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Gast

  • #1

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben?

Oft hört man,dass man erst durch eine neue Liebe ganz über die vergangene Beziehung hinwegkommt.Wie sind eure Erfahrungen?Stimmt/Stimmt eher nicht?
 
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Gast

  • #2
Jain.
Wenn man mal ein paar neue Leben hatte, ist man zukünftig trotzdem vorsichtiger.
Seis drum um weniger Fehler zu machen oder um sich weniger auf den falschen Typen einzulassen.

Meine Meinung jedenfalls.

w/31
 
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Gast

  • #3
Wer von einer in die nächste Beziehung stolpert, ohne sich und die vorangegangene Beziehung reflektiert und die Lehren daraus gezogen hat, wird kein neues Leben, sondern einfach nur das gleiche Leben mit einem anderen Partner führen. Dann geht das Hamsterrad weiter, die Abstände werden kürzer, dass ein NEUER her muss, der für das eigene Glück verantwortlich sein soll. - wird aber nicht funktionieren, das merken die Betroffenen in ihrer Engstirnigkeit und ihrem eingegrenzten Intellekt nun mal nicht.

Wer jedoch Gutes und Schlechtes aus der vergangenen Beziehung überdacht, ggf. Neuorientierungen für sich persönlich vorgenommen und Prioritäten neu gesetzt hat, weiß, was er/sie will und vor allem, was nicht mehr - der hat eine Chance, mit einer neuen Liebe auch ein neues, weil anderes Leben zu leben und zu genießen. Doch da ist Selbstdisziplin und Engagement gefragt. Das schaffen die wenigsten, aus verschiedenen Gründen.
 
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Gast

  • #4
Ich sehe den Zusammenhang in der aufgestellten These nicht. Ich glaube, dass eine wirkliche "neue Liebe" nicht die Funktion hat, einen über den vorigen Partner hinwegzutrösten. Ich kam nach einer großen Enttäuschung über jemanden hinweg, indem ich eine kurze Beziehung zu einem Menschen hatte, in den ich nicht wirklich verliebt war. Er hatte sowas wie eine "Löschmann"-Funktion. Erst als das dann auch beendet war und ich mich komplett auf mich als Single konzentriert hatte (und mit meiner Situation zufrieden war!), traf ich meinen jetzigen Freund. Von dem möchte ich mal behaupten, es ist wieder wirklich Liebe.

Ich finde eine wirkliche neue Liebe lässt einen nochmal von vorn anfangen und ALLE anderen Erfahrungen in den Hintergrund treten, so sehr sie einen auch prägen.

w36
 
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Gast

  • #5
Nein, stimmt nicht! Eine neue Liebe ist nichts weiter als ein Mittel zum Zweck. Der Zweck ist dabei, die alte Liebe schneller vergessen zu können. Wer sich keine Auszeit dazu gönnt, die alte Liebe und ihr Scheitern zu reflektieren, den eigenen Anteil daran zu erkennen, die Trauer darüber zu spüren und zu bewältigen, für den ändert sich nichts. Er tauscht lediglich die Objekte aus und dasselbe Spiel beginnt von vorn. Da stimme ich #3 voll und ganz zu.
 
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Gast

  • #6
Ich finde, das kommt immer darauf an, z.B. in welcher (evtl. trostlosen) Beziehung man bislang über Jahre gelebt hat, und einem plötzlich zufällig jemand begegnet, der einem zeigt, was in einer liebevollen Beziehung überhaupt wichtig ist, weil man das von der alten gar nicht mehr kannte.
Das kann dann schon wie ein" neues Leben" auf einen wirken.
Eine alte unbefriedigende Beziehung kann auch trotz aller Rettungsversuche wie eine Sackgasse sein, aus der nicht jeder von alleine rauskommt und erst durch einen anderen schafft man es, sich davon zu lösen.
 
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Gast

  • #7
Definitiv nicht. Es kommt aber immer darauf an WIE die Trennung vonstatten gegangen ist.
Es ist ein Unterschied ob man verlassen wurde oder selbst derjenige war der die Trennung herbeigeführt hat. Dann kommt es darauf an wie innig, intensiv und lange diese Liebe war.

Wenn man noch traurig ist und voller Kummer an die vergangene Liebe denkt und irgendwie noch an dieser hängt ist es aus Sicht der Experten und Psychologen nicht sinnvoll und ratsam sich mit einer "neuen" Liebe abzulenken. Denn der Verarbeitungsprozess kann sehr lange dauern. Und dem neuen Partner ist es nicht fair gegenüber wenn man noch nicht ganz mit der alten Liebe abgeschlossen hat.

Selbstreflexion ist angesagt. Die Vergangenheit Revue passieren lassen und herausfinden warum es zu Ende gegangen ist. Eigene Verhaltensfehler bewusst vor Augen führen, diese annehmen und daran arbeiten.

Es macht wenig Sinn sich nach kurzer Trennungszeit wieder in eine neue Partnerschaft zu stürzen.
Natürlich kann man nicht verhindern, dass man sich wieder wirklich neu verliebt. Diese Gefühle sollten dann aber schon echt sein. Dies kann man aber oft nur herausfinden indem man sich eine ganze Zeit lang selbst reflektiert und zu sich selber gefunden hat. Es ist eine Suche nach sich selbst um zu sehen wo man "steht" und wo man hin will.

Hierfür gibt es keine Zeitangaben. Jeder muss für sich selbst entscheiden wie "weit" er ist und ob er wieder eine offene Tür aufstoßen will oder nicht. Das sollte aber nur geschehen wenn er sich sicher ist, die alte Tür fest verriegelt zu haben!

(M/46)
[Mod.= SIGNATUREN NICHT GESTATTET!)
 
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Gast

  • #8
zu#7

Wow, super Beitrag und absolut zustimmend!

w 47
 
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Gast

  • #9
@ 7 Manche "alte Türen" können aber auch schon längst veriegelt sein, während man/frau noch in seiner Beziehung ist.
Traurig, aber wahr.
Nicht jede/r ist so mutig, um konsequent zu sein.
 
  • #10
@9 von 7,

verstehe Dein Posting nicht.
Was willst Du mir damit sagen?

Meinst Du vielleicht, dass es Menschen gibt, deren Gefühle zueinander längst erloschen sind, sich aber nicht trauen sich dieser Situation zu stellen weil sie Angst habe verlassen zu werden und eine zeitlang alleine zu bleiben?

(M/46)
 
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Gast

  • #11
@ 10 von 7,
ja, das hast du richtig erkannt.
Genau, das meine ich damit.
Meistens trifft das vorwiegend auf sehr langjährige Partnerschaften zu.
Ich kenne da einige, bei denen das nach 30 bis 40 Jahren Ehe so ist.