• #1

Der beste Freund des Menschen- wichtig fürs Sozialverhalten?

Wir hatten früher bevor wir Kinder im Haus hatten immer Hunde. Im Laufe der Jahre über Berufsleben, mehrere Umzüge etc.und Tod von unseren geliebten Freunden und natürlich letztendlich den Schwangerschaften sind wir nach und nach dazu übergegangen keine neuen Hunde mehr anzuschaffen. Nun ist unser Nachwuchs etwas größer und wir überlegen wieder Tiere bzw. vor allem Hunde anzuschaffen, weil das mir als Kind sehr viel gebracht hat, ich denke auch in Hinblick auf das Erlernen von Sozialverhalten durch das Sorgen für ein Tier..Was meint Ihr dazu? Ist das sinnvoll? Gibt es ein Mindestalter für die Reife eines Kindes Ihm ein Tier anzuvertrauen (hatte meinen "ersten" eigenen Hund mit 6)..
 
  • #2
Nun ja, wichtig fürs Sozialverhalten ist es eher nicht. Sorgen kann man sich auch um seine Geschwister.

Eine Altersgrenze sehe ich da auch nicht, es sei denn Du willst das Tier ganz in die Verantwortung des Kindes geben. Aber dass solltest Du eh nicht tun, der Rudelführer ist nunmal das Alphatier- und das sind die Erwachsenen.

Ich bin mit Tieren aufgewachsen, hatte also von Null an Haustiere um mich. Volle Verantwortung für eines davon aber erst mit 15. Davor wäre ich wohl nicht dafür geeignet gewesen.
 
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Gast

  • #3
Ja! Auf jeden Fall! Auch ich bin mit meinen Geschwistern mit einem Hund gross geworden....Wir haben mit ihm viel "Schei....s gebaut und er war ein vollwertiges Familienmitglied und ein toller Kumpel. Ich bin mir sicher, dass wir durch die Anwesenheit dieses Tieres, Verantwortung, gelernt haben. Sei es, regelmässig mit ihm "Gassi" zu gehen, sei es ihm das Futter zu bereiten,was auch immer... Auch im Sozialverhalten war er dienlich.. Wenn ich heute mit meinem Hund spazieren gehe und Eltern erlebe, die an mir vorbeigehen und mich anbrüllen, nehmen Sie ihre Tölle an die Leine,Sie sehen doch, mein Kleiner hat Angst vor ihm ( und ihr Kind auf den Arm nehmen), vor dem bösen Hund (er ist ein kleiner, sehr freundlicher Mischling und liebt Kinder), dann frage ich mich, wie diese Kinder denn einen normalen, achtsamen Umgang, mit so einer Situation erlernen sollen. Keiner muss Hunde mögen, ich respektiere, wenn mich jemand bittet, ihn an die Leine zu nehmen etc. Aber mir hats als Kind nicht geschadet,einen vertrauensvollen, sicher auch vorsichtigen Umgang mit einem Tier, zu erlernen.Damit meine icvh kein langweiliges Kaninchen, oder nen blödes Meerschweinchen.....Also, ich glaube das Alter, so ab sechs Jahren eignet sich sehr gut, wenn das Tier liebevoll in eine Familie integriert wird.
 
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Gast

  • #4
Ja das ist sinnvoll. Kinder lernen dadurch sehr wohl Verantwortung und Mitgefühl mit der Kreatur. Ich persönlich finde das ganz wichtig. Und ich habe im Bekanntenkreis bei einem sehr schwierigen Pflegekind schon erlebt, dass sich dieses Kind durch den Umgang mit Tieren um 180° zum Positiven verändert hat
Trotzdem werdet ihr damit rechnen müssen, dass ihr die Hauptarbeit mit dem Hund habt. Darüber müsst ihr euch klar sein. Urlaube müssen ebenfalls anders geplant werden, wenn ihr niemanden habt, wo ihr ihn während des Urlaubs in Pflege geben könnt oder eine zuverlässige Hundepension wisst.

Am besten geht ihr ins örtliche Tierheim und seht euch nach einem älteren Hund um. Dort könnt ihr probeweise spazieren gehen, den Hund vielleicht auch mal nachmittageweise mit nach Hause nehmen und sehen, wie er mit euren Kindern klar kommt.
Bitte keinen Welpen - und wenn sie noch so süß sind und von noch so seriösem Züchter. Dafür gibt es einfach zuviele Hunde, die dringend einen guten Platz in einer Familie suchen. (Tierheimhunde sind nicht immer "verkorkst" - ihr habt sogar den Vorteil, dass sie meist schon stubenrein sind...)
 
  • #5
Nein, Haustiere sind NICHT wichtig für das Sozialverhalten. Das ist einfach dummes Gesülze von Tierfreunden.

Haustiere können in einem gewissen Rahmen Werte vermitteln, aber letztlich eben doch nur sehr begrenzt.

Wirklich gutes Sozialverhalten lernt man durch ein intaktes Elternhaus, in dem uneingeschränktes Vertrauen vorhanden ist, indem Streit und Zwist, aber eben auch Versöhnung und Verzeihen vorkommt und in dem ein Kind Urvertrauen aufsaugt und sich stets beschützt, geborgen und geliebt fühlt. Kinder lernen außerdem durch Vorbildverhalten, also wie Erwachsene miteinander und mit den Kindern umgehen, wie sie Probleme und Meinungsverschiedenheiten lösen. Drittens kann man Kindern aktiv Empathie und Mitgefühl beibringen und vermitteln, zum Beispiel in dem man andere Menschen beobachtet und sich in deren Gefühle hineinversetzt und die Kinder zum Beispiel zu Hilfe und Unterstützung von Schulfreunden und Spielkameraden anleitet.

DAS ist Sozialverhalten. Nicht ob man einen Hund täglich füttert und streichelt. Der "Führer" war auch Hundefreund und keiner würde ihm besonderes Sozialverhalten unterstellen.
 
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Gast

  • #6
Ich denke, es bringt auf jeden Fall was, dass Kinder durch Tiere viel lernen können ist auch erwiesen und dass ihr den Hund "ordentlich" haltet - davon würde ich bei eurer Erfahrung auch ausgehen. Fürs "Sozialverhalten" im engeren Sinn übrigens ist es nicht unbedingt so wichtig glaube ich, aber z.B. für Verantwortungsübernahme, die Akzeptanz anderer Lebewesen etc. kann es hilfreich sein, gerade weil Tiere auch direkt reagieren. Wichtig finde ich da aber auch zu überlegen, was für einen Hund man sich anschafft etc. und immer im Bewusstsein zu agieren, dass ein Hund auch angreifen kann - dass ein Hund nunmal ein Hund bleibt. Soviel dazu.

Zur Frage des "Mindestalters":
Ich hatte mein erstes Tier auch mit sechs Jahren. Früher finde ich zu früh, weil man die Reife oft noch nicht hat, um den Pflichten nachzukommen.

Ich finde, dass es da ein paar Dinge gibt, die klar sein müssen:

- Welche Aufgabe übernimmt das Kind bzgl. des Tieres?

- Welche Pflichten und welche Rechte gehen für das Kind damit einher, wenn sich die Familie ein Tier hält?

- Wenn mehrere Kinder da sind (klingt so) fände ich es sinnvoll, wenn auch hier klar geregelt wird wer welche Aufgaben hat - und, je nach Alter, dass deutlich wird, dass der Hund nicht einem Kind "gehört" usw.

--> Also im Prinzip sollten vorher wirklich Gespräche mit den Kindern drüber geführt werden, wenn ein Hund angeschafft wird, die Regeln und Strukturen sollten klar sein und es sollte deutlich werden, dass ein Tier nicht einfach abgegeben werden kann, wenn man genug davon hat.

Und, was ich auch SEHR wichtig finde: wenn ein Kind äußert, dass es Angst vor (größeren) Hunden hat, dann ganz bestimmt NICHT das Kind überreden oder es zum Buhmann seiner Geschwister machen ("Wegen DIR können wir keinen Hund haben!"). Angst vor Hunden ist legitim und ich verstehe oft Hundebesitzer nicht, die das nicht akzeptieren (oder einen Hund freilaufen lassen, wenn ein Kleinkind ebenso frei rumläuft, aber das ist ein anderes Thema).
Ich weiß, dass Hundebesitzer die Angst oft nicht verstehen können, deshalb ist mir wichtig, das zu schreiben.

Aber das sind nur Gedanken und ich will damit nicht unterstellen o.Ä., dass du das nicht ohnehin so geplant hattest.
 
G

Gast

  • #7
Frederika, das eine schliesst das andere nicht aus, bedingt sich aber auch nicht gegenseitig. Natürlich ist die Grundlage ein gesundes, solides familiäres Umfeld. Aber mit Tieren aufzuwachsen hat noch keinem geschadet - sofern er von den Eltern den vernünftigen Umgang damit gelernt hat (d. h. die Kreatur zu respektieren: "Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz."). Und das "dumme Gesülze" ist für meinen Geschmack schon wieder ein Tacken zu heftig von der Formulierung her (obwohl wir in Grundsatzdingen einer Meinung sind.)
Zu deinem letzten Absatz: Der kam ja auch aus einem sog. "broken home" - also.
 
  • #8
@#6: Richtig, das eine schließt das andere nicht aus. Daher schrieb ich auch: "Haustiere können in einem gewissen Rahmen Werte vermitteln..." Das betrifft zum Beispiel die generelle Würde des Lebens, aber auch dass Tiere ebenso Gefühle haben oder dass Menschen letztlich auch nur weiterentwickelte Tiere sind.

Aber das familiäre Sozialverhalten zwischen Menschen ist weitaus bedeutsamer als das Verhalten zu einem Haustier -- da liegen Welten zwischen!
 
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Gast

  • #9
@#2
Entschuldigung, aber ich muss ein paar Dinge anmerken.

Mir wird zeitweise ein Kind anvertraut. Es ist drei Jahre alt und läuft gerne umher. Es fällt hin und es schreit und rappelt sich auf und rennt umher.

(Ich bin übrigens nicht mit Hunden aufgewachsen, sondern mit einem "langweiligen" Wellensittich, den ich geliebt habe und der mit 13 Jahren gestorben ist. Vorher hatten wir ein "langweiliges" Kaninchen, denn Hunde und Katzen waren laut Mietvertrag verboten.)

Aber nochmal zu dem dreijährigen Kind.
Auf das muss ich aufpassen.
Es ist mir dabei schnurzpiepegal, ob ein leinenloser Hund friedlich ist, denn ich kann ihm das nicht ansehen.
Es ist mir aber NICHT egal, dass ich weiß, dass ich selbst schon von freilaufenden Hunden angeknurrt wurde als Kind und durch meine Panik das Knurren verstärkt habe, dass ich Heidenangst habe, und dass ich weiß, dass durchaus auch Kinder schon von Hunden gebissen wurden, dass eine Freundin von mir durch einen Hundebiss wochenlang an Krücken laufen musste.

Wenn ich mit meinem Dreijährigen unterwegs bin, werde ich auch NICHT zum Hundehalter gehen und freundlich sagen "entschuldigung, können sie ihn an die Leine nehmen", ich werde den Kleinen auf den Arm nehmen und eventuell auch wütend werden, weil mal wieder ein Hundebesitzer nicht verstanden hat, dass wir nicht alle Hunde haben und nicht jeder Hund ein Engel ist - so wie vielleicht deiner.
Das spreche ich ihm nicht ab.
Aber ich kann es nicht wissen.

(Ja, das war am Thema vorbei, mag sein - aber ich konnte dazu nicht schweigen.)
 
G

Gast

  • #10
#6 @ #7: Deinem letzten Absatz stimme ich zu. Trotzdem würde ich niemals Tiere für Kinder ablehnen.
 
  • #11
@2 Aha, Du hast also mit dem Tier Verantwortung gelernt aber musst aufgefordert werden ihn an die Leine zu nehmen wenn Du anderen Menschen mit Kindern begegnest? Und als Krönung beschwerst Du Dich darüber. Auch kleine Hunde können aggressiv sein, nicht jeder kann das deuten.

Verantwortung sieht m.E. anders aus.
 
  • #12
@Maalm;

ich bin absoluter Hundennarr, Tierfan generell. Sofern es in meinem Haushat machbar ist, werde ich immer ein oder mehrere Tiere haben, gönne jedem Kind die Erfüllung des Wunsches nach einem Hund oder anderem Vierbeiner.

Aber: ich halte gar nichts davon, die Verantwortung für ein Tier auf Kinder zu übertragen. Eigentlich sind sie der in keinem Alter gewachsen. Die Verantwortung hast du. Für die Auswahl des richtigen Tieres, welches zu deinen Kindern und den Eltern/dir passt, fürs Versorgen, fürs Erziehen und dafür den Kindern die entsprechende Verantwortung angedeihen zu lassen und das lebenslang, soweit es das Tier anbelangt. Aus Kindern werden Erwachsene, ein Hund bleibt ein Hund und damit abhängig.

So eine Entscheidung trifft man als Familie zusammen, alle sollten einverstanden sein, das Tier mögen und grundsätzlich bereit sein, es zu versorgen.

Ich selbst kann mir nichts großartigeres vorrstellen, als mit Hund aufzuwachsen, weil ich das hatte, als Kind. Anderen ist das egal bzw. können es nicht nachvollziehen, weil sie es eben nicht hatten.

Natürlich ticken Menschen, die mit Tieren aufwuchsen anders. Ich bin absolut überzeugt, dass ein Haustier manchen Therapeuten erspart.

Aber "Sozialverhalten" lernt man nicht, indem man als Kind eine Aufgabe übergestülpt bekommt, sondern indem man den "richtigen" Umgang mit dem Tier von den Eltern vorgelebt bekommt und freiwiilllig immer mehr Verantwortung übernimmt.

LG
w/49
 
G

Gast

  • #13
[Mod.= Stichelei gelöscht]
Bei manch negativ und fast aggressiver, mißachtender Äußerung gegen andere Lebewesen wird man neugierig, was da wohl schief gelaufen sein könnte.

Beispiele
1.
Kinder, die Tiere gerne mögen, besitzen meist eine hohe soziale Kompetenz. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Wien hervor.
siehe http://www.babyratgeber.at/baby_print.cfm/id/28418

2.
Universitätsstudien haben ergeben, dass Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, ein deutlich stabileres Immunsystem haben als Altersgenossen ohne Tiere. Zudem sind sie seelisch ausgeglichener, besitzen mehr soziale Kompetenz und haben ein ausgeprägteres Selbstbewusstsein.

In Heimen für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche lernen die Bewohner vor allem, mit ihrem Hass und ihrer Gewalt umzugehen. Gerade durch die Pflege von Jungtieren, die ihrer Fürsorge bedürfen, erhalten auch diese Kinder – oft Benachteiligte und Ausgestoßene unserer Gesellschaft – Liebe und Zuneigung. Und sie lernen, dass ein liebevolles, freundliches und mitleidiges Verhalten sich im Verhalten anderer widerspiegelt.

Wer ein Haustier besitzt, lebt gesünder. Das zeigen nicht nur Studien, die die Auswirkungen der Tiere auf das Immunsystem des Menschen untersuchten: Die Ergebnisse bewiesen, dass die Abwehrzellen im Blut von 5- bis 8-Jährigen mit Tieren weniger von den Idealwerten abwichen als die der Kinder ohne Haustier. Gleichzeitig wiesen sie wesentlich weniger Fehlzeiten in der Schule auf.

siehe ...
http://naturmedizin-alternativmedizin.suite101.de/article.cfm/tiere-als-therapeuten#ixzz1BWcfgBBP
 
  • #14
zu dem thema las ich gerade einen artikel in der tageszeitung.
es wurde auf eine studie verwiesen, nach der kinder, die haustiere haben (hamster, hunde katze und co), ein ausgeprägteres sozialverhalten haben, als gleichaltrige kinder ohne haustiere.

kinder sollen nach der studie lernen, sich um ein anderes lebewesen zu kümmern, die bedürfnisse dies tieres wahrnehmen, realisieren, dass sich die bedürfnisse von den eigenen unterscheiden, verantwortungsbewusstsein entwickeln etc.

mit anderen worten, ein haustier wirkt auf jeden falll, ausgesprochen positiv auf die entwicklung eines kindes.
 
  • #15
Haustiere wirken sogar auf den Blutdruck ausgleichend.
Deshalb könnte ich mir vorstellen, daß ien kleines Kaninchen manchem [Mod.=] sehr gut täte. :)
 
W

weibl42

  • #16
Tiere sind nicht nur gut für Kinder !!

Mir ist allerdings klar.
Mein Hund bleibt NICHT allein mit dem Kind.
ICH bin verantwortlich für Fütterung und Gassi gehen.
 
G

Gast

  • #17
Ich war früher überhaupt kein Hundefreund. Mittlerweile hat sich das geändert. Ich finde Hunde äußerst liebenswerte Geschöpfe. Und ein Hund kann für die Sozialentwicklung eines Kindes eine äußerst hohe Bedeutung einnehmen. Aber selbst der liebste Hund kann sehr dominant gegenüber Kindern sein. Ich würde sagen, ein mittelgroßer, friedlicher Hund (z.B. 60 cm Schulterhöhe) sollte allerfrühestens einem Kind ab 8 Jahren anvertraut werden, sonst stimmt es kräftemäßig gar nicht. Mit kleineren Hunden habe ich keine Erfahrung, da ist es möglicherweise anders.

Anderen Haustieren stehe ich skeptisch gegenüber, weil die oftmals vernachlässigt werden, und sich nicht dagegen wehren können. Ein Hund kann zumindest seine Bedürfnisse recht deutlich äußern.
 
G

Gast

  • #18
Was lernen Kinder für ihr Sozialverhalten, wenn sie sich daran gewöhnen, ein anderes Lebewesen immer mit Kommandos wie "Sitz!", "Platz!", "Aus!", "Nein!", "Gib Pfötchen!" und "Hol' den Stock!" anzuherrschen und es mit der Leine zurückzureißen, wenn es sich seiner Natur nach verhält?
 
  • #19
@#17
das ist nun wirklich etwas einseitig gesehen.
wenn das beispiel hund nich gängig ist, nehme eine katze, die reagiert nicht auf solche ansagen.
 
G

Gast

  • #20
Unsere Familie hatte immer Hunde und Katzen-ich weiss nicht ob ich deshalb sozialer bin als andere. Wir waren allerdings auch 4 Kinder und sicher kommt das Sozialverhalten auch von den Geschwistern. Aus allen ist was geworden und somit schadet es zumindest nicht.
Zu 2:
Der Hund gehört an öffentlichen Plätzen an die Leine. Die Kinder lernen kein Verhalten mit Tieren wenn die Eltern Angst haben. Mein Hund geht immer an der Leine sodass alle ruhig auf ihn zugehen und wenn Kinder fragen ob sie ihn streicheln dürfen wird ihnen gezeigt, wie.
Es gibt extra Wiesen und dort lassen alle die Hunde springen, das weiss jeder und wenn eine Mutter aus sehr verständlichen Gründen Angst hat geht sie woanders hin. Wir haben viel Grün und von daher passt das schon. Ich habe selbst einen Hund und kein Verständinis für Leute die ihren frei laufen lassen und meinen, jeder müsste das toll finden.

zu 17:
Man gibt dem Hund nicht nur Befehle, ich selbst brauche das gar nicht oft.
Das Kind lernt in meinen Augen dass es Regeln gibt und diese eingehalten werden müssen da es sonst Konsequenzen hat (Beispiel: Ein Kind muss sich zum Gassi gehen an Zeiten halten sonst muss es putzen!)
Unser Hund wurde NIE vom Tisch gefüttert und auch wenn alle im Restaurant waren blieb er unter dem Tisch. Wir haben oft gesehen wie andere Hunde konstant bettelten oder ähnliches und haben bemerkt dass mit Erziehung und Regeln vieles einfacher ist.
Ich glaube nicht, dass das schadet.

Ich habe keine Kinder und kann es nicht beurteilen wie es mit oder ohne wäre. Generell denke ich aber das bei richtiger Haltung ein Tier nie schadet.
Allerdings muss man sich der Konsequenzen bewusst sein, auch wenn mein Hund oft mitdarf und ich gut organisiert bin ist es sehr viel Arbeit.
Und oft auch ein finanzieller Aspekt, dieser wird leider auch vergessen.

w, 30 mit Labrador
 
G

Gast

  • #21
Kein Haustier sollte mit uns denselben Lebensraum (Wohnung) teilen müssen.
Nur wenige Menschen sind materiell überhaupt in der Lage ein Tier halbwegs artgerecht zu halten.
Insofern ist die Fragestellung begrenzt auf eine ganz kleinen Personenkreis.
Sage ich... und ich stamme aus der Landwirtschaft: Eine wirklich artgerechte Haltung von Haus- und Nutztieren aller Art findet nicht einmal dort statt.

Um auf die Frage zu antworten, ja ich habe mich viel und vielfältig um Tiere gekümmert und kümmern müssen und nein, eine wesentliches Sozialverhalten meinerseits lässt sich daraus nicht ableiten. Eher einen Hang zum Eiogenbrötlertum.

Gerade im Umgang mit dem anderen Geschlecht fühlte ich mich als Teenager den Stadtkindern immer unterlegen.
M-40
 
G

Gast

  • #22
Ein Hund drückt seine Stimmungen und Gefühle nicht durch Sprache, sondern durch Körperhaltung, Verhalten, eventuell Laute aus. Es gibt Studien, die gezeigt haben, dass Kinder, die mit einem Hund aufwachsen dann auch die nicht verbale Kommunikation von Menschen besser verstehen.

Abgesehen davon ist es sicher gut, wenn ein Kind lernt, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen und dies jeden Tag und nicht einfach nur falls es gerade Lust dazu hat.

Ich hatte schon einen Hund, als meine Tochter geboren wurde, sie hat ihn immer heiss geliebt und das dritte Wort nach Papa und Mama war der Name des Haustieres. Als er dann starb, als sie 8 war, war sie extrem traurig und hat mich so lange bearbeitet, bis ich zustimmte, einen neuen Hund zu kaufen.

Heute ist sie 12, der neue Hund 3 1/2 und sie kümmert sich sehr gut um ihn (Füttern, spazieren gehen, bürsten), auch wenn sie nicht allein verantwortlich für ihn ist. Kann also Hundehaltung in einer Familie nur empfehlen, wenn alle Familienmitglieder damit einverstanden sind, es ist eine grosse Bereicherung !
 
G

Gast

  • #23
@17 - das sind antiquierte Erziehungsmethoden. Es wird nicht gebrüllt und es wird auch nicht mehr an der Leine geruckt! Es wird mit positiver Bestärkung gearbeitet und das funktioniert nicht nur bei Hunden, sondern auch bei Kindern :)