• #31
Weil es hier immer wieder angesprochen wird, Gewalt, psychisch, körperlich, sexuell gibt es ganz genauso in deutschen Familien, von deutschen Männern an deutschen Frauen - und auch, noch verschwiegener, von Frauen an Männer - ich kannte so einen Mann, ein sehr intelligenter, sehr feinfühliger, und durchaus kompetenter Mann; den seine Frau genau so behandelte und die ihn innerhalb von Sekunden zum Verschwinden brachte. Inzwischen ist er psychisch fertig, suizidal, ihm gelingt der Absprung nicht.
Und leider kenne ich es auch, als Kind durch meinen "Vater"; ihm ist es nur nie gelungen, mich klein zu bekommen... Ich habe das Wehren und Kämpfen lernen müssen.
Nur an den Folgen habe ich jahrelang mit professioneller Hilfe arbeiten müssen, so etwas hinterlässt tiefe Verletzungen.

Deswegen, Liebe Monica, ist es auch so wichtig, dass Du gehst und Dir Hilfe besorgst, aber genauso für Deine Kinder, damit Ihr alle eine Tages eine unbeschwerte Zukunft haben könnt.
 
  • #32
Ich habe zu lange gehofft, wenn weniger Stress in der Arbeit, die Kinder größer, dann ändert sich auch sein Verhalten...
Tja, hoffen ist eben zuwenig. Offenbar hast du gehofft, ohne überhaupt dein Unbehagen artikuliert zu haben.
Mit diesem Duckmäuserverhalten schadest du nicht nur dir - die körperlichen und seelischen Folgen sind ja schon manifest - sondern noch viel schlimmer, deinen Kindern. Mit deinem Leben tu was du willst, und sadomasochistische (sorry) Beziehungen muss ich nicht verstehen können.
Was du deinen Kindern antust, ist einfach nur feig, und dafür gibts keine Ausrede, gar keine. Angst ist keine Ausrede für das Trauma dieser Kindheit. In unserer Gesellschaft sind alle diese Missbrauchsthemen keine Tabus mehr und stark ins öffentliche Bewußtsein vorgedrungen. Hast du davon wirklich nichts mitgekriegt? Ich kann es nicht glauben.
 
  • #33
Hast du davon wirklich nichts mitgekriegt? Ich kann es nicht glauben.
Doch hat sie. Sie wollte es aber auch nie Glauben. Doch jetzt wo du liebe FS dich zumindest hier schon einmal offenbahrst, wird alles seinen Lauf nehmen. Du machst dir Gedanken. Du bekommst hier klar aufgezeigt, dass du in einem Gefängnis lebst. Kein Wirklich eigenes Leben lebst. Du bist eine Puppe die tanzt. Enschuldige bitte diese Wortwahl.Aber das ist das Reale Leben. Jeder Mensch hat und macht Fehler. Er auch! Und du weisst das! Das Karussel hat nun endlich begonnen sich zu drehen für dich. Die Liebe zu deinen Kindern wird sich nie ändern. Auch wenn deine Ehe scheitert. Aber auch du, hast nur dieses eine Leben. Du darfst frei sein und du darfst auch Fehler machen. Vielleicht ist dein Mann Akademiker. Aber er ist dennoch zurück geblieben. Er erkennt es nicht selbst. Mein Rat. Setze ihm einen Warnschuss vor den Bug. Aber einen der knallt. Zeig ihm deine Entschlossenheit, dass du so nicht mehr Leben möchtest. So Respektlos und Herrisch untergeben. Möglich das er Wach wird und es bemerkt.( LANGFRISTIG!!!!) Wenn nicht. Geh einen neuen Weg. Mit deinen Kindern. Bedenke. Eigene Kinder kommen niemals auf fremde Leute. Lebe ihnen nicht die Sklaverei vor. Das ist auch Deine Verantwortung den Kindern gegenüber. Wenn er nicht Krank ist, wird er den Knall deutlich hören. Sei aber sehr entschlossen. Das ist kein Spiel. Dir viel Glück
m45
 
  • #34
Liebe FS,

wie krank ist das denn? Nein, nicht Du, sondern das was Du da glaubst aushalten zu müssen. Wenn ich Dein Post lese ziehen sich mir Herz und Magen zusammen.

Dein Mann empfinde ich als respektloses und arrogantes A........ (Schade, dass man(n), das nicht ausschreiben darf)!

Ich weiß, ich lese hier wieder nur eine Meinung, aber leider bin ich auch nur ein Mensch.

Ich glaube Dir prophezeien zu können, dass Du, wenn Du das nicht ändernst oder da rauskommst, vor die Hunde gehst.
 
  • #35
Liebe FS, ich hatte mich ja bereits weiter oben geäußert. Eins wäre noch interessant zu wissen: Wie alt ist Dein Mann eigentlich? ich denke, je älter derjenige ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass er sich noch ändert. Außerdem wird die Partnerin bei großem Altersabstand oft überhaupt nicht für voll genommen. Wärt ihr in etwa gleichaltrig, sähe ich noch eine (sehr kleine) Chance, aber wenn er zum Beispiel 5-10 Jahre älter wäre als Du, dann würde ich die Chance wirklich absolut bei Null sehen. Das Wichtigste ist jedenfalls dass Du Dich jetzt anfängst vor weiterem Schaden zu schützen.
 
  • #36
die Fassade ist perfekt, Haus, fleißiger erfolgreicher Akademiker und freundliche Frau, die halbtags arbeitet und für die Kinder sorgt, dh. ich versuche dies.
Und er möchte schon irgendwie, das es uns gut geht.
Ja, das alles perfekt ist, aber das heißt ja nicht, dass es jemandem damit gut geht. Vermutlich denkt er "ich mach das alles nur für euch" (sich abrackern, tadellos sein usw.), ohne dass er euch mal gefragt hat, ob ihr das so wollt.
Er sieht gar nicht, was er damit anrichtet. Das sind die schlimmsten Leute, die meinen, andere mit hineinziehen zu können beim "Perfektseinmüssen".

Für wen eigentlich diese Fassade? Irgendwelche anderen Akademiker, dass die mal irgendwann anerkennend die Mundwinkel runterziehen? (in manchen Akademikerkreisen darf man sich ja nicht mal scheiden lassen, weil anständige, toppe Leute sowas nicht machen) Für die Eltern, dass die loben, als wäre man noch wie mit 5 abhängig davon, was sie denken?

Irgendwie hat Scheitern im Leben auch was Gutes - man wird viel gelassener, schätzt Menschen nach Sympathie ein und nicht nach Statuskrempel oder komischen gesellschaftlichen Ansichten, was einen erfolgreichen Menschen ausmachen soll, und macht nicht die Meinung irgendwelcher Hanseln zum Weltgericht, ob das eigene Leben was wert ist oder nicht.
 
  • #37
Deshalb setzt er sich selbst und andere zu sehr unter Druck.
Und er möchte schon irgendwie, das es uns gut geht.
Du versuchst sein Verhalten zu erklären und zu entschuldigen. Auch wenn man selbst ein nicht harmonisches Elternhaus hatte rechtfertigt das nicht so ein Verhalten und weil er Akademiker ist und ein Diplom an der Wand hängen hat befähigt ihn das noch lange nicht ein guter Mensch, Ehemann und Vater zu sein. Der erste Schritt könnte sein nicht jedes Fehlverhalten von ihm zu erklären mit: ja, aber... um es abzuschwächen und dir selbst nicht das Ausmaß bewusst zu machen sondern die Sachlage mit offenen Augen betrachten. Alles Gute weiterhin!
 
  • #38
Ich weiß nicht, irgendwie sind mir die Ratschläge zu radikal.
Sofort trennen, Trennung vorbereiten etc.
Was Du tun sollst? ! Hier mein Rat.
Hast du mit ihm darüber gesprochen, weiß er davon wie es dir geht.? Weiß er von seiner Art mit euch allen so umzugehen,
oder bügelt er dich sofort ab, wenn du dich beschwerst.
Wenn du nicht mit ihm redest, kann er nichts verändern.
Ich war auch mal so ein Nörgler, ich habe das selbst nicht so wahrgenommen und habe auch zu viel von allen erwartet und immer den Focus auf das Wohl der Familie gehabt.
Ich habe mir zu viel Druck aufgebaut, auch was das Finanzielle betrifft. Es ist auch ein große Verantwortung 3 Kinder.. für Dich und Ihn. Solange du zu seiner Art nichts sagt, gibst du ihm das Gefühl alles richtig zu machen. Er wird die Grenzen des Respekts immer weiter runterfahren, je mehr du versuchst es ihm recht zu machen.
Je mehr du auf ihn eingehst umso mehr wird er nach Fehlern suchen. Er ist neidisch auf dich, weil du in Wirklichkeit die Stärkere bist. Du bist, es die versucht die Beziehung gut zu gestalten.
Er hingegen glaubt wie ich damals, mit viel Arbeiten seine Schuldigkeit getan zu haben. Dem ist aber nicht so.
Das Nörgeln wird kein Ende nehmen und sich steigern. Die Hürden werden immer höher gelegt, weil du immer wieder darüber
springst. Das erhöht den Neid auf deine Leistung noch mehr.
Wie bei mir hilft nur ein Aufzeigen der Grenzen, ein Schuss vor den Bug.
Wenn nicht schon geschehen, dann rede mit Ihm. Gib ihm die Möglichkeit was zu erkennen. Das wird er sicher nicht sofort akzeptieren. er wird es abtun und dir die Schuld versuchen zu geben, denn diese Kritik zeigt ihm seine Fehlbarkeit auf.
Das wird ein paar Wochen dauern. Wenn es nicht besser wird, 2.ter Warnschuss mit Androhung von Konsequenzen, nämlich einer Trennung. Wenn er dann nicht reagiert, dann wird es eng für Dich und für Ihn.
So Typen wie er sind auch nicht Paargespräch bereit.
Ich bin dann alleine zu einer Therapie, das war auch o.k für mich.
So konnte ich mich meiner gestörten Wahrnehmung über mich selbst stellen.
Heute läuft es besser als je zuvor, nur es lag auch an mir.
Schmeisst nicht alles sofort hin, es ist hart auch für die Kids.
Es ist schneller zerstört als man denkt.
Ich hoffe nicht, dass hinter seinem Verhalten eine Andere steckt, denn das ist auch ein typisches Verhaltensmuster.
Ob ein Urlaub es besser macht wage ich zu bezweifeln.
Alles gute Dir
 
  • #39
(in manchen Akademikerkreisen darf man sich ja nicht mal scheiden lassen, weil anständige, toppe Leute sowas nicht machen)
Um ehrlich zu sein, finde ich das eine gute Einstellung.

Die Leute sollen sich gefälligst gut überlegen, wen sie heiraten und dann hinterher auch i.d.R. auch zu ihrer Wort stehen. Denn sie haben ihr Wort gegeben... .


Das gilt auch für die FS. Sie muss versuchen, ihrerseits durch Druck (und meinetwegen auch durch Drohungen, natürlich auch Sexverweiterung ...etc), gerne auch mit Hilfe von Freunden, den Ehemann zu Räson zu bringen.


Wenn er dann nicht bereit ist, über irgendwas zu reden oder vernünftige Regelungen für das weitere Zusammenleben zu treffen, dann erst sehe ich die Ehe als gescheitert.

Die FS soll endlich aufwachen und selbst richtig aggressiv werden, sie notfalls mehrfach Hilfe holen. Außderdem soll sich sich ihr eigenes Konto einrichten um auch in der Ehe etwas unabhängiger agieren zu können.
 
  • #40
Liebe FS,

ich bin bei Deinem Post so aufgewühlt, weil eine meiner langjährigen und besten Freundinnen, ich darf zwei deren bei und mit mir schätzen, genau in Deinem beschriebenen Umfeld (3 Kinder, Heim, Wohlstand, Mann) tyrannisiert wurde bevor sie den Absprung geschafft hat. Sie hat alles zurückgelassen und von Null angefangen. Sie ist einer der liebenswertesten Menschen, die ich kenne und es tat sehr weh sie so leiden zu sehen und zu wissen. Sie hat es geschafft und wir durften und konnten ihr helfen.
 
  • #41
Um ehrlich zu sein, finde ich das eine gute Einstellung.
Kommt drauf an. Ich sehe keinen Grund darin, zu seinem Wort noch zu stehen, wenn sich die Umstände geändert haben und man feststellt, dass es einfach nicht passt oder unerträglich wird.

Menschen ändern sich ja. Insofern darf man nie heiraten, weil man nie weiß, was kommt.

Für mich gilt auch nicht, dass ich mehr an einer Beziehung arbeiten würde, nur weil ich verheiratet bin. Allerdings wäre es für mich ein furchtbarer Zustand, wenn ich mich gern trennen würde, es aber aus ökonomischen Gründen nicht kann.

Um auf die FS zurückzukommen. Ich würde vielleicht doch erstmal sagen, was ich in Zukunft alles nicht mehr hinnehmen werde. Aber dafür braucht man Kraft, und ich habe stark den Eindruck, dass sie die nicht hat. Insofern sind die Tage allein vielleicht wirklich gut, weil sie dann ohne diesen Dauerbeschuss an Kritik und Cholerik Energie sammeln kann.
Die FS soll endlich aufwachen und selbst richtig aggressiv werden, sie notfalls mehrfach Hilfe holen.
Das sagt sich leicht. Ich denke, sie hat nie wirklich Selbstwertgefühl entwickeln können, sonst hätte sie das nicht so lange ertragen bzw. im Anfangsstadium schon was dagegen gesetzt. Die Eltern zeigen ja auch, wie sie die Sache sehen, dh. schon als Kind wird ihr nie jemand vermittelt haben, dass sowas nicht geht.
 
  • #42
Den Rat, nicht gleich alles hinzuschmeißen, finde ich gut. Aber es ist wichtig, Dich im Kopf frei zu machen von der Vorstellung, die Beziehung um jeden Preis zu erhalten. Von dem Zwang, den Haushalt allein so ordentlich zu führen, auch sonst alles möglichst perfekt zu gestalten und nach außen den schönen Schein zu wahren, solltest Du Dich lösen.

Du musst nicht ständig springen, darfst auch mal streiken, Deine Wünsche kommunizieren, Dir eine Auszeit nehmen. Vielleicht wirkt das mehr als lange Diskussionen, vielleicht muss Deine Familie und vor allem Dein Mann Dich erst vermissen, um zu merken, was sie an Dir haben. Du kannst ganz deutlich sagen, dass es so nicht weitergehen kann und wird! Zieh Dich zurück - Egal ob langer Spaziergang, weggehen mit Freunden oder Aktivurlaub. Körperliche Aktivitäten, Unternehmungen in kleiner Gruppe und Musik (z. B. Rockkonzert) helfen, den Kopf frei zu kriegen. Was hast Du denn in Deiner Jugend gern gemacht?

Erst wenn Du etwas Kraft getankt hast solltest Du in Verhandlungs- notfalls Kampfposition gehen.
 
  • #43
Kommt drauf an. Ich sehe keinen Grund darin, zu seinem Wort noch zu stehen, wenn sich die Umstände geändert haben und man feststellt, dass es einfach nicht passt oder unerträglich wird.
Ach so. Ja also wenn sich die Umstände geändert haben ..... oder man sich weiterentwickelt.... also warum passen wir dann nicht einfach die Heiratsformal an: ".... nehme ich Dich an als mein Mann in guten wie in in schlechten Zeiten, solange sich die Umstände nicht ändern und Du mir nicht unerträglich wirst. "

OK, ich denke , wir habe hier endlich etwas Produktives gefunden:

Die Heiratsformel, sie ist und war einfach immer schon falsch......

Zur FS.
Ja verd..., die FS soll versuchen ihrem schwierigen Ehemann Kontra zu bieten und wenigstens versuchen, sich zu erinnern, dass sie doch den Ehemann für ein ganzes Leben geheiratet hat. Und der eben sie auch.
Am besten ist eine Paarberatung. Zumindest kann die FS dort ihre Sprachlosigkeit (incl. kraftlosem Rechtfertigungsgehabe, das gehört typischerweise dazu) überwinden

Ich kenne das, bin selber diesen Weg gegangen.
Und das, obwohl nichtmal verheiratet bin....
 
A

Ares

  • #44
Die Leute sollen sich gefälligst gut überlegen, wen sie heiraten und dann hinterher auch i.d.R. auch zu ihrer Wort stehen. Denn sie haben ihr Wort gegeben...
Das kann natürlich jeder sehen, wie er möchte. Ich finde nicht, dass die FS sich durch ihr einmal gegebenes Wort verpflichtet fühlen muss, ihr Leben unglücklich zu verbringen und zuzuschauen, wie das ihrer Kinder auch ruiniert wird.
Für mich ist es psychisch äußerst ungesund, sich auf Gedeih und Verderb an ein einmal gegebenes Versprechen zu halten. Im Grunde sind solche Versprechen die Wurzel des Übels. Eheversprechen hatten in früheren Zeiten mal ihren rein praktischen Nutzen, heutzutage sollte sich keine Frau mehr verpflichtet fühlen, bei einem Partner zu bleiben, der zum Tyrann mutiert. Umgekehrt natürlich auch nicht. Beziehungen können in der heutigen Zeit Gemeinschaften sein, in denen sich beide wohlfühlen. Das bedeutet nicht, dass man beim kleinsten Krach auseinanderrennt, aber "erdulden" sollte niemand mehr.
 
  • #45
Ja also wenn sich die Umstände geändert haben
Ja nu, manch einer entwickelt sich zum Tyrann. Es finden sich immer Paare zusammen, die was aneinander zu arbeiten haben. Insofern hast Du recht, wenn Du denkst, dass nur die FS und nur durch Contra geben dem Mann eine Chance gibt, sich zu ändern, wobei er vier Leute an Rückhalt hat, die auf der FS rumhacken werden, also kämpft sie gegen 5 Meinungen. Sollte er dies aber nicht tun, ja, dann sollte sie sich trennen. Sie ist keine Therapeutin, die das so lange hinnehmen muss, bis der Mann vielleicht mal eine Erkenntnis hat. Und wenn sie keine Kraft hat, das durchzustehen, bis der Mann zur Einsicht gekommen ist, dann sollte sie sich auch trennen.

...solange sich die Umstände nicht ändern und Du mir nicht unerträglich wirst"
Umstände ist ein zu schwammiger Begriff, das mit dem Unerträglichwerden merkt man ja dann von selbst, das müsste nicht in die Klausel. Und WIE die Person dann damit umgeht, ist ihr überlassen, genauso wie "der Unerträgliche" ja mal ernst nehmen könnte, was sein Partner oder die Partnerin immer beklagt oder wenn er sieht, dass es den anderen fertig macht. Derjenige verzapft das Ende genauso wie die Person, die "zu schnell" hinwirft.
Ich denke, nur bei sehr wenigen Menschen ist es eine oberflächliche Entscheidung, eine Ehe wieder aufzulösen. Viel eher ist es meist eine Entscheidung zum Abstumpfen, wenn man aus finanziellen Gründen IN einer Beziehung bleibt und den anderen immer vor die emotionale Wand fahren lässt, weil man keine Lust hat, dem, den man nicht mehr haben will im Leben, auch noch vorzuspielen, er sei ein toller Partner.

Ja verd..., die FS soll versuchen ihrem schwierigen Ehemann Kontra zu bieten
Dir ist doch aber sicher bewusst, dass es Menschen gibt, die das nicht können (Stichwort: nie entwickeltes Selbstwertgefühl), nicht wollen (Stichwort: Wie lebe ich Aggressionen aus und bei welcher Art von Aggressionsäußerung kann ich nicht mithalten) oder aber keinen Sinn mehr darin sehen, weil sie zu oft verletzt wurden oder der andere zu viel Energie zieht (Stichwort: Es passte einfach nicht und das war anfangs in der Verliebtheitsphase verdeckt bzw. der "Unerträgliche" sieht nichts ein). Manche wollen nicht mal zur Eheberatung, weil es ihnen reicht. Denen kann man doch auch nicht absprechen, dass sie ihr Leben ohne den anderen weiterleben wollen.
 
  • #46
Danke für Eure vielen Meinungen.
Ich habe versucht mit ihm zu reden - aber er kann mich überhaupt nicht sehen, Wenn ich beschreibe, wie es mir geht, empfindet er dies als Angriff und Psycho-Terror und "Jetzt soll ich wieder schuld sein" "wie kann man nur so stur und empfindlich sein". Nein, er sieht keinen Anlaß sich zu ändern, ich könnte mich ja auch wehren und an der Beziehung arbeiten.

Er leidet darunter, daß er viel alleine ist - wenn er laut wird, flüchte ich mich mittlerweile und unternimm etwas mit den Kindern oder geh alleine spazieren oder im Keller bügeln. Was er als verletzenden Verhalten meinerseits empfindet. Das bedauere ich auch, ich möchte niemanden verletzen - ich sehe mich als sanfte empathische Person.
Es ist gut, erst Mal wegzufahren und durchzuschnaufen. Als ich meine jüngste entbunden habe, war ich das letzte Mal eine ganze Woche alleine weg - er hat dann gesagt: "Jetzt sehe ich erst, was Du arbeitest."

Wenn er eine andere Frau hätte, so würde ich ihm dies gönnen, mir wäre so viel lieber, er wäre mit jemanden glücklich zu dem er gut sein kann, als mit mir unglücklich.
Euch allen alles Gute.
 
  • #47
Ach so. Ja also wenn sich die Umstände geändert haben ..... oder man sich weiterentwickelt.... also warum passen wir dann nicht einfach die Heiratsformal an: ".... nehme ich Dich an als mein Mann in guten wie in in schlechten Zeiten, solange sich die Umstände nicht ändern und Du mir nicht unerträglich wirst. "

OK, ich denke , wir habe hier endlich etwas Produktives gefunden:

Die Heiratsformel, sie ist und war einfach immer schon falsch......

Zur FS.
Ja verd..., die FS soll versuchen ihrem schwierigen Ehemann Kontra zu bieten und wenigstens versuchen, sich zu erinnern, dass sie doch den Ehemann für ein ganzes Leben geheiratet hat. Und der eben sie auch.
Am besten ist eine Paarberatung. Zumindest kann die FS dort ihre Sprachlosigkeit (incl. kraftlosem Rechtfertigungsgehabe, das gehört typischerweise dazu) überwinden

Ich kenne das, bin selber diesen Weg gegangen.
Und das, obwohl nichtmal verheiratet bin....
So leichtfertig kann man nur schreiben, wenn man noch keine psysische Gewahl erlebt hat und nicht mehr die Kraft hat sich zu wehren.
 
  • #48
Die Leute sollen sich gefälligst gut überlegen, wen sie heiraten und dann hinterher auch i.d.R. auch zu ihrer Wort stehen. Denn sie haben ihr Wort gegeben...
Vielem Dank D-RAN, du hast hier einen passenden Gedanken angestoßen! ;-)
Genau! Die Leute sollen gefälligst zu ihrem Wort stehen! "... SIE ZU ACHTEN UND ZU EHREN..." So heißt es doch im Ehegelöbnis - oder?
Und es heißt "...in guten und in schlechten Zeiten..." aber NICHT "... in von mir unnötig geschaffenen und nur für dich schlechten Zeiten..."
Der Ehemann hat so gut wie alle Versprechen des Ehegelöbnisses gebrochen und damit die Ehe zerstört. -> Monica43 kann diese Ehe also nicht mehr zerstören!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #49
- ich sehe mich als sanfte empathische Person.
Ach herrje. Höre auf, mit ihm so "reden zu wollen". Ist Quatsch.
Vergiß den Mist "sanfte emphatische Person". Du wirst auch in jeder neuen Beziehung unter die Räder kommen, wenn Du Dich nicht änderst.

Merke: Viele Menschen kennen nur sich selbst , nur ihre Meinung zählt, es wird alles platt gemacht, bis jemand Grenzen setzt.
Dein Mann ist nichts anderes als ein Narzisst oder sowas Ähnliches.

Er versucht ststs, sich durchzusetzen, hat vor der FS keinen Respekt.



So leichtfertig kann man nur schreiben, wenn man noch keine psysische Gewahl erlebt hat und nicht mehr die Kraft hat sich zu wehren.
Ich erlebe mit meiner Partnerin exakt dasselbe.

Aber ich habe gemerkt, dass auch ich richtig böse werden kann und mir Hilfe geholt. Mittlerweile diskutiere ich nicht mehr mit ihr über Sachverhalte ("Du hast Licht brennen lassen ...etc. "

Ich habe mir angesehen, wie sie ihr leben lebt und schlage seit einiger Zeit mit ganzer Kraft zurück.
Seitdem ist sie wieder einigermaßen friedlich geworden. Da ewige frauentypische Genörgel hört zwar nie auf, doch damit müssen fast alle Männer leben.

Hat die FS denn keine Freunde, die ihr helfen ? Keine eigenen Eltern mehr ? Gibt es keine Therapeuten, der sie auch sie mal zu Wort kommen lässt.

Liebe FS, Du must mit ihm nicht reden... Du must ihm drohen.
Denn es ist doch richtig, Eure Ehe ist so gut wie am Ende.
Also drohe jetzt damit, denn Du weißt, dass es keine leere Drohung ist.
 
  • #50
Der Ehemann wird damals nicht mit einer Pistole das Ja-Wort erpresst haben.
Dieses Gesicht hat er wohl erstmal in kleinen Nebensätzen gezeigt.
Ein bisschen Kleinmachen hier, Schuldzuweisungen da.
Das geht oft so langsam und perfide, dass ein Partner immer unsicherer wird.
Auch vorher starke und selbstbewusste Menschen können langsam mürbe gemacht werden.
Wenn die FS die Eltern beschreibt, wird sie sicher nicht zur " mit mir Nicht"-Frau erzogen worden sein.
Eher zu...Du bist Schuld, denn wenn Du es richtig machst, wäre er nicht so.
Und gerade durch : er Akademiker wird sein Machtbedürfnis wohl noch bestärkt worden sein.
Wir können hier kaum die FS komplett umstrukturieren und sie mal eben "Gross "machen.
Aber bitte lies Masken der Niedertracht und google re-empowerment.
Da wird übrigens davon abgeraten, mal eben so mit dem Partner zu reden.
Dort wird auch geraten sich Hilfe zu holen. ..denn eine solche Beziehung kostet so viel Kraft und oft hat man nicht mehr genug davon zu gehen.
 
  • #51
aber NICHT "... in von mir unnötig geschaffenen und nur für dich schlechten Zeiten..."
Wieso, dieser Mann hält es doch so für nötig. Deswegen wird er deswegen keine richtiges Unrechtsbewußtsein haben (obwohl der das alledrings haben sollte) Das Argument, dass er seine Frau achten sollte ist deshalb stichhaltig und gut nachvollziehbar.
Ja, daran sollte die FS ihren Ehemen erinnern. Aber eben nicht in einem normalen Gespräch , sondern im Beisein von anderen Menschen , die ihr helfen.

Die Satz "in guten, wie in schlechten Zeiten" ist allerdings so eindeutig, dass er nicht umzuinterpretieren ist, (wie ds1302 das versucht).
Dieses gelöbnis muss auch die FS (schon der Kinder wegen) derart dass sie eben jetzt versucht, für sich in der Ehe die "guten Zeiten" wieder herzustellen. Sofern das möglich ist.

Ihr empatisches Wesen soll sie aber bitte an andere Stelle nutzen (vielleicht bei den Kindern) ; eben nicht gegenüber ihrem Mann. Der nutzt das dann nur aus.
 
  • #52
Liebe FS, Du must mit ihm nicht reden... Du must ihm drohen.
Denn es ist doch richtig, Eure Ehe ist so gut wie am Ende.
Also drohe jetzt damit, denn Du weißt, dass es keine leere Drohung ist.
Aha. Eben mal drohen. So drohen, dass es überzeugend 'rüber kommt, mit Härte und Nachdruck. AHA.

Und das soll die Frau schaffen, die er in jahrelanger Kleinarbeit nieder gemacht hat, die sich garantiert eine geduckte Körperhaltung zugelegt hat, die sich schon entschuldigt, bevor sie den Mund aufmacht. Ganz klar.

Leute, habt ihr mal gesehen, was solches Nieder-Machen nach all den Jahren aus den Opfern macht? Die sind GEMÜSE! Da ist fast Nichts mehr übrig!

Die Frau bräuchte einen intakten Freundeskreis, viele, viele Gespräche, Sport, aufbauende Hobbys, wenn es überhaupt ohne Therapie zu schaffen ist. Das bedeutet sehr lange Arbeit, jemanden nach einer solchen seelischen Misshandlung wieder aufzubauen. DANN wäre sie vielleicht dazu in der Lage, den Kerl unter Druck zu setzen und wieder in eine Beziehung hinein zu zwingen, die so halbwegs ausgewogen ist. Aber nur dann!

Liebe FS, vergiss die Sache mit "eine Ehe ist für das Leben". Ich habe erlebt, dass Frauen so nieder gemacht wurden und dann richtig ernsthaft krank wurden, das hat ja schon begonnen bei Dir. Eine sehr liebe Nachbarin (ebenfalls viel zu lieb und empathisch) ist wegen ihres widerlichen Ehemannes nach einer langen qualvollen Leidenszeit an Brustkrebs verstorben - verdammt, so weit willst Du es doch nicht kommen lassen?

Hol Dir Hilfe, denk nach, wer Dich unterstützen könnte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du gehen müssen, sonst gleitest Du in den Abgrund und wahrscheinlich werden auch Deine Kinder so mit geschädigt, dass sie einen Knacks für Leben bekommen. Nimm Deine Kraft zusammen und schau nur noch auf Dich. Alles Gute.
 
  • #53
Monica,
Du schreibst das du deinem Mann gönnst mit einer anderen glücklich zu werden als mit dir so unglücklich.
Im Kontext zu dem ganzen Sachverhalt das du beschrieben hast kommt es mir so vor das du selbst pervers zu dir bist,oder bitte entschuldige,du bist eine dumme Person die tatsächlich intellektuell so dermaßen deinem Mann unterlegen ist das Dieser seinen Ego Trip an dir auslässt.
Bevor man mich hier aber falsch versteht...
Er stellt die FS so hin als ob sie zu nichts Fähig wäre. Sie ist zu dumm die Kalkflecken zu entfernen,zu dumm richtig einzukaufen ,zu dumm für dies und zu dumm für das.
Es geht hier meiner Meinung um das Überlegenheitsgefühl dieses Akademiker Ehemannes .
Weil er in Wirklichkeit selbst dumm ist, will er das du noch unter ihm stehst als die noch Dümmere.
Er ist ein Tyrann und du sollst aufhören dich als dumm anzusehen.
Und selbst wenn du die dümmste Person auf Gottes Erden wärst ,niemand hat das Recht dich so minderwertig zu behandeln.

Meine Lebensefahrung sagt... Ich glaube an keine Veränderung deines Mannes ,denn dazu müsste er eine Verhaltenstherapie anstreben.Dem ginge jedoch eine Selbsterkenntnis voraus das er Minderwertigkeitskomplexe hat.Und da sehe ich Schwarz das der Typ sich das eingesteht.
Du weißt aber selbst,das du auch an deinem Selbstwert dringend arbeiten musst.
Immerhin merkst du ja selbst das das Leben so nicht weitergehen kann.
Hör auf dein Herz,fahre ein paar Tage weg wenn es dir gut tut.
Und triff eine weise Entscheidung.
Hau ordentlich auf den Tisch bei deinem Tyrannus Rex Ehemann das das aufhört oder er sich in Zukunft seine Eier selbst kaufen soll.
Wenn es nicht anders geht ,ist eine Scheidung der einzige Ausweg um wieder ein normales Leben zu führen.
Die Kinder werden ihren Vater nicht verlieren. Sie sollten,so wie es rechtens ist,regelmäßig Kontakt haben.
 
  • #54
Wenn ich so manche, glücklicherweise vereinzelte Posts lese, kann ich nicht schweigen. Mich berührt dieses Thema sehr persönlich, zwar aus Kind - Elternbeziehung und dem Erleben der Elternehe (wertkonservativ, katholisch, Lehrer, gut bürgerlich), aber wer selbst mal Opfer war, vergisst es nie, auch wenn es vielleicht inzwischen doch einigermaßen (25 Jahre später) verarbeitet ist.

Eine Ehe, Partnerschaft ist für mich etwas kostbares, wichtiges. Das sollte man wertschätzen, pflegen, da sollte jeder seinen Beitrag leisten, dass es allen Beteiligten gut geht. Auch nicht bei den ersten Problemen auflösen und flüchten. Reden, klären, sich unterstützen, notfalls mit Hilfe von Außen.

Aber "in guten wie in schlechten Zeiten... " mit einem Aggressor, Misshandler? Das Opfer mit diesem Argument unter Druck setzen, Leichtfertigkeit, nicht genügend Mühe unterstellen?
Ich hatte / habe eigentlich die Hoffnung, dass diese Haltung der Vergangenheit angehört.

Mit Menschen, die psychische, physische, sexuelle Gewalt ausüben, vernünftig reden, die eine Partnerschaft für Missbrauch nutzen?
Das sind Täter, die sehr gut und für sich logisch ihr Verhalten begründen, da gibt es kein Unrechtsbewusstsein, Einsicht.
Das Opfer soll ein klärendes Gespräch führen? Ein Mensch, der Stück für Stück kleiner gemacht wird, seinen Selbstwert zum großen Teil verloren hat, der berechtigte Angst hat. wie soll das in so einer Konstellation gehen?
Das kann für das Opfer hochgradig gefährlich werden, der Täter ist aggressiv, wer garantiert, dass das, wenn er in die Enge getrieben wird, nicht die Gewaltspirale immens verstärkt?

So eine Ehe / Partnerschaft ist keine, niemand muss darin bleiben, da ist gehen nicht leichtfertig, sondern (über-)lebensnotwendig.

Und der Kinder wegen bleiben? Gerade der Kinder wegen gehen, die Schäden bei den Kindern sind immens und nicht abschätzbar.
 
  • #55
Liebe FS,
unabhängig davon, ob und wie schnell du dich von deinem Mann trennen wirst, wäre es wichtig für dich, dich erstmal nicht weiter um ihn zu kümmern und auch nicht mit ihm zu diskutieren; dass das nichts bringt und nur zu weiteren Vorwürfen führt, merkst du ja selbst. Ihn einfach stehen zu lassen, wenn er laut wird, ist schon genau richtig und auch besser für deine eigenen Nerven.

Ich möchte dir den Rat geben, dich jetzt ganz auf dich selbst zu konzentrieren und Wege zu suchen und Übungen auszuprobieren, die dir helfen, deine Dauernervosität und ständige Anspannung zu reduzieren und von innen heraus immer wieder neu in eine innere Ruhe zu kommen. Es geht darum, ein inneres Gleichgewicht und Gelassenheit zu erlangen, trotz des äusseren Stresses. Freundinnen von mir haben die geführten Meditationen von Robert Betz sehr geholfen (auf seiner Website findest du dazu Informationen, schau auch mal in die Mitschnitte seiner Online-Seminare rein); oder auch die Meridian-Energie-Techniken (M.E.T.) nach Rainer Franke, jeweils bei extrem stressigen, belastenden Situationen in der Partnerschaft oder auch im Beruf.

Auch empfehlen kann ich dir die Techniken EmoTrance (Buchtipp: "EmoTrance - Wie Sie belastende Emotionen in befreiende Energie umwandeln" von Silvia Hartmann) und "The Work" von Byron Katie, sehr gut beschrieben in dem Buch "Lieben was ist" von Byron Katie mit Stephen Mitchell; schon allein durch das Lesen der verschiedenen Beispiele in dem Buch hatte ich viele Erkenntnisse. Informiere dich mal über die verschiedenen Methoden und gehe dann ganz nach deinem Bauchgefühl, dann wirst du das für dich passende bestimmt finden. Ich wünsche dir die Kraft und seelische Stärke, zumindest dein Leben und das deiner Kinder, in Richtung mehr Lebensfreude, Entspannung und Leichtigkeit zu verändern.

w 51
 
  • #56
Aha. Eben mal drohen. So drohen, dass es überzeugend 'rüber kommt, mit Härte und Nachdruck. AHA.

Und das soll die Frau schaffen, die er in jahrelanger Kleinarbeit nieder gemacht hat, die sich garantiert eine geduckte Körperhaltung zugelegt hat, die sich schon entschuldigt, bevor sie den Mund aufmacht. Ganz klar.
Ich schließe mich an. Auch Melodie. Schnapp dir die Kinder und lauf!
Lass dir von niemandem etwas anderes einreden. Im Normalfall kann man Verwandtschaft vertrauen. In deinem Fall leider nicht. Das ist verdammt schmerzhaft, wenn man die Augen öffnet. Aber wenn du und deine Kinder ein Leben haben wollt, dann geht es nicht anders. Ich habe mich von meinem gewalttätigen Mann und meiner Familie getrennt. Es ist nicht normal, wenn den Eltern wichtiger ist, was irgendjemand denken könnte. Meine Eltern konnten damit leben, dass ihre Tochter regelmäßig vom Mann körperlich misshandelt wird. Aber es war sehr schlimm für sie, dass die Tochter sich vom Mann getrennt hat und damit die Eltern beschämt hat. Ich habe jetzt richtige Freunde, die gut zu mir sind. Manchmal sind Fremde näher als Verwandte. Ich lebe mit meinem Sohn alleine und arbeite Vollzeit. Es geht! Ich habe mein Leben im Griff. Kein Terror wegen irgendwelchen Fürze. Wir genießen unser Leben und haben Spaß! Diese wunderbaren Menschen und die Therapie (meine Psychologin ist auch geschieden) haben mir geholfen, die lustige und gesellige Frau in mir wieder zu finden.
Bitte kein schlechtes Gewissen oder irgendwelche Gedanken von wegen du seist ihm "etwas schuldig"! Das ist kein Egoismus! Jedes Lebewesen kämpft normalerweise um sein Leben. Das ist von der Natur so vorgesehen. Du hast leider schon aufgegeben. ER ist der Egoist. Er saugt aus dir alles Leben aus. Dein einziger Gedanke ist ab sofort: Was tut mir und meinen Kindern gut? Alles Gute und viele Druckis!!!
 
  • #57
Mit Menschen, die psychische, physische, sexuelle Gewalt ausüben, vernünftig reden, die eine Partnerschaft für Missbrauch nutzen?
Leute! Ihr schiesst völlig über das Ziel

Der Mann ist so ein notorischer narzisstischer Nörgler, wie es auch viel Frauen gibt.

Von irgendwelcher physischer Gewalt ist bei der FS überhaupt nichts zu lesen.
Der Typ ist anstrengend und cholerisch, vielleicht auch mißgünstig.
Das ist belastend und schwer, aber doch kein Grund heir aus allen Rohren zu schiessen und auf Trennung zu bestehen.

Und ihr glaubt tatsächlich , nur auf Grund dieser Informatoionen der FS mal eben den Kindern den Vater zu entreissen ? Ohne irgendwelche Versuche, die Ehe zu retten? Da ist eine Familie und womöglich findet die FS (z.B. durch ein Kur) doch noch die Kraft, dem Mann verbal entgegen zu treten.

Liebe FS lass Dir dich auf Grund dieses Forum nicht zu unüberlegten Schritten leiten, wenn Du Dir nicht zu Einhundertprozent sicher bist!!
 
  • #58
D-Ran, das, was Monica beschreibt, wie sie schreibt, die Szenen, das ist typisch für psychische Gewalt.
Da zu beschönigen finde ich unerträglich. Durchhalteparolen noch unsäglicher. Und leider oft so klassisch.

Ich wünsche Monica alle Kraft, die sie mobilisieren kann, diese Spirale zu stoppen und dass sie den Mut findet, sich die dringend notwendige Unterstützung zu holen.
 
  • #59
Nein, sie schießen nicht über das Ziel hinaus.

Normalerweise wäre ich ganz deiner Meinung und würde eine Ehe nicht leichtfertig aufgeben.

Aber wo Gewalt im Spiel ist (und auch psychische Gewalt ist Gewalt, er muss sie nicht erst schlagen!), ist für mich die Grenze des Erträglichen erreicht. Erst recht, wenn das seit Jahren so geht. Dann hat das Opfer einfach keine Kraft mehr, hat dem Täter nichts mehr entgegen zu setzen. Da gibts keine positive Veränderung, nur immer mehr Schuldzuweisungen und immer mehr, was das Opfer "falsch" macht.

Ich nehme an, du kannst das nicht nachvollziehen, weil du rechtzeitig geschaltet und reagiert hast. Diese Frau muss erst wieder lernen, sich selbst genauso wichtig zu nehmen wie ihren Mann.
 
  • #60
Der Typ ist anstrengend und cholerisch, vielleicht auch mißgünstig.
Das ist belastend und schwer, aber doch kein Grund heir aus allen Rohren zu schiessen und auf Trennung zu bestehen.
Lieber D-RAN,

mein Ex war nach der Geburt meiner Kinder auch so. Er machte erst nach der Geburt Terror, weil er vorher zuviel Angst gehabt hätte, dass ich ganz schnell weg sein könnte.

Danach ging es los, auch mit solchen Abwertungen und Schuldzuweisungen.

Aber: Von mir bekam er Contra, und zwar wie! Er verletzte mich, aber ich war alt genug, hatte so viel Standing auch von Freunden und Familie, dass ich mich wehren konnte.
Deshalb konnte ich lange versuchen die Beziehung zu retten, leider vergeblich. Er hat sich lange Jahre anstrengen müssen, aber irgendwann war ich wirklich endgültig und für immer weg.

Auch für mich war die Zeit so schlimm gewesen, dass ich dreizehn Jahre lang alleine blieb und keinerlei Ambitionen auf eine neue Beziehung hatte. Der Kerl hat gereicht.

Du vergleichst Deine Situation, über die wir kaum etwas wissen, mit derjenigen der FS. Du hast Dich offensichtlich erfolgreich wehren können.

Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Deine Partnerin und Du seid (anscheinend) beide erwachsene wirtschaftlich selbständige Menschen, ihr könnt beide gehen.

Die FS (und auch ich damals mit sehr kleinen Kindern, eines davon chronisch krank) stecken aber mitten in der familiär bedingten Abhängigkeit von dem Menschen, der psychische Gewalt ausübt.

Ich weiß nicht, was der Mann der FS äußert - mein Ex hackte ununterbrochen auf dieser Abhängigkeit herum, das geht ja auch so schön und die Verletzungen sitzen tief, gerade weil sie von dem Menschen zugefügt werden, dem man so weit vertraut hat, dass man gemeinsame Kinder wollte. Das war der fürchterlichste Irrtum meines Lebens und die Auswirkungen sind immer noch zu spüren.

Dir FS braucht viel Zeit und Zuwendung um wieder Kraft zu finden. Ich wünsche ihr das Beste.