• #1

Die Schuldfrage nach der Trennung

Hallo ihr lieben,
Ich wurde vor zwei Wochen verlassen. Wir hatten zuvor eine zweijährige Fernbeziehung geführt und wollten es dieses Jahr wagen zusammenzuziehen. Ich hatte Signale vor der
Trennung wahrgenommen,doch wenn ich ihn drauf ansprach sagte er das er beruflichen Stress hatte. Er war stiller und schnell genervt wenn ich Fragen stellte. Ich hatte durch meine pubertierende Tochter,beruflichen Stress und finanziellen Belastungen eine Drucksituation die dazu führte das ich oft traurig war und das Gefühl das er sich von mir distanzierte ließ mich noch näher an ihn heranrücken statt mich abzustoßen. Er beendete die Beziehung per Sms. Er gab an das ich in den letzten Monaten immer unglücklich gewesen sei und er mir den Kummer nicht nehmen konnte,was wiederrum ihn belastete. Er schrieb, ich sei nicht fähig zur Selbstreflektion und solle endlich die Verantwortung für mein handeln und denken übernehmen. Ich war entsetzt,schockiert. Wütend und verzweifelt gleichzeitig. Er hatte mir bis dato nie gesagt das ihm soviel an meinem Verhalten mißfiel. Ich rief ihn an und ich weinte. Ich beschwor mich selber ihm nicht zu schreiben und doch tat ich es alle paar Tage. Er hatte abgeschlossen,jedenfalls wirkte er so,doch ich hatte das Gefühl das er mich an einer Haltestelle zuvor vergessen hatte mit in den Trennungsbus hineinzunehmen. Heute bekam ich eine Todesstoß Sms von ihm in der er schrieb das ihm mein inkonsequentes Verhalten zuwider wäre und er nichts mehr von mir hören oder lesen will. Er hätte mich geliebt aber ich hätte alles mit meiner Liebesbedürftigkeit kaputt gemacht. Ich versuche mich die ganze Zeit zu reflektieren,jedenfalls in den Momenten in denen ich nicht grad innerlich zusammenfalle,doch es leuchtet mir nicht ein
wie ich zerstören konnte indem ich "zu" lieb war. Waren wir nicht beide irgendwie beteiligt? Warum dieser krasse Schnitt von einem Tag auf den anderen? Kann überhaupt nur eine Person schuld am Ende einer Beziehung sein,bin ich wirklich so ein bizarrer Alien? Oder ist dies für ihn ein Weg, sich selber das Gefühl zu geben das er nichts
für die Trennung konnte? Ich bin schachmatt. Allen Trennungsfolgen wie Appetitlosigkeit,Schlaflosigkeit und hirnzermarterndem Grübeln gehe ich leider fleißig nach. Er hat sein Tor geschlossen und ich stehe davor mit all den Vorwürfen bezüglich meines Wesens die er vorher noch schnell per Giftpfeiltaktik abgeschossen hatte. Helft mir. Mein Selbstwert stranguliert sich gerade selber.
 
  • #2
Puh, Liebes... was ein elender Krampf. Ich nenne es mal so, wie ich es beim Lesen empfunden habe!

Das war für mich schon so "schwierig" zu lesen, so belastend, so krampfig... dass ich ehrlich gesagt zwischendurch schon ein paar Mal fast gar nicht weitergelesen hätte, und an diesen Stellen habe ich den Hauch einer Ahnung bekommen, was Dein vormaliger Partner sich offenbar schon längere Zeit in dieser Beziehung anhören mußte...

Und ganz ehrlich, ich kann ihn supergut verstehen, dass er diesen unsäglichen Zustand beendet hat. Das hätte ich auch, und wahrscheinlich auch jeder andere Mensch, der seelisch gesund bleiben möchte.

Liebe Mottin, komm' mal bitte von Deinem hohen Dramqueen-Ross runter und sortiere Dein Leben, und bekomme es auf die Reihe! Liest sich ehrlich ganz schlimm...

Ich möchte nicht auch noch an Deinem Selbstwert kratzen, aber der Mann hat vollkommen Recht. Du mußt Verantwortung für Dein Denken und Handeln übernehmen. Bei Dir scheinen immer alle anderen alles schuld zu sein, was Du nicht auf die Reihe bekommst... der Job hat schuld, die Tochter hat schuld, respektive die Pubertät, das fehlende Geld hat schuld. Jetzt hat der Mann schuld, Du "reflektierst" Dich, aber siehst anscheinend den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Du warst dem Mann NICHT "zu lieb", sorry, Du hast ihn einfach tierisch genervt und es war keine Besserung in Sicht. Der wollte einfach nicht mehr, denn einen negativen und nörglerischen Menschen will niemand zum Partner!

Bei Deinem ganzen "Drama" (und dass Du sehr zum Über-dramatisieren neigst, sieht man an der Weise, wie Du schreibst) bist Du imho z.Zt. gar nicht in der Lage eine Partnerschaft zu führen. Natürlich hält man auch in schlechten Zeiten in einer Partnerschaft zusammen, aber Du hast Deinen Ex ja regelrecht als Therapeut und Seelentröster mißbraucht. Das hat nichts mehr mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe zu tun, in der einer mal vorübergehend nicht so gute Zeiten hat...

Ich glaube auch nicht an eine "Giftpfeiltaktik", sondern Du hast es anders einfach nicht verstanden. Er trennt sich schon, nachdem Du alle Zeichen ignorierst (Du schreibst ja, Du hast sie gesehen) und immernoch klammerst Du Dich heulend in Deinem Elend badend an diesen Mann. Solche Menschen wie Du sind Energievampire. Ich kann Dir wirklich nur zu einer Therapie raten, die Dir hilft, Dein SEELENLEBEN aufzuräumen, damit Du mal in Deinem Leben klar Schiff machen kannst! Du bist erwachsen und das liegt in Deiner Verantwortung. Alles Gute!
 
  • #3
Statt die Schuldfrage zu stellen, würde ich mich an Deiner Stelle fragen, warum es nicht gepasst hat.
Was er mit Verantwortung für Denken und Handeln übernehmen meint, kann ich nicht ersehen aus Deinem Beitrag. Wer ein Kind hat und sich kümmert, übernimmt doch hier Verantwortung.
Vielleicht meinte er, dass Du einfach Deine Traurigkeit "präsentiert" hast und erwartet hast, dass er Deine Welt wieder heil machen sollte.

Vielleicht hättest Du Dich mehr entziehen sollen, als er anfing, sich distanziert zu verhalten, statt ihn weiter mit Deinen Gefühlen zu behelligen und noch mehr zu verlangen, dass er seine Liebe zeigt?
Das ist aber nur Spekulation. Ich denke, es hat nicht gepasst zwischen euch und da er Schluss gemacht hat und Dir Gründe nennt, hast Du nun das Gefühl, Du seiest tatsächlich Schuld, denn er sagt ja sowas wie "wenn du anders wärst, hätte ich dich lieben können". Anscheinend fühlte er sich laut Sms ausgesaugt durch Deine Anhänglichkeit und Bedürftigkeit (ob die in verständlichem Maße gewesen ist oder Du wirklich zu viel willst, kann ich nicht beurteilen).

Es geht dann nicht darum, dass man zu lieb ist, sondern dass man zu viel will, dass man die Aufmerksamkeit des anderen immer darauf lenken will, dass er Liebe zeigen soll. Das treibt ihn anscheinend weg, weil es ihn auslaugt.
 
  • #4
Mein Selbstwert stranguliert sich gerade selber.
Ist es schön, jemandem beim Strangulieren zuzuschauen ?
Nein, ist es nicht.
Was kann man dann machen ?
Wenn man kein Psychotherapeut ist, kann man nur abhauen.
Wer ist schon Psychotherapeut ?
Das sind die wenigsten. Und auch die Psychotherapeuten hauen ab nachhause, nachdem sie ihre Arbeit in ihrer Praxis erledigt haben.
Kein Psychotherapeut heiratet seine Patientin, denn sonst könnte er nicht mit ihr arbeiten.
Du siehst also: Du kannst es machen, wie du willst, du hast einfach keine Chance, niemand will dir beim Strangulieren zuschauen, es sei denn er wird von der Krankenkasse dafür bezahlt.
Was also kannst du tun ?
Entweder du löst deine Probleme selber alleine oder
du bedienst dich der Hilfe eines Therapeuten und löst deine Probleme immer noch selber aber nicht mehr alleine, weil du dann einen erfahrenen Führer durch und aus deinem Dschungel der grüblerischen Gedanken hast.
Das kann durchaus 50 mal 2 Stunden dauern und die Krankenkasse 10 000 Euro kosten.
So ein großer Aufwand ?
Ja. Sowohl für dich als auch für den behandelnden Arzt.
Es gibt keine Pille, die du nur schlucken müsstest und
alles wäre gut.
Du musst durch eigenes Nachdenken deine eigenen Probleme selber lösen. So wie es jeder Erwachsene tut.
 
  • #5
Tja. Trennungsgründe. Ich habe immer gelogen, wenn ich mich getrennt habe - weil ich den Menschen nicht zerschmettern wollte. Das, was mich enorm störte, kann ja schließlich für einen anderen Menschen genau richtig und wertvoll sein - also darf ich aus meiner Sicht nicht verurteilen.

Dein Ex fand es besser die große Keule zu zücken. Vielleicht, weil er die Brücken abbrechen wollte? Aus Selbstschutz, um einen Neuanfang auf jeden Fall auszuschließen? Vielleicht ist er wütend auf sich selbst und projeziert das auf Dich?

Wir können natürlich nicht wissen, ob Du wirklich solch ein schrecklicher Mensch bist. Du selbst kannst es auch gerade gar nicht beurteilen, objektiv schon gar nicht.

Hast Du nicht gute Freunde, mit denen Du mal wirklich offen, sehr ausführlich und kritisch Eure ganze Beziehungskiste reflektieren kannst. Was ist wirklich schief gelaufen? Hast Du wirklich Fehler gemacht? Das kann schon sein, wir sind alle nur Menschen.

Aber nur und ausschließlich Dir die SCHULD zu geben ist fies und unfair. Hat er denn überhaupt ein Gespräch mit Dir geführt? Wenn nicht, ist er auf jeden Fall eine feige Socke.
 
  • #6
Du warst dem Mann NICHT "zu lieb", sorry, Du hast ihn einfach tierisch genervt und es war keine Besserung in Sicht. Der wollte einfach nicht mehr, denn einen negativen und nörglerischen Menschen will niemand zum Partner!
Also ehrlich, du kennst die FS doch gar nicht und unterstellst ihr irgendwelche negativen Eigenschaften, nur weil sie aufgrund der Trennung schlecht gelaunt ist. Mir ging es bei meiner letzten Trennung genau so, und ich bin bei weitem kein nörglerischer und negativer Mensch.

Liebe FS,
das ist natürlich krass was er dir an den Kopf geworfen hat und ich kann nicht beurteilen mit was er Recht hatte, aber die Schuld liegt niemals nur bei einem. Warum hat er nicht eher mal angedeutet was ihn stört? Dann hättest du daran arbeiten können. Klar, auf bestimmte Dinge kann man als Erwachsener auch selbst kommen, aber dennoch sollte man kommunizieren können. Das konnte er ja scheinbar nicht, und du scheinst ein sensibler Mensch zu sein. Die gleiche Konstellation habe ich auch schon erlebt und es passte halt einfach nicht.
Ich weiß, wie ratlos und aufgewühlt man in so einer Situation ist. Man hat tausend Fragen und will Antworten die man niemals bekommen wird. Fühle dich nicht als schlechter Mensch, weil dein Partner nicht zu dir gepasst hat. Mit etwas Abstand wirst du vielleicht die eine oder andere Erkenntnis gewinnen, aber sieh es positiv, nimm das mit in eine neue Beziehung wenn du so weit bist.
 
  • #7
Liebe Mottin,
erstmal mein sehr aufrichtiges Mitgefühl für Deine Situation!
Ich kann es sehr gut nachfühlen,habe ich doch selbst vor 6Jahren eine so schwere Trennung erlebt wie Du.
Ich war abhängig von diesem Mann und machte infolge der Trennung einen schweren Entzug mit sämtlichen seelischen und körperlichen Entzugserscheinungen(ähnlich wie bei Alkoholentzug wohl),durch.
Nach so langer Zeit der Auseinandersetzung mit mir selbst kann ich Dir sagen ,dass sich die Schuldfrage hier völlig erübrigt.Jeder tut in einer Partnerschaft exakt das,was er kann.
Und niemand kann Dir etwas geben ,was Du Dir selbst nicht schenkst.
Wenn Du Dich selbst nicht achtest und lieb hast,wird dies kein anderer tun.
Nur ein in sich ruhender,zufriedener Mensch kann auch anderen Liebe und Glück schenken.
Und auch empfangen.
Es wird ein langer,schwieriger Weg sein, bis DU SELBST Deinen Wert erkennst ,aber es wird passieren, sofern Du Dich nicht gleich an einen neuen Mann bindest.
Dem Verflossenen wirst Du irgendwann dankbar sein, für seinen Schritt und auch für die gemeinsam verbrachte Zeit.
Im Idealfall (in meinem Fall ist es so)
An Deinem jetzigen Krankheitsgefühl kannst Du leider nicht viel ändern, es bringt nur die Zeit.
Man muss es aushalten, jedoch kann man versuchen gut zu sich selbst zu sein.
Versuchen zu essen und sich zu pflegen, mir haben auch lange Spaziergänge in der Natur geholfen. Unternehmungen mit Freunden.
Es wird besser, aber völlig ohne Kontakt.
Jedwede Kontaktaufnahme Deinerseits wirft Dich wieder zurück !
Du schaffst das,ich drücke Dich
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
Löse dich so schnell du irgendwie kannst von der Schuldfrage. Das ist die schlechteste Frage, die du dir momantan stellen kannst.
Es geht nicht um Schuld oder nicht Schuld, es geht um reflektieren, warum es nicht geklappt hat. Ohne Schuldzuweisungen! Die bringen dich in deinem Leben keinen Schritt weiter.
Lass dich von einige sehr unnetten Kommentaren von Foristen nicht runterziehen. Trennungsschmerz ist furchtbar.
Aber versuch den zu trennen von deinen anderen Baustellen im Leben und bearbeite die eine nach der anderen.
Daß er deine psychischen Belastungen nicht ausgehalten hat, weil er nichts dagegen tun konnte, ist so typisch männlich. Er hält dann seine eigene Hilflosigkeit nicht aus. Und dann so radikal Schluß zu machen, auch. Das ist Selbstschutz.
Ihr hattet wenig Kontakt, um im Alltag fehlt er nicht. Nichts erinnert dich an ihn. Das hast du schneller durch, als du glaubst.
 
  • #9
Für mich klingt das alles auch nach "Dramaqueen". Endloses Nachbohren, weil der Selbstwert es nicht erträgt, dass der Mann die Beziehung nicht mehr wollte. "Schuld" sind immer beide, dass er Dir die Punkte nennt, die ihm an Dir nicht gefallen haben, ist logisch. Du kannst für Dich vielleicht ein paar grundsätzliche Punkte mitnehmen, aber alles im Detail zu zerpflücken bringt nichts.
 
  • #10
Es gab kein Telefonat. Er reagierte nicht auf meine Anrufe. Ja,es war ein Fehler gewesen ihm nicht mehr Zeit und Raum zu geben. Ich habe mich nicht wie ein reifer Mensch verhalten. Ich hatte Angst ihn zu verlieren. Dieses Gefühl war stärker als meine Logik oder gesunder Menschenverstand. Ich weiß nicht ob ich ein Energievampir bin. Vielleicht bin ichs sogar und weiß es nicht. Ich gebe viel und löse damit den Druck in meinem gegenüber aus genausoviel zurückgeben zu müssen. Ich war fünfzehn Jahre verheiratet und habe mich scheiden lassen. Ich wollte mir und meinem Exmann eine neue Chance geben glücklicher zu werden denn miteinander waren wir es nicht. Es liegt Arbeit an mir selber vor mir,ohne Zweifel. Doch wenn zum Verlust des Partners auch noch die Abwertung der eigenen Persönlichkeit kommt ist es kaum zu ertragen.
 
  • #11
Liebe FS,
wieso machst du deinen Selbstwert abhängig von einem beziehungs-kommunikations-und konfliktUNfähigen Mann, von dem jeder in sich ruhende Mensch mit wehenden Fahnen davonlaufen würde? Du dagegen bist von diesem Menschen emotional abhängig. Das sind die Fragen, die du während deiner schmerzhaften Trennungsphase mit therapeutischer Hilfe aufarbeiten solltest, dann kannst du als gestärkter Mensch daraus hervorgehen und diesen Mann als das, was er in Wirklichkeit war, sehen. Ein ressourcenfressender Parasit, der jeden Menschen in seiner Umgebung unglücklich macht. Dir alles Liebe und Gute.
 
  • #12
Er gab an das ich in den letzten Monaten immer unglücklich gewesen sei und er mir den Kummer nicht nehmen konnte,was wiederrum ihn belastete.
Ich denke, hauptsächlich liegt vor allem ein typisch männlich-weibliches Kommunikationsproblem zwischen euch vor.

Wir Frauen erzählen von Problemen und erwarten vom Gegenüber Zuspruch, Mitgefühl und Verständnis, keine Lösungen.

Männer hingegen sprechen vor anderen hauptsächlich nur über Probleme, wenn sie alleine nicht weiterkommen und erwarten dann Lösungen.

Dein Freund dachte nun wohl, dass du von ihm eine Lösung erwartest. Die konnte er dir nicht geben und hat das Gefühl versagt zu haben. Dass du wohl gar keine Lösung von ihm erwartet hast, sieht er nicht.

Es kann auch gut sein, dass er einfach kalte Füße bekommen hat wegen des geplanten Zusammenziehens und nun dir die Schuld zuschieben will.

Ich denke, es ist nie nur einer alleine an einer Trennung schuld.

Und ich finde es auch nicht ungewöhnlich, dass man näher heranrückt, wenn der andere wegrückt und versucht ihn festzuhalten und die Gründe zu erfahren... gesagt hat er dir ja offenbar nicht, warum es ist so komisch verhält. Dann selbst auf Abstand zu gehen wäre zwar taktisch sicher richtig, aber wer kann das schon der liebt ?

Ob oder inwieweit du ihn wirklich bedrängt hast, kannst du nur selbst beurteilen und kommt auch letztlich darauf an, wie empfindlich er diesbezüglich ist oder ob ihm eher die durch das Zusammenziehen zu erwartende enge Bindung Angst gemacht hat.
Wenn du selbstkritisch eingestehen musst, dass du ihn zu sehr bedrängt hast, dann wäre es sicher hilfreich, wenn du an dir und deinem Selbstwert /deiner Verlustangst arbeitest, um das gleiche Problem in der nächsten Beziehung nicht wieder zu erleben.
 
  • #13
Liebe Fragestellerin,

ich finde es sehr hart, dass dein Ex-Partner nach der Trennung noch so ausholen muss. Warum er das tut, wissen wir nicht. Es spielt auch keine Rolle. Du bist zu Recht betroffen über dieses Verhalten, das nun wirklich nicht noch sein müsste. Wenn jemand schon am Boden liegt, warum tritt man noch nach?
Grübele nicht über die Gründe und Schuldfrage, das bringt nichts und du drehst dich nur im Kreis. Es haben immer beide ihren Anteil daran. Schaffe innerlich Abstand. Kontaktsperre, Konzentration auf Dich. Es tut weh und braucht Zeit, aber eines Tages wird es dir wieder gut gehen.

Alles Liebe
 
  • #14
Liebe Mottin,

Ich empfehle dir dieses Buch: "Warum wir uns immer in den Falschen verlieben" von Amir Levine.

Ich hatte mal eine ähnliche radikale Trennung. Er warf mir auch zum Schluß die unmöglichsten Sachen an den Kopf und ich hatte den Eindruck, dass er das tut, damit wir bloß nie, nie mehr zusammen kommen. Heute tut er mir echt leid, arme Wurst. Das Buch hat mir damals sehr geholfen!

Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber bei mir war es bisher immer so: Je hässlicher die Trennung war, um so schneller war er vergessen. Verbringe jetzt viel Zeit mit deinem Kind, macht euch ein paar schöne Tage. Kinder brauchen Aufmerksamkeit und sind auch dankbar!

Alles Gute für dich!
w(28)
 
  • #15
Liebe FS,

Du bist nicht alleine Schuld. Und selbst wenn Du es wärst, gäbe es keinen Grund, dich so zu behandeln.

Eine Trennung per SMS ist schon sehr feige, denn sie verweigert dem anderen viele Informationen und die Möglichkeit nachzufragen. Du hast nun versucht auf anderem Wege zu erfahren was das Problem ist. Doch statt das Problem zu reflektieren und dir dann sachlich und fair mitzuteilen, beleidigt er Dich.

Du solltest Dich also vor allem fragen, wie kann es sein, dass Du an einem Menschen geraten bist, der sich so verhält. Gab es Anzeichen, die Du nicht sehen wolltest? Hat er vielleicht schon früher andere Menschen so behandelt? Hier ist es wichtig, dass Du anfängst Deine Augen zu öffnen. Überprüfe Dein eigenes Urteil. Und überlege selbst, warum es nicht gepasst hat. Ob Du dazu professionelle Hilfe brauchst oder nur eine gute Freundin, ist schwer einzuschätzen. Vielleicht hilft Dir auch das Aufschreiben, alles zu reflektieren. Das solltest Du jetzt tun, um Dich langsam zu lösen. Dabei wirst du noch einige Rückfälle haben, aber irgendwann wird zur Trauer und Verzweiflung die Wut kommen und dann bist Du auf dem Weg der Heilung.

Und hoffentlich kannst Du irgendwann Dankbarkeit empfinden, weil Du etwas über Dich gelernt hast in der Zeit.
 
  • #16
Liebe FS,
nach der Trennungsschuld zu fragen, zeigt schon, was für eine Dramaqueen Du bist. Die Schuldfrage spielt selbst bei langjährigen Ehen keine Rolle. Welche Relevanz sollte sie bei einer kurzfristigen Fernbeziehung haben?

Mögliche Trennungsgründe bei ihm sehe ich hingegen serienweise:
Du wirst mit einer pubertierenden Tochter um die 40 sein, hast aber Dein Leben in keiner Weise im Griff. Er hat Dir Trennungsgründe genannt: fehlende Selbstreflexion, mangelnde Eigenverantwortung, er leidet unter dem, was Du ihm an Negativität aufzwingst.
Bei Euch stand im Raum zusammenzuziehen und der Mann (ohne Probleme) hat sicherlich noch mal hingeschaut und sah:
- Du hast offensichtlich Probleme mit Deiner pubertierende Tochter. In die Gemengelage wollte er nicht hineingeraten
- Du hast Deinen Job nicht im Griff, leidest unter Stress
- Du hast finanzielle Probleme
- es ist nicht erkennbar, dass Du irgendwas tust, um die Dinge in den Griff zu bekommen

Mit 40+, wo man das Thema Familiengründung hinter sich hat, die Lebensenergien allmählich bei vielen unter steigenden beruflichen Belastungen nachlassen, sollte man sein Leben soweit im Griff haben, dass eine Partnerschaft Freude ins Leben bringt, aus der man Energie zieht und keinen Ballast.
Wenn ich mir als Frau einen Mann ansehe und mich mit der Frage einer Partnerschaft befasse, dann ist nehme ich Reißaus, wenn ich auf so einen wandelnden Problemhaufen wie Dich treffe.
Ob Du das nun alles als persönliche Schuld auffassen möchtest, ist Deine Wahl, ich würde mich eher damit befassen, mein Leben auf die Reihe zu bringen, statt rumzudramatisieren.

In der Trennungsphase hast Du Dich unreif wie eine liebestolle 14-jährige verhalten und total respektlos. Der Mann erklärt Dir das Ende der Beziehung, aber das interessiert Dich nicht im geringsten. Du dauertraktierst ihn mit Deinen überbordenden Emotionen.

Normalerweise halte ich sehr wenig von feigen Menschen, die per sms Schluß machen. Bei Dir ist es aber angemessen, weil man nicht weiß, wie man sich gegen diesen Emotionssturm erwehren soll.
Ich war entsetzt,schockiert. Wütend und verzweifelt gleichzeitig..... Todesstoß Sms.... ..Appetitlosigkeit,Schlaflosigkeit und hirnzermarterndem Grübeln...
Helft mir. Mein Selbstwert stranguliert sich gerade selber.
Entschuldige, aber so einen Liebeswahn kann kein geerdeter erwachsener Mensch ertragen.
Was gibst Du Deiner Tochter für ein Vorbild ab?
 
  • #17
Dein Selbstwert sollte niemals von einem Partner oder anderen Personen abhängig sein. Vielleicht war das deine Lernaufgabe in dieser Beziehung?
Wäre ein guter Anstoß, auf jeden Fall!
 
  • #18
Arme Mottin,
das ist schon wirklich selten, dass der "Verlassende" auch noch derartig hinter sich tritt. Das Gemeine dabei ist ja, dass er dadurch signalisiert, dass du die Chance gehabt hättest, es anders zu machen, und dass du dir jetzt den Kopf zerbrichst, wie genau du das hättest machen können, ob du dich sogar jetzt noch ändern könntest, und "alles würde wieder gut"...
Bei der "üblichen" Abschiedskommunikation wird der Verlassende so etwas sagen wie "sorry, es liegt ganz an mir" oder "sorry, mit uns geht es einfach nicht weiter, du bist aber ein toller Mensch". Das schmerzt natürlich immer noch ungemein, aber zumindest die Grübelei darüber, wie du das besser hättest machen können, bleibt dir weitgehend erspart.
Mieser Charakter, sag ich mal einfach so - vor allem, dass er bis dahin nie mit dir drüber geredet hat.
Ansonsten ist es natürlich komplett unsinnig (wenn es nicht gerade um ganz krasses Fehlverhalten, z.B. Sucht, geht) nur einer Seite die Schuld an einer Trennung hinzuschieben. Ganz abgesehen davon, was "Schuld" in so einem Zusammenhang bedeuten soll - ist es z.B. deine "Schuld", wenn du vielleicht nicht sein ultimativer Traumtyp bist? wenn du eine pubertierende Tochter hast?

manchmal
 
  • #19
1. Es tut mir leid und ich fühle mit dir. Ich weiß, wie schrecklich sowas ist.
2. Es geht nicht um die Schuldfrage. Es hat nicht gepasst.
3. Leider ist es so: es braucht 2 Menschen, um eine Beziehung anzufangen, aber nur 1 Person, um sie zu beenden. Schmerzlich aber wahr.
4. Seine Art, eure Partnerschaft zu beenden (per SMS), ohne vorher eure Schwierigkeiten anzusprechen und an eurer Beziehung zu arbeiten oder aber eine bevorstehende Trennung zu thematisieren, ist das Aller-Aller-Allerletzte. Es ist verantwortungslos, bar jeder Selbstreflektion und unendlich feige - wenn es wirklich genauso war. Du kannst wütend sein, mehr als traurig.
5. Kontaktsperre, absolute. Keine Mails, keine Textnachrichten, keine Telefonate. Und natürlich erst recht kein Treffen. Sperre ihn, wo du kannst. Da, wo du es nicht kannst, ignoriere ihn. Befasse dich ausschließlich mit dir und nicht mit ihm.
6. Das Wichtigste zum Schluss:
Besorg dir das Buch von Doris Wolf "Wenn der Partner geht". Lies es und arbeite damit. Es ist das mit Abstand Nützlichste, was zu dem Thema geschrieben wurde. Ich zumindest kenne nichts Besseres und Hilfreicheres.

Ich wünsch dir viel Kraft. Du schaffst es.
Hol dir das Buch, bitte! Noch heute. Jetzt gleich. Du kannst es online bestellen.
 
E

EarlyWinter

  • #20
Du dagegen bist von diesem Menschen emotional abhängig.
Ich glaube (ist aber nur meine Meinung und ohne Gewähr ;)), dass die FS vor allem von Drama abhängig ist:

Ich war entsetzt,schockiert. Wütend und verzweifelt gleichzeitig
Ich rief ihn an und ich weinte. Ich beschwor mich selber ihm nicht zu schreiben und doch tat ich es alle paar Tage.
ich hatte das Gefühl das er mich an einer Haltestelle zuvor vergessen hatte mit in den Trennungsbus hineinzunehmen
Und DESHALB ist sie entsprechend auch emotional von Männern abhängig, die dieses Bedürfnis bedienen.

Aber, wie gesagt, nur mein Eindruck. Und wenn Sein Eundruck bzw. seine Erfahrung oder vielmehr, so wie er die Beziehung erfahren hat, auch so ist, dann ist sein Handeln zumindest zum Teil damit begründet.
 
  • #21
Doch wenn zum Verlust des Partners auch noch die Abwertung der eigenen Persönlichkeit kommt ist es kaum zu ertragen.
So ist es. Dein Ex meint, noch nachtreten zu müssen, einige Foristen machen schrecklicher- und unverständlicherweise dasselbe.
Lass dir das nicht gefallen. Streich deine Ex komplett aus deinem Leben, versuche, dir die hässlichen und gehässigen Kommentare hier nicht zu Herzen zu nehmen. Denk daran, dass hier - nicht nur, aber auch - etliche verbitterte, destruktive, unglückliche Menschen unterwegs sind. Jemand, der in einer funktionierenden Partnerschaft lebt, reagiert auf deinen Beitrag nicht so. Du wirst nicht so hämisch und herzlos werden. Sei froh und stolz.
 
  • #22
Er schrieb, ich sei nicht fähig zur Selbstreflektion und solle endlich die Verantwortung für mein handeln und denken übernehmen. .....Sms von ihm in der er schrieb das ihm mein inkonsequentes Verhalten zuwider wäre und er nichts mehr von mir hören oder lesen will. Er hätte mich geliebt aber ich hätte alles mit meiner Liebesbedürftigkeit kaputt gemacht.
Sowas kommt mir (m) bekannt vor. Denn sowas höre ich von anderen Männern, die als eiskalte Egoisten die Frauen ausnutzten und erniedrigten.

Wenn die Frau nicht alles von ihnen ertragen und annehmen, oder gegen die schlechte Behandlung protestieren, dann kommt psychologische Taktik. Dann werfen diese Männer ihren Frauen mangelnde Selbstreflektion und dadurch Uneinsichtigkeit vor.

Die Liebe und Zuneigung der Frauen wird von ihnen als "Unreife" verurteilt. Und sie werfen den Frauen vor, sie seien zu schwach und unreif um ihr eigenes Leben zu meistern.

Weil diese Frauen = ihre Opfer nicht genug willig und gehorsam sind zu ihren Peinigern, werfen Diese ihren Opfern vor, dass sie mit ihrem Verhalten die "Liebe" des Mannes zu ihnen zerstört hätten. Kurz: Die Frau sei an Allem schuld.
= auch psychologische Taktik und Manipulation.

Vorschlag: Nicht mehr jammern und weinen.
Sondern sich glücklich zeigen, dass man diesen Mann endlich los hat. Und ihn konsequent meiden.
 
  • #23
Ja,es war ein Fehler gewesen ihm nicht mehr Zeit und Raum zu geben. Ich habe mich nicht wie ein reifer Mensch verhalten. Ich hatte Angst ihn zu verlieren.
Damit musst Du Dich jetzt auseinandersetzen.
Es klingt so, als hättest Du ihn verantwortlich gemacht für Deine Glücksgefühle und er sich selbst aber auch, und nun wirft er Dir vor, dass er das nicht leisten konnte:

Er gab an das ich in den letzten Monaten immer unglücklich gewesen sei und er mir den Kummer nicht nehmen konnte,was wiederrum ihn belastete.
Er ist gar nicht dazu da, Dir den Kummer zu nehmen. Es ist schön, wenn er es lindern kann, aber Du bist für Deine Gefühlswelt selbst verantwortlich. Daran würde ich arbeiten, dass ich unabhängiger werde gefühlsmäßig.

Energievampire sind das schon, die andere Leute verantwortlich machen dafür, dass es ihnen gut geht, allerdings gibt es auch die Wirte dazu, die statt sich abzugrenzen und zu sagen "mach das allein, ich kann dir nicht helfen" so lange machen, bis sie nicht mehr können und dem anderen dann Vorwürfe machen - BEIDE haben Probleme, im Gefühlsbereich Grenzen zu setzen. Er könnte sich genauso sagen, dass er Schuld ist, denn er hätte ja Dir mal mitteilen können, wie es aussieht in ihm. Er hat aber die Konfrontation gefürchtet und sich lieber entzogen.

Also eine böswillig verursachte Schuld sehe ich hier nicht, es finden sich immer diese und jene zusammen, um zu lernen.
Deswegen mein Rat, höre auf, Dich bzgl. Schuld zu martern und vor allem Dich zu verurteilen und Deinen Selbstwert davon abhängig zu machen, was der Mann über Dich denkt (das ist eine weitere Erscheinung, wenn man abhängig ist im Gefühlsbereich). Nimm es als Lehre, er hat genauso das Spiel mitgemacht bzw. mitmachen müssen, denn er hat es ja auch nie gelernt, sich abzugrenzen.
 
G

Ga_ui

  • #24
Es hilft nichts, mit diesem Mann zu diskutieren.
Lerne für dich daraus: niemals zu nett zu sein, niemals zu liebesbedürftig werden, in der Harmonie stets im Hinterkopf haben, dass dieser Friede nie für immer andauert.
Gerade friedliche Plateauphasen der Beziehung sind gefährlich, denen ich aufgehört habe, zu vertrauen. Man fühlt sich in der Harmonie sicher, aber der Partner langweilt sich und plant heimlich schon den Ausbrauch.

Schuld sollte man auf niemanden schieben, sondern vielleicht einfach akzeptieren, dass eine Liebe niemals ewig andauert, man kann nur für bestimmte Zeit versuchen, das Beste draus zu machen und aus der letzten Beziehung viel für sich lernen.
 
P

Papillon

  • #25
Höre mal gut zu: Das was der Mann abzieht ist absolut ohne Niveau! Schlussmachen per SMS geht gar nicht und was er Dir um den Kopf schmettert auch nicht.
Natürlich sind beide beteiligt bei einem Scheitern einer Beziehung. Hier hat euer Nähebedürfnis nicht zusammengepasst, so einfach ist das. Das sollte Dir aber nicht den Kopf zerbrechen. Sag einfach jeden morgen laut in den Spiegel 10x, dass der Mann ein ... ist und das du den richtigen Mann schon noch findest. Mach Dich extra hübsch. Kopf hoch, das wird schon!
Und schreib ja nicht wieder diesen Mann, er ist dein Kontakt deinerseits nicht wert.
 
  • #27
Danke @Marcelll54 ! Sehr guter Beitrag!

Er hätte mich geliebt aber ich hätte alles mit meiner Liebesbedürftigkeit kaputt gemacht.
Was für ein Ekel. Das Bedürfnis nach Liebe ist ein ganz natürliches, jeder hat es und es ist nichts widerliches daran!

Es macht auf mich den Eindruck, als ob er selbst im Leben sehr unzufrieden ist. Er hat viele negative Gedanken und überträgt diese dann auch auf andere, kein Mensch der normal tickt hat es nötig, noch so nach einer Trennung nach zu treten! Der wird sich wundern, dass sein Unglücksgefühl nicht verschwinden wird. "Wie?! SIE war doch Schuld an meinem Unglück! Warum fühle ich mich dann nicht besser?!"

Und ich finde auch nicht, dass du eine Drama-Queen bist, nur weil du dich hier bei uns etwas sprachgewandter ausdrückst. Du hast keine Schuld und höre bitte auf dir Gedanken über seine hämischen Worte zu machen!

w(28)
 
  • #28
Du schreibst dass du vor der Trennung Signale wahrnahmst und mmit ihm reden wolltest - und er wollte nichts sagen. Unfair! Und macht er per sms Schluss, um dich dann auch noch mit bis dato nie verbalisierten Vorwürfen zu überhäufen. Was für ein A*loch! Natürlich bist du nicht alleine Schuld am Misslingen. Ich glaube, dass er dich nie geliebt hat! Nach ca 2Jahren wurde wohl der Sex langsam langweilig! Und eine Frau, die auch selbst öfter mal Stress hat u traurig ist, taugt halt auch nicht zur Bespaßung/ als Pausenclown! Bei dem Typen sehe ich: keine Liebe, Kommunikationsunwillen, Egoismus, Feigheit, unfaires Verhalten, am Ende noch Nachtreten. Liebe FS, sei froh dass es jetzt schon nach 2 Jahren Schluss ist u nicht erst nach 20. Du wirst darüber hinwegkommen, sei stark. Du brauchst so jemanden nicht! Da bist du alleine besser dran. Alles Gute!
 
G

Ga_ui

  • #29
Gerade wenn du sagst, er wertet dich persönlich ab, solltest du zu deinem Schutz kein Kontakt mehr zu ihm suchen. Er wird dich nämlich immer mehr fertig machen, deine Schwächen gezielt suchen und dir auch vieles unterstellen, was nicht stimmt. Darunter leidet dein ganzer Selbstwert. Er möchte seinen Frieden. Und dir müsste man dann unterstellen, du leidest an ungesundem Masochismus.

Schuldzuschiebung ist wirklich Fehl am Platz. Man trennt sich eben als Paar wieder, weil es nicht passt. 2 Jahre Beziehung ist nichts, wofür ich meine Hand ins Feuer legen würde. Wenn du doch schon gemerkt hast, ihn nervt es, wenn du ihn ständig feinmütterlich ausfragst, warum lässt du es dann nicht einfach sein, verdammt noch mal?

Schuldzuweisungen, weil der andere keine Lust mehr hat, klingt unreif und spinnerisch. Wir sind hier nicht im Kindergarten, wo man den schwarzen Peter sucht. Erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, sich unhysterisch zu trennen, ohne zu hyperventilieren.

Du solltest dringlich daran arbeiten, unabängig zu werden. Von ihm, von seiner Kritik und auch in Zukunft von jedem.

Nochmal: Lass den Mann jetzt in Ruhe. Er wird nicht mehr kommen, je mehr du dich reinhängst, eher schlägst du ihn mit deinen Angriffen in die Flucht.
 
  • #30
P.S. nicht jede Frau, die zu starken Gefühlen fähig ist, ist deswegen eine "Dramaqueen"! - Das empfinden nur Leute so, die selbst immer nur oberflächliche, seichte Gefühlsregungen bei sich selbst kennen!