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  • #31
Schüchternheit bedeutet ja nicht, dass man völlig handlungsunfähig ist.[...]
Außerdem übernehmen Frauen doch oft die Initiative, wenn sie einen Mann für schüchtern halten. In den meisten Fällen stellt sich dann heraus, dass der Mann nur deshalb zurückhaltend ist, weil er sich für die betreffende Frau gar nicht interessiert.


diese Vermutung habe ich, w, auch. Ich werde gelegentlich von "guten Ratgeberinnen" ermutigt: du musst ihn einfach ansprechen. Mag sein, dass da auch mal ein Treffer dabei wäre, aber intuitiv habe ich auch den Eindruck, dass hier weiblich Hilfestellung meist gar nicht willkommen ist, es sei denn, Mann verteilt gern Körbe. M.E. denken Frauen zu viel darüber nach, wie sie Männern auf die Sprünge helfen können. Ich habe eigentlich nur einen Draht zu eher verhaltenen Typen - und ich bin mir sicher, die sind in der Lage Frauen anzusprechen, wenn sie diese gern kennenlernen wollen - oft sogar sehr fantasievoll. Eher extrovertierte Männer verhalten sich vielleicht anders, die freuen sich möglicherweise eher über eine weibliche Initiative.
 
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  • #32
Ja Du meine Güte, wird es da nicht endlich mal Zeit etwas gegen die vorgesetzte Schüchternheit zu unternehmen. Es gibt Kurse, Coaching, Seminare, Therapie.

So wie ich das Ganze hier lese, scheinen sich manche ja über Jahrzehnte ihrer Schüchternheit zu freuen, sonst hätten sie ihr längst Paroli geboten und was dagegen unternommen.

Nee, sorry, für sowas hab ich kein Verständnis.

Also Schüchternheit ist kein unabwendbares Schicksal, mich nervt das total.

Was nervt Dich denn an der Schüchternheit anderer? Dass Dir zuwenig Material zur Verfügung steht? Mich nervt die mangelnde Empathie und das die meisten Menshcen überhaupt kein richtiges Interesse an anderen mehr haben, sondern nujr rundum bespasst werden wollen. Wenn das jemand auf Knopfdruck nicht bringt, dann wird er sofort als Langeweiler aussortiert.

Ich kann für meinen Teil sagen, dass ich alles durch habe:
- ein gutes Dutzend teure Kommunikationskurse (funktioniert super im Job)
- sauteures Coaching
- 60 Stunden Verhaltenstherapie
Ich habe dafür über 20.000 € ausgegeben - gewirkt hat nichts.

Schüchternheit ist ein sehr schweres Schicksal und mittlerweile ist es nahezu unüberwindbar, vor allen Dingen wenn man so verständnislosen Menschen begegnet, wie der Posterin - keine Ahnung von der Materie, Null Einfühlungsvermögen, aber mal eben was lostexten. An sowas arbeitet sich doch nun wirklich kein Mensch ab, der Anlaufschwierigkeiten hat.
 
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  • #33
Wann ist den ein ernsthaft interessiert??

Nach einem Profilcheck? Nach der ersten Kommunikation??Nach dem ersten Date? Nach ein paar Wochen kennenlernen?

Dieser unterschied müsste schon gemacht werden..

Am Anfang kann ich an verschiedenen Dingen interessiert sein..

Beziehungsinteresse habe ich erst dann wenn ich die Frau ein bischen näher kenne..

Diesen Unterschied kann man nicht pauschal definieren, ab wann ein ernsthaftes Interesse überhaupt gegeben sein KANN. Das muss doch jeder für sich selbst wissen wann und ob er an einem anderen Menschen ein ernsthaftes Interesse hat am Kennenlernen.
Wenn man nicht mal selbst weiß ob man an einer Frau ein Interesse hat oder nicht (weil das erstmal definiert werden muss) dann ist es kein Wunder dass der erste Schritt nicht gemacht wird und dann stimmt es wohl doch, dass ein "schüchterner" Mann einfach kein Interesse hat.
 
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  • #34
und dann stimmt es wohl doch, dass ein "schüchterner" Mann einfach kein Interesse hat.

Ob überhaupt ein Interesse des Mannes vorliegt, dürfte für die Frau, die sich das für sich wünscht, gar nicht so leicht zu beurteilen sein. Und selbst wenn ein solches erkennbar ist, kommt es immer noch darauf an, was der Mann über die Frau weiß oder zu wissen glaubt, und wie das in sein Wertesystem paßt. Zum Beispiel kann er einer anderen treu sein. Oder er hält die Frau, die ihn ansonsten durchaus anspricht, für gebunden. Oder er hält es für unhöflich, sie in eindeutiger Absicht anzusprechen, und wartet lieber auf eine unverfänglichere Situation.

Das alles hat nicht das geringste mit Schüchternheit zu tun, sondern fällt wohl eher deswegen so "negativ" auf, weil so viele andere Männer ungeachtet dessen einfach alles anquatschen, was nach Frau aussieht.

Es ist bei einem Vertreter der Anständigen-Fraktion eben wichtig, daß die Frau in irgendeiner Weise signalisiert, was bei ihr Sache ist. Zum Beispiel, indem sie allein tanzen geht. Ist der "schüchterne" Mann ein Kavalier, wird ihm allein schon sein Benimm sagen, daß er sie gefälligst aufzufordern hat.
 
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  • #35
Ich meine, dass es deutlich Männeraufgabe ist, mit der eigenen Schüchternheit fertig zu werden. Die Frage ist in erster Linie, woraus resultiert sie. Klar, sieht man jemanden, der einem gefällt, möchte man einen guten Eindruck hinterlassen, wenn man jetzt aber in Panik aus Angst vor einem Korb verfällt, kann ich das nicht verstehen. Man kennt diese Person doch überhaupt nicht. Vielleicht ist sie eine nervige Supertröte mit schriller Stimme und davor hat man schon Angst, bevor man ein Wort verloren hat ?

Ich finde Schüchternheit ist bei den meisten Männern in erster Linie ein Selbstwertproblem. Und daran sollten sie zuerst arbeiten, bevor sie es mit Frauen versuchen. Die Frauen werden ihnen nämlich auch nicht dauerhaft das geben können, was ihnen derzeit fehlt. Irgendwann kommen die eigenen Probleme zurück. Meine Theorie ist, wenn ein Mann mit sich selbst im Reinen ist, dann ist er auch nicht übermäßig schüchtern. Weiche Knie hat man immer aber ich denke, dem Flirtpartner gehts im Optimalfall ebenso.

Die weibliche Art zu flirten gibt es übrigens auch. Ich bin momentan frisch getrennt und mir geht es nicht sonderlich gut, bin auch nicht auf der Suche. Trotzdem laufen mir Frauen fast vor die Füße oder stellen sich vor mich um angesprochen zu werden. Vielleicht bilde ich mir das manchmal auch nur ein, trotzdem die Beute liegt an manchen Tagen auf der Straße. Mann muss nur anvisieren und angreifen. :)

Gruß
m30
 
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  • #36
wenn man jetzt aber in Panik aus Angst vor einem Korb

Es wundert mich ein wenig, daß das von einem Mann kommt, denn es ist ein typisches Frauen-Argument: er will nicht, also wird er wohl Angst vor einem Korb haben.

Nein, wir Männer haben keine Angst vor Körben. Wir haben nur Angst vor Frauen, die immer genau zu wissen glauben, was der Mann aus welchem Grund tut oder unterläßt, und die diesem Scheinwissen dann gleich auch Urteile folgen lassen, ohne sich zu fragen, was wirklich der Beweggrund war.
 
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  • #37
Nein, wir Männer haben keine Angst vor Körben. Wir haben nur Angst vor Frauen, die immer genau zu wissen glauben, was der Mann aus welchem Grund tut oder unterläßt, und die diesem Scheinwissen dann gleich auch Urteile folgen lassen, ohne sich zu fragen, was wirklich der Beweggrund war.

Obwohl ich eine Frau bin, muss ich Dir recht geben. Zu oft lassen wir Frauen männliches Verhalten nicht einfach auf uns wirken, sondern analysieren stattdessen jede Bewegung und jedes Wort des Mannes und zerbrechen uns den Kopf, was dies oder das zu bedeuten hat. Und es stimmt, darauf folgt dann ein Urteil, mit dem wir dummerweise aber meistens falsch liegen. Blöd für beide Seiten.
 
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  • #38
An #35 und #36:

Das ist aber kein Grund Angst zu haben.
Ich sag mal, grade mit Akademikerinnen hab ich das Phänomen schon häufig erlebt, dass sie gerne mal irgendetwas in dir sehen, was gar nicht da ist und zu deiner Überraschung den Kontakt abbrechen.
Ich kann dir zum Beispiel sagen, dass du als gutaussehender Mann schon mal schlechte Karten hast, weil dich alle für einen Playboy halten und sie glauben du bist für sie nur eine weitere Eroberung. Die Mühe dich kennenzulernen und herauszufinden, dass du ein treudoofer Hund bist, der langzeitbeziehungserfahren ist, die machen sich nicht Viele.

Ok aber was ist meine Konsequenz, die ich daraus ziehe: Angst ? Bestimmt nicht. Die konsequenz ist dass diese Frauen mir ebenfalls viel zu engstirnig sind und sie nicht zu mir passen. Wenn ich schon im ersten Moment des Kennenlernens so abgefrühstückt werde oder oberflächlich behandelt werde, wie soll ich mir dann mit so einem Menschen eine Ehe vorstellen ?

Sicherlich bedeutet eine Beziehung, dass man aneinander wächst und lernt aber wenn die gegenseitigen Forderungen schon von Anfang an so gegenläufig sind, dann ist die Beziehung für eine Partei immer mehr ein Geben als ein Nehmen.
Und selbiges gilt auch für den ersten Post in diesem Thread: ein schüchterner Mann findet eine Frau, die schüchterne Männer mag und umgekehrt. Mann oder Frau sollte sich nicht verbiegen.

Und putzt euch nicht so runter a la "Frauen machen das falsch" oder "Männer haben Angst weil", das schadet nur dem Selbstvertrauen. :)

Gruß und schönen Feiertag,
m30
 
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