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  • #1

Dauernd Blasenentzündungen

Es geht in meiner Frage nicht direkt um Sexualität, sondern um die "Folgen". Eine schöne Liebesnacht und schwupps, ich fange mir durch die Reizung wieder eine Blasenentzündung ein. Ich gehe regelmässig gleich nach dem GV Wasser lösen (seeehr romantisch), trinke täglich Cranberrysaft und nehme homöopathische Mittel. Mittlerweile bin ich so verkrampft, dass ich Sexualität nicht mehr geniessen kann. Hat jemand einen guten Tipp für mich? Danke!

w43
 
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  • #2
Du hast wie es aussieht eine chronische Blasenentzündung. Wahrscheinlich hast du eine akute mal nicht richtig ausgeheilt bzw. verschleppt. Lässt du dir denn jedes Mal Antibiotika verschreiben? Lass dich nach einer Antibiotikakur noch mal testen, ob auch wirklich alles weg ist und dann solltest du vorsorglich Blasentee trinken. Hol dir am besten Bärentraubenblättertee und trink täglich eine Kanne für einige Wochen. Danach solltest du das immer wieder mal vorsorglich tun. Viel Erfolg!
 
  • #3
Ja, es gibt einige Frauen, die dieses Problem der postkoitalen Blasenentzündungen ("Honeymonn-Cystitis") teilen. Du hast zwei Punkte schon genannt, Urinieren nach dem Sex und Cranberry zur Vorbeugung.

Dazu schon mal zwei Anmerkungen: Das Urinieren nach dem Sex hilft vorallem dann, wenn man auch generell an allen Tagen viel trinkt und für eine gute Durchspülung sorgt. Cranberrysaft enthält vorbeugende Wirkstoffe, aber Dragees mit Cranberry-Extrakt enthalten wesentlich mehr Wirkstoff als der handelsübliche Saft. Apotheken verkaufen auch wirkungsvolle Blasen- und Nierentees (z.B. Heumann), die sowohl prophylaktisch als auch lindernd wirken und neben Cranberry und Wasser eine empfehlenswerte abendliche Ergänzung der Getränke darstellen.

Bei rezidivierender Cystitis (also immer wieder auftretender Blasenentzündung) ist ein Besuch beim Gynäkologen angezeigt. Schildere ihm das Ausmaß genau und lasse Sich nicht abspeisen mit der Verschreibung von Allerweltantibiotika. Bestehe auf einer kulturellen Erregerbestimmung und Antibiogramm, so dass Ihr wisst, mit welchem Erreger Ihr es genau zu tun habt und welche Antibiotika optimal wirken.

IMPFUNGEN
Es gibt zudem dem Impfstoff Strovac (3 Injektionen im Abstand von 2 Wochen), der wirksam gegen die fünf verbreitetsten Erreger von Blasenentzündungen ist. Meines Erachtens sehr empfehlenswert! Dies wäre definitiv einen Versuch wert, sobald man weiß, welche Erreger Deine Blasenentzündung verursachen und ob Strovac gegen diese Erreger wirkt.
 
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  • #4
Was bei mir genützt hat: Furadantin. Ist so ein Antibiotikum, dass ich nach dem GV jeweils genommen habe. Mit der Zeit, habe ich es nur noch genommen, wenn ich merkte, dass etwas nicht ganz i.O. war und inzwischen nehm ich's nicht mehr (hab's aber trotzdem immer dabei. Finde das beruhigt meine Psyche, da ich nach wie vor Horror kriege bei der Vorstellung!). Hatte alls 2 -3 Monate eine BS, und als es ganz schlimm wurde in 10 Monaten deren 11! Ich weiss also was Du meinst (und hab's abklären lassen, hab ne chronisch veränderte Blase und all die 7 Millionen Tricks mit eiserner Disziplin angewandt, völlig erfolglos). Aber seitdem ich diese Furadentin Zeugs bekommen hatte, hatte ich wie nie mehr einen "Totalabsturz", was dazu führte, dass sich meine Blase endlich richtig erholen konnte (Bin seit genau einem Jahr beschwerdefrei). Vielleicht klapps bei Dir ja auch. Viel Glück!
 
  • #5
Ich kenne dieses Problem auch und sämtliche Hausmittelchen und Tricks, die du auch schon ausprobiert hast, jedoch hat nichts davon wirklich geholfen.

Wirklich guten Erfolg hatte ich mit "Uro. vaxom" , eine Art Schluckimpfung, die erst mal über 3 Monate angewendet wird, und später immer wieder aufgefrischt werden muss. Seither bin ich so gut wie frei von diesem Übel.

Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig, aber es lohnt sich, den Arzt mal danach zu fragen.
 
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  • #6
Ich denke all diese Massnahmen sind nur symptomatisch. Ich kriege das auch, wenn ich mit der Sexualität , die ich lebe, nicht klar komme, stimmt bei dir da alles ?

w51
 
  • #7
@Angela: Ja, Urovaxom soll immunstimulierend wirken (enthält getrocknete Erreger) und mag einen Versuch wert sein, wenn es sich beim Erreger der Blasenentzündung um Escherichia coli handelt, ansonsten leider nicht. Erregerbestimmung ist daher auf jeden Fall zunächst sinnvoll. Persönlich glaube ich nicht an die Wirkung von Urovaxom, da die orale Gabe kein sinnvoller Verabreichungsweg ist.

Strovac als echter Impfstoff ist heutzutage vielversprechender und wirkt gleich gegen die fünf verbreitetsten Erreger, inkl. E. Coli.
 
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  • #9
Hallo Frederika

Hier Nr. 3. Ich habe die Ursachen natürlich sauber abklären lassen (was ja in meinem Kommentar von vorhin auch steht). Es konnte nur festgestellt werden, dass ich ne chronisch veränderte Blase habe, von den X BS die ich bis dahin hatte. Ab dem Zeitpunkt wo ich angefangen habe, dieses Antibiotkum zu nehmen, nach dem GV, bekam ich keine BS mehr. Mit der Zeit (so nach ca 1 Monaten) hatte ich fast keine Probleme mehr und nahm nurnoch selten eine solche Tablette. Nun nehm ich seit 3/4 J nichts mehr und bin wie gesagt seit 1 J beschwerdefrei. Sorry, ich könnte dem Arzt, der mir das verschrieben hat, um den Hals fallen. Bei mir war's wirklich so, dass ich dank diesen Tabletten keine richtige BS mehr bekommen habe. Dadurch wurde es stetig besser. (Mein Leben war während der Zeit, wo es besser wurde, konstant, es liegt also nicht an einer psychischen Veränderung oder so).

Vorher habe ich alles mögliche Probiert: Über Blasentees, Urovaxom (nicht aber Strovac, kenn ich nicht), Angocin Anti-Infekt N (auch so ein Pflanzending), allg. Immunsystemstärken, regelmässig Blase entleeren (auch nach jedem GV), viel Trinken, Cranberrytabletten und Saft und Konzentrat, eine BS ohne Medikamente durchseuchen etc etc etc.

Und auch wenn Antibiotika absolut ungesund sind und mann nicht leichtfertig damit umgehen sollte, finde ich Deine Relativierung fehlt am Platz. Ich hatte seit dann keine einzige BS mehr und auch keine Probleme. Und ich kenne den Psychischen Stress, den es auslöst, wenn man jeweils weiss, wie schnell man eine BS hat, und es ist entspannend, wenn man ein Dröpsli nehmen kann, und dann keine BS bekommt (wofür ich mit der Zeit übrigens mind 5 Tage Antibiotika nehmen musste wenn ich eine BS hatte, da ich Resistenzen entwickelte). So bekam ich keine "ausgereifte" BS mehr und es wurde schnell und stetig besser. Das wünsche ich jeder BS Geplagten ebenso und sollte es bei einer anderen damit ebenso funktionieren, wäre mein Kommentar ja schon was wert.
 
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  • #10
Es ist interessant, dass hier Präparate ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis (Strovac, Urovaxom) empfohlen werden, vor denen das deutsche Arzneimittel-Telegramm bereits seit 2 Jahrzehnten ausdrücklich warnt:

http://www.arznei-telegramm.de/html/1990_03/9003027_01.html

Strovac war unter anderem Namen bereits seit den 80ger Jahren auf dem Markt und wurde jetzt neu "aufgelegt", vermutlich weil der alte Name wegen fehlendem Wirknachweis und gefährlichen Nebenwirkungen "verbrannt" ist.

w50
 
  • #11
Es ist interessant, dass hier Präparate ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis (Strovac, Urovaxom) empfohlen werden, vor denen das deutsche Arzneimittel-Telegramm bereits seit 2 Jahrzehnten ausdrücklich warnt:
Der von Dir verlinkte Beitrag bezieht sich nur auf oral zu verabreichende Bakterienlysate und damit auf Präparate wie Urovaxom. Die sehe ich ebenfalls als kritisch und möglicherweise unwirksam an.

Strovac ist dagegen ein Impfstoff, dem man das eigentlich nicht vorwerfen kann. Wie kommst Du darauf, dass für Strovac um Rahmen der Zulassung keine Wirksamkeitsnachweise durchgeführt wurden?

Zitat von Fachinformation des Herstellers:
Beim Menschen induziert die Behandlung mit StroVac/Booster-StroVac im Serum Agglutinationsreaktionen gegen die in StroVac/ Booster-StroVac enthaltenen Keime. Im Vergleich zu den Ausgangswerten steigen die Antikörper-Titer um ein Vielfaches an. Im Urin kommt es darüber hinaus zu einem Anstieg des lokal gebildeten, sekretorischen IgA als Zeichen einer verbesserten lokalen Immunreaktion und somit einer gestärkten natürlichen Resistenz gegen HWI. Klinisch manifestiert sich die Wirkung in einer deutlichen Abnahme der HWI-Rezidivquote. Bis zu 95% der Patienten bleiben über einen Untersuchungszeitraum von 12Monaten rezidivfrei. Bei weiteren Patienten verlängert sich die Zeit zwischen den auftretenden Infekten.

Bezweifelst Du wirklich, dass diese Angaben auf belastbaren Studien beruhen und das Arzneimittel mit Falschangaben in Deutschland zugelassen wird?

Ansonsten noch eine Bemerkung: Das hier ist ein Laienforum und die Empfehlung sind daher natürlich Laienempfehlungen. Dass da manche besser und andere schlechter sind, ist eben so. Wer fundiertes Wissen benötigt, soll sich von einem Arzt beraten lassen. Wir können hier quasi nur Anregungen geben, worüber man sich gegebenenfalls mit seinem Arzt unterhalten und wozu man sich beraten lassen könnte.
 
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  • #12
Ich habe auch vom Arzt Strovac bekommen und kann es nur weiter empfehlen. Ich bin seitdem beschwerdefrei. Ich würde der FS raten, sich von einem erfahrenen Urologen durchchecken und beraten zu lassen. Mit Hausmittelchen kommt man bei chronischen Problemen nicht mehr weiter. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
 
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  • #13
Die ständige Einnahme von Antibiotika ist eigentlich nicht empfehlenswert und mehr oder unverantwortlich vom Arzt, es immer wieder so lax zu verschreiben. Die Ursachen sollten abgeklärt werden.

Hier muss ich Frederika recht geben. Auf Antibotika sollte wenn es möglich ist, komplett verzichtet werden. Vorbeugung und pflanzliche Mittel und die anderen Anwendungen sind viel wichtiger. Ich finde, dass Antibotika viel zu schnell und viel zu oft verschrieben wird.

Ich habe nur 1 x eine Blasenentzündung gehabt und hinterher gelesen, dass es u.a. auch daher kommen könnte, weil ich mit dem Typen überhaupt nicht zusammen gepasst hatte. Mein Körper hat sich gegen diesen Mann zum Schluss mit allen Mitteln gewehrt. Mein Verstand hat es nur später gemerkt.

Danach hatte ich komischer Weise nie weider eine BE.

w
 
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  • #14
Hatte das Gleiche Problem.
Vor allem, wenn ich einen neuen Partner hatte. Dann habe ich von meiner Oma einen Tipp bekommen.
Eben nicht nach dem GV gleich ins WC rennen, auf keinen Fall ausspühlen.
Alles kommt raus, wenn es muss. Nicht nachhelfen.
Funktioniert.
 
  • #15
Hatte das Gleiche Problem.
Vor allem, wenn ich einen neuen Partner hatte. Dann habe ich von meiner Oma einen Tipp bekommen.
Eben nicht nach dem GV gleich ins WC rennen, auf keinen Fall ausspühlen.
Alles kommt raus, wenn es muss. Nicht nachhelfen.
Funktioniert.

Vieles hilft zusätzlich, wenn man nur fest daran glaubt!

Die Psyche spielt da gewiss auch eine Rolle. Sogar die ständige Angst vor dieser schmerzhaften Entzündung wird wohl dazu beitragen, dass es dann tatsächlich passiert. - Self fullfilling prophecy eben.
Den Toilettengang sehen eben die meisten als eine gute Möglichkeit an, die blöden Bakterien erst mal wegzuspülen, ich selbst mache das auch. (So unromantisch diese Handlung auch ist, nach einer so schönen Sache...)

Mir selbst hat, nach -zig verzweifelten Versuchen mit sämtlichen Hausmitteln und mit Antibiotika, allein Urovaxom nachhaltig geholfen. Ob Placebo- Effekt, oder auch nicht, ist mir dabei völlig egal - die Hauptsache, es wirkt!
 
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  • #16
Hier die FS

Herzlichen Dank für Eure Antworten bisher. AB`s versuche ich nach Möglichkeit zu umgehen, da ich dann schon auf den Scheidenpilz und die Darmprobleme warten kann. Nach einer schweren Unterleibserkrankung ist bei mir alles aus dem Gleichgewicht geraten, und ich denke schon, dass ich mich beim GV verkrampfe, da ich jahrelang dabei Schmerzen hatte. Dass es an meinem neuen Partner selbst liegt, glaube ich nicht. Er ist extrem zärtlich, liebe- und rücksichtsvoll, und ich geniesse das Zusammensein mit ihm sehr. Nur nützt mir meine Erkenntnis nicht viel...die Blasenentzündungen kommen trotzdem.
 
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  • #17
Liebe FS, ich kann Dein Problem leider sehr gut nachvollziehen... Bin auch sehr anfällig für Blasenentzündungen und Scheidenpilz (tritt bei mir durch Antibiotika und Stress sofort auf). Habe von meinem Frauenarzt jetzt einmalig Antibiotika gegen die Blasenentzündung bekommen und parallel dazu ein Nahrungsergänzungsmittel, das dem Scheidenpilz entgegenwirken soll (fembion). Die von Frederika angesprochene Impfung werde ich nächste Woche beginnen. Ich hoffe sehr, dass es hilft, die Situation momentan ist sehr belastend und vor allem verunsichernd für mich. Ich denke es hängt nur insofern mit meinem Partner zusammen, da er recht gut gebaut ist und dadurch entsprechend "anstösst".
 
  • #18
jetzt einmalig Antibiotika gegen die Blasenentzündung bekommen und parallel dazu ein Nahrungsergänzungsmittel, das dem Scheidenpilz entgegenwirken soll
Richtig, Blasenentzündungen sollten mit Antibiotika behandelt und vollständig auskuriert werden. Auch wenn man Antibiotika möglichst selten verwenden sollte, so muss eine Blasenentzündung rechtzeitig und vollständig therapiert werden und dafür sind wirkungsvolle Antibiotika der einzig richtige Weg.

Scheidenpilz sollten allerdings ebenfalls direkt medikamentös therapiert werden. Dazu eignet sich sehr gut ein vaginal angewandtes Fungizid, also ein pilztötendes Mittel. Dies ist absolut notwendig, wenn man Scheidenpilz vollständig kurieren und los sein möchte. Empfehlenswert ist z.B. Fungizid-ratiopharm Vaginalcreme und zusätzlich mit normaler Fungizid-Creme äußerlich die Vulva behandeln. Sobald der Pilz weg ist, kann man dann mit vaginalen Milchsäure-Kuren die Vaginalflora wieder beim Aufbau unterstützen (z.b. Gynofit Milchsäure-Vaginalgel). Man sollte auch daran denken, dass der Partner nicht ebenfalls infiziert sein darf. Männer leiden meist wenig unter der Infektion, können die Frau aber immer wieder re-infizieren. Betroffene Männer können die normale Fungizid-ratiipharm Creme einfach mitverwenden. Therapie bei beiden Geschlechtern nicht zu früh abbrechen, mindestens 7-10 tage durchhalten.

Nahrungsergänzungsmittel wirken eigentlich nicht ausreichend. Halte ich für eine falsche Hoffnung und für verschwendetes Geld.

Die von Frederika angesprochene Impfung werde ich nächste Woche beginnen.
Ja, Strovac ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Ideal ist es aber, wenn man nicht gerade an einer Infektion laboriert, sondern vorher ausgeheilt ist.
 
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  • #19
Leider bin ich, was Pilzinfektionen angeht, mittlerweile zur Fachfrau geworden. Ich benütze regelmässig "Gynoflor", beachte alles, was zur Vorbeugung wichtig ist, aber ich würde gerne Sexualität mal wieder "unbelastet" erleben. Ich werde das Problem mal wirklich mit einem Urologen besprechen und dann weiter schauen.

Liebe Grüsse
Die FS
 
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  • #20
Bärentraubenblätter (Filmtabletten), ein Naturprodukt, rezeptfrei aus der Apotheke!! Hilft erstklassig! Tipp gab mein Mann mir ( Gynäkologe), wenn es wieder mal leicht `muckelt`.
Sehr gut ist auch ein Sitzbad in Kamille (Kamillosan). Mit einer richtigen Entzündung musst Du aber unbedingt zum Arzt.
Waschen, Hygiene ja klar, aber nicht übertreiben. Daher ist dort auch Vorsicht geboten.

w/44
 
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