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Gast

  • #1

Das würde mich jetzt mal ganz genau interessieren:

In einem anderen Thread heißt es: "Männer werden fremdgehen, sobald sie sich als Mann sexuell und von ihrer Persönlichkeit nicht mehr völlig angenommen fühlen." Männer: Was genau ist damit gemeint? Wann fühlt ihr euch +sexuell als Mann und/oder +in eurer Persönlichkeit nicht angenommen? (Danke für Zurverfügungstellung des Zitates)
 
  • #2
das ist quatsch, Männer gehen dann fremd, wenn sie kein Problem mit Lügen haben und eine Profilneurose haben und immer Bestätigung für ihr Ego benötigen. Und das hat mit dem Sex mit ihren Partnern meist nichts zu tun
 
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Gast

  • #3
Meine Partnerin ist häufig sehr verletzend mir gegenüber. Sie ist darüber hinaus sehr stark von ihrem Zyklus abhängig, Wenn sie "Prä" ist, während der ersten beiden Tage der Tage, während des Eisprungs und wohl auch, wenn sie "Post" ist, ist sie häufig wirklich schier unerträglich. Sie beleidigt mich, demütigt mich, beschimpft mich. Da ich weiß, daß sie dafür eigentlich nichts kann, kann ich ihr das schlecht vorwerfen.

Ich merke aber nach solchen Verletzungen, das ich dann sehr empfänglich für ein Lächeln oder ein nettes Wort von "dritter Seite" bin.

Besonders anfällig für ein Lächeln oder einen kleinen Flirt bin ich auch, wenn es längere Zeit mit dem Sex nicht geklappt hat.

Jetzt werden hier Einige wahrscheinlich sagen, ich solle mich doch trennen. Das löst aber nicht wirklich das Problem. Denn trotz aller Widrigkeiten ist meine Partnerin eben meine Partnerin.

Und, so unverständlich sich das anhört, sie hat meine Sympathie. Und für ungefähr 10 Tage im Monat auch mein Herz.
 
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Gast

  • #4
Ein Mann geht genauso fremd wie eine Frau, wenn:
1. die Partnerschaft nicht mehr stimmig ist
2. der Partner ständig schlechte Laune hat
3. die Sexualität (Zärtlichkeiten/Streicheleien/guter Sex) ein Partner ablehnt
4. der Partner sich gehen läßt
5. keine Zuwendung, keine Anerkennung, keine Wertschätzung, keine Bestätigung von Seiten
des Partners kommt
6. und somit keine Liebe mehr zu spüren ist
7. Reden NICHTS hilft
Diese und ein paar weitere Punkte mehr, veranlassen Mann/Frau "fremd" zu gehen!
-lebenserfahrener m/53 -

MOD [Kommentar, der die anderen Beiträge abwertete, entfernt.]
 
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  • #5
Der Punkt "sexuell angenommen fühlen" scheint mir schon plausibel. Wenn die Frau erst mal zur Nur-noch-Mutter, Nur-noch-Karrierefrau oder Nur-noch-Hausfrau mutiert und längerfristig kaum noch Interesse am Sex hat, dann hat der Mann damit ein Problem. Jetzt mögen Männer mit diesem Problem auf diese oder jene Weise umgehen. Der charakterlich wenig gefestigte Teil der Männerwelt löst das Problem jedenfalls, indem er fremd geht.

Übermäßiges sexuelles Desinteresse trifft einen Mann ähnlich schwer, wie es eine Frau trifft, wenn dem Mann jede romantische Ader abhanden kommt.

Das Risiko des Fremdgehens sinkt gewaltig, wenn:
a) Der Mann sich am Riemen reißt, seiner Frau hin und wieder ein Paar Blumen mitbringt, ihr einen Abschiedskuss gibt und sich bemüht, etwas Romantik in die Beziehung zu bringen. (Obwohl man als Mann das alles natürlich irgendwie für Firlefanz hält.)
b) Die Frau sich Mühe gibt, und sich den sexuellen Avancen ihres Mannes gegenüber aufgeschlossen zeigt. Obwohl der Appetit manchmal vielleicht erst beim Essen kommt.

Eine Frau muss sich vor Augen halten, dass sie in einer funktionierenden Partnerschaft vollkommen das Sexualleben ihres Mannes kontrolliert. Missbraucht sie diese Macht, kann die Folge durchaus sein, dass sich der Mann seine Sexualität woanders auslebt (was damit aber nicht gerechtfertigt werden soll).
 
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  • #6
Der letzte Abschnitt von #4,den finde ich genial-so ist es,nur vielen Frauen nicht bewußt!

m48
 
  • #7
Ich finde nicht nur den letzten Abschnitt von #4 genial, sondern die gesamte Antwort sehr intelligent und lebenserfahren, man könnte sogar von * weise" sprechen, dies wird aber , glaube ich, der von mir als sehr dynamisch eingeschätzten Persönlichkeit von #4 nicht gerecht.
Was ich sagen will: Mein Kompliment.
 
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  • #8
@4 letzter Abschnitt (sehr schön formuliert) und @5:

Das gilt für den Mann aber ebenso. In einer funktionierenden Partnerschaft sind Achtung, Respekt und Liebe auch keine leeren Worte. Partnerschaft und Sex gehören zusammen, das eine funktioniert für mich nicht ohne das andere. Streit und Sex sollte man(n), wie Frau, stets auseinanderhalten. Streit aus dem Alltag gehört nicht ins Bett bzw sollte bis zum Zubettgehen geklärt sein damit ein, für beide Seiten erfülltes, Sexualleben stattfinden kann. Man sollte auch generell nie im Streit oder mit bestehenden Unstimmigkeiten auseinander gehen. Dann hat auch keiner Grund aus dieser Partnerschaft auszubrechen oder das Bedürfnis sich woanders was zu holen, was er zu Hause nicht oder nur ungenügend bekommt.

w39
 
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  • #9
#4 und #2 volle Zustimmung!!! Es gehen viele Ehen am Sex kaputt, dabei ist es fast egal ob vor oder nach einem Seitensprung. Und: "Der Betrogene geht zuerst", zumindest wenn er lange Zeit den Sex verweigert.
 
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  • #10
@4 hervorragende Zusammenfassung meiner Lebenserfahrung! Ich danke Dir sehr herzlich. M/38
 
  • #11
@#3 und alle
Gebe dir (#3) vollkommen recht.
Alles, was auf Gegenseitigkeit beruht, die dann jedoch nicht (mehr) gelebt wird, stagniert und 'stirbt' ... irgendwann ... früher oder später.
Gegenseitige Wertschätzung sowie das Glück und die Dankbarkeit, die sicherlich zu Beginn einer jeden Beziehung empfunden werden, sollten nicht vergessen und immer wieder mal (besonders, bei Einzug von Unzufriedenheit u. Ä.) vor Augen geführt werden. - Gerne auch gegenseitig. -
Dannn wird das Flämmchen wieder eine lodernde Flamme.
Und diese sollte halt gegenseitig am Brennen gehalten werden.
- lebenserfahrene w, 49 -
 
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Gast

  • #12
Auch ich (m-38) muss der #4 recht geben. Sehr gut formuliert.
Zusätzlich trifft bei mir auch #2 zu.

Beide Partner sollten ihren Teil der Verantworung für eine gesunde (sexuell wenigtens ausgeglichene) Beziehung wahrnehmen.
Und, da haben die Vorredner einfach recht, durch die (z.B. regelbedingten) Auszeiten haben Frauen in diesem Punkt einfach eine etwas höhere Verantwortung.

Ich bin gerne bereit, dieses in anderen Punkten auch wieder ausgleichen, aber grundsätzlich ist es einfach so, dass Frauen in diesem Punkt sehr aufpassen sollten. Ist zu ihrem eigenen Vorteil.

bei mir ist auch so, meine Partnerin (33) benutzt Sexentzug als Druck- bzw. Machtmittel. Sie spielt mit dem Feuer...viel mehr, als es ihr bewußt ist (und obwohl ich das gelegentlich thematisiere).
 
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Gast

  • #13
Ich empfehle noch das Buch: Die Wahrheit beginnt zu zweit. Leicht zu googlen

In diesem Buch geht es um eine gesunde, Partnerschafts und Sex fördernde Kommunikationskultur zwischen Mann und Frau.

w 47
 
  • #14
Wieder einmal wird mir klar, daß mir ein Liebhaber sehr viel lieber als ein Partner ist!

Offenbar verpflichtet! Partnerschaft zum regelmäßigen Geschlechtsverkehr - schon wenn ich daran denke, vergeht mir alles.
Ich mag Sex und Erotik, aber als Kür, nicht als Pflicht.

So wie von manchen Männer beschrieben, erinnert mich die ganze Angelegenheit eher an eine notwendige Körperentleerung als an ein Vergnügen, denn wenn´s (mit ihnen) ein Vergnügen wäre, müßten sie ihre partnerin nicht unter Druck setzen!
 
  • #15
Als Betroffener (Meine Ex ist Fremdgegangen) hier die Aussage des Paartherapeuten und Psychologen:

Menschen gehen fremd weil Sie selbstbestätigung suchen. Und das können auch Menschen die von Ihrem PArtner regelmässig auch sexuell verwöhnt werden, die von Ihrem Partner die volle Aufmerksamkeit bekommen. Für solchen Menschen kanns gar nicht genug sein und die Aufmerksamkeiten Ihres eigentlichen Partners werden als Selbstverständlich betrahctet und oftmals gar nicht mehr wahrgenommen.

Die These dass am Fremdgehen der Betrogene einen grossen Anteil hat ist laut Lehrmeinung einfach falsch. Alles andere sind willkommene Ausreden sic das eigene Tun Schönzureden. Alleine schon die Tatsache dass es einen "einmaligen Ausrutscher" praktisch nicht gibt zeigt das. Es gibt Menschen die gehen in jeder, noch so tollen Beziehung fremd. Und es gibt Menschen die das, egal wie die Beziehung läuft nie tun würden.
 
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Gast

  • #16
zu #13 (bin #12)
Also Siri , die Schlußfolgerung wäre ja, dass man also zunächst einmal eine Partnerschaft anfängt und dann der Sex "on Top" kommt. M.E. ist eine Partnerschaft ohne Sex aber nur eine Freundschaft. Davon habe ich einige.

Übrigens kann reglmäßiger Sex auch 1 x Monat (oder 1x Jahr) stattfinden...
Da habe ich doch (unregelmäßig) mit der Partnerin mehr Sex.

Ich verstehe ja, dass Sex in einer Beziehung keine Pflicht sein soll.

Da muss ich dann resultierend wohl Deine "Liebhaber-" Lösung bevorzugen,
nur bräuchte ich dann eben mehr als eine Frau.... wahrhaft archäisch, nicht wahr ?