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  • #1

Die "postkoitale Dynamik"

Ich lese gerade ein Buch über das typische Verhalten der Männer bei Dates, in der Kennenlernphase und in Beziehungen und bin da auf ein Thema gestoßen, zu dem ich mir doch gerne mal ein paar Meinungen einholen möchte.

So bezeichnet die "postkoitale Dynamik" das Verhalten der Männer nach dem ersten Sex. Es wird beschrieben, dass sie sich ab da an ein wenig zurückziehen und unregelmäßiger melden, weil sie denken, dass von nun an erwartet wird, dass sie der feste Freund der Frau sind und es eine Beziehung ist.
Indem er sich unregelmäßiger meldet entsteht keine Regelmäßigkeit oder Kontinuität, denn Regelmäßigkeit+Kontinuität= Beziehung, welche die Männer gerne hinauszögern wollen.

Um ehrlich zu sein, beobachte ich gerade genau das bei meinem "Exemplar" und wollte mal von euch Männern hören, ob ihr das auch so macht und wenn ja, welche Gründe bei euch "vorliegen".
Welche Frauen haben ähnliche Erfahrungen gemacht?

Im Übrigen sagt das Buch, dass man sich als Frau nach dem Sex genauso verhalten sollte wie vor dem Sex und nicht mehr erwarten sollte als vorher, denn dann -laut Buch- wundert sich der Mann und legt sich noch mehr ins Zeug. So weit die Theorie.
 
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  • #2
m40
Wenn die Frau für eine Partnerschaft in Frage kommt, dann gibt es keinen Grund sich nach dem Sex anders zu verhalten. Ist vielleicht auch eine Altersfrage.
 
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  • #3
Nein, diese Erfahrung habe ich (w) nicht gemacht - wir haben uns mit dem Kennenlernen viel Zeit gelassen (auch auf Wunsch meines jetzigen Mannes hin). Als wir das erste Mal Sex hatten, wußte er, genauso wie ich, dass wir eine feste Beziehung wollen.

Unser Kontakt war danach noch intensiver, als davor.
So lief es bisher bei allen drei Langzeitbeziehungen in meinem Leben.

Mein ganz Rat aus der Praxis: sich für ein intensives Kennenlernen Zeit lassen und viel Kommunizieren.
Dann weiß man beiderseits was man will und ist vor dieser Art von unangenehmen Überraschungen sicherer und hat diese Art von 'Spielchen' gar nicht nötig.
 
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  • #4
Eine mögliche Theorie wäre, dass sie sich vorher abgestrampelt haben, um um die Frau zu werben. Nun hat die Beziehung eben ein Level erreicht, dass man Sex miteinander hat, das Werben war von Erfolg gekrönt. Da lehnen sich viele Männer vielleicht einfach ein wenig zurück, weil sie fühlen (wohl eher unbewusst), dass jetzt die Frau mal ein wenig am Drücker ist, wenn es darum geht, die Beziehung weiter zu vertiefen. Sonst verliefe das Ganze ja zu einseitig.
 
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  • #5
Nach dem ersten Sex entscheidet es sich, ob "sie" nur für Sex gut war oder er doch mehr von ihr will.
So manche Frau wartet also mit atemloser Anspannung, während er keine Ahnung von ihren Gedanken hat und sich auf seinen Lorbeeren ausruht oder einen seltsamen Druck verspürt.

Einer Frau die Sex aus Spaß, für sich und ohne weitere Erwarungen gemacht hat, ist das alles egal und sie kümmert sich wieder um ihre Dinge. Kein Wunder, dass "er" da verwirrt ist....nach dieser grandiosen Leistung....
 
  • #6
Also ich kenne die

(köstlicher Ausdruck)

wirklich dynamisch!

Es folgt vielleicht eine kurze Pause - Nachdenken, Staunen, Fassungslosigkeit o.ä. - und dann gibt der Herr richtig "Gas", möchte ein neues Date, macht Pläne für das folgende Wochenende etc.

Das ist doch auch völlig normal - wenn der Mann einen tollen Abend /eine tolle Nacht hatte, man sich mag etc, dann möchte er das doch behalten und vertiefen, oder?

Leider kann es dann sein, dass frau plötzlich und unerwartet berufliche Probleme en masse lösen muss oder dringend verreisen oder ... Das ist dann manchmal schwer zu verstehen...
 
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  • #7
... Es wird beschrieben, dass sie sich ab da an ein wenig zurückziehen und unregelmäßiger melden, weil sie denken, dass von nun an erwartet wird, dass sie der feste Freund der Frau sind und es eine Beziehung ist.
... wollte mal von euch Männern hören, ob ihr das auch so macht und wenn ja, welche Gründe bei euch "vorliegen".
...sagt das Buch, dass man sich als Frau nach dem Sex genauso verhalten sollte wie vor dem Sex und nicht mehr erwarten sollte als vorher, denn dann -laut Buch- wundert sich der Mann und legt sich noch mehr ins Zeug.
Frau sollte sich überlegen, was sie liest und nicht schon nach den ersten Seiten jedes kritische Urteilsvermögen aufgeben und alles glauben, nur weil es auf Papier (das bekanntermaßen ja recht geduldig ist) gedruckt wurde. Selten so einen Käse gehört! Dass es Menschen (Männer und Frauen !!) mit massiven Bindungsängsten gibt, ist sicher unbestritten, aber Pauschalisierungen dieser Art bewegen sich noch unterhalb von Küchenpsychologie!
 
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  • #8
"Männer, die an eine Beziehung denken oder die Nur Sex - Absicht kommuniziert haben, bleiben nach der ersten gemeinsamen Nacht zum Frühstück - die anderen gehen vorher."

Das ist die Faustregel einer erfahrenen Freundin. Wie sehen das die Männer?
 
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  • #9
m40
Wenn die Frau für eine Partnerschaft in Frage kommt, dann gibt es keinen Grund sich nach dem Sex anders zu verhalten..
Absolut. In meiner wilden Zeit habe ich immer postkoital Dynamisch reagiert, ging hauptsächlich bei mir nur um Sexuelle Befriedigung. Bis ich die "Richtige" gefunden hab. Dann war es mit der Zurückhaltung vorbei.
m
 
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  • #10
"Männer, die an eine Beziehung denken oder die Nur Sex - Absicht kommuniziert haben, bleiben nach der ersten gemeinsamen Nacht zum Frühstück - die anderen gehen vorher."

Das ist die Faustregel einer erfahrenen Freundin. Wie sehen das die Männer?
Stimmt so nicht, manche nehmen noch das Frühstück mit, den Frühstücks-Sex mit Sekt, die nächsten Nächte auch und schleichen sich dann aus der Beziehung und labbern per Mail trotzdem noch sehnsuchtsvolle Zeilen, nur komisch, dass die Taten fehlen.

w 49
 
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  • #11
Sehr junge und / oder Männer, die liebesfähig sind und nicht zu viele emotionale Altlasten mit sich herumschleppen, veranstalten nicht solch ein männliches Gezicke, so meine Erfahrung.
Da anscheinend wirklich viele Frauen sehr schnell ersten Sex mit Besitzanspruch ("Exklusivität") gleichsetzen, überrascht es ungemein, wenn sich eine Frau DANACH erst mal nicht von sich aus meldet. So meine Erfahrung. Wenn ich mich als Frau "ausgenützt" fühle, weil nach dem ersten Sex nichts mehr weitergeht oder es eher locker bleibt, sind das gefährliche Erwartungen. Und die ultimativen Ratgeber, welche empfehlen, alle Sicherheitschecks abzuklopfen, ob der Kandidat es "ernst" meine,die kann ja auch ein Mann lesen (jaja!) und weiß so bestens, was man einer Frau vorspielen muss, um sie ins Bett zu kriegen.
Fazit: Guter Tip aus diesem Buch! Es ist ein bißchen wie mit dem Geldverleihen: nur das vorstecken, was man verschmerzen kann, und das aus freien Stücken. Wird daraus mehr-schön. Wenn nicht-ich hatte auch Lust und es ist ok. Dann aber schnell abhaken!
Und eines merke ich immer wieder: An ihren Taten soll man Männer messen. Große Worte kann jeder machen:))Also, Ladies, Liebesgesülze schon am ANFANG nicht sofort ernst nehmen! w.
 
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  • #12
Glaube nicht, dass ein Buch das so konkret festhalten kann, denn es gibt doch viele Arten von Beziehungen.
Die, bei denen es nur um Sex ging und er sich gar nicht mehr meldet oder kaum noch.
Die, bei der es erst Sex war und nach einigen weiteren Treffen mehr wird und
die, bei denen es nach dem ersten Sex schon klar ist, dass man zusammen ist.
Ich finde, man sollte sich immer so verhalten, wie man sich fühlt.
Wenn bei mir nach dem ersten, zweiten oder xten Sex nicht klar ist, ob es eine Beziehung ist oder wird, dann will ich mit dem Mann auch nicht unbedingt frühstücken, egal wie kuschelig und schön es nachts war, weil ich mich dann etwas unbehaglich fühle am nächsten Tag und auch nicht genau
weiß, ob er will, dass ich bleibe oder gehe.
Dann geh ich lieber. Die meisten Männer wollten aber immer, dass ich bleibe und ich hatte es noch nie, dass ein Mann sich bei nicht mehr gemeldet hätte. Ich kenne es auch nicht, dass ein Mann nach dem Sex oder nach mehrfachem Sex nichts mehr von mir wollte.
Liegt vielleicht auch daran, dass ich zwar ehrlich bin und mich nicht verstelle, aber auch keine verfrühten Liebesgeständnisse loslasse und den Männern, die es anfangs noch nicht so genau wissen, einen gewissen Freiraum lasse ohne beleidigt zu sein, wenn wir uns erst 1 Woche später wieder sehen.
Aber wie gesagt haben mich bis jetzt alle Männer immer noch am gleichen Tag wieder kontaktiert.
Diese seltsamen Begriffe wie "Besitzanspruch" befremden mich allerdings etwas. Ich will einen Mann nicht "besitzen", selbst dann nicht, wenn ich mit ihm zusammen bin. Er soll auch nicht umerzogen werden. Aber wenn ich mit einem Mann schlafe, dann erwarte ich natürlich, dass er nicht noch mit anderen Frauen schläft. Das geht ja wohl gar nicht!?
Männer, die das können, sind aber wohl in dieser Phase auch nicht bereit für eine Beziehung, nicht mal für eine richtige Affäre.
Finde das albern, nur das "vorzustrecken, was man verschmerzen kann". Liebe erfordert auch immer ein wenig Mut, erst recht, wenn man schon einige Verletzungen erfahren musste.
Männer sind auch vorsichtig ab 35+ und lassen nicht jede Frau gleich an sich ran.
Aber so ein Versteckspiel mag ich gar nicht.
Aber fühlt man denn nicht auch irgendwie gerade postkoital, ob der Mann etwas für einen empfindet?
Wenn er einen die ganze Nacht festhält, streichelt, küsst, wenn man dazu auch noch mehrfach Sex hat und morgens weiterhin gerne zusammen ist!?

w,39
 
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  • #13
das Verhalten der Männer nach dem ersten Sex
...gibt es nicht, da es "die Männer" nicht gibt. Es mag zwar sein, daß eine Frau ein bestimmtes Verhaltensmuster bei einem gewissen Typ Mann wiedererkennt, das liegt dann aber vor allem an ihrer Selektion. Und führt letztlich dazu, daß dem Mann ein individueller Charakter in dieser Frage gänzlich abgesprochen wird, was natürlich zu einer steten Wiederholung der "Dynamik"-Erfahrung führt, weil das dahinter stehende Muster nicht erkannt wird.

Es gibt da zum Beispiel auch den Typ Mann, bei dem schon von vorneherein klar ist, daß der Sex eine dauerhafte Paarbeziehung einleitet. Man erkennt ihn zum Beispiel daran, daß für die Tage und Wochen danach eine gewisse Vorplanung herrscht, daß man z.B. schon einen Urlaub ins Auge gefaßt hat oder mitten in einem Tanzkurs steckt oder einfach nur vorher bereits Pläne für die kommenden Tage geschmiedet hatte. Dieser Typ Mann geht nicht einfach unverbindlich weg, weder vor noch nach dem Frühstück. Er muß sich auch nicht "melden", da man sich ja sowieso trifft.

Mein Fazit: wenn "sie" hoffen muß, daß "er" sich nach dem Sex meldet, hat "sie" etwas falsch gemacht. Und zwar ganz gewaltig falsch. (M)