• #31
Liebe Mottin,
du bist gut, so wie du bist. Es gibt überhaupt keinen Grund, etwas an dir zu ändern. Du hast diesen Mann geliebt, sonst wäre die Trennung nicht so schlimm für dich. Mir ist dasselbe passiert und ich war total verzweifelt und wusste manchmal nicht mehr, warum ich morgens noch aufstehen soll. Es dauert sicher seine Zeit, aber dann wird es besser, und du kannst wieder lachen, und mit Abstand siehst du auch die Dinge, die dich an ihm nicht glücklich gemacht haben. Irgendwann triffst du einen, der dich glücklich macht, und dann fragst du dich, warum du wegen so jemandem so traurig sein konntest. Ändere nichts an dir, aber hole dein Selbstwertgefühl wieder aus der Schublade. Und vor allem gib ihm nie wieder die Gelegenheit, dich zu kontaktieren. Er hat dich nicht verdient.
Fühl dich gedrückt!
 
  • #32
Nach zwei Jahren Beziehung ist es durchaus legitim nachzufragen, wenn man die Trennungsgründe wissen möchte. Per SMS abserviert werden ist feige. Und dann die Schuld dafür zugeschoben zu bekommen ist fies. Ich würde hier eher mal einen Blick auf den Ex werfen.

Wenn ich mit einem Menschen Bett und Tisch geteilt habe, dann kann ich doch mindestens einen anständigen Abschied erwarten, ein Gespräch, bei dem er mir in die Augen schaut. Oder wer von uns allen würde sich sowas wünschen? Aber dafür hätte es Rückgrat gebraucht.

Ich hoffe, dass Du das alles bald etwas distanzierter sehen kannst. Den Charakter eines Menschen erkennt man am besten, wenn er geht. Und der hier hat sich nicht mit Ruhm bekleckert.

Als ich Deinen Beitrag und dann die Antworten las erinnerte mich das so in etwa an die Situation denen manche Vergewaltigungsopfer ausgesetzt sind. Zum Schluss werden sie selbst noch angefeindet und als Schlampen behandelt.

Aber was Du lernen kannst: schau zu, dass es Dir nie schlecht geht. Und wenn es Dir schon schlecht geht, dann zeige es wenigstens nicht. Denn dann wird man Dir auch noch eine reintreten, besonders gerne, wenn Du schon am Boden liegst.
 
  • #33
Meine Liebe, fühle dich erst mal gedrückt und zieh dir bloß den Schuldschuh nicht an!

Ich glaube, der Mann ist einfach nicht in der Lage, sich in Deine Situation einzufühlen. Wahrscheinlich hat er auch selbst keine Kinder? Letztlich war seine Liebe nicht groß genug, um Deinen Rattenschwanz mitzutragen.

Die bereits angesprochenen Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau werden ihr Übriges getan haben.

Weil man einen Menschen, dem es dreckig geht, nicht verlässt, schiebt er dir die Schuld
in die Schuhe. Das muss er tun, um sein schlechtes Gewissen zu ertragen.

Ich würde mir auch professionelle Hilfe suchen. Nicht, weil ich dich für durchgeknallt halte, sondern weil du mit professioneller Hilfe in relativ kurzer Zeit deinen Selbstwert wieder ins Lot bringen kannst.

Ich bin mir sicher, dann wirst du auch erkennen, wie schwach und feige sich dein Liebster verhalten hat.
 
  • #34
Weil man einen Menschen, dem es dreckig geht, nicht verlässt, schiebt er dir die Schuld in die Schuhe. Das muss er tun, um sein schlechtes Gewissen zu ertragen.
Eine wirklich interessante These. Tut man das nicht? Grundsätzlich nicht? Lässt man sich endlos mit in Probleme hineinziehen, nur um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, in der man sich zunehmend unwohl fühlt? Bei der man sowieso keine dauerhafte Zukunft mehr sieht?
Sollte man dann (vermutlich auf ausdrückliche Nachfrage der FS) die Gründe nennen oder irgendetwas gelogen vorschieben, bei dem man selbst die "Schuld" hat?
 
  • #35
Ich danke euch allen für die Antworten,selbst denen die sich an meiner Wortwahl aufgehangen haben. Einige Antworten haben mir den Kopf gewaschen und ich sehe nun etwas klarer. Ich werde an meinem Selbstwertgefühl arbeiten,das muss mir irgendwann abhanden gekommen sein. Ich hols mir zurück. Ich danke euch:)
 
N

nachdenkliche

  • #36
Ich danke euch allen für die Antworten,selbst denen die sich an meiner Wortwahl aufgehangen haben. Einige Antworten haben mir den Kopf gewaschen und ich sehe nun etwas klarer. Ich werde an meinem Selbstwertgefühl arbeiten,das muss mir irgendwann abhanden gekommen sein. Ich hols mir zurück. Ich danke euch:)
Da gebe ich Dir unbedingt Recht! Die Beiträge von @Vikky und einigen anderen sind oftmals sehr hart und werden wie eine kalte Dusche empfunden. Gemeint sind sie niemals herabwürdigend oder nachtretend, denke ich. Aber sie wirken wie ein "Wangentätscheln", Du weißt schon...Das kenne ich auch. Man wird schlagartig wach!
Versuche jetzt diesen Menschen aus den Kopf zu bekommen. Das dauert seine Zeit und Du lernst daraus! Schönes Wochenende und Kopf hoch!
 
  • #37
Hallo FS

Dein Text liest sich sehr anstrengend. Ich glaube Dein Ex hatte nicht unrecht, als er Dir schrieb, Du sollst Verantwortung für dein (Handeln und) Denken übernehmen.

Du siehst - glaube ich zumindest - die Welt sehr extrem, was ich als ungesund empfinde. Aussagen wie Dein Selbstwert stranguliere Dich, bizarrer Alien, Deine gesamte Persönlichkeit entwerte etc. (Bsp: Du bist kein bizarrer Alien, nur weil es nicht mehr passte und zu viel Druck auf der Beziehung lag. Oder Deine Persönlichkeit wird nicht entwertet, sondern hat eventuell Aspekte, an Denen Du etwas arbeiten kannst, wie zb Dein Selbstwert und Dein Weltbild. Tönt doch besser so und lösbar :) )

Ich glaube Du wertest jegliche Dinge sehr extrem und vor allem sehr Negativ. Das ist für das Umfeld sehr anstrengend (und so ziehst Du Dich selber runter). Versuche mal vorzustellen, Du bist mit einer Person\Situation sehr überfordert und dann lässt die Person Dir keinen Raum? Oder jemand suhlt sich so im Selbstmitleid, dass es einen fast schmerzt beim lesen?

Versuche doch mal Objektiver an die Sache ranzugehen. Bei einer Trennung fühlt man sich schnell einsam und verlassen. Ich empfehle Dir daher das Buch "Einsamkeit überwinden" vom PAL Verlag. Es hilft Dinge objektiv statt nur negativ zu sehen und hilft über eine Trennung hinweg. Resp mir hat es als ich jünger war sehr geholfen bei einer Trennung Anfang 20, die ich als schlimm empfand. Ein Satz blieb mir: Werd zu der Person, die Du gerne um dich hast. Ich hatte damals auch so Dramas, viel zu anstrengend und völlig unnötig.
 
  • #38
So wie du schreibst, habe ich das Gefühl, dass Du ihm gerade gehörig auf die Nerven gehst und das ganze SMS-Geschreibe ist auch nicht gerade förderlich.
Mein Tipp: Setze Dir selber eine Frist, Dich 4 Wochen nicht zu melden.
Lass ihm auch mal die Chance, dich zu vermissen.
Wenn es noch irgendetwas zwischen Euch gibt, meldet er sich schon.
Ansonsten kannst du ihn auch nicht zu Gesprächen erpessen - Druck erzeugt Gegendruck. Im Moment will er v.a. seine Ruhe vor Dir, warum auch immer. Man müsste seine Sicht der Dinge hören.Du schreibst sehr wirr.
Aber trotzdem weiß ich, dass du eine schlimme Zeit durchmachst. In der man aber reift...
Lasst Euch beide mal einen Monat Pause... und dann setzt ihr Euch zusammen... und dann redet ihr von Angesicht zu Angesicht und keine SMSen.
Falls er das nicht will, musst du es aber akzeptieren.
Meinen Exfreund will ich auch nicht mehr sehen - er hat nichts wirklich Schlimmes gemacht, aber ich will mich nicht rechtfertigen müssen, wieso ich ihn nicht mehr will. Ich will eben nicht und ich finde ihn nicht mehr attraktiv, aber warum? Das will ich ihm nicht sagen, weil er es sowieso nicht hören will.
 
  • #39
P.S. nicht jede Frau, die zu starken Gefühlen fähig ist, ist deswegen eine "Dramaqueen"! - Das empfinden nur Leute so, die selbst immer nur oberflächliche, seichte Gefühlsregungen bei sich selbst kennen!
Das ist Unfug. Wer kein Drama macht, ist meistens zu tieferen Gefühlen fähig, weil er sich mit diesen in Stille auseinandersetzt, auf Eigenanteile und Eigenverantwortung achtet, sowie Selbstreflexion betreibt. Dazu gehört dann auch die Empathie, sich die Situation aus der Persektive des Partners ansehen zu können und dessen Bedürfnisse wahrzunehmen und in der Kommunikation zu berücksichtigen, einen gewissen Abstand zu den eigenen Gefühlen einzunehmen und sie aus der Kommunikation weitgehend rauszuhalten.

Genau das fehlt den Dramatikern. Sie haben wenig tiefe Gefühle, kennen nur den oberflächlichen Schmerz, zelebrieren diesen und wollen ihn nutzen, anderen ein Verhalten abzufordern, was gegen deren Bedürfnisse geht. Dramatiker haben keine tiefen Gefühle, sondern sind nur unbeherrscht/unfähig zur Impulskontrolle.

dann die Antworten las erinnerte mich das so in etwa an die Situation denen manche Vergewaltigungsopfer ausgesetzt sind. Zum Schluss werden sie selbst noch angefeindet und als Schlampen behandelt.
Das ist aber ein sportlicher Denkansatz, der thematisch komplett daneben geht.
Die FS stellt die Schuldfrage. Geantwortet wurde durch die Bank: niemand ist schuld - es gibt Trennungsgründe und seine (im Eingangspost von der FS genannt) sind offensichtlich. Diese wurden der FS explizit benannt, teilweise aus persönlichen Erfahrungen begründet, warum es so funktioniert.
Die FS wurde darauf hingewiesen, dass ihr Emotionssturm für andere Menschen respektlos bis unerträglich ist und dieser andere Menschen zu genaus unangemessenen Abwehrreaktionen bringt, wie ihr Expartner sie zeigte. Niemand hat gesagt, dass das Verhalten des Ex ok ist - nur nachvollziehbar, angesichts ihres Kommunikationsmusters.

Man darf emotional sein, bin ich selber - man muss es nur nicht immer ungefiltert nach außen tragen, nicht zum Opfer seiner Impulsivität werden, sondern sich genau überlegen, wann und wem man wie seine Emotionen zeigt - das war die Botschaft der meisten Poster an die FS.
Einfach mal die Finger vom Handy lassen ist, wenn man in hellen Flammen steht ist nie verkehrt.
 
L

Lisachen

  • #40
Er hat dir die Schuld gegeben, weil er feige ist und weil ER keine Verantwortung für seinen Handeln übernehmen möchte. Es gibt Menschen, die niemals die Schuld bei sich suchen, sondern immer sind die anderen, die Schuld haben. Die Ex-Frau, die böse Lehrerin, der blöde Nachbar, der Hund, die Katze, die Fliege, die gerade im Haus sich verirrt hat . Man findet die üblichen verdächtigen immer, wenn man sie braucht. Das ist sehr oft ein Merkmal von Menschen in führenden Positionen. Von daher sei dir sicher, dass dein Handeln nicht der Grund für eure Trennung war. Ich wette mit dir, er hat eine andere gefunden und hat dich knall hart abgestoßen. Per SMS nach einer zwei jährigen Beziehung! Du schreibst, dass du einige Signale gesehen hast, auf die Signale hast du falsch reagiert. Das war vielleicht dein Fehler. Aber letztendlich, egal wie du dich verhalten hättest, hätte es an der Sache nichts ändern können. Das Leben einer alleinerziehenden, berufstätigen Frau ist nun mal kein Zuckerschlecken und für viele einfach zu viel Realität. Er hat sich das mal eine Zeit lang angeschaut und hat gesehen, dass es zu viel Arbeit ist. Dein Schreibstil hat mir übrigens gefallen, hier und da kleine Schreibfehler aber mit vielen Metaphern und Emotionen.
Ich denke, es ist gut für dich die Trennung zu akzeptieren. Akzeptiere es und lass ihn los. Du wirst sehen, dass die Welt nicht runter geht und du bald dein Selbstwertgefühl wieder findest. Ich wünsche dir sehr viel Kraft und alles Gute
 
  • #41
Das ist nach einer zweijährigen (Fern-) Beziehung nicht o.k. Egal wie es sonst in der Beziehung gelaufen ist. Habe es nach vierwöchiger Kennenlernphase erlebt, dass per whatsapp Schluss gemacht wurde. Finde ich feige und unfair. Kommt man sich irgendwie blöd vor. Letztendlich ist man ja selbst schuld, sich auf denjenigen eingelassen zu haben.
 
  • #42
Danke,für deine aufmunternden Worte,auch bezüglich meines Schreibstils:). Ich habe Migrationshintergrund und bin zu Hause mit einer fremden Sprache aufgewachsen. Deutsch lernte ich in der Schule,aber vor allem aus etlichen Büchern,in denen ich mich als junges Mädchen vergrub.Sie prägten meinen Wortschatz:)
Ja,ich denke das mein Leben mit einem Kind und voller Berufstätigkeit, vielleicht für mich eine Herausforderung, für jemand anderen jedoch eine Belastung darstellen kann.Ich war in den letzten Monaten geschwächt. Ich wollte überall gleichzeitig sein.Ich wollte das alle zufrieden sind,mein Kind,der Partner,der Arbeitgeber. Ich rannte hetzend von einer Bezugsperson zur anderen.Ich verlor langsam mein Lächeln,und konnte mir selber keine Auszeit geben,mein schlechtes Gewissen trieb mich weiter voran. Ich glaube,meine Enttäuschung ist darin begründet, das der Abschied so unverbindlich,so unpersönlich war.So,als ob ich einen Menschen konsumiert habe,er mir aus diversen Gründen nicht mundete,und ich ihn zurücksende um etwas brauchbareres zu finden. Ich hatte definitiv meinen Anteil am Ende dieser Beziehung. Ich habe seine Grenzen nicht respektiert und ihm nach dem Ende angeschrieben. Ich wollte reparieren,denn er schrieb vorher das er mich noch liebte, aber es besser für uns beide sei getrennte Wege zu gehen. Ich habe seine Grenzen überschritten,und er hat zum Rundumschlag ausgeholt,indem er mir alle Schwächen,die er im Laufe der zwei Jahre bei mir erfasst hatte (inklusive Dinge,aus meiner Vergangenheit,die ich ihm anvertraut hatte),notiert und mir zugesendet hat. Er schrieb,ich sei verantwortlich für unser Ende,er hätte alles gegeben und er würde jetzt sehr leiden,aber es würde uns beiden bald besser gehen und ich soll jetzt Ruhe geben. Welch hässliches Ende. Es gibt keine schönen Trennungen. Aber ich hätte mir eine ohne Schuldzuweisungen gewünscht.
 
  • #44
Nur eine Reflektion am Rand.

Ich trenne für mich semantisch sehr penibel zwischen Schuld und Verantwortung.
Beim Scheitern einer Beziehung gibt es immer Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten. Schuld setzt Absicht voraus, die unterstelle ich erst mal niemanden.

Was gar nicht geht, ist wenn ein Partner dem anderen die - am besten - alleinige Schuld zuweist.
Das ist aber dann ein Armutszeugnis für denjenigen.
Nur, Du musst sie nicht annehmen - bleibe bei Dir, reflektiere für Dich, prüfe Deine Verantwortung - und lerne daraus für Dich und Deine Zukunft.

Du bist auf einem guten Weg. :)

Und ganz unreflektiert - Du bist absolut in Ordnung, und dieser Typ hatte Dich nicht mal ansatzweise verdient.
Wer so um sich haut bei einer Trennung, ist einfach schäbig. ;-)
 
  • #45
(...) Ich habe seine Grenzen überschritten,und er hat zum Rundumschlag ausgeholt,indem er mir alle Schwächen,die er im Laufe der zwei Jahre bei mir erfasst hatte (inklusive Dinge,aus meiner Vergangenheit,die ich ihm anvertraut hatte),notiert und mir zugesendet hat. Er schrieb,ich sei verantwortlich für unser Ende,er hätte alles gegeben und er würde jetzt sehr leiden,aber es würde uns beiden bald besser gehen und ich soll jetzt Ruhe geben.
Hallo Mottin,
Das war das Allerletzte, Dir bei einer Trennung sowas zu schreiben.
Der Mann sollte sich mal lieber seine eigenen Schwächen "notieren" und dann daran arbeiten, dann verzapft er auch nicht mehr solche hässlichen und charakterlosen Trennungen.
Unglaublich, was man sich alles bieten lassen muss.
Versuche, diese fürchterlichen Abschiedsworte möglichst mit Abstand zu betrachten. Es geht nicht um Dich.
Du bist "verantwortlich für euer Ende"??? Zieh Dir um Himmels Willen diesen Schuh nicht an. Du bist NICHT verantwortlich. Er wollte nicht mehr, darum hat er es beendet. Warum auch immer.
Mit einem hat er aber wohl recht. Es wird zumindest Dir bald bessergehen, jetzt, wo Du diesen Mann los bist.
Bei manchen Menschen tut man sich selbst den größten Gefallen, wenn man "Ruhe gibt". Die gibt man nämlich vor allem sich selbst, weil man einen Störfaktor des eigenen Seelenfriedens abgehakt hat.
Als Frau neigt man dazu, es fast allen recht machen zu wollen. "Fast" deshalb, weil man es sich selbst dann nicht recht macht.
Ich würde versuchen, ihm dieses hässliche Ende, das er Dir geboten hat, zu verzeihen und abzuschließen. Er konnte es nicht besser, aufgrund seiner eigenen Defizite. Und:
Besser ein hässliches Ende als gar keins!
Viele Grüße und Kopf hoch!
 
  • #46
Liebe Mottin,



bitte, ziehe dir nicht den Schuh an, eine „Dramaqueen“ zu sein.

Ich lese aus deinem Post heraus, dass du zurzeit verletzt, traurig, wütend und durcheinander bist. Ich mag deine blumige Wortwahl.



Meiner Meinung nach habt ihr als Paar nicht zueinander gepasst. Wenn eine Beziehung scheitert, ist es nicht zielführend, einen Schuldigen ausmachen zu wollen, weil jeder Mensch so ist wie er ist. Für mich ist es ein Zeichen von Schwäche, dem anderen die Schuld für eigenes Unvermögen zuzuschieben. Und natürlich darfst du auch mal traurig sein, wenn du Probleme hast. Ich möchte den oder die sehen, die in einer Partnerschaft immer „Sonnenschein“ haben.

Wenig partnerschaftlich finde ich auch, wenn er in eurer gemeinsamen Zeit Probleme nicht angesprochen hat und dir damit nicht die Möglichkeit gegeben hat, dich dazu zu äußern, vielleicht etwas zu ändern und dich jetzt per SMS kalt abserviert.



Aber es liegt nicht in deiner Macht, ihn zu ändern.

Vermeide den Kontakt, um dich selbst zu schützen.

Versuche aus dem Gedankenkarussell, um die Themen: „Schuld“ und „Liebesbedürftigkeit“ auszusteigen, weil du dich mit jeder Runde, die du weiterfährst, nur quälst. Eine Aufarbeitung der Beziehungsthemen, wenn du dies brauchst, machst du am besten mit Unterstützung. Oft hilft aber auch die Zeit, mit etwas Abstand die Dinge gelassener zu sehen.



Vielleicht gelingt es dir nach einer Weile, in dieser Trennung deine Chance auf eine neue, glückliche Liebesbeziehung mit einem Partner, der dein Wesen versteht, zu erkennen und zu ergreifen.



Ich wünsche dir, dass du den Mut und die Hoffnung nicht verlierst.



w, 46
 
  • #47
Lerne für dich daraus: niemals zu nett zu sein, niemals zu liebesbedürftig werden, in der Harmonie stets im Hinterkopf haben, dass dieser Friede nie für immer andauert.
Bist Du zufällig im falschen Thread ?
Ich lese, dass der Mann der FS Vorwürfe gemacht hat, weil diese ihr eigenes Verhalten nicht reflektiert.
Da kann ich in überhaupt keiner Weise erkennen, dass sie irgendwie "zu nett" war, sondern wahrscheinlich stets maximal rechthaberisch.
Und darauf hat nun wirklich kaum jemand Lust.
Egal, ob Mann oder Frau.
 
  • #48
Eine wirklich interessante These. Tut man das nicht? Grundsätzlich nicht? Lässt man sich endlos mit in Probleme hineinziehen, nur um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, in der man sich zunehmend unwohl fühlt? Bei der man sowieso keine dauerhafte Zukunft mehr sieht?
Sollte man dann (vermutlich auf ausdrückliche Nachfrage der FS) die Gründe nennen oder irgendetwas gelogen vorschieben, bei dem man selbst die "Schuld" hat?
Ich habe versucht, mich in die Situation des Mannes hineinzuversetzen, weil ich es sehr ungewöhnlich finde, dass der Verlassende die Schuld dem Verlassenen in die Schuhe schiebt.

Gemeint war, dass der Mann denken könnte, man lasse einen Kameraden nicht im Stich. Also grundsätzlich. Und er deswegen Gründe finden muss, die diesen Grundsatz aushebeln.

Persönlich entspricht der genannte Grundsatz meinen Werten, aber man muss natürlich immer den Einzelfall betrachten. Manchmal ist es das einzig Richtige, diesen Grundsatz zu brechen.

Auch wenn die Liebe unendlich ist, ist letztlich keinem geholfen, wenn beide sich küssend und sich herzend gemeinsam krachend untergehen.....
 
  • #49
Herrlich, so ein kluger (für eine Frau extrem ungewöhnlicher) und warmherziger (für eine Frau selbstverständlicher) Beitrag und Rat.
Als Mann möchte ich kurz und knapp das Gleiche sagen, nur nicht so schön:

KEINE BEZIEHUNG ZU EINEM MANN BIS DIE HEILUNG ERREICHT IST !!!

Das ist kein "wohlmeinender, rücksichtsvoller Rat" sondern ein BEFEHL ! Und wenn du ihn nicht befolgst, sollst du als Strafe verrotten in dem Sumpf, in dem du gerade badest !

(Ich war mal Unteroffizier und kenne diese Sprache zu genüge, sowohl als Empfänger als auch als Sender.)

Damit ist Klarheit hergestellt.
Ich finde, klarer kann man es nicht ausdrücken.

Wenn du den Befehl befolgst, wird als Erstes dein Leiden und Grübeln abklingen und letztlich verschwinden.
Nur glücklich wirst du dann noch nicht sein.
Dazu muß man etwas über den Sinn des Lebens und die Liebe wissen, was einem leider niemand mal eben schnell erzählt, was ich hiermit aber tun will:

"Der Sinn des Lebens ist es, glücklich zu sein immerdar."

Es geht also um Spannung, Abwechslung, Spaß, Fröhlichkeit und tiefe Zufriedenheit mit sich und der Welt.
Und wie erreicht man das ? Man kann es in einem Wort sagen, aber man muß es nicht nur sagen, sondern auch verstehen und WIRKLICH wissen, was damit gemeint ist, und dazu muß man ein paar mehr Sätze sagen und verinnerlicht haben wie ein Fußballspieler (Bundesliga) das Fußballspielen. Jenes "eine Wort" lautet

"Liebe"

Viele Menschen denken daran, träumen davon, handeln irgendwie, wissen aber eigentlich nicht was sie tun, und werden von Idioten abgespeist mit den Worten "Das kann man nicht lernen, das kann man nicht lehren, das muß man selbst herausfinden, das muß man fühlen,..." (Leider gibt es viele solcher Idioten.)

Im Leben geht es immer um das eine: Das Glück.
Und was ist die "Strategie zum Glück" ? Die Liebe.

So weit, so gut. Mehr muß man nicht wissen.
Aber jetzt beginnt das PREDIGEN (siehe meinen nächsten Beitrag).
 
  • #50
Ich habe versucht, mich in die Situation des Mannes hineinzuversetzen, weil ich es sehr ungewöhnlich finde, dass der Verlassende die Schuld dem Verlassenen in die Schuhe schiebt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie weit der Verlassende das wirklich tut und wie weit die Verlassene "zieht". Wer (verlassend) da nochmal groß ausholt, muss doch eigentlich vorher sehr verletzt worden sein und will das dann nochmal loswerden. Sonst hat der Verlassende sich das doch eher reiflich überlegt, hat für sich Gründe und nennt die nicht bis ins letzte Detail. Logischer erscheint mir, dass die Verlassene verstehen möchte "warum?" und immer wieder genau nachfragt. Auch hier lesen wir doch "er hatte abgeschlossen" und sie schreibt ihm hinterher...
 
  • #51
Ich habe versucht, mich in die Situation des Mannes hineinzuversetzen
Nur "versuchen" reicht nicht, es muß auch "gelingen", erst DANN hat man es GESCHAFFT im Leben.
Was ist Liebe ?
"Liebe ist eine TÄTIKEIT des Geistes, angetrieben von einem GEFÜHL von Verantwortung, das der Seele entspringt."
"Liebe ist die ACHTSAMKEIT auf das Glück desjenigen, dem die Liebe gilt."
"Liebe ist eine ANSTRENGUNG, die man FREIWILLIG leistet, OHNE dafür einen Lohn zu verlangen."
"Die Liebe ist ein UNVERDIENTER Lohn des Geliebten gewährt von dem Liebenden (Es besteht KEIN ANSPRUCH auf diesen Lohn !)."
"Liebe ist ein GESCHENK (und kein Vertrag auf Gegenseitigkeit, kein "bitte du mir wie ich dir" oder "ich zu dir nur so viel wie du zu mir")."
(Ein "Geschenk" kann angenommen oder abgelehnt werden, beide Verhaltensweisen sind völlig okay und nicht zu beanstanden, sie führen weder zu besonderen Vergünstigungen oder Vorteilen, noch werden sie bestraft durch Entzug von Gunst, oder Ausüben von Repressalien oder Terrorismus. Das gehört sich für einen Liebenden nicht, wenn er es doch tut, ist er kein Liebender, sondern ein Gunstverteiler, ein Patron, ein Pate oder ein Erpresser oder ein Terrorist, oder sonst was jedenfalls kein Liebender.)
Wer, der hier schreibt, hat eigentlich Ahnung ?
Oder sogar Gewißheit ?
 
  • #52
wieso machst du deinen Selbstwert abhängig von einem beziehungs-kommunikations-und konfliktUNfähigen Mann, von dem jeder in sich ruhende Mensch mit wehenden Fahnen davonlaufen würde? Du dagegen bist von diesem Menschen emotional abhängig. Das sind die Fragen, die du während deiner schmerzhaften Trennungsphase mit therapeutischer Hilfe aufarbeiten solltest, dann kannst du als gestärkter Mensch daraus hervorgehen und diesen Mann als das, was er in Wirklichkeit war, sehen. Ein ressourcenfressender Parasit, der jeden Menschen in seiner Umgebung unglücklich macht.
Ich sehe es genau wie du und könnte der FS nicht die gesamte Schuld am Scheitern der Beziehung geben, wie ihr Ex es brutal getan hat.
Zunächst mal es ist eine Tatsache, dass eine respektvolle, harmonische Beziehung in welcher sich das gegenseitige Nehmen und Geben ausgewogen sind, in welcher die Bedürfnisse beider gleich wichtig sind und beider mit konstruktiver und achtsamer Kommunikation nach Kompromissen und Lösungen suchen, damit beide sich wohl fühlen.

Nur, wo war ihr Exfreund während diesen 2 Jahren (vor dem geplanten Zusammenziehen) mit ihr darüber zu sprechen, was ihn belastet, betrübt, ängstigt und ihn am Funktionieren der Beziehung zweifeln lässt, dass ihn quasi kurz bevor es sehr ernst wurde (gemeinsame Wohnung), bewog die Reissleine zu ziehen und dann mit Fusstritten (symbolisch gesprochen) nach zu treten. Da frage ich mich, wer hier über viel weniger Sozialkompetenz verfügt? Sie oder er? Für mich sieht das nach Bindungsangst und Flucht seinerseits. Was wäre, wenn sie nicht planten zusammen zu wohnen? Wären sie noch ein Paar? Darum nachträglich die einseitigen Vorwürfe fast unter der Gürtellinie. Sehr feige und unfair!

Es ist so leicht nur ihr die Schuld zu geben und seine Hände zu waschen. Solche Menschen könnte ich vor Wut verprügeln.

@Mottin ich habe mit einem Exfreund schon nach wenigen Monaten darüber geredet ich könne mit ihm meine Zukunft nicht planen, wenn er weiterhin viel Bier trinkt (bis 1,5 l abends) und zu seinem Wohl keine Therapie macht und wenn ich und die Beziehung ihm wichtig wäre. Er tat gar nichts, so trennte ich mich von ihm.
 
  • #53
Ich wollte reparieren,denn er schrieb vorher das er mich noch liebte, aber es besser für uns beide sei getrennte Wege zu gehen. Ich habe seine Grenzen überschritten,und er hat zum Rundumschlag ausgeholt,indem er mir alle Schwächen,die er im Laufe der zwei Jahre bei mir erfasst hatte (inklusive Dinge,aus meiner Vergangenheit,die ich ihm anvertraut hatte),notiert und mir zugesendet hat. Er schrieb,ich sei verantwortlich für unser Ende
Sinngemäss gibt es den bekannten Vers: "Wer ohne Schuld (ich sage lieber Fehler) ist, werfe den ersten Stein". Jeder Mensch hat Schwächen und Stärken. Du und auch er - wie wir alle auch. Davon geht die Welt nicht unter :)

Besonders fies finde ich, dass er deine anvertraute Sachen (Schwächen) gegen dich gerichtet hat als wäre er selbst die Perfektion in Person. Es hat dich wohl am meisten der Anspruch an dich selbst überfordert und an die Grenzen deiner Belastbarkeit gebracht, weil du allen Menschen um dich herum gerecht werden und alle zufrieden stellen wolltest. Das geht aber nicht, ohne dass dabei die eigene Wünsche und Bedürfnisse hinten anzustellen.

Mein verstorbener Vater sagte auch immer: "kein Mensch ist perfekt und Menschen machen Fehler."

Ich bin so selbstbewusst und gelassen mit meinen Schwächen so umzugehen, wie mein Vater auch und sollte sie mir jemand vorwerfen, so werfe ich ihm seine vor aber noch besser sagen ich: "ich bin nur ein Mensch und deshalb nicht fehlerlos. Ein Beweis dafür sind auch sorgsam entwickelte Computer-Software, denn auch sie weisen Fehler auf entwickelt von "unfehlbaren" Menschen".

Das Leben ist eine lebenslange Schule und wir versuchen meistens unser bestes zu tun aber dein Ex scheint selbst nicht über seine eigenen Schwächen und Fehler nachzudenken und leider auch nicht in einem ruhigen, besonnenen Gespräch zusammen mit dir zu reflektieren, was ihr beide falsch gemacht habt. Es ist extrem fies und verletztend auf diese inhumane Art, die Beziehung zu beenden. Die Frage bleibt für mich: wenn der Arme so sehr unter dir gelitten hat, warum trennte er sich nicht schon nach einem Jahr oder gar früher bzw. warum suchte er nicht das Gespräch mit dir viel früher? Da hättest du die Chance etwas zu ändern.

Ich gab meinem Ex paar mal die Chance aufzuhören mit dem Trinken (weil er auch sehr gute Seiten hatte) aber er nutzte keine einzige und nahm meine Zukunftsängste und Bedenken nicht ernst.