• #1

"Der beste Sex des Lebens" Was heißt das?

Moin,

mir ist aufgefallen, dass insbesondere die Damen öfter mal schreiben "mit ihm hatte ich den besten Sex meines Lebens" oder ähnlich. Ich weiß nicht, ob ich da männertypisch bin, aber ich könnte das bei mir kaum so genau sagen; da gab es natürlich das berühmte "erste Mal", dann gab es eine besonders vertraute, vertrauensvolle, harmonische Körperlichkeit, eine besonders schöne Frau, eine besonders aufregende Gelegenheit... am ehesten würde ich vielleicht sagen, dass ich den Sex am schönsten empfinde, wenn ich am meisten verliebt bin...

Wie ist das bei euch: würdet ihr diesen "besten Sex" eher an körperlichen, "technischen" Punkten festmachen, oder ist es doch eher das Gefühl, hinter dem alles andere zurücktritt?

manchmal
 
  • #2
Manchmal,

Mein Erleben
Ich benötige prinzipiell eine gewisse Gefühlsebene, Beziehung, Vertrauen, Verliebtheit, damit ich mit einem Mann Sex habe / Intim werde.

Aber leider hatte die Qualität öfters nur bedingt mit dem Gefühl, dass ich für den Mann hatte, zu tun.
Es ist dann die Art, miteinander umzugehen, das (gegenseitige) Annehmen, sich einlassen, Leidenschaft, Zärtlichkeit, ähnliche Bedürfnisse, ähnlicher Umgang, ähnliche Kreativität.
Zu spüren, dass der andere mich begehrenswert findet, ich das Gleiche verspüre.

Allerdings - sollte die Sexualität mit einem künftigen Partner sich nicht als positiv darstellen, entwickeln, würde ich die Beziehung nicht weiter führen wollen.
Diesen Kompromiss gibt es nicht mehr, auf Dauer ist unbefriedigende Sexualität für mich auch das Ende aller anderen Gefühle.
Eine "Öffnung" einer Partnerschaft ist für mich deswegen indiskutabel.
Es gehört für mich dazu, meinen Partner zu sehen, etc. und ihn dann auch zu begehren.
Dass das mal schwanken kann, Phasen gibt, ist etwas anderes.
So wie man Partnerschaft an sich pflegen und entwickeln sollte, gilt das für die gemeinsame Sexualität, auch da entwickelt man sich, auch da ist Alltag, Routine, Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Nichtkommunikatiin der Anfang vom Ende.

Also kurz
Ohne Gefühl kein Sex,
aber schlechter Sex bringt die Gefühle zum Verschwinden.
Guter Sex verstärkt, vertieft die Gefühle - unverzichtbar.

Aber das ist wohl wieder eine ganz individuelle Thematik, wo es kein Richtig / Falsch gibt, nur viel Kobtroverses.
 
  • #3
Ich finde deine Frage sehr spannend. Guter Sex ist ja nicht abhängig von der Technik oder Stellung. Ich habe festgestellt, dass ich den besten Sex hatte, wenn mein Partner und ich zur selben Zeit zufällig auch auf das selbe Lust hatten. Das kann mal sehr gefühlsbetont oder auch eher " animalisch" sein. Aber das beide zur selben Zeit genau das selbe wollen und sich geben, gemeinsam kommen, dass ist perfekt. Leider ist das nicht so häufig der Fall. Man hat ja im Grunde viel guten und viel mittelmäßigen Sex, auch gelegentlich schlechten Sex nur um dem Partner einen Gefallen zu tun. Und dann gibt es diese herausragenden Erlebnisse, bei mir vielleicht 10 in meinem Leben. Vielleicht wären es mehr gewesen, wenn mein Mann und ich beim Sex mehr gemeinsame Vorlieben gehabt hätten, bestimmt sogar.
 
  • #4
Na ja, wahrscheinlich geht die Kausalkette so:

Sex wird mit Liebe verbunden, also meistens, wenn man mit einem Mann ins Bett geht ist man neu verliebt. Da jeder neue Mann als besser wahrgenommen wird, als der alte (man will ja nicht die gleichen Fehler nochmal machen), überträgt sich das auch auf die sexuelle Ebene.
Für nüchtern und sachlich denkende Menschen (wie mich) ist es eh schwer nachvollziehbar, wieso man gerade in Gefühlsdingen immer mit Superlativen und Vergleichen arbeiten muss. "Du hast WUNDERSCHÖNE Augen, es gab MAGISCHE Momente und man hatte eben auch den "BESTEN SEX SEINEs LEBENS" (ne Nummer kleiner geht halt nicht). Wenn ein Partner mir sowas sagt, schrillen bei mir sofort alle Alarmglocken und ich werde misstrauisch. Ich glaube ihm das einfach nicht und habe sofort das Gefühl, dass er das jeder erzählt, und dies somit ein Verhaltensmuster ist.

Das hat meines Erachtens nichts mit Männern und Frauen zu tun (schließlich bin ich auch eine Frau und würde sowas niemals sagen), es gibt genauso viele Männer, die so ein albernes Gesülze von sich geben und genügend Frauen, die darauf reinfallen und sich dann wundern, dass es nicht geklappt hat.
 
  • #5
Ich hatte das Glück, schon ein paar mal "den besten Sex meines Lebens" gehabt zu haben.

Zunächst einmal ist Sex natürlich außerordentlich schön, wenn man verliebt ist und die Partner in Bezug auf Temperament und sexuelle Phantasien harmonieren. Aber es gab auch das eine oder andere Erlebnis abseits von festen Beziehungen, an die ich noch nach Jahrzehnten zurückdenke (so 2-3). Ich hatte aber auch schon feste Partner, mit denen der Sex zwar schön und befriedigend war aber nicht das, was ich als "Sex meines Lebens" bezeichnen würde.

Grundbedingung ist, dass der Partner Sex mag, nicht verklemmt ist und ein gutes Einfühlungsvermögen hat. Sex ist immer nur dann gut, wenn er nicht der egoistischen Befriedigung gilt, sondern wenn der Partner der Dreh- und Angelpunkt der eigenen Lust ist. Sex ist immer auch (nonverbale) Kommunikation. Man spielt einen Ball hin und her, die Erregung des Partners erregt einen selbst umso mehr usw.

Außerdem ist die eigene Stimmung maßgeblich. Man kann nicht jeden Tag den "Sex seines Lebens" haben - mit keinem Partner der Welt, wie ich meine. Es gibt Versöhnungssex, Entspannungssex, Sex, der die gegenseitige Vertrautheit spiegelt usw. Das ist auch schön und manchmal angebracht. Die Präferenzen sind ja unterschiedlich, aber ausschließlich wäre mir das zu wenig. Guter Sex lebt auch von der anregenden Erinnerung an Highlights sexuellen Erlebens mit dem Partner - das ist mein Empfinden.

Man sollte die Fähigkeit haben, den Verstand und das tägliche Leben an der Schlafzimmertür abzugeben und sich ganz hinzugeben - das gilt für Männer und Frauen. Männer, die ihren Verstand nicht abschalten können, sagen mir persönlich nichts.

Ich denke, ich stehe als Frau nicht alleine, wenn ich sage, dass ich spüren will, dass ich wirklich begehrt werde. Das ist das größte Aphrodisiakum überhaupt.

Je mehr sexuelle Erfahrung man mitbringt, desto besser wird der Sex - das ist meine Erfahrung. Deshalb kann ich dem ganzen Jungfrauenhype in einigen Kulturen auch nichts abgewinnen.

Sex wird auch besser, je besser man den anderen kennenlernt. Das macht ja auch einen Großteil des Reizes aus. Beim "ersten Mal" mit dem Partner schöpft man fast nie die ganze Bandbreite dessen aus, was möglich ist.

Summa summarum: Sex ist (nonverbale) Kommunikation. Wenn die fehlt, kann auch kein guter Sex funktionieren.
 

Laleila

Cilia
  • #6
Bei mir gibt es diesen besten Sex meines Lebens. Was machte ihn dazu? Ich wohnte zu der Zeit in den Staaten, er in Deutschland. Wir lernten uns im Netz kennen und schrieben uns mails... täglich...mehrmals. Knapp 400 insgesamt. Ohne jede Anzüglichkeit, ich würde es nicht mal als Flirt bezeichnen.
Dennoch wussten wir beide, sollten wir uns je real begegnen, es würde knallen.
War dann auch so. Der Sex entlud sich eine monatelang aufgebaute Sehnsucht, wir passten diesbezüglich perfekt zueinander, fanden uns gegenseitig extrem attraktiv. Es war wie ein Rausch.. fast 16 Stunden lang. Ich war fürchterlich verknallt, aber weit von Liebe entfernt. Es liegt inzwischen sehr, sehr lang zurück, aber er meldet sich mindestens einmal im Jahr. Er sagt auch für ihn war es der beste Sex seines Lebens. Er will es noch einmal erleben aber wir wissen beide, so etwas kann man nicht wiederholen. Es würde unseren damaligen Begegnungen den Zauber nehmen.
Ansonsten ist es bei mir ein wenig so, wie Du es beschreibst
Es gab den aufregendsten Sex, den spannendsten, den liebevollsten, usw... Der Aufregendste hatte klar mit den praktizierten Techniken zu tun. der Spannendste mit Orten, der Liebevollste mit... Liebe.
Je mehr sexuelle Erfahrung man mitbringt, desto besser wird der Sex - das ist meine Erfahrung.
Da ist meine Erfahrung völlig konträr, da ich mich und meine Bedürfnisse selbst am besten kenne, kann ich mit "erfahrenen" Männern, die glauben aufgrund ihrer Erfahrungen zu wissen was Frauen! wollen, gar nichts anfangen. Eher unerfahrener sind bemühter, verlassen sich nicht auf ihr nichtvorhandenes Wissen und beobachten besser, sind dadurch sehr leicht formbar, meinen Bedürfnissen anpassbar. Den besseren Sex hatte ich durchweg mit weniger erfahrenen Männern.
 
  • #7
Da ist meine Erfahrung völlig konträr, da ich mich und meine Bedürfnisse selbst am besten kenne, kann ich mit "erfahrenen" Männern, die glauben aufgrund ihrer Erfahrungen zu wissen was Frauen! wollen, gar nichts anfangen. Eher unerfahrener sind bemühter, verlassen sich nicht auf ihr nichtvorhandenes Wissen und beobachten besser, sind dadurch sehr leicht formbar, meinen Bedürfnissen anpassbar. Den besseren Sex hatte ich durchweg mit weniger erfahrenen Männern.

Missverständnis! Ich meinte DEINE Erfahrung. Nur, wer sich und seinen Körper gut kennt und schon einige Erfahrungen gemacht hat weiß, was ihm gut tut - wobei die Skala der möglichen Erfahrungen natürlich nach oben offen sein sollte, gerade mit einem neuen Partner.

Unerfahrene sind viel zu sehr mit Fragen beschäftigt wie "Mache ich auch alles richtig?" und Leistungsgedanken beschäftigt, statt sich auf den Partner zu konzentrieren. Ein guter Liebhaber weiß, dass er potentiell ein guter Liebhaber sein kann. Eine gute Liebhaberin ebenso. Und es geht auch nicht gleich die Welt unter, wenn etwas mal nicht so klappt. Das ist meiner Ansicht nach viel entspannter.
 

Laleila

Cilia
  • #8
Unerfahrene sind viel zu sehr mit Fragen beschäftigt wie "Mache ich auch alles richtig?" und Leistungsgedanken beschäftigt, statt sich auf den Partner zu konzentrieren. Ein guter Liebhaber weiß, dass er potentiell ein guter Liebhaber sein kann. Eine gute Liebhaberin ebenso.
Naja, eben hier stimme ich Dir, m.E.n. do gar nicht zu.
Gerade Unerfahrene konzentrieren sich hauptsächlich auf den Partner um Erfahrungen zu sammeln. Zudem... Menschen die sich für gute Liebhaber halten, sind es meist nicht.
Überhaupt, mir war es nie einen Gedanken wert ob ich eine gute Liebhaberin bin.
Letztlich sollte jede/r selbst dafür sorgen, dass er guten Sex hat.
 
  • #9
Ich denke dass die Qualität des Sex (wie auch immer man die definiert) weniger mit der eigentlichen Technik als mit den gefühlsmäßigen Umständen zu tun hat. Das muss nicht heißen, dass der Sex um so besser ist, je mehr man eine Person liebt. Viel mehr ist es eine Frage der Leidenschaft die jemand auslöst, auch wenn keine eigentlichen Gefühle vorhanden sind. Wie man aus den Beiträgen auch schon herausliest, brauchen manche Menschen die Verbundenheit einer Beziehung um Sex genießen zu können. Andere stehen auf das Unbekannte.

Als ich jünger war, konnte ich extreme Leidenschaft für jemanden empfinden, den ich äußerlich sehr attraktiv fand und der eine bestimmte, sehr selbstbewusste Ausstrahlung hatte. Da waren bei mir sofort "temporäre Gefühle" da, die aber auch schnell wieder verflogen. Mit dieser Kategorie Mann hätte ich nach damaliger Definition den besten Sex haben können. Heute stehe ich auf diese Kategorie überhaupt nicht mehr, denn eine richtige Beziehung ist für mich mehr wert als Sex. Wenn ich eine Beziehung will, brauche ich mehr als das. Natürlich ist dann auch Leidenschaft da, aber es ist irgendwie anders. Ich genieße dann eher die geistige Verbundenheit, das Vertrauen und die Nähe. Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, ist jede Berührung schön und somit auch der Sex.
 
  • #10
Also ich hatte den bisher auch nur mit einem. Mit anderen war es okay, befriedigend, selten schlecht. Aber dieser einer hat Maßstäbe gesetzt, die danach keiner bislang wieder erreichen konnte und das ist das Traurige an der Sache.

Ich habe mir in der Vergangenheit auch darüber schon Gedanken gemacht, warum ich es bei diesen Mann als so besonders empfunden habe. Es kam auf zwei Komponenten an, zum einen das psychisch-emotionale. Wir haben eine gute intellektuelle Verbindung wir verstehen uns sehr gut, denken ähnlich.

Ich habe ihn sehr begehrt und er war nicht so leicht für mich zu haben. Es war so eine on/off Geschichte, die mich fast um den Verstand brachte. Er hat damit sozusagen mein Hirn gevögelt.

Das andere war das rein körperliche. Ich mochte einfach seine Art, wie er beim Sex mit mir sprach, wie er mich berührte. Er machte instinktiv einfach immer genau das, was und wie es mir gefiel, ohne dass ich das hätte sagen müssen.

Wenn er mich anfasste, war das nie zu fest und nie zu zart, sondern genauso wie ich es mochte.( bei anderen dachte ich oft:" jetzt mach doch mal richtig und fass doch mal richtig zu", wieder andere waren zu grob, dass es weh tat..)

Er hat immer wieder meine Grenzen ausgetestet, sie erweitert, sie aber niemals überschritten.

Er hat geführt, war etwas dominant, aber nicht so im BDSM Sinn.

Wir haben gemeinsam neue Erfahrung gemacht und Dinge getan, die wir vorher nicht getan haben.

Vielleicht war auch das mit ausschlaggebend, dass ich es so besonders empfunden habe.

Momentan bin ich in einen verliebt, der das Potential wohl dafür hat. Die geistig-emotionale Ebene dafür stimmt, das Kribbeln, mein Begehren. Nur ob es jemals real noch zu mehr kommt, weiß ich nicht.
 
  • #11
Den "besten Sex meines Lebens" hatte ich, als ich für kurze Zeit erlebte, wie es sich anfühlt, wenn ein Mann nicht nur sein Begehren und seinen Geltungsdrang als guter Liebhaber, sondern auch seine Liebe oder wenigstens eine Art instinktives Mitgefühl in die sexuelle Aktivität hineinlegt und im Moment agiert, nicht anhand fixer Gewohnheiten.
So etwas ist selten genug und ich habe Angst, das nie wieder zu erleben. Sex erscheint mir doch von viel subtiler Gewalt, Rollenklischees, Pornofantasien und Machtspielen geprägt zu sein und mir bangt ehrlich gesagt ein wenig davor, mich wieder darauf einzulassen. Dabei möchte ich nicht den Männern eine einseitige Schuld zuschieben. Wenn ich mich mit Männern unterhalte, stelle ich oft fest, dass sie sich unter Druck sehen, sich "männlich" zu verhalten und ja keine "Schlaffis" zu sein - bei gleichzeitiger Verwirrung, sich modern und gleichberechtigt und einfallsreich zu geben. Es gibt heute viel weniger Privatsphäre als früher, Sex wird überall thematisiert, wir explizit gezeigt und ist Gegenstand öffentlicher Diskurse, wie auch Seminaren und Therapien. Somit ist das sexuelle Verhalten auch vielleicht stärker gesellschaftlich mitgeprägt und gibt es klarere Vorstellungen, wie er abzulaufen hat.
 
  • #12
Etwas habe ich dabei noch vergessen, was ich aber an diese Stelle für wichtig erachte ( da ihr Männer euch ja immer über solche Sachen Gedanken macht, aber erstaunlicherweise keine Frau hiervon [bislang] etwas erwähnt hat)

Bei dem Mann, mit dem ich den besten Sex meines Lebens hatte, handelt es sich weder um ein überdurchschnittlich schönen oder in irgendeiner Form überdurchschnittlich gut gebauten Mann. Optisch eher Durchschnitt.

Ich war mit hübscheren und besser gebauten zusammen, aber mit keinem hatte ich je so genialen Sex...

Auch bei dem aktuellen Objekt meiner Begierde ist es seine Ausstrahlung und die Chemie zwischen uns, die alles ausmacht...

Weder Optik noch Status oder Beruf spielen dafür für irgendeine Rolle. Manches von ihm weiß ich gar nicht und es interessiert mich auch nicht, aber sein Charisma haut mich um.
 
  • #13
Mein bester Liebhaber war sportlich, lustvoll und einfühlsam zugleich. Wir waren beide heftig verliebt, aber eher ungehemmt, er gab mir durch Worte und Taten das Gefühl, für ihn die schönste und begehrenswerteste Frau zu sein. Er wusste, welche Rolle das entscheidende Lustorgan der Frau spielt und wusste seine Männlichkeit einzusetzen. Es war die richtige Mischung aus Zärtlichkeit, Offenheit und Lust. Meine Verliebtheit hielt jedoch nicht lange und dann machte auch der Sex keinen Spaß mehr.

Immer, wenn ich verliebt war, zwei "normale/ gesunde", verliebte, offene Menschen aufeinander treffen war der Sex toll, warum auch nicht? Wenn der Mann jedoch nicht verliebt ist oder ich das Gefühl habe, er begehrt mich nicht, macht mir auch der Sex keinen Spaß. Ich kann mich dann einfach nicht fallen lassen.

Dennoch gab es nur einen Mann in meinem Leben, den ich über Jahre liebte. Die sexuelle Spannung nahm im Laufe der Zeit ab, war aber immer da und es gab - wenn auch nicht mehr so oft - immer wieder mal dieses Prickeln. Ansonsten ist der Sex mit einem Lebenspartner ruhiger, aber auch schön. Und das ist die wahre Kunst der Liebe.
 
  • #14
Den "besten Sex meines Lebens" hatte ich nicht, wenn ich verliebt war, sondern eher in Affären. Das war hemmungsloser, exstatischer und wilder, mit einer Spannung oft aufgeladen über Tage, bis wir uns wiedersahen - das ist anders als in einer Beziehung oder auch wenn man verliebt ist. Dann reicht es mir manchmal auch, einfach nur zu knutschen, Händchen zu halten und zu kuscheln. Klar auch Sex, aber der ist nicht das Zentrale.
Auch war ich in Affären egoistischer - da ging es mir mehr um mich als um "uns" oder gar ihn.
Und ich fühlte mich begehrter und erotischer, unglaublich sexy und definitiv nicht verletzlich.
Ging meinen Freundinnen auch so - darüber haben wir letztes Jahr geredet und kamen zu der Schlussfolgerung, dass wir in Beziehungen nicht diese Art von Sex hatten... dafür kann man in Beziehungen besser Dinge ausprobieren und sich kennenlernen...wobei einige meiner Freundinnen echt verklemmte Ehemänner und Freunde hatten und sehr frustriert waren... Hat mich übrigens sehr überrascht.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #15
Der beste Sex hat mit Liebe bei mir nur soviel zu tun, dass mit viel Gefühl der Sex allgemein besser ist..und das ich mich bei sehr gutem Sex auch verliebe, wenn der Mensch nicht passt.
Aber eigentlich ist es leider nicht so, das die große Verliebtheit den Sex automatisch ganz toll macht. Eher andersherum: ist der Sex schlecht geht die Liebe
Der beste Sex ist bei mir abhängig von:
- Der körperlichen Kommunikation
( wenn der andere fähig ist subtile Hinweise zu verstehen und nicht alles verbal abgesprochen werden muss)
- von ähnlichen Vorlieben
- der Fähigkeit zu knutschen
- der Fähigkeit sich fallen zu lassen und Lust zu zeigen
- der Anatomie ( ich finde extreme Grössenuntweschiede sehr störend, weil man sich schlechter küssen kann, die Anatomie von Arm und Beinlänge nicht passt)
Und ja: gerade bei oralen Techniken ist die Wahrnehmungsfähigkeit des gebenden wesentlich.
Sonst wird das einfach nichts.
 
  • #16
Ich (34) hatte den besten Sex meines Lebens mit einem 13 Jahre jüngeren Mann (21). Er hatte stundenlange Ausdauer und Energie, und bin in der ersten Nacht mehrfach gekommen.
Davor hatte ich ein Mann Mitte 40, der ein paar Minuten unkoordiniert herumgewackelt ist. Oder eben auch zu grob war und dann an Körperstellen herumgedrückt hat, wo keine Nerven laufen. Dabei war er nicht wirklich ein Kostverächter, er hatte mich mehrfach betrogen und hätte es daher ja besser wissen müssen, wie das bei Frauen geht. In 10 Jahren Beziehung bin ich mit diesen Männer kein einziges Mal gekommen. Er war einfach eine Nullnummer.
Ich denke, das spricht für sich, was guter und schlechter Sex ist.

Ich würde sagen, es ist eine Alters- und Erfahrungsfrage. Mit jungen Männern hat man potentiell besseren Sex. Diese sind noch nicht abgstumpft, folgen keiner Technik oder immer dem selben Programm, das sie seit 20 Jahren abspulen, sie sind neugieriger, sie sind nicht müde oder energielos, sie können nicht genug bekommen, sie mögen es vor allem, lange zu küssen, lange zu probieren, lange zu entdecken. In der Zeit schafft es auch eine Frau, die Orgasmusprobleme hat, sich warmzuspielen und zum Höhepunkt zu kommen.

Ich denke, das ist bestens erklärt, was guter Sex sein kann.
 
  • #17
Den besten Sex meines Lebens hatte ich nur mit einem Mann, der meine Affäre war. Das war wie ein Rausch. Wir haben ganze Tage im Bett verbracht. Zwischendurch Telefonsex. Er klang so schön, wenn er kam.

Technisch war er wie für mich geboren. Er machte instinktiv alles wie und wann es mir gefiel. Er wußte genau, was er tat, und tat es mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit ohne Scheu im steten Wechsel zwischen zärtlich und fordernd, humorvoll und kerlig. Er war selbst ein Genießer und eher dominant, sehr lasziv. Alles war sehr einfach mit ihm.
Weil ich nicht verliebt war, konnte ich den Kopf komplett ausschalten. Hat leider nicht für mehr gereicht, sonst wäre ich diesem total verfallen.

Ein weiterer Mann war technisch auch einwandfrei, allerdings recht ernst bei der Sache, und leider sehr *hust* klein. Ich hab kaum was gefühlt. Ein bisschen kommt's doch auf die Größe an, zumindest bei den Extremen.

Schlechten Sex hatte ich auch genug. Einer war so übervorsichtig und fragte ständig, ob er mir weh tut. Und nannte mich "ganz schlimmes Ding" wie ein Kleinkind, das frech war. Ging gar nicht. Ein anderer fiel direkt danach stets in Narkolepsie. Herr Ungewaschen war auch übel obwohl er eine niedliche, fast jungenhafte Begeisterung an den Tag legte, die mir irgendwie gefiel. Am übelsten ist aber die Marke lernresistenter, empathiebefreiter "Stocherer".

Liebe hat bei mir nur dazu geführt, weniger guten Sex ggf. auszuhalten. Besser gemacht hat sie noch keinen Sex. Unerfahrene Männer kommen mir überhaupt nicht mehr ins Bett. Ich bin zu alt, um das noch zu ertragen.
 
  • #18
Moin,

Danke ganz herzlich an die Damen für ihre wirklich sehr interessanten Antworten! Ja, so ähnlich hatte ich mir das schon gedacht. Bei Frauen kommt es offenbar wirklich vor allem auf "Technisches" an, auf das "Ergebnis", auf die Performance.

Wie schon eingangs angedeutet, zumindest bei mir tritt das gegenüber der Gefühlsebene ganz in den Hintergrund. Am meisten genieße ich die Körperlichkeit mit einer Frau, die mich begeistert, ganz egal, was die Strichliste am Bettpfosten am Ende der Nacht sagt. Zärtlichkeit kommt bei mir ganz vorne, sich anschauen, anstaunen, sich aneinander nicht sattsehen können, ihr Geruch, sich in ihren Augen verlieren, sich halten, flüstern, ewige Küsse. Venus and Mars.

manchmal
 
  • #19
Den besten Sex meines Lebens, hätte ich mit meiner Exfrau. Etwa drei Monate nachdem ich mich von Ihr trennte. Wie näherten und wieder an und wollten es nicht kampflos aufgeben. In dieser Zeit hatten wir Sex den wir beide nie vorher erlebten. Sehr intensiv, vertraut, leidenschaftlich. Wir waren beide wie ausgewechselt. Die Hemmungen die trotz der langen Ehejahre immer da waren, waren völlig verschwunden. Es existierte plötzlich ein völliges fallenlassen. Es war fast schon etwas gruselig. Wir begannen im Bett zu reden. Was wir all die Jahre dummerweise nie groß machten. Wir waren was den sex angeht beide Angekommen. Das war ein tolles Gefühl. Wir hatten uns nach so vielen Jahren endlich gefunden. Aber leider nur auf dieser Ebene. Bei den vielen anderen Dingen die zu einer glücklichen Partnerschaft dazugehören leider nicht. Ich hatte viel an mir geändert, womit ich gut leben konnte. Sie wollte es auch, aber hat es einfach nicht geschafft.
M45
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Zärtlichkeit kommt bei mir ganz vorne, sich anschauen, anstaunen, sich aneinander nicht sattsehen können, ihr Geruch, sich in ihren Augen verlieren, sich halten, flüstern, ewige Küsse. Venus and Mars.

manchmal

Also das ist dann aber kein guter Sex - dann ist es gut, weil Du verliebt bist.
Guter Sex ist nicht immer zärtlich, ich kann dir jetzt schon sagen, dass eine Frau "Immer zärtlich" nervt.
Ein Mann muss auch mal fordernd sein und man muss sich auch nicht ständig ewig anschauen und küssen, bevor man Sex hat.
Ein Mann ist dann gut im Bett, wenn er weiß, wie man eine Frau anfassen muss. Ich finde es auch sexy, wenn ein Mann sich ab und zu einfach nimmt, was er will ohne viel Drumherumreden. Das hat nichts mit Technik zu tun, aber für mich ist ein Mann, der immer nur küsst und zärtlich ist irgendwie unmännlich,
 
D

Dagobert

Gast
  • #22
@#19, Tini-HH

Vermutlich triffst Du genau die Schwachstelle zwischen Frau und Mann. Frauen wollen das, was sie unisono ablehnen. Den Macho-Typen, den der sich nimmt wonach ihm ist.

Die meisten Männer werden sich genauso NICHT verhalten. Sie gehen auf die Wünsche der Frau ein und wollen es ihr recht machen. Ich halte das Ganze für unerfüllbares Wunschdenken. Noch dazu, wo es ja nicht 5x so sein soll, sondern dauerhaft.

Im Wesentlichen ist das eine ungeheure Aufgabe für die Frau, ihn so bei Laune zu halten, dass er das stets will und kann. Mein Verdacht: "Frauen ticken anders", Die erwarten es. Er soll es von sich heraus tun, immer und immer wieder.

Frauen haben keinen blassen Schimmer, was sie wollen.
Daran scheitern die Männer, die Beziehungen, die Liebe.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #23
Ich habe gerade festgestellt, dass ich nie der beste Sex meines Lebens hatte und die Chancen sehen nicht gut aus, dass ich diese eines Tages doch nachholen könnte. Aber mit meinem Ex-Mann hatte ich Jahre lang sehr guten Sex. Es war nicht perfekt aber es war vertraut, es fühlte sich echt an. Ich fühlte mich geborgen und sicher.
Ich denke jedoch, dass ein Ultimatives Sexerlebnis sehr viel hormonelle und physikalische Hintergründe haben soll. Viele Männer sagen, dass sie ihre beste Sex mit Frauen hatten, die Körpertechnisch gut zu ihnen gepasst haben und Frauen wollen auch die Abläufe spüren ;-). Ich denke, dass man der beste Sex immer in Situationen hat, die unberechenbar sind, wenn man in Trennung lebt, in einer Affäre, oder wenn alles vorbei ist, wie ein letzter Kuss.
 
  • #24
Frauen wollen das, was sie unisono ablehnen. Den Macho-Typen, den der sich nimmt wonach ihm ist.
Nein, das hast Du ganz falsch verstanden. Der Macho-Typ, der sich nimmt, wonach ihm ist, ist der "Stocherer", dem es allein auf seine Befriedigung ankommt. Ich kann nicht für @Tini_HH sprechen, aber
Ein Mann ist dann gut im Bett, wenn er weiß, wie man eine Frau anfassen muss.
sagt es doch schon. Der von Dir beschriebene Macho weiß das nicht, weil er sich dafür nicht interessiert.
Ein Mann, der begehrt, ist ein anderer als der, der Befriedigung will. Beim ersteren steht im Vordergrund, dass die Frau ebenfalls was davon hat, deswegen macht er eben gerade nicht, wonach ihm ist, sondern spürt, ob die Frau auch Lust auf Sex hat. Und dann fragt er aber nicht dreimal oder streichelt ne halbe Stunde, sondern erregt SIE, damit beide ein tolles sexuelles Erlebnis haben. Wenn das nicht klappen sollte, weil sie sich wirklich nicht nach Sex fühlt, lässt er es auch sein, statt wie dieser Macho-Depp zu handeln.

Ich streite überhaupt nicht ab, dass das ein schwieriger Akt für einen Mann ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Immerhin gilt er unterschwellig oft als potentieller Vergewaltiger, wird angegangen wegen Sexismus, wo keiner ist usw. Man muss die Frau sehr gut kennen. Wenn das nicht so ist, kann er auch kein Vertrauen haben, sich von dieser Seite zu zeigen, weil danach ja immer möglich sein kann, dass er einen Vorwurf bis zu einer Anschuldigung bekommt.

Frauen haben keinen blassen Schimmer, was sie wollen.
Daran scheitern die Männer, die Beziehungen, die Liebe.
Mit so einer Haltung, den Frauen Zurechnungsfähigkeit abzusprechen, stellt man sicher, dass man erstens Frauen nicht unterscheiden lernen kann (den von Dir beschriebenen Typus gibt es ja wirklich) und damit immer unsicher sein wird, und zweitens, dass die Schuld am Scheitern einer Beziehung nie bei sich gesucht wird, was auch wieder verhindert, je eine gute Beziehung zu haben, weil der Lerneffekt, der nur kommt, wenn man mal bei sich nach Ursachen sucht, dann fehlt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Laleila

Cilia
  • #25
Vermutlich triffst Du genau die Schwachstelle zwischen Frau und Mann. Frauen wollen das, was sie unisono ablehnen. Den Macho-Typen, den der sich nimmt wonach ihm ist.

Die meisten Männer werden sich genauso NICHT verhalten. Sie gehen auf die Wünsche der Frau ein und wollen es ihr recht machen.

Also ich weiss sehr genau was ich will. Nämlich Beides.
Ersteren im Bett. Zweiteren im Leben.
Da man Beides in Perfektion aber nur extrem selten bei ein und dem selben Mann findet, setze ich Prioritäten.
Auf den Ersten könnt ich im Zweifelsfall verzichten, nicht jedoch auf den Zweiten.

Ich habe nun das Glück, dass ich dennoch alles haben kann. Ich denke es gibt schon einige Frauen, welche in ihren Bedürfnissen ähnlich strukturiert sind.

Daran zerbrechen Beziehungen aber nur dann, wenn man im Ernstfall nicht leidlos auf eine der beiden Komponenten verzichten kann.
 
  • #26
Moin,

so beobachte ich das auch irgendwie, ja, das stimmt ein wenig traurig, ist aber wohl nicht zu ändern
Zitat von Dagobert:
Daran scheitern die Männer, die Beziehungen, die Liebe.
Frauen scheinen immer ein Auge für den eventuell, vorbeikommenden "Ultimativ-Alpha" offen zu halten, der sich im Vorbeigehen das nimmt, was er will, einfach weil er es kann - was seinen Status letztlich genau ausmacht. Das wird dann für sie der "beste Sex des Lebens", der in Situationen geschieht,
die unberechenbar sind, wenn man in Trennung lebt, in einer Affäre, oder wenn alles vorbei ist, wie ein letzter Kuss
Als Mann, der keinen - zumindest erträumten - "Zweiten fürs Bett" riskieren will, kann man da fast nur mitspielen und beschließen, so ein Casanova-BadGuy-Alpha mit passiv-aggressiven Tendenzen zu sein, was gleichzeitig die Chancen auf eine - auch für ihn - erfüllte, glückliche Beziehung verringert.

manchmal
 
D

Dagobert

Gast
  • #27
Ja, Laleila. Ich will auch beides, nur das gibt es kaum. Es gibt starke Frauen und Mauerblümchen. Im Leben will ich die starke Frau und im Bett die, die plötzlich vergisst, dass sie stark ist.

Ich habe sie auch gefunden. NUR! Im Bett bin ich viel zu rücksichtsvoll. Sie will das eh nicht, aber wie ändert man so spontan sein innerstes Wesen und switcht dann sofort wieder zurück? Als Mann habe ich doch auch Bedenken, sie mit Dingen zu konfrontieren, die sie abstoßen könnten. Über sexuelle Wünsche und Vorstellungen zu reden ist auch nicht gar so leicht, wie immer getan wird. In einer Affäre vielleicht. Da gibt es aber auch kein vorher und nachher. Unser Sex könnte nach 4 Jahren sicher spannender sein, als er ist. Liebevoll und zärtlich und rücksichtsvoll ist er allemal. Ja, es ist wunderschön, aber kein ultimativer Sex. Es ist alles so sauber, so geplant, so beziehungsmäßig.

Ich lausche sehr gespannt auf alles, was ihr zu dem Thema sagt.
 
  • #28
Frauen haben keinen blassen Schimmer, was sie wollen.
Nein, @Dagobert, du hast es einfach nur nicht verstanden.

Hier schreiben Frauen wie @Tini_HH sehr deutlich, was sie sich wünschen. Nämlich einen vielschichtigen Mann. Das 5-Gänge-Menü statt der Schale Haferbrei. Einen Mann, der viele Facetten hat. Der sowohl weibliche Attribute wie Zärtlichkeit einbringt (die Sicherheit spenden) als auch männliche Attribute wie Durchsetzungsvermögen, die ihn respektabel erscheinen lassen. Mit Macho hat das überhaupt nichts zu tun.

Ich finde es unglaublich vermessen, bei einer solch expliziten Aufzählung der Wünsche zu behaupten, sie wisse nicht, was sie will.
Ich hab das schon häufig gehört. Meist von Männern, die nicht mit Frauen umgehen können. Die Frauen nicht verstehen - was ich nicht als schlimm erachte. Die Frauen aber auch nicht verstehen wollen. Sie herabwürdigen, anstatt ihnen vorbehaltlos zuzuhören.
In der Regel kommt so was von Männern, die eben nicht in der Lage sind, die genannten Frauenwünsche zu erfüllen als unreflektiertes Nachtreten, weil der eigene kleine Narzissmus sich angegriffen fühlt.

Dasselbe gilt für das Thema Kommunikation. Frauen kommunizieren anders als Männer. D. h. 50% der Menschen kommunizieren auf die eine Weise, 50% auf eine andere Weise.
Wie kann man da behaupten, 50% kommunizierten falsch ?

Frauen sind in vielen Belangen anders als Männer. Deswegen sind sie nicht falsch. Sie sind anders. Umgekehrt genauso.
Wer das vorbehaltlos akzeptieren kann, anstatt die Gegenseite aufgrund von Unverständnis und Intoleranz zu verurteilen, wird sehr viel weniger Probleme mit dem anderen Geschlecht haben.
 

Laleila

Cilia
  • #29
Als Mann habe ich doch auch Bedenken, sie mit Dingen zu konfrontieren, die sie abstoßen könnten. Über sexuelle Wünsche und Vorstellungen zu reden ist auch nicht gar so leicht, wie immer getan wird. In einer Affäre vielleicht. Da gibt es aber auch kein vorher und nachher
Ich verstehe was Du meinst Dagobert. Früher hatte ich diese Bedenken auch. Angst den andere zu verschrecken, ein falsches Bild von mir zu forcieren.

Vielleicht ist es nicht immer einfach über seine Wünsche und Fantasien zu sprechen, aber einfacher als Du es vielleicht befürchtest.
Ich spreche es an, wenn ich nach dem Sex in seinen Armen liege. Entspannt und glücklich.
Dann frage ich nach seinen Fantasien, meine vorsichtig mit eingewoben.
Während ich zärtlich zu ihm bin frage ich etwas 'neckisch' ob es ihm gefallen würde wenn (was auch immer es gerade ist)...... und deute diese Körperlichkeit sanft an.
Das kann am Anfang etwas sehr harmloses sein. Wichtig ist es ersteinmal die Tür zum Raum für solche Gespräche zu öffnen.
 
  • #30
Nein,
Es gibt nicht starke Frauen und Mauerblümchen - seltsames Gegensatzpaar @Dagobert.
Und auch starke Frauen haben ihre schwachen Momente.

Es gibt selbstbewusste Frauen, die wissen und kommunizieren, was sie wollen.
Frauen, die von ihrem Partner auch erwarten, dass er seine Wünsche äußert, und kommuniziert.

Das ist nicht die Macho / Bad Guy Nummer, die dann von Männern gerne genannt wird, zusammen mit dem Kommentar, man selbst ist ja nicht so weil man schweigt, nicht aktiv wird, die Frau nicht erschrecken will.

Ich kann als Frau deutlich sagen, ob ich etwas mag oder nicht, wo meine Grenzen sind - Warum wird da immer gleich interpretiert?
Männer, die handeln, wagen und zuhören statt zu interpretieren, zu zweifeln und zu zögern sind für mich die generell die attraktiveren - für meine Wünsche und Grenzen bin ich selbst verantwortlich.
Gerade auf die Interpretation meiner evtl. Reaktionen, Gefühle und Gedanken reagiere ich äußerst allergisch. Und ich muss nicht beschützt werden.
Auch hier ist klare Kommunikation die Basis - ich habe immer den Eindruck, dass wenn jemand vorgibt einen anderen schonen zu wollen, nur aus Rücksicht so zu handeln, wie er/sie es tut, dass dies mehr mit Angst zu tun hat, zu sich selbst zu stehen. Ganz hart ausgedrückt - Feigheit statt Rückgrat.

Irgendwer hier im Forum benutzt gerne das Bild des Tanzes - gute Sexualität ist wie ein Miteinander tanzen, mal leidenschaftlich, mal zärtlich, mal kurz - es gibt viele Tänze und Melodien.
Nur man sollte im gleichen Rhythmus tanzen und ähnliche Tänze mögen oder ausprobieren wollen, ob immer nur einen in Varianten oder die ganze Palette durch.
 
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