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Gast

  • #1

Brauchen treue Männer generell wengier Sex?

Nach all den Erfahrungen, die ich gemacht habe, frage ich mich, ob treue und monogame Männer Sex generell nicht so wichtig finden, nicht so oft brauchen und auch von den Praktiken her gern auf Experimente verzichten. Mein erster Freund war so. Die Beziehung hat 9,5 Jahre gehalten und ich hätte für ihn in Sachen Treue meine Hand ins Feuer legen können (es ging wegen anderer Dinge auseinander).
Dann hatte ich hintereinander zwei Beziehungsversuche mit Männern, die beide sehr offenherzig und experimentierfreudig waren. Aber bei einem habe ich herausbekommen, dass er parallel noch etwas mit seiner Ex laufen hatte. Und der andere hat mich nach einem Monat schon mit einer anderen Frau betrogen, woraufhin ich mich trennte.
Einige Zeit danach habe ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Er hat wenig Erfahrung und ihm reicht 1-2 mal pro Woche Sex, auch in der Anfangsphase war das schon so. Ihm vertraue ich auch zu 100%, dass es in unserer Beziehung keine Dritten gibt.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich?
Ich möchte betonen, dass ich mir NICHT mehr oder anderen Sex wünsche und das für mich eher zweitrangig ist. Mir ist einfach aufgefallen, dass Männer, die eher der ruhigere Typ sind, auch treu sind, während sexuell aufgeschlossene Typen ihre Sexualität nicht immer auf eine Frau beschränken können.
Sind meine Erfahrungen Zufall oder scheint das wirklich generell so zu sein?
 
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Gast

  • #2
Männer die sehr experimentierfreudig sind haben meistens schon einige sexuelle Erfahrungen gemacht. Ob man daraus folgern kann dass treue Männer weniger Sex brauchen ist etwas weit ausgeholt.

Die meisten sexuell offenen Männer die ich kennengelernt habe definieren sich sehr stark über die Sexualität und ihre Erfahrung. Mich persönlich hat das immer abgetörnt weil es weniger um Gefühle geht sondern nur ums V........

Ich hatte immer langjährige Beziehungen mit treuen Männern, die waren sexuell auch aufgeschlossen aber während der Beziehung nur mir gegenüber. Die Frequenz war deutlich über 1-2mal die Woche. Sprich, die Männer waren auch Experimenten gegenüber offen. Aber sie brauchten keine Bestätigung von mehreren Frauen.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, so eine Art Beziehungsanbahnung. Ich glaube sein ganzes Leben drehte sich nur um das Thema Sex. Beruflich hat er nicht so viel auf die Reihe bekommen, also hat er sich seine Erfolgserlebnisse in der Horizontalen geholt. Ich habe mich ganz schnell verabschiedet weil so eine Art Männer außer der Untreue noch einige andere charakterliche Defizite aufweisen die sich nicht lange verbergen lassen..

w45
 
  • #3
Treue ist eine Charaktereinstellung.
Und hat m.E. nicht mit normalem mehr oder weniger Sex (-verlangen) zu tun.

Man kann sexuell aufgeschlossen und besonders aktiv sein - und trotzdem treu.
Aber dann sollte der feste Partner/in sexuell mithalten können.

Aber es gibt auch Sex-Süchtige, die nicht genug kriegen können - aber darunter auch manchmal leiden.
Für sie ist sexuelle Untreue ggf. selbstverständlich. und begründen es zur Befriedigung ihrer Sex-Sucht.

Ich glaube, daß "mehr Sex haben wollen" eine Ausrede ist - für sexuelle Untreue.

Außerdem die Porno-Industrie. Die ihren Kunden vorgaukelt, daß jeder Mann überall mit Frauen Sex haben könnte. Aber in Wirklichkeit dafür bezahlte und angewiesene Schauspieler vor der Kamera sind. Oder Fake-Chats etc. die ihre Kunden täuschen.
 
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Gast

  • #4
Interessante Frage. Man könnte fast den Eindruck kriegen, dass Menschen in langjährigen Partnerschaften ohne spannendes Sex- und Erotikleben das gar nicht brauchen und ihre Beziehung wirklich aus "anderen tollen Dingen besteht". Was man davon halten soll, kann ich auch nicht genau ausmachen, denn meist ist es ja Gewohnheit. Klar versteht man sich besser, wenn man sich lange kennt.

Die Nagelprobe kommt, glaube ich, dann, wenn ein anderer Mensch in das Lebens einer der Partner tritt, und der Partner ihn toll findet. Dann fällt ihm nämlich auf, dass er "immer noch begehrenswert" ist und die Chance auf was Neues hätte. Ich glaube, wenn dann das Sexleben wie eingeschlafene Füße ist, erwacht da wieder irgendwas bei den langjährigen Partnern. Und wenn der oder die Neue wirklich toll ist, kommt auch hier die Frage auf - treu bleiben, aber man lebt nur einmal - trennen, weil man nicht betrügen will - Beziehung öffnen wollen und Trennung riskieren.
 
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Gast

  • #5
Ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht. Beziehungsmänner = Sex an zweiter, dritter, vierter Stelle, gerne auch drauf verzichten können.

Leute mit Spaß am Sex, Offenheit und Experimentierfreude die probieren sich nun mal auch gerne aus und sehen es gelassener. Kann ich völlig nachvollziehen.
 
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Gast

  • #6
Das hat (zumindest bei mir) nichts miteinander zu tun. In erster Ehe hatte ich jahrelang keinen Sex, weil ich meine Exfrau schon lange nicht mehr geliebt habe, wenn man überhaupt je von Liebe sprechen durfte. Ich hatte absolut keine Lust, mit ihr ins Bett zu gehen - ebenso wenig wie sie. Sie hatte mehrere kurze Affären, bei denen sie abserviert worden ist, ich habe mich zweimal ernsthaft in eine andere Frau verliebt. Das erste Mal habe ich verzichtet, weil ich es nicht hätte verantworten können, mein kleines Kind allein meiner Exfrau zu überlassen (und so wäre es gekommen), beim zweiten Mal habe ich sie verlassen. Ich habe immer viel Sex "gebraucht" und bin auch experimentierfreudig, aber nur mit einer Frau, die mir etwas bedeutet. Treue und sexuelle Aktivität hängen meines Erachtens nicht zusammen, wohl aber Liebe und sexuelle Aktivität. Mit der Frau, die ich liebe, komme ich auch nach vielen Jahren manchmal am Wochenende kaum aus dem Bett.
 
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Gast

  • #7
Das gibt es sicher. Aber:

Man(n) kann auch ein sexuelles Wesen, aufgeschlossen und experimentierfreudig sein und trotzdem wissen (oder wenigstens gelernt haben), dass der Platz dafür innerhalb einer Paarbeziehung ist und alles außerhalb vielleicht mehr mit anderen "Motiven" zu tun hat: Suche nach einem schnellen Kick, nach Selbstbestätigung, Kompensation anderer Defizite... Nach meiner persönlichen Erfahrung ist das eng verwoben mit Charakterfragen und so elementaren Dingen wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Loyalität. Die müssen nicht langweilig sein - im Gegenteil: sie können einen wunderbaren Rahmen bieten, sich fallen lassen zu können und ... und ... - viel, viel besser als jeder Casual Sex es sein könnte.

Aber das ist nur eine Meinung, immerhin gedeckt von der eigenen Erfahrung.

M (50+)
 
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Gast

  • #8
Es kann sein, aber kann auch anders sein. Ich kenne einen Mann, der in seiner ersten langjährigen Beziehung ein monotones Sexleben hatte und einige Mal fremdgegangen ist. Seine Folgebeziehung, ebenso langjährig, war alles anderes als monoton und voll sexueller Leidenschaft und er war treu dabei (ich auch). Es kommt m.E. auf zwei Menschen, die sich treffen.
 
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Gast

  • #9
Das hat gar nicht mal so viel mit Treue zu tun, sondern damit wie sehr Mann sich zum Sklaven seiner Gelüste machen will. Ein Mann mit gesundem Selbstbewußtsein und starken Willen, der sein Ding macht, der denkt den Tag über fast kaum an Sex. Der findet es ist im Leben wichtiger etwas zu erreichen, als sich nur seinen Spaßtrieben hinzugehen und immer nur zu verlangen. So ein Mann ist eher bereit zu Geben.

Ja die sind Treu und i.d.R. haben sie mehr sexuelle Erfahrung als alle ihre Mitmenschen, die den ganzen Tag nur Sex im Kopf haben.
 
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Gast

  • #10
Verdammt, irgend etwas muß man diesen treuen Männern doch anhängen können. Kein Schlamm ist zu dreckig, als daß ihn nicht auf denjenigen werfen könnte, der sich in Sachen Fremdsex beherrschen kann. In diesem Fall: es muß fehlende Libido sein, denn wer damit in gesundem Maß gesegnet ist, kann nicht treu bleiben, das wäre wider die Natur. Was mache ich jetzt nur? Keine Frau wird mich mehr wollen, wenn sie merkt, daß ich strikt treu bin.
 
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Gast

  • #11
Umgekehrt wird eher ein Schuh draus.

Wem Sex eher unwichtig ist, der wird seltener das Verlangen haben mal eben fremdzugehen, das passiert doch eher bei Leuten, die viel bzw. ständig an Sex denken. Das Kopfkino läuft sowieso ohne Pause und in einem schwachen Moment kann es dann passieren.
 
G

Gast

  • #12
Treue Männer brauchen nicht weniger Sex, sie ordnen sich nur der Frau unter, in dem guten Glauben, daß die Frau auch nicht öfter Sex braucht und treu ist.
Oft ein fataler Fehler, wir brauchen alle Sex, Körperlichkeit verbindet.
Oft werden gerade die treuen betrogen, so nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung!
Der haken am Fremdgehen und am scheitern einer Ehe, egal wer es macht, Mann hat die Zeche zu zahlen und das ist leider gesetzlich.
Frauen behalten alles was ihnen lieb geworden ist,ob sie treu oder untreu waren und werden dabei noch gesetzlich finanziell vom unliebsamen Exmann unterstützt.
Treue Männer sind für Frauen zwar für ihre eigene Tarnung wichtig, aber eben uninteressant und langweilig.

52m
 
  • #13
Das hat gar nicht mal so viel mit Treue zu tun, sondern damit wie sehr Mann sich zum Sklaven seiner Gelüste machen will. Ein Mann mit gesundem Selbstbewußtsein und starken Willen, der sein Ding macht, der denkt den Tag über fast kaum an Sex. Der findet es ist im Leben wichtiger etwas zu erreichen, als sich nur seinen Spaßtrieben hinzugehen und immer nur zu verlangen. So ein Mann ist eher bereit zu Geben.

Ja die sind Treu und i.d.R. haben sie mehr sexuelle Erfahrung als alle ihre Mitmenschen, die den ganzen Tag nur Sex im Kopf haben.

Würde ich 100 % unterstreichen.

Mein Ex war so, beruflich voll ausgelastet, Sportschwimmer im regelmäßigem Training, zu Hause Schmusebär und sexuell ideenreich, aber das bin ich auch, er war absolut treu und hat noch nicht mal anderen Frauen hinterhergestarrt, zumindest nicht, wenn ich dabei war.

Es gibt Männer, welche sich über andere Dinge als Sex definieren.
Männer, welchen Sex über alles geht, haben meist im Leben sonst nix erreicht, keine Perspektive und keine Bestätigung, außer in diversen Betten mit verschiedenen Frauen getobt zu haben, ein Ventil müssen sie ja haben, lässt dies im Alter nach kommt der Alkohol.

Im Grunde sind diese Männer echt zu bedauern.
 
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Gast

  • #14
Treue Männer sind für Frauen zwar für ihre eigene Tarnung wichtig, aber eben uninteressant und langweilig. 52m

Ich war meinem Mann immer treu und brauchte für nichts eine Tarnung. Mein Exmann war nicht treu und hat gelogen, dass sich die Balken bogen. Mein Exmann war extrem langweilig und trotz seiner Rumhurerei im Bett ein Versager, der mangels Gefühlen und Intuition versuchte irgendwelche Billigpornos nachzuturnen. Atrraktiv war er nicht, psychisch labil, ohne Charakter und Selbstwertgefühl und beruflich knapp Durchschnitt. Mangels sonstiger Inspiration suchte er in sexuellen Abenteuern das Leben.

Sein Nachfolger ist treu, attraktiv, beruflich erfolgreich, intelligent und empathisch. Weder er noch ich brauchen Impulse von außen, um oft und abwechslungsreichen Sex zu haben. Man braucht nur einen wertvollen Menschen als Partner, dem man vertrauen und bei dem man sich fallenlassen kann.

Währenden mein Exmann sich um Frauen bemühen musste, laufen sie meinem Mann hinterher. Das war schon immer so und er hat es nie gebraucht, um sich toll und begehrt zu fühlen. Es reichte ihm immer, wenn die Frau, die er liebt, ihn begehrt.
 
G

Gast

  • #15
Hallo Fs !

Ich war immer sehr experimentierfreudig und nie treu.Ich hatte 2 lange Beziehungen,hatte aber immer mal andere Frauen nebenbei oder bin ins Bordell gegangen.War zuletzt 3 Jahre Single und bin
seit 6 Monaten wieder mit einer Frau zusammen.Der Sex ist super mit ihr,genieße trotzdem mal "fremde Haut",bin nicht gemacht um treu zu sein...
Ich glaube schon das treue Männer,die vielleicht 5 Frauen im Leben hatten, keine "wilden Stiere" im Bett sind,wie auch ? Immer Sex mit der gleichen ist öde,da ist doch klar das manda wenig Sex hat.

M,40
 
G

Gast

  • #16
Hallo FS

Die Frage ist sehr interessant und die Antworten zeigen das man eben nicht alle Frauen und Männer was treue, sexuelles Verlangen und Lust auf Abwechslung in einen Generellen Sack stecken kann.

Grundsätzlich dürfte Einigkeit darüber herrschen das manche Menschen eine schwache , mittlere und starke Libido haben.

Und die Wahrschenlichkeit ist wohl sehr hoch das jemand der eine schwache Libido habt nicht unbedingt den Wunsch nach sexueller Abwechslung hat. Und umgekehrt natürlich.

Wenn ein Mensch sehr viele und starke sexuelle Phantasien hat wird er sich vermutlich mit einer Partnerin über 20 Jahre nicht gerade Glücklich fühlen. Fremdgehen ist das vorprogrammiert.

Da es in einer Beziehung aber sehr viele Ebene gibt kann er oder sie trotzdem der Beziehung sehr viel geben.

Alle Ebenen befriedigt Niemand.

m
 
G

Gast

  • #17
Nein sie brauchen nicht weniger Sex aber dazu reicht ihnen dann eine Frau. Wer im erwachsenen Alter immer noch annimmt die Masse bestimmt die Klasse irrt gewaltig. Das sind dann die Menschen die nie wirklich ankommen, sich durch sämtliche Betten turnen und glauben nur das bringt ihnen die Erfüllung.

Dabei stumpfen sie immer mehr ab und brauchen ständig einen neuen Kick. Leider ändert sich das auch nicht mit dem Alter. Das einzige was man da tun kann, bei sich bleiben und von solchen Menschen Abstand nehmen, dem Seelenheil und der Gesundheit zuliebe.

w45
 
  • #18
Wenn ein Partner mit starker Libido und großer Experimentierfreude auf einen verklemmten, frigiden Partner trifft (oder die beiden Partner sich im Laufe der Jahre in verschiedene Richtungen entwickelt haben, es also nicht abzusehen war vorher), dann ist da sicher ein größerer Leidensdruck vorhanden und die Gefahr größer, es außer Haus auszuleben, als wenn Libido und Experimentierfreude im Gleichklang sind.

Übrigens sind Frauen da mindestens genau so schlimm...
 
G

Gast

  • #19
Nach all den Erfahrungen, die ich gemacht habe, frage ich mich, ob treue und monogame Männer Sex generell nicht so wichtig finden, nicht so oft brauchen und auch von den Praktiken her gern auf Experimente verzichten.

Introvertierter Typ, der Porno konsumiert und intensiv onaniert?

Wer daran gewöhnt ist, kann mit einer Frau nicht mehr viel anfangen.

Einsamkeit und Angst vor Ablehnung äußert sich vielleicht auch in scheinbarem Desinteresse.

Nicht alle Männer entsprechen dem einfältigen Klischee vom chauvinistischen Stadtteilbesamer, der alles nimmt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Sexuelle Kontaktaufnahme in Beziehungen kann scheitern, Andeutungen werden überhört, oder Missverstanden, stoßen womöglich auf Ablehnung und dann arrangiert man sich in einer geschwisterlichen Beziehungskiste, mit lauwarmen Anstandssex.

Aber auch für die introvertierten Männer gilt: Zumindest bis Mitte-Ende 30 reisst einen die Libido normalerweise in Stücke, wenn man sich nicht auslebt. Danach wird man vielleicht etwas ruhiger, aber das Thema bleibt von hoher Wichtigkeit.

Wenn Ihr Partner keine psychischen, oder physischen Probleme hat, werden ihn die sexuellen Affekte packen, wie jeden anderen Kerl. Mit etwas Glück hat er nur ein Verhältnis mit seiner rechten Hand, aber es kann auch ganz anders sein.
 
G

Gast

  • #20
Hallo FS

Ich möchte deine Frage mal mit einem anderen Sachverhalt vergleichen.

Brauchen Kreativ-chaotische Menschen oder Künstler mehr" Freiheit" um Erfüllung Ihrem Wesen oder Ihre Neigung entsprechend als ein Bodenständiger, Ordnungsliebender z.B Beamter der gerne zu Hause sitzt und zufrieden ist wenn alles schön Reregelt ist?

Klare Antwort, ja sie brauchen es. Sonst könnten Sie ihre Kreativität nicht leben!
Was denn einen Erfüllt kann den anderen Erdrücken.

Und so sehe ich das auch bei Menschen was ihre sexuelle Erfüllung oder Ihre Leidenschaft betrifft.

Wer sexuell sehr aktiv und/oder leidenschaftlich ist neigt eher dazu seine Erfüllung auch mit anderen Sexuallpartner zu erleben oder eben öfter mal neues zu Entdecken.

Ob es natürlich moralisch oder Gesllschaftlich in Ordnung ist steht ebenso wie beim kreativen-Chaot auf einem ganz anderen Blatt Papier.

M48
 
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Gast

  • #21
Wenn eine Frau einen dauerhaft treuen Mann will, dann sollte sie sich meiner Beobachtung nach an einen unsicheren halten.
(w)
 
G

Gast

  • #22
Was mich an der Frage aufbringt ist, daß sie Treue als das Ergebnis von Antriebsschwäche darstellt, nach dem Motto: zu einem (auch für die Frau) erfüllten Sexleben gehört ein Mann mit Phantasie, und die hat ein treuer Mann nicht, sonst wäre er ja nicht treu.

Da man als Mann ja nicht a priori als Langweiler gelten will, hilft wohl nur, sich zum Fremdgehen zu überwinden, auch wenn es einem eigentlich zuwider ist. Schöne neue Welt. Die alte war mir lieber.
 
  • #23
Wenn eine Frau einen dauerhaft treuen Mann will, dann sollte sie sich meiner Beobachtung nach an einen unsicheren halten.
(w)

naja stimmt nicht ganz, aber sie sollte eventuell nicht versuchen den "tollsten Hengst" des Rudels abzuschleppen um dann zu versuchen ihn zu zähmen.. geht immer schief,
wenn's klappt wird er auf einmal uninteressant, wenn's nicht klappt ist er ein Schwein der sich "doch auch mal verlieben muss".
 
  • #24
Nach all den Erfahrungen, die ich gemacht habe, frage ich mich, ob treue und monogame Männer Sex generell nicht so wichtig finden, nicht so oft brauchen und auch von den Praktiken her gern auf Experimente verzichten.

Du bringst da meiner Meinung nach Dinge in Verbindung, die allenfalls zufällig zusammentreffen. Nur weil das bei deinen Beziehungen so war, ist das ja noch keine aussagekräftige Stichprobe.

Treue Männer haben schlicht einen anderen Charakter und ihre Libido im Griff im Gegensatz zu den untreuen, bei denen eher die Libido sie im Griff hat.
Ob der treue Mann dann experimentierfreudig ist oder nicht, hat damit nichts zu tun. Meiner ist treu und experimentierfreudig. Mit mir.
 
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Gast

  • #25
Ich würde mich Gast 19 anschließen. Wobei ich das Gefühl habe, dass treue Männer in langen Beziehungen sehr gern mal Sex mit anderen Frauen haben würden und sich das auch vorstellen, aber es nicht tun. Sonst würden auch nicht so viele Verheiratete flirten. Manche sind dann halt in Gedanken untreu, weil sie ihre Beziehung nicht gefährden wollen.

Ein Mensch, der wirklich nicht groß an Sex interessiert ist, bemerkt das andere Geschlecht gar nicht mehr richtig, denke ich. Also auch nicht den eigenen Partner.
Wenn man jedoch Sex als einen wichtigen Bestandteil einer Beziehung sieht, kommt man ja nicht umhin, auch andere potentielle Sexualpartner wahrzunehmen. Sicher nicht in der ersten Zeit einer Beziehung, wenn man verliebt ist.
Treue Männer in unbefriedigenden Beziehungen haben sich vielleicht einfach davon verabschiedet, aufregenden Sex zu haben. Sie haben irgendwann festgelegt, unbewusst oder bewusst, dass Trennung nicht in Frage kommt, und unterdrücken jegliche Anwandlungen, die die Sicherheit gefährden würden.
 
  • #26
Honore de Balzac schrieb einmal folgendes:
Es ist Unsinn zu behaupten ein Mann könne nicht immer die gleiche Frau lieben,
ein Virtuose braucht auch nicht mehrere Geigen um das gleiche Stück zu spielen.

Dies trifft die Sache der Treue im Kern.

Und was die Libido in jungen Jahren betrifft ist es längst nicht so, dass jeder junge Mann rummacht bis der Arzt kommt. Ich kannte damals schon junge Männer um die 20 welche teilweise noch heute mit den gleichen Frauen in Treue liiert oder verheiratet sind. Zwei meiner Kollegen z.B.

Man kann seinen Trieb sehr wohl kontrollieren - muss es jedoch nicht.

Ich bin weder prüde noch verklemmt, im Gegenteil sehr sinnlich und äußerst einfallsreich, da 0815 Sex bei mir nie an der Tagesordnung war, dennoch war ich immer treu in meinen langjährigen Bindungen und hatte bis zum heutigen Tage keine Affären oder Sexgeschichten, da mir die seelische Verbundenheit immer wichtiger als der Akt war.

Somit ist Treue und Libido eine Charakterfrage und nicht eine Altersdebatte.
 
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Gast

  • #27
Wer sexuell sehr aktiv und/oder leidenschaftlich ist neigt eher dazu seine Erfüllung auch mit anderen Sexuallpartner zu erleben oder eben öfter mal neues zu Entdecken.

Das hat nichts miteinander zu tun. Mein Vorschreiber hat es auf den Punkt gebracht: ein Virtuose braucht, um meisterhaft zu spielen, nicht für jede Tournee ein anderes Instrument, ganz im Gegenteil: ein David Garrett würde sich nie nie nie von seiner Stradivari trennen in der Hoffnung, auf einer anderen Geige noch besser zu sein. Sehr wohl wird er aber auf seinem Werdegang einige Instrumente durchprobiert haben.

Wer öfter mal was neues braucht, ist wohl eher dem Mittelmaß zuzuordnen: es ist immer das Instrument schuld am Mißerfolg, und niemals der Künstler. Glaubt mir: aus so einem wird nie etwas. (m)
 
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Gast

  • #28
Nach alledem wird mir einiges klar:

Es gibt offensichtlich etliche Frauen, die glauben, dass mit einem treuen Mann irgendetwas nicht stimmen kann.

Man könnte natürlich jetzt anfangen, darüber nachzudenken, was mit diesen Frauen nicht stimmen könnte...
 
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Gast

  • #29
Es gibt offensichtlich etliche Frauen, die glauben, dass mit einem treuen Mann irgendetwas nicht stimmen kann.

Ja, das ist wohl so. Mich hat auch schon einmal eine Frau stehen gelassen, obwohl wirklich alles paßte und sie auch spürbar in mich verliebt war, leider aber noch unglücklich gebunden. Ich an ihrer Stelle hätte mich getrennt, bevor ich mit einem anderen etwas anfange, und so wartete ich auf ein "bin jetzt frei" von ihr.

Und wurde für sie auf diese Weise zu einem Mann, mit dem irgend etwas nicht stimmt. Genauer gesagt: zu einem Feigling, der Angst vor einer Abfuhr hat, wenn er die Frau im Stadium des Noch-Gebunden-Seins anrührt, nach dem Motto "Ich hätte mich ja für dich von ihm getrennt, aber dich hat dann wohl im kritischen Moment der Mut verlassen". Oder aber sie dachte "wenn einer schon mit Sex warten will, bis die Frau frei ist, dann wird er wohl auch später immerzu nur nur die passive Rolle einnehmen wollen".

Striktes Treueverhalten als Motiv hat sie nie auch nur einen Augenblick lang in Betracht gezogen.
 
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Gast

  • #30
Nach alledem wird mir einiges klar:

Es gibt offensichtlich etliche Frauen, die glauben, dass mit einem treuen Mann irgendetwas nicht stimmen kann.

Man könnte natürlich jetzt anfangen, darüber nachzudenken, was mit diesen Frauen nicht stimmen könnte...


Ok, das ist jetzt nicht gerade was Neues, eher das alte Lied. Und eben das, was viele aber längst nicht alle Frauen dann irgendwann grob ab 30 mal lernen, das es nicht immer die "Bad Guys" sein müssen, die Typen, von denen sie dann immer wieder verlassen werden und denen man dann noch lange nachheulen kann.

Letztendlich wird bei diesen Frauen dann oft klar, dass sie selber eingeschränkt Beziehungfähig sind, kaum ist ein Mann da, der Zeit für sie hat, wird es ihnen schnell zu viel. Natürlich hat der Mann dann Schuld, der sie ja schier erdrückt hat.
 
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