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Gast

  • #1

Eine "Zeitreise" als Erfolgsrezept?

Ich habe eine ca. 40-jährige Freundin, die folgendes "Erfolgsrezept" hat: sie betrachtet bewusst alle aktuellen Ereignisse in ihrem Leben aus der Sicht einer 16-jährigen (also, als wäre sie selber 16) . Sie sagt dazu, es hilft ihr auch bei sehr viel Spannung & Stress, gelasssen & fröhlich & geistig jung zu bleiben. Negative Erfahrungen letzter Jahre werden dann ganz bewusst in den Hintergrund verschoben (aber nicht vergessen) . Was meint ihr dazu? Ich finde es etwas ungewöhnlich, aber doch interessant?
 
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Gast

  • #2
Ja in der Tat speziell. Die Frage die ich mir allerdings stelle wenn ich das lese, wurden die negativen Erlebnisse wirklich verarbeitet oder nur ausgeblendet mit Ihrem Erfolgsrezept?
 
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Gast

  • #3
irgendwie nachvollziehbar und einen Hauch geniös;)
 
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Gast

  • #4
Also das stimmt irgendwie.
Habe mit 40 mit dem Reitsport angefangen, da war ich allein unter Teenagern.
Zuerst Frust - später total super, lernte auch die Mütter der Töchter kennen, die waren dann so alt wie ich, aber so langweilig. Mit den Teenagern rannte ich durch Reitershops um Reitklamotten zu kaufen, wir kaufen uns gemeinsam Reitstiefel, und all das Zeugs für Pferde.
Die Begeisterung teilte ich mit den jungen Dingern, so daß ich mich ebenfalls wie 16 fühlte.
Ich hatte ein schönes Hobby gefunden, wir sprachen über die einzelnen Schulpferde, kicherten durch die Gegend, was ich mit Damen meines Alters wohl weniger hätte tun können.
Also ich lebte richtig auf. Reite heute noch, nur in einem anderen Verein, den Kontakt zu den Mädels, mittlerweile auch um die 20 habe ich heute noch.
 
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Gast

  • #5
Hm, eine 16-jährige ist natürlich wesentlich unreifer, ihr fehlt noch jede Lebenserfahrung.

Aktuelle Ereignisse im Leben aus einem sehr unreifen Blickwinkel betrachten?

Mir ist nicht so ganz klar, wo da der Vorteil liegt.
 
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Gast

  • #6
@4
Das muss sich ja nicht auf Partnersuche erstrecken.
Es geht eben darum, das Leben auf einer neugierigen Basis wieder zu sehen, so wie als Teenager, als wir noch nicht alles wussten, noch nicht alles gesehen haben, noch nicht hier und da Erfahrung hatten, darum geht es.
Neues zu wagen, unbekanntes zu erobern, verrückte Dinge zu tun, egal was andere dazu sagen, egal ob Gleichaltrige den Finger erheben und sagen: Du in Deinem Alter machts so was, nee, wie schlimm. All das hinter sich zu lassen.
Ich finde diesen Blickwinkel toll, man lernt über sich, wie sehr man doch in alten verkrusteten Schablonen lebt wie lebendig begraben. Wenn man sich an früher erinnert, und manche Dinge aus Geldmangel, wegen des Alters oder aus and.Grund nicht tat, soll man sie heute einfach wagen und nicht sagen, nee, jetzt bin ich zu alt dafür.
 
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Gast

  • #7
Also alles kann ich beim besten Willen nicht mit den Augen einer 16jährigen sehen, aber sich mal in die Jugend hineinversetzen, das muss schon mal sein.
Ich unterrichte 16-20jährige Schüler und es hilft oft, wenn man die Welt mal mit den Augen eines Teenies sieht. Es hält jung und man bleibt tolerant.

Allerdings finde ich die Mischung aus 16 und 60 ganz besonders gut, denn Jugendlichen fehlt eben ganz oft die Gelassenheit, die man erst im Alter erreicht. Könnt ihr euch noch erinnern, wie bei jedem kleinen Liebeskummer gleich die Welt unterging? Dann doch lieber Ende 50 und denken "dann eben nicht, es gibt noch Andere"

w 58