• #1

Einmal von ihm gesagt muß reichen?

Ich komme mitunter in die Situation, daß ich gerne wüßte, wo der jeweilige Mann in Bezug auf mich gerade gedanklich, emotional steht. Teilweise einfach aus Interesse, um ihn kennenzulernen, teilweise würde ich gerne meine Unsicherheit beruhigen und teilweise um ihm zu zeigen, daß er mir wichtig ist. Öfters deshalb, weil sich das Kennenlernen entwickelt, man mehr voneinander erfährt, evtl. auch ungewollt Mißverständnisse entstehen können. Es könnte ja sein, daß sich aufgrund dessen die Einstellung, Ansicht, Emotion des anderen ändert. Wenn er mir vor Wochen mitteilte, was er schätzt und ich frage erneut (auf andere Art) nach - wie kommt das bei einem Mann an, der einmal Gesagtes als immer noch gültig betrachtet (was ich aber noch nicht weiß)? Da ich ungern eine nervige, fragende, bohrende Frau bin wäre ich froh, wenn Ihr mir Eure Sicht, Erfahrung, Meinung und Tips mitteilt. Mary - the real
 
G

Gast

  • #2
hallo mary,

es ist überflüssig ständig zu bohren. lies einfach das buch: "die kunst, den mann fürs leben zu finden".
 
  • #3
also mich würde es schon nerven, das erinnert ein wenig so an frauen, denen man jeden tag fünf mal sagen muss wie sehr man sie mag. sowas zerrt dann schon an den nerven.
 
G

Gast

  • #4
Ja, das sollte reichen. Ich glaube, dass das Verhalten maßgebend ist, nicht das Wort. Es ist eine typische Frauenfrage :). Jeden Tag möchte die Frau wissen, ob ich sie liebe... und jeden Tag flüstere ich ihr die gleiche Antwort ins Ohr. Ja, mein Schatz, ich liebe Dich. Morgen fragt sie mich wieder, und ich mich, ob sie meine Antwort von gestern schon vergessen hat, ihr die Antwort nicht gefallen hat, oder sie jeden Tag den Liebesbeweis gerne "überprüfen" möchte. Ich versteh Euch Frauen manchmal nicht, und gebe zu, an dieser Stelle gerne übertrieben zu haben :)
 
G

Gast

  • #5
Seh ich auch so ....das nervt gewaltig ...jeden Tag das gleiche gefragt zu werden ,da frag ich mich dann ...hab ich mich undeutlich ausgedrückt ? Worte sind wie Schall und Rauch ...sind doch die Taten und das Verhalten was zählt ...und ab und an ein -Schatz ich lieb dich ...sollte reichen ....
 
G

Gast

  • #6
Du sagst es ja selbst,es ist deine eigene Unsicherheit, die dich ständig "überprüfen" lässt. Das ist nervig und du läufst Gefahr,dass sich deine eigene Unsicherheit auch auf den Partner überträgt, der dann irgendwann auch unsicher.... sein wird, was seine Gefühle zu dir betrifft - willst du das?

Wenn jemand ständig fragt, ob ich das, was ich gesagt habe, auch meine, wirkt auf mich unsicher und irgendwannn dann auch unatttraktiv. Selbstsicherheit dagegen macht anziehend.
 
  • #7
Hallo Mary! Ich kann nachvollziehen, was Du meinst, aber ich glaube, das ist ein absolut "weibliches Verlangen" und nervt Männer ungemein. Wenn schon, muss man solche Aspekte in einem netten Gespräch verpacken und ein kommunikativer Mann wird drauf anspringen. Aber auch das kann man nicht immer wieder abziehen!

Vielleicht müßtest Du mal ein oder zwei konkrete Beispiele geben, um was es gehen könnte!

Fast immer ist die eigene Unsicherheit unbegründet und man muss einfach ruhig bleiben und sich zusammenreißen. Wenn man Männer erst nervt, macht man viel mehr kaputt als man durch eine Antwort gewinnt.
 
C

Carsten

  • #8
ich war über 1 Jahrzehnt verheiratet und musste mir das ab dem 3./4. Ehejahr nahzu täglich anhören... Du sagst nie, dass du mich liebst..liebst du mich überhaupt noch? Tja, und wenn ich dann tatsächlich mal gesagt habe "ich liebe dich mein Schatz" hieß es gleich, hast du irgendwas zu verbergen?...
Das hat mich machmal an den Rand des Wahnsinns getrieben.
Und bevor es jetzt wieder heißt, wahrscheinlich hast du deiner Frau nicht das Gefühl vermittelt geliebt zu werden, muss ich dann sagen, doch doch, denn ausnahmslos alle femininen Geschöpfe unseres Bekanntenkreises sagten, wow was ist der Carsten nur für ein liebevoller Ehemann!:)
 
G

Gast

  • #9
Ich finde das Nachfragen berechtigt, wenn der Mann widersprüchliche Signale aussendet, also Worte und Taten nicht übereinstimmen. Es bringt allerdings nix, ständig nachzufragen, sondern das Problem sollte konkret angesprochen werden. Wenn der Partner zu Dir steht, wird er versuchen, sich stimmig zu verhalten. Wenn er selber nicht weiss, was er genau will, oder es emotional nicht harmoniert, müssen die Konsequenzen gezogen werden. Ständiges Nachfragen verbessert keine Beziehung.
 
G

Gast

  • #10
#9 CK 26.04.2009, 21:43

Auch ich bin der Ansicht, dass das Nachfragen zu Beginn einer sich entwickelnden Partnerschaft absolut berechtigt ist. Es zeigt nicht nur Interesse, sondern auch, ob der andere einem auch wichtig ist. Wer Empathie und Selbstbewusstsein besitzt, wird auf Deine Nachfragen souverän antworten, Dir damit deine Unsicherheit nehmen und Vertrauen aufbauen.Wenn nicht, dann ist es eineine Person, die keine emotionale Intelligenz besitzt, weil sie Nachfragen als z.B. nervig empfindet.

Deshalb stimme ich #5 nicht zu und denke, dass #6 Frederika m.E. dies - ich zitiere:"..nervt Männer ungemein."- nicht genügend differenziert betrachtet.
 
G

Gast

  • #11
also, liebe mary, einmal gesagt reicht nicht!
das muss ihm schon øfter einfallen, ob du es dann beantwortest oder nicht ist deine sache.
ich lass es mir nicht nehmen es meiner lieblingsdame zu sagen, sei es mit blumen oder mit worten oder mit kleinen aufmerksamkeiten, einfach so damit sie merkt das ich auch in der ferne an sie denke. und sie will!
 
  • #12
@#9: Dann betrachte Du das Thema doch bitte differenzierter! So nützt die Kritk wenig, finde ich.

Wir äußern hier Meinungen und Erfahrungen. Meine Erfahrung aus dem weiten Bekanntenkreis ist wiederholt, dass Männer schnell genervt sind, wenn man öfter nachfragt "Liebst Du mich?", "Gefällt Dir wie wir Freizeit/Sex/sonstwas...machen?". Mein Ratschlag war, solche Nachfragen, wenn sie einen denn so wichtig scheinen, zumindest geschickt in ein Gespräch verpackt oder durch eigene Aussagen einleitet.

Eine Frau, die ihren Mann platt und ohne besonderen Anlaß (!) fragt, "Liebst Du mich?" kann nur nerven. Was soll so eine Frage? Warum nicht in einem wirklich (!) schönen Moment ihm selbst sagen, "Ich liebe Dich!" und eben die Antwort bekommen "Ich Dich auch", zusammen mit einem Lächeln, Kuß, Umarmung. Aber aktiv so eine Frage stellen, ist einfach nur platt und kontraproduktiv und ergibt meist auch nur eine gelangweilte Zwangsantwort (siehe #7, hat Carsten toll beschrieben!).

Aber natürlich hast Du recht, dass man mal vereinzelt auch Fragen stellen kann -- falls Du das differenziert nennst. Natürlich ist nichts schwarzweiß. Das wirst doch aber auch Dur nicht gedacht haben, oder?
 
  • #13
Vielen Dank Euch allen für Eure Antworten heute!

Ich würde gerne ein genaues Beispiel geben, nur möchte ich Stand jetzt ungern bei meinem EP mit meinen Postings auffliegen und lasse es daher. :)

Ich sollte doch besser klar herausstellen, daß es mir explizit um die Phase des Kennenlernens geht, in der man immer mehr Informationen austauscht und in der sich die schriftliche Kommunikation auch im Sinne von Häufigkeit, Textlänge und Thematik ändert oder aber von schriftlich auf mündlich auf wiederum persönlich (hoffentlich) wechselt. Ich meine die Phase, in der man den anderen noch nicht unbedingt so gut kennt, als daß man ohne Worte miteinander auskommt.
Findet Ihr nicht, daß hierbei jeweils immer die Möglichkeit besteht, daß einer etwas anders auffaßt als gewollt und / oder anders reagiert, als erwartet - es aber (und sei es nur aus Höflichkeit) nicht direkt zeigt? Besonders bei evtl. Themen, die für einen der beiden etwas problembehaftet sind. Woher kann ich sicher sein, daß sein Wort von vor Tagen / Wochen tatsächlich immer noch gilt und auch trotz einer aktuell oder kürzlich mitgeteilten Information weiterhin gilt - auch wenn ich mir das wünschen würde? So gut kenne ich ihn schließlich noch nicht. Mit daher die Unsicherheit.
Ich bin etwas überrascht, daß ich nicht herauslese, daß es Männern auf gewisse Art evtl. ähnlich gehen könnte. Aber das hatte ich in der Fragestellung leider auch nicht erwähnt - ich würde mich aber freuen, wenn sich die Männer hierzu ebenfalls äußern werden. Falls es Euch nicht so ergeht - weshalb wollt Ihr nicht wissen, wie sie aktuell zu Euch steht? Seid Ihr so gar nicht unsicher, ob bzw. wie sich ihre Sicht evtl. geändert haben könnte oder würdet ihr nicht auch hin und wieder wissen, daß sie immer noch die gleiche Ansicht hat? Oder verhalten wir Frauen uns Euch gegenüber immer so, daß Ihr wißt, was Sache ist?

Mary - the real
 
  • #14
#12: Mary, es fällt mir schwer, das Richtige in Deine Andeutungen hineinzuinterpretieren... :) Letztlich denke ich, dass Männer nicht so oft ihre Meinung ändern und man eigentlich nicht ständig nachfragen muss.

Genieße doch das Zusammensein, die gemeinsamen Unternehmungen und sprich über so viele Dinge wie möglich. Da merkt man dann doch, ob das alles zusammenpaßt und ein ein stimmiges Bild ergibt. Wenn nicht, dann muss man in der Tat als Teil der Unterhaltung einfach so fließend nachfragen.

Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass ein Mann einen mag, wenn er sich öfter mit einem trifft -- insbesondere dann, wenn man eben noch keine Intimitäten tauscht, sondern das Interesse der Person selbst gilt.
 
  • #15
@#12: "Falls es Euch nicht so ergeht - weshalb wollt Ihr nicht wissen, wie sie aktuell zu Euch steht?" - das möchte ich schon ab und zu mal wissen, aber ganz bestimmt nicht durch platte Fragen. Und die berühmten drei Worte möchte ich von ihr auch nicht mal eben so inflationär zwischen Tür und Angel gesagt bekommen. Auf verbaler Ebene kann man IMHO nichts Schöneres ausdrücken, deswegen muss das ganz bestimmten emotionalen Momenten vorbehalten bleiben, die sich oft sehr spontan ergeben.

Um festzustellen, wie ihr Gefühlszustand mir gegenüber ist, achte ich eher auf die kleinen Zeichen, die Menschen unbewusst von sich abgeben. Das sind auf jeden Fall immer authentische Signale.
 
G

Gast

  • #16
Hallo Mary,

ich als Mann mache das an folgenden Dingen fest und brauche daher nicht nachzufragen, weil mein Bauch mich selten betrügt.

1. Wie lange muß ich auf eine Nachricht warten?
2. Wie lang ist die Nachricht ?
3. Werden sie länger, oder kürzer?
3. Welchen Informationsgehalt hat die Nachricht oder das Gesagte?
4. Wurde auf das zuvor geschriebene eingegangen?
5. Was wurde "vergessen" und unter den Tisch gekehrt?
6. Werden Komplimente erwidert?
7. Werden Komplimente oder Aussagen ungefragt widerholt?
8. Werden eigeninitiativ Themen angesprochen, oder wird nur reagiert?

Da gibt es wahrscheinlich noch mehr Punkte. Manchmal ist auch das nicht gesagte aufschlußreich. Nachfragen kann helfen, wenn etwas nicht verstanden wurde. Nachfragen, seine Meinung zu "zementieren", ist keine gute Idee. Das habe ich im Posting 3 versucht zu verdeutlichen. Das hört sich verdammt analystisch an. Das sind Mechanismen, die ungewollt und unbewußt ablaufen. Erst bei einer Fragestellung wie Deiner, treten sie aus der Versenkung hervor.
 
G

Gast

  • #17
Statt IHN zu fragen, ob er dich liebt -
frage DICH SELBST, ob er dich liebt. Und lausche auf das, was du in dir selbst wahrnimmst.

Die Frage ist doch wohl eher, ob du dir und deiner Wahrnehmung traust.

Denn wenn er dich liebt, dann spürst und fühlst du das.
Und wenn er dich nicht liebt (egal ob noch nicht oder ob nicht mehr), dann spürst und fühlst du das ebenfalls.

Traust du dir und traust du dich? Vertraust du deinen Wahrnehmungen?
DAS könnte das Ende deiner Unsicherheit sein.
Dir deiner selbst sicherer und nicht mehr so unsicher zu sein, ist nicht ER zuständig, sondern du selbst.

Wenn du jedoch von ihm die Sicherheit (per: "Ja, mein Schatz, ich liebe dich!") willst, die du dir selbst einmal nicht geben kannst, wird dich das nicht wirklich sicher machen und du wirst am nächsten Tag schon wieder fragen müssen.

Sorge also für dich selbst, indem du lernst, auf DICH zu hören. Damit sind nicht Interpretationen oder Wertungen seines Verhaltens gemeint, sondern dein eigenes Herz.

Frau, 56.
 
A

Apollo

  • #18
Aus dem ständigen Nachfragen geht nicht hervor, daß der andere dir wichtig ist. Das denkst nur du. Das Nachfragen zeugt von deiner Unsicherheit und deinem Zweifel (an dir selbst? an dem anderen? an euch beiden?), mehr nicht.

Wenn du jemanden danach fragst, ob er dich liebt, dann zeugt das beim ersten Mal von deinem Unwissen davon uoder davon, daß du seine Liebe nicht fühlst. Warum fragst du sonst danach?

Wenn du nach einer Liebeserklärung danach fragst, ob er dich liebe, bezeugst du damit deinen Zweifel an seiner Liebe. Warum kannst du sie nicht akzeptieren?

Vielleicht fühlst du dich mit deinen Gefühlen unsicher. Das ständige Nachfragen versteht der andere instinktiv als Zweifel an seinen Gefühlen für dich und das ist etwas Nervendes. Wenn du das gegebene Wort nicht akzeptierst und auch die Liebe des anderen nicht fühlst, läßt du mit deinem Nachfragen bei ihm ein Gefühl der Ohnmacht entstehen. Was und wie soll er dir noch sagen, wie soll er dich mehr lieben?
Außerdem, die gegebene Antwort wird dich auch nicht sicherer machen. Im Gegenteil, deine Unsicherheit bleibt davon unberührt und erhalten. Die ständige Reflektion ist wie ein Hamsterrad. Zweifel erzeugt nur Zweifel, kann nur Zweifel erzeugen. Wem ist damit gedient?
 
L

Loredana

  • #19
@15 ... Das alles registrieren Frauen genauso, der Unterschied jedoch ist sicher oft, dass sie sich selbst nicht trauen. fg*

Ich kenne keinen Mann, den es nicht nervt, ständig hinterfragt zu werden.. nervt mich als Frau genauso.