanzipation und mir gehen Frauen nicht ab, die wirklich alles und alles super toll können, für nix einen Mann sprich Partner brauchen, obendrein noch aussehen wie ein Kerl, kurzes Haar, Dauerhosenträgerin, sich aber wundern, dass es in der Liebe nicht klappt oder sie nur als Kumpel angesehen werden - wo sie doch ganz "Frau" sind - gähn.

Erstmal sind Männer physisch stärker - Fakt.
Sie werden gerne gebraucht, sie tun gerne was für eine Frau, die sie mögen. Sie wollen sich beweisen - find ich klasse.

Ich schiebe eben nicht gerne Schränke durch die Gegend und düble massive Regale an, ich hasse es an Autos oder sonstigen ölverschmierten Gegenständen zu hantieren, die hasse es Sprudelkästen zu heben oder ein Zimmer zu streichen oder tapezieren, es ist kräftezehrend und ich kann es aber muskelmäßig ist es eine Tortour.

Ich wäre froh, ich hätte einen Partner, der handwerklich begabt ist, gerne montiert, schraubt, befestigt und herumschleppt. Derweil macht es mir nix aus was leckeres zu kochen. Anschließend genießen wir den stressigen Tag gemeinsam in der Wellnessbadewanne - grins - ganz gleichberechtigt.

Mein Beitrag zur Emanzipation als Frau, finanziell unabhängig bin ich eh, aber ich mag Gegenpole Mann/Frau, optisch, körperlich und kräftemäßig, geistig kann man sich immernoch auseinandersetzen.

Aber Allroundfrau finde ich grauselig und wozu??
 
G

Gast

  • #11
Hallo void !
Könnte meine Partnerin das finanziell stemmen, dann würde ich sofort in so ein Leben mit ihr gehen, wo ich zu Hause wäre, den Haushalt schupfe, einkaufen gehe, Wäsche wasche, Abrechnung mache, Reparaturen im Haus, Kinderbetreuung und tausend andere Dinge auch noch.

Wichtig wäre natürlich, dass sie mich dann so noch will und selbst glücklich ist mit dem, was sie tut. Am Abend, wenn sie müde heimkommt, mache ich mich schön und beschere ihr bei bester Laune den Über-Drüber-Gemütlichen Abend nach der harten Arbeit mit Massagen, vielen Streicheleinheiten und Zärtlichkeiten. Was wir gemeinsam machen, habe ich längst arrangiert.

Klar würde ich mir einen kleinen Nebenjob suchen, damit sie nicht das Gefühl hätte, sie müsse finanziell alles alleine stemmen und nicht Angst haben muss, dass ich so "ganz allein gelassen" versauere.

Sie leistet in der Arbeit ganz sicher das Gleiche wie ich, verdient dabei aber höchstens 1/3 von mir. Ihre Chefin würde sie eher kündigen, als ihr auch nur einen Cent mehr zahlen für die qualitativ sehr hochwertige Arbeit.

Daran scheitert es. Sie verdient zu wenig.
Leider muss ich weiter schuften und werde niemals das Leben führen können, das ich sooo gerne hätte.
 
  • #12
@Herakles
Coole Einstellung. Die wenigsten Frauen geben das irgendwie zu, obwohl ich glaube dass viele deiner Meinung sind.
Mann und Frau muss sich einfach ergänzen finde ich, und halt nicht Kräfte messen in welchem Bereich auch immer.

Lg Habby m 25
 
  • #13
Hallo Habby,
es mag sein, dass einige Männer wirklich so empfinden. Aber was ich gesehen habe in Umfeld und in meiner Beziehung, war was ganz anderes. Die Männer wollten definitiv nicht abhängig sein von der Frau. Es wird immer gedacht – und mich wundert das überhaupt nicht – dass zu Hause bleiben und sich um den Haushalt kümmern bei finanziell abgesicherter Existenz toll wäre. Aber die Abhängigkeit, die der Zuhausebleiber irgendwann fühlt, die Fremdbestimmung durch die Karriere eines anderen, der auch noch Anerkennung kriegt, während saubere Wäsche selbstverständlich wird, bringt meist Unzufriedenheit in die Beziehung und vor allem Kontrolle. Der Zuhausebleiber hat nur den Erhalt der Beziehung als Ziel, vielleicht noch die Kinder, der andere seinen Platz in der Welt. Deswegen ist es für diese Frauen auch so wichtig, den Ring an den Finger zu kriegen, damit sie abgesichert sind. Und sie fangen dann an misstrauisch zu werden, wenn der Mann mit Kollegen mal irgendwas unternimmt oder lange arbeitet oder einfach noch was anderes hat als sie, die nur die Beziehung hat und darauf ausgerichtet ist, denn die Beziehung bestimmt ihr Leben.
Ich kenne ein Paar, Frau Mathematikerin, Mann Biologe. Sie waren ein paar Jahre in der Stadt, die Frau hatte gerade einen Job bekommen, der Mann hatte ein Angebot aus den USA. Natürlich ist sie mit ihm gezogen. Die beiden lieferten folgendes Bild: Sie war verbittert und die Kontrollmutter, er trank jeden Abend. Zwischen denen war der unausgesprochene Vorwurf regelrecht zu spüren für einen Außenstehenden. Sie musste immer mit, er konnte ihren Frust nur ertragen, indem er sich ans Bier hielt. Und trennen, wo die Frau doch so viel schon mitgemacht hat seinetwegen? Irgendwann trennt sie sich dann vermutlich mit den Worten "Du hast immer mein Leben bestimmt". Dass sie das auch wollte, sieht sie vermutlich gar nicht. Er wird sich nicht trennen, wenn er sich nicht heftig fremdverliebt, denn für ihn funktioniert es ja scheinbar. Was mit seinem Gefühlsleben ist, schwimmt allabendlich im Bier.
Man zahlt immer einen Preis, jeder in so einer Beziehung.
Wenn man Freiheit haben will, sind damit auch Pflichten verbunden. Und eben auch Dinge, die man nicht haben kann, z.B. als Frau eine Beziehung
Beschreibe doch mal näher an Beispielen, wo Du Überheblichkeit siehst. Diese Krampfemanzen, die rumschreien, dass Männer überflüssig sind, haben es doch auch nicht begriffen. Dahinter steckt einfach Frust.
 
  • #14
Danke für den ausführlichen Beitrag void.
Dein letzter Satz trifft es denke ich gut. Die frustrierten Frauen suchen Erfüllung in Karriere und der damit einhergehenden Macht/Status. Das sie diese da nicht finden steht außer Frage. Aber eben diese Karrieregirls meinen, sofern sie noch ganz gut aussehen, ihnen liegt die Welt zu Füßen.
Und da kommt dann die Überheblichkeit, die dann auch für viel Frust in der Gesellschaft führt.
Und dieser Frust ergibt sich sozuagen aus der Fülle der Möglichkeiten begründet in der Emanzipation.
So sehen tun das glaub ich außer mir nur wenige, das Thema steckt ja evolutionstechnisch auch noch in den Kinderschuhen.

Lg Habby
 
  • #15
Und ja, ich kann das Gefühl der Frauen nach Unabhängigkeit vollkommen verstehen. Ich möchte sie auch nicht missen. Und die Emanzipation ist auch richtig und gut.
Nur wie in der ursprünglichen Fragestellung schon beschrieben ist sich unsere Gesellschaft über die Nachteile dieser Entwicklung noch nicht bewusst. Geburtenrückgang, zunehmende Zahl an Singlehaushalten, usw.

Lg Habby
 
G

Gast

  • #16
Nachteil:
Frau muss schon stark aufpassen, dass sie nicht auf der Strecke bleibt.
Es gibt immernoch genug Uschis, die anstatt in Ausbildung lieber in Partnerwahl investieren und sich mittels Ehe und Kindern frühzeitig ein bequemes Nest bauen (wollen). Manchen gelingt es, manchen nicht.
Auf der anderen Seite stehen dann hart arbeitende Frauen, die auch noch den Großteil der Hausarbeit und Kindererziehung übernehmen.
Beide Extreme find ich so persönlich nicht tragbar.

Und sehr großer Nachteil weiter: Die Männer sind teilweise orientierungslos und krallen sich an einer starken Frau fest. Ich will aber nicht immer die Starke sein. Ne, ich will mich auch mal anlehnen. Und genau da trennt sich die Spreu vom Weizen und es bleibt wenig, sehr wenig übrig.


w 29
 
A

Ars_Vivendi

  • #17
Also was ist die Kehrseite? Karriere machen mit den Überstunden? Verantwortung fürs Geldverdienen übernehmen? Verantwortung fürs eigene Handeln übernehmen (ja, das gibt es, dass Frauen erwarten, dass ein Mann ihnen sagt, was sie tun sollen, um dann, wenn es ein Fehlschlag war, zu kritisieren. Aber selber trauen sie sich nicht, denn es könnte ja schief gehen und dann hätten sie es verbockt)? Diese Kehrseite nehm ich, wenn ich die gleichen Chancen habe auf Karriere wie ein Mann meiner Qualifikation.
Ist das eine Kehrseite? Du hast die Möglichkeit, es ist ja kein Zwang. Es gibt genügend Männer, die auch nur ihren Job machen. Verantwortung übernehmen für das eigene Leben, Verantwortung für Dein Handeln, ermöglicht aber auch zu sehen, was Du geschaffen hast. Ist es meine männliche Sicht, dass Verantwortung zum Leben dazugehört? Für mich ist Entscheidungen treffen können, Mut zum Risiko, Verantwortung übernehmen, auch wenn mal was schief geht, das, was einen "Job" zu einer spannenden Aufgabe macht.
Die Verantwortung hatten Frauen doch im häuslichen Bereich immer und konnten stolz auf die Kinder als Resultat sein. Allerdings hat man das immer zu wenig hervorgehoben.

Frauen können das genauso wie Männer, werden aber sicher noch ein Weilchen etwas ausgebremst. Aber weder Männer noch Frauen kommen weiter, wenn sie nicht irgendwie "brennen" für das, was sie tun, wenn sie keine Verantwortung übernehmen wollen, keine Visionen haben. Da hilft auch keine Quote. Diejenigen, die zu Schulzeiten kein Interesse hatten, sich weiterzuentwickeln, die im Studium immer nur das absolut notwendige machen, die im Beruf immer wert darauf legen, eine ruhige Kugel zu schieben und alles andere als "Kehrseite" betrachten, die hocken dann halt auf den langweiligen Jobs und jammern herum.
Für mich wäre so ein Leben überhaupt nichts. Und ich kenne Frauen, die das auch so sehen und ihre Karriere auch gemacht haben.

In einer Beziehung muss man sich dann natürlich überlegen, wie man das unter einen Hut bekommt, das ist aber etwas anderes als der Beruf und unabhängig davon.

Ich finde grundsätzlich wichtig, dass eine Frau noch eine Frau ist und ein Mann ein Mann, das sehe ich wie Herakles. Ohne Gegenpole sind Beziehungen langweilig, wenn man sich nicht ergänzen kann bleiben es zwei Menschen, die genauso alleine leben könnten, dann könnte ich gleich mit einem Mann zusammenleben.
 
  • #18
Hi Habby,

erst wollte ich bei Deiner Frage gähnen, erst recht um diese Uhrzeit, doch dann habe ich einige Antworten gelesen und darf mich wie öfters korrigieren und äußern. :)

Emanzipation ist für mich eine übers Ziel hinausschießende Form der Gleichmacherei ohne die Unterschiede, zwischen Frau und Mann, als solche zu würdigen und als beiderseitige Bereicherung des Lebens zu sehen. Ich finde es einfach schrecklich, wenn frau männlicher sein will als mann und bei weitem viele Dinge, die (auch) man(n) macht, nicht als erstrebenswert.
Ich mag keine Autos, Saufen finde ich öde, Fußball extrem langweilig, Fernsehen habe ich keins, Karriere interessiert mich nicht und Superlative stinken mich gewaltig an.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man(n) raus ist und frau drin?
Dafür bewege ich mich sehr gerne zu Fuss, mit dem Rad oder den Inlinern, zum Badminton, Baketball oder Schwimmen, vor allen in der Natur, gehe 1-2x die Woche weg zum Tanzen, Kultur und Kunst geniessen, bin sozial engagiert, liebe die Muse und das Innehalten, mache meinen Haushalt von A-Z und repariere sowie renoviere von der Bodenplatte bis zum First alles selbst, erziehe ab und zu meine Tochter,oder sie mich?, und wenn dann noch Zeit ist, liege ich in meiner Hängematte und schaue der Zeit beim Vergehen zu.
Ach ja, fast ich vergaß die 40h-Arbeitswoche.

Ich finde es gibt lohnendere Ziele als das was man Emanzipation erlebt. Wenn frau ihre Trümpfe ausspielt, wenn sie es doch nur öfter tuen würde, hat man(n) oft keine Chance. Das ist aber nicht mein Verständnis von "Emanzipation" sondern schon wieder ein anderes Thema. :)
 
  • #19
Schade dass unsere Gesellschaft es nicht vernünftig schafft die Stärken beider Geschlechter zu kombinieren und die möglichen Synergien zu nutzen. Stattdessen führt es mehr und mehr zu Geschlechterkampf in der der Mann heute seine Rolle sucht und Frau verwundert über sein Verhalten ist.
Lg Habby
Sie glauben also tatsächlich, dass Stärken geschlechtsspezifisch sind? Glauben Sie auch, dass Stärken von der Rasse abhängen?!
Neigungen und Fähigkeiten sind individuell und haben mit dem Geschlecht nichts zu tun. Vielleicht sollten Sie einfach aufhören, sich (und andere) über ihr Geschlecht definieren zu wollen. So ein Verhalten ist geradezu abschreckend reaktionär. Kein Wunder, dass Sie mit so einer Grundhaltung ständig einen Geschlechterkampf provozieren.
 
  • #20
Ich finde es einfach immer zu pauschal gedacht, wenn unter Gleichberechtigung z.B. beide müssen Vollzeit arbeiten und sich auch zu Hause die Arbeit teilen.

Dies ist nur eine Art der Gleichberechtigung.

Für mich ist es auch eine Art "Rollenverteilung", jeder bringt seine Stärken und Vorteile in die Partnerschaft ein zu gleichen Teilen.

Dies kann auch eine "nur" Hausfrau sein, die ein schönes gemütliches Heim schafft, eine anheimelnde warme Atmosphäre, gerne kocht und sich wohl dabei fühlt auch Kinder großzuziehen. Und ein Mann, der nach Schichtschluß oder Büroschluß sich auf ein schönes zu Hause freut, einen Teil seines Budgets gerne für eine harmonische Familie beisteuert, weil er weiß, jeder trägt auf seine Art zur Gleichberechtigung bei.

Nur Hausfrauen leisten einen Fulltimejob, Männer auf Schichtdienst auch. Auch dies kann Gleichberechtigung sein. Wenn jeder das dazu gibt, was er gerne geben will, ohne Druck, aus Liebe.

Ich kenne Frauen, die sich in der "nur" Hausfrauenrolle sehr wohl fühlen.
Eine Bekannte von mir ist so, wenn ich sie besuche spüre ich sofort eine warme liebevolle Umgebung in ihrem Hause. Nicht alle Hausfrauen sind kreuzunglücklich.

Also Gleichberechtigung hat viele Gesichter.
 
  • #21
Für mich persönlich gibt es das Rollenklischee Mann/Frau gar nicht. Der wirkliche und einzige Unterschied zwischen Mann und Frau ist, dass erster physisch stärker ist, ansonsten sind es beides Menschen. Ich koche sehr gerne, geh shoppen, fahr sogar ins Möbelhaus, sitze aber auch gerne im Keller mit Bohrmaschine oder geh ins Stadion.

Die Kehrseite der schlecht umgesetzten Emanzipation ist meiner Ansicht nach ein Rückgang an gesellschaftlicher und familiärer Lebensqualität. Die Emanzipation war aus meiner Sicht in erster Regel wirtschaftlich gewollt. Arbeitende Frauen bedeuten mehr Arbeitskraft. Dann hält man sie bewußt in den niederen Jobs, so können sie nicht gefährlich werden.
Gesellschaftlich hat die Emanzipation für die Frau bedeutet, dass sie sich nicht mehr schämen muss, wenn sie mit 20 noch nicht veheiratet ist, wie früher.

Die Frage ist, wie man in unsere Zeit den Gedanken der Familie wieder als wichtiges Element im Leben platzieren kann. Ich habe einen großen Freundeskreis und Kinder hat da keiner. Viele Männer haben auch keine Frauen, die leben bewußt alleine und sind damit zufrieden. Ich sehe auch nicht, warum ich eine Familie gründen sollte, sehe darin eher nur eine Verschlechterung meiner Lebensqualität. Und das finde ich könnte langfristig zum Problem werden.

Beruflich ist es für Frauen auch nicht einfach Karriere zu machen und Kinder zu bekommen. Trotz Geburtenrückgangs mangelt es an Kita-Plätzen macht irgendwie keinen Sinn. Schlimmer noch als die praktischen Probleme ist aber die geistige Haltung. Irgendwie will überhaupt niemand Kinder und ehe man sich versieht, ist man 40 und dann hängt man diesen Gedanken - den man nie hatte - an den Nagel.

Daran ist nicht die Emanzipation schuld aber sie spielt dabei eine Rolle. Was das für uns bedeutet, werden wir vermutlich alle in ein paar Jahrzehnten noch herausfinden.

Gruß m31
 
H

Halbtrocken

  • #22
Also für meine Beziehung hat die sog. "Emanzipation der Frau" überwiegend schlechte Auswirkungen.
Ich kann besser Kochen, Saubermachen und habe beides auch häufiger gemacht, bin Hauptverdiener, habe ein engeres Verhältnis zu meinen Kindern, welche jetzt bei mir wohnen, nachdem mich meine Frau verlassen hat, "um sich selbst zu verwirklichen".
Ihren eigenen Worten nach, war sie in ihrem Familienleben unglücklich.
Möglicherweise deshalb, weil sie wegen der "Emanzipation" am Haushalt kaum mehr einen wesentlichen Anteil hatte, weder bei der Hausarbeit noch beim Erwirtschaften des Familieneinkommens? Ihre Anerkennung speiste sich nur noch über das Reden von spiritueller Entwicklung".
Und jetzt bestätigt es sich doch tatsächlich, daß ich als Mann mit zwei Kindern einem Vollzeitjob und vollem Haushaltsprogramm ohne Frau nicht nur überleben, sondern lebe - ein Schlag ins Kontor für die, die meinen, ein Mann bräuchte die Frau zur häuslichen Ausbeutung und die mit solchen fadenscheinigen Argumenten die "Emanzipation" und die Frauenquote begründen.
Ja, das ist Emanzipation.
Eine (austauschbare) Frau bräuchte ich eigentlich nur noch zu gelegentlichem Sex.
Was mir aber fehlt ist eine Partnerin, die ihre weiblichen Eigenschaften in eine Beziehung einbringt - aber die werden ja heute in der "Emanzipation" aberzogen. Was bleibt, ist der schale Beigeschmack, ein Opfer der Ideologie des aufkommenden Matriachats zu sein.

m 47
 
  • #23
Ich bin ein großer Freund der Emanzipation.

Frauen verdienen ihr eigenes Geld
Sex ohne Heirat
immer ein gutgefüllter Partnermarkt (falls man den entsprechenden Status hat)
20 jährige Studentinnen die ihre Sexualität ausleben wollen und unverheiratete ü30-Frauen die noch einen Mann suchen (gab es beides früher so nicht)

Für gutsituierte Männer die nicht auf Ehe stehen, ein Traum.


2017 kommt dann noch die Verhütung für den Mann auf den Markt und
der Feminismus wird eine ganz neue Dimension bekommen.

Wie konnte die normalen Frauen es zulassen, dass ein kleiner Teil Lobbyistinnen
und Karrieristinnen die Gesamtheit aller Frauen so vor den Karren spannen konnte. Die Nachteile des Feminismus sind für die Frauenwelt immens.

Und dank weltweiter Vernetzung wachen immer mehr Männer auf.
 
  • #24
@22

für den Familienvater mit Kindern und "emanzipierter" Frau (inkl. Gesetzgebung) ist das ganze eine Katastrophe. Da haben sie vollkommen Recht.

Aber die "bindungsängstlichen" Männer werden von Jahr zu Jahr mehr,
da wird der Feminismus irgendwann sowieso zum Erliegen kommen.

Es gehen halt nur 1 bis 2 Generationen über die Wupper. Das ist schade,
aber war von beiden (!) Geschlechtern gewollt.
 
E

Elissa

  • #25
Für mich (w 51 J.) hat die Emanzipation nur Vorteile.
Ich durfte studieren (wäre zur Zeit meiner Mutter noch undenkbar gewesen für ein Mädchen der "Mittelschicht"). Ich habe einen guten Beruf, verdiene mein eigenes Geld, kann mir einen (bescheidenen) Luxus leisten und bin nicht auf einen Mann angewiesen. Partnerschaft ist schön, ein Bonus, aber zum Glücklichsein nicht (mehr) unbedingt notwendig. Faule Kompromisse muss ich nicht eingehen. So konnte ich mich ohne finanzielle Verluste von meinem alkoholabhängigen Ehepartner scheiden lassen ohne gesellschaftlich ins Abseits zu rutschen oder geächtet zu werden. Zwei Generationen vor mir, wäre das noch undenkbar gewesen. Eine Frau hätte in der Ehe aushalten müssen. Ich bin froh und dankbar, dass ich das nicht musste. Ich sehe in der Emanzipation keine Nachteile und bin auch froh, dass meine Tochter sich ihren Neigungen entsprechend entfalten kann, ohne hören zu müssen, was eine Frau angeblich tun muss und wie sie sich verhalten muss.
Und wenn einige Männer damit nicht klarkommen, ist das deren Problem, nicht meins.
 
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  • #26
Dein letzter Satz trifft es denke ich gut. Die frustrierten Frauen suchen Erfüllung in Karriere und der damit einhergehenden Macht/Status
Da hast Du mich missverstanden. Es sind nicht die frustrierten Frauen, die Erfüllung im Beruf und in Karriere suchen. Es ist ein Typ von Frauen, die das für sich brauchen. Es gibt andere, die im Muttersein und als Hausfrau total glücklich sind.
Jeder sollte das so leben, wie er kann und muss, um sich gut zu fühlen, sonst wird er irgendwann frustriert und lässt es an der Umwelt aus, die dann dafür verantwortlich gemacht wird. Man muss allerdings wissen, was man will, und den richtigen Partner dafür finden.
 
  • #27
Mir geht es wie Elissa - ich hatte Möglichkeiten, von denen die Generation meiner Mutter nur träumen konnte, und ich habe sie genutzt und sehr genossen.

Ich war als junge Frau alleine unterwegs ohne Ende, fuhr einen todschicken englischen Roadster, den ich selbst finanzierte und reparierte, fuhr Motorrad, unternahm Reisen - in der Nachkriegszeit für Normalo-Frauen undenkbar.

Als meine Ehe scheiterte, war dies nicht mein gesellschaftliches Aus - nein, ich behielt unseren Freundeskreis, war akzeptiert und angesehen und konnte - bei allen Schwierigkeiten - meine Kinder gut aufziehen.

Auch jetzt habe ich die Wahl! Ich muss nicht wieder heiraten, ich kann eine neue Beziehung eingehen - wenn es wirklich richtig gut passt.

Ich bin noch in der engen Welt der 60iger Jahre in der Provinz aufgewachsen und weiß, wie Frauen aussehen, die sich nur fügen - den Erwartungen und Ansprüchen der Eltern und bruchlos danach denen des Ehemannes.

DANKE, nein. Da waren die Ehen noch stabil, weil die Frauen die Klappe hielten und funktionierten.

Ich sehe die verbitterten oder ausdruckslosen Gesichter und den geduckten Gang noch vor mir - Hilfe, bloss nicht.

Natürlich ist es schwieriger als früher, wenn zwei Menschen ihre Pläne unter einen Hut bringen müssen, keine Frage. Es muss viel geredet und verhandelt werden, das ist ganz schön mühsam.

Aber wenn die Alternative ist, dass immer die Ambitionen des Mannes wichtiger sind, von der Frau automatisch Anpassung und Zurückstecken erwartet wird, dann weiß ich, was ich besser finde. Ganz klar.
 
  • #29
Früher haben alle körperlich hart gearbeitet (Feld, Hof etc.), dann gab es kurze Zeit die Rollenverteilung "Frau nur Küche, Mann auswärts arbeiten", gehyped von den damaligen Medien. Kurze Zeit später wurde das Gegenteil massiv als Ideal beworben. Frauen sollten plötzlich männlich und Männer weiblich werden.

Im Grunde hat dieser schnelle Wechsel nur bewirkt, dass sich die Geschlechter als Konkurrenz betrachten. DAS sehe ich als erheblichen Nachteil für beide Seiten und damit auch für potenzielle Kinder/ Familien.

Sieht jemand einen massiveren Nachteil in der Sache als diesen?
 
  • #30
Der einzige Nachteil der Emanzipation ist, dass die Männer es nicht mitgemacht haben. Männer halten viel öfter an den alten Sichtweisen fest als Frauen.