• #1

"...dem Ehemann den Rücken freigehalten..."

Diese These ist ja offensichtlich die Hauptbegründung der gierigen Exfrauen, wenn sie sich lebenslang von ihrem Exgatten aushalten lassen wollen. Ich frage mich, was damit in der Praxis gemeint ist. Glauben diese Frauen wirklich, dass ein Mann ohne Frau und Kinder weniger Karriere gemacht hätte? Welchen Einfluss hatte die Partnerin überhaupt auf seine Karriere? Und wieviele Männer machen so eine tolle Karriere und bleiben nicht irgendwo in der Mitte hängen? Wohl kaum die Mehrheit, denn die Pyramide läuft spitz nach oben zu. Glauben sie echt, dass seine tollen Erfindungen, Entscheidungen, seine harte Arbeit, 60-Stunden-Wochen irgendwie ergebnisloser gewesen wären, wenn er stattdessen eine Putzfrau und Tagesmutter engagiert hätte? Dass das geputze Haus und der schöne Garten die Karriere gefördert hat? Wohl kaum!
 
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Gast

  • #2
Stimme dir zu. vor allem, genau diese Frauen hätten intellektuell oder auch vom Engagement her sowieso niemals selbst Karriere gemacht, noch wären sie zum Gutverdiener aufgestiegen. Sonst hätten sie während der Ehe auch immer gearbeitet. Meistens sind diese Frauen froh, einen Versorger gefunden zu haben, nicht mehr arbeiten zu müssen und es sich auf Kosten des Ehemanns gut gehen zu lassen. Faulheit und Geldgeilheit gehen in meinen Augen Hand in Hand. Und keiner dieser so wunder abgefundenen Exehefrauen hätte mit ihrer Hände Arbeit jemals soviel Gewinn erwirtschaften können, wie mit 1 x heiraten und Gattin spielen zusammen kommt.
 
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Gast

  • #3
Es gibt ein Sprichwort:

Hinter jedem erfolgreichem Mann steht eine starke Frau. Ich glaube, dass da was dran ist. Auch, wenn ich nie zu Hause geblieben bin, auch nicht, als die Kinder kamen. Aber dafür hatte ich auch keinen erfolgreichen Mann ;)
 
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Gast

  • #4
"Glauben sie echt, dass seine tollen Erfindungen, Entscheidungen, seine harte Arbeit, 60-Stunden-Wochen irgendwie ergebnisloser gewesen wären, wenn er stattdessen eine Putzfrau und Tagesmutter engagiert hätte?"

Ich glaube fast ja, denn die Frau war der ruhige Hafen nach der Arbeit (ich gehe mal von der Idealfrau aus). Sie hat einem Auftrieb gegeben bei der Frage "Für was mache ich eigentlich den Mist hier? Ach ja, für meine tolle Frau, ihr soll es gut gehen." und hat einen getröstet, wenn mal etwas total daneben auf Arbeit lief, hat einen motiviert "Das schaffst Du schon.", einen gelobt, hat einen die Fehler aufgezeigt, die anderen nicht aufzeigen würden und hat die Kritik zum Positiven angenommen. Eine Putzfrau kann soetwas nicht bieten.

Es kann sein, dass ein Mann diese Karriere auch ohne diese Frau gemacht hätte, aber es könnte auch sein, dass er sich gesagt hätte "Nein, das will ich nicht mehr, ich trete beruflich kürzer, Hauptsache ich komm über die Runden."

m30
 
  • #5
@#2: Das Sprichwort ist doch erkennbar falsch und stammt aus einer Zeit, mit der moderne Frauen auf keinen Fall argumentieren wollen -- normalerweise zumindest! ;-)

Was steckt denn hinter erfolgreichen Frauen? Ein Mann vielleicht? Wohl kaum! Die meisten wirklich erfolgreichen Frauen sind Single! Auch sehr viele erfolgreiche Männer sind Single.

Ganz im Gegenteil ist Familie doch oft ein Grund, seine Karriere eben gerade NICHT bis auf das äußerste weiterzuverfolgen, sondern zum Beispiel auf Umzüge in eine andere Stadt, ewig lange Arbeitszeiten, Auslandsaufenthalte, entferntes Pendeln zu verzichten. Ich kenne mehrere Fälle persönlich, die WEGEN der Familie auf höhere Posten in einer anderen Stadt verzichtet haben.

Seltsamerweise muss eine Frau bei der Scheidung aber diesen Verzicht des Mannes nicht ausgleichen, aber von ihr selbst wird angenommen, dass sie wunder-oh-eine-Stellung erreicht hätte -- wohlgemerkt bei 95% aller Frauen, obwohl nur 5% dieser Frauen die Stellung aufgrund der offenen Positonen überhaupt erreichen hätten können.

Nein, Familie gibt Ruhe, Kraft und macht Spaß. Alles unumstritten. Aber karriereförderlich ist sie nicht. Da ist es eher gut, unabhängig und frei zu sein und nur ein Ziel zu haben: Karriere.

Ich möchte hier betonen, dass ich KEINE karrieregeile Frau bin. Aber ich lebe selbst und arbeite selbst und finde es nicht fair, so zu tun, als ob hinter individuellen Leistungen immer andere stecken. Hinter meiner persönlichen Leistung steckt kein Mann sondern ICH, und hinter den meisten individuellen Leistungen von Männern steckt eben auch keine Frau, sondern der Mann.
 
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Gast

  • #6
Schon in jungen Jahren versuchen Frauen gezielt, sich an Männer mit gutem Verdienst und hohem Status heranzumachen. Was ich auch überhaupt niemand vorwerfen möchte, das Verhalten ist ökonomisch rational.

Gelingt es einen solchen Mann zu finden, liegt es der Frau sehr am Herzen, auch zu heiraten. So wird der Mann gebunden. Für den Fall einer Scheidung wird zumindest der finanzielle Gewinn maximiert. Auch dies ist ökonomisch rational und kein Grund für Vorwürfe.

In der Ehe hat die Frau dann wenig Interesse daran, sich einem Übermaß an beruflichem Stress auszusetzen. Also bleibt sie ganz oder teilweise zuhause. Würde ich ehrlich gesagt auch tun, falls ich eine reiche Frau finden würde, die dabei mitmachen würde. (Frauen wollen aber in aller Regel keinen Mann aushalten, der nur Teilzeit arbeitet. So weit geht die Emanzipation nun auch wieder nicht.)

All dies hat die Frau nicht nur sehenden Auges getan, sie hat es sogar klar durchdacht und oft schon Jahre im Voraus geplant (was natürlich auch ok ist).

Das Problem ist jetzt nur, wenn die Ehe scheitert, und die Frau Geld sehen möchte. Als Begründung, warum sie oft viele hunderttausend Euro haben will, kann sie natürlich nicht den oben dargestellten Sachverhalt anführen. Also muss da etwas Phantasie her.
Die Klassiker sind:
1.) Der Mann habe die Frau gezwungen, zuhause zu bleiben. NUR DESWEGEN habe sie keine Karriere gemacht. Ohne ihren Mann währe sie vermutlich in irgendeiner Vorstandsetage.
2.) Der von Dir angeführte Spruch - obwohl natürlich jeder weiß, dass der berufliche Erfolg kaum oder gar nicht durch das Verhalten des Ehepartners beeinflusst werden kann.

Nimm einfach solche Sprüche nicht so ernst! <MOD>
 
  • #7
Männer können auch mit Frauen sehr beruflich erfolgreich sein, die selber arbeiten und eine gewisse persönliche Präsenz in der Familie vom Mann fordern. Aber die Rückenfreihaltegeschichte ist die einzige Legalisierung für Frauen ewig am Geld ihrer Männer mit zu partizipieren. Aber quatsch, die machen sich was vor.
 
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Gast

  • #8
Mit "Karriere" scheinst Du das zu meinen, was vielleicht gerade mal 2-5% der Bevölkerung erreichen - oder gar noch weniger. Ich würde das aber gar nicht an einem übertriebenen "Karrierebegriff" festmachen.

Nehmen wir doch mal einen selbstständigen Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei, der ca. 10-12 Stunden pro Tag arbeitet und insgesamt noch 2 Stunden pro Tag pendelt, das 5 Tage lang und auch am Wochenende schon mal Akten mit nach Hause nimmt. Der Großteil der Bevölkerung sieht meiner Erfahrung nach so jemanden schon als jemanden an, bei dem man von einer "Karriere" sprechen kann. Klar, wenn wir den Erwartungshorizont höher hängen und von der tatsächlichen Spitze der Pyramide sprechen wie z.B. erfolgreichen Erfindern, Entdeckern, Wissenschaftlern, Topmanagern, Vorstandsvorsitzenden usw., dann ist der Anwalt in meinem Beispiel natürlich ein kleines Licht. Aber wie gesagt - ich finde es nicht wichtig, ob wir hier über "Karriere" nach Deiner oder meiner Definition sprechen. Das zugrundelegende Prinzip ist und bleibt dasgleiche, finde ich.

Bleiben wir also beim Anwalt. JA - dann bin ich sehr wohl der Meinung, dass er diese, seine Anwaltskarriere IN DIESER FORM oft nur machen kann wenn zu Hause jemand ist, der ihm "den Rücken freihält". Vorausgesetzt, wir sprechen hier nicht nur über eine Ehe / Partnerschaft - da gäbe es meines Erachtens keinen Grund, warum die Frau zu Hause bleiben sollte - und auch nicht über das heute immer häufigere Einzelkind, sondern über 2 oder gar 3 Kinder...

Wenn die Frau zu Hause den gesamten Haushalt macht, was im Detail heißt: aufräumen, staubwischen, staubsaugen, Bad putzen, Wäsche machen, bügeln, Lebensmittel einkaufen, kochen, backen, Gartenarbeit usw. Ferner- je nachdem, wie weit Kindergarten und Schule entfernt sind - die Kinder in Kindergarten / Schule fahren und wieder abholen, ggf. zu Freunden fahren und wieder abholen, zu Vereinen fahren und wieder abholen, Hausaufgaben kontrollieren, evtl. mit den Kindern zusammen lernen, also Nachhilfe erteilen (was ja heute immer Kinder brauchen), Kinder im weitesten und engen Sinne erziehen...

Dann gibt es noch ein soziales Umfeld, das gepflegt werden will. Es muss Kontakt zu den Eltern und Geschwistern der Frau und des Mannes gehalten werden, Freundschaften werden gepflegt, Geschenke zu Geburtstagen, Weihnachten, Jubiläen müssen besorgt werden, Feste im eigenen Haus werden gefeiert, Freunde werden zum Essen eingeladen usw. In schlimmeren Situationen muss vielleicht sogar ein Elternteil des Mannes oder der Frau zu Hause gepflegt / betreut oder im Altersheim besucht werden.

Hätte der Mann diese Frau nicht, die dies alles für ihn / für sie beide übernimmt, müßte er für jeden dieser einzelnen Teilaufgaben jemanden beschäftigen und bezahlen. Das heißt im Detail: eine Putzfrau, die wenigstens ein Mal pro Woche kommt, eine Woche, die ca. 2 Mal pro Woche die Wäsche macht, Kita, Au pair-Mädchen oder Tagesmutter usw. Es ist jeweils nicht ganz so leicht, verläßliches "Personal" zu finden und es ist richtig teuer. Man muss sich nur mal angucken, was eine 16-jährige Schülerin, die einen Abend Babysitting macht, schon an Geld bekommt oder was die Nachhilfeinstitute für Nachhilfe für eine Stunde nehmen, um sich zu überlegen, wieviel Geld man ausgeben muss.

Viele Männer möchten aber eben beides: Karriere bzw. zufriedenstellende Berufsausübung, Partnerschaft und Kinder (das kann ich gut verstehen). Und das alles ist sehr schwierig und sehr teuer wenn die Frau bereits 8 Wochen nach der Geburt jedes Kindes wieder arbeiten geht. Die Kinder werden dann ausschließlich fremdbetreut und ein Gehalt der beiden geht quasi für die laufenden Kosten für Haushaltsführung und Kinderbetreuung drauf. Mann und Frau würden sich also beide abrackern und zwischen Beruf und Familie aufreiben, ein beträchtlicher Teil des Geldes geht für "Personalkosten" drauf, die Kinder werden fast ausschließlich fremdbetreut und Zeit für die Partnerschaft, für die Kinder, geschweige denn für Feundschaften und Hobbies hätten beide kaum mehr.

Ich glaube nicht, dass man dann noch die Zeit, die Ruhe und Muße hat, um sich gleichermaßen auf den Beruf zu konzentrieren und dort sogar richtig erfolgreich zu sein. Das, was ich beschrieben habe, ist nicht nur fiktiv, ich kenne genau einen solches Beispiel. Dieser Mann sagte mir, dass das alles nur durchführbar und auch erfüllend für ihn ist, weil seine Frau zu Hause alles im Griff hat. Seit diese - seitdem das erste Kind in die Schule geht - wieder einige Stunden pro Woche arbeiten geht, fangen auch gleich schon die ersten Organisationsprobleme an. Und er gab zu, dass das alles für Männer noch möglich ist, dass aber sehr viele Frauen sich nach wie vor entscheiden müssen, ob sie eben als Rechtsanwältin arbeiten oder Kinder wollen, weil die Frauen eben meist keinen Mann haben, der ihnen den Rücken freihält.

Um aber auf Deinen Einwand einzugehen, ob die Männer ohne die Frauen nicht die gleichen beruflichen Erfolge errungen hätten: Natürlich haben die Frauen nicht eine direkte Beteiligung am beruflichen Erfolg des Mannes. Sie machen ja nicht seinen Job, oft haben sie etwas ganz anderes gelernt und verstehen vom Job ihres Mannes nicht viel. Normal und verbreitet. Aber eine Frau, die auf beschriebene Art und Weise ihrem Mann den Rücken freihält und das "Familienunternehmen" führt, schafft die Umstände, in denen sich ein intelligenter, gebildeter Mann mit Fleiß und Ehrgeiz frei entfalten kann. Und insofern hat diese Frau sehr wohl einen großen, wenn auch indirekten Einfluß auf die Karriere des Mannes genommen!
 
  • #9
@#7: Sorry, aber Du hast nur in langen Worten das gesagt, was ich bereits in der Titelfrage zusammengefasst habe.

Wo genau kommt da jetzt das Rückenfreihalten? Was wäre ohne Hausfrau zu Hause? Entweder er hätte weder Frau noch Kinder, dann hätte er mit Sicherheit die gleiche oder gar eine freiere Karriere machen können oder sie wöre auch berufstätig, dann hätten sie sich ZUSAMMEN eben Tagesmütter, die ach-so-wichtigen Kindergärten, Gärtner und Putzfrau genommen. Aber hätte das nachteilige Folgen für seine Karriere gehabt? Wohl kaum. Ist mir zumindest nicht erkennbar.

Inwiefern hat ein Mann Schwierigkeiten mit seiner Karriere, wenn seine Frau auch berufstätig ist und die beiden entweder keine Kinder haben oder aber die Kinder wie Millionen anderer Paare auch, in einen Kindergarten geben?

Haben Doppelverdiener kein soziales Umfeld? Was für ein Blödsinn. Von meinem Bekanntenkreis sind quasi alle Doppelverdiener oder Singles und alle treffen wir uns zum Grillen, zum Feier, zum Essen, zum Plaudern. Da haben eher die Paare mit Kindern Probleme als jene ohne und die, die Tagesmütter gewohnt sind, tun sich eher leichter damit als jene, die sich gar nicht vorstellen können, das Kind mal drei Stunden beaufsichtigen zu lassen. Und die Frau hält den Kontakt zum Schwager statt der Mann zu seinem Bruder? Ne, das habe ich ja noch nie gehört. Das ist ja schon absurd.

Ne, sorry, "die Frau hält das soziale Umfeld aufrecht" ist eine ziemlich altbackene Ansicht, die einfach nicht die Wirklichkeit trifft.
 
  • #10
Ich denke, daß diese Diskussion zwischen den falschen Menschen geführt wird.

Im Allgemeinen wird kein Mann gezwungen eine Frau zu heiraten, des weiteren wird er nicht dazu gezwungen Kinder zu bekommen oder die traditionelle Rollenverteilung zu vereinbaren.

Wenn es aber tut, muß er eben mit den Konsequenzen (die jedem denkenden Menschen in diesem Lande bekannt waren) leben. Merkwürdigerweise ist das für die meisten der direkt betroffenen kein Problem, dafür regen sich Leute (merkwürdigerweise in erster Linie Frauen) künstlich darüber auf. Warum nur?

Wenn ich eine Haushaltshilfe mit einem 10-Jahre-Arbeitsvertrag anstelle und mir übermorgen einfällt, daß ich sie vielleicht doch nicht brauche, werde ich von jedem Arbeitsgericht zur Zahlung einer Vertragsstrafe verurteilt - außer wenn klar ist, daß ich nicht geschäftsfähig bin....
 
  • #11
#8

mir scheint, daß du manches noch nicht gehört (oder erlebt) hast.
Natürlich konnte mein Mann nicht 2 Wochen Urlaub machen, als es seiner Mutter schlecht ging, es war klar, daß ich mich um sie kümmere. Natürlich waren seine Nichten eher bei mir als bei ihm in Ferien, er was von 7.00 bis 20.00 Uhr in seiner Firma. Klar war ich mit unseren Kindern im Krankenhaus, niemand wäre auf den Gedanken gekommen, daß er deshalb tagelang ausfällt. Selbstverständlich habe ich die Vorbereitungen für Einladungen gemacht und die Partnerinnen von Geschäftsfreunden tagsüber betreut.
 
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Gast

  • #12
Also, ich hab es ja mit Loki Schmidt.
Die hat erst aufgehört zu arbeiten, als ihr Helmut Bundeskanzler wurde. Dann ist sie mit ihm nach Bonn gegangen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hat Frau Schmidt als Lehrerin gearbeitet. Helmut Schmidts Karriere hat das offensichtlich nicht geschadet.

Über Frau Schmidts Arbeitsbelastung kann man allerdings nur Vermutungen anstellen. Ich habe gelesen, dass er meistens erst gegen zwei Uhr nachts nach Hause gekommen ist. Er hat dann Klavier gespielt und sie hat ihm was zu Essen gemacht.
Ich würde es nicht schaffen, unter diesen Bedingungen am nächsten Morgen zur ersten Stunde zum Unterricht zu erscheinen. Dann würde ich doch lieber zu Hause bleiben oder einen Elektriker heiraten.
w49
 
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Gast

  • #13
Frederika,

Schau Dir einfach mal die üblichen Betreuungszeiten von Kinderkrippen oder gar Halbtags-Kindergärten an, und überleg Dir, wie das zu den Arbeitszeiten zweier Elternteilen, die beide 60-70 Stunden-Wochen arbeiten, passen soll.
Überleg Dir dann auch, was die Eltern in den Krippenferien machen, oder wenn das Kind krank ist.
 
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Gast

  • #14
Jutta Limbach sagte in einem Interview einmal sinngemäss: ohne meinen Mann, der mir stets den Rücken freigehalten hat, wäre meine Karriere gar nicht möglich gewesen. Wir waren uns schon frühzeitig darüber einig, dass meine Karriere Vorrang haben und er zurück stecken sollte. Er war stets für die Kinder und den Haushalt da, wenn das Personal frei hatte, wobei ein Gehalt regelmässig fürs Personal drauf ging.

Oh, ein männlicher "Rückenfreihalter"........

#7 Ich finde Deinen Beitrag äußerst differenziert und voll ins Schwarze getroffen. Super! Dem ist nichts hinzuzufügen
 
  • #15
@#9: So frei wie Du es darstellst, ist die Wahl doch nicht. Gesetzlich konnte man Unterhalt nicht nach Belieben ausschließen und wer zusammen sein wollte und eine Familie gründen wollte, der wurde in diese extrem ungerechte gesetzliche hineingetrieben. Selbst die jüngste Novelle ist ja nur ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber Du ein klein wenig recht: Ein Mann von Verstand wird unter solch ungerechten und potentiell desaströsen Bedinungen kaum heiraten. Wir, die jungen Frauen, sind es, die den Schaden auslöffeln, den die Scheidungsgewinnlerinnen durch Gier und Ungerechtigkeiten angerichtet haben, denn heutzutage sind zumindest alle klugen Männer gewarnt und wollen nicht heiraten oder höchstens mit exzellent ausgetüfteltem Ehevertrag. Was ich im übrigen gut verstehen kann.

@#12: Erstens muss niemand 60 Stunden arbeiten, schon gar nicht beide, zweitens findet dies in der Praxis ja auch gar nicht statt. Die überwältigende Mehrheit ist angestellt und darf das nicht einmal. Also mal lieber realistisch bleiben.
 
  • #16
#14
ich kenne jede Menge (junger) Männer MIT Verstand die je nach Lage mit oder ohne Ehevertrag heiraten und mit ihrer Frau eine Familie gründen. U.a. würde das gerne der Mann tun, mit dem ich seit einem knappen jahr zusammen bin....obwohl er die Gafahr, die von mir ausgeht kennt ;-)

Im Übrigen hast du vergessen hinzuzufügen, daß nicht nur für Ehefrauen sondern generell für Mütter Unterhalt bezahlt werden muß (bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, danach nur noch für das, einem ehelichen vollkommen gleichgestellten, Kind). Welch fürchterliche Ungerechtigkeit!
Ich finde das ok. Jahrhundertelang haben nur Frauen "bezahlt", jetzt sind beide am Zug.

Einigen der FT kann ich nur raten in Länder umzusiedeln, in denen es ausreicht dreimal "ich verstoße dich" zu sagen, und schon ist man die Ehefrau sang und klanglos los.
 
  • #17
@7: Hervorragend dargestellt. Das Rückenfreihalten erfolgt auf die vielfältig dargestellte Weise, völlig unabhängig davon, ob die Frau arbeiten geht oder nicht.
Mein Vater (mäßige Karriere) wäre ohne meine Mutter nicht lebensfähig gewesen. Und sie vermutlich nicht ohne ihn. Die beiden ergänzen sich perfekt.

Ich habe momentan das Problem als Mutter, daß die Männer unter meinen Auftraggebern sich nicht vorstellen können, daß man nicht nur Firmenchefin und Ausführende, sondern auch Mutter ist, die dringende Familientermine wahrnehmen muß (z.B. mit dem Kind zum Arzt).
Als Mann ist man doch erheblich sorgloser, wenn man sich neben der Arbeit quasi um NICHTS (außer vielleicht tanken) kümmern muß und kann um so besser powern. Ich bemerkte einen Abfall meiner Leistungskurve seit mein Kind auf der Welt ist. Klar kann ich auf Arbeit powern, habe aber noch tausend andere Dinge zu erledigen und bin abends platt. Das kannte ich früher nicht...
 
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Gast

  • #18
Ich kenne keine einzige männliche TOP-Führungskraft, der nicht verheiratet ist und nicht mindestens 1 - 5 Kinder hat. Und in allen Fällen ist es so, dass deren Frauen seine Karriere unterstützen und selber allerhöchstens noch Teilzeit arbeiten.
Und anders geht es auch nicht, wenn Kinder da sind.

Der Mann könnte zwar ohne Frau und Kinder rein ausbildungstechnisch und nach Fähigkeiten Karriere machen, aber es ist nicht zu vergessen, dass in vielen Unternehmen immer noch ein intaktes Familieleben und "gesettelt sein" auch Voraussetzung dafür ist, eine TOP-Positionen bekleiden zu dürfen. Insofern brauchen einige Männer vor den alten Herren aus den Aufsichtsräten eine stützende Frau sogar als Nachweis dafür, dass sie sich mit allen Kräften in den Job werfen können, während er auf der anderen Seite zum Ausgleich ein Familienleben haben wird.

Top-Performer mit eigentlich vergleichbaren beruflichen Lebenswegen, deren Frauen aber ebenfalls ihre Karriere forciert haben und voll berufstätig sind, sind dann oft nicht in den TOP-Positionen, da sie ja hierdurch bedingt ein ähnliches Schicksal ereilt, wie Frauen mit Kindern, nämlich das Problem sich um Kinder kümmern müssen".

In meinem Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis ist es bei allen dasselbe. In Deutschland ist die Möglichkeit der Kinderunterbringung nicht so, dass man sein Kind rund herum versorgt bekommt, wenn es der Job beider Elternteile erfordert.
Besonders Dienstreisen werden extrem eingeschränkt, und damit werden viele TOP-Berufe zum Problem, wenn der Partner das nicht immer kompensieren kann. Mit einer Hausfrau oder teilzeitbeschäftigen Partnerin, die stets einspringen kann oder sicher da ist, wenn die Kinder betreut werden müssen, kann Mann seinen Job ohne großen privaten Koordinationsstress durchführen.
Ich selber habe keine Kinder, erlebe es ja doch tagtäglich bei Arbeitnehmerinnen mit Kleinkind. Ich habe > 8000 Mitarbeiter, davon ca. 2/3 Frauen, und es trifft alle - Akademiker mit und ohne wissenschaftliche Karriere sowie alle Ausbildungsberufe.
Typisches Szenario:
- Kind wird plötzlich krank, der Kindergarten ruft sofort auf Arbeit an wegen erhöhter Temperatur, rote Flecken, Kind übergibt sich, hat Bauchsschmerzen, ist von der Rutsche gefallen, muss zum Arzt usw. .... Kind muss dann abgeholt werden, egal von wem. Ein Elternteil sprintet dann immer los, weil niemand anderes da ist. Ich habe einige Mitarbeiterinnen, die irgendwann einsehen mussten, mit Vollzeitjob geht es einfach nicht. Und das ist dann auch, so enttäuschend wie es ist, im Sinne des Unternehmens. denn es nutzt nichts, wenn die Vollkraft, ständig fehlt in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes. Wir versuchen alles, um ein familienfreundlicher Arbeitgeber zu sein. Werten dabei aber deutlich aus, dass es nur den Paaren gut gelingt, die entweder beide in gleichem Maße zurück stecken oder wenn einer die Erziehungszeiten übernimmt, die immer einen Karriereeinbruch nach sich ziehen, egal ob Mann oder Frau.
Ist die Frau mit einem Unternehmensberater, Arzt, Pilot, Vorstand etc. verheiratet, MUSS SIE immer in den Notzeiten verfügbar sein, weil Mann gar nicht so schnell kommen kann, weil entweder gerade 300 km weg, steht am OP-Tisch am offenen Situs, oder fliegt durch die Welt oder hat gerade Vertragsverhandlung oder sonst was. Partner/Partnerinnen mit solchen Berufen, die Vollzeit arbeiten, sind auch fast nie spontan aus dem Job heraus zu rufen. Wenn Kind morgens plötzlich krank ist, und das ist häufig so, dann bleiben solche Berufsgruppenangehörigen nicht zuhause, wenn gerade heute so wie immer en sehr wichtiger Präsentationstermin stattfindet, der OP-Plan ja schon steht und Patienten sonst verschoben werden müssten, eine Vorstandssitzung stattfindet etc. Das geht dann immer vor.
Auf Nannys kann man sich wohl nicht immer verlassen, nicht jeder hat Eltern, die sich kümmern können. Am Ende müssen sich Eltern entscheiden, wie sie eine sichere Versorgung der Kinder gewährleisten können und wer sich opfert.
Es sind gerade in den ersten 3 Jahren immer noch die Frauen, wenn Mann TOP-Karriere machen will, dann sowieso. Denn man wird nicht Siemensvorstand ;), wenn man im Lebenslauf 2 mal 1 Jahr Erziehungszeit nachweist.

Wer hier behauptet, das sei doch alles kein Problem, wenn beide nur wollen, der ignoriert die Realität und weiß nicht, welche Verantwortung Eltern für so kleine Lebewesen tragen müssen/ sollten. Es sind keine Püppchen, die man ins Regal stellt, die immer so funktionieren, wie es die Jobplanung der Eltern erfordert.

Man muss schon fair bleiben.

Dennoch spreche ich mich klar dafür aus, dass Frauen niemals aufhören sollten ganz zu arbeiten. Es ist einfach unrealistisch zu glauben, dass eine Ehe / Partnerschaft für immer hält. Sich im Nachgang zu beschweren, man haben sich für die Familie aufgeopfert, mag ja subjektiv stimmen, nutzt aber gar nichts. Die Lebensstrategie war falsch. Einen Anspruch an den / die Ex kann man nicht auf ewig erwerben.
Aber trotz der zahlreichen Beispiele redet man bei vielen Frauen einfach ins Leere. Manchmal befürchte ich, da sind auch die sogenannten "Nestbau"-Hormone ;) nicht ganz unschuldig.

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[Mod.= Trotz ganz erheblicher Überlänge ausnahmseise frei geschaltet. - Wir bitten ALLE Teilnehmer, diese Aussage ernst zu nehmen und sich an die vorgegebene Zeichenzahl (max. 3000) zu halten.]
 
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Gast

  • #19
@14
wenn wir davon reden, dass beide Karriere machen, dann haben auch beide locker Arbeitszeiten von 60 h und mehr plus Fahrzeiten zum und vom Betrieb. Arbeitsschutzgesetz spielt schon daher keine Rolle, weil von den Arbeitnehmern stets TOP-Leistungen erwartet werden. Was man nicht in der Arbeitszeit schafft, das muss man zuhause erledigen. Wer Karriere machen möchte, macht nicht den PC zuverlässig um spätestens 17 Uhr aus, man sitzt oft noch bis 19 / 20 Uhr im Job oder arbeitet eben im "Heimbüro" abends an Vorträgen, Präsentationen, Publikationen, nochmal schnell die Daten überarbeiten für die Sitzung morgen usw.

Aber wer von beiden holt dann eigentlich die Kinder vom Kindergarten ab? Sowieso dürfen Kinder dort oft nur maximal 9 h pro Tag betreut werden, also muss man etwa gegeb 16 Uhr am Kindergarten sein. Und was ist in den Ferien? Wer geht einkaufen, macht ihnen Abends Essen, wer bringt sie ins Bett usw.?
Und auf dem Weg nach ganz oben verdient man keinesfalls automatisch so gut, dass man sich Kindermädchen, Haushaltshilfe oder den 12 h Kindedrgarten mit links leisten könnte.
 
G

Gast

  • #20
Ich habe immer gearbeitet. Meine Partner auch. Meine beiden Töchter waren mit 3 Monaten in der Krippe. Ich hatte immer Leitungsjobs, mit vielen externen Terminen und auch Reisen. Und meine Partner auch. Daran wollten wir auch nichts ändern. Das ging aber jeweils nur eine Zeitlang. Denn merkwürdigerweise halten sich Kinder nur begrenzt an Job-Prioritäten. Sie werden krank, ohne Rücksicht auf wichtige Termine. Kindern mit hohem Fieber oder wenn sie ins Krankenhaus müssen, können nicht einfach durch Fremde betreut werden. Meine Eltern und Schwiegereltern wohnten jeweils 350 km entfernt und waren zudem selber noch berufstätig. Irgendwie haben wir das immer hingekriegt, um einen hohen Preis auch für uns Erwachsene. Bei beiden Kindern war es dann so, dass meine Partner beruflich umgestiegen sind, mit weniger auswärts-Terminen, mit mehr Flexibilität. Aber immer voll berufstätig.

Das alles ging nur mit flexiblen Arbeitgebern und auch verständnisvollen Mitarbeiter/innen. Dadurch habe ich auch zugleich viel gelernt über nötige Rücksichtnahme auf andere im Arbeitsprozess und dass ganz viele Varianten möglich sind, wie die Arbeit gut zu erledigen ist.

Heute bin ich froh, nach den Trennungen, dass ich immer im Job geblieben bin und für meinen Lebensunterhalt selber sorgen kann. Sicher ist das auch für meine Töchter ein klares Signal, immer zu sehen, dass sie auf eigenen Beinen stehen. Und ich rate grundsätzlich allen Frauen, immer berufstätig zu bleiben, und wenns auch mit reduzierter Arbeitszeit ist. Das ist nicht nur die Voraussetzung dafür, immer auch für sich selber sorgen zu können. Das ist auch die Grundlage für Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein, für andere Erfahrungen und Blickweisen.

Ich kenne selber genug Frauen, die früh darauf gesetzt haben, dass sie sich aus der Berufstätigkeit verabschieden konnten und für die die Kinder ein willkommener Anlass waren. Dafür habe ich sogar noch ein gewisses Verständnis, solange die Kinder klein sind. Nicht alle haben einen so eisenharten Willen und vor allem auch nicht die nötigen Rahmenbedingungen (von Kinderbetreuung bis hin zu einem flexiblen Arbeitgeber), dass sie sich das zutrauen und zumuten würden. Wofür ich aber kein Verständnis habe, ist, dass Frauen nicht irgendwann, wenn die Kinder größer sind, wieder in den/einen Job einsteigen. Und überhaupt kein Verständnis habe ich dafür, wenn Frauen glauben, sie könnten sich für den Rest ihres Lebens vom Unterhalt ihrer Männer ernähren.

Aber was mich ungemein stört, ist die hier breit vertretene Auffassung, dass sich nun geradezu massenhaft geschiedene Frauen auf dem Geld ihrer Männer ausruhen. Kennt ihr die Zahlen der alleinerziehenden Mütter, die den Unterhalt einklagen müssen und die auf ergänzende H4-Leistungen angewiesen sind? Kennt ihr die Zahlen von Frauen, die auch ihre gut situierten Ehemänner auf Unterhalt verklagen müssen?

Es lässt sich schlau reden, wenn man keine Kinder hat und von Frauen/Müttern alles mögliche erwartet, worüber man nur theoretisch Bescheid weiß. Und es lassen sich sehr leicht die Fälle erzählen, in denen Frauen versuchen, ihre Männer finanziell auszunehmen. Aber die Wahrheit liegt wie immer meistens dazwischen. Und ich kenne übrigens auch genug Männer, die Schauermärchen über ihre Ex-Frauen erzählen, nur weil die auf ihren Rechten bestehen.
w, 56
 
G

Gast

  • #21
@ Frederika # 8

Ich bin # 7:

Wenn ich "in langen Worten" zusammengefasst habe, was Du in der Titelfrage formuliert hast, dann deswegen, weil ich genau das als notwendig und als Teil Deiner Frage so verstanden habe. Ich habe das Gefühl gehabt, dass Du im Prinzip u.a. fragen wolltest, was man im Allgemeinen oder Speziellen unter "Rücken frei halten" versteht und ob und ggf. inwiefern das Einfluss auf die Karriere des Mannes hat. Dass Leute, die Kinder haben wie Constanze und # 12 das auch ähnlich sehen, zeigt mir, dass ich Deine Frage so falsch eigentlich nicht verstanden haben kann.

Aber nun mal zu Deinen einzelnen Einwänden:

Ich gebe Dir insofern Recht als dass ein Mann, der weder Frau noch Kinder hat, in der Tat eine genauso gute, wenn nicht noch bessere Karriere machen kann. Denn dieser Mann kann seine gesamte Zeit und Energie in den Beruf stecken, so er das denn möchte. Niemand wird zu Hause maulen wenn er spät nachts aus dem Büro kommt. Und natürlich können Frau und Kinder auch "Energieräuber" sein. Andererseits gibt es eben auch viele Menschen - ich denke, es ist sogar die Mehrheit - die einen emotionalen Rückhalt und enge soziale Bindungen durchaus brauchen um im Job gut zu funktionieren. Das ist typabhängig. Eine Familie kann also der Karriere sowohl abträglich wie auch zuträglich sein. Mal ganz abgesehen davon, dass hier ja auch einige schreiben, dass in gewissen Berufssparten es durchaus dazu gtsehört, einfach verheiratet zu sein, Kinder zu haben, ein klassisch-bürgeriches Leben zu führen - ob nun tatsächlich glücklich oder nur zur Fassade, ist dabei nicht relevant.

Wenn nun Kinder da sind und beide sind berufstätig und sie nehmen sich also eine Putzfrau, einen Gärtner, eine Tagesmutter usw. und geben die Kinder in den Kindergarten, dann muss das noch lange keine nachteilige Wirkung auf die Karriere des Mannes haben. Der Nachteil ist aber der, dass relativ viel Geld abgeht für "Dienste", die eine Frau, die sich um die Kinder kümmert, kostenlos und oft auch besser macht. Gut, die hohen Kosten sind vielleicht nicht so relevant bei einem echten Karrieremenschen und wenn beide Geld verdienen. Aber im Normalfall hat der Mann einfach den Kopf eher frei für seine Karriere wenn er weiß, dass zu Hause alles rund läuft, die Kinder gut versorgt sind und nicht von der 9. Lebenswoche an fremdbetreut sind. Im Übrigen wundere ich mich, dass gerade Du nun dafür plädierst (?), dass beide weiter arbeiten gehen und Leute anstellen um sich um die Kinder zu kümmern, da Du doch so oft geschrieben hast, Du würdest für Dein eigenes Kind auch da sein und deshalb einige Jahre beruflich aussetzen wollen. Aber genau damit würdest Du Dich doch nicht nur um Dein Kind kümmern, sondern natürlich dem Mann damit den Rücken frei halten, denn er müßte ansonsten Elternzeit nehmen oder sich eben um eine Tagesmutter, Vollzeitbetreuung in Kita o.ä. bemühen.

Bei den Doppelverdiener-Absatz in # 8 hast Du mich wahrscheinlich mißverstanden. Natürlich haben Doppelverdiener ein normales soziales Umfeld. Das, was ich beschrieben habe, bezog sich aber gerade nicht auf Doppelverdiener OHNE Kinder, sondern ich sprach ausschließlich von einem Paar, das 2 oder gar 3 Kinder hat. Ansonsten ist einfach kein großer Grund ersichtlich, worin das Rücken frei halten überhaupt bestehen soll. Bei einem Paar ohne Kinder gibt es ja kaum etwas, das der intensiven Pflege und Zuwendung bedürfte.

Arbeiten aber beide UND haben 3 Kinder, so wird die Zeit, die man als Paar, als Familie und für Eltern, Freunde und Hobbies hat, dann sehr knapp. Insofern finde ich es recht einleuchtend, dass mehr Zeit für diese Dinge da ist, wenn sich einer von beiden intensiv um die Kinder kümmert. Allein das Wissen des Mannes "Mit den Kindern ist alles in Ordnung, die wachsen und gedeihen prächtig und werden in unserem Sinne erzogen." trägt meiner Meinung nach dazu bei, dass der Mann sich mit viel Energie und gut gelaunt zu 100 % seinem Beruf widmen kann.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
[Mod.= gekürzt, der Beitrag hat immer noch Überlänge.]
 
S

Sphynx

  • #22
@17 - herzlichen Dank


[Mod.= gelöscht. Äußern Sie Ihre Meinung, aber unterlassen Sie persönliche Beurteilungen anderer Teilnehmer.]
 
G

Gast

  • #23
Die Fragestellung kann in dieser Form, kann nur von jemanden kommen, der keine Kinder hat und der noch nie mit jemanden gelebt hat, der einen wirkliche Karriere anstrebt.
Die Männer und Frauen, die richtig Karriere gemacht haben, waren nie allein. Immer war jemand im Hintergrund der alle unliebsamen Arbeiten erledigte. Zur Not auch die eigene Mutter, die dann mal eben schnell kam.
Für das eigene Ego und auch weil es in uns steckt wünschen Männer und Frauen eine Familie. Wir sind keine Einzelgänger. Auch die Fragestellerin hat in einem Kurzen Kommentar zu diesem Thema angemerkt wie verbittert sie über die heutige Einstellung der Männer ist. Übrigens , Karriere wird nur bei einen 60 Std. Woche gemacht. Das ist Realität. Ein Angestellter der wirklich nur 40 Std. arbeitet hat keine wirkliche Karriere. Für Freiberufler und Geschäftsführer die keiner Gewerkschaft mehr angehören sind solche Arbeitszeiten normal. Für eine Hausfrau in der Regel auch.Was müssen sich Hausfrauen alles gefallen lassen? Sie werden als geldgierig beschimpft als faul und unfähig. Äh?
Mir tun Frauen Leid, die wirkliche Partnerschaft nicht verstehen. Mich tröstet, dass einige Beiträge von jungen Männern zu diesem Thema, doch noch verstehen und auch sehen das die Leistung einer Hausfrau nicht zu unterschätzen ist.Danke #3
 
G

Gast

  • #24
Auf die Frage kann ich, w, nur antworten, dass es eben Frauen gibt, die physisch, psychisch und kognitiv ziemlich viel drauf haben - und denen es deshalb gelungen ist, (mindestens) einen Mann dazu zu bringen, sie zu heiraten und für sie finanziell (mit) zu sorgen. Es sind diese Frauen, die die Fähigkeit haben, einen Mann sehr glücklich zu machen.
Qualitätsfrauen eben.
Die anderen Frauen, die das vielleicht ihr Leben lang entbehren mussten, dass ein Mann aus ganzem Herzen JA zu ihnen sagt, leiden möglicherweise darunter, dass sie genau diesen Wert niemals für einen Mann hatten.
Das tut mir schon auch leid für die Frauen.
 
G

Gast

  • #25
Wenn Kinder vorhanden sind ist am "Rücken freihelten" durchaus etwas dran.
ABER, das Verrückte in diesem Staat ist doch, dass es nicht interessiert wer wem den Rücken freigehalten hat, sondern dass das sogenannte Recht immer (!) auf Seiten der Mütter steht.

Exemplarisch dafür mein Beispiel:
Ich habe meine jetzige Ex Frau relativ früh geheiratet. Da sie studierte, habe ich auf die Aufnahme eines Studiums vorerst verzichtet und als normaler Facharbeiter unser Leben finanziert. Während des Studiums bekam sie unser erstes Kind, welches nach wenigen Wochen fremdbetreut wurde, damit sie ihr Studium abschließen konnte und ich den Unterhalt der Familie sicherstellen konnte.

Eigentlich war abgesprochen, dass ich nun mit Beginn ihres Berufslebens mein Studium aufnehmen sollte, aber da war ja nun soo viel Arbeit und als Neue muss sie ja besonders viel schuften. Außerdem wollte sie sich jetzt endlich auch "mal was leisten" was ohne zweites Einkommen nicht gehen würde. Also habe ich mich nach meiner Arbeit (!) um den größten Teil des Haushalts und das Kind gekümmert.
Als der Große dann in die Schule kam begann ich mein Studium. in dieser Zeit wurde unser zweites Kind geboren. Ja und nun ging es ja nicht an, dass sie zu Hause blieb, da ihr Einkommen ja recht hoch war. Also blieb der Spagat zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und FH an mir hängen. Ich schaffte trotzdem den Abschluss, aber da die Kleine zu diesem Zeitpunkt noch kein Jahr alt war, ein Ganztagsbetreuungsplatz nicht zu erhalten war und mein zu erwartendes Gehalt deutlich unter dem meiner Frau liegen würde blieb ich notgedrungen als Hausmann zu Hause.

Ja und dann war ich IHR nicht mehr spannend genug. Fremdgepoppt (Mann mit sehr gutem Einkommen), Scheidung eingereicht Kinder mitgenommen und den Job unterbrochen. Und die Krönung ICH muss zahlen.
Es interessiert keine Sau wer sich um Alles gekümmert hat. Sie ist "Mutter" - sie bekommt Recht.

Soviel zum Thema Rücken frei halten.

Dass ich meinem Sohn, der nun mittlerweile bei mir lebt da er mit seine geldgeilen Mutter und dem Trennungsgrund nicht mehr klarkommt, selbstverständlich rate niemals zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen dürfte wohl klar sein.

(m44)
 
  • #26
@#20: Gut, dass wir uns einig sind, dass Männer ohne Frau und Kinder mindestens ebenso gut Karriere machen können und Doppelverdiener-Paare mit Kindern auch beide arbeiten können ohne Probleme. Sie müssen dann halt Hilfskräfte bezahlen und dafür haben sie das Geld ja auch.

Die besonders drastischen Fälle sind doch eher (1) dass ein Arzt eine Krankenschwester heiratet und sie nach der Scheidung auf Arztniveau weiterzuleben giert und nicht (2) dass eine hochqualifizierte Akademikerin sich für den dauerhaften Ausstieg entscheidet, anstatt nur z.B. 3 Jahre zu pausieren und dann wieder in den Beruf einzusteigen. Ich finde, wir müssen hier mal die realistischen Fälle diskutieren. Welche Frauen bleiben schon zu hause? Doch jene, die in ihrem Beruf ohnehin nicht die Bombemkarriere gemachten hätten, sondern für die Heirat und Zuhausebleiben mit sozialem Aufstieg und Wohlgefühl verbunden ist.

Wenn nun eine Frau wie in Fall (1) zuhause bleibt, dann "hält sie ihm nicht den Rücken frei", sondern sie macht einfach ihre Aufgabe, die gewiss auch auf andere Art zu erreichen gewesen wäre. Die Karriere des Mannes wird dadurch nicht wesentlich gefördert, zumal ein Mann sowieso kein Kind ohne die dazugehörige Frau bekommt.

Du hast natürlich vollkommen recht, dass ich immer dafür plädiere, Kinder nicht übermäßig fremdbetreuen zu lassen, sondern sie selbst zu erziehen. Ich möchte meine eigenen Kinder selbst erziehen und großwerden sehen, zumindest die ersten jahre, danach vielleicht mit rechtzeitigiem Wiedereinstieg eine zeitlang halbtags arbeiten. Fakt ist natürlich, dass eine Akademikerin wesentlich schneller durch ein Hausfraudasein unterfordert ist und nebenbei Stimulation und erfüllende Aufgaben braucht.

Aber, und das ist das wichtige, ich bleibe doch auf keinen Fall (!) zuhause, um meinem Partner den Rücken freizuhalten. Also die Idee hätte ich nicht einmal im Traum. Wie kann man so umnachtet sein? FALLS ich mich für 3 Jahre Kindererziehung entscheide, dann weil ICH gerne MEINE Kinder großwerden sehen möchte. Und nicht weil ich annehme, dass der Mann just in diesen drei Jahren meinetwegen jetzt die großen Karrieresprünge macht. ICH führe MEIN Leben und wenn ICH mich für MEINE Kinder entscheide, dann ist das meine Lebensentscheidung. Natürlich muss man sich dafür mit seinem Partner einigen, dass er die Familie in dieser Zeit alleine versorgt. Aber ich werde doch nicht auf die Idee kommen, hinterher dann noch mal was nachzuverlangen?! Ein Mann, der seine Familie voll versorgt, steckt moantlich hohe Summen in die Familie, die er sonst (wie ich als Single-Frau jetzt ja auch) sparen und anders verwenden könnte.

>>> Ich hüte meine Kinder und halte niemanden dem Rücken frei. Punkt.

Zu Deinem letzten Absatz: Erstens haben über 50% der Familien nur 1 Kind und nicht drei und zweitens stimme ich Dir ja zu, dass der Tausch "Frau kümmert sich toll um Haushalt und Kinder" gegen "dafür versorge ich sie auf meinem Niveau, egal was sie mal gelernt hat" ein fairer Tausch ist. Aber die Diskussion entsteht doch auch nicht über diesen Tausch, also ob Haushalt/Kind die luxuriöse Vollversorgung ohne eigene Erwerbstätigkeit wert ist, sondern darüber, ob im Falle einer Scheidung diese Zeit DOPPELT vergütet wird, nämlich noch einmal als opfer, Rückenfreihalten oder sonstwas gerechnet wird.

Und dagegen wehre ich mich: Ich halte keinem Mann den Rücken frei, wenn ich meine eigenen Kinder freiwillig und wunschgemäß versorge. Und wenn ich das nicht möchte, dann gehe ich eben arbeiten und wir bezahlen entsprechende Hilfskräfte.

Bedenke bitte auch, dass es bei solchen finanziellen Aspekten auch um die Höhe geht. Ist das "er kann sich gut gelaunt zu 100% seinem Berufg widmen" denn hinterher Hundertausende wert? Ist das nicht durch die Vollversorgung während der Zeit abgegolten?
 
  • #27
@#22: Jetzt beschränkst Du Dich plötzlich auf die Gruppe, die "richtig Karriere gemacht hat" -- wieviel Prozent sind das bei Dir? 3%?

Wir reden hier dagegen von ALL JENEN FRAUEN, die hinter für ihr Zuhausebleiben noch eine Rückenfreihaltprämie haben wollen. Also von einer großen Gruppe von Frauen, die mit relativ gutverdienenden Männer verheiratet war, sagen mir mal die Top-50% oder Top-30% der Bevölkerung. Wir diskutieren hier ein Massenphänomen, keine seltenen Fällen der Top-3%-Verdiener.

Aber so oder so muss man Dir klar widersprechen: Fast alle erfolgreichen Karrierefrauen sind Single oder haben zumindest keine Kinder oder aber haben die Kinder fremdbetreuen lassen (hatte also umgekehrt keinen Mann, der ihnen "den Rücken freigehalten" hat). -- Genau so haben auch unzählige Männer aufgrund ihrer eigenen Leistung, ihrer Arbeit, ihrer Ideen und Erfindungen, ihrer tatkraft, Beharrlichkeit und iher speziellen Befähigungen wegen Erfolg gehabt und verdienen gut.

Kein Arzt ist ein begnadeter Operateur, kein Jurist ein herausragender Anwalt, nur weil die Frau auf Kinder aufpasst. Das ist doch hanebüchener Quatsch. Es wäre es ebenso ohne Frau und Kinder und er wäre es auch, wenn seine Frau arbeiten würde und die Kinder fremdbetreut werden. Das Zuhausebleiben mag gut für die Kinder sein, aber nicht für den Mann. Das ist einfach grober Unfug.

Der Mann mag Interesse daran haben, dass die Frau zuhause bleint. Genau deswegen bezahlt er ja auch alles für die Familie. Wenn ich mir vorstelle, ich sollte von meinem Gehalt eine ganze Familie versorgen und mein Mann würde umgekehrt zuhause bleiben, so wäre das schon ein seltsames Gefühl. Statt hohe Beträge zu sparen, werden sie plötzlich für das tägliche Leben ausgegeben -- das wird ein Mann sicherlich ähnlich fühlen. Dieser Tausch ist aber so oder so die freie Entscheidung eines Pärchens und er ist fair und üblich.

Aber bitte nicht hinterher noch einmal abgreifen wollen und mystisch von freiem Rücken reden. Da ist kein freier Rücken, der die Karriere so fördern würde, sonst würden nicht Millionen Single-Frauen und Doppelverdiener eine so tolle Karriere haben.
 
G

Gast

  • #28
#20
Die Ehefau als Putzkraft und die Familie als "Tankstelle" für den Mann, damit er sich 100 Prozent seiner Karriere widmen kann - mich gruselt es!
 
G

Gast

  • #29
Liebe Fragestellerin, ich halte die Behauptung "den Rücken freihalten" und auch die oft formulierte Aussage, dass Frauen ohne Haushalt/Kinder "Karriere" gemacht hätten für Selbstbetrug. Allerdings gehe ich davon aus, dass sich Hausfrauen darin nicht so sehr vom Rest der Bevölkerung unterscheiden.

Ich bin der Meinung, dass gerade die Frauen, die für eine Karriere geeignet sind, es bestens schaffen, Kinder und Beruf gut in ihr Leben zu integrieren. Hohe Intelligenz, ausgezeichnetes Organisationsvermögen (und damit einhergehend auch die entsprechenden finanziellen Mittel) ermöglichen es ihnen, ihr Leben und das ihrer Angehörigen beruflich als auch familiär in höchstem Maße erfolgreich zu gestalten.

w/48
 
G

Gast

  • #30
Es ist eine Lebensentscheidung. Jeder muss das selbst wissen, aber erst später wird man eine Bilanz ziehen können.
Sicher ist, dass ein Mann, der sich um NICHTS anderes kümmern muss als um seine Arbeit sich voll darauf konzentriren kann, Karriere zu machen. Eine Ehefrau, welche nach dem klassischen Modell Hausfrau-Mutter-Partnerin-Botenfrau-Reparateurin-Gärtnerin usw ist, hat einen 16 Stunden Tag. Der Ehemann profitiert direkt davon.
Ob das erfüllend ist, mauss jeder selbst wissen, aber verdienstvoll ist es sicherlich, mindestens ebenso verdienstvoll wie eine Topkarriere.