• #1

Die Kinderfrage

Hallo Zusammen,

ich habe nun schon viele Beiträge in diesem Forum gelesen, um mir eine Meinung bilden zu können. Aber es fällt mir nicht wirklich leicht. Ja, ich glaube auch nicht, dass die Antworten auf meinen Post alleine eine Lösung herbeirufen, dennoch hoffe ich auf den einen oder anderen Impuls.

Kurz zu mir: ich bin 36 Jahre alt und seit vier Jahren mit meinem Freund (39) ein Paar. Wir haben einen kleinen Sohn, der gerade zwei geworden ist; mein Sohn aus meiner geschiedenen Ehe ist 9 Jahre alt und lebt ⅔ des Monats bei uns. Beide Kinder sind Wunschkinder.

Nun könnte man meinen, es sei alles schön und gut. Aber bereits nach der Geburt meines kleinen Sohns wusste ich, ich möchte noch ein Kind und habe das immer auch mal wieder angesprochen. Vor einigen Tagen wollte ich dann aber endlich mal eine konkrete Antwort auf meine Frage. Und diese Antwort war ein NEIN. Nein, mein Freund möchte kein weiteres Kind haben!

Was nun? Muss ich mich "geschlagen" geben und er bekommt, was er will und ich stecke zurück? Oder gehe ich das Risiko ein, mit meinen beiden Kindern ein neues Leben ohne ihn zu beginnen? Sicherlich auch mit der Gefahr, vielleicht später ohne Partner und das gewünschte dritte Kind da zu stehen?

Und um gleich dem einen oder anderen "Hasskommentar", den ich schon als Reaktion auf manch andere Posts gelesen habe, vorzubeugen; ich bin weder ungebildet noch faul. Ich habe in meinem Leben auch schon einiges erreicht, so dass 'das Kinder kriegen' nicht als Grund zum auf die faule Haut legen oder der Bekämpfung der Langeweile dient. Auch nach dem dritten Kind wird es so sein, dass ich mit meinem eigenen Einkommen mindestens die Hälfte zum Familienunterhalt beitrage.

Aber mein Freund möchte nicht und geht davon aus, dass ein Kinderwunsch wohl was ist, was einfach abzustellen wäre...

Wie denkt Ihr darüber? Wem erging es ähnlich? Wie habt ihr die Situation für Euch geklärt?

Danke!

Liebe Grüße Dini
 
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  • #2
Ich habe drei Kinder und ich hätte gerne noch ein viertes Kind gehabt. Hat nicht sollen sein - mein Mann wollte auch auf keinen Fall noch ein Kind. Einfach, weil er die Belastung mit drei Kindern ausreichend und noch gut händelbar findet. Das hat mich lange beschäftigt, obwohl ich verstandmäßig wusste, dass ein viertes Kind einfach alles komplizierter machen würde. Ich bin fast immer und sehr schnell wieder voll arbeiten gegangen, bis heute, man weiß nie, ob das nächste Kind das möglich macht (Krankheit, Behinderung). Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinen Mann wegen seiner Entscheidung zu verlassen, sondern ich wollte nur ein "gemeinsam gewolltes Kind". Irgendwann (so um den vierzigsten Geburtstag rum), war mein weiterer Kinderwunsch dann weg - aber ich habe ihm auch nie so einen riesen Raum gelassen. Meine Beziehung zu meinem Mann sowie zu den vorhandenen Kindern war mir immer viel wichtiger.
 
  • #3
Zunächst mal fände ich es wichtig zu wissen, warum dein Freund kein weiteres Kind will. Er wird das doch sicher irgendwie begründet haben. Spielen da finanzielle Erwägungen eine Rolle? Empfindet er sich bzw. euch beide als zu alt, hat evtl. auch Angst, dass es zu Komplikationen kommen könnte?

Oder fühlt er sich evtl. jetzt schon überfordert, geht in der Paparolle nicht so auf wie erhofft, vermisst vielleicht sein altes Leben? Das ist der Punkt, der mir an deiner Stelle Sorgen machen würde.

Die Tatsache selbst, dass es (mit ihm) kein weiteres Kind mehr geben wird...hm, ich muss gestehen, dass ich deine Enttäuschung darüber nur bedingt nachvollziehen kann, was sicher auch mit meiner persönlichen Situation zu tun hat. Ich werde wohl aus gesundheitlichen Gründen und mangels Partner gänzlich kinderlos bleiben. Das macht mich etwas traurig, aber (noch) nicht völlig fertig, da ich mich wohl ohnehin überfordert fühlen würde mit Kindern. Aber den biologischen Trieb spüre ich schon; außerdem macht mir das Gefühl zu schaffen, keine Wahlfreiheit in diesem Punkt zu haben.

Deshalb empfinde ich es - nicht böse gemeint - immer ein wenig als Luxusproblem, wenn Frauen schon mehrere gesunde Kinder haben und darunter leiden, dass es kein weiteres mehr gibt. Du hast ja nun auch schon einen gemeinsamen Sohn mit deinem Freund. Anders wäre es, wenn du bisher "nur" eigene Kinder hättest und keines mit ihm zusammen ... da könnte ich den Wunsch, mit ihm noch einmal Nachkommen zu zeugen, nachvollziehen.

Aber letztlich ist der Kinderwunsch immer etwas zutiefst persönliches und bedarf weder einer Rechtfertigung noch einer logischen Begründung. Du solltest nur Risiken und Chancen gut abwägen. In meinen Augen hast du mehr zu verlieren als zu gewinnen, wenn du deinen Freund jetzt verlässt, um nochmal neu anzufangen. Viel Zeit bleibt dir nicht mehr für ein 3. Kind. Dass du mit 2 Kindern von 2 verschiedenen Vätern, eines davon noch sehr klein, auf dem Partnermarkt keinen einfachen Stand hast, wird dir auch bewusst sein.

Solltest du tatsächlich das Glück haben, noch einen Partner für ein 3. Kind zu finden, wärst du vermutlich bei der Schwangerschaft um die 40 oder älter als 40. D.h., du hättest ein relativ hohes Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden oder ein behindertes Kind zu bekommen. Kompliziert wäre dein Leben mit 3 Kindern von 3 Vätern in jedem Fall.

Überleg dir gut, ob du das Schicksal so herausfordern willst.
 
  • #4
Hallo Dini
Ich habe keine Kinder, möchte mich aber hier trotzdem kurz äussern. Du hast schon 2 Kinder und die Beziehung mit deinem Partner scheint gut zu laufen. Ich persönlich finde - falls man sich entschliessen sollte, Kinder zu haben - 2 Kinder eine schöne Zahl. Ich denke in der heutigen Zeit ist es auch eine Herausforderung, für 2 Kinder gut zu sorgen, speziell wenn man auch noch teilweise berufstätig sein sollte. So stelle dir doch einfach mal die Frage, wieso du unbedingt ein 3. Kind haben willst. Die Frage ist auch, ob dieser Wunsch neu ist oder du den schon lange mit dir herumträgst. Wie auch immer. Dein Freund will kein weiteres Kind, muss man so akzeptieren finde ich, er wird seine Gründe haben. Ich an deiner Stelle würde mich nicht auf ein 3. Kind fixieren, wenn du ja schon 2 hast. Es ist sicher auch im Interesse deiner Kinder gut, an allfällige Konsequenzen zu denken, falls es wegen der Kinderfrage mit deinem Partner zu einer Trennung kommen würde. Ist es das wert, eine gute Partnerschaft zu verlieren und dann allein dazustehen mit 2 oder 3 Kindern? Ich finde nicht. Manche wären sehr froh (z. B. solche Frauen, die gar kein Kind haben, obwohl sie sich eines wünschen), sie hätten 2 Kinder und einen gute Partner. Vielleicht bist du zu sehr auf Kinder fixiert und vergisst dich und deine Bedürfnisse etwas. Bsp: kürzlich sagte mir eine Kollegin mit 2 Kindern, sie wisse gar nichts mit der wenigen Freizeit anzufangen, wenn ihre 2 Kinder sie grad nicht beanspruchen. Fand ich schlimm diesen Satz. Es gibt tausend Dinge die man tun kann und meines Erachtens müsste man doch als Mutter dann mal froh sein, für sich was tun zu können. Vielleicht solltest du dich etwas öffnen für andere Aktivitäten nebst dem, Mutter zu sein. Wenn du dir Mühe gibst, kommt dir bestimmt etwas in den Sinn, was dich interessieren könnte.
 
M

Mooseba

  • #5
Du spielst bereits mit dem Gedanken, deinen Freund zu verlassen, weil dir ein weiteres Kind auf jeden Fall wichtiger ist als eine gemeinsame Zukunft? Dann solltest du auf jeden Fall gehen. So eine Freundin braucht er sicher nicht.
Mal schauen, welcher Mann einer Frau mit zwei Kindern von zwei Männern noch ein drittes "schenken" möchte.

(m,33)
 
  • #6
. Und diese Antwort war ein NEIN. Nein, mein Freund möchte kein weiteres Kind haben!
Du hast zwei Kinder. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Deinem Freund reicht. Hat er früher gesagt, dass er zwei Kinder mit Dir möchte und seine Meinung geändert? Ich halte die Idee, ihn zu verlassen und einen neuen Mann für ein drittes Kind zu suchen für abstrus. Nur wenige Männer suchen nach einer AE mit zwei Kindern von zwei unterschiedlichen Männern.
 
  • #7
Ich wolte auch unbedingt drei Kinder (vom selben Mann). Obwohl wir ohne familiäres Netzwerk im Ausland wohn(t)en, obwohl wir beide vollzeit arbeite(t)en, obwohl ich damals mitten i meiner Doktorarbeit steckte. Mein Mann wollte kein drittes Kind. Ich habe alles gemacht, um ihn zu überreden, es gelang mir am Ende. Aber die Ehe hielt das dritte Kind nicht aus. Ich bin jetzt geschieden aber meine Entscheidung damals war richtig, das weiss ich jeden Tag, wenn ich an meinen wundervollen Sohn denke.
Trotzdem gebe ich einigen Anderen hier recht, überdenke sehr gut, was dir wirklich am wichtigsten ist, und ob du mit den Konsequenzen leben kannst oder möchtest.
 
W

wahlmünchner

  • #8
Tja, das ist die Misere, wenn zwei Leute offen reden und gut verhüten.
Ich erlebe permanent, wie Kinder überraschend gezeugt werden...iweil schlampig verhütet wird...
Da ich immer wollte das ein: "ja ich will jetzt ein Kind mit dir " gesagt wird und ich immer gut verhütet habe.... Nun...Aus dem Grund hab ich noch keines..und eine meiner Kolleginen "ungeplant " 4 Kinder
Sie ist verheiratet und glücklich darüber.
 
  • #9
Was wäre wenn Du Zwillinge bekommst, dann hättest Du plötzlich vier. War nur so ein Gedanke. Wenn Du es ebenso im Doppelpack gewuppt bekommst, warum nicht. Es ist letztlich Deine Entscheidung was Dir wichtiger ist, ein weiteres Kind oder eine stabile Beziehung. Nur Du kennst Deinen Freund, Dich selbst und Eure finanziellen, räumlichen Verhältnisse.
 
  • #10
Hallo liebe FS,

Warum möchtest Du unbedingt ein drittes Kind, notfalls von einem dritten Mann? Denn ich sehe schon, dass Dein Wunsch ein recht großes Raum in Deinem Denken und Fühlen eingenommen hat. Zumindest um hier zu fragen.

Nun bin ich "nur" ein Mann, zwei Kinder, die bei mir leben und habe in meiner Berufung sehr viel mit (kleineren) Kindern zu tun. Was ich da erlebe, mag mich an so manchen uneigennützigen Kinderwunsch zu deren Wohl zweifeln lassen.
 
  • #11
Also du solltest froh sein, wie es jetzt läuft und das schätzen, was Du hast!
Nimm Deinen Freund ernst, wenn er kein 3. Kind möchte!
Ihr habt 2 gesunde Kinder, eine funktionierende Beziehung und das würde ich auf keinen Fall aufs Spiel setzen. Einen neuen Mann wirst du mit 2 Kindern nicht finden, schon gar keinen, der noch ein 3. Kind will.
Lass es gut sein - ja - du solltest dich geschlagen geben und mal sehen, was Du hast und nicht nur das sehen, was Du nicht hast.
Wieso überlegst du ernsthaft, deinen freund und Vater deines Sohnes zu verlassen, nur weil er kein Kind mehr will? Ihm reicht die Verantwortung, die er hat.
In einer Partnerschaft sollte man auch als Frau die Bedürfnisse des Mannes ernst nehmen und respektieren. Es ist toll, dass ihr als Patchworkfamilie gut funktioniert, aber welcher mann nimmt eine Frau, die 2 Kinder von 2 Männern hat??
Da sind dann nicht nur die Kinder das "Problem", sondern auch noch die 2 Exmänner, bzw. Väter der Kinder.. da muss ein neuer Mann sich dann nach einer erfahrenen Mutter, 2 Kindern und 2 Exmännern richten? Also ich denke, das könnte schwierig werden...
Also meinen Freunden war mein Exmann eher ein Dorn im Auge als die Kinder...
 
  • #12
Ich schließe mich #4 an - ich glaube deine Beziehung ist jetzt von deiner Seite aus schon mehr am Ende, als du denkst, wenn du wirklich mit 2 gesunden Kindern daran denkst, ihn deswegen jetzt zu verlassen. Wenn du noch kein Kind und einen sehr starken Wunsch danach hättest, dann könnte ich dich ja total verstehen. Aber so eher nicht.

Frag dich doch einmal selbst, weshalb du nach einem Nein anscheinend sofort hier deine Gedanken über ein mögliche Trennung formulierst. Eigentlich solltest du in einer gesunden Beziehung kämpfen - nämlich um ihn UND ein Kind. Forsche doch erst einmal nach den Ursachen. Warum will er keins? Sprich mit ihm, nicht nur einmal kurz zwischen Tür und Angel, sondern intensiv, mehrmals. Dann verstehst du ihn besser und vielleicht ist es ja sogar etwas, woran man arbeiten kann.
 
  • #13
Da kamen ja in kurzer Zeit schon einige Meinungen zusammen... Vielen Dank dafür!

Ich finde, es ist ein so schwieriges Thema, weil ich ja auch der Meinung bin, dass keiner mit seiner Meinung so unterschiedlich sie auch sein mag, unrecht hat. Da es in einem solchen Fall ja auch keinen Kompromiss geben kann, sind natürlich alle Varianten zumindest in Gedanken mal durchzuspielen.

Dazu gehört nun mal auch der Gedanke: trennt man sich, um dem Kinderwunsch zu folgen? ABER ich habe auch gesagt, dass ich noch keine Lösung gefunden und demnach auch noch keine Entscheidung getroffen habe.

Ich bin ganz klar der Meinung, dass ein Kind von beiden Partnern gewollt sein muss. Eine "Verhütungspanne" wird es daher nicht geben und auch ein ständiges auf den Partner einreden, damit dieser seine Meinung ändert, kommt für mich nicht in Frage.

Ich bin mir auch dessen bewusst, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich bereits zwei tolle Kinder habe, die gesund sind. Es ist halt einfach ein Gefühl! Das Gefühl sagt mir, wir sind noch nicht komplett.

Sein NEIN beruht, so gibt er es selber zu, auf egoistischen und teilweise nicht nachvollziehbaren Gründen. Ist halt auch einfach ein Gefühl!

Ich sage ja, wir liegen beide sicherlich nicht falsch.

Finanziell wäre es glücklicherweise kein Problem bzw die erforderlichen Einschränkungen sind in meinen Augen wirklich ein "Luxusproblem". Räumliche Bedenken, die er nennt, sind auch kein Problem, da die Kleinen sich anfangs ein Zimmer teilen würden und wir auch schon vorher mit dem Gedanken gespielt haben, mein Haus zu vermieten und ein neues zu kaufen.

Rein logisch wäre jedes Argument also zu entkräften, aber ich will ein klares JA von beiden Seiten ohne, dass ich ihm vorher mittels PowerPoint und Statistiken bewiesen habe, dass es geht.

Hat denn eine Frau hier schon die Erfahrung machen können, dass der Mann wirklich seine Meinung geändert hat?
 
  • #14
Hat denn eine Frau hier schon die Erfahrung machen können, dass der Mann wirklich seine Meinung geändert hat?
Wenn sein NEIN tatsächlich nicht auf nachvollziebaren Gründen gründet, sondern aus einem Gefühl heraus entsteht und sich für ihn richtig anfühlt, dann halte ich es für unwahrscheinlich, dass er seine Meinung ändert. Wären es änderbare Umstände, dann würde das ganze wohl anders aussehen. Was mich stutzig macht, ist deine Aussage, dass ihr euch für dich nicht komplett anfühlt. Wen meinst du mit "euch"? Dich und deine Kinder oder beziehst du da tatsächlich deinen Freund in das "euch" mit ein? Dann würdest du nicht mal ansatzweise darüber nachdenken, ihn deswegen zu verlassen. Statt bei ihm nach Contra-Gründen zu suchen, solltest du dich vielleicht mehr auf dich konzentrieren und versuchen herauszufinden, warum du so viel Zeit mit dem Gedanken an ein weiteres Kind verschwendest.
 
  • #15
Aber die Ehe hielt das dritte Kind nicht aus. Ich bin jetzt geschieden aber meine Entscheidung damals war richtig, das weiss ich jeden Tag, wenn ich an meinen wundervollen Sohn denke.
LiebeDini, hier hast du doch eine Frau, die die Erfahrung gemacht hat, dass sie ihren Mann überreden konnte. Es ist logisch und nachvollziehbar, dass sie ihre Entscheidung jetzt richtig findet, denn das Kind ist da und sie liebt es. Du bist noch VOR dieser Tatsache, dass es um ein konkretes, geliebtes Kind geht - mach dir gut Gedanken darüber, ob es dir das wert ist, dafür u.U. eine Menge zu verlieren.
 
  • #16
Hi Dini,
ich hab ein paar Fragen an dich, bevor ich dir was halbwegs fundiertes dazu sagen kann.
Woran ist deine Ehe gescheitert? Wie ist dein Verhältnis zu deiner Mutter? Gibt es - mal für den Moment vom dritten Kind abgesehen- etwas, das du dir in deiner Beziehung mehr/oder überhaupt wünschen würdest? m/44
 
  • #17
Da kamen ja in kurzer Zeit schon einige Meinungen zusammen... Vielen Dank dafür!

Dazu gehört nun mal auch der Gedanke: trennt man sich, um dem Kinderwunsch zu folgen? ABER ich habe auch gesagt, dass ich noch keine Lösung gefunden und demnach auch noch keine Entscheidung getroffen habe.

Ich bin mir auch dessen bewusst, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich bereits zwei tolle Kinder habe, die gesund sind. Es ist halt einfach ein Gefühl! Das Gefühl sagt mir, wir sind noch nicht komplett.

Sein NEIN beruht, so gibt er es selber zu, auf egoistischen und teilweise nicht nachvollziehbaren Gründen. Ist halt auch einfach ein Gefühl!

Ich sage ja, wir liegen beide sicherlich nicht falsch.

Finanziell wäre es glücklicherweise kein Problem bzw die erforderlichen Einschränkungen sind in meinen Augen wirklich ein "Luxusproblem". Räumliche Bedenken, die er nennt, sind auch kein Problem, da die Kleinen sich anfangs ein Zimmer teilen würden und wir auch schon vorher mit dem Gedanken gespielt haben, mein Haus zu vermieten und ein neues zu kaufen.

Rein logisch wäre jedes Argument also zu entkräften, aber ich will ein klares JA von beiden Seiten ohne, dass ich ihm vorher mittels PowerPoint und Statistiken bewiesen habe, dass es geht.

Hat denn eine Frau hier schon die Erfahrung machen können, dass der Mann wirklich seine Meinung geändert hat?
Pass einfach auf, daß die Idee nicht zur Obsession wird, und schätze lieber das was du hast. Warum sollte er seine Meinung ändern? Er ist erwachsen und hat seine Ansicht klargestellt.
Daß du ihn offenbar nicht wirklich ernst nimmst, ist bedenklich.
Du klingst ein wenig manipulativ.
Du hast das Gefühl, du bist nicht komplett? Das würde ich mir, gegebenenfalls mit Hilfe, genauer anschauen. Was fehlt denn, und warum meinst du, dass ein Kind die Lücke füllen könnte und nicht persönliche Selbstreflexion und Weiterentwicklung?
Diese Fixierung auf Kinder ist ungesund, und zwar für dich und die Kinder.
 
  • #18
Ich habe auch drei Kinder. Mit 29 ein Mädchen bekommen und mit 34 einen Sohn. Ich habe es geliebt Mutter zu sein und ein Baby im Arm zu halten. Meine Liebe und Wärme in der Familie weitergeben zu können.

Mein Mann war zufrieden mit zwei Kindern und ich lange Zeit auch. Aber Ende dreißig kam bei mir wieder ein übermächtiger Wunsch nach einem weiteren Kind auf. Noch einmal ein Baby im Arm halten....es stillen zu können....das Glück zu spüren.

Mein Mann war ziemlich skeptisch und meinte, wir hätten doch schon zwei gesunde Kinder und man soll das Glück nicht noch mehr herausfordern.
Naja, immer wenn ich ein süßes kleines Kind gesehen habe, habe ich geschwärmt davon und meinen Wunsch geäußert.
Dazu kam ein wunderschöner Traum den ich ca. ein Jahr vor der Empfängnis geträumt hatte.

Ich träumte eines Nachts (ich führe seit vielen Jahren einTraumtagebuch) dass ich die Tür eines Säuglingszimmers in einem Krankenhaus aufgemacht habe. Da kam eine Hebamme heraus und sagte zu mir:" Sie sind noch nicht dran." Und dann schloss sie die Tür.
Kurze Zeit später im gleichen Traum hielt ich ein wunderschönes blondes Mädchen im Arm. Ich wachte sehr glücklich auf.

Einen Monat vor meinem 40. Geburtstag meinte er dann, ok lassen wir es drauf ankommen. Vielleicht klappt es ja eh nicht mehr. (Wir hatten im Freundeskreis zwei ältere Paare Anfang 40 die nicht bzw. nicht mehr schwanger wurden).

Ich aber war sicher. Ich spürte meinen Eisprung durch ein zuverlässiges Ziehen im Unterleib nämlich deutlich. Und prompt wurde ich schwanger!

Das war dann mein schönstes Geschenk zum 40. Geburtstag einen Monat später. Und neun Monate später kam dann unsere gesunde bildhübsche blonde Tochter zur Welt.

Ich denke deshalb aufgrund meines Traumes und vieler anderer Träume die ich noch hatte, ist alles irgendwie Schicksal und vorherbestimmt.

Es kommt wie es kommen soll.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute
 
  • #19
Liebe Dini,

um es mal realistisch darzustellen. Du ziehst in Erwägung, deinen Mann zu verlassen. Konfrontierst dein älteres Kind mit einer 2.!! Trennung und dein Jüngeres mit einer 1. Trennung, um vom 3. Mann ein drittes Kind zu bekommen. Sorry, da fehlen mir echt die Worte.

Mal angenommen du findest einen freien Mann, (ohne Kinder) der darauf Lust hat, dann bist du um die 40, wenn du nicht mit dem Erstbesten ein Kind kriegen willst.

Hättest du keine Kinder, würde ich sagen, trenn dich. Ein nicht gelebter Kinderwunsch kann dir ein Leben lang nachhängen. Aber du hast bereits Kinder. Dein Wunsch wurde erfüllt. Jetzt noch mehr, warum?

Du überlegst, ob du "dich geschlagen geben sollst"? Klingt nach Machtspielchen.

Ich denke, wen du dich nicht komplett fühlst, jetzt in deiner Situation, dann wirst du dich auch nach einem 3. Kind nicht komplett fühlen.

Und tut mir leid, mir fehlt hier auch ein bisschen die Dankbarkeit, du hast bereits 2 Chancen vom Leben erhalten, Familie zu leben. Du siehst das offensichtlich als selbstverständlich. Darüber bist du nun unzufrieden, weil dein Mann, der dein 1.Kind offensichtlich akzeptiert, kein 3. Kind will (im Haushalt)und du dich nicht komplett fühlst.

Egal wie ich es drehe und wende, ich finde dich egoistisch und unreif. Tut mir leid, für meine deutlichen Worte.

Alles Gute Anna
 
  • #20
@Süsse65: Deine Geschichte klingt in der Tat auch ein wenig wie ein Traum; einfach zuckersüß... Ich freue mich sehr für Dich, dass sich Dein Wunsch mit dieser schönen Ankündigung erfüllt hat.

@Tulaya: Natürlich spreche ich von uns als gesamte Familie, wenn ich sage, ich habe das Gefühl, WIR wären noch nicht komplett. Ich habe bisher auch nicht den Eindruck, dass mein Wunsch die Kontrolle über mich gewonnen hätte. Da nun aber zum ersten Mal ein klares NEIN kam, beschäftige ich mich natürlich auch mit diesem NEIN, um für mich klarzustellen, wie ich mich damit fühle und welche Konsequenzen es für mich und mein Leben bzw. für uns alle hat.
Den Beitrag von Nyssa habe ich gelesen und bin froh, dass sie auch aus heutiger Sicht sagen kann, dass ihre Entscheidung richtig ist. Sie schreibt jedoch, sie hätte ihren Mann überredet. Und das ist ganz und gar nicht meine Absicht! Ich dachte da tatsächlich eher an eine beiderseitige Zustimmung wie Süsse65 sie geschildert hat.
 
  • #21
@AufdrSuche: Ich denke, der Ansatz ist richtig, sich auch mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen. So kann ich berichten, dass ich selber einen kleinen Bruder mit sechs Jahren Altersunterschied habe. Ich habe es gehasst, dass ich ihn regelmäßig vom Kindergarten abholen musste und und und. Insofern sind das alles Aufgaben, die ich meinem Großen nie auferlegen würde.
Nun aber zu den eigentlichen Fragen: unsere Ehe ist in einer sehr turbulenten Zeit in die Brüche gegangen; es lag meiner Meinung an fehlender Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen. Mein Bruder ist zu dieser Zeit sterbenskrank geworden, wir sind gerade ins nähere Umfeld meiner Schwiegereltern gezogen und ich habe einen neuen Job angenommen, der mir viele Freiheiten bot, aber auch viel abverlangte. Alles in Absprache mit meinem damaligen Mann. Fortan hatte ich ständig die Schwiegersippschaft auf der Terrasse oder der Couch sitzen; selbst in Momenten, in denen ich echt Ruhe gebraucht hätte, weil ich gerade zwei Tage mit 1000 Kilometern und ner langen Zeit im Krankenhaus bei meinem Bruder hinter mir hatte, begrüsste mich die Schwiegerfamilie. Es kam eins zum anderen und die Gefühle füreinander veränderten sich.
Ein Verhältnis zu meiner Mutter besteht derzeit nicht. Dies schränkt mich jedoch auch nicht ein. Sie gehört leider zu den Menschen, die nur Kontakte pflegt, die ihr einen persönlichen Nutzen bringen. Und aufgrund verschiedener Vorkommnisse in der Vergangenheit, ist meine klare Haltung ihr gegenüber, dass sie gerne zum Kaffee kommen kann, wir quatschen, aber es nichts Tiefergreifendes wird und wir schon gar nicht über Geld reden.
Weitere Wünsche habe ich an die Beziehung nicht. Im Grunde genommen ist die Beziehung völlig in Ordnung; wahrscheinlich ist auch das der Grund, warum ich von dem klaren NEIN so überrascht war. Ich nehme jetzt mal solche Kleinigkeiten wie den vergessenen Müllbeutel außen vor; der führt ja im Regelfall auch nicht zu einem Infrage stellen einer Beziehung.

@Lily321: Du schreibst, ich klinge ein wenig manipulativ. Woran machst Du das fest? Ich denke, wenn es so wäre, hätte die Fragestellung schon eine ganze andere sein müssen, zB wie überzeuge ich meinen Partner davon noch ein Kind haben zu wollen?
Aber ich gestehe ihm genauso seine Meinung zu wie ich auch meine habe.

Liebe Grüße
 
  • #22
Stimmungsschwankungen von Männern bezüglich der Kinderfrage ein und derselben Frau gegenüber habe ich noch nicht erlebt. Nein war nein, ja war ja.

Ich bin aber erstaunt, wie leichtfertig du an Trennung denkst. Ich sage natürlich auch, sei froh über 2 gesunde Kinder und über einen Freund, der mit dir die 2 Kinder groß zieht.

Kannst du dir vorstellen, dich nur wegen einem 3. Kind zu trennen, alleinerziehend mit 2 Kindern von 2 Vätern, das Ganze Hin und Her, um die Kinder mit ihren Vätern zusammenzubringen?

Ich kenne viele Klassenkameraden meiner Kinder und könnte hier locker eine Gegenüberstellung von Scheidungskindern, alleinerziehenden Müttern, Patchworkfamilien, und Kindern aus Normalfamilien, in denen es stimmt und denen, wo es nicht stimmt, machen. Bewerten würde ich soziale Kompetenz, Selbstwertgefühl und Schulleistung.
Wenn du also sehr gut sonst mit deinem Freund zurechtkommst, würde ich dir raten v.a. das Wohl deiner Kinder zu sehen und nicht zu hoch zu pokern.
Seid ihr denn sonst glücklich miteinander und streitet nur über das 3. Kind?
 
  • #23
@Camille: Wir streiten nicht über das dritte Kind. Denn ich bin wie gesagt der Meinung, dass jede unserer Meinung auf ihre Art richtig ist. Was bringt es da zu streiten. Das Einzige, was ich meinem Freund anlasten würde, wäre der Punkt, dass er erst jetzt klar dazu Stellung bezogen hat, dass er kein weiteres Kind möchte, weil er halt auch der Meinung ist, unsere zwei reichen.

Hinsichtlich der Entwicklung der Kinder, muss ich sagen, dass der Umgang, den die Eltern nach einer Trennung pflegen, wohl eine entscheidende Rolle spielt. Ich weiß aber, welche Familienverhältnisse gemeint sind...

Nun aber nochmal an ALLE: nur um sicherzustellen, dass ich hier nicht gelyncht werde... Ich habe bei meinen Überlegungen alle Möglichkeiten in Betracht gezogen - und dazu gehört auch eine Trennung - und um Erfahrungen / Meinungen gebeten. Ich habe nichts davon geschrieben, dass ich meinen Freund bereits zum Teufel gejagt hätte, weil er sich einfach nicht umstimmen ließ.

@TanteAnna: ja, vielleicht sehe ich es auch als selbstverständlich an, wonach andere sich noch sehnen. Aber die Normalität, die jeder empfindet, hat nicht zwangsläufig was mit Undankbarkeit zu tun, sondern mit den äußeren Umständen, die man gewöhnt ist. Und trotzdem bin ich jeden Tag glücklich darüber, dass meine Kinder gesund sind und es uns nicht wirklich an irgendetwas mangelt.
 
  • #24
Und tut mir leid, mir fehlt hier auch ein bisschen die Dankbarkeit, du hast bereits 2 Chancen vom Leben erhalten, Familie zu leben. Du siehst das offensichtlich als selbstverständlich. Darüber bist du nun unzufrieden, weil dein Mann, der dein 1.Kind offensichtlich akzeptiert, kein 3. Kind will (im Haushalt)und du dich nicht komplett fühlst.
Ja, die FS klingt tatsächlich stark danach, dass sie den Hals nicht voll kriegen kann und auf ganz hohem Niveau meckert.

Um mal ein wenig die Verhältnismäßigkeiten reinzubringen, wenn es um die "Kinderfrage" geht, hier meine eigene Situation:

8 von 10 Frauen haben, wenn sie Mitte 30 überschritten haben, bereits Kinder. Mindestens 7 dieser 8 Frauen winken ab, wenn man als Mann zumindest noch ein weiteres gemeinsames Kind möchte. Und das, obwohl ich noch GAR KEINE KINDER habe und mein Kinderwunsch noch vollkommen unerfüllt ist.

Wenn Man(n) dieses Missverhältnis moniert, bekommt man übrigens von anderen Frauen überwiegend zu hören, dass man sich doch gefälligst mit den mitgebrachten Kindern zufrieden geben soll. Man(n) soll Verständnis haben, dass die meisten Frauen "durch damit" sind und nicht nochmal von vorne anfangen wollen. Für Männer gibt es nicht mal eine Lobby für ein einiziges Kind ...geschweige denn für den Wunsch unbedingt ein drittes haben zu wollen.

Unterm Strich bleiben die 2 Frauen, die noch keine Kinder haben und von denen schließe ich (als kinderlieber Mann) diejenigen schonmal aus, die keine wollen bzw. wollten. Bleibt eine übrig und zusätzlich die eine von den 8 mit Kindern, die einem neuen Partner das gleiche einräumt, wie dem Ex-Partner, bzw. Vater ihrer vorhandenen Kinder. Leider sind unter diesen verbleibenden Frauen auch relativ viele, die entweder keine (mehr) Kinder bekommen können, oder als Partnerin "schwierig" sind. (es hat ja Gründe, dass sie ungewollt kinderlos sind!)

Zusammengefasst würde ich sagen, dass zwei leibliche Kinder und ein Partner, der das mitgebrachte akzeptiert, schon ganz großes Familienkino sind!

V.m46
 
  • #25
@Valmont: Ich finde es schön, dass sich ein Mann mal in dieser Art und Weise äußert. Und nein, ich würde nicht zu denen gehören, die Dir sagen würden, gib Dich zufrieden... Ich kann das Dilemma verstehen in dem Du Dich gerade als Mann mit fehlender Lobby befindest.

@all:
Dennoch muss ich eins - nicht alleine zu Deinem Kommentar - anmerken: wir haben doch keine Gleichheit, die wie ein großes Raster funktioniert. Ich weiß, es mag genauso ungerecht erscheinen, wie ich es empfinde, dass es in dieser Frage kein grau - also keinen Kompromiss - geben kann, dass es Menschen mit Kinderwunsch gibt, denen selbst ein Kind bisher versagt geblieben ist. Ich habe eine sehr gute Freundin, die in Deiner Aufzählung die eine der zehn ist, die noch keine Kinder hat, aber Kinder möchte. Ihr fehlt es an dem richtigen Partner... Aber darf ich mir deshalb kein Kind mehr wünschen? Muss ich vorher die gerechte Verteilung abwarten?
Es tut mir leid, dass jetzt gerade Dich diese ketzerische Frage erwischt. Aber bei der einen oder anderen Antwort kommt schon die Überlegung auf, wie wäre es in einer anderen Gesellschaft, in der drei oder mehr Kinder als "normal" gelten würden? Was wäre, wenn die ersten beiden Kinder den gleichen Vater hätten und ich nun mit meinem Freund ein weiteres Kind haben wollte? Wäre dann so mancher Kommentar genauso bissig? Oder müsste ich zu den Stars gehören, wo das scheinbar durchaus gesellschaftsfähig ist, drei Kinder zu haben? Und diese dann wie bei Kate Winslet sogar mit drei verschiedenen Männern? (nicht, dass ich das wollte)
 
  • #26
Aber bei der einen oder anderen Antwort kommt schon die Überlegung auf, wie wäre es in einer anderen Gesellschaft, in der drei oder mehr Kinder als "normal" gelten würden? Was wäre, wenn die ersten beiden Kinder den gleichen Vater hätten
In der Regel beantwortet man doch die Frage mit Rücksicht auf die Details, die bekannt sind. Die sind bei dir:

- geschieden
- 2 Kinder, 2 Männer, wovon der aktuelle Freund der Vater eines
Kindes ist
- ihr seid 36 und 39
- dein Freund will kein weiteres Kind
- du erwähnst evtl. Trennung, um ein 3. Kind mit einem 3. Mann zu
zeugen

Darauf haben wir geantwortet und keiner war gehässig. Es geht um das Wohl von euch allen. Auch in Ländern, in denen viele Menschen 4 Kinder haben, hätte man dir bestimmt nicht empfohlen, einen dritten Mann zu suchen…..Keiner sagt, du darfst nicht weitere Kinder haben! Deine Konstellation, in der du lebst, lässt das aber nicht zu. Es ist eher als Trost gedacht, du solltest doch zufrieden mit deinen gesunden Kindern sein. Wir versuchen hier realistisch zu denken und nicht ein Märchen zu erzählen oder falsche Hoffnungen zu schüren.
 
  • #27
Dazu gehört nun mal auch der Gedanke: trennt man sich, um dem Kinderwunsch zu folgen? ABER ich habe auch gesagt, dass ich noch keine Lösung gefunden und demnach auch noch keine Entscheidung getroffen habe.

....

Hat denn eine Frau hier schon die Erfahrung machen können, dass der Mann wirklich seine Meinung geändert hat?
Wieso schreibst du, dass du dich trennst, um dem Kinderwunsch zu folgen?

Die Chancen, nach der Trennung noch ein Kind von einem Mann zu bekommen, der eins will mit einer Frau, die schon 2 Kinder von 2 Männern hat ist gleich null. Mal abgesehen davon müsste auch mal geklärt werden, wie du das wirtschaftlich meistern willst?
Der neue Mann müsste dann für Dich und 3 Kinder aufkommen!? Das bisschen Kindergeld und Unterhalt reicht ja im täglichen Leben nicht aus ... wo würdest du leben? Du brauchst dann 3 Kinderzimmer, also mindestens eine 5 Zimmerwohnung, besser ein Haus!?
Soll das alles der neue Partner mitbringen? Oder hast Du eines?
Und die Lebenshaltungskosten? Hast Du einen Beruf, der Kinder und Job unter einen Hut bringen kann?? 3 Kinder sind nicht so einfach zu versorgen und wie man im Parallelthread sieht, sind schon viele Männer mit EINEM Kind überfordert und lassen die Frau hängen mit allen Aufgaben!?

Ich kenne Frauen, die ihren Kinderwunsch irgendwie durchgedrückt haben, JA! Und die Väter haben auch das 3. Kind geliebt, aber trotzdem waren sie unzufrieden mit ihrem Leben und oft lief es irgendwann auf eine Trennung hinaus... oder die Männer flüchteten sich in eine Affäre. Dann war natürlich nur der Mann der miese Verräter...
 
  • #28
Ich bin inzwischen etwas irritiert... Klar ist es schwierig, manche Dinge in Schriftform zweifelsfrei darzustellen, dennoch möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass ich lediglich den Gedanken mit einem großen Fragezeichen versehen in meine Überlegungen einbeziehe... Nur dann kann ich alle Möglichkeiten für mich "prüfen".

Und ich möchte auch nochmals erwähnen, dass ich unter der Annahme, dass ich mich trennen sollte, keinen Versorger für mich und die Kinder suche. Das habe ich in der Vergangenheit sehr gut hinbekommen und sehe da auch keine Probleme für die Zukunft.
Und ja Tini_HH ich habe ein Haus! Ein Haus, in dem sich die kleinen Kinder erstmal ein Zimmer teilen würden. Ich denke, dass ist bei 17 Quadratmetern pro Kinderzimmer auch nichts verwerfliches. Und wenn die Kinder dann größer sind, würde mein Großer eben das Gästezimmer umgestaltet bekommen oder ins Schlafzimmer ziehen und mein Schlafzimmer wird ins Gästezimmer verlagert.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass gesellschaftlich immer gleich angenommen wird, dass man sozial und finanziell nicht gut situiert sein kann, wenn man mehr als zwei Kinder haben möchte. Dem ist aber nicht so. Zumindest nicht in allen Fällen.
 
  • #29
Schwierig, wenn sich zwei mit ihren Wünschen nicht einigen können. Ich finde, derjenige, der kein Kind mehr möchte, hat den gleichen Anspruch auf Gewichtung seines Wunsches wie der Partner mit Kinderwunsch.

Ich möchte auch nicht gegen meinen Willen zur Elternschaft veranlasst werden.

Und wenn Ihr Euch nicht einigen könnt: denk bitte auch an die beiden schon vorhandenen Kinder. Noch einmal eine Trennung und Neuverbandelung. Gar nicht so einfach. Ich würde es mich nicht trauen auf einen Mann zu hoffen, der ein solches Projekt mit derartigen Ausgangsbedingungen mit mir durchzieht. Und so sehr viel Zeit hast Du nicht mehr mit 36.

Das Leben wird nicht immer besser, wenn man dem vorhandenen noch eines draufsetzt. Aber letztlich ist es Dein Leben. Entscheide klug.
 
  • #30
Ich bin inzwischen etwas irritiert... Klar ist es schwierig, manche Dinge in Schriftform zweifelsfrei darzustellen, dennoch möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass ich lediglich den Gedanken mit einem großen Fragezeichen versehen in meine Überlegungen einbeziehe... Nur dann kann ich alle Möglichkeiten für mich "prüfen".
Mich irritiert eher, dass diese Überlegung überhaupt aufkommt. Wenn ich jetzt über ein viertes Kind nachdenken würde(!), käme mir der Gedanke an eine Trennung nicht mal ansatzweise. Ohne dir zu nahe zu treten, deine Beziehung zu deiner Mutter ist bzw. deine Kindheit war schwierig, Wie dir schon einige geraten haben, schau doch erst einmal danach, woher der Wunsch nach einem weiteren Kind kommt, dieses Gefühl, nicht komplett zu sein. Vielleicht spürt dein Freund, dass ein weiteres Kind eine Kompensation von irgendwas wäre und hat deshalb das diffuse Gefühl einfach kein Kind mehr zu wollen? Eine Familienaufstellung ist eine kurzfristige Maßnahme, die dir mit Sicherheit etwas Klarheit bringen würde. Und vielleicht könnt ihr dann noch einmal auf einer anderen Basis über ein Kind reden bzw. du darüber nachdenken.