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Gast

  • #1

Eine intime Frage: hat jemand von euch Psychotherapie gemacht..

..und festgestellt, dass er danach besser Beziehungen leben kann? Bzw. ein konstruktiveres Verhalten an den Tag legt, andere Partnertypen anzieht etc. Ich frage, da ich wohl ein Helfersyndrom habe, den Partner und seine Befindlichkeiten wichtiger nehme als mich selbst und nach gewisser Zeit und Veranlagung des Partners( je nachdem wie sehr er (auf) mich achtet..) sehr unglücklich und abhängig werde.. Diese Einschätzung kam von verschiedenen Personen in meinem Umfeld..
 
  • #2
Psychotherapie ist vielleicht übertrieben, aber "personal coaching" oder Persönlichkeitsentwicklung mit professionellen Beratern kann wirklich nützlich sein, sich selbst authentisch darzustellen, seine Wünsche klar zu formulieren und Ziele besser zu verfolgen. Solche 1:1-Sitzungen sind nicht gerade günstig, aber teilweise enorm wirkungsvoll.
 
  • #3
Ja gerade in Deiner Situation kann es helfen auch zu Dir selbst zu finden und zu erkennen was wichtig ist. Alleine kommt man da leider nicht so leicht drauf. Das heisst nicht dass du krank bist. Halte mich für recht normal, aber es hat sehr geholfen meine gescheiterte Beziehung zu verarbeiten und abzuschliessen.
 
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Gast

  • #4
Wenn man an den falschen Therapeuten gerät, hat man am Ende nicht nur seine Zeit und sein Geld vergeudet, sondern fühlt sich noch unfähiger als vorher.

Dein Problem ist bei Frauen sehr weit verbreitet und es gibt einige Bücher darüber, z. B. "Wenn Frauen zu sehr lieben". Bei Amazon werden einem noch mehr Bücher zu diesem Thema angeboten, in denen man dann in der Bücherei/Buchhandlung blättern kann. Die Kommentare bei Amazon sind aber manchmal auch sehr hilfreich.

Die Suchen in der entsprechenden Literatur macht vielleicht etwas mehr Arbeit, aber man bestimmt selbst das Tempo und es fällt leichter, sich von den Aussagen in einem Buch zu distanzieren als einem Therapeuten ins Gesicht zu sagen, dass er Unsinn redet. Außerdem stärkt es das Selbstvertrauen, wenn man seine Probleme aktiv angeht und nicht passiv auf Hilfe wartet.

Viel Erfolg!
 
G

Gast

  • #5
Psychotherapie oder Coaching oder auch (gute, d.h. effiziente) Selbsthilfegruppen können sehr unterstützend sein.
Es ist besonders darauf zu achten, dass die Beziehung zur/zum Therapeut/in stimmt. Voraussetzung dafür: sie/er ist respektvoll, präsent, kompetent, bezogen, freundlich, vertrauenswürdig. Dann kann eine echt hilfreiche Zusammenarbeit stattfinden, die Ungelöstes zur Lösung verhilft, Unverdautes verdauen lässt, Nichtintegriertes integriert, Fehleinschätzungen und -deutungen zurecht rückt, eben im wahren Wortsinn not-wendige innere Prozesse in Gang bringt oder/und abschließen hilft. Eine rundum gute Sache - wie gesagt, sofern die Beziehung stimmt und die/der Therapeut/in oder Coach sowohl professionell seriös als auch menschlich integer arbeitet. Dazu kann ich nur raten.
Bei der Suche danach verlasse dich auf dein Gefühl und nimm dich ernst (ob du dich von jemandem ernst genommen fühlst oder nicht). Im Zweifelsfalle suche weiter. Es gibt eine Menge wirklich guter Therapeut/innen (neben einer Menge solcher, die nicht zu empfehlen sind).
Viel Glück!
 
G

Gast

  • #6
Du hast dich schon fast entschieden es mit Psychotherapie zu versuchen, dann mach den Schritt und Du wirst wissen, ob es gut für dich ist. Und wenn es nicht die Beziehungen zu den Männern bessert, bessert es dein Wohlbefinden, weil du dir klar wirst was du brauchst.
Ein anderer Weg wäre Meditation zu lernen, finde ich persönlich auch hilfreich und ist ein Schritt auf dem Weg zu sich selbst.
Den richtigen Therapeuten zu finden ist eine Kunst für sich selbst, sei kritisch und hartnäckig - ist meine Erfahrung und auch die anderer.
 
G

Gast

  • #7
Gute Bücher schreibt auch die Autorin Louise L. Hay - auch wenn ich das erste vor Wut in die Ecke gepfeffert habe und es ein Jahr dauerte, bis ich es schließlich lesen konnte... :)
Geh in eine Buchhandlung und schau Dir einige Bücher an, die in dem Bereich aufgestellt sind - das Richtige wird Dich finden und ansprechen.

Mary
 
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el_arab

  • #8
Psychotherapie ist in jedem Fall etwas Positives - durch einen neutralen Beobachter lassen sich die Dinge weitaus besser reflektieren und sind demnach besser zu deuten.

Die Schlußfolgerung, damit sei die Wurzel allen Übels beseitigt, ist allerdings nicht zutreffend. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in einer realen Beziehung sind weitaus schwerer als deren kognitve Erfassung. Das geht nur über Praxis und - Übung macht ja bekanntlich Meister!

Psychotherapie ist daher als Lebenshilfe einzustufen, Dinge besser zu verstehen und für die Zukunft lernen.