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  • #1

Doppelte Trennung

Hallo ihr Lieben

ich hätte gerne mal eure Meinung zu dem Ganzen:
Ende letztes Jahr habe ich mich von meinem Ehemann gerennt. Wir hatten uns auseinandergelebt und nur wegen den Kindern wollte ich nicht bei ihm bleiben.

Ausserdem entwickelten sich Gefühle zu einem Freund von ihm. Ich behaupte mal jetzt dass das nicht nur meinerseits so ist. Es gab einen Abend wo mein Ehemann nicht dabei war und da haben wir deutlich gemerkt (langer Augenkontakt auf eine unmissverständliche Aussage) dass wir Gefühle zueinander haben. Von dem Freund kam am nächsten Tag ein Mail mit Halt! Stopp! als Freund von meinem Ehemann, mir und ihm selbst: Nein!

Okay, das konnte ich zumächst mal verstehen da er zu dem Zeitpunkt nicht wusste das ich mich scheiden lassen will. Ich hab ihm das aber dann gesagt und dann wurde er nur noch schweigsam. Zuvor hatten wir täglich gemailt.

Ich hab ihn das letzte mal im Januar gesehen, mein Exmann hat ihn zu uns eingeladen. Er machte Seine Position klar, indem er meinem Exmann dazu riet mich möglichst schnell zu verlassen und wenn es gar nicht gehe, könne er ja auf seinem Sofa schlafen. Während diesem Gespräch sass ich daneben. Ich glaube der Freund wusste sehr wohl was er mit dieser Aussage bei mir anrichten würde. Er setzte sich sogar extra so hin dass ich sein Gesicht nicht sehen konnte (bez. er mich nicht sah) als er das sagte.
Am nächsten Tag hab ich ihm dann ein Mail geschickt dass ich sowas nicht möchte und wünschte ihm alles Gute für seine Zukunft. Darauf folgte gar nichts.

Hab eigentlich mit einem mail a la "dir auch alles Gute" gerechnet. Aber irgendwie scheint er mich doch nicht loslassen zu können. Oder wie seht ihr das?
 
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  • #2
Am nächsten Tag hab ich ihm dann ein Mail geschickt dass ich sowas nicht möchte und wünschte ihm alles Gute für seine Zukunft. Darauf folgte gar nichts.

Hab eigentlich mit einem mail a la "dir auch alles Gute" gerechnet. Aber irgendwie scheint er mich doch nicht loslassen zu können. Oder wie seht ihr das?

Liebe FS,
Deine Mail hätte ich auch als endgültige Absage aufgefasst und mich nicht mehr gemeldet. Wenn er Dich nicht loslassen wollte, hätte er sich gemeldet.
Es ist ein Frauending, sich monatelang in Sehnsucht zu verzehren und sich in Passivität in irgendwas reinzusteigern, aus nichts was zu machen und in nicht Vorhandenes was reinzuinterpretieren.

Es gibt folgenden Sachverhalt:
1. Er hat Dir nach Blickkontakt/Bemerkung gemailt: "ich bin der Freund Deines Mannes, will es bleiben, daher gibt es nichts zwischen mir und Dir". Das ist eine unmissverständliche Aussage (NEIN!) seinerseits.
2. Nach Deiner Bekanntgabe der Scheidungsabsicht hat er sich noch mehr von Dir zurückgezogen. Das heißt im Klartext: er hat sich in Sicherheit gebracht, will nichts mit Dir anfangen.
3. Er hat Deinen Exmann beraten, wie dieser sich im Hinblick auf die Trennung ab besten verhalten soll, die Interessen Deines Mannes vertreten - er ist eben dessen Freund, nicht Deiner. das ist eine eindeutige Positionierung.
4. Du hast ihn deswegen getadelt und er reagiert nicht mehr, wundert sich höchstens, dass Du so merkbefreit bist und immer noch nicht begriffen hast, dass er nichts von Dir will. Er unterstützt Deinen Ex als Freund.

Das er sich bei 3 so hingesetzt hat, dass Du sein Gesicht nicht sehen konntest, interpretierst Du als "er muss seine Liebe zu mir verbergen". Damit schöpfst Du den interpretativen Freiraum mehr als aus und gleitest ab in die pure Phantasie/ins Wunschdenken. Er hat Deinen Ex angesehen, weil diesem seine Zuwendung gilt, nicht Dir.
Das ist die bittere Realität, nimm' sie zur Kenntnis, verplemper' keine Zeit mehr auf ihn, sondern such' Dir einen andern. Das hat mehr Ausssicht auf Erfolg. Er hat einen guten Charakterzug: Deinem Mann ein guter Freund zu sein. Das ist ihm wichtiger, als ein Verhältnis mit Dir.
 
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  • #3
Das ist natürlich wirklich traurig für Dich. Und im selben Moment bin ich sowas von froh, niemals verheiratet gewesen zu sein und trotzdem zu erkennen, dass sich manche Frauen wohl gerne etwas einreden. Also von Frau zu Frau: Scheidung durchziehen, zum Freund deines bald Ex-Mannes den Kontakt meiden und nach der Scheidung erst mal wieder zur Ruhe kommen. Das wird dich bestimmt noch einige Zeit beschäftigen.
 
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  • #4
[mod]
Partner und kurzfristige! Expartner von guten Freunden sind total tabu!!
Punkt!
Du wolltest ihn als Sprungbrett um ja nicht alleine dazustehen!
Schließe doch erstmal eine Türe, bevor du eine andere aufmachst. Eine Trennung sollte erstmals verarbeitet werden..
Und unter uns:
Ein Mann, der mir Avancen macht, aber ( noch..) mit meiner Freundin zusammen ist... also von dem sollte sie sich trennen!
Aber nicht um mit mir was anzufangen, sondern um das Weite zu suchen!

Wer möchte denn mal eben mit einer Freundin /Freund ausgetauscht werden?? Sie? Ich ? Nein! Sollen wir uns dann bereden: ach, ja.. macht er bei dir auch immer dicht bei dem Theme.. knabbert er auch an dir rum beim Fernsehen...
Ach du hast heute Abend Päärchenabend.. du rote Unterwäsche mag er nicht so..
Unter aller Würde wäre das !
Dann mit dem selben Freundeskreis, dem gleichen Umfeld einfach so weitermachen ??
Krasse Einstellung, die du da hast, echt!
 
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  • #5
hallo 1
hier ist die FS:
du scheinst dich recht gut in diesen Freund reinversetzen zu können...
Vielleicht hab ich mit der Nummer nur desshalb so Mühe weil ich ein sehr gradliniger Mensch bin und dieser Freund alles andere als gradlinig gehandelt hat, obwohl diese Aussage mit dem Stopp etwas anderes vermuten lässt. Wäre er wirklich so gradlinig wie du es beschrieben hast, hätte er doch schon bei dieser Mailerei sagen sollen das ihm das zuweit geht. Oder siehst du das anderst?
An dem besagten Abend hatten wir das Thema Nähe und Distanz. Seine Aussage dazu: "Ich hab mich in deiner Nähe nie unwohl gefühlt. Bis jetzt sind wir noch lange nicht an Grenzen gestossen..."
Meinst du er wollte nur mal wissen was ich unter Loyalität verstehe? Jedenfalls war das geradezu eine Einladung und im nächsten Moment bekomme ich dermassen die Türe vor der Nase zugeknallt, dass meine Nase noch in der Türe steckt.
Und das nächste Ungradlinige: Wieso in Schweigen hüllen und dann so eine demütigende Aktion machen mit der Abfuhr? Gradlinig wäre meiners Erachtens gewesen zu sagen: "Sorry, ich möchte an diesem Punkt abbrechen und wünsche dir alles Gute." Ja, ich weiss, das mit dem "alles Gute" ist zwar eine Floskel, aber eine entscheidende. Genauso wie Danke oder guten Tag gehört es zu einem freundlichen, würdevollen Umgang.
 
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  • #6
Du weißt definitiv nicht, was es heißt sich "grade" zu machen. Es gibt Grenzen und euer (noch) gemeinsamer Freund hat das erkannt, bevor das komplette Blut aus dem Hirn in die Lendengegend versackt ist. Deine Welt besteht in Erwartungen an Andere und aus dem Aufstellen von Spielregeln, die andere Leute zu erfüllen haben, ohne Akzeptanz der Vorstellungen deines Gegenüber`s. Was ist an einem "NEIN" nicht zu verstehen?
 
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  • #7
hallo 1
hier ist die FS:
du scheinst dich recht gut in diesen Freund reinversetzen zu können...
Vielleicht hab ich mit der Nummer nur desshalb so Mühe weil ich ein sehr gradliniger Mensch bin und dieser Freund alles andere als gradlinig gehandelt hat .... Oder siehst du das anderst?

Und das nächste Ungradlinige: .....Ja, ich weiss, das mit dem "alles Gute" ist zwar eine Floskel, aber eine entscheidende. Genauso wie Danke oder guten Tag gehört es zu einem freundlichen, würdevollen Umgang.

Liebe FS, hier noch mal #1
ja, ich sehe das anders - ich verstehe Männer sehr gut, weil ich in einer Mänerwelt arbeite, sie mich dort nicht als Frau sondern als Kollegen sehen und offen in meiner Anwesenheit über solche Dinge reden.
Ich finde Dich überhaupt nicht gradlinig, sondern sehr irritierend/interpretationswütig und hoffe, dass noch einige Männer dazu was sagen.

Er hat sich absolut gradlinig verhalten, steht treu zu seinem Freund, lässt sich mit dessen Exfrau auf nichts ein. Er wollte Dich nicht in Sachen Loyalität testen, hat sich nur ungeschickt ausgedrückt - das kommt bei Männern öfter vor. Noch häufiger passiert leider, was Dir gerade unterläuft: Frauen packen x-beliebigen Inhalt in eine einmalige "übermütige" Äußerung.

Er hat ein bisschen mit Dir geflirtet, ohne jede Absicht, solange er nichts von der bevorstehenden Trennung/Dich in fester Beziehung wusste. Als der davon erfuhr, hat er sich treu auf die Seite seines Freundes gestellt und den Kontakt mit Dir sofort beendet - ganz gradlinig, ganz konsequent ohne wenn und aber.

Ungradlinig wäre gewesen, wenn er Dir noch "alles Gute" gewünscht oder weitere Worte des Mitgefühls gefunden hätte. Er will keine Höflichkeitskriterien erfüllen, in die Du dann wieder etwas reininterpretierst, sondern sehr gradlinig sein: er wünscht Dir eben nicht alles Gute und blabla, sondern steht unverbrüchlich zu seinem Freund, wahrscheinlich empören sie sich über Dich .... - so ticken Männer und wir Frauen solidarisieren uns untereinander doch ähnlich, sind dabei auch oft ungerecht gegen den Ex.

Dein Begriff der Gradlinigkeit ist ein irritierender Schlängelkurs, der durch vernebelnde Höflichkeitsfloskeln keine Klarheit schafft. Darauf solltest Du mal achten, nicht so sehr auf Deine Belange fokussieren, sondern den Perspektivenwechsel betreiben: wie ist es aus seiner Sicht, was würdest Du in seiner Position tun - in seiner, nicht Deine Wünsche erfüllt sehen.
Das ist das zentrale Frauenproblem in der Kommunikation mit Männern. Selbst aus Männersicht wollen sie sich ihre Frauenwünsche erfüllen, nicht die Mänerwünsche. So funktioniert Perspektivwechsel aber nicht.

Du redest von einer Doppeltrennung. Es gab garkeine Beziehung zu ihm, noch nicht mal eine Beziehungsanbahnung, denn die hat er abgebrochen, falls es das für ihn überhaupt gab.
Also gibt es aus seiner Sicht keine Trennung. Du hast keine Doppeltrennung, sondern nur eine Trennung von Deinem Mann.
 
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  • #8
hallo nr. 5
hier die FS:
definiere "Gerade"... ich erwarte nur das was was ich auch von mir selbst erwarte. Mir ist gerade eingefallen "wie du mir so ich dir." aber du hast recht, der Satz tönt ganz anderst wenn man ihn umkehrt. "wie ich dir so du mir." so stellt man nur Erwartung... ich muss wohl an meiner Erwartungshaltung arbeiten...
Ich behaupte auch nicht dass alles was ich sage und mache richtig ist. Man lernt aus jeder Situation etwas neues und muss es für sich bewerten. Ich kann auch sehr gut zugeben wenn ich Fehler gemacht habe. Dazu braucht es machmal auch eine Fremdbewertung. ;-) Ergo, ich akzeptiere meine sowie andere Fehler! Dessweiteren akzeptiere ich andere Meinungen und Lebenseinstellungen.
Das "nein" ist in sofern für mich nicht gültig weil ich, wie du so schön sagst, die Spielregeln geändert habe. Es ist doch ein völlig anderer Ausgangspunkt, wenn du meinst nur die zweite Geige spielen zu müssen oder du der Solist bist. Oder?
 
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  • #9
hallo 1
hier nochmals die FS:
danke für deine Stellungsnahme! Ich kann auch Perspektivenwechsel betreiben und verstehe natürlich die ganze Problematik/Etik um die es hier geht. Das ist vielleicht bis jetzt etwas falsch rübergekommen...
Fest steht jetzt wenigstens das ich an meiner Erwatungshaltung arbeiten muss. Denn ich hätte mir eben einfach einen anderen Ausgang/Abschied gewünscht...
Eine doppelte Trennung ist es für mich schon. Einmal Ehetrennung und einmal mentale Trennung von dem Freund...
 
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  • #10
Ja es gibt Situationen, da kann man sich eine Menge einbilden, ist mir auch schon passiert, dass ich dachte, ein Mann sei in mich verliebt, weil er mich so ansah, und dann stellte sich heraus, es war gar nicht so. Bei dem Freund deines Mannes ist das ähnlich, er hat gar kein Interesse an dir, aus welchen Gründen auch immer, spätestens, als er erfahren hat, dass dein Mann und du euch trennen, hat er es ja so dermaßen unmissverständlich klar gemacht, dass er nichts von dir will, auch, als er dann nochmal bei euch war. Außer deiner Einbildung oder deinem Wunschtraum war zwischen euch nichts. Also war es keine Doppeltrennung. Es war eine Trennung von deinem Mann.
 
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  • #11
Hä?? FS was genau willst du (als Gast 7) mit diesem wirren Post denn nun aussagen? Reflektiere für dich die Tatsachen, die Gast 5 glasklar dargestellt hat. Dein angeführter Fakt der Ethik befasst sich mit Moral und dem menschlichen Handeln und kann nicht beliebig oder je nach Tagesform zu eigenen Gunsten "aktualisiert" werden, was aber leider viele Leute doch oft und allzusehr für sich beanspruchen. Sortiere dein Leben und zolle der Freundschaft der beiden Männer den gebührenden Respekt, denn einen guten Freund wird dein Mann sicher gut gebrauchen können, wenn die Fronten mit dir dann endgültig geklärt sind. Oder sagen wir es zu gut deutsch, es wird keine "Sitzung" a`la literarisches Trio geben, wo ihr im Kreis sitzend und Kieselstein zuwerfend die Situation erörtert, warum du denn nun nicht die Auserwählte des Freundes deines Mannes bist. Man man man.....
 
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  • #12
Liebe FS,

Du hast hinter dem Rücken Deines Mannes (ihr seit ja noch nicht geschieden) versucht mit einem seiner besten Freunde warm zu wechseln. Aarum? Weil Du für Dich selbst vorher im stillen Kämmerlein beschlossen hattest, dass Deine Ehe keine Zukunft mehr hat. Aka Dein Mann Deinen Ansprüchen nicht mehr genügt. War halt nicht mehr spannend genug gell?

Schön ausgedacht und daran gescheitert dass der Freund Deines Mannes sich gegen Deine Erwartungen als solcher erwiesen hat. Damit ist er natürlich vom Heiland zum Teufel mutiert. Es wird nicht lange dauern und dann wird sich Deine Erzählung dahin verändern, dass er Dir erst den Himmel auf Erden versprochen hat und Dich als es Ernst wurde im Stich gelassen hat. Schon hat die Welt wieder zwei Männerschweine mehr - Deinen Ex (der Dich dazu getrieben hat) und seinen Freund, der Dich armes Ding esrt verführt und dann sitzen gelassen hat...

Geradlinig bist Du - nur nicht so wie Du es gerne verkaufen möchtest. Das Scheidungsrecht wird Dich trotzdem belohnen. Schlafe also ruhig und warte nicht weiter auf eine e-mail...

m
 
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  • #13
hier die FS:
natürlich ist es für Unbeteiligte schwierig zu beurteilen was sich wirklich zugetragen hat... Vielleicht desshalb auch gar nicht erst zu beurteilen ist.
Mir ist vollkommen klar dass seine Motive zu meinem Exmann sehr edel sind. Weniger edel finde ich das Verhalten von ihm mir gegenüber. Das ist meine Meinung. Punkt.

Zu der geraden Linie: ich wusste bis Dezember selber nicht was mir in meiner Ehe fehlte. Bis eben der Freund mich darauf brachte dass es die Liebe ist. Problem erkannt (fehlende Liebe), Problem angegangen (im Gespräch zu meinem Ex hat sich herausgestellt das er sich auch trennen will) Problem gelöst (hab mir sofort eine neue Wohnung gesucht was nicht sehr einfach war ohne Einkommen. Seit Anfang Februar lebe ich mit den Kindern alleine in einer neuen Wohnung.)
Was ich jetzt alles auf den Freund projektiert habe, hat mit Sachen zu tun die ich jetzt hier im Forum nicht weiter erläutern will. Ich wede mich desswegen in Behandlung begeben.
 
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