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  • #1

Die betrogene Frau und ihre Wirkung

Muss man sich, wenn man betrogen wurde als Frau beschämt fühlen?
Darf man offen und selbstbewusst darüber sprechen, sich aussprechen und Meinungen sowie Zuspruch holen? Oder schweigt man besser?
Ist man als betrogene Frau lächerlich und scheinbar unzulänglich oder lediglich Opfer einer unglücklichen Beziehungssituation?

Gehen wir von einer Frau aus, die sich keiner Schuld bewusst ist, weil sie (der eigenen Ansicht nach) eine gute Partnerin war, der Sex und das Feedback dazu ausgesprochen gut war und sie (angeblich) geliebt wurde.
Der Partner ging fremd, weil die Gelegenheit günstig war und/oder aus Rache für das beleidigte und eifersüchtige Ego. (Letzteres passierte mir nach 8 Monaten und natürlich habe ich mich getrennt.)

Ich überlege gerade, wie ich dazu stehe und mich interessieren eure Erfahrungen.
Danke für eure Beiträge!
 
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  • #2
Ich habe mich beschämt gefühlt, habe nicht offen und selbstbewusst darüber geredet/nicht reden wollen, unzulänglich habe ich mich auch gefühlt.
Jetzt, Jahre später, muss ich sagen: Alles Quatsch. Mein Selbstbewusstsein hat sich wieder erholt, ich fühle mich kein bißchen mehr so wie damals!
Offen darüber sprechen, aussprechen mit Freundinnen, Zuspruch holen, ist alles ok. Bei mir kommt dazu, dass ich ziemlich introvertiert bin und mich in dieser Situation noch mehr zurück gezogen habe.
w 50
 
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  • #3
Liebe FS,

du musst dich weder beschämt fühlen, geschweige denn gibst du als Betrogene eine lächerliche Figur ab. Im Gegenteil, ich habe großen Respekt vor Menschen, die wie du auf untreue Partner reagieren. Schamgefühle müssten im Betrüger aufkommen, sofern er noch Charakter hat. Lächerlich und aus meiner Sicht eher bemitleidenswert, manchen sich jene Betrogenen die keine Konsequenzen ziehen, aus welchen Gründen auch immer.
Natürlich darfst du offen darüber sprechen und dir dazu andere Meinungen einholen. Jedoch würde ich den Personenkreis einschränken und es nur jenen mitteilen denen du vertraust.
 
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  • #4
Der Partner ging fremd, weil die Gelegenheit günstig war und/oder aus Rache für das beleidigte und eifersüchtige Ego. (Letzteres passierte mir nach 8 Monaten und natürlich habe ich mich getrennt.)

Also wenn man mit dem Mann zusammenbleiben will, sollte man möglichst mit niemandem, evtl. höchstens mit der besten Freundin darüber reden. Alle anderen müssen nichts wissen.
Wieso es natürlich ist, dass man sich trennt, weiß ich nun nicht - wenn es etwas nicht sonderlich Bedeutungsvolles war, kann man sich auch überlegen, ob man es verzeihen kann!?
Kommt in den besten Familien vor.
Mein Mann hat mich allerdings jahrelang betrogen und ich hatte zweitweise zwar das Gefühl, konnte ihm aber nichts nachweisen.
Ich habe mich dann getrennt und als andere Menschen/Freunde es erfuhren, erfuhr ich auch von meinen Freunden/Bekannten/Nachbarn so Einiges.

Ich kann nur sagen: In langjährigen Beziehungen gibts bei so gut wie ALLEN irgendwas - erst recht, wenn Kinder da sind - der eine säuft, der andere ist aggressiv, und dann gehen eben manche fremd.

Wenn Dir danach ist, dann rede darüber - befreit ungemein.
Ich hab erst mal ne Psychotherapeutin gebraucht - bin mit dem Ende unserer Ehe nicht klargekommen.

Alles Gute

w,40
 
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  • #5
Liebe FS,
in meinen Dreißigern hatte ich einen jüngeren, sehr attraktiven Partner, wobei ich nicht gerade eine Schönheit bin. Als ich nach längerer Zeit bemerkte, dass er fremd ging, habe ich geschwiegen aus Scham und weil ich dachte, die Leute denken: Die soll doch froh sein, so ein Schmuckstück abbekommen zu haben und ganz still halten.
Als ich mich daraufhin von ihm trennte, waren alle sogenannten Freunde bestürzt. Sie hatten schon lange von seinen Eskapaden gewusst und gedacht, ich würde das hinnehmen. Somit musste ich als frische Single-Frau mir auch gleich noch neue Freunde suchen. An dieser Geschichte bin ich sehr gereift und würde niemals mehr derart verfahren, was glücklicherweise auch nie mehr nötig wurde.
Solltest Du betroffen sein, was ich annehme, rede und guck genau, wer sich wie Dir gegenüber aufstellt.
Lieben Gruß, w55
 
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  • #6
mein Ex hatte mich zwar "nur" mit einem Kuss betrogen und dann recht schnell (leider mit mir) Schluss gemacht, aber trotzdem kam ich mir beschämt und eben belogen vor. Ein wenig fühle ich mich immer noch so, aber ich suche nicht nach Rechtfertigungen, wie war der Sex gut, genug usw. Ich denke Ehrlichkeit und Treue hat Mann und Frau, solange dies klar ist, besonders bei mir nach 10,5 Jahren Beziehung immer verdient,egal wie gut oder schlecht wer gerade drauf ist und wie es mit dem Sex aussieht. Wenn da was nicht passt und nicht offen angesprochen wurde, fühle ich mich da nicht "schuldig".
 
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  • #7
Liebe FS,

auch als Mann habe ich Hochachtung für Frauen, die sich nach einem Betrug ohne wenn und aber von einem Fremdgänger trennen!

Da gibt es nicht wofür man sich "schämen" müsste - eher dann, wenn die nötige Konsequenz fehlt.

Kopf hoch, das war nicht der Richtige für Dich. Ein Mann der seine Partnerin wirklich liebt, hat keine Ambitionen, bei "Gelegenheiten" schwach zu werden.

Und: Wir sind nicht alle so, Du hast ganz einfach Pech gehabt.
 
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  • #8
Ist normal, dass man sich schämt - schließlich sieht es so aus, als sei man nicht hübsch genug, nicht klug genug, nicht sexy genug oder sonstwas gewesen um den Mann "halten" zu können.

Natürlich ist das alles Unsinn.

Sei dir aber im Klaren darüber, dass in den Augen der meisten (insbesondere auch Frauen in deinem direkten Umfeld!) es klar sein wird, dass du trotzdem schuld bist. Man muss lernen, darüber zu stehen bzw. ich würde den Trennungsgrund gar nicht erzählen. "Es ging nicht mehr" oder irgendetwas in der Richtung muss reichen.
 
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  • #9
Bei solch einer Enttäuschung kommt es nur darauf an, diese zu verarbeiten, mit sich selbst auszumachen, Hilfe von Freundinnen dafür einzuholen. Ratgeber zu lensen oder professionelle Hilfe einzuholen. Auf jeden Fall nicht auf die Außenwirkung zu achten bzw. die persönliche Situation Fremden mitzuteilen (und auf die Wirkung dabei zu beachten).Das macht nur angreifbar und man macht sich lächerlich bzw. wird als Schwäche ausgelegt.Wichtig ist keine Opferrolle einzunehmen. Nichts nach Außen hin kommunizieren.
 
  • #10
Frauen sollen nicht vorschnell die Schuld bei sich suchen.

Wenn der Andere alleine am Vorfall schuld ist, dann ist das so - basta.
Dann soll die Frau nicht daran zweifeln.
 
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  • #11
Also wenn ich nicht mit Freunden, Bekannten, Familie oder Nachbarn ganz offen darüber gesprochen hätte, dass mein Mann nicht wie zuvor behauptet, wegen einer Auszeit ausgezogen ist, sondern weiterhin seine Affäre pflegen will, dann wäre ich explodiert. Meine Tochter und ich sind jetzt nicht gezielt auf die Leute zugegangen, aber wie oft sind wir auf ihn angesprochen worden. Man hat ihn vermisst und lange nicht gesehen bzw. hatte er zu dieser Zeit einen Bandscheibenvorfall und man hat sich nach seinem Wohlergehen erkundigt. Ich fange doch nicht für ihn an zu lügen. Soll ich ihm etwa noch weiterhin den Rücken freihalten? Bestimmt nicht. Die Leute können es bis heute nicht nachvollziehen, zumal er sehr viele Freiheiten hatte. Und dann nimmt er sich eine aus dem Bekanntenkreis, deren Ex ein guter Kumpel von meinem Mann war und sie hat nicht den allerbesten Ruf. Also ich kann weiterhin mit hocherhobenen Haupt durch den Ort gehen. Er hat mehr Probleme damit, dass unsere Tochter und ich so offen damit umgehen, denn sein Kreis an Menschen wird immer kleiner, den er noch manipulieren kann.
 
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  • #12
Hallo FR,

es fiel mir etwas schwer, dein und auch der anderen Frauen Empfinden nachzuvollziehen. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich selbst wertschätze und über ein gesundes Selbstwertgefühl verfüge.

Schämen, weil der eigene Partner Mist gebaut hat? Nein, würde ich nie machen. Mitschuld bei so einem großen Vertrauensbruch bei sich zu suchen, wäre mir wirklich zu wider. Ich bin treu und das erwarte ich es auch von meinem Partner. Alles andere ist die Art, wie konstruktiv die Partner untereinander kommunizieren können.

Aus Rache Fremdgehen? Sind wir hier im Kindergarten?

Nein, eindeutig nein. Nicht jede Frau würde so reagieren und empfinden (wie du). Ich hätte keine Probleme ihn an den Prange zu stellen und sein Fehlverhalten offenkundig gemacht.
Genauso wie #10 beschrieben hat. :)

Das wäre für mich persönlich ein Trennungsgrund, ohne wenn und aber.

w/45
 
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  • #13
Warum solltest du dich beschämt fühlen, wenn du nichts getan hast? Du hast nicht betrogen, sondern dein (ex-) Partner! Also hat er das Problem und sollte sich schämen! Du hast nichts falsch gemacht, außer so einem verlogenen Miststück glauben zu schenken. Das kann jedem passieren!
 
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  • #14
Ich habe einen Partner der seine Frau betrogen hat.Nicht mit mir. Ich habe ihn erst nach seiner Trennung kennen gelernt. Für mich war die Tatsache, dass er seine Frau berogen hat am Anfang unserer Beziehung fast das Aus für ihn. Ich habe es gewagt, nachdem er mir glaubhaft erklärt hat warum.
Wenn ich einige seiner Reaktionen im Zusammenleben beobachte, so kommen immer wieder Fragen in mir auf , warum hat er mit seiner Frau nicht geredet, warum hat er diesen untreuen Weg gesucht, bevor er reinen Tisch gemacht hat. Seinen Seitensprung hat er seiner Ex_ gestanden und eine Eheberatung hat nicht gefruchtet. Seine Frau war nicht bereit einige seiner Wünsche zu erfüllen. Sie hatte einfach keine Lust dazu... Mein Freund hat sich daruf hin von ihr getrennt, da er mitdem schlechten Gewissen nicht leben konnte und sich seine Wünsche woanders hätte erfüllen müssen.. Seine Ex-Frau war sehr traurig , mein Partner auch. Für ihn war es nicht leicht, sein Verhalten zu hinterfragen und ihres zu sehen. Sie hat sich ganz toll verhalten. Sie hat die Kinder nicht gegen ihn aufgebracht. Sie hat in vielen Punkten Größe gezeigt. Ich bewundere sie für ihre Haltung und ihre Klugheit.Sie hat noch keinen neuen Partner, hat wohl auch noch nicht gesucht. Sie ist Selbstbewusst und auch finanzell absolut selbständig. Sie hat es nicht nötig den Kopf zu senken. Beide haben sich getrennt und sie hat auch den Betrug nach außen hin gut verkraftet. Sie macht jetzt Dinge, die sie mit Ihrem EX-Mann nicht machen konnte, da er sich nicht vorstellen konnte, so zu leben.
Die beiden waren fast 20 Jahre verheiratet.Der Kontakt ist noch da, aber nur für die Kinder. Jetzt sind sie 3 Jahre getrennt und auch geschieden. Die Sprachlosigkeit zwischen den Beiden ist sehr traurig und hat die Ehe zerstört. Ich hoffe für seine EX-Frau, dass sie sich irgendwann zu einem anderen Mann hingezogen fühlt.
Ich habe Dir dies geschrieben, weil ich möchte, dass Du den Kopf hoch hälst. Zu dem Scheitern eine Ehe gehören zwei. Der Betrüger ist moralisch in der schlechteren Rolle. Stelle Dir nicht die Frage, was hat die Andere was ich nicht habe, sondern eher die Frage was hat er nicht, um mit mir zu leben.So wie du bist , ist alles gut. Für Deinen EX Mann war im Leben nicht alles gut. Er brauchte etwas anderes. Du brauchst auch etwas anders als Deinen Ex Mann. Er war nicht der Richtige für Dich.
 
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  • #15
Es hängt meiner Meinung nach von den Konsequenzen, die die betrogene Ehefrau zieht, ab. Wenn sie es hinnimmt und bei dem Mann bleibt, macht sie sich meiner Meinung nach tatsächlich lächerlich und wirkt auf mich etwas etwas mickrig und bedürftig. Sie hat es dann meiner Meinung nach auch nicht wesentlich anders verdient. Ebenso sehe ich es, wenn der Ehemann der betrogene Part ist. (Ich setze voraus, dass keine offene Ehe vereinbart wurde.)

Bei nicht-verheirateten Personen bin ich bezüglich der Einschätzung etwas unsicher, da man sich, so lange man nicht verheiratet ist, noch nicht verbindlich auf eine Person festgelegt hat.

w/50
 
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  • #16
Ein schwieriges Thema. Ich las mal in einem Buch, dass am Fremdgehen, bzw. dem Betrügen immer 3 Menschen beteiligt sind. Jeder hat seinen Anteil an der Geschichte und oft muss man genau hinschauen, warum jemand betrogen wird. Es ist nicht immer genau festzustellen, wer sauber in der Geschichte war oder nicht.

Wenn ein Mann sich nach Nähe, Wärme und Sex mit seiner Frau sehnt, aber die nicht kann oder nicht will, dass soll es geben, dann wird er sich irgendwann woanders orientieren. Anders rum gibt es genug Fälle, wo Frau auch fremdgegangen ist, weil sie nicht mehr das bekommen hat, was sie und er komischer Weise sich früher ausreichend gaben.

Manche Paare heiraten zu früh und stellen erst später fest, wie ihre eigene Sexualität doch wirklich ist. Das passt dann plötzlich nicht mehr mit dem Anderen. Die Hormone spielen verrückt, der Verstand will an der Ehe festhalten, der Mann oft erst recht, weil er nicht zahlen will, also alles ganz schön kompliziert.

Was kann helfen? Nicht zu früh heiraten, ausreichende sexuelle Erfahrungen vorher machen, sich selber hinterfragen, was man als Sex mag und was nicht und dann bei der Partnerwahl auf eine gute Kompatibiltät schauen, im Gespräch bleiben, an der Kommunikation arbeiten, Bücher zu dem Thema lesen, sich seiner Verantwortung stellen.

w 49, die selten Männer getroffen hat, wo der Sex für beide gut war, aber dann scheiterte es an anderen Dingen, wie z.B. massive finanzielle Probleme des Mannes
 
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  • #17
Es kommt darauf an, wie man damit umgeht, dass der oder die Andere eine andere sexuelle Beziehung hatte. Wenn es wirklich nur ein "Ausrutscher" ohne Gefühle für die dritte Person war - was selten genug so ist - und man redet und verzeiht, finde ich das ausgesprochen reif. Lächerlich und unwürdig ist nur, wenn man sich nach einer längeren Beziehung des Partners noch einredet, noch selbst die geliebte Frau oder der geliebte Mann zu sein und bewusst die Augen schließt - meistens wegen finanzieller Erwägungen. Von solchen - meistens weiblichen - Exemplaren ist die Welt nach meinem Eindruck überfüllt - schon lange nicht mehr geliebte Ehefrauen, die nur wegen der Existenzängste der Männer noch von ihnen im gleichen Haushalt ausgehalten werden, während die Männer in Gedanken und mit dem Körper schon längst woanders sind.
 
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  • #18
Natürlich fühlt man sich als betrogene Frau nicht toll, aber es ist wie so oft im Leben: Die Rollen sind doch austauschbar. Ich bin betrogen worden und heute, Jahre später, als unabhängige attraktive Frau, bin ich diejenige, die von gebundenen Männern toll gefunden wird.
Nur weil man mal die Betrogene war, ist man ja nicht objektiv die Unbegehrenswertere. Es hängt alles von so vielen Faktoren und Entwicklungen ab.
Ich kann nur bei mir selber schauen und möchte mich in gar keinem Fall mit einem Mann einlassen, der nicht ganz und gar frei ist.

w/41
 
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  • #19
Dein Partner hat Dich betrogen. D. h. er hatte Sex mit einer anderen Frau.
Du hast es ihm wohl kaum ausdrücklich erlaubt. Sonst währe es ja kein Betrug.
"Gehen wir von einer Frau aus, die sich keiner Schuld bewusst ist,.."
Das ist meiner Meinung nach schon mal sofort im Ansatz völlig unlogisch und falsch.
Egal wie Du Dich sonst verhalten hast, dass spielt absolut keine Rolle.--
Ein Verteidiger der indischen Vergewaltiger will dem Opfer eine Mit -Schuld zuweisen.
Das ist wohl genauso verkehrte Welt.--
Wenn Du Dich unbedingt beschämt fühlen willst, dann nicht für Dich, sondern für Deinen Ex -Partner.
Der einen miesen Charakter an den Tag gelegt hat. Also für Dich: Kopf hoch!! M 55J
 
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  • #20
Man sollte sich nur beschämt fühlen, wenn man sich für etwas zu schämen hat. Es gibt viele Männer, die nicht solide sind und denen ihre Frauen egal werden, es gibt aber auch viele Frauen, die eine Beziehung von innen zerstören und das oft nicht einmal wirklich wahrnehmen. Dann geht der Kerl irgendwann "Zigaretten holen" und sie sind überrascht. Wo der Fall hier einzuordnen ist, weiss die FS selber am besten bzw. müsste sie entsprechend aufklären. Für das Fremdgehen aber hat sich ihr Partner zu schämen, denn das ist gegen die Regeln. Erst beendet man das eine und dann fängt man das andere an. Gleichzeitig geht nicht und ist unfair und verletzend. m
 
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  • #21
Klar sollte man darüber reden! Und der Gegenüber weiß gleich, dass man eine durchreifte gescheite Frau ist, die sich nicht mehr so schnell ein A für ein U vormachen läßt. Klingt blöd, aber auch aus einem Betrug lernt man und zwar ganz gewaltig!
 
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  • #22
Nein, man muss sich nicht schämen.

Selbst, wenn man - angenommen - in einer oder sogar mehrerer Hinsicht versagt hat (Sex, Haushalt, Finanzen, Gesellschaftsfähigkeit, Humor, Kindererziehung...),
selbst dann ist man nicht (ausschließlich) Schuld am Scheitern einer Beziehung oder Ehe.
Schon gar nicht, wenn man betrogen wird / wurde.

Denn Liebe / Beziehung / Ehe heißt ja sich gemeinsam entwickeln.

Weigere Dich, das Opfer zu sein.

Alles Gute für Dich
 
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  • #23
Liebe FS,

du musst dich weder beschämt fühlen, geschweige denn gibst du als Betrogene eine lächerliche Figur ab. Im Gegenteil, ich habe großen Respekt vor Menschen, die wie du auf untreue Partner reagieren. Schamgefühle müssten im Betrüger aufkommen, sofern er noch Charakter hat. Lächerlich und aus meiner Sicht eher bemitleidenswert, manchen sich jene Betrogenen die keine Konsequenzen ziehen, aus welchen Gründen auch immer.
Natürlich darfst du offen darüber sprechen und dir dazu andere Meinungen einholen. Jedoch würde ich den Personenkreis einschränken und es nur jenen mitteilen denen du vertraust.


Hi!
also ich muss mich da mal anschließen.... und zwar aus der Sicht der "Anderen" ...ich ziehe meinen hut vor dir das du gegangen bist und kann dir sagen das sich wirklich nur die Frauen die so wenig von sich halten, das sie bleiben egal was ist, lächerlich machen!!!!!!

in meinem Fall hat sie es mitlerweile vier mal raus bekommen und bleibt immer noch bei ihm, frage mich oft wie wenig man sich selbst wert sein kann das man als Frau so etwas mit sich machen lassen kann....

W30
 
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  • #24
Hier die Fragestellerin:

Vielen Dank für euren Zuspruch und die spannenden Beiträge.

Ich gehe in der Tat hoch erhobenen Hauptes in die Welt, bespreche die Situation mit vertrauten Personen und versuche mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Innerlich mache ich mir schon sehr viele Gedanken und versuche das "Warum" zu verstehen, aber das ist wohl üblich bei einer Trennung.

Mein Exfreund verkraftet die Sache nicht so gut, ignoriert seinen Betrug und die Szene, die er mir zugemutet hat. Er ist gerade dabei unsere Situation mit jedem, der es sich anhören will zu besprechen und mir die Schuld zu geben.
Werde ich darauf angesprochen, gebe ich mich diskret und meine nur, dass er sich etwas nicht Akzeptables erlaubt hat und ich die Konsequenzen gezogen habe.

Dass er meint mich schlechtmachen zu müssen lasse ich derzeit so stehen. Interessanterweise ist es für viele offensichtlich, dass er leidet und dies deshalb tut. Wer dennoch meint, seinen wilden Worten Glauben schenken zu müssen....ich fürchte, diese Personen sind mir ohnedies nicht gut gesonnen - ist in Ordnung, man kann nicht jedem zum Gesicht stehen.
Einschreiten werde ich nur, wenn er meinen Ruf allzusehr antastet oder mich belästigt.


Zu folgendem Beitrag:
Wenn es wirklich nur ein "Ausrutscher" ohne Gefühle für die dritte Person war - was selten genug so ist - und man redet und verzeiht, finde ich das ausgesprochen reif.
Leider ist das gar nicht selten.
Seine intimsten Bedürfnisse jemandem anzuvertrauen, für den man nichts fühlt und über den man auch vielleicht noch respektlos spricht, das geht für mich leider gar nicht.
Genau dieses Gedankengut ist ein Aspekt, der mich zum Gehen veranlasst hat. Ich empfinde Verzeihen hier nicht reif, sondern dumm und den Betrüger unkultiviert und indiskutabel.
Denn es gibt viele Frauen für die ein Mann "nichts" fühlt.....darf ich das dann gleich als Zukunftsprognose ansehen? ....aber das ist ein anderes Thema.
 
  • #25
Als ich betrogen wurde, habe ich das offen angesprochen, warum auch nicht? Lächerlich kam ich mir nie vor. Nach dem warum würde ich nicht zu lange suchen, passiert ist passiert , lieber in die Zukunft schauen. Ich glaube nicht, dass dein Ex leidet, er will nur nicht als Ar...loch dastehen. Bei meinem Ex war es genau so. Er ging fremd, unterstellte aber später, ich hätte das auch gemacht, nur damit er besser dastand. Haben aber alle Bekannten auch durchschaut, vor da her ging das ganze für ihn nach hinter los.

Ich habe vor einer Frau, die die Konsequenzen zieht, sehr viel Respekt. In meinem entfernten Bekanntenkreis ist eine Frau, die weiß das ihr Mann sie jahrelang betrogen hat und noch betrügt. Diese Frau schweigt alles tot was ich nicht verstehen kann. w51
 
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  • #26
Es ist gar nicht so einfach die richtige Entscheidung zu treffen. Trenne ich mich oder kann ich vergeben und vergessen und es bleibt bei dem einen Mal. Oder passiert es wieder.

Die Entscheidung kann einem auch niemand abnehmen. Kommt man damit klar, betrogen worden zu sein. Ich habe ganz große Probleme damit. Fühle mich oft schlecht und frage mich, ob es richtig ist bei ihm geblieben zu sein.

Mein Mann meint, irgendwann werde ich schon darüber hinwegkommen, aber es ist nicht immer so, dass die Zeit alle Wunden heilt. w45
 
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  • #27
Liebe FS,
ich war mit einem Dauerfremdgänger verheiratet. Seine Begründung lautete auch "Rache, weil er sich über mich geärgert hat".
Lange war ich geplagt von Selbstzweifeln: nicht hübsch genug, zu dick (bei Gr. 36), nicht nett genug, nicht gut genug im Bett. Ich habe nie darüber geredet, mich geschämt, dass ich so ungenügend bin und wertlos, dass ich keinen besseren Mann abbekommen habe.
Irgendwann machte es im Kopf klick, es war genau das eine Mal zu viel. Statt mich zu schämen, dass ich nicht genüge, habe ich mich vor ihm geekelt (hatte seine Abenteuer in der total abgewrackten und versifften Wohnung seiner alkoholabhängigen Schwester) und über sein Verhalten empört. Folge: Trennungsvereinbarung diktieren, mir eine chice Stadtwohnung suchen und Sxcheidung einreichen. Ich bin jeden Tag froh, so einen liederlichen Menschen nicht mehr in meiner Nähe zu haben und geniesse die Luxusvariante des Singeldaseins (hohes Einkommen, no kids).
Natürlich konnte ich danach keinem Mann mehr vertrauen.
w, 57
 
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  • #28
Mal ganz ehrlich, wer den Seitensprung seines Partners ohne ein Gefühl der Minderwertigkeit ertragen kann, muss wohl zuerst noch geboren werden. Beschämtheit ist etwas ganz anderes, das habe ich nie empfunden. Warum auch? Frauen (oder Männer), die sich trotz der Affären ihrer Partner nicht trennen, finde ich weder bemitleidenswert noch schwach. Es ist anmassend, über solche Konstellationen zu urteilen, da niemand weiss, was hinter verschlossenen Türen vereinbart wurde.
In meiner jetzigen Partnerschaft wäre ein Seitensprung der Anfang vom Ende, sprich, ich würde mich trennen. Den Grund würden alle erfahren, die fragen würden, aber erst, wenn ich wieder auf den Beinen wäre und bereit für`s "neue Leben".

w/43
 
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