• #1

Die Damen: Wie viel Wahrheit vertragt ihr/Die Herren: Erfahrungen

Hier im Forum liest man des öfteren den Wunsch nach absolutem Vertrauen, dass man sich gegenseitig stets die Wahrheit sagt, über seine Gefühle spricht, etc., dass es keine Geheimnisse geben sollte in einer Beziehung.

Genauso oft liest man: "Wenn mein Partner damit ankäme, würde ich ihn sofort vor die Tür setzen". Und oft sind dies eben Dinge aus seiner Gefühlswelt. Ob das jetzt der Wunsch nach einem Dreier oder Pärchenclubbesuch ist, ob es die Antwort auf die berühmte Frage "bin ich dick" ist, ob es die Frage ist, wie hübsch er die Nachbarin findet... Auf Männer lauern jede Menge Fallstricke, genügend Gelegenheiten, sich durch Ehrlichkeit die Missstimmung der Partnerin auf sich zu ziehen.

Ich meine im folgenden nicht Seitensprünge, hohe Verluste beim Pokerspiel etc, also keine Dinge, die real sind und wirkliche Probleme nach sich ziehen, sondern eher Gedanken, Wünsche und Meinungen; Dinge, die man nicht mit Disziplin ändern kann. Einen Seitensprung kann man mit Disziplin auslassen, den Verlust beim Pokerspiel kann man verhindern, indem man nicht um hohe Beträge spielt; ein eventuelles Bedürfnis nach Abwechslung oder die Lust auf Glücksspiel kann man nur unterdrücken, aber der Gedanke ist halt nun mal gedacht und kann nicht un-gedacht werden. Es soll auch nicht ausschließlich um Sexuelles gehen, nur fallen mir in dem Gebiet gerade am meisten Fettnäpfchen ein, in die man treten kann.

Liebe Damen,
wie haltet ihr es mit absoluter Ehrlichkeit? Bis zu welchem Maß könnt ihr die Wahrheit ertragen, auch wenn sie euch nicht gefällt? Wollt ihr zu 100% wissen, was in eurem Mann vorgeht, oder zieht ihr ein Leben in Unkenntnis vor? Und wie würdet ihr mit solcher Ehrlichkeit umgehen?

Liebe Herren,
was hattet ihr für Erlebnisse mit diesem Thema? Und umgekehrt, was könntet ihr von Seiten der Frau ertragen, und zu was soll sie lieber lügen?

Ein Schwank aus meinem Leben: Ich schlage ihr etwas vor (im sexuellen Bereich, jaja, ich weiß, bitte sich nicht darauf festbeißen), weil sie mich fragt, was ich mir so wünsche. Sie grummelt etwas, später erfahre ich, dass sie das brühwarm ihren besten Freundinnen erzählt..."wie kann er nur so etwas wünschen..." Hätte ich nun diese Fantasie hinter dem Berg halten sollen?
 
G

Gast

  • #2
Ich stelle gerade ein Defizit bei mir fest. Ich mag Wahrheiten nicht sonderlich. Ich bin aber auch extrem sensibel und will lieber gar nichts wissen. Oder besser gesagt, die kühle Art, womit Menschen einem Tatsachen an den Kopf werfen. Da fallen mir gewisse Situationen in meinem Leben von meinen Exmännern ein: "Ja und, dann hab ich halt eine Affäre, können wir jetzt weiter essen?", "Ich hab dich ein paar Mal betrogen, was ist daran jetzt so schlimm?", usw. Das hat mir oft viele schlaflose Nächte beschert, woran ich fast verzweifelt wäre, weil ich einfach keine Lösung und Antwort auf diese Situationen gefunden habe.

Ich würde mit meinen Freundinnen nie über Sexuelles reden (auch wenn das Gerücht immer noch umgeht, dass Frauen das scheinbar alle tun). Frauengespräche drehen sich allgemein um sehr oberflächliche und immer die selben Dinge, auf meist sehr einfachem Niveau, das wenig anstrengt. Allerdings kannte ich schon Männer, die im umgekehrten Fall echte Tratschtanten wurden und ihren besten Freundinnen alles erzählt haben, um sich Tips zu holen. Das hat mich oft schon vor Wut auf gebracht.

w
 
  • #3
Hallo Hugo,

ich muss nicht alles wissen, aber Dinge die mich betreffen und Auswirkung auf unsere Beziehung haben (könnten), gehen mich auch etwas an!
Gedanken sind frei - und das ist auch gut so. Wenn er die Nachbarin hübsch findet, so muss er mir das nicht täglich an die Nase binden, versucht er aber sie ins Bett zu bekommen, dann geht das mich schon etwas an.
Ansonsten: Frau soll nur Fragen stellen, bei denen sie auch fähig ist, die Antwort zu verkraften. Sei es über das Aussehen oder über die Nachbarin! ;-)

Hannah
 
G

Gast

  • #4
Ich will ALLES wissen!! Alle Erfahrungen, Gefühle, Eindrücke sind im Körper gespeichert. Wenn ich ihm schon körperlich so nahe bin, will ich auch die geistige Nähe kompromisslos teilen.
Ich mag es nicht sonderlich, wenn Menschen aus Höflichkeit lügen. Ich brauche konstruktive Kritik, um mich verbessern zu können, und ehrliches Lob für meine Selbstbestätigung. Wie kann ich einem Mann vertrauen, wenn ich weiß, dass er mir alles schönredet? Damit komme ich nicht klar.
Ja, ich hätte gerne, wenn er mir sagt, dass er sich in seiner Fantasie z.B. einen Dreier ausmalt. Dann können wir gemeinsam entscheiden, ob wir das machen. Sexuelle Vorlieben würde ich jedoch nicht meinen Freundinnen auf die Nase binden.
Auch interessieren mich meine Vorgängerinnen. Was hat ihn an diesen Frauen gereizt, was hat er von ihnen gelernt?

Ich weiß aber auch, dass ich mit meiner Wahrheitsliebe eher die Ausnahme bin. Daher suche ich einen Mann, der in diesem Punkt mit mir übereinstimmt.
 
G

Gast

  • #5
AN FS:

Zum Thema sexuelle Fantasien wäre ich aufgeschlossen und würde es gerne wissen. Kommen andere Frauen darin vor, soll er es besser für sich behalten. Ich halte das genauso.

Harte Wahrheit zu meinen Schwachstellen etc., besser behalten. Ich mag zu 60% Wahrheit, aber die richtig heißen Themen - manche Dinge besser nicht hervorholen, Diplomatie ist manchmal mehr angebracht als der Holzhammer. Genauso verfahre ich mit meinem Partner. Wenn mir wirklich etwas aufliegt, ruhiges Gespräch darüber.

w, 41
 
G

Gast

  • #6
Ich mag es frech und freizügig und noch besser, wenn sie klug und eleoquent sind. Dann läuft es relativ gut.

Zur Sexfrage: Aus dem Alter für große Eskapaden bin ich raus. Die haben mich auch nie wirklich interessiert. Ich flirte gern in alle Richtungen, aber alle sexuellen Phantasien drehen sich um eine Zweierbeziehung. Mehr, als zwei Leute sollten sowieso nicht auf einer Matte turnen. Ich mache die heute üblichen Sachen, aber nicht mit zehn Leuten gleichzeitig. Hab ich mir alles angesehen, als Aha-Erlebnis abgebucht und verworfen. Bin weder tätowiert, noch trage ich irgendwo Stacheldraht am Körper. Schmuck sollte bei ihr auch leicht demontierbar sein und Körpergemälde möglichst nicht zu großflächig. Kein Draht im Mund und nichts in der Intimzone.

Aus diesen Rahmenbedingungen heraus, sollte bei größtmöglicher Übereinstimmung ein recht harmonisches Zusammenleben möglich sein, wozu natürlich auch die konstruktive Auseinandersetzung gehört, ohne die es langweilig wäre. Niemand strebt Friedhofsruhe an.
 
G

Gast

  • #7
Absolute Wahrheit muss nur sein, wenn ich danach frage.
Bei deinem Beispiel mit den Vorlieben würde sagen, das ist nicht so wichtig. So etwas würde ich nuicht fragen, wenn ich vermuten würde, dass etwas für mich Ekelerregendes dabei geantwortet wird. An deiner Stelle würde ich die ganze Wahrheit dann nur sagen, wenn es mir egal ist, ob mein Gegenüber geschockt ist und ich mit dem Schockiertsein dann auch leben könnte. Dass sie erschrocken ist, heißt ja nicht, dass sie die Wahrheit nicht verträgt.
Bei der Frage "bin ich dick?" möchte wahrscheinlich keine Frau die Wahrheit hören. Da ist eine charmante Lüge wohl sozialverträglicher.
 
G

Gast

  • #8
Liebe Damen,
wie haltet ihr es mit absoluter Ehrlichkeit? Bis zu welchem Maß könnt ihr die Wahrheit ertragen, auch wenn sie euch nicht gefällt? Wollt ihr zu 100% wissen, was in eurem Mann vorgeht, oder zieht ihr ein Leben in Unkenntnis vor? Und wie würdet ihr mit solcher Ehrlichkeit umgehen?
Ich kann einfach nicht verstehen, wieso "Wahrheit" immer mit Grobheit und verletzenden bzw. brüskierenden Worten in Zusammenhang gebracht wird. Bedeutet Wahrheit immer mit der Tür ins Haus zu fallen? Wohl nicht.

Meiner Ansicht nach kann man offene Worte auch taktvoll so verwenden, dass der andere sie ohne beleidigt zu sein oder das Gesicht zu verlieren annehmen kann.
Eloquenz und Diplomatie scheinen selten zu sein.
 
G

Gast

  • #9
Frauengespräche drehen sich allgemein um sehr oberflächliche und immer die selben Dinge, auf meist sehr einfachem Niveau, das wenig anstrengt.w
Das möchte ich so mal nicht stehen lassen. Ich gehe offen mit jedem Thema um, sei es jetzt Sexualität oder eben auch mal Einzelheiten. Ich beschäftige mich viel mit diesem Thema, sei es durch anregende Gespräche im Freundeskreis oder ich lese etwas darüber. So ist aber bei weitem nicht jede. Manchen sind gewisse Themen unangenehm, das kann man respektieren. So rede ich mit einer Freundin zB eher im Detail mit der anderen eben über Geschehnisse im Alltag.

Um mal die Frage zu beantworten, ob ich alles wissen wollen würde: ja.
Ich finde es wichtig offen zu sein. Natürlich war es nicht schön, dass die Frau sich dann hintenrum beschwert. Über bestimmte Dinge, Neigungen und Bedürfnisse zu sprechen ist meiner Ansicht nach auch eine Sache von gegenseitigem Respekt. Wenn einer etwas nicht möchte muss man es nicht mögen aber sollte darüber reden. Zumindest "das ist nicht so mein Fall" damit der Partner weis woran er ist. Grenzen sollten akzeptiert werden.

W/24
 
G

Gast

  • #10
Erfahrung als Dame:
In einer relativ frühen Phase des Kennenlernens habe ich mal ein offenes Beziehungskonzept in den Raum gestellt. Eigentlich war das nur zur Diskussion gedacht, weil ich es nicht haben könnte, in dieser Hinsicht vom Mann belogen zu werden. Wichtiger ist mir Offenheit in dieser HInsicht. Ich kann sexuelle Untreue gerade noch tolerieren, wenn nicht, um so besser. Ich selbst bin treu, mich interessieren keine anderen Männer, wenn ich liebe. Wenn ich anfange, mich für andere zu interessieren, fehlt mir etwas entscheidendes in der aktuellen Liaison. Bevor ich mich anderweitig einlasse, würde ich immer den Partner informieren und mit ihm um die Liebe ringen.

Langer Rede, kurzer Sinn: der Mann hat es so verstanden, als wolle ich die totale Freiheit, mit mehreren Männern parallele sexuelle Kontakte zu haben.
Leider kam es zu keinem persönlichen Gespräch, um dieses Missverständnis auszuräumen.

Ergo: Die Wahrheit ist prinzipiell gut, doch der Zeitpunkt und die Form der Offenbarung sind sehr entscheidend. Und natürlich der Wille des anderen, die Wahrheit zu kennen.
 
G

Gast

  • #11
Man(n) kann alles essen aber nicht alles wissen. Ich bin sehr offen und falle bestimmt nicht tot um, wenn mein Freund plötzlich mit dem Wunsch nach einen Dreier käme und das weiß er zu schätzen. Bei sowas denke ich in Ruhe darüber nach und rede mit ihm.
Aber alles will ich eigentlich gar nicht wissen (hier meine ich seine Vergangenheit), da werde ich nur grundlos eifersüchtig. Wir leben schließlich jetzt und nur einmal.
 
G

Gast

  • #12
Sehr individuelle Geschichte, offenbar...
Also ich würde gerne die Wahrheit wissen.
Ob einem da alles gefällt ist eine andere Sache.
Meine Erfahrung:
Da ich 1 1/2 Jahre mit einer Frau liiert war, sagte ich das auch dating- Partnern, fast alle Männer waren total abgeschreckt!
Als ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, sagte ich es trotzdem beim 8 oder 9 Date.
Ihm war es egal. Er hat sogar selbst erkannt was ich anderen versuchte zu sagen:
Du liebst eben einem bestimmten Menschen, nicht stein Geschlecht.
Wir wollen demnächst heiraten, weitere Frauen oder andere Männer wünche ich nicht.
Leider finden viele Menschen die Wahrheit erschreckender / abschreckender als sie ist.
Arbeitslose, ex -Alkoholiker, Fremdgeher , puffbesucher, swinger, bisexuelle, chronisch Kranke, Jungfrauen... Die Liste ist beliebig fortzusetzen ...
... Alles Ausschlussktiterien. Da jeder für tunen Punkt mehr oder weniger Verständniss haben wird, sollte die Wahrheit auf den Tisch!
Stellt euch vor, euere verschwiegene Vergangenheit würde beim neuen Partner totales Entsetzen auslösen..
Sich nicht schön oder?!
 
G

Gast

  • #13
Sehr individuelle Geschichte, offenbar...
Also ich würde gerne die Wahrheit wissen.
Ob einem da alles gefällt ist eine andere Sache.
Meine Erfahrung:
Da ich 1 1/2 Jahre mit einer Frau liiert war, sagte ich das auch dating- Partnern, fast alle Männer waren total abgeschreckt!
Als ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, sagte ich es trotzdem beim 8 oder 9 Date.
Ihm war es egal. Er hat sogar selbst erkannt was ich anderen versuchte zu sagen:
Du liebst eben einem bestimmten Menschen, nicht stein Geschlecht.
Wir wollen demnächst heiraten, weitere Frauen oder andere Männer wünche ich nicht.
Leider finden viele Menschen die Wahrheit erschreckender / abschreckender als sie ist.
Arbeitslose, ex -Alkoholiker, Fremdgeher , puffbesucher, swinger, bisexuelle, chronisch Kranke, Jungfrauen... Die Liste ist beliebig fortzusetzen ...
... Alles Ausschlussktiterien. Da jeder für tunen Punkt mehr oder weniger Verständniss haben wird, sollte die Wahrheit auf den Tisch!
Stellt euch vor, euere verschwiegene Vergangenheit würde beim neuen Partner totales Entsetzen auslösen..
Sich nicht schön oder?!
Ich kann das nachvollziehen. Es kommt halt immer auf die Schmerzgrenze des jeweiligen Menschen an.
Dein Beispiel und die Nennung erotischer Wünsche, wie im Beispiel des FS, würden mich nicht schockieren = aha, was kann man davon verwirklichen und was nicht - und passt.

Ich selbst bin mit der Vergangenheit meines Partner konfrontiert und es ist absolut nicht leicht sie zu verdauen. Ich frage mich, in wie weit jemand von Dingen Abstand nehmen kann oder ob man rückfällig wird. Das belastet unsere Beziehung und mein Vertrauen sehr.
Deshalb bin ich im Zweifel ob die volle Wahrheit immer angebracht ist, ob nicht "weichgezeichnete" Versionen besser sind oder man überhaupt alles sagen muss. Dies zu entscheiden ist schwierig.
Wenn - wie in meinem Fall - mein Partner wüsste, dass er mit gewissen Dingen absolut abgeschlossen hat, hätte er mir gar nicht davon bzw. nicht so viel erzählen müssen und ich könnte unser Leben ganz anders genießen. Er ist hingegen offensichtlich für schonungslose Offenheit. Und mich quält dieses "zu viel" an Wissen.
 
G

Gast

  • #14
Hallo FS,

also ich würde sagen, ich möchte lieber die Wahrheit wissen. Wichtig wäre, dass sich das mit entsprechenden Kommunikationsfähigkeiten paart, damit man über die Sache auch reden kann. Soweit meine bewusste, reflektierte Antwort auf Deine Frage.

Aus der Vergangenheit kenne ich aber auch ganz anderes, spontanes Verhalten von mir. Als mein ex-Partner mich z.B. gefragt hat, wie es mit Sex zu dritt wäre, war ich völlig schockiert. Konnte es mir überhaupt nicht vorstellen, wie er relativ zu Beginn de Beziehung auf solche Ideen kommt (wir waren insg. 5,5 jahre zusammen). Ich war frisch verliebt und dachte ausschliesslich an Exklusivität. Hat mich verletzt. Grossartig gesprochen haben wir darüber nicht. Inzwischen verstehe ich etwas besser, wie er auf die Idee kam und was der Reiz daran sein kann, Sex und Liebe zu trennen.

Insofern würde ich sagen, es ist so eine Sache mit der Wahrheit. Hängt wahrscheinlich viel von den umständen und der Vertrautheit miteinander ab. Im Zweifel hör auf Dein Gefühl.

LG
D (w 37)
 
G

Gast

  • #15
Ich lebe absolut offen. Ich sage, was ich fühle. Und mein Freund liebt mich dafür. Genau deshalb bin ich so attraktiv für ihn. Mit meiner für ihn erfrischenden Art krempele ich sein ganzes Leben um. Er hat riesige Ausstrahlung, seit er mich kennt, steht zu sich selbst und in seinem Job, wo er eine Führungsposition inne hat, fällt allen möglichen Leuten die riesige positive Veränderung auf, die ihn in der letzten Zeit zum Aufblühen gebracht hat. Er fühlt sich pudelwohl mit mir.

Von Anfang an habe ich gesagt, was ich mir wünsche und was nicht. Dazu gehört, dass ich ihm von vornherein gesagt habe, dass eine 100 Prozent monogame Beziehung für mich nicht mehr in Frage kommt, denn ich habe bereits in einer Gemeinschaft gelebt. Ich finde auch Frauen anziehend und wenn ich jemanden mag, der mir jetzt gerade auf der Straße entgegen kommt, trage ich keine Maske mehr vor dem Gesicht, sondern zeige und sage es. Es gibt nichts Befreienderes. Die ganzen Masken, die man so im Gesicht tragen muss in unserer Gesellschaft, sind bei mir alle gefallen. Das macht meine große Ausstrahlung aus. Und er lässt sich davon inspirieren. Mehr und mehr. Gemeinsam besuchen wir Tantra-Abende, erforschen unsere Träume und teilen sie uns mit.

Dennoch sind mein Freund und ich sehr aufeinander bezogen. Weil mir die Zeit fehlt, nebenbei noch andere Kontakte zu leben und ich mich sehr auf gemeinsame, schöne Projekte fokussiere. So planen wir einen tollen Urlaub, beruflich ein paar Veränderungen, die uns ehrlicher und damit glücklicher machen und tanzen viel gemeinsam.

Wir hatten beide noch nie eine glücklichere Beziehung. Ich kann das nur empfehlen. Es erfordert Mut, zu sich selbst ehrlich zu sein, danach zu leben, sich selbst glücklich zu machen und auch zu seinem Partner ehrlich zu sein und ihn zu ermuntern, sich ebenfalls selbst glücklich zu machen. So wird man füreinander unwahrscheinlich anziehend. Die haltbarsten Beziehungen, die ich kenne, funktionieren so. Weil die Anziehung füreinander ungeahnte Dimensionen erreicht.
Ich wünsche euch allen viel, viel Glück dabei!!!
 
G

Gast

  • #16
Ich bin für die fast absolute Wahrheit.

Sexuelle Phantasien sollte man unbedingt mitteilen, wie sollte man sie sonst ausleben? Und wenn ich es nicht möchte, kann ich nein sagen, ohne Vorwurf oder Ekel.

Aussagen über mein Aussehen nehme ich unterschiedlich auf. Wenn ich mit meiner neuen Haarfarbe krank aussehe oder mir das Kleid nicht steht, möchte ich das wissen. Wenn es einfach nicht gefällt, kann der Mann es gerne sagen, ich nehme es zur Kenntnis, bin aber nicht beleidigt, ist alles Geschmacksache. Laute Gedankengänge über Orangenhaut und zu kleine Brüste möchte ich nicht hören, ist mir bekannt, aber nicht zu ändern. Also wozu darüber reden?

Kritik an störenden Verhaltensweisen ist mir willkommen, solange es das Miteinander fördert und nicht nur pure Nörgelei ist. In einer Beziehung muss man Kompromisse eingehen, ich stelle meine Kaffeetasse gerne sofort in die Spülmaschine, wenn der Mann dafür den Klodeckel auch wieder runter klappt.

Ich möchte mir auf keine Fall anhören, wie hübsch eine andere Frau ist. Wir haben alle Augen im Kopf, finden andere Menschen attraktiv und genießen mal deren Anblick. Das sollte mein Freund sich aber bitte nur denken oder mit seinen Freunden bereden.

w37
 
G

Gast

  • #17
Tja, mit der Wahrheit, das ist so eine Sache...

Ich bin leider recht eifersüchtig und möchte nichts wissen, was diese noch schüren könnte.
Letztens erzählte mein Partner, der von Montag bis Freitag auswärts arbeitet, dass er FRÜHER mit Kollegen auch schon mal in einen Table- Dance-Club gegangen ist. Ich sagte ihm - falls er das irgendwann mal wieder machen sollte, soll er es mir lieber nicht erzählen. Denn grundsätzlich finde ich es nicht dramatisch, wenn eine Männerrunde das macht. Ich weiß aber, dass meine Gedanken nur negativ kreiseln würden.

So will ich auch nicht wissen, wie nett oder hübsch die Kollegin ist - oder die Nachbarin.

Ein Satz von mir: "Bitte, komme ja nicht einmal auf die Idee, mir einen Seitensprung zu beichten! Ich könnte es nicht ertragen. Unsere Beziehung wäre vorbei."
Ich vertraue meinem Partner. Aber im Ernstfall will ich es NICHT wissen!

Trage ich ein Kleidungsstück, das meinem Partner nicht gefällt, ist er ein zuverlässiger Ratgeber. Das weiß ich inzwischen sehr zu schätzen. Das will ich wissen!
Auch wenn ihn mein Verhalten stört oder irgendetwas in unserer Beziehung.

Sexuelle Vorlieben sollten auch besprochen werden können. Ich habe Glück. Mein Partner sagt z.B.: "Swinger-Club? Niemals!" Ob ich die Wahrheit auch ertragen könnte, wenn er gerade davon träumen würde - wohl kaum.

Ja, lieber Fragensteller, es ist ein Eiertanz... ein bisschen Wahrheit zu wenig oder ein bisschen Wahrheit zu viel, und schon kann die Stimmung kippen... Aber die Gradwanderung lernt man zu beherrschen. Und für alle stimmungsgefährdenden Themen gibt's ja zum Glück die Männer- oder Frauenrunde ;)
 
G

Gast

  • #18
Ich seh es auch so das ich nicht alles wissen will. Nichts was mich verletzt. Nichts über Schöne Frauen oder fremdgehen oder stripclubs oder sowas.
Ich will nichts über seine exen erfahren auch nicht wie viele.
Sollte er etwas tun was mich verletzt dann will ich das nicht wissen. Ich sag immer was ich nicht weiß macht mich nicht heiß ( sauer, verletzt etc).
Was ich wissen will sind wünsche und Phantasien beim Sex. Wünsche an dessous oder ähnliches.
Was mir an Kleidung steht und was nicht. Was er lieber hätte.
Wenn ich zugenommen habe will ich das nicht wissen. Das weiß ich selbst. Da frage ich nicht ob ich zu dick bin. Wenn ich abgenommen habe dann höre ich das gerne.
Kurz gesagt nach einer Zeit kennt man den partner und weiss was ihm verletzt oder was man nicht mag oder mag und dann weiss man auch was man besser verschweigt.
Sieht aber jeder anders.
Aber alles was mit Beziehung zu zun hat wenn da was nicht passt oder wünsche da sind, da will ich das man mir das ehrlich sagt.