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Gast

  • #1

Der Geist ist willig, aber .....

Der Geist ist willig, aber .....

Hallo, Solche Fragen flattern hier sicher ständig rein, ich weiß aber einfach nicht mehr weiter. Wie kann ich mich nur überwinden, eine Frau (oder überhaupt eine fremde Person) anzusprechen? Folgendes ist mir heute passiert: Eine junge Frau saß mir im Zug gegenüber. Unsere Blicke kreuzten sich, zwei-, dreimal freundlich-zaghaftes Lächeln von ihrer Seite und gefühlte eine Millionen Themen mit denen ich einen Flirt hätte initiieren können - aber meine Zunge hat sich einfach geweigert irgend einen Ton von sich zu geben. Irgendwann musste ich aussteigen und trauere dieser tollen Gelegenheit hinterher. Wie kann ich diese Blockade zwischen Geist und Körper überwinden? Ich kann ja nichtmal irgendeinen Passanten nach der Uhrzeit fragen?! Bitte um Hilfe!
 
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Gast

  • #2
Stell dir einfach vor, dass du in diesem Moment nicht du bist, sondern jemand anders. Diese Methode wendet zum Beispiel auch die Sängerin Beyonce an, die auf der Bühne "Sasha" ist. Passiert etwas Peinliches, dann nicht ihr, sondern der fiktiven Person.

Einfach ausprobieren! Habe auch so meine Angst vor Referaten verloren (-:
 
  • #3
Einerseits geht es SEHR VIELEN Mänenrn ähnlich -- selbst beruflich souveräne und erfplgreiche Männer scheuen bei privaten Anmachversuchen plötzlich und sich schüchtern. Das ist normal, wenn auch schade.

Andererseits schließe ich aus Deinem letzten Satz, dass Du ein besonders krasser Fall bist. Also Passanten nach dem Weg oder der Uhrzeit zu fragen, das sollte schon ein Kind lernen und ein erwachsener Mann erst recht können. Das kommt mir schon seltsam vor, ganz ehrlich!

Der EINZIGE TIPP, der wirklich hilft ist bei Schüchternheit, Angst und Verklemmtheit gleich welcher Art EXPOSITION und ABSTUMPFUNG. Das ist psychologisch gesichert. Egal ob Vorträge, Spinnenphobie oder Nackheit, einzig die Übung, die Abstumpfung, damit die Erfahrung, dass es gar nicht so schlimm ist und von mal zu mal besser wird, hilft.

Du solltest demzufolge einfach damit beginnen, Passanten nach dem Weg oder einer Einkaufsmöglichkeit oder ähnlichem zu fragen. Stumpfe Dich ab. Dabei passiert mit Sicherheit nichts, Du triffst die Leute nie wieder und selbst wenn einer Dir dumm kommt, macht das nichts. Versprich Dir selbst, in ein großes Einkaufszentrum zu gehen und nacheinander 20 Passanten zu fragen, ob sie wüssten, wo denn der Laden X wäre. Am nächsten Tag dann in der Innenstadt beliebige Passanten fragen, wo denn die Straße Y liegt. Auch wenn sie es nicht wissen, freundlich bedanken, schönen Tag wünschen, lächeln. Du wirst sehen, wie nett die allermeisten sind und wie selbstverständlich sie antworten.

Erst wenn das alles völlig problemlos klappt, dann beginnst Du die gleichen Fragen mit hübschen Frauen im passenden Alter ... das ist dann die zweite Stufe der Abstumpfung. Und so weiter...
 
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Gast

  • #4
Vor langer Zeit ging es mir ähnlich. Im nachhinein sehe ich als Ursache eine nicht realistische Einschätzung der Wichtigkeit von Problemen. Mir ging es zu gut ?!
Nach einigen sehr schwehren Schicksalsschlägen wurde mir bewusst wie unbedeutend dieses Problem vorher war. Es löste sich fast von selbst. Es gibt bei mir seit dem diese Blockade nicht mehr.- Ich denke einen allgemein gültigen Hinweis an Dir das das Leben nur eine begrenzte Zeit dauert wird kaum etwas bezwecken.
Deshalb stelle Dir vor Du hättest nur noch 1, maximal 2 jahre zu leben. Was möchtest Du erreichen ? Grosse Probleme lösen? Was sind das ? Oder doch bei diesen kleinen Dingen anfangen und die Blockaden schnell überwinden?--
In 25 Stunden bleiben Dir dann nur noch 729 Tage...M
 
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Gast

  • #5
Falls Du es mit dem sehr guten Rat von #1 nicht schaffst, solltest Du Dich unbedingt von einem Psychologen coachen lassen.

Mit diesem Problem lebst Du deutlich unterhalb Deiner Möglichkeiten.

Du verschenkst jeden Tag Lebensqualität!

Also, tu´ es! Entweder selbst oder mit Therapeuten, aber schiebe es nicht länger auf!