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  • #1

Der neue Freund hat schon eine Familie, wie geht Ihr damit um?

Würde es Euch stören, wenn Euer neuer Freund schon Kinder hat und/oder schon einmal verheiratet war? Ich kann das nicht begründen, aber wenn schon ein Kind da ist, habe ich doch in gewisser Weise Vorbehalte, weil ich mir dann immer denken, dass er möglicherweise doch zur Kindsmutter zurückgeht (so sieht man sich wegen dem Kind doch trotz Trennung regelmäßig weiter)..Wie seht Ihr das? Hat hier irgendjemand schonmal Erfahrungen in diese Richtung gesammelt?
 
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Gast

  • #2
Wie alt bist du denn? Ab einem gewissen Lebensalter hat man auch schon vorher gelebt und möglicherweise sogar Ehen geschlossen oder Kinder in die Welt gesetzt. Damit musst du klar kommen und dich fragen, was du persönlich willst. Akzeptier es oder lass es - es gibt da kein Mittelding.
 
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Gast

  • #3
Mich würde es nur stören, wenn ich nebenbei auch noch das Gefühl hätte, dass mein Freund die Kindsmutter womöglich noch liebt und sie noch begehrt insgeheim. Frage wäre für mich auch, warum ist die Beziehung auseinandergegangen etc., hat SIE ihn verlassen, oder umgekehrt. Klar wird das Kind aus der ersten Beziehung immer auch zu eurer Beziehung gehören, damit hast Du umzugehen, da ist ncihts dran zu machen. Lerne ihn einfach besser kennen, dann wirst Du alle Antworten auf Deine insgeheimen Gedanken bekommen.
 
  • #4
Ich würde NIEMALS einen Kandidaten mit Kindern in betracht ziehen. Ich möchte eine eigene, intakte Familie gründen und nicht in dieses schreckliche Patchwork-Dilemma hineingeraten. Ich kann mir nicht einmal im Ansatz vorstellen, so eine Situation zu akzeptieren.

Auch wenn die emotionalen Aspekte dabei im Vordergrund stehen, will ich ehrlich sein: Ich bringe auch alles, was ich kann, in eine Beziehung ein und wenn er für eine fremde Frau und sein Kind Unterhalt zahlt, dann ist das aus meiner Sicht genauso, als wenn ich entsprechend das Geld aus dem Fenster werfen würde. Wer überhaupt daran denkt, eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft einzugehen, der muss eben auch gemeinsam wirtschaften und das Geld als "unser" ansehen. Und ich werde ganz gewiss nicht für Dritte arbeiten. So wäre es dann aber. Furchtbar!
 
  • #5
Warum ich niemals einen Mann mit Kind nehmen würde:

1) Die Kinder werden nach dem Erziehungskonzept des Vaters erzogen -- ich hätte Null Mitspracherecht, je nach Alter sind die wichtigsten Dinge ohnehin schon entschieden. Erstes Problem damit: Ich müsste zwar zwangsläufig elterliche Aufgaben übernehmen, wie z.B. Trösten falls es hinfällt, aufpassen, dass nichts passiert, mal zu Bett bringen, wenn der Vater auf Dienstreise ist, vielleicht bei Hausaufgaben helfen, bei Mädchen vielleicht typische Frauenfragen beantworten und so weiter, aber all das ohne wirklichen Einfluss, also nur Pflichten, keine Rechte. Man lebt auf engsten Raum zusammen, soll aber gar nicht Mutter sein, sondern nur Freundin -- mehr als unbefriedigend.

2) Zweites Problem aus 1: Würden wir jemals ein gemeinsames Kind bekommen, könnte ich selbst dieses Kind kaum so erziehen, wie ich mir vorstelle, weil ja durch Kind 1 schon alle wichtigen Entscheidungen getroffen sind und sich kaum für mehrere Kinder der Familie unterschiedlich gestalten lassen, und wenn nur mit erheblichen Problemen und Diskussionen.

3) Was immer das Kind macht und nicht soll, ich würde doch nur hören: "Du bist nicht meine Mutter". Eine undankbarere Aufgabe als quasi Stiefmutter zu sein, gibt es nicht. Nicht umsonst ist in Märchen die Stiefmutter immer die Böse.

4) Die Mutter des Kindes wäre immer noch irgendwie spürbar. Man würde sie sehen, müsste mit ihr sprechen, sogar Wochenend- und Urlaubsregelungen absprechen. Eine Ex könnte und möchte ich aber auch gar nicht ertragen müssen, geschweige denn auch noch Rücksicht darauf nehmen. Und dann erst die unklare Lage bei Familienfesten?! Das gibt nur Ärger ohne Ende oder Kompromisse, die eigentlich weh tun und mir nicht liegen würden. Ich möchte zumindest niemals Weihnachten oder Geburtstage mit einer Ex meines Partners zusammentreffen, geschweige denn feiern. Und ich möchte mir darüber auch keine Gedanken machen müssen.

5) Ein Kind kostet Zeit, Nerven und materielle Mittel. Die bringe ich gerne auf für meine eigenen Kinder, aber nicht für fremde. Tut mir leid, ich weiß schon wieder die Zerfleischungen werden kommen, aber so ist es nun mal. So ehrlich bin ich einfach, eigene Kinder wecken Mutterliebe und Mutterinstinkte, nicht fremde.

6) Gerade in der Kennenlernphase und der Frühphase einer neuen Partnerschaft möchte ich das Verliebtsein genießen und ausleben könne. Kurzurlaube, lange Nächte, viel Sex, viel Spaß, viel Freizeit -- das könnte ich mir alles mit einem fremden Kind nicht vorstellen. Ich möchte nicht in einer Wohnung, in der ich schlafe auch noch Rücksicht auf Geräusche, Nacktheit, Zeiten und Ansprüche von fremden Kindern nehmen müssen, sondern einfach entspannt und ausgiebig das Verliebtsein mit meinem Partner genießen. Ich suche keine neue Familie, sondern einen Mann, mit dem ich eine gründen kann, wenn eine stabile Situation mit Zukunftsplänen und Liebe statt Verliebtheit erreicht ist.

7) Ein kleineres Kind führt im allgemeinen dazu, dass die gesamte Freizeitgestaltung an dem Kind orientiert wird. Egal ob Spielerunde am Abend (Memory für 4-Jährige statt Siedeln für Erwachsene), Wochenendausflug oder Urlaubsgestaltung (Sandburgen am Strand statt erwachsenengerechter Urlaub), immer stehen die Interesse des Kindes im Vordergrund und die Vorlieben der Erwachsenen im Hintergrund. Für das eigene Kind mag man das gerne mitmachen, für ein fremdes ist es einfach nur noch Last. Die Erwachsenen kommen dabei einfach zu kurz.
 
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Gast

  • #6
Ein Kind bleibt ein Leben lang dein Kind, auch wenn es erwachsen ist. Und jedes Kind sollte in jedem Alter Kontakt zu beiden Eltern haben. Dieses bedeutet bei getrenntlebenden Eltern zwangsläufig, dass sie auch Kontakt miteinander haben MÜSSEN, weil dauernd irgendetwas abzusprechen oder zu klären ist. Darüber musst du dir bei einem Partner mit Kind im klaren sein. Und auch, wenn sie erwachsen sind und ihre eigene Familie haben, gibt es weiter Kontakte zu den Ex-Partnern, bei Familienfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten, Todesfällen. Ehen und daraus hervorgegangene Kinder sind IMMER ein Teil der Vergangenheit des Partners und werden IMMER in irgendeiner Weise eine Rolle spielen (auch ein Nicht-Kontakt übrigens spielt eine Rolle.....). Du wirst damit leben müssen, auch Rücksichten nehmen müssen, eifersüchtig sein oder Eifersucht ertragen müssen. Da wird immer in gewisser Weise eine andere Frau in Eurem Leben auch mit drin sein. Aber das bedeutet ÜBERHAUPT NICHT, dass dein Partner deshalb zur Ex zurück will. Sondern es bedeutet schlicht und einfach, dass dein Partner sein bisheriges Leben nicht verdrängt und trotz Trennung den Kontakt zu seinen Kindern hält.

Das musst du entweder mit allen Konsequenzen akzeptieren - oder es so halten wie #1. Dazwischen gibt es nichts.

w
 
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Gast

  • #7
Hat einer von euch vielleicht schon mal daran gedacht, wie liebenswert es ist, wenn ein Mann ein guter Vater ist, viel Zeit mit seinen Kindern verbringt und immer für sie da ist?
Sorry, aber wer die Kinder des neuen Partners nicht akzeptiert und lieben lernt, der liebt auch den neuen Partner nicht. Und so eine Beziehung ist dann natürlich zum Scheitern verurteilt...
w,25
 
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Gast

  • #8
Mein Freund (Ende 40) hat eine Ex-Frau und eine Tochter (16, glaube ich). Die Tochter wohnt bei der Mutter und wünscht zum Vater (also zu meinem Freund) keinen Kontakt. Es ist für mich vollkommen in Ordnung so bzw. ich würde ihm gern helfen den Kontakt zu seiner Tochter wieder herzustellen. Einziges Problem für mich ist, dass er ungern wieder heiraten möchte.
 
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Gast

  • #9
<MOD: Keine hilfreiche Antwort.>
 
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Gast

  • #10
Ich denke nicht, dass ein Vater, der sich um seine Kinder kümmert, automatisch wieder zur Ex zurück will, sie haben sich ja schliesslich getrennt. Und ich finde es positiv, wenn ein Mann zu seiner Vergangenheit steht.

Natürlich ist es so, dass man die Lebensumstände des Partners akzeptieren muss, wenn er schon eine Familie hatte und Kinder da sind. Aber im Gegensatz zu Frederika kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass dies problemlos gehen kann : ich habe eine Tochter im Teenie-Alter, mein neuer Partner und die neue Ehefrau des Vaters haben beide keine Kinder und freuen sich, als Stiefeltern an der Entwicklung unseres Kindes teilhaben zu können.

Wir verstehen uns alle vier sehr gut, so dass wir sogar von Zeit zu Zeit etwas zusammen unternehmen oder uns gegenseitig einladen, was natürlich für unser Mädchen pefekt ist. Niemand ist eifersüchtig und es ist ganz klar, dass es kein Zurück gibt. Da wir beide arbeiten und uns beide ums Kind kümmern hat nie jemand dem anderen Unterhalt gezahlt, aber mein Ex und ich erwarten auch von unseren neuen Partnern nicht, dass sie finanziell für unsere Tochter zurückstecken, so bezahle ich z.B. 2/3 der Miete und der Nebenkosten oder den Anteil meiner Tochter im Urlaub selbst. Was meinen Partner nicht hindert, sie auch immer wieder mal einzuladen (Kino, Essen) - aber freiwillig, weil er sie gern hat.

Durch unser sehr lockeres Arrangement haben wir auch alle Freiheiten : Abends ausgehen (Tochter blieb früher einfach beim anderen Elternteil, heute ist sie gross genug, alleine zu Hause zu sein), mal alleine unter Erwachsernen Urlaub machen usw. Das ist in einer traditionellen Familie mit Kindern oft unmöglich.

Ich bin froh, dass wir es schaffen, so zivilisiert miteinander umzugehen. Patchworken ist in unserem Fall positiv für alle Beteiligten, ganz entgegen der hier manchmal geäusserten Meinungen.
 
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Gast

  • #11
Wer keinen Mann mit Kind will, sollte es bleiben lassen. Dann bleiben für den Rest der Frauen eben die netten Männer mit Vergangenheit übrig. Auch nicht schlecht ;-)

Ab Mitte 30 muss man damit rechnen, dass der Mann bereits Vergangenheit hat, ebenso wie eine Frau. Ich finde das völlig in Ordnung. Ich sehe da kein Problem. In meiner Altersgruppe ab Ende 40 ist es mir sogar lieber, denn für mich haben Menschen, die Kinder großgezogen haben, viel mehr Lebenserfahrung.

Ich hatte aber auch mit 20 einen Freund, der bereits ein Kind hatte (er war 22) und das war überhaupt kein Problem.

w 50
 
  • #12
Ich kann mir vorstellen, dass es für Menschen, die keine Kinder haben, schwieriger ist, wenn der neue Partner bereits Kinder hat. Zum Einen kann man die Gefühle, die Eltern für Kinder haben, nicht unbedingt nachvollziehen, und damit auch die Sorgen, Ängste, das Engagement, den Willen, mit dem anderen Elternteil ein Elternpaar zum Wohle des Kindes zu bilden, auch nicht. Zum Anderen kenne ich aber auch einige Menschen, die nach anfänglichem Unbehagen sehr gern die Rolle eines Teilzeit-Stiefelternteils übernommen haben.

Menschen, die bereits eigene Kinder haben, haben nach meiner Erfahrung ein sehr viel entspannteres Verhältnis zu der Frage, ob der neue Partner auch Vater oder Mutter sein darf. Das wird nämlich meist gar nicht diskutiert, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit vorausgesetzt.

Weil ich selbst Mutter bin, wünsche ich mir einen Partner, der nachvollziehen kann, was es bedeutet, Kinder zu haben. Mit anderen Worten: Ein Partner, der auch Vater ist, wäre mir sehr viel lieber. Im übrigen habe ich festgestellt, dass Männer, die (gern) Väter sind, auch sehr viel besser in der Lage sind, sich hintenan zu stellen, was nicht nur als Elternteil, sondern auch in der Partnerschaft immer mal wieder angeraten ist.

Kinder gehören für mich zum Leben dazu. Meine eigenen Kinder bereichern mein Leben sehr, und wenn mein Partner eigene (gut erzogene) Kinder mitbringt und das Verhältnis zur Mutter entspannt ist, freue ich mich darüber.
 
  • #13
Volle Zustimmung zu #10! Man kann natürlich den Anspruch haben, eine "eigene, intakte Familie" zu gründen, aber in der Liebe gibt es eben keine Garantien. Selbst wenn man für viele Jahre eine intakte Familie hatte, kann es nochmal anders kommen. Ich war deutlich mehr als zehn Jahre verheiratet und habe drei Kinder, und die Frau, mit der ich jetzt zusammen bin, hat auch drei Kinder aus einer langen Ehe. Sie ist keine Ersatzmutter für meine, ich bin kein Ersatzpapa für ihre Kinder. Trotzdem kann ich mich mal kümmern, ohne dass es stressig wird, und umgekehrt genauso. Wichtig ist natürlich, dass gegenseitige Sympathie auch zwischen den Kindern und dem neuen Partner da ist, idealerweise auch zwischen den Kindern untereinander. Das kann man nicht erzwingen, aber Frederikas Formulierung vom "schrecklichen Patchwork-Dilemma" finde ich aus eigener Erfahrung zu überzogen.
Ach so, und zur Mutter meiner Kinder möchte ich ganz sicher nicht zurück. Das ist natürlich eine Gefühlssache, die jeder für sich spüren muss.
 
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Gast

  • #14
es kommt darauf an, wie alt das Kind meines neuen Partners wäre - ist es sehr klein bzw. noch im Grundschulalter oder ist es bereits fast Erwachsen? Wieviele Kinder hat der Partner (je mehr Kinder, desto mehr Unterhaltszahlungen) - wie ist das Verhältnis zu den Kindern, distanziert oder eher sehr eng?

Man sollte, bevor man sich für einen Mann mit Kindern entscheidet, sehr wohl überlegen, auf was man sich da einlässt, hinterher rumjammern gilt nicht. Für eine kinderlose Frau ist es sicher schwieriger als eine Frau, die ebenfalls Kinder hat. Für mich ist das ebenfalls nicht, da schon erlebt.
Mein jetztiger Partner ist ebenfalls kinderlos (im Übrigen haben kinderlose Menschen ebenfalls eine Vergangenheit und Lebenserfahrung @ 10) und ich bin sehr froh drüber.

w,39
 
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Gast

  • #15
Um hier einmal den Umkehrschluss zu bringen:

Müsste sich eine Frau, besonders wenn sie möglicherweise selbst noch einen Familienwunsch hegt, bei einem Enddreißiger ohne Familie nicht mit schrillen Alarmglocken fragen: "Was ist denn mit dem verkehrt, dass er bis dato noch nicht die Richtige gefunden hatte?"

Ein Mann mit Vergangenheit und zwei Ablegern :)
M/46
 
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Gast

  • #16
Da ich selbst noch nie verheiratet war und keinen Nachwuchs habe, stellte sich für mich bei einem Mann, der die 40 bereits überschritten hat, nie die Frage, ob mit dem was nicht stimmt. Einige finden in den 30ern einen passenden Partner, mit dem man eine Familie gründen möchte, die anderen eben nicht...

Sind kinderlose Personen deshalb Loser @14?
 
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Gast

  • #17
@FS
Ich habe seinerzeit nach meiner Entsorgung durch die Mutter meiner Kinder (17+4) ausschließlich eine kinderlose Partnerin gesucht. Mein Intension war (und ist), dass ich keinem anderen Vater das antun wollte was mir angetan wurde.

Ja, meine Freundin hat es wirklich nicht leicht. Ihr Verhältnis zu meinem Großen der bei uns lebt ist nicht das Allerbeste.
Der Umgang mit meiner Tochter wird mir durch die KM verweigert, Unterhalt wird aber selbstverständlich gerne gesehen und Sonderbedarf wird regelmäßig eingefordert. Ihre Unterhaltszahlungen für den Großen musste ich allerdings gerichtlich einklagen.
Gerade die finanzielle Situation sorgt für Spannungen.

Nie im Leben würde ich zu meiner Ex zurück wollen. Das ist auch meiner Partnerin absolut bewusst.
Probleme bestehen bei uns halt darin, dass die Ex durch die Kinder und ständige finanzielle Forderungen immer irgendwie präsent ist.

(m44)
 
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Gast

  • #18
@ 6 das stimmt nicht, denn was passiert wenn das Kind die neue Frau so ablehnt das die noch nicht mal mehr in Urlaub mitfahren darf, wenn die Frau versetzt wird morgens, abends, am Wochenende weil sich das Kind dazwischendrängt um seine Ankündigung " ich bringe die auseinander" in die Tat umzusetzen? Wenn sich das Kind weigert mit der Neuen an einem Tisch zu sitzen, ihr Essen zu essen so das Papa seiner 18 jährigen alles selber kochen und im Zimmer
servieren tut ? Die Partnerin steht in der Warteschleife des erhofften Glücks, funktioniert als Haushaltshilfe und Betthäschen ? Liebt sie ihren Partner nicht und geht hier Kompromisse ein?
 
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Gast

  • #19
@ Nr 17 : Die Situation, die Du beschreibst, ist unhaltbar und der Fehler liegt da beim Vater ! ER muss der jungen Erwachsenen (mit 18 ist man ja kein Kind mehr) klar machen, dass er Dich liebt und dass nichts, was sie tun könnte, ihn davon abhalten wird, mit Dir zusammenzubleiben. Wenn er solche Spielchen mitspielt, hast Du nur eine Möglichkeit, die Flucht zu ergreifen und Dir die Chance zu geben, einen neuen Mann kennenzulernen, der kein so gestörtes Verhältnis zu eventuell vorhandenem Nachwuchs hat.
 
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Gast

  • #20
@18/ sehe ich genau so wie du. Der VATER trägt hier die Schuld, weil er seinem Kind (bei der Mutter ist dies ein neuer Partner sicherlich auch geduldet) nicht klar macht, dass sein Kind zwar eine wichtige, aber nicht die wichtigste Rolle spielt, sondern nun eine neue Frau an seiner Seite ist, die er liebt, die er achtet und respektiert. Deshalb müssen sich alle zusammen raufen. Ich würde mir als neue Frau das alles nicht gefallen lassen von dieser Göre. Bzw ich lasse es mir nicht gefallen - der Sohn meines LGs hat auch mal irgendwann das Spinnen angefangen - diesen Wind hat mein LG ihm aber ganz schnell aus den Segeln genommen und Sohnemann musste einsehen, damit nicht durch zu kommen. Nun ist es wie vorher auch, ok. Witzigerweise hat er wechselende Partner, die gleich zuhause einzogen bei der Mutter akzeptiert?!? Da sieht man mal wieder, wie Mütter ihre Kinder, so sie es darauf anlegen, doch manipulieren können, oder?
 
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Gast

  • #21
<MOD: Persönliche Angriff entfernt. Formulieren Sie sachlicher und diffamieren Sie nicht!>

Aber wieso haben diese Männer noch keine Kinder, mit 36 aufwärts. Meistens doch, weil Ihnen die Karriere wichtiger ist... hm.. und dann steht Frau und Familie ja wieder nicht im Mittelpunkt. Denkbar schlecht für eine Beziehung. Oder, es sind Typen, die sich in Wirklichkeit gar nicht binden wollen und schon mehrerer 1-2 Jahre Beziehungen oder kürzere hinter sich haben. Auch sehr ungünstig für eine Beziehung, ob sich so jemand mit fast 40 oder älter noch ändert? Sehr fraglich. Und selbst wenn Du jemanden finden solltest, der noch Single ist, vielleicht eine längere Beziehung hinter sich hat. Wieso hat der nie geheiratet und Kinder bekommen? Wird er wohl auch in Zukunft nicht! Und vielleicht findest Du tatsächlich jemanden, der zwar schon geschieden ist, aber keine Kinder hat. Hm. Vielleicht hat sich die Frau scheiden lassen, weil er zeugungsunfähig war. Ach ja und ich hatte ja vergessen. Geschieden ist ja sowieso bei Dir auch schon ein Nogo, selbst ohne Kinder. Wenn Du natürlich Anfang 20 oder sagen wir mal bis 26 bist, wird das sicher alles kein Problem sein.

Liebe Fragestellerin,

wenn Du diesen Mann liebst, dann lerne ihn erst richtig kennen und wenn ihr das Gefühl habt, zusammenzugehören, dann lern auch seine Kinder kennen und lieben. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr steht zusammen, dann wird er auch seinen Kindern gegenüber entsprechend reagieren und zu Dir stehen und mit seinen Kindern reden, wenn es Probleme gibt. Gebt euch einfach eine Chance. Klar kann es auch schief gehen, aber das kann eine Beziehung ohne Kinder auch. Dass ein Paar, welches sich trotz Kindern getrennt hat plötzlich wieder zusammenfindet, mag es sicher geben. Aber ein Paar, welches sich trotz Kindern getrennt hat, hat da echt reifliche Überlegungen hinter sich, denn man trennt sich, wenn man Kinder hat, nicht von heute auf morgen.
 
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Gast

  • #22
@Frederika
Bitte denken Sie daran, dass es auch Männer gibt, die über ein recht hohes Einkommen verfügen, wobei Sie gar nicht merken würden, ob er Unterhalt bezahlt oder nicht. Dies zum Einen.

zum Anderen gubt es Frauen, die den Rosenkrieg suchen und ihn auch konsequent führen. Es gibt Frauen, die alles dafür tun, die Kinder ihrem Vater zu entfremden. In einer solchen Situation kann es sein, dass ein solcher Mann gerade eine neue und intakte Familie gründen und sich einer entsprechenden Frau zuwenden möchte. In einem solchen Fall merken Sie nichts von einer "Altlast", dies zumal, wenn diese in einer anderen Stadt angesiedelt ist.

Wo sehen Sie hier die von Ihnen beschriebenen massiven Vorbehalte einem solchen Mann, der finanziell mehr zu bieten hat, als ein kinderloser mittlerer Angestellter und dessen Entschluss für eine zweite und intakte Familie gefallen ist?

Wenn alle verfügbaren Frauen Ihrer Ansicht wären, käme dies einer Stigmatisierung von erfolgreichen Männer mit Kindern gleich, deren einziger Misserfolg die Heirat der (ersten) falschen Frau war.
 
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Gast

  • #23
Grausig, was man hier so liest.
Bin M 47, mit Kind (14), das bei mir lebt, weil seine Mutter, bzw. meine Frau vor 3 Jahren leider an Krebs gestorben ist. Wenn ich dann die Vorbehalte gegen "fremde" Kinder lese, die dann auch noch Geld kosten, das der neuen Frau nicht zu Gute kommt, kann ich nur hoffen, nie an so eine Frau zu geraten.

Es muß doch nicht so schlecht sein, wenn schon Familie da ist. Besonders über 40 hat man schon eine Weile Leben hinter sich, daß bestimmt nicht nur schlecht war.

Ich jedenfalls würde mich über eine Frau freuen, die vielleicht sogar selber Kinder in ähnlichem Alter mitbringt und nicht den Anspruch hat versorgt zu werden.
 
G

Gast

  • #24
Ab Mitte 30 muss man damit rechnen, dass ein Mann bereits Vater geworden ist.

In den meisten Fällen lebt das Kind nach der Scheidung bei der Mutter, so dass das neue Paar genügend Zeit hat entspannt und ausgiebig die neue Liebe zu genießen und auch nicht die gesamte Freizeitgestaltung an dem Kind orientiert wird.

Anders sieht es doch für die Mütter aus bei denen das Kind ständig lebt.

Mein Partner hat einen 15 jährigen Sohn und ich habe von ihm noch nie gehört " Du bist nicht meine Mutter". Das ist uns allen nämlich völlig klar.

Wir haben uns Zeit gelassen mit der ersten Begegnung zu dritt und waren gleichermaßen nervös und unsicher. Mittlerweile fragt der junge Mann aber auch selbst nach wann wir wieder mal etwas gemeinsam unternehmen können und wir haben einen guten, unkomplizierten Kontakt.

Ich habe keine Kinder und muss oft schmuzeln wenn ich Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten zwischen meinem Partner und seinem Sohn bemerke.

Es gibt viele nette und witzige Situationen in denen ich z.B. völlig entspannt sagen kann: "Also, von MIR hat er das nicht" :)

Er ist für mich aber auch kein fremdes Kind sondern ein Teil von dem Mann den ich liebe.

Dass Kontakt zu der Mutter seines Sohnes besteht ist nur natürlich. Diesen als neue Partnerin nicht ertragen zu können spricht doch stark für mangelndes Selbstbewußtsein.

w49
 
  • #25
Ich denke, daß es normal ist, daß es im beruflichen oder privaten Umfeld einer erwachsenen Person einen Menschen gibt, in den er irgendwann einmal verliebt war. Gefühle ändern sich.
Natürlich und hoffentlich gibt es zwischen den Eltern eines Kindes eine Verbindung - das Kind und ihre Elternrolle.
Eine neue Partnerschaft wird dadurch aber nur dann betroffen, wenn die Beteiligten nicht damit umgehen können und wenn Neid und Eifersucht eine Rolle spielen. Ich denke, daß neue Beziehungen DARAN zerbrechen, nicht an der Tatsache, daß es einmal eine andere Partnerschaft gab, und sicherlich nicht an einem Kind!
 
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Gast

  • #26
Ich finde eher Männer suspekt, die es nie gewagt haben, eine Partnerschaft so intensiv zu leben, als daß eine Ehe oder auch Kinder in Betracht gekommen wären.

Ab 40- 45 finde ich es normal, daß Kinder und auch vorherige Beziehungen vorhanden sind und die entstehenden Probleme sollte man mit dem Partner zusammen meistern können! Ich würde gerne einen Mann kennenlernen, der schon Erfahrungen mit Kindererziehung hat...

Ob derjenige zu seiner Ex zurückkehren würde, kann ich nicht einschätzen, aber ich denke, Kinderlosigkeit schützt vor der Gefahr des "verlassen werdens" auch nicht. Was hilft Dir jamend, der immer als Single gelebt hat und noch nie die Erfahrung gemacht hat, daß es auch Schwierigkeiten in einer Beziehung zu bewältigen gilt? Meinst Du, da ist die Wahrscheinlcihkeit tatsächlich höher, daß man zusammen glücklich wird?
 
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Gast

  • #27
Ich sehe das so wie Frederika! Ich glaube zudem, dass das Kind, das der Mann dann mit in die Beziehung bringt einen besonderen Status bei ihm genießt, vllt sogar mehr als gemeinsame Kinder, da er sich immer schuldig/verantwortlich für das "Ehelose" Kind verantwortlich fühlen wird und es auf irgendeine Weise beschützen wird. Nur wenn beide Parteien Kinder haben kann ich mir solch eine Beziehung vorstellen.
Für mich würde so ein Mann auch nie in Frage kommen. Ich will bei 0 anfangen, mit allem was dazugehört.
 
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  • #28
@ 26
Genauso habe ich das erlebt. Seine damals 16 jährige Kleine konnte sich erlauben was sie wollte. Sie ist das 8. Weltwunder für ihn. Kaum einen Tag war ich in der jahrelangen Beziehung mal allein mit ihm, ständig umhing er seine Kinder oder sie ihn. Früh , und/oder um Mitternacht, am Wochenende, von Januar bis Dezember. Sogar die Verliebtheitsphase von der geschrieben wird konnten wir nicht ungestört erleben, selbst beim spazieren gehen hatten wir keine Ruhe ( die Tochter klingelte an ) - das zog sich bis zum Schluss so hin.
 
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Gast

  • #29
@27 genauso habe ich das auch erlebt...mein Mann hatte ein Kind aus 1. Ehe, sie war seine Prinzessin, sie bekam alles von ihm und seiner Mutter...das arme Scheidungskind, die Schuldgefühle waren bis zu letzt da und das wusste die Exfrau ganz genau! sie hat es sogar fertig gebracht ihn auf mehr Unterhalt für die Tochter zu verklagen, als wir ein gemeinsames Kind bekamen. Es war eine Ehe zu Dritt, die Ex war immer präsent, obwohl sie ebenfalls wieder verheiratet war und ein weiteres Kind bekommen hatte. Mein Mann ist vor 2 Jahren verstorben, jetzt bin ich alleine mit unserem Kind und mit meiner Vergangenheit.....aber eines weiß ich sicher, daß ich keinen Mann mehr möchte, der ein Kind aus einer früheren Beziehung hat, bin mir aber auch bewusst, daß ich nun zu denen mit Vergangenheit gehöre.
 
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Gast

  • #30
Ich (M45) bin Vater von 5 Kindern (5-13) und seit ein paar Monaten wieder Single.
Ich denke das ich ein völlig normales Verhältnis zu meinen Kids habe, das Verhältnis zur Mutter aber angespannt ist.
Da wir die Kids gemeinsam betreuen wohnen wir (notgedrungen ob der Kinder) noch im selben Gebäude (andere Wohnungen), was uns aber auch eine sehr hohe Flexibilität erlaubt.
Ich stelle es mir schon schwer vor überhaupt ein Chance auf einen Neuanfang zu haben, aber eine Partnerin ohne eigene Kinder könnte ich mir nicht vorstellen.
Viel vergessen das die Kinder irgendwann aus dem Haus sind, und man sich rechtzeitig Freiheiten zu Zweit nehmen muss, man darf sich als Eltern nicht ausschliesslich über die Kinder definieren, sonst steht man irgendwann vor der Leere.
Wenn aber so viele von Euch schon Probleme haben wenn der/die Neue auch nur ein Kind hat, welche Chancen kann ich mir denn dann ausrechnen?
Ihr macht mir ja alle Mut :-/
 
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