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Gast

  • #1

Eine Frage vor allem an Männer. Versinkt Ihr auch so in der Arbeits-Welt

und daneben kann dann parallel kaum andere Kommunikation stattfinden? Mein Partner ist extrem viel unterwegs. Wir sehen uns etwa 1x in der Woche. Das ist immer sehr schön, sehr intensiv. Aber dazwischen meldet er sich kaum, taucht völlig ab. Und erklärt das damit, dass er dann komplett in seine jeweilige Arbeits-Welt eintaucht, vielleicht noch mal ganz kurz mit seiner Sekretärin telefoniert, aber das wars dann auch. Er meldet sich alle 2,3 Tage per Telefon oder Mail. Da spielen keine anderen Frauen eine Rolle und was da jetzt möglicherweise wieder alles gleich als Verdacht aufkommen kann. Er ist so. Dafür ist er auch bei seinen Freunden bekannt. Ist das eigentlich im Kern ziemlich männertypisch und meine bisherigen Partner waren da eher die Ausnahme? Habt ihr einen Tipp, wie ich das auf angemessene Art vielleicht ein bisschen verändern kann? Denn klar ist: die Grundstruktur ändere ich nicht! w
 
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Gast

  • #2
Viel Geduld und viel Liebe - dann könnte es sich ggf. etwas ändern. Und auch mal sagen - ohne Schuldzuweisung, dass du dich freust, öfter von ihm zu hören (zu lesen - sms). Aber erwarte keine Wunder.

Ich habe auch so ein Exemplar - jetzt, nach über 3 Jahren hat er vieles so verändert, wie ich es gerne habe. Doch wenn er sehr unter Stress steht, verfällt alles wieder in die alten Gewohnheiten.
 
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Gast

  • #3
Ich befürchte, dass du hier im Forum keine repräsentative Antwort bekommen kannst, denn die Männer, die auch in der Arbeitswelt versinken wie dein Partner, schreiben und lesen nicht in einem Beziehungs-Forum. Und die Männer, die in einem Beziehungs-Forum lesen oder schreiben, haben relativ viel freie Zeit und versinken nicht in Arbeit.

w53
 
  • #4
Fragestellerin, kann es sein, dass auch du nach dem 24.8.2010 in eine andere Welt abgetaucht bist, nachdem du diese Frage hier ins Forum eingestellt hast?

http://www.elitepartner.de/forum/welche-erfahrung-macht-ihr-mit-dem-telefonverhalten-von-maennern.html

Falls nicht, gibt es dort jedenfalls hilfreiche Antworten zu deinem Problem.
 
  • #5
Ich bin der Überzeugung, dass Partnerschaft abseits von gut überschaubaren ,,Durststrecken" einer gezielten Freiraum-Bewirtschaftung bedarf, um nicht in ein Nebeneinanderherleben einzumünden. Je rechtzeitiger diese notfalls auch gezielte Partnerschaftsplanung beginnt, desto beiseitig angenehmer und insgesamt ertragreicher wird das Zusammenleben ausfallen.
 
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Gast

  • #6
Ich bin eine w und verhalte mich dennoch sehr ähnlich Deinem Partner, liebe FS. Ich glaube also nicht, dass das "männerspezifisches Verhalten" ist. Es liegt m.E. eher an den Aufgaben, die man/frau außerhalb der Beziehung gestellt bekommt, sobald es Spaß macht, diese auch zu bewältigen, ja dann versinke ich auch in meiner Arbeitswelt und denke kaum an andere Dinge/Menschen.

Ich glaube, ich würde recht empfindlich reagieren, wenn mein Partner mit weiteren Zeitansprüchen auf mich zukäme: er weiß, dass ich soviel Zeit und Zuneigung gebe, wie es mein Berufsleben ermöglicht. Wenn ich bei ihm bin, d.h. wirklich "da" bin, dann ganz und mit aller Zuwendung und Liebe, die ich für ihn habe. Er weiß auch, dass ich nicht gegen ihn arbeite - und damit ist er ganz zufrieden.

Das funktioniert natürlich nur, wenn der/die Partner/in ebenso eigenständig ist, wie man selbst.
 
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Gast

  • #7
Gut, dass sich hier auch mal eine Frau meldet unter #5. Mir geht es genauso: Ich bin gerade dabei, meine Selbstständigkeit aufzubauen, habe Visionen und Vorstellungen, für die ich momentan lebe. Zeitgleich viel Papierkram und Behördengänge. Da bleibt nicht viel Zeit, sich fernmündlich dem Partner voll zu widmen und permanent abrufbereit zu sein. Daher denke ich auch, dass das nicht geschlechtsspezifisch ist. Wichtig ist doch nur, dass man die gemeinsame Zeit vollumfänglich mit Herz und Seele mit dem anderen verbringt.

Ebenso hatte ich damals Verständnis dafür, dass mein Damaliger viel Zeit in seinen Beruf investierte. Ihm machte der Job Spaß, er war gut in diesem Bereich und ich freute mich, dass er Spaß daran hatte. Natürlich hatte er auch Streß, hatte aber trotzdem immer Zeit für mich. Es ging dann aber wegen seiner Verschlossenheit auseinander.
 
  • #8
Ich kenne keinen wirklich erfolgreichen Menschen der seinen Job nicht 120%ig macht.
 
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Gast

  • #9
Oh Gott,sowas gibts also Tatsache öfter....meiner ist auch so,ist selbstständig und es gibt Zeiten da sehen wir und alle zwei Wochen(aber auch wegen meinem Job)aber er hält es auch nur für nötig einmal die Woche zu telefonieren..wegen diesem Thema sind schön öfters die Fetzen geflogen..ich frage mich dabei nur,wenn ich jmd liebe,dann will ich doch auch wissen wie es ihm geht,wie sein Tag war usw...er kann mir da keine Antwort drauf geben..er meint er denkt dann an nix anderes mehr..naja,ich hab mich schon halbwegs damit abgefunden,aber wenn Taten den Worten widersprechen dann hab ich ein Problem damit(ich liebe Dich,vermisse Dich bla bla-aber dann keine zwei Minuten quatschen können-ich werds nie verstehen)
 
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Gast

  • #10
Früher war ich auch Workaholik - heute nicht mehr.

Eine Flucht in die Arbeit ist auch immer eine Flucht vor sich selbst! Es ist eine Thereapie um abgelenkt und beschäftigt zu sein, um Anerkennung und Lob zu erhalten, um Macht auszuüben.

Früher oder später kommt jeder drauf, dass Arbeit um der Arbeit willen der blanke Unsinn ist.

m39
 
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Gast

  • #11
#6, Den Begriff "Karriere" habe ich für mich selber anders definiert als im herkömmlichen Gebrauch. Da ich der Meinung bin "die Tätigkeit ist es, die den Menschen glücklich macht", bin ich mit meinem Projekt durchaus zufrieden, ohne damit "Karriere" machen zu wollen. Trotzdem "tauche" ich manchmal ab und habe für nichts und niemanden Zeit - weil mir daran echt viel gelegen ist. Auch wenn es nur stückchenweise vorwärts geht. Aber besser in kleinen Schritten als gar nicht. In "Tauchphasen" nervt es mich auch ungemein, wenn ich auf Abruf sms beantworten soll und dann noch als "schreibfaul" bezeichnet werde, wenn ich nur kurz antworte... Man antwortet ja dann doch, damit der andere merkt, wieviel einem an ihm gelegen ist. Er kommt einem ja auch entgegen und opfert Zeit. Alles so geschehen.
 
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  • #12
Nein!

Das Leben ist viel zu bunt und facettenreich, um mich von der Arbeit fressen zu lassen.

So bin ich auf Teilzeit umgestiegen.

Mache allerdings im Grunde zeitlebens die Erfahrung, dass die Damenwelt - entgegen anderslautender Beteuerungen - da facto dann doch wenige an meiner frei verfügbaren Zeit samt ausgeruhter Aufmerksamkeit interessiert ist, sondern zuvorderst Status und Einkommen checkt.

Umfeld dito bzw. kaum existent, da ganz überwiegend - von Arbeit, Geld verdienen, Geld ausgeben, Partnerschaft und Familie restlos vereinnahmt.

Und als "Parkplatz" und "Müllabladeplatz" bin ich mir zu schade.

Merke: Für Männer gilt im wesentlichen: Arbeit. Oder Arbeit. Oder Arbeit. Oder Außenseiter.

Auch und gerade, weil Frauen sie so sehen wollen.

Eigentlich seltsam: Und das in einem Land, in dem es nun wirklich nicht mehr ums nackte Überleben, sondern um Grunde um den Grad des Konsumierens geht.
 
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  • #13
#11 Kann ich gut verstehen, das macht auch manche Frau nicht attraktiver - mich z.B. nur uninteressanter oder anstrengender, weil ich über andere Dinge nachdenke.

Auf jeden Fall, ich habe mit meinen Männern wenig bis gar nicht tagsüber bei der Arbeit telefoniert oder mails getauscht. Ich brauche das nicht. Abends Telefonieren find ich schön, muss aber auch nicht mehr ständig sein.
Ein Typ hat sich mal dauernd mit "ich denk an dich" gemeldet, das hiess aber gar nichts, er kam sich toll vor dabei. So was braucht keiner find ich.
Insofern finde ich das Verhalten nicht so abwegig und würde auch nicht versuchen daran etwas zu ändern, wenn es sonst in der Beziehung stimmt.