• #1

Bringt Konkurrenz Erfrischung in eine Beziehung oder überhaupt?

Ich habe nie darüber nachgedacht, aber man sieht es und hört es überall.
Welche Erfahrungen habt ihr damit?
Frage an die Männer : habt ihr tatsächlich eure Meinung/ Gefühle "geändert", nachdem ihr es mit einem Konkurrenten zu tun hattet?
An die Frauen : Habt ihr so eine "Waffe" mit Erfolg benutzt?
Ich halte zwar nichts von diesen Spielchen, möchte aber echt wissen wie schwach oder stark das "starke Geschlecht" ist.
 
  • #2
Ich habe damit noch nie Erfahrung. Ich liebe meine Frau. Wenn ich in einer Beziehung bzw in einer Ehe wäre dann würde ich mich unwiderruflich trennen. Ich verstehe das einfach nicht. Wenn man sich angeblich liebt dann braucht man doch keine Konkurrenz. Bei mir würde so etwas nie eine Erfrischung in die Beziehung bringen. Mir ist Treue extrem wichtig. Wem das nicht wichtig ist weiß einfach nicht was wahre Liebe ist.
 
  • #3
Es kann schon sein .......
Der Mann, der plötzlich mit anschauen muss, dass seine Frau, die er als wenig verlockend wahrnimmt den einen oder anderen Verehrer hat .... naja, es kann schon sein, dass er sie plötzlich mit anderen Augen sieht.

Allerdings - ein gefährliches Spiel. Denn er könnte eine Konkurrentin aus dem Hut zaubern .....
 
  • #4
Ich kenne solche Spielchen nicht, finde ich albern.

Ich bin auch nicht eifersüchtig, ich empfinde andere Frauen nicht als Konkurrenz.
Da vertraue ich meinem Partner.

Wenn er eine andere besser findet, lasse ich ihm die Freiheit zu gehen... Dann passt es sowieso nicht mehr zwischen uns.
Und wenn ein Mann sowas bewusst spielen würde, würde ich das Ganze beenden. So etwas brauche ich nicht.

W, 51
 
  • #5
Hm ... also "Erfrischung" ... Ich denke, wenn man in einer totgelaufenen Beziehung ist und merkt, der Partner liebäugelt woanders, wo auch zurückgeliebäugelt wird, dann könnte das schon bewirken, dass die Person sich wieder anstrengt, den Liebäugler für sich zu gewinnen. Dazu muss sie aber den Partner wirklich noch wollen und auch noch für begehrenswert halten. Wenn sie denkt, soll er doch gucken, den nimmt eh keiner, dann funktioniert es nicht.

Ich denke auch, dass schnell gemerkt wird, wenn das ganze nicht echt ist. Also wenn einer nur eifersüchtig gemacht werden soll, wird das ganze mE auch nicht funktionieren.

Kann auch nach hinten losgehen, wenn die Person, die ihren Partner eifersüchtig machen will, gern verschwinden darf. Dann gibt sie demjenigen, den sie eifersüchtig machen wollte, gleich einen schönen Grund, selbst "abgeschossen" zu werden.

An die Frauen : Habt ihr so eine "Waffe" mit Erfolg benutzt?
Nee. Ich habe es erlebt in ganz unterschiedlichen Situationen, bei denen ich dachte "hä? Denkst du echt, ich interessiere mich für diesen Mann?", aber selbst meinen Partner bewusst eifersüchtig machen, wollte ich nie. Das war auch so stressig mit der Eifersucht, dass ich das nicht noch heraufbeschwören wollte. Es ging auch in einem Fall gleich los mit "dann suche ich mir eben auch noch zwei andere Frauen, mit denen ich was unternehme".

Würde ein Mann das mit mir machen, fänd ich ihn primitiv, weil ich mich fragen würde, wie klein sein Ego ist, dass er solche Spielchen nötig hat. Und ich wäre nicht eifersüchtig (wohlgemerkt: Wenn ich merken würde, dass er das bewusst erzeugen will. Wenn er auf einmal ne total attraktive Kollegin hätte und sich gar nichts dabei dächte, wäre ich vielleicht doch eifersüchtig). Ich fänd es blöd, dass er mir Stress absichtlich bereiten und mein Vertrauen ankratzen will. (Vertrauen einmal hinsichtlich, dass man sich ja wohl nicht absichtlich verletzen will in einer Beziehung, und wenn doch - was soll das? Und dann natürlich dahingehend, ob er treu ist oder nicht.)
Wenn ich in meiner Exbeziehung mal eifersüchtig reagierte oder eher unsicher, wirklich eifersüchtig war ich nicht, dann zerstreute mein Ex gleich die Bedenken. Er wollte sowas auch nicht haben in unserer Beziehung, dass ich mich zurückziehe, weil ich ihm nicht mehr vertraue.
 
  • #6
Ich denke nicht, dass so etwas langfristig helfen würde eine Beziehung zu retten. Sehr oft sind solche Spielchen der Anfang vom Ende. Kurzfristig kümmert sich der Mann oder die Frau mehr um die Beziehung, macht alles mit was vielleicht ohne Konkurrenz nicht machen würde, kocht/backt, gibt Geld aus usw. Das bringt kurzfristig ein wenig Schwung in der Beziehung aber langfristig kommen die alte Probleme wieder hoch, das Schweigen, die Gleichgültigkeit, Neugier auf etwas Neues, Langeweile und Unzuverlässigkeit, einfach alles was ein Problem war, kommt wieder.
 
  • #7
Ich fand meine Frau immer wieder attraktiv, wenn ich parallel eine andere hatte. Das ändert schon stark die Wahrnehmung. Das ewig Gleich prickelt eben einfach nicht.
 
  • #8
Frage an die Männer : habt ihr tatsächlich eure Meinung/ Gefühle "geändert", nachdem ihr es mit einem Konkurrenten zu tun hattet?
Meine Meinung über meine Partnerin? Ja, natürlich, wird schlechter. Ernsthafte „Konkurrenz“ gehört nicht in eine Beziehung. Wenn eine Frau meint, gehen zu müssen, sollte sie das tun. Ich bin doch nicht im Kindergarten...

Das bringt kurzfristig ein wenig Schwung in der Beziehung ...
Aus meiner Sicht nicht mal kurzfristig. Partner oder Partnerin sind die Ansprechpartner, wenn es in einer Beziehung nicht läuft.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Deine Frage ist schon nicht richtig verständlich formuliert. Auch versteht man Dein wirkliches Anliegen/ Problem nicht. Fühlst Du Dich nicht mehr begehrt von Deinem Mann? Findest Du ihn "schwach"?
 
  • #10
Konkurrenz in der Liebe bewirkt doch in erster Linie Eifersucht. Oder Verlustängste. Oder Vertrauensverlust. Oder Wut.

Alles Dinge, die das Leben schwerer machen.
 
  • #11
Für mich gibt es keine Konkurrenz, grundsätzlich mache ich Schluss, beende den Kontakt oder auch die Beziehung, wenn ich fühle dass die Frau mit mir spielt, egal in welcher Form, ich denke Erwachsene sollen mit sich so umgehen wie Erwachsene, damit ist alles gesagt! Auch halte ich nichts von diesem Spruch, willst du gelten mach dich selten, dieser Spruch erzeugt bei mir genau das Gegenteil! Möchte keine Partnerin, die sich noch im Kindergarten aufhält!
 
  • #12
Nein, ich glaube nicht, dass das funktioniert.
Wenn mein Partner mit einer anderen intensiv flirten würde, wäre ich tief enttäuscht und würde unsere Beziehung in Frage stellen. Ich wäre von ihm abgestoßen, in keiner Weise würde das mein Begehren nach ihm wecken, ganz im Gegenteil.

Im Gegensatz dazu denke ich, dass man in einer Beziehung emotional unabhängig bleiben sollte. Das klar ist, dass man sich trennt, wenn der andere sich respektlos benimmt und man eben dann auch anderweitig Ersatz finden wird, weil man selbst ein attraktiver Beziehungspartner ist.

Im Gegensatz zu emotional Abhängigen, die glauben, 'nie wieder' einen Partner zu finden.

Also eher ein gesundes Selbstbewusstsein im Wissen um seine eigene Attraktivität demonstrieren, statt kindische Eifersuchtsspielchen zu veranstalten.
 
  • #13
Frage an die Männer : habt ihr tatsächlich eure Meinung/ Gefühle "geändert", nachdem ihr es mit einem Konkurrenten zu tun hattet?
Ich habe die anderen Kerle nie als Konkurrenten betrachtet. Ein böser Blick von mir oder ein lautes 'Bäh' und schon haben sie den Schwanz eingezogen.
Was mir allerdings aufgefallen ist bei meiner Ex, wenn mir andere Frauen bei einer Party, Veranstaltung oder wo sonst Menschen zusammenkommen, schöne Augen gemacht hat, gab es danach immer Sex mit der damaligen Frau.
 
  • #14
Grundsätzlich sollte zwischen den beiden klar sein, dass sie beide zusammen gehören. Hier Spielchen zu spielen, halte ich in einer festen Beziehung für destruktiv.

Was würde denn "feste" oder "verbindliche" Beziehung bedeuten, wenn der Partner jederzeit ausgetauscht werden kann.

Belebend ist ein anderer Aspekt:
Du kennst es sicher, wenn Du mit Deinem Partner (m/w/d) ausgehst, und er fabelhaft aussieht. Du merkst, wie Ihm die Leute hinterher schauen. Du merkst, wie sich Leute gerne mit ihm unterhalten...
Diese Attraktivität wirkt in der Beziehung belebend
 
  • #15
Wenn hier "ernsthafte" Konkurrenz im Spiel wäre, stimmt schon etwas mit der ganzen Beziehung nicht. Hand aufs Herz: man begegnet mehr als einen Menschen im Leben, mit dem man sich mehr vorstellen kann, auch in einer Beziehung. Der Unterschied ist: Wenn die Beziehung stabil ist, bin ich auch stabil und dann fällt mir die Frau zwar auf, aber es wird nichts passieren.

Wenn allerdings ständig diese Frage im Raum steht, ist die Beziehung nicht mehr stabil und dann sollte man sich nicht unbedingt um den Außenseiter kümmern, sondern seine Beziehung hinterfragen. Wenn eine Freundin von mir aktiv solche Spielchen mit mir anstellt, ist sie beim Spielen ganz schnell alleine. Ich mag ungern Verdruss und andere negative Emotionen in meinem Leben und bin inzwischen sehr konsequent.
 
  • #16
Im Gegensatz dazu denke ich, dass man in einer Beziehung emotional unabhängig bleiben sollte. Das klar ist, dass man sich trennt, wenn der andere sich respektlos benimmt und man eben dann auch anderweitig Ersatz finden wird, weil man selbst ein attraktiver Beziehungspartner ist.

Im Gegensatz zu emotional Abhängigen, die glauben, 'nie wieder' einen Partner zu finden.

Also eher ein gesundes Selbstbewusstsein im Wissen um seine eigene Attraktivität demonstrieren, statt kindische Eifersuchtsspielchen zu veranstalten.
Da stimme ich zu. Ich denke nicht, dass ein realer Konkurrent förderlich ist, aber denke sehr wohl, dass man attraktiver ist, wenn man nicht nur ständig am Partner klebt und sich völlig auf ihn fokussiert, sondern stattdessen auch sein eigenes Leben, eigene Hobbies und Freunde hat, auch mal was alleine mit anderen Leuten unternimmt. Ich liebe meinen Partner, treffe aber öfters ohne ihn befreundete Männer und Frauen, um was mit ihnen zu machen, und er macht auch manchmal seinen eigenen Kram, wir sehen uns nicht ständig. Aber so haben wir uns dann was zu erzählen und bleiben "spannend", ja, und manchmal vermisst man vielleicht auch ein wenig den anderen oder fragt sich, was er gerade macht. Vielleicht sollte man das "Konkurrenz um Zeit" oder "Konkurrenz um Zweisamkeit" nennen, also dass man vermittelt, dass man auch ohne den anderen Spaß haben kann, auch noch andere Freunde hat.
 
  • #17
Vielleicht sollte man das "Konkurrenz um Zeit" oder "Konkurrenz um Zweisamkeit" nennen, also dass man vermittelt, dass man auch ohne den anderen Spaß haben kann, auch noch andere Freunde hat.
Warum muss daraus immer „Konkurrenz“ werden? Es ist sicher für die meisten Beziehungen gut, wenn beide auch noch ein eigenes Leben haben und sich nicht nur auf den Partner fixieren.
 
  • #18
Warum muss daraus immer „Konkurrenz“ werden? Es ist sicher für die meisten Beziehungen gut, wenn beide auch noch ein eigenes Leben haben und sich nicht nur auf den Partner fixieren.
Freunde zu haben ist schön und notwendig und keiner sollte seine Freunde für eine Partnerschaft aufgeben. Konkurrenz bedeutet für mich, wenn ich den Eindruck bekomme, ein Anderer will meine Position einnehmen und der Partner ist auch nicht abgeneigt dies zu akzeptieren. Es geht letztendlich um Frequenz und Intensität. Ich denke so entstehen Affären.
Liebe FS, warum fragst du? Bist du die Konkurrentin?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Von welcher Art Konkurrenz reden wir denn?
Beim Ausgehen zeigen sich andere interessiert an der Partnerin/Partner oder treffen sich zwei schon bzw zeigt sich auch ein Partner interessiert.?

Ich hatte immer Partnerschaften wo es völlig normal war mit dem anderen freundschaftlichen Kontakt zu haben.
So war es eher ein bisschen stolz, wenn man zb beim Ausgehen merkte, da schauen welche interessiert
Oder einer bemerkt, xy ist glaub ich nicht nur kumpelhaft sondern zeigt eindeutig näheres Interesse.
Was die angeflirtete Person nicht bemerkt hat.....

Ja vielleicht belebte der Stolz, die Libido

Aber ein Spiel wäre schnell durchschaut und Anzeichen, dass sogar beide an mehr interessiert wären, hätte zu Frust und Ärger geführt bis Ende der Beziehung
 
  • #20
Warum muss daraus immer „Konkurrenz“ werden? Es ist sicher für die meisten Beziehungen gut, wenn beide auch noch ein eigenes Leben haben und sich nicht nur auf den Partner fixieren.
Ich habe es für mich nie so gesehen oder genannt, das war nur in Anlehnung an die Frage. Ein bisschen "Konkurrenz" ist es vielleicht dann, wenn der (zukünftige?) Partner nach einem Treffen fragt und man sagt: "Oh, tut mir leid, heute Abend bin ich schon mit xyz verabredet, aber Donnerstag hätte ich Zeit, geht das auch?" Ich denke durchaus, dass man (wenn das nicht ständig vorkommt) dadurch evtl. attraktiver und begehrter scheint, als wenn man immer sofort springt und alles liegen lässt für den anderen. Dadurch hat der andere dann vielleicht das Gefühl, sich mehr bemühen zu müssen, eben weil die Paarzeit nicht selbstverständlich und der Partner nicht immer verfügbar ist. Aber natürlich alles in gesunden Maßen, es soll natürlich nicht ins andere Extrem "nie Zeit/Vernachlässigung/Gleichgültigkeit/andere Prioritäten" ausschlagen.
 
  • #21
Was die angeflirtete Person nicht bemerkt hat.....
Grins - das kenne ich auch. V meint auch manchmal, dass ich wieder mal "angehimmelt" werden würde ..... und ich weiss von nichts. Weil ich gar nicht darauf achte.
Ich dagegen liebe es, wenn anderen Männern das Gesicht entgleist und sie V hinterher starren ...... für mich sind diese Trottel aber auch keine Konkurrenz sondern eher missglückte Folklore. Zu richtig schadenfroh - spöttischem und schallendem Gelächter hat mich die Situationskomik gebracht, als solch ein sabbernder Idiot auf einer Party eine richtig feine Backpfeife von seiner Begleiterin kassiert hat. Leider habe ich kein Video davon ......
Als echte Konkurrenz würde ich nur einen Mann ansehen den ich im Grunde als Kumpel akzeptieren könnte. Ob der dann eine Erfrischung wäre ? Kommt wohl auf das Verhalten von V an ......... ein Flirt ist absolzt in Ordnung, hätte ich allerdings den Eindruck, sie würde überlegen, mich auszutauschen, gäbe es eine Reaktion meinerseits.
 
  • #22
Ich habe es für mich nie so gesehen oder genannt, das war nur in Anlehnung an die Frage. Ein bisschen "Konkurrenz" ist es vielleicht dann, wenn der (zukünftige?) Partner nach einem Treffen fragt und man sagt: "Oh, tut mir leid, heute Abend bin ich schon mit xyz verabredet, aber Donnerstag hätte ich Zeit, geht das auch?"
Du veränderst den Kontext, die Frage wurde ja in Bezug auf eine Beziehung gestellt.

Solche Konkurrenz beim Daten kann genauso zu zwei Effekten führen, wie wir hier immer wieder lesen. Für manche ist so etwas als "Paralleldaten" völlig undenkbar, die würden dann wohl den Kontakt abbrechen. Natürlich kann es auch sein, dass jemand sich dann beim Date besonders anstrengt, weil er weiß, dass eventuell noch Konkurrenz vorhanden ist.

Ich persönlich habe kein Problem mit Paralleldaten, weil mir völlig klar ist, dass eine Frau sich nicht für mich blockiert, wenn sie mich nicht mal kennt. Wenn sie in der Datingphase aber dauernd irgendwelche Männer erwähnt und die als "Konkurrenz" erscheinen lässt, würde ich das Ganze ziemlich schnell beenden. Das ist mir dann schlicht zu kindisch. Erwachsene Menschen fühlen sich selbstverständlich nicht genötigt, andere Kontakte für einen neuen Menschen im Leben sofort einzustellen. Sie prahlen aber auch nicht damit herum...

Dadurch hat der andere dann vielleicht das Gefühl, sich mehr bemühen zu müssen, eben weil die Paarzeit nicht selbstverständlich und der Partner nicht immer verfügbar ist.
In manchen Beziehungen besteht die Erwartung, dass Partner oder Partnerin dauernd verfügbar sind. Auch da finde ich völlig normal, dass man seine Freizeit auch mal getrennt verbringt. Alleine schon, weil man sich dann auch mal was zu erzählen hat. Natürlich in Maßen und gemeinsame Unternehmungen werden bevorzugt berücksichtigt.

Auch da: man redet miteinander und wenn ich das Gefühl habe, andere Kontakte werden für "Spielchen" genutzt, werde ich persönlich ziemlich schnell sauer.
 
  • #23
Konkurrenz bedeutet für mich, wenn ich den Eindruck bekomme, ein Anderer will meine Position einnehmen und der Partner ist auch nicht abgeneigt dies zu akzeptieren.
Ich hatte vor Jahren eine solche Situation. Meine damalige Partnerin hat sich mit einem Kollegen (andere Abteilung) getroffen und fand den interessant. Meine direkte und für mich völlig logische Reaktion war, dass ich ihr frei gestellt habe, die Beziehung zu beenden. Hat sie dann aber schnell und klar nicht. Selbstverständlich war der Kontakt zu dem Kollegen dann auch beendet. In einer Beziehung dulde ich keine "Konkurrenz".

Die gleiche Partnerin war mit einem Studienkollegen regelmäßig Salsa tanzen (während unserer Beziehung begonnen), weil das nicht so mein Ding war. Ich habe ihn bei einigen Gelegenheiten kennengelernt, ein netter Kerl, aber eben klar nicht als Konkurrenz deklariert.
Gesunde Eifersucht kommt dann auf, wenn ein ernsthafter Anlass dafür besteht. Konkurrenz gehört für mich ganz klar nicht in eine Beziehung.
 
  • #24
Ich halte dieses Attraktivität durch Konkurrenz steigern für dämliche Spielchen. Auch so eine Art Machtspiel: "Sieh´her, jemand andres findet mich toll, also strenge Dich an".

Ein eigener Freundeskreis, eigene Hobbies, ein erfülltes Leben neben der Partnerschaft hingegen machen attraktiv. Weil man den anderen dadurch eben nicht manipuliert und gleichzeitig seine Zufriedenheit vom Gegenüber unabhängiger macht.

Ich kann mir vorstellen, dass besonders liebessüchtige/abhängige Menschen es mit dem Konkurrenztrick versuchen. Nach dem Motto:
"Als ich gestern mit meiner Freundin Gabi in der Bar war, haben
uns total coole Typen angequatscht und uns auf ein paar
Cocktails eingeladen. Sorry, ich bin deshalb heute einfach
unausgeschlafen"
.
Oder
"Die neue Kollegin ist ein echt heißer Feger".

Echt Kinderkram, finde ich.
 
  • #25
Bei Männern offenbar ja. Viele Männer merken erst, dass sie kämpfen müssen, wenn ein Zweiter mit im Spiel ist. Bei Frauen sorgt es ja eher für Überdenkung der Beziehung und zu einem faden Nachgeschmack.
 
  • #26
Es gibt Evolutionsbiologen, die schwören darauf, dass Taktieren helfen kann. Eine Zeit lang habe ich es tatsächlich für möglich gehalten. Inzwischen sehe ich das sehr ambivalent.

Schauen wir uns mal diejenigen an, die es machen und für die es gedacht ist. Gesunde bodenständige Menschen sind meiner Meinung nicht für Taktiken empfänglich und schon gar nicht, wenn sie bei klarem Verstand sind.

Vor vielen Jahren bekam ich auch Konkurrenz. Die hat bei mir allerdings bewirkt, dass ich Nägel mit Köpfen gemacht habe. Zuerst habe ich mich gewundert, dass mein Mann überhaupt in der Lage war, diese Dame an Land zu ziehen. Dann habe ich ihm eine Wohnung gesucht und ihm emfpohlen, sich bei ihr zu beeilen, bevor sie ihn richtig kennt und ich habe ihm wirklich die Frage gestellt, was sie an ihm findet.

Dann gibt es ja auch noch die PUA, die Pick Up Player, die taktieren ohne Ende, die tun einiges, um schon mal ihren social proof aufzubessern. Da könnte das Aufwarten mit Konkurrenz auch dazu gehören. Und es ist auch nicht so, dass sie keinen Erfolg damit haben. Aber ganz ehrlich: wer will schon einen PUA? Und: was hat man davon? Und was ziehen sie sich damit an Land?
 
  • #27
Also ich würde sagen, dass UNSICHERHEIT "das Geschäft" belebt. Da muss gar nicht ein Konkurrent da sein, es reicht, wenn sich die betreffende Person auch denken kann: Ach naja, vielleicht dann doch nicht.
In dem Fall wäre der springende Punkt, ob jemand zu sicher, zu anhänglich, zu verfügbar rüberkommt. Aber ob das fake-bar ist, es plötzlich nicht mehr zu sein?
Ich glaube viel mehr, dass einer, der sicher, anhänglich, verfügbar ist, eher nicht plötzlich eine Umkehr des Machtverhältnisses in seiner Beziehung bewirken kann. Denn wenn man so ist (anhänglich usw.), ist DER ANDERE ja derjenige, der scheinbar andauernd auf dem Sprung ist und sich nicht überzeugt von der Beziehung fühlt. Vielleicht gibt das ganze plötzlich veränderte Verhalten dann der Beziehung nur den Rest, dass derjenige, der verunsichert werden soll, von allein abspringt. Und wenn nicht - ist es dann nicht nur das Gewinnenwollen des Konkurrenzkampfes, aber das Objekt interessiert nach wie vor nicht so viel, wie es sich wünscht?

Ich glaube aber schon, dass es Konstellationen gibt, in denen auf einmal eine Person A, die nicht begehrt, respektiert, geschätzt wurde, für einen anderen B plötzlich doch begehrt, respektabel, schätzbar erscheint, wenn andere Leute, die B respektiert,schätzt, "über sich sieht" den A respektabel, begehrenswert usw. finden.
Aber ich würde sagen, das funktioniert nur, wenn A und B noch keine Beziehung haben. Ansonsten wird B eher an Machtkonstellationen und seinen eigenen psychischen Mustern hängen und dafür sorgen, dass er nicht selbst in die unterlegene Position kommt, indem er A respektiert.
 
  • #28
Als echte Konkurrenz würde ich nur einen Mann ansehen den ich im Grunde als Kumpel akzeptieren könnte. Ob der dann eine Erfrischung wäre ? Kommt wohl auf das Verhalten von V an ......... ein Flirt ist absolzt in Ordnung, hätte ich allerdings den Eindruck, sie würde überlegen, mich auszutauschen, gäbe es eine Reaktion meinerseits.
Lustig, so geht mir das auch. Als Konkurrenz empfinde ich nur Frauen, bei denen ich denke, wow, die sind echt super (und ich könnte mir vorstellen, mit denen befreundet zu sein); also wenn so eine Frau meinen Freund anschmachtet, was auch immer mal vorkommt, weil er einfach der tollste ist, dann bin ich da schon ein bisschen - unruhig, keine Ahnung, aber wenn es einfach nur irgendwelche Frauen sind, bei denen ich denke, die würden ihn langweilen, find ich das eher lustig. Obwohl es natürlich gar nicht so sein müsste, dass ich da seinen Geschmack total beurteilen kann, aber gefühlsmäßig. Geht ihm genauso. Meist stört ihn sowas gar nicht, aber wenn es jemand ist, der in irgendwas bewundernswert ist aus seinen Augen (da gab es z.B. mal einen wahnsinnig guten Pianisten, wenn auch nochmal viel jünger als ich oder mein Freund, der eindeutig Interesse hatte), dann kann er richtig eifersüchtig sein, aber auch auf eine Art, die ich nicht schlimm finde.
Daher von mir zu der Frage: Ich weiß nicht, ob es nötig ist, aber ein bisschen Eifersucht mag ja belebend wirken; brauchen tu ich das nicht. Sobald jemand aber mit bewussten Spielchen anfangen würde und ich merke das, wär ich weg oder würde zumindest ein klares Wort reden. Ich mag weder Taktik noch Spielchen in einer Beziehung, wende sowas selbst auch nicht an.
In der Kennenlernphase fänd ich es total ätzend, wenn ein Mann mich nur deshalb begehrt, weil da Konkurrenz ist. Dann würde ich denken, es geht ihm nicht um mich, sondern um den Kick, beim "Sport" zu gewinnen.
w, 37
 
  • #29
keine Ahnung, aber wenn es einfach nur irgendwelche Frauen sind, bei denen ich denke, die würden ihn langweilen, find ich das eher lustig. Obwohl es natürlich gar nicht so sein müsste, dass ich da seinen Geschmack total beurteilen kann, aber gefühlsmäßig.
Hm, ist das jetzt abwertend gemeint? Ich meine, wenn sich irgendwer in irgendwen verguckt, ist das ja erstmal nichts, weshalb man ihn auslachen müsste. Und wenn es nun Dein Partner ist und derjenige gar keine Chance hätte, weil er von Dir oder Deinem Partner als langweilig eingestuft wird, ist es doch trotzdem nicht nötig, sich über ihn lustigzumachen? Der/die jenige muss sich selbst ja nicht so lächerlich oder doof finden, wie ihr ihn findet, oder eben sie. Selbst wenn er keine Chance hätte, weil er nicht "ranreicht".

Ansonsten denke ich auch: Wenn man selbst die Person beneidet oder bewundernswert findet, ist man eher eifersüchtig, als wenn man meint, derjenige sei keine Konkurrenz. Aber lustig finde ich es nicht.
 
  • #30
Lustig, so geht mir das auch. Als Konkurrenz empfinde ich nur Frauen, bei denen ich denke, wow, die sind echt super (und ich könnte mir vorstellen, mit denen befreundet zu sein); also wenn so eine Frau meinen Freund anschmachtet, was auch immer mal vorkommt, weil er einfach der tollste ist, dann bin ich da schon ein bisschen - unruhig, keine Ahnung, aber wenn es einfach nur irgendwelche Frauen sind, bei denen ich denke, die würden ihn langweilen, find ich das eher lustig. Obwohl es natürlich gar nicht so sein müsste, dass ich da seinen Geschmack total beurteilen kann, aber gefühlsmäßig. Geht ihm genauso.
Würde ich in einer Anbahnung feststellen, dass Konkurrenz mit im Boot ist würde ich die Anbahnung ohne Diskussion beenden.

Würde ich feststellen, dass meine Partnerin Konkurrenz mit ins Boot holt würde ich eine Klärung anstreben. Diese Klärung kann das Defundieren der Konkurrenz ohne meine direkte Einwirkung oder unsere Trennung sein.

Auf einen Wettbewerb mit einem Konkurrenten würde ich mich in keinem Fall einlassen, denn wenn ich das einmal mache, bin ich jederzeit offen für eine erneute Manipulation dieser Art durch meine "Partnerin". Das ist dann keine Partnerschaft.

Triangulation, eine dritte Person wird um Unsicherheit zu erschaffen und den Partner damit zu höherer Anstrengung zu motivieren, in eine Beziehung eingeführt, ist ein beliebtes Instrument von Narzissten, Borderlinern und anderen psychisch Gestörten um einseitig Energie aus ihren Opfer-"Partner" abzuziehen.

Dass mich Frauen beobachten bemerkt meine Freundin häufiger als ich selbst. In der Regel bemerke ich dies überhaupt nicht.

Eine Ausnahme war letztens eine Radfahrerin die unseren Weg auf einen offenen Platz kreuzte. Sie und ich hatten Augenkontakt. Aus meiner Sicht ging es darum, dass wir gegenseitig die jeweilige Route über den Platz abschätzen wollten damit wir nicht kollidieren.

Was die Frau tatsächlich dachte weiß ich natürlich nicht. Aber ich weiß was meine Freundin dachte. Für mich absurd. Die Frau auf dem Rad war ca. 20 Jahre jünger.

Ansonsten denke ich auch: Wenn man selbst die Person beneidet oder bewundernswert findet, ist man eher eifersüchtig, als wenn man meint, derjenige sei keine Konkurrenz. Aber lustig finde ich es nicht.
Lustig finde ich so etwas überhaupt nicht. Insbesondere wenn ich es selbst nicht bemerke oder es völlig missinterpretiert wird. Es nervt.