G

Gast

  • #1

Einziehen in das Haus der Partnerin?

Wir (um die fünzig) sind seit zwei Jahren zusammen und für meine Freundin wird nun die Frage des Zusammenziehens immer wichtiger. Die Situation ist allerdings die, daß ich in ihr Haus ziehen soll, das sie mit ihren beiden erwachsenen Söhnen bewohnt. Ich habe die Befürchtung, daß ich unter diesen Voraussetzungen unglücklich sein würde. Ich würde das Gefühl haben, als Dauergast dort zu wohnen, der seine eigenen Bedürfnisse der Familiengemeinschaft unterzuordnen hat. Ich müßte mein eigenes Mobiliar größtenteils aufgeben und wüßte nicht, wo ich meine Sachen unterbringen sollte (alles in den Keller?). Erschwerend kommt hinzu, daß ich nun anfangen müßte, dreißig Kilometer zu meiner Arbeitsstätte mit dem Pkw zu pendeln und die Nähe einer Großstadt zuungunsten eines Dorfes aufgeben müßte.

Ist meine Skepsis berechtigt? Hat jemand schon Erfahrungen in einer ähnlichen Situation gesammelt?
 
G

Gast

  • #2
Für mich würde sich die Frage stellen, ob man in dem Alter zwingen zusammen ziehen muss. Das ist ja nicht dasselbe wie in jungen Jahren wo man noch eine Familie gründen möchte. Ich würde wohl meine Wohnung behalten wollen. Es ist eine andere Form der Beziehung ab einem gewissen Alter
 
G

Gast

  • #3
Deine Bedenken und Befürchtungen solltest du mit deiner Partnerin besprechen. Vielleicht gibt es eine Lösung, bei der du erst einmal testen kannst, ob das Zusammenwohnen funktionieren könnte, z. B. die alte Wohnung noch beibehalten o. ä.
Es ist normal, dass man nicht nur freudige Erwartungen hat, sondern auch Zweifel, weil da ja eine Situation auf dich zukommt, die du nicht kennst, und Unbekanntes verursacht oft erst einmal Ängste.
Insgesamt klingt es für mich so, als ob das Zusammenwohnen sehr stark von deiner Partnerin ausgeht und du ihr zuliebe mitziehst. Bitte werde dir darüber klar, dass eure Beziehung nur glücken kann, wenn ihr beide an einem Strang zieht. Kompromisse zugunsten des Partners sind im Endeffekt ein Eigentor. Wieso drängt sie so sehr auf ein Zusammenleben? Vielleicht empfindet sie einen gewissen gesellschaftlichen Druck oder möchte nach außen hin eure Beziehung stabilisieren? Dein Inneres hegt Zweifel, bitte nimm diese ernst und gehe in dich, was genau DU möchtest. Ihr könntet das Zusammenziehen auch verschieben, bis du dir sicherer bist, was du willst.
 
G

Gast

  • #4
Deine Zweifel sind durchaus berechtigt. Du würdest sehr viel aufgeben und dir eine Situation einhandeln, dir die jetzt schon nicht so gut gefällt. Das Zusammenleben bringt zusätzlich noch andere Schwierigkeiten mit sich.
Ich würde also auch vorerst das Zusammenleben testen. Du könntest verlängerte Wochenende dort verbringen oder mal einen kürzeren Urlaub. Das wäre doch für den Anfang genug. Außerdem wäre es besser, wenn schon wenigstens 1 Sohn aus dem Haus ausgezogen wäre, besser noch alle beide, dann hättet ihr auch bessere Startbedingungen und es würden 2 Zimmer frei, die Platz für deine Möbel bieten könnten.
Lass dich zu keiner Entscheidung drängen, sondern schlage die oben genannten Kompormisse vor.
 
G

Gast

  • #5
Ja, lieber FS, du gibst viel auf und ich würde mir dies nochmals überlegen.
 
G

Gast

  • #6
Lieber FS,

mich irritiert erstmal, dass du von deiner Freundin sprichst. Nach 2 Jahren Beziehung kann man durchaus von einer Partnerin sprechen.

Aber deine Befürchtungen kann ich verstehen. Es liest sich so, als ob du mit deiner "Freundin" noch nicht über deine Ängste gesprochen hast. Ist das richtig? Wenn, dann solltest du das schnellstens tun.

Aus welchen Gründen will sie, dass ihr zusammen zieht?

Ich bin selber Single-Mutter und solange mein fast erwachsnes Kind bei mir wohnt, hole ich mir keinen Mann, zum Wohle aller, nicht ins Haus. Ausserdem bin ich überzeugt, dass getrennte Wohnungen in unserem Alter die Beziehung frisch hält.

Die Tipps der anderen User hier finde ich gut. Das wäre ein guter Kompromiss.

w 49
 
  • #7
Du musst diese Bedenken mit ihr teilen. Ein Gespräch kann Klarheit schaffen.
 
G

Gast

  • #8
Ich war in einer ähnlichen Situation. Zwei erwachsene Söhne im Haus. Vor knapp zwei Jahren zog mein jüngerer Sohn auch aus und ich wollte mit meinem Partner zusammenzeihen, auch er hatte eine sehr schöne Eigentumswohnung. Wir konnten uns nicht einigen , wer zu wem zieht. Für ihn war die Wochendbeziehung in Ordnung, für mich auf Dauer nicht. Wir haben uns getrennt.
Vor zwei Monaten lernte ich einen anderen Mann kennen. Er ist nach drei Wochen bei mir eingezogen. Für ihn gibt es gar keine Bedenken. Er ist einfach nur glücklich. Die Bedenken hatte er ich, für ihn , da er vieles aufgegeben hat.
 
G

Gast

  • #9
Hallo FS,

Deine Bedenken sind mehr als begründet. Warum will Deine Freundin undedingt mit Dir zusammen ziehen?
Ich habe auch 2 erwachsene Söhne, von denen einer ab und zu oder mal am Wochenende oder länger in meinem Haus wohnt.
Mein Mann hat einen zweiten Wohnsitz (Berufsbedingt). Finde ich ganz toll.
Wir habe uns schon öfters über die Wohnsituation unterhalten, dann, wenn er in Rente geht und das wird noch ca. 2 Jahre dauern. Wir wollen erst dann zusammen wohnen.
Es ist sehr schön, gerade im Alter, wenn man zusammen wohnt.
Aber erst dann, wenn keine Kinder mehr bei mir wohnen. Das wäre sonst stressig.
Nicht, weil man sich nicht versteht, einfach deshalb , weil man als Paar tun und lassen kann, was man will. Das geht mit Kindern im Haus ganz bestimmt nicht.
Lasst doch die Situation erst einmal so, wie sie ist.
In einigen Jahren kann man doch weiter sehen.
Also ich bin ganz froh, dass ich nach der Arbeit auch mal meine Ruhe habe. Wir haben uns inzwischen auf 4 Nächte zusammen und 3 ohne einander geeinigt.
 
G

Gast

  • #10
Vor zwei Monaten lernte ich einen anderen Mann kennen. Er ist nach drei Wochen bei mir eingezogen. Für ihn gibt es gar keine Bedenken. Er ist einfach nur glücklich. Die Bedenken hatte er ich, für ihn , da er vieles aufgegeben hat.
Oh, da habe ich aber Bedenken bei diesem Gast. Nach so kurzer zeit einen Mann bei sich einziehen lassen, obwohl noch ein Kind im Haus mitwohnt.... Liest sich für mich, als ob Frau nicht alleine sein kann. Bin gespannt, wie lange die Beziehung hält und ob der Mann nicht nur eine Versorgerin gesucht und nun gefunden hat.

w 49
 
G

Gast

  • #11
Tu es dir nicht an - du gibst dir die Antworten bereits selbst.

Du opferst zuviel, ohne einen entsprechenden Gegenwert zu bekommen.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, könnt ihr euch GEMEINSAM eine Bleibe suchen! So ist das nur ein ganz fauler Kompromiss, bei dem nur sie gewinnt.

Wir leben seit sechs Jahren in zwei Wohnungen/Haus, haben immerhin 75 km dazwischen und es funktioniert. Daher meine Empfehlung: Sie kann auch mal bei dir in der Stadt bleiben und übernachten, zumal die Söhne bereits erwachsen sind - mal gehst du zu ihr aufs Land. Man kann von beiden Standorten hervorragend profitieren, ohne gleich in die eine oder andere Richtung ziehen zu müssen. Und bei der Fahrerei zur Arbeit hat eben jeder mal die weite Strecke. Ist doch kein Problem. Wenn das dann klappt, weil beide flexibel sind, dann klappt auch das Zusammenleben. Denn so ist jeder mal Gast, mal Gastgeber!

w/43
 
G

Gast

  • #12
Ich m war in einer ähnlichen Situation und bin nach 2 Monaten wieder ausgezogen, kommt für mich nicht mehr in Frage!
 
G

Gast

  • #13
Du wirst auf deine Frage alle Varianten von Antworten erhalten. Es gibt Männer, die in Mietwohnungen wohnen und dann kein Problem haben, zu ihren neuen Freundinnen zu ziehen. Es gibt solche, die möchten, dass die Frauen zu ihnen ziehen, da sie selber ein Haus haben. Dann gibt es die Möglichkeit, dass man getrennt wohnen bleibt oder dass beide ihre Wohnsitze aufgeben und man zusammen etwas Neues sucht.

Du musst das machen, was für dich stimmt, sonst wirst du auf Dauer nicht glücklich. Du kannst ihr vorschlagen, dass du erst zu ihr ziehst, wenn die Kinder ausgezogen sind. Oder dass für dich nur ein gemeinsamer Wohnsitz in Frage kommt, den man gemeinsam aussucht (und somit beide ihre jetzige Wohnsituation verändern). Ihr müsst es ausdiskutieren und eine Lösung finden, die für beide akzeptabel ist. In solch grundlegenden Fragen geht es um Kompromisse und wenn einer der beiden unbedingt seinen Egoismus durchsetzen will, würde ich mir ernsthaft Gedanken über ihre/seine wahren Gefühle machen.
 
G

Gast

  • #14
Deine Befürchtungen sind richtig.
Wir bewohnen auch ein Haus, wo noch meine Eltern und Großeltern drin wohnen. Ich würde es selbst nicht empfehlen! Habe auch selbst keine andere Möglichkeit, sondern würde ich es heute nochmal ganz anders machen...

Du wirst dich der Familiengemeinschaft unterordnen müssen. So eine Haus hat meist Regeln: man grüsst sich jeden Tag, man läuft sich jeden Tag mehrmals über den Weg.. einfach mal einen Tag in sein Zimmer einschließen gibt es nicht. Auch kommen und gehen wann man will, kommt bei den anderen Hausbewohnern oder Schwiergereltern merkwürdig an und wird sofort beschimpft, wenn man mal 2 Stunden ungefragt weg ist. Selbst wenn du mal Rentner bist.... Ich sehe es an meinen Eltern über 65, wie sie von meinen Großeltern (90) umher gejagt und noch belehrt werden. Das ist das reinste Irrenhaus. Man wird von allen Seiten belehrt, es ist ständig zu laut, nirgends hat man seine Ruhe.

Die Söhne werden vermutlich in dem Haus bleiben (Platz dürfte ja genug sein). Diese werden dann später auch ihre Freundinnen mitbringen und dann Kinder bekommen. Das dürfte ein lebhaftes Haus werden! Also ich denke nicht, dass die Söhne ausziehen werden! Dafür kauft man sich ja ein Haus, um es mal zu vererbern, und für eine Frau alleine dürfte so eine Haus nicht zu bewältigen sein, weder geldlich, noch handwerklich.

Du wirst dich zudem als Handwerker und Gärter betätigt müssen. Denn ein Haus bedeutet viel Reperaturarbeit, ständig geht was kaputt und muss erneuert werden.

Ich würde es dir nicht unbedingt empfehlen, wenn du jetzt schön wohnst, außer du bist ein sehr anhänglicher, fürsorglicher Mensch, der sich ein gemütliches Familienleben wünscht. Die Aufgabe seines Mobiliars bedeutet auch ein Stück weit, seine Persönlichkeit aufzugeben. Etwas, das man sich ein Leben lang aufgebaut hat.

Auch wird man dir Dinge, also Möbel und Gegenstände aufdrängen, die du zu schätzen wissen mußt und pfleglich behandeln mußt, sonst wird man mit dir beleidigt sein. Du darfst nichts wegschmeißen, sonst gibts Ärger. (Sehe das auch wieder an meinen Eltern, wenn sie das Gerümpel Sachen von meinen Großeltern wegschmeißen wollen, gibts den größten Ärger). Also wenig eigene Freiheit.
Ich kenne das alles und hab das alles mitgemacht.

Du kannst ja erstmal probeweise 1-2 Wochen Urlaub in ihrem Haus machen, um den Alltag zu erleben. Und wenn es dir gefällt, immer öfter und mehrmals im Jahr. Es könnte ja auch sein, dass es dir ganz gut gefällt. Erst danach würde ich entscheiden.
Natürlich hat so ein Haus auch Vorteile. Wenn du irgendwann Renter bist, kannst du dich gemütlich zurücklehnen und mußt dich um nichts mehr sorgen.
 
G

Gast

  • #15
Nachdem was ich erlebt habe, würde ich diesen Schritt wieder gehen. Denn wenn man erst zusammen wohnt, lernt man sich richtig kennen. Wir waren 6 Jahre ein Paar, 2 Jahre davon haben wir gemeinsam zusammen gelebt. Nun habe ich mich vor 8 Wochen getrennt, weil ich erst in den letzten 2 Jahren gemerkt habe, wie er wirklich tickt und das er an einer Krankheit leidet, die keine Frau heilen kann. Ich habe zwar 6 Jahre verschenkt, aber dazu gelernt.....