Dauersingle in neuer Beziehung und das Gefühl, ich hab´s verlernt! Was tun?

Hallo Ihr Lieben,

ein Wunder ist geschehen. Ich, der ewige Dauersingle, bin seit einigen Wochen in einer Beziehung.
Nun stelle ich fest, dass ich statt Euphorie einfach nur totale Verunsicherung fühle und massive Probleme habe, mich abzugrenzen aus lauter Sorge, ich könnte alles zerstören. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber es macht mich irgendwie ziemlich fertig.
Ein besonders belastender Punkt ist, dass er extrem viel Gas gibt und das von Anfang an. Wir sind also in kürzester Zeit von 0 auf 100. Er kommt aus einer 20 jährigen Ehe und ist das Zusammenleben gewöhnt, ich als Dauersingle natürlich das Alleinsein. Er will jede Minute mit mir verbringen, d. h. das komplette Wochende von Freitag bis Samstag. Dazu telefonieren wir jeden Abend min. 1 Stunde. Problem ist aber, dass er deutlich weniger arbeitet als ich und seine Kinder bei der Ex leben. Ich habe dagegen einen extrem stressigen Job und muss mich auch um meine Tochter kümmern. Ich finde also kaum noch Zeit für mich, weiß aber einfach nicht, wie ich mich abgrenzen kann bzw. ihm verklickern, dass ich das Tempo so nicht durchhalte. Ich weiß, dass klingt alles doof, aber ich bin so beziehungsentwöhnt, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen. Dann die Frage im Hinterkopf, ist er wirklich verliebt oder einfach nur bedürftig? Wenn ich nun auf meine Bdürfnisse poche, ist er vielleicht über alle Berge. Das Internet ist ja voller netter Singles und er hat ja genauso das Recht auf seine Bedürfnisse wie ich.
Wie gehe ich mit dieser Unsicherheit um und wie kann ich kommunizieren, dass mir das Alles zu viel ist ohne ihn vor den Kopf zu stoßen?
Zusatzinfo: er wohnt 70 km entfernt und unter der Woche sehen wir uns nicht. Daher muss ich doch min. die Zeit von Freitag bis Sonntag verfügbar sein, oder sehe ich das zu eng??

Herzlichen Dank für Eure Antworten!
 
Das wichtigste in einer Beziehung ist doch Kommunikation. Und das könnt ihr bei dem Thema gleich üben. Sag ihm das alles, was du hier schreibst, genauso. Auch, dass du verstehst, dass er da anderes gewohnt ist und du Sorge hast, dass es ihn abschreckt, ABER dass du das zeitlich einfach nicht unter einen Hut bekommst wie er das gern möchte. Wenn du ihm wichtig bist, schmeißt er doch nicht deswegen das Handtuch und geht zur nächsten über. Sind ja logische Gründe - Kind, mehr Arbeit. Man sollte nicht schon nach den ersten Wochen das Gefühl haben, zu "müssen", das kann doch nur in die Hose gehen. Ist gleich ein guter Text, wie ihr miteinander reden könnt, Konflikte um unterschiedliche Bedürfnisse löst usw. Vielleicht stärkt euch das ja sogar.
Die Frage, ob du bedürftig bist oder wirklich verliebt, kannst du dir aber nur selbst beantworten...
w, 37
 
Das wichtigste in einer Beziehung ist doch Kommunikation. Und das könnt ihr bei dem Thema gleich üben. Sag ihm das alles, was du hier schreibst, genauso. Auch, dass du verstehst, dass er da anderes gewohnt ist und du Sorge hast, dass es ihn abschreckt, ABER dass du das zeitlich einfach nicht unter einen Hut bekommst wie er das gern möchte.

Nein, sag es ihm nicht, denn damit manipulierst Du die Situation schon am Anfang.

Stell Dir die Situation anderesherum vor:
Er sagt, dass er mit dem Tempo unzufrieden ist und was machst Du?
Genau, Du passt Dich an um ihn nicht zu verlieren.

Und genau das sind deine Überlegungen schon in so einem frühen Stadium. Du schreibst ja selbst, dass Dir sein Tempo zu hoch ist. Es scheint einfach nicht zu passen und jetzt willst Du Dich ihm anpassen, um ihn nicht zu verlieren. Das ist keine gute Basis schon von Anfang an.

Arbeite mit nonverbalen Signalen und schaue wie es sich entwickelt.
Fahre den Kontakt mal ein bißchen runter.
Mache doch einmal etwas anderes am WE.
Wie reagiert er?
 
Er will jede Minute mit mir verbringen
...
Ich finde also kaum noch Zeit für mich, weiß aber einfach nicht, wie ich mich abgrenzen kann bzw. ihm verklickern, dass ich das Tempo so nicht durchhalte. Ich weiß, dass klingt alles doof, aber...

Da ist gar nichts doof.
Du fühlst das schon so richtig.
Du brauchst mehr Zeit für Dich. Diese Zeit musst Du Dir nehmen. Mache einfach mal und kommuniziere es einfach mal nicht. Du schreibst selbst er geht von 0 auf 100. das ist einfach zuviel für Dich.
 
Ich finde also kaum noch Zeit für mich, weiß aber einfach nicht, wie ich mich abgrenzen kann bzw. ihm verklickern, dass ich das Tempo so nicht durchhalte. Ich weiß, dass klingt alles doof, aber ich bin so beziehungsentwöhnt, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen.
Du bist noch nicht bereit für eine Beziehung, sonst würdest du dich anders mitteilen!
Wie gehe ich mit dieser Unsicherheit um und wie kann ich kommunizieren, dass mir das Alles zu viel ist ohne ihn vor den Kopf zu stoßen?
Ihr seid nicht kompatibel, du kannst ihm sagen was du willst, du wirst ihm immer vor den Kopf stoßen, da du nicht mit ihm überein stimmst!
Zusatzinfo: er wohnt 70 km entfernt und unter der Woche sehen wir uns nicht. Daher muss ich doch min. die Zeit von Freitag bis Sonntag verfügbar sein, oder sehe ich das zu eng??
Müssen tust du gar nichts, entweder es passt und du hast Freude, dann kannst du es kaum erwarten ihn zu sehen, oder es passt eben nicht, wie in diesem Fall und du machst dir solche negativen Gedanken!
 
Hey, das freut mich - "Häschen unter der Haube"

Ja, es ist eine Umstellung für dich - und es ist, was du immer wolltest.
Angst - bitte nicht. Wir Männer mögen es gar nicht, wenn unsere Mädels Angst haben. Schon gar nicht vor uns. Da kommen wir uns wie Versager vor - und viele von uns machen genau dann Fehler. Ist oft so.
Unsicherheit - sollte sich schnell geben. Du schläfst neben ihm ... also solltest du Vertrauen haben.
Sprich es so an wie du hier schreibst. Aber lass den Teil weg, der Bedürftigkeit, Angst vor dem Verlassenwerden etc anspricht. Sprich von dem, was dir wichtig ist. Positiv.
Und mach Vorschläge - ein Abend lang telefonieren, den nächsten nur 5 Minuten. Ein WE mit 3 Tagen, eines mit nur 2 .....
Zur Not - schubs ihn ein wenig - zum Sport, Hobby ....
Mach dir keine Sorgen, das spielt sich ein. Stell dir vor - er muss dich auch kennen lernen , so wie du ihn.
Viel Glück und viel Erfolg wünscht dir Tom
 
Und mach Vorschläge - ein Abend lang telefonieren, den nächsten nur 5 Minuten. Ein WE mit 3 Tagen, eines mit nur 2 .....
Das finde ich eine sehr gute Idee - vorher solltest du ihm aber vorsichtig erklären, dass du beziehungsentwöhnt bist und deine Zeit brauchst.

Wenn du das Tempo gegen dein eigenes Bedürfnis versuchst aufrecht zu erhalten, wirst du früher oder später Aggressionen gegen ihn entwickeln. Sag und zeige ihm, wieviel er dir bedeutet aber vergiss darüber nicht dich selbst oder deine Tochter.
 
Also, ich bin immer überrascht, welche Tipps gegeben werden. 🤪 Nicht so schnell mit den jungen Pferden. "Ihr passt nicht zusammen" etc. ist zu plakativ.

So, wie Du es beschrieben hast, ist es auch. Du bist Single und bist natürlich auch noch im Single-Modus. Den verlierst Du nicht von heute auf morgen. Gerade am Anfang. Es dauert einige Zeit. Er ist natürlich ein enges Zusammensein gewohnt.

"mokuyobi" hat es gut zusammengefasst. Ich würde dem Rat folgen.
 
Hm, schwierige Situation.
Erstmal bist Du vielleicht ein bisschen extrem hinsichtlich Alleinsein. Brauchst mehr Zeit als andere. Verliebte Menschen schmeißen ja oft alles andere hin und wollen nur noch mit dem anderen zusammen sein, und irgendwann kommen sie wieder drauf, dass sie noch ein eigenes Leben haben, das total brach liegt. Also wäre weniger Heißdüsigkeit am Anfang besser.
Dann wird es stimmen, er kommt also gerade aus einer langen Ehe und weiß nichts mit sich selbst anzufangen. Ist vielleicht auch total voller Schmetterlinge, endlich Liebesglück nach so langem Brachlandleben.
Aber wenn er es erst richtig wüsste, wie schön Singleleben sein kann, hätte es eine neue Frau vielleicht viel schwerer, weil er dann sein eigenes Leben nicht mehr aufgeben will, Frauen nur als Randfigur zum Spaß haben will und sich aber Beziehungswillige sucht, und NOCH weniger Zeit mit einer Frau verbringen will als die mit ihm, wenn sie ein halbwegs intaktes Leben hat und aber auch Energie in eine Beziehung stecken will.

Also wie das Tempo angleichen. Erstmal finde ich die Stunde Telefonieren am Abend ziemlich viel. Gute Nacht sagen, fänd ich schön, aber nicht abends nach Hause kommen, noch nicht mal die Wäsche angestellt haben, noch nichts gegessen haben und dann telefonieren. Frage: Kannst Du hier irgendwas machen. Also das Telefonieren verschieben, bis Du im Bett liegst, und es dann steuern nach 10 Minuten also "müde sein und ob der andere gram ist, wenn man jetzt schläft". Ich finde, da könnte er kaum "ja, ich bin enttäuscht" sagen. Dann fühlt er sich nicht vor den Kopf gestoßen mit "es ist mir einfach zu viel".

Dann würde ich ihn auch mal zu mir am WE einladen und dann meine Dinge tun. Oder mal fragen "ich wollte nächstes WE mal X treffen, hattest du am nächsten WE was Besonderes zu zweit mit mir vor?"
Nicht das ganze mit dem Holzhammer runterfahren, sondern ganz natürlich. Er ist vielleicht auch froh, wenn er mal einen Samstag was tun kann, das er mit Dir nicht tun könnte.

Ich würde mich NICHT erklären. Das setzt voraus, dass Milderung des Problems eintritt, weil er Dich verstanden hätte und sich deswegen nicht abgelehnt fühlte. Das seh ich nicht als automatisch gegeben an.

Ich finde, eine Erklärung mit "ich war lange Single und daher bin ich nicht mehr an Beziehung gewöhnt" macht schon Angst und man fragt sich, wo ist die Verliebtheit, wo ist das Bedürfnis, was kommt noch an die Oberfläche. Ich finde auch zu sagen "nee, wir müssen uns jetzt nicht jedes WE sehen", wenn man auch unter der Woche nur Telefon hat, schwierig. MAL kann das ja gehen, aber wenn Du Dich mit Deiner Singleerklärung erklären willst, kommt er vielleicht ins Grübeln.
Du willst Dich doch wieder an eine Beziehung gewöhnen und nicht, dass er ins Grübeln gerät.

Ich seh Dein Problem in Deiner Verlustangst begründet. Und da kommst Du nicht drumrum, sie zu bearbeiten. Aber das muss er gar nicht erfahren.
 
Dann die Frage im Hinterkopf, ist er wirklich verliebt oder einfach nur bedürftig?
Vielleicht beides. Ich denke, jeder muss erstmal wieder zu sich finden nach einer langen Beziehung, wenn er mit sich als Single glücklich werden will. Was sind die ganzen Interessen, die man verloren hat in der Exbeziehung, weil man keine Zeit für sich hatte.
Aber es gibt auch Menschen, die das Bedürfnis haben, ein Gegenüber zu haben. Das heißt noch nicht Bedürftigkeit, denn es muss ja nicht sein, dass sie Notlösungen nehmen und wenn sie die ungeeignet finde, doch so lange behalten, bis sie was Passenderes gefunden haben.
Ich könnte mir vorstellen, dass er zu seinen eigenen Interessen auch zurückfinden kann MIT einer Partnerin, die nicht das Zusammenzeitprogramm fährt, das er fährt, sondern sanft zu mehr Freizeit allein lenkt.

Wenn ich nun auf meine Bdürfnisse poche, ist er vielleicht über alle Berge. Das Internet ist ja voller netter Singles
Ja, so ist es. Aber wie schon geschrieben - Du kommst nicht drumrum, Deine Verlustangst zu überwinden und zu Deinen Bedürfnissen zu stehen. Sonst hast Du auch einen wirklich unpassenden Partner.

Aber ich sehe nicht, dass Du das nicht händeln könntest. Nur, jetzt aus Angst ein Bulletin rauszugeben, wie Du Dir das alles vorstellst, eine Liste mit Deinen Bedürfnissen, wo man ankreuzen soll, was passt oder sowas, wo Du selbst ja noch gar nicht wieder im Beziehungsmodus bist, finde ich total kontraproduktiv für Dich.

Ja, man kann so seine Bedürfnisse durchsetzen, indem man sie "quasi aufschreibt" und überreicht bzw. abliest, und ich finde es schön einfach, wenn das so klappt. Aber der andere versteht Dich nicht automatisch, nur weil Du meinst, Dich und was Du willst, erklärt zu haben, und angefügt hast, dass Du trotzdem verliebt bist.
Also in einer Verliebtheitsphase würde ich das keineswegs so machen, weil man damit immer Gefahr läuft, dem anderen ne kalte Dusche zu verpassen. Und DIESEN STRESS musst Du dann auch wieder glätten, indem Du den anderen davon überzeugst, dass Du es nicht so gemeint hast, wie er es verstanden hat. Die Frage ist, wie einer aus einer Langzeitbeziehung Singlebedürfnisse verstehen soll.

Und dann greift Deine Verlustangst, Du rennst hinterher, willst erhört und verstanden werden, ... Er wird vielleicht misstrauisch wegen Deiner Wünsche, ihn nicht zu sehen am WE, weil er auch Verlustangst hat, denn er ist ja froh, endlich ne Partnerin zu haben, nachdem er gemerkt hat, wie leer alles ohne seine Exbeziehung war.
 
Ob Du nun nur ein Zeitvertreib für ihn bist, bis er sich mit sanfter Landung ins Singlesein begibt, oder ob noch Probleme auftreten, die er aufgrund seiner Exbeziehung mit Frauen hat, weiß man nicht.
Das wirst Du schon noch merken.
Er ist ja wohl noch total verliebt, oder siehst Du Anzeichen, dass ihr euch miteinander langweilt oder Du nur als Staffage danebensitzen sollst, während er irgendwas macht, als sei er Single? Ich rede jetzt nicht von einer kurzen Sache, die gemacht werden muss (dazu hatte ich Dir ja auch geraten, das am WE bei Dir einfach mal so zu tun, dass Du ein, zwei Stunden mit Deinem Zeug befasst bist und er in der Zeit das Essen vorbereitet oder was liest). Ich rede von Freizeitvergnügen, bei dem Du Dich langweilen musst.

Ich frage mich schon, was Du eigentlich willst. Wo zieht ihr mal zusammen, falls es gut läuft?

Also anders gefragt: Warum SO ein Mann, der noch so dran hängt, eine Frau zu haben?
Kämst Du überhaupt mit einem Mann klar, der so tickt wie Du? Oder würdest Du dann nicht in Deine Verlustangstmuster fallen, weil Du das Gefühl hättest, er meine es gar nicht ernst mit Dir?

Gefällt Dir seine Verliebtheit? Gibt Dir das Sicherheiten, die Du bei einem Mann, der so tickt wie Du, nicht hättest, die Du aber brauchst?
Dann mach Dir das jetzt nicht kaputt, solange Du nicht verstanden hast, WAS Du eigentlich in einer Beziehung willst und wie diese Beziehung geführt werden soll - LAT oder nicht, ich bin sicher, der Mann denkt zumindest jetzt noch, dass er am liebsten zusammenziehen würde.

Vielleicht kommt er auch drauf, wie schön Singlesein ist, aber dann bewegst Du Dich auf mehr Gemeinsamkeit zu, und er sich davon weg.

Und weil ich glaube, dass er dann erstmal über die Stränge schlagen könnte mit seinem "ich bin frei, wat is dat schön", wäre ich lieber die Frau, die zu mehr Freiheit sanft begleitet, aber die Verbindung noch gut hält. Statt die Frau zu sein, die ERST (weil sie gerade nicht anders kann, es aber später anders haben will) mehr Freiheit fordert mit einer klaren Ansage und damit so aussieht, als wolle sie die Verbindung erstmal ein bisschen kappen. Und die den anderen so dazu bringt, sich mal zu fragen, ob er die Beziehung nicht wichtiger findet als sie, um das dann zu ändern.

Deine Bedürfnisse sind wichtig. Seine auch. Wenn es einen gemeinsamen Weg gibt, kann man dahin finden. Die Frage ist, wie, und ob DU SELBST weißt, wo und wie dieser Weg für Dich am besten ist. Seh ich nicht, dass Du schon Deinen Standpunkt hast, wie Deine Beziehung aussehen soll. Ich habe eher den Verdacht, dass Du selbst sanft zu mehr Gemeinsamkeit kommen willst. Er muss vielleicht sanft wieder mehr dazu kommen, sein eigenes Leben zu sehen, damit dieser blöde Effekt nicht eintritt, dass er Dich später dann auf Abstand hält, weil er seine Freiheiten so super findet und denkt, Du selbst wolltest jedes WE und stundenlange Telefonierei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde ebenfalls von zu theoretischen und ernsten Beziehungsgesprächen abraten und einfach mal zwischendurch das Telefonat abbrechen oder auf etwas später verlegen mit der Begründung, dass du noch viel zu tun hast, das ist doch legitim und normal. Also schon ansprechen, aber nicht überdramatisieren. Ich würde ebenfalls die Krise kriegen und nichts mehr gebacken kriegen, wenn mein Partner und ich permanent zusammenhocken würden. Bei uns ist es normal, dass er am Wochenende seinem Kram nachgeht und seine Familie trifft, während ich meinen Kram mache. Und am Abend essen wir zusammen zu Abend und erzählen uns, was wir geschafft und getan haben. Manchmal verbringen wir auch die ganze Zeit zusammen, aber nicht immer. Jeder hat doch auch noch sein eigenes Leben. Ich finde dein Bedürfnis also völlig legitim und verständlich und würde das gar nicht so sehr auf deine lange Single-Zeit schieben, hat damit nicht so viel zu tun.
 
Ich sehe es nicht so rosig. Zum einen scheint der Mann recht wenig mit sich und seiner Zeit anfangen zu können, wahrscheinlich war seine Ex für Bespassung zuständig. Zum andere sehe ich hier gewusse Inkompatibilität, was Nähe-Distanz - Bedürfnisse angeht, er würde 24 Stunden zusammen kleben, du brauchst deinen Freiraum. Jeden Tag eine Stunde telefonieren?? Passiert so viel in deinem und in seinem Leben, dass man das jeden Tag besprechen muss? Also ich weiss nicht.
 
Das freut mich für dich, dass du jetzt in einer Beziehung bist, ich habe einige deiner früheren Threads gelesen.

Ich war vor meiner langjährigen Beziehung auch seeehr lange Single und hätte es nie ausgehalten, keine Zeit mehr für mich alleine zu haben. Ich finde, du solltest euren Kontakt runterfahren, sonst bist du irgendwann total erschöpft.

Ich würde auch kein "Beziehungsgespräch" daraus machen, sondern einfach vorsichtig versuchen, was zu ändern, dazu hast du ja schon Tipps erhalten. Telefonate verkürzen oder einschränken, mindestens alle zwei Wochen einen Tag am Wochenende nur für dich planen.

Und durch die Verlustangst musst du durch. Wenn du dich für ihn verbiegst und deine Bedürfnisse unterdrückst, fällt dir das irgendwann auf die Füße.

Hat er eigentlich nur wegen Corona so viel Zeit zu telefonieren? Eine Stunde jeden Tag ist schon sehr viel.
 
Ich finde also kaum noch Zeit für mich, weiß aber einfach nicht, wie ich mich abgrenzen kann bzw. ihm verklickern, dass ich das Tempo so nicht durchhalte. Ich weiß, dass klingt alles doof, aber ich bin so beziehungsentwöhnt, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen.
Hier solltest du dir eine andere Denke zulegen. Du warst nicht Single- @Hasendompteur und bist nun Beziehungs- @Hasendompteur . Du bist du!
Du kannst dich also in einer Beziehung ganz normal verhalten und auch mal keine Zeit haben. Die Beziehungs- @Hasendompteur sollte sich nicht grundsätzlich anders verhalten wie die Single- @Hasendompteur .
Sei einfach du.
Und wenn ihn das nicht passt, dann war es das.
 
Also nur zur Erklärung - ein Beziehungsgespräch meinte ich auch nicht :) Nur einfach sagen, dass du mit der Arbeit und Familie etwas weniger Zeit hast, und daher auch nicht immer jedes Wochenende voll Zeit nehmen kannst. Ich denke, über sowas sollte man schon reden können, ein Beziehungsgespräch ist für mich nochmal was anders. Aber es ist halt Kommunikation in einer Beziehung zu sagen, wie man sich etwas wünscht, das kann der andere ja nicht riechen. Und wenn man nix sagt, sondern einfach häufiger absagt oder komisch drauf ist, denkt der andere ja eher, man hat kein Interesse mehr.
 
Er will jede Minute mit mir verbringen, d. h. das komplette Wochende von Freitag bis Samstag.
Ich denke eher er ist einer der extrem klammert. Du musst ihm das wirklich sagen. Ich denke anders begreift er es nicht. Es ist doch völlig legitim, dass du auch mal Zeit für dich brauchst.
Dazu telefonieren wir jeden Abend min. 1 Stunde.
Sorry aber das ist meiner Meinung nach völlig übertrieben. Telefonieren ist natürlich auch schön. Wenn man allerdings jeden Abend 1 Stunde telefoniert weiß man doch nicht mehr was man sich zu sagen hat. Vor allem hätte ich nach einem anstrengenden Arbeitstag keine Lust mehr jeden Abend zu telefonieren. Das musst du ihm so sagen. Wenn er dich deshalb verlässt dann hat er dich gar nicht geliebt.
 
Die erste Zeit ist zum Kennenlernen und dazu gehört; sei wieder, wie Du bist.
Ist er ein Strohfeuermensch oder der Herzensmensch? Das zeigt die Zeit, aber es steht auf keiner Stirn.
Und das Du in der abbrennst, ist auch nicht Sinn der Sache.

Wie sieht denn Deine Woche aus mit Kind (Alter?)
Und er muss mitbekommen was Du zu tun hast, nachts putzen und waschen fürs perfekte Wochenende, wirst du kaum durchhalten

Keine Diskussion über: zu schnell oder Zweifel, aber offen dein Leben zeigen und mal sagen...geht gerade nicht
 
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Ein besonders belastender Punkt ist, dass er extrem viel Gas gibt und das von Anfang an. Wir sind also in kürzester Zeit von 0 auf 100. Er kommt aus einer 20 jährigen Ehe und ist das Zusammenleben gewöhnt, ich als Dauersingle natürlich das Alleinsein.
Ich glaube nicht, dass das etwas mit Gewöhnung zu tun hat - vielleicht am Rande, aber nicht als Kernpunkt.

Paare sollten eine halbwegs ähnliche Auffassung von Nähe und Distanz besitzen, sonst wird es langfristig schwierig auf einen Nenner zu kommen.


Problem ist aber, dass er deutlich weniger arbeitet als ich und seine Kinder bei der Ex leben. Ich habe dagegen einen extrem stressigen Job und muss mich auch um meine Tochter kümmern.
Das sind schon zwei ziemlich unterschiedliche Lebensmodelle. Der eine hat viel Freizeit und anscheinend wenig womit er sich neben einer Beziehung beschäftigen kann und der andere füllt sein Leben primär mit anderen Dingen aus.

Ich frage mich gerade, was dich an ihm gereizt hat bzw reizt?

Also es ist schon wichtig, dass du in einer Beziehung für dich selbst einstehen kannst ( abgrenzen ). Wenn er das negativ auffassen sollte, würde das ja nur zeigen, dass ihr zu unterschiedlich seid und nicht zusammenpasst. Je länger du das hinauszögerst, je schwieriger wird es.

Ich würde an deiner Stelle eher schauen, was du an ihm so begeisternd fandest und ob es nicht eventuell genau das ist, was dich aktuell auch anfängt zu stören. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Da müsst ihr halt für euch herausfinden, ob und wie ihr mit Unterschieden langfristig umgehen könnt. Einfach offen kommunizieren....wie gesagt, wenn er es doof aufnimmt, ist er vielleicht nicht der Richtige.
 
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Ich kann dich verstehen und es würde mir ähnlich gehen (denke ich zumindest). Hm, schwierige Situation. Naja, da musst du durch. Egal was du auch tust, fange kein Gespräch an. Immer wenn du wieder denkst, dass es zu viel wird, erinnere dich an deine Singlezeit und an die Zeit, wo du dich so sehr einen Partner gewünscht hast.
Du könntest deinem Freund auch am Wochenende ein paar kleine Aufgaben geben. Auto, Garten, Keller.....Ich denke die Männer mögen es, etwas für Ihre Frauen zu erledigen. Dann ist er beschäftigt und du hast ein wenig Zeit für dich. Problem gelöst 😊.
 
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Ich möchte den Mann verteidigen.

Seit ich meinem jetzigen Partner das erste Mal getroffen habe, sehen wir uns fast jeden Tag (=5-6mal Woche). Telefonieren durchaus auch mal - wie haben genug Gesprächstoff.

Wir haben beide Zeit, unsere Berufsituation ist ähnlich. Vor Covid-19 hatten wir beide unsere ehrenamtlichen Verpflichtungen, und andere eigene Termine. Nun ist das weg, so dass wir uns noch häufiger sehen.

Es war nicht - @void - weil er das gewohnt war, er war ja auch eine Zeit ohne Partnerin, wir beide mögen Nähe und finden trotzdem genug Raum für jeden selbst.
(und ich war 4 Jahre Single)
Wir können Urlaub super miteinander, haben ähnliche Interessen, sind unterwegs, Berge, Rad, Sport...
Das funktioniert.
Es ist der logische Schritt für uns von LAT zum Zusammenziehen in ca. 1 Jahr.

Ich denke, man sollte reden, wenn es einem zu dicht wird, oder die Bedürfnisse nicht ganz zusammen passen.
Entweder findet sich dann das Maß, das für beide passt, oder es geht eben nicht dauerhaft.

Aber wie soll es funktionieren, wenn man nicht über seine Bedürfnisse reden kann?

W, 51
 
Seit ich meinem jetzigen Partner das erste Mal getroffen habe, sehen wir uns fast jeden Tag (=5-6mal Woche). Telefonieren durchaus auch mal - wie haben genug Gesprächstoff.
Ist dies nicht eher normal?

Als ich meine Partnerin kennenlernte, haben wir sehr viel telefoniert und nach 2 Std. wurden wir von der Telefongesellschaft getrennt, weil man nicht länger wie 2 Std. telefonieren durfte.

Wie lange das Zusammenziehen dauert, hängt auch von den jeweiligen Menschen ab. Ich bin bei den letzten 2 Beziehungen nach ca. 6 Monaten zusammengezogen und bei anderen dauert es vielleicht 2 oder 3 Jahre. Was ist jetzt richtiger? – 3 Monate oder 3 Jahre. Daraufhin gibt es wieder 30 oder 300 Antworten und jede Antwort ist subjektiv wieder richtig.
 
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Es war nicht - @void - weil er das gewohnt war, er war ja auch eine Zeit ohne Partnerin
Ja, DEIN Partner war es. Aber dieser hier scheint es ja nicht gewesen zu sein.
Das ist ein Unterschied, ob einer eine entstandene Lücke empfindet oder einfach offen ist für eine neue Beziehung. Der mit der Lücke will alles schnell in Sack und Tüten kriegen.
Muss bei Hasendompteurs Partner keineswegs so sein, aber könnte.

Ich denke, man sollte reden, wenn es einem zu dicht wird, oder die Bedürfnisse nicht ganz zusammen passen.
Der Punkt hier ist doch, dass Hasendompteur noch gar nicht weiß, wie sie die Beziehung will, und dass sie Verlustangst hat. Und bei einem Mann, der gerade aus ner Ehe kommt, denke ich auch, dass der noch Bedürfnisse entdecken könnte, die mehr auf sein Ich als auf das Wir bezogen sind.

Also ich seh hier nicht, dass die Bedürfnisse schon feststehen, sondern sich mit Sicherheit noch ändern, und dann kann man nicht sagen "JETZT bin ich so weit, dass mir wieder nach mehr WIR ist".
Ich kann mir, wie schon geschrieben, auch gut vorstellen, dass wenn er sich auf ihre Ansage hin zurückzieht, weil er es in den falschen Hals kriegt, sie wieder mit ihrer Verlustangst zu tun haben könnte.

Daher denke ich, dass sie den Prozess, dass man z.B. weniger telefoniert, was ihm möglicherweise auch zupass kommen könnte, auch einfach führen könnte, statt eine Ansage dazu zumachen.
 
Aber wie soll es funktionieren, wenn man nicht über seine Bedürfnisse reden kann?
Im Idealfall sollte man drüber reden können, das seh ich auch so. Hier finde ich es zu heikel wegen der unterschiedlichen Situationen, aus denen sie kommen, wegen der nicht sicher feststehenden Bedürfnisse und weil die Beziehung ja noch sehr jung ist und die Kommunikation noch rein als "das Gesagte" genommen werden könnte und man denkt, der andere meinte das genauso, wie man es gerade versteht.

Ich finde, das sieht alles völlig anders aus als bei Dir und Deinem Partner.

Und bitte, ich sag es noch mal klarer: Das bedeutet nicht, dass sie ihre Bedürfnisse zurückstecken soll. Sie soll sie bloß anders vermitteln als durch "hör mal, wir müssen mal über was reden" und dann kommt nicht eine Verdichtung der Beziehung, die sich eine verliebte Person wünscht, sondern ein "ich will weniger WIR".

Mal davon abgesehen, dass ich sowieso glaube, dass der Punkt bei dem Mann auch noch kommt. Denn es ist ja nicht so, dass die beiden gleich wieder auf Eheführungssituation machen könnten und wollten, so dass er nahtlos hineingleiten kann in "lebt mit Frau im Haus und muss daher Kompromisse finden".
Er hat jetzt schon viel Zeit für sich. Irgendwann, wenn die Schmetterlinge sich ein bisschen setzen, kommt er mE doch von allein drauf, die Zeit mit Interessen zu füllen, die er für sich allein macht, und dann wird es sich vermutlich so ergeben, dass auch er nicht immer Zeit hat.
Aber wenn sie ihn per Ansage direkt drauf stößt, und er meint, sie wolle die Beziehung gar nicht so wie er, dann läuft das ganze DANN vielleicht blöder für sie als es müsste. Weil er das Gefühl kriegen könnte, SIE diktiere die Gemeinsamzeitfenster nach ihren Bedürfnis- und Freizeitplänen.
Ich GLAUBE, das mögen nicht so viele, und ich GLAUBE, das mögen insbesondere Männer nicht. Sie wollen meiner Erfahrung nach ne verliebte Frau, die nicht genug von ihnen kriegen kann, und nicht eine, die sagt "du, ich hab auch noch was anderes zu tun".
Nochmal: das soll Hasendompteur auch weiter machen - ihr Ding durchziehen und ihre Zeit so brauchen, wie sie sie nunmal braucht. Wenn es zu wenig für den Mann ist, kommt das ja doch raus.

Aber dass eine Ansage hier erfolgreich sein könnte, also SIE und ER damit gut klarkommen und zufrieden sind, hängt mE von zu vielen Faktoren ab, die ich heikel finde. Am gravierendsten finde ich hier ihre Verlustängste.
 
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Der Punkt hier ist doch, dass Hasendompteur noch gar nicht weiß, wie sie die Beziehung will, und dass sie Verlustangst hat.
Das ist auch etwas, woran die FS arbeiten muss. Wenn ich jetzt Dame A zum 3. Mal date, dann weiß ich, was ich mir in Falle einer Beziehung vorstelle und Verlustangst habe ich frühestens nach Pfingsten 2021 und nicht vorher. Ich kann ja nur Verlustangst haben, wenn ich etwas habe und nicht früher. Das ist so, als hätte ich Verlustangst, dass mir jemand meinen Ferrari klauen würde und ich habe ja noch keinen Ferrari;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Und bei einem Mann, der gerade aus ner Ehe kommt, denke ich auch, dass der noch Bedürfnisse entdecken könnte, die mehr auf sein Ich als auf das Wir bezogen sind.

Void,
Ich finde es äußerst kritisch, einem Mann, den Du gar nicht kennst, zu unterstellen, dass er seine Bedürfnisse nicht kennt, und diese sowieso ändern wird.

Von einem erwachsenen Menschen erwarte ich, dass er/sie weiß, was er/sie möchte.

Hasendompteurin muss jetzt in sich hinein fühlen, was für sie passt - und es dann kommunizieren.

Ob es ihr nun hilft, wenn man ihr schreibt, der weiß eh nicht was er will, und wahrscheinlich wird er anderes wollen - am Ende, das wäre der Schluss aus Deinen Gedanken, @void, sei Hasendompteurin nur ein Notnagel für eine Übergangszeit.

Ich denke, man sollte mit Vorschussvertrauen in ein Kennenlernen gehen.
Er weiß, was er möchte, er möchte gerne Hasendompteurin kennen lernen, und er sucht wieder etwas längerfristiges.

Und auch Hasendompteurin sollte sich vertrauen - dass sie es wert ist, geliebt zu werden, dass sie, wenn sie Bedürfnisse äußert, nicht verlassen wird....

Ich habe zu meinem Partner beim Kennenlernen gesagt, ich brauche Zeit... Für ihn war das gar kein Problem (auch wenn dieser Satz hier immer als Aus verstanden wird)
Er hat mir Zeit gelassen, ich konnte mein Tempo gehen.
Nun sind es fast 2 Jahre.

Es wäre gerade hier angebracht, Hasendompteurin eher Mut zu machen, als das 1000. Wenn, vielleicht zu suchen.

Es kann immer schief gehen - aber wenn man nicht wagt deswegen, hat man von vornherein verloren.
Man kann alles zerhirnen.

W, 51
 
Das ist auch etwas, woran die FS arbeiten muss. Wenn ich jetzt Dame A zum 3. Mal date, dann weiß ich, was ich mir in Falle einer Beziehung vorstelle und Verlustangst habe ich frühestens nach Pfingsten 2021 und nicht vorher. Ich kann ja nur Verlustangst haben, wenn ich etwas habe und nicht früher. Das ist so, als hätte ich Verlustangst, dass mir jemand meinen Ferrari klauen würde und ich habe ja noch keinen Ferrari;-)
Wie sie sich schon aufgehoben fühlt in ihrer Beziehung oder der Anbahnung, weiß ich nicht. Aber es ist ja ihr Thema:

Wenn ich nun auf meine Bdürfnisse poche, ist er vielleicht über alle Berge. Das Internet ist ja voller netter Singles und er hat ja genauso das Recht auf seine Bedürfnisse wie ich.

Ich denke, sie wird Verlustängste sofort kriegen, wenn sie sagt, sie wolle mehr Zeit für sich und er dann sagt "ok" und mit ihr daraufhin weniger Zeit zusammen verbringen will, als sie sich gewünscht hat. Und dann greift, dass man sich das selbst eingerührt hat. Verlustängste gehen auch vielleicht meist zusammen mit Schuldgefühlen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hasendompteurin muss jetzt in sich hinein fühlen, was für sie passt - und es dann kommunizieren.
Ganz genau .....
Dazu kommt noch ein weiterer Punkt - am Anfang dauern die Telefonate oft länger ....

Liebe Hasendompteur - suche jetzt nicht die Fehler, gib euch beiden die Zeit, damit die Zahnrädchen sich einlaufen können. Keine Fehler suchen - weder bei dir noch bei ihm - sondern einfach sagen, was dir wichtig ist. Damit legst du auch ganz nebenbei noch eine tragfähige Basis für die Jahre nach der Anfangseuphorie.

Du kannst es kompliziert machen, Fehler suchen (und ja, du wirst welche finden) und dir etwas Schönes dadurch kaputt machen. Und in 10 Jahren immer noch daran denken - hätte ich es doch probiert.
Der Mann mag dich sehr . Und möchte gerne eine Zukunft mit dir haben. Du magst ihn auch sehr. Und möchtest eine Zukunft mit ihm. Also gestaltet eure Zukunft, gemeinsam. Ohne Angst oder Tabu. Ja, es kann sein, dass es nicht klappt. Risiko ..... aber es werden schöne Tage bis dahin zu erleben sein.
Bist du die attraktive Frau, die mit einem Lächeln das Leben geniesst ? Oder das verhärmte Mauerblümchen, das die Sonne meidet und mit ganz vielen pseudopsychologischen Scheinerklärungen ihr Elend bejammert ?
Wie siehst du dich selbst - sag es mir, wenn du willst. Aber sage es vor allem dir selbst .
 
Ich finde es äußerst kritisch, einem Mann, den Du gar nicht kennst, zu unterstellen, dass er seine Bedürfnisse nicht kennt, und diese sowieso ändern wird.
Ich habe es ihm nicht als gegeben unterstellt, ich denke nur, dass das sein kann. Denn: 1. Er klingt für mich wie ne Heißdüse, 2. ist es normal und auch mein Erleben gewesen, dass man erstmal sein eigenes Leben vernachlässigt bei Verliebtheit und dann irgendwie wieder zurückfinden muss, dass das "Leben ohne Partner" auch noch weiter funktioniert, und ich habe 3. an mehrfacher Stelle schon gelesen oder gehört, dass Männer erstmal die Frau für sich gewinnen wollen und dann eine Zeit in sich gehen, ob sie die Beziehung auch wirklich wollen.
Naja und was Frischgetrennte ("frisch" ist natürlich ein relativer Begriff) angeht, haben wir ja hier schon einige Threads gehabt mit Problemen, die ich als typisch ansehen würde. Gerade diese Heißdüsigkeit.

Also komme ich auf den Gedanken, dass er vielleicht auch irgendwann mehr Abstand wollen könnte und sich von allein ergibt, dass Hasendompteur mehr Zeit für sich haben wird.

Von einem erwachsenen Menschen erwarte ich, dass er/sie weiß, was er/sie möchte.
Erwarten kann man ne Menge ...
Es muss nicht mal sein, dass es böswilliges oder launenhaftes Ändern ist. Manchmal verschieben sich einfach Prioritäten, weil man etwas mehr von sich begreift, was man vorher nicht wusste. Wenn jemand, der lange Single war, z.B. merkt, dass er vorsichtig mehr Nähe zulassen will.

Ich finde, Deine Erwartung geht vorbei an dem, was real schon mal abläuft.
Und es nützt Hasendompteur ja auch nichts, wenn sie sich auf Erwartungen beruft, ES SEI DENN, sie ist so weit, dass sie sagen kann, dass wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, der Mann halt nicht passt, und fertig. Dazu müsste sie erstmal genau wissen, was sie will.

Aber so, wie sie schreibt, denke ich, dass sie an sich auch zweifelt. Schon der Titel sagt das ja aus. Und die Verlustängste sind eben so ein guter Nährboden für "Nichtwissen, was man will". Denn sie verlangen ja vom anderen mehr Sicherheit zu geben als "normal" (also als wenn einer keine Ängste hat), aber sie will eben auch mehr Abstand, also genau das, was Verlustängste schürt. Also sie will mehr Freiraum, ABER der Mann sollte ihr noch genau die Sicherheit geben, dass sie "die Eine" für ihn ist und er sich nicht woanders umschaut.

Das Thema hat sie selbst so angeschnitten. Darauf sollte man dann wie eingehen Deiner Ansicht nach? Oder gar nicht drauf eingehen?
 
Ob es ihr nun hilft, wenn man ihr schreibt, der weiß eh nicht was er will
1. habe ich das so nicht geschrieben, das machst Du jetzt draus, 2. was ihr hilft und was ihr nicht, muss sie entscheiden. Sie wollte unsere Gedanken, das sind meine und ich DENKE, dass sie ihr helfen KÖNNTEN, weil ich weder irgendwas Fieses hier ablassen will noch irgendwas beschönigen will, weil ich sie so sympathisch finde.
Zumal sie selbst ja schon in diese Richtung denkt
Dann die Frage im Hinterkopf, ist er wirklich verliebt oder einfach nur bedürftig?
Wenn Du meinst, sie hier beruhigen zu können, mach es, finde Argumente dafür, dass das definitiv nicht sein kann und sie diesen Punkt nicht weiter betrachten sollte.

Ich denke, man sollte mit Vorschussvertrauen in ein Kennenlernen gehen.
Ja, was die negativen ERWARTUNGEN (da sind sie wieder) angeht, stimme ich Dir zu.
Man muss aber die üblichen Fallstricke auch nicht ignorieren und blind denken "bei mir wird es anders". Das kriegen doch auch immer die Affärenfrauen zu hören, die denken, ihre Verbindung zum Verheirateten sei ganz anders als üblich.
Aber darum geht es gar nicht. Ich habe überhaupt nicht ausgesagt, dass das so kommen MUSS, dass er "eh nicht weiß, was er will". Ich habe geschrieben, dass sie es geschickter kommunizieren sollte als durch ein Gespräch.

Er hat mir Zeit gelassen, ich konnte mein Tempo gehen.
Bei euch war es mE eine ganz andere Situation. Außerdem passte ihm ja wohl Dein Tempo. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eure Beziehung so begann wie hier.

Es wäre gerade hier angebracht, Hasendompteurin eher Mut zu machen, als das 1000. Wenn, vielleicht zu suchen.
Tu es.
Ich finde übrigens nicht, dass ich was dagegen getan hätte. Es war weder meine Absicht, Mut zuzusprechen, noch welchen zu nehmen. Ich lese mir durch, was sie schreibt und versuche, ihre Probleme aufzugreifen.

Aber eine Gedankenpolizei lass ich mir nicht einimpfen :)
Vielleicht meldet sich die Threaderstellerin selbst auch noch mit Bezug auf manchem, so dass man mehr weiß, was sie umtreibt. Und wenn meine Gedanken dann irrelevant für sie sind, ist es gut.

Wer nicht ein bisschen "hirnen" will, sollte keinen Thread eröffnen 🤷‍♀️

Zumal ich denke, dass jeder sowieso das macht, was er sich am meisten wünscht und hofft. Von daher finde ich jetzt meine Beiträge nicht ... lesegefährlich für Hasendompteurs Entscheidungen.
 
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