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  • #1

"Ein interessierter Mann überwindet seine Schüchternheit!?"

Diese Behauptung, welche meines Wissens nach aus "The Rules" von Ellen Fein & Sherrie Schneider stammt, lese ich im Forum derart häufig, dass sie mir nun einen eigenen Thread wert ist.

Der zugrundeliegende Gedanke ist, dass ernsthaftes Interesse an einer Frau ausreicht, um schüchterne Männer zur Initiative und damit zum Überwinden ihrer Kontaktängste zu bewegen. Unter der Voraussetzung, dass die Ängste unbehandelt bleiben, halte ich dem entgegen, dass Interesse erst der Auslöser bzw. quasi der Nährboden für Schüchternheit ist und demnach keinesfalls der Schlüssel zur Überwindung derselben sein kann. Das heißt, meiner Meinung nach wird Schüchternheit durch Interesse sogar noch verstärkt und eben nicht gelindert.

Zur Verdeutlichung meines Standpunktes:
Nicht-schüchterne Männer ergreifen bei Interesse die Initiative und flirten die Frau an oder bitten um ein Date. Geht man nun davon aus, dass schüchterne Männer bei Interesse ebenfalls den ersten Schritt wagen, so muss ich mich fragen, worin denn dann der Unterschied zwischen nicht-schüchternen und schüchternen Männern besteht? Leugnet die im Titel aufgeführte Behauptung nicht sogar die Existenz der Schüchternheit selbst?

Wie ist eure Meinung hierzu? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

Danke für eure Antworten.
 
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  • #2
Gutes Thema und sicherlich sind wie zwei uns in diesen Bereichen hier schon öfter schreibtechnisch über den Weg gelaufen, weil wir konträre Meinungen dazu haben.

Als Frau bin ich keine Verfechterin von The Rules, halte dennoch manche Aussagen in diesem Buch für korrekt, somit, dass es keine schüchternen Männer gibt, sondern nur desinteressierte.

Auch schrieb ich hier schon eindeutig, dass ein "angeblich schüchterner" Mann eben niemals den direkten Weg gehen wird, damit meine ich die direkte offene Ansprache z.B. Hallo, mein Name ist XY und wer bist Du'"? als Beispiel. Diese Vorgehensweise kann ein Womanizer allerdings schon bringen, weil er sich denkt, lieber eine direkte Absage, als ewig grübeln was wäre wenn?

Was mir als Frau sehr logisch und vernünftig erscheint.

Dennoch werd ich nie dafür Verständnis haben, wenn ein "angeblich schüchterner" Mann sich komplett ausklingt, weil er denkt, oh jee, die gefällt mir, dass wird eh nix, also geh ich nach Hause, leg mich ins Bett und bau mir einen Altar um meine Schüchternheit, die ich mein lebenlang anbeten werde.

Nein...ein schüchterner Mann, kann dennoch aktiv werden, nicht direkt, aber indirekt, er wird einen Weg finden, diese besondere Frau kennenzulernen und er wird Wege finden, er wird nicht seine Schüchternheit anbeten, sondern sich ein Ziel stecken. Er wird versuchen über diese Frau etwas zu erfahren, wen kennt sie, wo arbeitet sie, mit wem spricht sie, kennt sie jemand aus dem Kollegen- oder Freundeskreis, kann ich in einem soz.Netzwerk sie kontaktieren, wie bekomme ich ihren Namen heraus??

Deshalb kann ich Deinen Argumenten nichts abgewinnen über die armen schüchternen Männer, die leider keine Frau kennenlernen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg !!!
Dieser Spruch sollte auch den schüchternsten Mann aufwecken.
 
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  • #3
Nicht-schüchterne Männer ergreifen bei Interesse die Initiative und flirten die Frau an oder bitten um ein Date. Geht man nun davon aus, dass schüchterne Männer bei Interesse ebenfalls den ersten Schritt wagen, so muss ich mich fragen, worin denn dann der Unterschied zwischen nicht-schüchternen und schüchternen Männern besteht?

Der schüchterne Mann muss sich schwer überwinden und das merkt frau ihm i.d.R. auch an.
In meinem Leben gab es mal einen schüchternen Mann. Ich war sehr verliebt in ihn, ich habe gemerkt dass es umgekehrt genauso ist. Darüber geredet haben wir aber nie. Eines Tages sagt er zu mir: "wollen wir mal telefonieren?". Er war in seinem Fragen so unsicher und er hatte wirklich Angst in den Augen als er gefragt und auf meine Antwort gewartet hat. Klar, Angst vor Ablehnung. Ich habe gemerkt, dass er wirklich den ganzen Mut den er hatte, dafür zusammen gekratzt hat. Mich hat das tief beeindruckt, dass er diese Überwindung für mich aufgebracht hat.

Ein nicht-schüchterner Mann hätte das extrem locker gefragt und hätte dafür keine Überwindung gebraucht.

Ich denke aber "mein" schüchterner Mann von damals hat sich nur getraut zu fragen, weil wir uns schon länger kannten und er mir irgendwie vertraut hat. Daher hat er das in Kauf genommen, dass ich seine extreme Unsicherheit natürlich sehen werde. Ich habe ihn niemals in einer Situation so "hilflos" erlebt, wie damals als er mich das gefragt hat.
Vielleicht hilft das den schüchternen Männern: nach dieser Aktion von ihm war er "der Eine" für mich :)
 
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  • #4
als Frau sage ich die, dass jeder Mann, der Interesse hatte sich auch getraut hat. das ist die Investition, die man für eine Beziehung nun mal tätigen muss. ein Mann, der nicht in die ygänge kommt, will nicht, ich habe das so - ohne die Rules und dieses Forum- schon lange für mich festgestellt. wenn mir etwas wichtig ist, dann bringe ich Opfer und Anstrengungen. wenn ich dazu nicht bereit bin, ist es mir nichts wert. das gilt für mich genauso wie für Männer. Schüchternheit ist eine billige Ausrede für ganz andere psychologische Probleme: und wer solche unbehandelten psychischen Probleme hat, sollte nicht auf Partnersuche gehen. bzw. die Frauen können froh sein, wenn so jemand sien nicht anspricht. erst Probleme lösen, dann Partner suchen.
 
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  • #5
Ein interessierter Mann wird egal ob schüchtern oder nicht einen Schritt machen. Wenn der Mann jedoch "schüchtern" ist fällt dieser Schritt mit Sicherheit wesentlich kleiner aus und für manche sogar gar nicht erkennbar. Wenn dann noch seitens der Frau keine Zeichen kommen, riskiert der schüchterne Mann auch nur noch sehr selten mehr.
Eine Frau sollte also gerade bei schüchternen Männern deutlichere Zeichen zeigen. Ansonsten geht es irgendwann nicht mehr weiter, auch wenn beide insgeheim wollen.
 
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  • #6
The Rules sagt aber auch; Frau darf Mann nicht anlächeln, im kein Signal geben, dass er sie ansprechen darf. Diesen Rat oder Regel halte ich für total schwachsinnig, wenn die Frau überhaupt kein Signal gibt.

Also ich denke, es ist für Frauen legitim, einem Mann kurz nach der Uhrzeit zufragen oder was anderes in die Richtung. Nach dem erstem Date sollte schon besser der Mann fragen. Wenn der Mann wirklich so extrem schüchtern ist, da kann die Frau ihm etwas mehr entgegenkommen aber nicht unbedingt den letzten Schritt gehen.

Vieles was in The Rules steht ist Unsinn und ein paar Sachen sind nicht schlecht aber da alles 1 zu 1 zu übernehmen ist nicht gut.
 
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  • #7
Diese Behauptung, welche meines Wissens nach aus "The Rules" ....stammt....

Wie ist eure Meinung hierzu? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

Dieses "Rules" kenne ich erst vom Lesen in diesem Forum aber ich kenne Schüchternheit, das bin ich nämlich selbst, obwohl mir der Begriff Introvertiertheit wesentlich lieber ist.

Jedenfalls habe ich bei meinen bisherigen 2 "Traum"-Frauen (hauptsächlich äußerlich gesehen) mit denen ich mal etwas zusammen war, diese Schüchternheit am Anfang tatsächlich überwunden, so ich auch gar nicht mehr weiß wie.

Irgendwie geht das offenbar und wenn das in diesem Buch so steht, dann kann ich das nur bestätigen.
m-42
 
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  • #8
Romantischer Gedanke, aber so ist es leider nicht. Nur weil ich in jemanden verknallt bin, kann ich meine Schüchternheit nicht über Bord werfen, denn das ist eine schwere charakterliche Verankerung, die unabhängig vom Interesse funktioniert, eher etwas mit Lebenserfahrung und Umgang/positive Erfahrungen mit anderen Menschen zu tun hat. Ist bei Frauen ja auch nicht anders.

Schüchternheit hat seine Wurzeln aus der Erziehung: "Pass auf, wag dich nicht zu weit vor, das ist zu gefährlich für dich". Solche Kinder werden nie gefördert und lernen statt Selbstbewußtsein und Mut von den Eltern, immer auf jemanden angewiesen zu sein, der sie am Händchen führt. Schüchternheit kann man nur durch eigenes Interesse ablegen, indem man seine Lebenserfahrung erweitert (Flirten, Beziehungen, SEX) und sich selbst immer wieder mutig seinen Ängsten stellt und den ersten Schritt wagt. Das ist aber ein langer Prozess, der sich jahrelang hinziehen kann.

Ich war früher auch äußerst schüchtern, hab das aber auch erst im höheren Altern ablegen können.
 
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  • #9
m42
Der Unterschied liegt gerade in den Fällen, wo Frau kein direktes Interesse zeigt. Nicht schüchterne Männer quatschen jede Frau an, egal ob nun erstmal Interesse besteht oder nicht. Schüchterne Männer geben sich meistens nur mit Frauen ab, die auf irgendeine Art Interesse gezeigt haben.
 
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  • #10
meiner Meinung nach wird Schüchternheit durch Interesse sogar noch verstärkt und eben nicht gelindert.

Zunächst einmal muß ich aus eigener Erfahrung heraus berichten, daß so manches von der Frau für Schüchternheit gehalten wird, was gar keine Schüchternheit ist, sondern schlicht und ergreifend das Prinzip des Mannes, eine Frau ernst zu nehmen und ihre Gefühle zu achten.

Diese "Schüchternheit" nimmt durch das Interesse an der Frau selbstverfreilich zu, denn gerade dann will der Mann ja nicht durch schlechte Manieren negativ auffallen.

Mir ist das einmal extrem bewußt geworden, als ich eine Frau, die mir vom Kummer mit ihrem Freund berichtete, bewußt nicht auszuspannen versuchte, obwohl ich sie sehr begehrte. Ich wollte nicht, daß sie sich mir in dem Gefühl hingibt, untreu zu sein. Später, als sie dann plötzlich einen neuen Freund hatte, hieß es - man ahnt es schon - ich sei ihr zu schüchtern gewesen, mit solchen Männern könne sie nichts anfangen.
 
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  • #11
Die Aussage hört sich zumindest unsinnig genug an, um aus dem Quatschbuch zu stammen. Natürlich führt eine Begegnung mit dem Auslöser der Ängste bei einem schüchternen Menschen nicht zur Spontanheilung.
 
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  • #12
Diese Behauptung, welche meines Wissens nach aus "The Rules" von Ellen Fein & Sherrie Schneider stammt, lese ich im Forum derart häufig, dass sie mir nun einen eigenen Thread wert ist.

Der zugrundeliegende Gedanke ist, dass ernsthaftes Interesse an einer Frau ausreicht, um schüchterne Männer zur Initiative und damit zum Überwinden ihrer Kontaktängste zu bewegen. Unter der Voraussetzung, dass die Ängste unbehandelt bleiben, halte ich dem entgegen, dass Interesse erst der Auslöser bzw. quasi der Nährboden für Schüchternheit ist und demnach keinesfalls der Schlüssel zur Überwindung derselben sein kann. Das heißt, meiner Meinung nach wird Schüchternheit durch Interesse sogar noch verstärkt und eben nicht gelindert.

Zur Verdeutlichung meines Standpunktes:
Nicht-schüchterne Männer ergreifen bei Interesse die Initiative und flirten die Frau an oder bitten um ein Date. Geht man nun davon aus, dass schüchterne Männer bei Interesse ebenfalls den ersten Schritt wagen, so muss ich mich fragen, worin denn dann der Unterschied zwischen nicht-schüchternen und schüchternen Männern besteht? Leugnet die im Titel aufgeführte Behauptung nicht sogar die Existenz der Schüchternheit selbst?

Wie ist eure Meinung hierzu? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

Danke für eure Antworten.

Ich glaube daran, dass du andere Persönlichkeitsdimensionen einfach ausschaltest. Dieser Spruch ist natürlich kein ehernes Gesetz aber sollte auch nicht ignoriert werden.

Ein interessierter Mann also? Woran ist er denn interessiert? Und hier fängt es schon an. Viele dieser "interessierten" Männer sind einfach UGA-UGA und stellen sich evtl. gar nicht in Frage. Das heisst, Interesse kann mehrere Bezugspunkte haben.

Ich für meinen Teil bin auch schüchtern, aber habe diese von dir zitierte Behauptung an mir selbst erfahren. Ich habe da jede Konsequenz gezogen egal was....unglücklicherweise war es eben Verliebtheit, Verblendung, was dazu führte, dass ich es nach 2 Jahren Beziehung nicht mehr ausgehalten habe immer Zurückstecken zu müssen. Scheinbar war dieses Erobern besagter Dame zu Kopf gestiegen, weswegen sie meinte sich jetzt in Sicherheit wähnen zu können. Hah! Denkste, meine EX!!!! Heute ist sie mit nem Spinner zusammen, der ihr ihre Ausbildung finanziert hat, wasn Miststück. Tja, der erste Eindruck kann halt täuschen.
 
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  • #13
Der Gedanke hinter der These ist sicherlich der, dass man, wenn einem etwas wirklich wichtig ist, über seinen Schatten springt und angeblich jede Unannehmlichkeit in Kauf nimmt. In manchen Fällen mag das zwar stimmen, aber ich kenne als Frau selber (auch außerhalb der Partnersuche) viel zu viele Situationen, in denen ich mich trotzdem nicht überwinden kann und dafür hinterher im Selbsthass versinke. Dabei bin ich nicht mal besonders schüchtern, sondern eben nur "normal" und nicht draufgängerisch. Aber es passiert eben doch sehr schnell, dass man ein Ereignis als wichtig empfindet, deshalb nervös wird, man Herzrasen bekommt und zu schwitzen anfängt und es sich immer weiter hochschaukelt weil man Angst hat, sich dann erst recht zu blamieren.
Also ja, ich würde der "The Rules"-These auch widersprechen. Und ich finde es auch nicht hilfreich, diese immer wieder zu propagieren weil sich schüchterne Männer dann vermutlich erst recht Selbstvorwürfe machen, weil sie es anscheinend als einziger auf der Welt nicht hinkriegen...(?)

w25
 
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  • #14
Schüchternheit bedeutet ja nicht, dass man völlig handlungsunfähig ist. Sie bedeutet vielmehr, dass jemand eine größere Hürde nehmen muss als ein Draufgänger, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

Außerdem übernehmen Frauen doch oft die Initiative, wenn sie einen Mann für schüchtern halten. In den meisten Fällen stellt sich dann heraus, dass der Mann nur deshalb zurückhaltend ist, weil er sich für die betreffende Frau gar nicht interessiert.
 
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  • #15
Liebe FS,
ja, das Interesse hemmt Schüchterne natürlich. Aber auch ein schüchterner Mann entwickelt gewisse Strategien, seiner Angebeteten näher zu kommen - und diese werden von den meisten Frauen auch sehr deutlich bemerkt.
Es geht im Grunde nur um eines: Eine Frau spürt ohne wenn und aber, wenn der Mann sie wirklich will. Unsicherheit über die Gefühle des anderen bedeuten in 80-90% der Fälle Desinteresse oder kein aufrichtiges Interesse (nur Sex).

w28
 
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  • #16
Völlig einverstanden. Ohne jeden Zweifel eine sehr scharfsinnige Feststellung.
Der beste Beweis bin ich selbst: sehr kommunikative Persönlichkeit, lebensfroh, extrovertiert und genau dann, wenn Interesse besteht völlig gehemmt, blockiert und eingeschüchtert.

Die Folge ist letzten Endes, dass eine Person, an der ich sehr interessiert bin und die mich in einem Umfeld kennenlernt, wo sie mich mit anderen kommunizieren sieht, mich in dem Moment, wo ich nur mit ihr kommunizieren sollte, als arrogant einstuft - und nicht eben als schüchtern. Ein - zumindest für mich - tragischer Trugschluss... Und bereits "etablierte Tradition"...
m37
 
  • #17
Ich habe den Verdacht, dass auch gerade schüchterne Exemplare von Männern solche Plattformen wie ElitePartner zur Kontaktaufnahme nutzen, da dass doch wesentlich einfacher fällt, als eine fremde Frau auf der Straße/ in der Bar anzusprechen.
Männer die Frauen tatsächlich einfach so ansprechen, den ihre Schüchternheit, kann tatsächlich nicht so sehr ausgeprägt sein, selbst wenn sie in der Situation eine gewisse Nervosität haben.
Und Schüchternheit kann auch bedeuten, dass der Mann keinen weiteren Schritt wagt oder sich sehr viel Zeit lässt. Hier über solch eine Partnerbörse ein Treffen zu vereinbaren, ist das eine, in der Realität voreinander stehen und einfach mal die Führung zu übernehmen und die Frau küssen usw., ist sicher für manch einen schon eine Überwindung.
Also, es gibt schüchterne Männer, aktuelle Erfahrung: 5 Dates ohne Annäherungsversuch von ihm...ich verlier den Spaß, Interesse hat er bewiesen, er fragt immerhin nach weiteren Treffen, aber überwunden ist da nichts.
 
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  • #18
... halte dennoch manche Aussagen in diesem Buch für korrekt, somit, dass es keine schüchternen Männer gibt, sondern nur desinteressierte.
Deshalb kann ich Deinen Argumenten nichts abgewinnen über die armen schüchternen Männer, die leider keine Frau kennenlernen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg !!!
Dieser Spruch sollte auch den schüchternsten Mann aufwecken.

Diese Aussage halte ich (w, sehr schüchtern) für kompletten und unempahischen Unfug bis Prinzessinnengehabe - soll der Mann sich doch bemühen, während die Dame sich bequem zurücklehnt und abwartet.
Es gibt schüchteren Männer genauso wie schüchterne Frauen. Nicht agieren hat nichts mit Desinteresse zu tun. Die Schüchternheit, wenn man will, aber nicht losgehen kann, ist unglaublich quälend.
In dieser lauten und extrovertierten Welt haben schüchterne Menschen einen sehr schweren Stand und mit zunehmenden Misserfolgen werden sie immer hoffnungsloser, bis sie tatsächlich garnichts mehr tun. Ist so und auch, wenn man sehr interessiert ist.

Im Job habe ich überhaupt keine Probleme, weil ich da die Leute kenne und irgendwie geregelt ist, wer ich bin - da kann ich sehr lustig und aktiv sein. In der freien Wildbahn bekomme ich rein garnichts hin. Die jahrzehntelangen Misserfolge machen, dass ich überhaupt nicht mehr hingucke, d.h. auch keine Signale aufnehmen könnte, wenn welche kämen. ich bin einfach zuweit weg vom Leben, um mir ein soziales Gelingen vorstellen zu können.
Ja, und wenn mich jemand wirklich interessiert, werde ich noch gehemmter, kann mir definitiv nicht vorstellen, dass so ein toller Typ mit einer Nullnummer wie mir was zu tun haben wollte.

Es gibt keinen Grund, warum ein schüchterner Mann das anders erleben sollte. Ich glaube sogar, dass schüchterne Männer einen noch viel schwereren Stand haben, weil von ihnen was anderes erwartet wird.
 
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  • #19
m42
Schüchterne Männer geben sich meistens nur mit Frauen ab, die auf irgendeine Art Interesse gezeigt haben.

Und das ist irgendwo auch das Problem: das schüchterne Männer sich auswählen lassen und nicht selbst wählen.
Ich als Frau frage mich dann halt immer: nimmt er mich jetzt, weil er kein besseres Angebot hatte? Oder ist es um meinetwillen?Eben weil der schüchterne Mann irgendwo das nehmen muss, was sich ihm anbietet. Da er ja selbst nicht initiativ wird. Schon irgendwie schwierig.
 
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  • #20
... aber ich kenne Schüchternheit, das bin ich nämlich selbst, obwohl mir der Begriff Introvertiertheit wesentlich lieber ist. ...
m-42

Introvertiertheit und Schüchternheit sind zwei grundverschiedene Dinge die nichts miteinander zu tun haben. Während der Schüchterne sich generell eher unwohl dabei fühlt mit (fremden) Menschen in Kontakt zu treten gilt dies für einen Introvertierten oft überhaupt nicht. Der hat dafür das Problem nach längerer Zeit der Kommunikation sich zurückziehen zu müssen, um die Eindrücke erstmal für sich zu verarbeiten.

Aber zum Thema: natürlich gibt es schüchterne Männer, genau so wie es auch schüchterne Frauen gibt. Und dieses Problem stellt sich nicht nur der Beziehungsanbahnung in den Weg sondern belastet einen auch im Alltag mehr oder weniger stark. Und ja, auch ein schüchterner Mann wird versuchen, sich seinem Schwarm anzunähern, nur wird sich das manchmal im nicht wahrnehmbaren Bereich bewegen, manchmal sehr ungeschickt sein, und manchmal vielleicht auch einfach über das Ziel hinausschießen. Das Resultat ist aber jedes mal das gleiche: Misserfolg. Und wenn man nur genug Rückschläge sammelt, reicht es irgendwann und man gibt auf, auch wenn man vielleicht wieder verliebt ist.

In der heutigen sexualisierten Zeit ist es für Schüchterne - egal ob Mann oder Frau - extrem schwer sich zu behaupten. Das passt nicht mehr ins Bild. Man liest zwar oft, dass Mann oder Frau jemanden Schüchternen oder auch Ernsten sehr interessant finden würde, zum Zug kommt aber dann doch wieder wer ganz anderer. Speziell Männern wird das Recht auf Gefühle ja sowieso abgesprochen, und wenn sie einer mal zeigt, wird er auch noch verhöhnt, auch hier im Forum.

Ein schüchterner m34
 
  • #21
Je mehr ein schüchterner Mann eine Frau begehrt, desto kleiner kommt er sich vor, und desto unsicherer wird er-bis hin zu dem Punkt, wo er sich einer weniger attraktiven (nicht nur auf Äußerlichkeiten bezogen) Frau zuwendet, weil er sich an die andere nicht ran traut.

Vergiss diese Regel, und höre bloß nicht auf Frauen wie z.B. #3. Es lässt sich ja so leicht reden als Frau, die diese Sisyphusarbeit des Ansprechens, Hinfallens und immer wieder Aufstehens nicht selbst übernehmen muss. Aber für viele Männer ist es einfacher, aus 4000m aus dem Flugzeug zu springen, als eine attraktive Frau anzusprechen-manche zahlen vierstellige Beträge an Coaches, die ihnen dieses Verhalten versuchen auszutreiben.

Wenn du dich so verhältst, wie dieses seltsame Buch es dir rät, ist das der sichere Weg, um die schüchternen, die es dafür ernst meinen, abzuschrecken und an die Womanizer zu geraten, die gelernt haben, ihre Ansprechangst abzulegen. Und wie legt man die ab? Durch üben, üben, üben.

Gratulation, das sind die Männer, die du wolltest, oder?

Ein schüchterner Mann wird desto schüchterner und unsicherer, je mehr er die Frau begehrt, bis zu dem Punkt, an dem er aufgibt.
 
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  • #23
Schüchternheit hat seine Wurzeln aus der Erziehung: "Pass auf, wag dich nicht zu weit vor, das ist zu gefährlich für dich". Solche Kinder werden nie gefördert und lernen statt Selbstbewußtsein und Mut von den Eltern, immer auf jemanden angewiesen zu sein, der sie am Händchen führt.

Oh, ja, so einen Mann habe ich letztens gedatet. Er wohnt sogar noch in der Wohnung, wo er früher mit seinen Eltern, zum Schluss mit der Mutter gelebt hat. Die Küche ist Original aus den 70er, der Fussbodenteppich im Wohnzimmer auch. Der arme Kerl hat es nicht geschafft, sich aus seinen Fesseln zu befreien und hat mich beim 2. Date gefragt, ob ich ihm helfe. Nach aussen hin Lehrer und Mercedes. Ich war ganz schnell weg. Zum Glück gibt es genug Frauen, die gerne Männchen an die die Hand nehmen. Bloss das sind oft Lieschen Müller und so eine wollte er nie. Tja.... Er will ja ne Tolle, wo er protzen kann.

w
 
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  • #24
Na wenn man als Frau bemerkt, dass ein Mann Interesse hat, dann kann man ihm seine Schüchternheit ja auch nehmen!
Aber Frauen neigen ja auch dazu, Desinteresse zu ihren Gunsten zu interpretieren. Das nervt mich immer!
Ein schüchterner Mann, der eine Frau schon lange gedatet hat(!), überwindet seine Schüchternheit und ruft sie an!
Vielleicht sprechen schüchterne Männer keine glamourösen tollen Frauen an, vielleicht sprechen sie auch gar keine Frauen an.
Aber es geht ja nicht ums Ansprechen!
Aber wenn ein Mann schon Kontakt zu einer Frau hat, dann schafft er es auf eine souveräne oder auch etwas unbeholfene Art und Weise, sein Interesse kundzutun! IMMER!

Und auch, wenn ich nun THE RULES nicht für die Bibel halte und auch der Meinung bin, dass man einen Datevorschlag auch annehmen darf für Samstag, wenn er NACH Mittwoch erfolgte, so glaube ich schon, dass das Prinzip insgesamt so funktioniert.
Ein schüchterner Mann kann sich durchaus auch um eine Frau bemühen und wenn sie auf seine Bemühungen eingeht, verliert er auch seine Schüchternheit.
Er macht es eben weniger souverän und abgeklärt, aber jeder noch so schüchterne Mann kriegt das hin.
Ein Mann, der nach einem Date nicht anruft, ist nicht schüchtern, sondern wenig interessiert. Heißt nicht, dass er nicht ein nächstes Date noch mitnimmt, aber Feuer und Flamme ist er dann nicht.

Übrigens sind die ganz schüchternen Männer leider in der Regel auch nicht so die Hingucker. Ein Mann, der gut aussieht, wird auch relativ offensichtlich von Frauen angeflirtet.Schüchterne Männer sind eben auch oft nicht sonderlich stilvoll, nicht sonderlich gut gekleidet, nicht sonderlich gutaussehend.

Mir sind Womanizer lieber, die können einen wenigstens unterhalten.
Aber Männer sprechen andersrum auch nur superaufgestylte supergutaussehende Frauen in knappen Kleidchen in den Clubs an.
wenn ich nen Minikleidchen anziehe oder was mit tiefem Rückenausschnitt, werde ich umschwärmt, wie die Motten das Licht umkreisen, gehe ich in knielangem Rock und T-Shirt, kräht kein Hahn nach mir, selbst, wenn ich die Männer anspreche.

Aber es geht ja nicht nur ums Ansprechen!
Wenn ein Mann schon Kontakt mit einer Frau HAT, dann schafft er es auch, sie um ein Date zu bitten. Wenn er das nicht hinbekommt, liegt es oft daran, dass die Frau eben kein Interesse an ihm hat.
Muss allerdings sagen, dass ich an so einigen Womanizern anfangs auch kein Interesse hatte, aber ich fand ihre selbstbewusste Art und ihre Ideen einfach so toll, dass sie wirklich Erfolg mit ihrer direkten Art hatten.

Wenn ich einen Mann attraktiv finde, er an mir und ich an ihm interessiert bin, dann finde ich es extrem entzückend, wenn ich merke, dass er schüchtern ist oder sich nicht so recht traut.

Ansprechen - das kriegen schüchterne Männer vielleicht nicht so gut hin, aber wenn sie eine Frau schon gedatet haben und merken, dass sie auch interessiert ist, dann schafft es auch der schüchternste, weiterzugehen!

w,40
 
  • #25
Dennoch werd ich nie dafür Verständnis haben, wenn ein "angeblich schüchterner" Mann sich komplett ausklingt, weil er denkt, oh jee, die gefällt mir, dass wird eh nix, also geh ich nach Hause, leg mich ins Bett und bau mir einen Altar um meine Schüchternheit, die ich mein lebenlang anbeten werde.

Au Mann, sowas kann echt nur jemand sagen der selbst nie in dieser Situation war.

Auch wenns mir Heute keiner mehr glaubt, ich war in meiner Jugendzeit extrem schüchtern. Oh ja, ich hatte mir tausende Möglichkeiten überlegt die Angebetete anszusprechen. Aber getraut? Hab ich mich dennoch nicht. Ja, ich war interessiert, sehr sogar. Aber es ging einfach nicht.

Von daher- diese Aussage ist einfach Unsinn. Aber es folgt der These des Buches. Würde es schüchterne Männer geben würde die gesamte Argumentation in sich zusammenfallen.

Die gute Nachricht für den FS ist aber: Schüchternheit kann man tatsächlich überwinden, ablegen. Dauert zwar ein wenig und braucht laufendes Training aber es geht (ohne dabei aufdringlich zu werden).
Für den Introvertierten: Das legt man nicht ab ohne eine Rolle zu spielen.

Von daher wär ich lieber schüchtern als introvertiert.
 
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  • #26
Eine Frau sollte also gerade bei schüchternen Männern deutlichere Zeichen zeigen. Ansonsten geht es irgendwann nicht mehr weiter, auch wenn beide insgeheim wollen.

Woher soll eine Frau wissen, dass ein schüchterne Mann an ihr interessiert ist? Da sie das nicht weis, kann sie keine Signale senden. Aus die Maus.

Auch meine Erfahrung aus den letzten 30zig Jahren. Wenn ein Mann schüchtern ist, dann liegen oft andere wirklich gravierende Probleme dahinter, die auch negative Auswirkungen auf die Beziehung an sich hätten, wenn die Frau den ersten Schritt machen würde.

w 50
 
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  • #27
Was mich immer wieder beim lesen der - pro Schüchternheit - Schreiber verwundert ist die Feststellung, ich bin nunmal schüchtern, das gibt es also doch und damit habe ich nur Misserfolg in der Liebe - schluchz aber auch

?????? Ich frag mich da wieso immer noch??

Seit der Teenagerzeit bis ins reife Alter sprich ü/30 und der Schreiber ist schon Anfang 40??

Ja Du meine Güte, wird es da nicht endlich mal Zeit etwas gegen die vorgesetzte Schüchternheit zu unternehmen. Es gibt Kurse, Coaching, Seminare, Therapie.

So wie ich das Ganze hier lese, scheinen sich manche ja über Jahrzehnte ihrer Schüchternheit zu freuen, sonst hätten sie ihr längst Paroli geboten und was dagegen unternommen.

Tun sie aber anscheinend auch im fortgeschrittenen Alter nicht und jammern hier, ach ich bin ja so schüchtern und finde keine attraktive Frau und muss dann nehmen was mich anspricht.

Nee, sorry, für sowas hab ich kein Verständnis.

Also Schüchternheit ist kein unabwendbares Schicksal, mich nervt das total.

Musste ich mal hier loswerden, danke!

Wenn euch eure Schüchternheit stört und das scheint sie euren Beiträgen nach gewaltig,
dann tut was dagegen, dann klappt es auch mit der schönen Nachbarin.
 
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  • #28
Hallo,

hierzu wollte ich als schüchterner etwas sagen:

"Das heißt, meiner Meinung nach wird Schüchternheit durch Interesse sogar noch verstärkt und eben nicht gelindert."

Stimmt! Wenn mir etwas an jemandem liegt wird das noch schlimmer!!

"Geht man nun davon aus, dass schüchterne Männer bei Interesse ebenfalls den ersten Schritt wagen....."

Machen schüchterne aber nicht. Die warten ab und hoffen ......
 
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  • #29

Pro-Schüchternheit? Was bitte soll das denn sein? Niemand ist das freiwillig oder fordert andere auf, schüchtern zu sein. *kopfschüttel*

Ja Du meine Güte, wird es da nicht endlich mal Zeit etwas gegen die vorgesetzte Schüchternheit zu unternehmen. Es gibt Kurse, Coaching, Seminare, Therapie.

Wer sagt Dir, dass sie das nicht tun? Nur weil es keinen / noch nicht / zu wenig Erfolg hatte?
Einfach ne Pille schlucken und die Schüchternheit ist wie weggeblasen - so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es leider nicht.

Nee, sorry, für sowas hab ich kein Verständnis.
Also Schüchternheit ist kein unabwendbares Schicksal, mich nervt das total.

Vielleicht gibt's ja auch Kurse, in denen man Empathie lernen kann.
 
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  • #30
Wann ist den ein ernsthaft interessiert??

Nach einem Profilcheck? Nach der ersten Kommunikation??Nach dem ersten Date? Nach ein paar Wochen kennenlernen?

Dieser unterschied müsste schon gemacht werden..

Am Anfang kann ich an verschiedenen Dingen interessiert sein..

Beziehungsinteresse habe ich erst dann wenn ich die Frau ein bischen näher kenne..
 
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