• #1

Brauche ich professionelle Hilfe?

Hallo, ich habe mich vor 1 und 1/4 Jahr nach 37 Jahren (34 davon verheiratet) von meinem Ehemann getrennt. Der Grund war, dass er mich zum zweiten Mal betrogen hat. Ich habe meinen Mann über alles geliebt und habe nicht nur meinen Ehemann verloren, sondern auch meinen besten Freund. Vor einer Woche habe ich die Scheidung eingereicht. Jetzt ist es nun schon so lange her, aber trotzdem sitzt der Schock sehr tief. Es hört nicht auf weh zu tun. Immer wenn ich ihn sehe, brauche ich eine Weile, bis ich mich wieder im Griff habe. Also nicht falsch verstehen, ich lasse es mir nicht anmerken. Ein bisschen Stolz besitze ich trotz allem noch. Nur, da ist diese Hoffnung, man wacht irgendwann aus einen schlechten Traum auf.
 
  • #2
Liebe Anne, 37 Jahre ist eine sehr lange Zeit und ja, warum nicht? Ich würde Hilfe suchen. Nicht nur in Form einer Therapie sondern auch durch weitere Aktivitäten. Seminare, YouTube Videos über Trennung, Diskutieren mit Anderen Menschen, neue Hobbys und vieles mehr. Ich wünsche dir alles Gute 🍀
 
  • #3
Das solltest du schon selber einschätzen können, ob du professionelle Hilfe benötigst, wenn du dir nicht selber helfen kannst, dann solltest du dir welche holen! Wünsche dir viel Kraft, es ist hart, aber es ist nunmal so!
 
  • #4
Hallo Anne Nette (toller Nick name!)! : - )

Wow, 37 Jahre! Kompliment, das ist ja mal nun wirklich eine Beziehungs-Länge, die hier kaum noch jemand "geschafft" hat!

Neulich habe ich hier schon mal geschrieben, dass ich mal gelesen habe, man brauche, um eine echte, tiefe Liebes-Beziehung zu verarbeiten zwischen halb und doppelt so lange wie die Beziehung an sich gedauert hat.

Ich finde, Du bist schon recht weit: Du bist schon aus der ersten Schock-Phase eindeutig raus. Ansonsten würde es nicht "so weh" tun. Wenn man im Schock ist, spürt man erstmal gar nichts mehr, ist nur verwirrt, sucht nach Antworten, versteht die Welt nicht mehr. Du bist schon eindeutig in der Trauer-Phase und die schmerzt. Sehr sogar, kennen wir alle,... und nach 37 Jahren (guter?) Ehe ist dies wohl mehr als verständlich.

Um Deine Frage beantworten zu können, müsstest Du ein bisschen mehr Informationen bringen:

1. Wie alt seid Ihr?
2. Wann ging Deine Ex-Mann das erste Mal fremd und wie lief es grob ab?
3. Wann war das zweite Mal und wie lief es diesmal ab?
4. Hat Dein Ex diese Frau jetzt noch?
5. Lebt/ Wohnt Ihr (noch) zusammen? Oder wo musst Du ihn jetzt immer noch öfters sehen?
6. Habt ihr gemeinsame Kinder? Wie alt sind die und wie regelt Ihr die Betreuung?
7. Arbeitest Du (noch)?
8. Wie lief Eure Ehe (kurz skizziert), vor allem emotional, über die Jahre ab?
9. Erkennst Du "Auslöser" für sein Fremdgehen?
10. Wie hat er denn reagiert auf Dein Einreichen der Scheidung?

Also nicht falsch verstehen, ich lasse es mir nicht anmerken.
Ich finde, Dein notorisch betrügender Mann "darf" es ruhig merken, dass es von ihm sehr mies war, Dich zu betrügen! Du musst hier nichts unter Verschluss halten!

Aber gut, dass Du offensichtlich ja SEHR diszipliniert und konsequent FÜR DICH gehandelt hast! Chapeau!

Alles Liebe und Gute!
 
  • #5
Dass Du schlimmen Liebeskummer hast, ist normal. Klar kannst Du Dir professionelle Hilfe suchen, aber bislang finde ich nichts ungewöhnlich an Deinen Gefühlen.
Die Scheidung war ja noch gar nicht eingereicht, das ist mE ein wichtiger endgültiger Schritt, um abschließen zu können. Außerdem holt es natürlich alles noch mal hoch, denn damit ist die EHE ja wirklich beendet und es gibt kein Zurück.

Ich finde richtig, dass Du Dich getrennt hast. Offensichtlich habt ihr nicht geschafft, nach dem ersten Betrug eure Beziehung so zu gestalten, dass es für beide gut passte. Nur der sichere Hafen zu sein, ist zu wenig für eine Ehefrau.

Dass Du ihn noch liebst, ist so. Das geht mE nicht weg. Aber dass er ein Freund für Dich ist, seh ich jetzt nicht unbedingt so. Er hat Dich betrogen und vermutlich auch belogen. Sowas machen Freunde in meiner Welt nicht. Ich finde, da sollte man bei seinen Ansichten bleiben und sie nicht "verdünnen", damit ein Mensch, den man liebt, noch "nett" und wie ein Freund aussieht.

Man kann auch Menschen lieben, die nicht zurücklieben oder Dinge tun, die für sie selbst wichtig sind, aber einen verletzen. Dann muss man leider gehen, um nicht dauerzuleiden.

Es hört nicht auf weh zu tun. Immer wenn ich ihn sehe, brauche ich eine Weile, bis ich mich wieder im Griff habe
Ist alles noch normal, finde ich. Mit der Scheidung ist ja nun der letzte Akt eingeläutet. Ich denke, von jetzt an wird dieses Gefühl, aus einem Traum wieder irgendwann aufzuwachen, nach und nach weggehen.
Die Alternative wäre ja gewesen, mit der Verletzung zu leben und sich irgendwann anhören zu müssen, dass es nun endlich mal gut sein muss. Einfach weil der Betrüger den Vorwurf satt hat.
Außerdem wärst Du vielleicht auch ständig unsicher und misstrauisch, ob er Dich nicht wieder betrügt, dh. Deine Gedanken kreisen nur um ihn statt um Dich und was Dir guttut oder um euch als Paar oder was auch immer. Das Vetrauen müsste ja wieder da sein, dass Du mal an was anderes denken könntest, und es war schon das ZWEITE Mal. Ich finde, man wird da schon irgendwo veräppelt und kann sehen, dass der Betrüger gar nichts aus dem ersten Mal gelernt hat (entweder dass er sich selbst trennt, weil er ja offensichtlich irgendwas vermisst in der Ehe, oder aber dass er an seiner Ehe arbeitet oder eben erstmal versucht, die Ehe zu öffnen und nicht einfach heimlich seinen egoistischen Wünschen nachzugehen, dh. die Sicherheit der Ehe erhalten wollen UND sein Süppchen "was ich alles noch brauche, der Partner aber nie erfahren darf" zu kochen). Mal davon ganz abgesehen, dass er vielleicht nicht nur betrügen will, sondern nach einer anderen Partnerin sucht aus der SIcherheit der festen Beziehung heraus.

Du kriegst Dich ja wieder hin nach einer Begegnung, das ist für mich der wichtigste Punkt, ob ich sagen würde "prof. Hilfe oder nicht". Aber wenn Du meinst, Reden würde helfen, es schneller hinzukriegen - warum nicht.
 
  • #6
Ja, Du brauchst unbedingt Hilfe. Du bist 37 Jahre verheiratet gewesen und er hat in dieser Zeit 2 mal eine andere gevö.... . Glaubst Du wirklich das er an diesen Frauen wirklich interessiert gewesen ist. Nein bestimmt nicht, er wollte nur mal etwas anderes als jeden Tag die gleiche Suppe. Wenn ich mir Deinen Beitrag durchlese, glaube ich fast, dass Du die Ehe nur vom Sex und der Treue abhängig machst. Alles andere ist für Dich total egal. Du denkst, wenn er treu ist, dann liebt er mich. Falsch sage ich Dir, ein Mann liebt Dich wegen ganz anderer Sachen. Deswegen solltest Du dir erst mal Hilfe holen um von dieser denke runter zu kommen.
Verstehe mich nicht falsch, Treue ist schon toll, bevorzuge ich auch, aaaabbeeerr darf ich einen anderen Menschen wirklich nötigen, oder besser gesagt zwingen, nur mich körperlich zu lieben. Liebst Du deinen Mann oder soll er Dich nur versorgen und Du hast Schiss vor der Konkurrenz.
 
  • #7
Liebe Anne, 37 Jahre ist eine sehr lange Zeit und ja, warum nicht? Ich würde Hilfe suchen. Nicht nur in Form einer Therapie sondern auch durch weitere Aktivitäten. Seminare, YouTube Videos über Trennung, Diskutieren mit Anderen Menschen, neue Hobbys und vieles mehr. Ich wünsche dir alles Gute 🍀

37 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Das ist der Mann Deines Lebens. Du wirst ihn nie vergessen und ständig an ihn denken. Das ist nunmal so. Das ist ein sehr einschneidenes Erlebnis für Dich. Es wird Dich verändern.

Professionalle Hilfe brauchst Du nicht, denke ich.

Rede mit Freunden, verändere Dein Leben, Deinen Alltag.
Das wird lange dauern. Wochen, Monate, Jahre.

Therapie ist Quatsch.
Mach es so wie es @Lavieestbelle schreibt.
Schau Dich um, You Tube bietet Tausende von guten Videos an. Fang irgendwo an und erarbeite Dir andere Sichtweisen, Neues und in Summe eine Verbesserung für Dich.
 
  • #8
Wenn ich mir Deinen Beitrag durchlese, glaube ich fast, dass Du die Ehe nur vom Sex und der Treue abhängig machst. Alles andere ist für Dich total egal. Du denkst, wenn er treu ist, dann liebt er mich. Falsch sage ich Dir, ein Mann liebt Dich wegen ganz anderer Sachen. Deswegen solltest Du dir erst mal Hilfe holen um von dieser denke runter zu kommen.
Wenn jemand Abwechslung braucht, dann muss er das ansprechen und nicht heimlich was machen und danach muss der andere damit klarkommen. Das Problem beim Fremdgehen ist für die meisten ja eher das verletzte Vertrauen und die Lügerei als das Fremdgehen an sich; für mich ist das jedenfalls so.
Liebe FS, nach so langer Zeit eine Trennung, das ist natürlich furchtbar! Ich verstehe auch das mit dem besten Freund, das ging mir bei meiner ersten Trennung auch ganz stark so. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das nach 37 Jahren sein muss!
Wenn du merkst, es geht dir sehr schlecht, kannst du es doch mal mit professioneller Hilfe versuchen. Ist oft nicht schlecht, wenn man allein nicht aus dem Loch rauskommt.
Alles Gute!
w, 37
 
  • #9
Hallo, ich habe mich vor 1 und 1/4 Jahr nach 37 Jahren (34 davon verheiratet) von meinem Ehemann getrennt. Der Grund war, dass er mich zum zweiten Mal betrogen hat.
Das ist eine sehr lange Zeit, die einen Großteil deines Lebens ausgemacht hat und leider kein schönes Ende nahm.

dass du so empfindest, wie du es momentan tust, ist doch völlig normal.

und wenn Du das Bedürfnis verspürst, dir professionelle Unterstützung holen zu wollen, die dich durch den ganzen Prozess begleitet, dann mach es einfach. Es ist kein Zeichen von Stärke, sich keine Schwächen zuzugestehen. Ganz im Gegenteil .... Ich würde an Emotionen nichts zu verdrängen versuchen, weil dich das irgendwann einholt.

dann lieber just in time angehen ...hilft dir dabei, die Beziehung nochmal retrospektiv und mit Abstand anzuschauen. Was zu interessanten Erkenntnissen führen und dir bei der emotionalen Abnabelung sehr hilfreich sein kann.
 
  • #10
In meinen Augen brauchst du Hilfe.
Nicht wegen der Trennung, sondern weil du dich getrennt hast. Ich frage noch mal nach: du hast dich wegen 2 mal fremdgehen in 37 Jahren scheiden lassen, obwohl der Rest super war? Obwohl du noch Liebe verspürst?
Das ist schon krass, nicht?
 
  • #11
In meinen Augen brauchst du Hilfe.
Nicht wegen der Trennung, sondern weil du dich getrennt hast. Ich frage noch mal nach: du hast dich wegen 2 mal fremdgehen in 37 Jahren scheiden lassen, obwohl der Rest super war? Obwohl du noch Liebe verspürst?
Das ist schon krass, nicht?
Jeder hat eine andere Gewichtung von Treue. Für die einen ist es nicht so wichtig, die anderen kommen über Betrug nicht hinweg. Wie ich oben schon sagte: Es geht häufig um das Gefühl, dass der andere einen hintergangen hat, angelogen, und dass das Vertrauen weg ist. Warum der, der betrogen wurde, Hilfe braucht, weil er sich dann trennt, versteh ich nicht. Finde ich eher krass, das der FS so an den Kopf zu werfen. Erstmal wissen wir nichts genaues (hat er ihr das selbst gesagt, hat sie es rausbekommen, war es eine gemeinsam Bekannte, jemand fremdes, war da mehr als nur Sex im Spiel usw.) und außerdem gehe ich davon aus, dass sie dem Mann VORHER gesagt haben wird, wie wichtig ihr Treue ist. Und dann wurde eben ihre Grenze verletzt. Wenn du selbst es nicht als schlimm ansiehst, ist das doch gut für dich, aber jeder hat eben andere Maßstäbe. Du hast vielleicht andere Dinge, die du nicht tolerieren könntest in einer Beziehung.
 
  • #12
In meinen Augen brauchst du Hilfe.
Nicht wegen der Trennung, sondern weil du dich getrennt hast. Ich frage noch mal nach: du hast dich wegen 2 mal fremdgehen in 37 Jahren scheiden lassen, obwohl der Rest super war? Obwohl du noch Liebe verspürst?
Das ist schon krass, nicht?

Es besteht kein Grund die Entscheidung der FS an sich in Frage zu stellen. Warum sollte eine Beziehung/Ehe nicht beendet werden, wenn kein Vertrauen mehr aufgebaut werden kann? Betrug ist schlimm und verändert die komplette Beziehung und das Verhältnis zu dem Menschen und es wird mit Sicherheit schon nach dem ersten Fremdgehen für die FS schwierig genug gewesen sein.
Dass sie dies kein 2.,3..4. usw. Mal akzeptiert, weil sie sich und ihre Grenzen kennt ist etwas Gutes.
 
  • #13
Wenn jemand Abwechslung braucht, dann muss er das ansprechen und nicht heimlich was machen und danach muss der andere damit klarkommen. Da
Vielleicht hat er das ja und bei ihr ist nix angekommen. Vielleicht hat er schon ein paar mal öfters das Gras auf der anderen Seite gefressen. Vielleicht sollte sie das mitbekommen. Wir wissen nicht soviel über die Geschichte und kennen nur die Perspektive der Frau. Deswegen rate ich ihr das alles mit einem Therapeuten zu durchleuchten. Sie darf auch nicht glauben das der Mann keine Augen im Kopf hat. Aber Bitteschön, wer glaubt nur weil man verheiratet ist, ist alles toll und ohne Probleme, und wenn ein Problem kommt dann kommt die Scheidung.
Vielleicht hofft sie auch der Mann rennt hinter ihr her, was macht sie bloß wenn er es nicht tut. Dann hat sie noch ein viel größeres Problem.
du hast dich wegen 2 mal fremdgehen in 37 Jahren scheiden lassen, obwohl der Rest super war? Obwohl du noch Liebe verspürst?
Frau Rossi hat es auch richtig erkannt.
 
  • #14
Hallo, na dann versuche ich mal einen Teil der vielen Fragen zu beantworten. Ich bin 54, mein Mann 57. Ich habe meine Jugendliebe geheiratet. Ich war 14, er war 17 als wir uns kennenlernten. 2 Jahre später waren wir dann ein Paar. Nochmals 3 Jahre später haben wir geheiratet. Dann kamen in Abständen von 3 Jahren unsere 2 Kinder zur Welt. Jetzt sind wir Großeltern von 2 Kindern. Der Kleine ist erst 5 Monate. 30 Jahre unserer Ehe waren glücklich, sehr glücklich. Er war ein fürsorglicher Ehemann und Papa. Das Dilemma fing im 30. Jahr unserer Ehe an, als ich nach 24 Jahren meinen Job verlor und ich beruflich neu angefangen musste. Ich bin noch einmal komplett durchgestartet. Dafür musste ich aber etwas tun, Weiterbildungen, Dienstreisen usw. Mittlerweile bin ich in einen mittelständischen Unternehmen als leitende Angestellte sehr gut angekommen. Ich war ein halbes Jahr in Hannover da fing alles an. Er ging das erste Mal fremd. Es war kein on night stand, sondern eine richtige Affäre mit einer 15 Jahre Jüngeren. Er stand es mir. Da habe ich noch um unsere Ehe gekämpft. Er schwor, dass das nicht wieder passiert. Es schien auch so, dass wieder alles gut wird. Ca. 2 Jahre später hatte ich den Verdacht, dass er es wieder tut. Auf Nachfragen hat er es enorm bestritten und ich dachte, dass ich ihm vielleicht Unrecht tue. Er hat auch alles daran gesetzt, dass ich nichts bemerke. Heute sage ich, dass ich zu blauäugig war oder wollte es auch nicht wahrhaben. Der Auslöser war, dass er mir auf seinem Handy was zeigen wollte und in dem Moment schrieb ihm seine neue Affäre ( 8 Jahre jünger) eindeutige Nachrichten. Dann nahm alles seinen Lauf, ich habe ihn rausgeschmissen. Er ist dann natürlich zu ihr gezogen. Ich habe unser Haus verkauft, bin in eine kleine niedliche Wohnung gezogen. Im Nachhinein hat sich sogar rausgestellt, dass seine 2. Affäre von ihm schwanger war. Sie hat es weggemacht. Mein Verstand sagt mir, dass ich mich richtig verhalten habe. Unsere Kinder sind mir dabei eine große Stütze. Heute nach 1 und 1/4 Jahr weiß ich, dass er mit seiner Neuen nicht glücklich ist. Auch da ist der Alltag eingekehrt. Aber das ist nicht mehr meine Baustelle. Dann wolltet ihr noch wissen wie er darauf reagiert hat, dass ich die Scheidung eingereicht habe. Er hat geweint und meint, dass er viel zu weit gegangen ist. Einen Grund, warum es soweit gekommen ist, konnte er mir nie sagen. Ich vermute, wir waren ja sehr jung und wir hatten nur uns, keine anderen Partnerschaften vorher. Er war einfach neugierig, wie das so mit anderen Frauen ist. Wie man sagt, er hatte sich die Hörner nie abgestoßen. Uns ging es immer gut und da meinte selbst seine Mutter: Gehts dem Esel zu gut, tanzt er auf dem Eis.
 
  • #15
In meinen Augen brauchst du Hilfe.
Nicht wegen der Trennung, sondern weil du dich getrennt hast. Ich frage noch mal nach: du hast dich wegen 2 mal fremdgehen in 37 Jahren scheiden lassen, obwohl der Rest super war? Obwohl du noch Liebe verspürst?
Das ist schon krass, nicht?

Das ist konsequent.
Eine Chance hatte er bekommen, beim 2.mal Haken.
Da ist das Vertrauen weg.

Und für manche Menschen gilt, ohne Vertrauen geht Partnerschaft nicht.

Andere sind, so wie Du toleranter, die können wegsehen, so tun als ob alles ok ist oder Affäre dulden, oder...
Manchen ist sexuelle Treue ein wichtiger Wert.

Finde ich sehr schräg, vorsichtig ausgedrückt (unverschämt wäre korrekt) der FS wegen ihrer Konsequenz Therapie anzuraten.

Wenn sie zur Verarbeitung der Trennung das Gefühl hat, eine Therapie machen zu wollen, dann warum nicht.
Es gibt Kurzvarianten, vielleicht reichen ein paar Anstöße.

Ihre Trennungsgründe sind nicht therapiebedürftig, im Gegenteil. Zu viele Menschen vermeiden die Konsequenz, und leiden dann lieber.

W, 51
 
  • #16
Vielleicht hat er das ja und bei ihr ist nix angekommen. Vielleicht hat er schon ein paar mal öfters das Gras auf der anderen Seite gefressen. Vielleicht sollte sie das mitbekommen. Wir wissen nicht soviel über die Geschichte und kennen nur die Perspektive der Frau. Deswegen rate ich ihr das alles mit einem Therapeuten zu durchleuchten. Sie darf auch nicht glauben das der Mann keine Augen im Kopf hat. Aber Bitteschön, wer glaubt nur weil man verheiratet ist, ist alles toll und ohne Probleme, und wenn ein Problem kommt dann kommt die Scheidung.
Naja, jetzt wissen wir ja mehr. Und meine Meinung ist nach wie vor die gleiche. Wenn er unzufrieden in der Beziehung war, hätte er den Mund aufmachen können, eine offene Beziehung fordern oder sich trennen. Heimlich Affären zu haben ist für mich einfach nur feige. Wasch mich aber mach mich nicht nass. In den allermeisten Fällen würden diejenigen, die fremdgehen, aber gleichzeitig ein Fass aufmachen, wenn der Partner das täte. Mein erster Freund ist fremdgegangen, ich am Ende auch. Er hat es rausbekommen und ist total ausgeflippt. Hat mir nicht erzählt, dass er das gleiche gemacht hat, sondern war total verletzt und hat überall schlecht über mich geredet. Es ist für die meisten klar, dass man Betrug nicht so locker nehmen kann, da hängen evolutionäre Instinkte dran.
Ich habe übrigens nichts gegen offene Beziehungen (nur selbst kein Interesse daran). Dazu gehört viel Vertrauen, soweit ich das bisher gesehen habe. Das ist das Gegenteil von Betrug. Es verletzt die meisten Leute extrem, wenn der Partner einen hintergeht - das gilt nicht nur für fremdgehen, sondern auch für andere Geheimnisse, die den zweiten mitbetreffen.
 
  • #17
... als ich nach 24 Jahren meinen Job verlor und ich beruflich neu angefangen musste. Ich bin noch einmal komplett durchgestartet. Dafür musste ich aber etwas tun, Weiterbildungen, Dienstreisen usw
Du kannst es - durchstarten! In meinen Augen brauchst du keine »professionelle Hilfe«, die wird meist dann benötigt, wenn man (hier du) einen neuen Wegweiser braucht und den alleine nicht findet.

Du hast diese Richtung für dich schon einmal gefunden und es wird dir wieder glücken, denn dieses »Talent« verschwindet nicht einfach. Natürlich ist die Trennung nach der langen gemeinsamen Zeit erst einmal schmerzhaft. Ihr wart eben praktisch euer ganzes Erwachsenenleben zusammen.
Aber neue Chancen warten halt auch auf dich: du musst nicht mehr diskutieren, fragen, vielleicht sogar betteln, wenn du einen bestimmten Wunsch hast (z.B. ohne ihn mit Freundinnen verreisen, deine Arbeitszeit verlängern oder verkürzen, den Sportwagen kaufen usw.). Du kannst einfach loslegen. Ähnlich konsequent, wie du das bereits in den letzten Monaten gemacht hast: Hausverkauf, neue hübsche Wohnung ... alles ohne seine Hilfe.
Dass du finanziell auch noch gut aufgestellt zu sein scheinst (Job), bewundere ich aufrichtig. Du kannst es: (über)leben!
 
  • #19
Das Dilemma fing im 30. Jahr unserer Ehe an, als ich nach 24 Jahren meinen Job verlor und ich beruflich neu angefangen musste. Ich bin noch einmal komplett durchgestartet. Dafür musste ich aber etwas tun, Weiterbildungen, Dienstreisen usw. Mittlerweile bin ich in einen mittelständischen Unternehmen als leitende Angestellte sehr gut angekommen.
Wenn sich jemand in einer Partnerschaft verändert, dann hat das Auswirkungen auf diese. Ihm wird die Betätigung gefehlt haben, die du anfingst zu erfahren und zack waren andere Frauen im Spiel. Schade, dass er nicht in der Lage war, damit umzugehen.
Ihre Trennungsgründe sind nicht therapiebedürftig, im Gegenteil. Zu viele Menschen vermeiden die Konsequenz, und leiden dann lieber.
Sehe ich genauso 👍🏻
 
  • #20
Was denn für eine Hoffnung, wie soll diese denn aussehen. Was erwartest Du denn noch? Oder ist es eher die Demütigung die Du nicht verarbeiten kannst. Die anderen Frauen waren/sind jünger gewesen. Ist in der Richtung was kaputt geganen bei Dir. Du schreibst son bissl um den Brei herum.
Was möchtest du von mir hören? Denkst du ich mache mir nicht genug Gedanken, warum es mit uns so weit gekommen ist? Ich konnte für eine bestimmte Zeit nicht zu 100% für meinen Mann da sein. Aber nur Ehefrau und Mutter? Als ich die kurze Zeit arbeitslos war, habe ich mich allein um Haus und Garten gekümmert. Er ist jeden Tag zum Mittagessen gekommen. Ja, das hat ihm gefallen. Ich weiß, dass es Frauen gibt, denen das auch gefallen würde. In meinem neuen Job, wurde ich sehr gefordert. Ich hatte wenig Zeit für ihn. Er selbst hat aber vergessen, dass als die Kinder noch sehr klein waren, er noch einmal studiert hat. Da habe ich ihm den Rücken frei gehalten und ich war auch noch arbeiten. Warum sollte eine Frau nicht die gleichen Rechte einfordern?
 
  • #21
Ich konnte für eine bestimmte Zeit nicht zu 100% für meinen Mann da sein. Aber nur Ehefrau und Mutter? Als ich die kurze Zeit arbeitslos war, habe ich mich allein um Haus und Garten gekümmert. Er ist jeden Tag zum
Ich war auch nie nur Ehefrau und Mutter, im Beruf habe ich auch Gas gegeben, Haus und Grund wurden organisiert.... aber das ist alles nicht wichtig weil ich glaube das die meisten Ehepartner nicht zu 100% versorgt werden wollen. Das vielleicht eine zu enge Bindung da gewesen ist, zwischen Euch zweien. Auch das ist jetzt nicht wichtig. Wenn Du eine Hilfestellung für Dich brauchst, dann organisiere Dir eine. Was andere Dir raten ist nicht relevant, nur Du bist für Dich und Dein Wohlbefinden zuständig. Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung, ob Du den Weg zurückfindest oder einen neuen gehst. Alles Liebe Dir.
 
  • #22
Ich war auch nie nur Ehefrau und Mutter, im Beruf habe ich auch Gas gegeben, Haus und Grund wurden organisiert.... aber das ist alles nicht wichtig weil ich glaube das die meisten Ehepartner nicht zu 100% versorgt werden wollen. Das vielleicht eine zu enge Bindung da gewesen ist, zwischen Euch zweien. Auch das ist jetzt nicht wichtig. Wenn Du eine Hilfestellung für Dich brauchst, dann organisiere Dir eine. Was andere Dir raten ist nicht relevant, nur Du bist für Dich und Dein Wohlbefinden zuständig. Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung, ob Du den Weg zurückfindest oder einen neuen gehst. Alles Liebe Dir.
Es geht also auch nett. 🤭😉 Ich danke dir. Liebe Grüße
 
  • #23
Statistisch erwiesen durch seriöse Langzeit-Studien:

< 80 % aller Menschen, Männer wie Frauen, trennen sich SOFORT und UNWIDERRUFLICH bei einem Fremdgehen. Beim ALLERERSTEN Mal Fremdgehen. Und zwar sofort und in dem Moment, in dem sie davon erfahren.

< 10 % lassen sich von ihrem/r Fremdgeher/in durch ihr/ sein langes, sehr ernsthaftes und sehr inniges erneutes Werben um ihn/ sie nochmal davon überzeugen, die Beziehung weiterzuführen.
-- Frauen vergessen dann diesen einmaligen Seitensprung nach durchschnittlich 17 (!) Jahren. Vorausgesetzt natürlich ihr Mann bleibt in diesen 17 Jahren absolut treu. (Und sie werden ihn in diesen Jahren auf Biegen und Brechen testen. Und ihn hart kontrollieren, kein Honig-Schlecken für diesen Mann! :))
-- Männer vergessen ein Fremdgehen: NIE!

< 10 % machen nach einem Seitensprung weiter, ohne dass der Partner ernsthaft Reue bekundet, lassen sich erneut betrügen, kehren alles unter den Teppich, leugnen ihre Gefühle, bleiben aufgrund der Umstände (gemeinsames Haus, finanzielle Gründe, gemeinsame Kinder, etc.) ==>> Dies sind dann die Fälle von unglücklichen Betrogenen. Sie leider, oft jahre-/ jahrzehnte lang. Es sind die Fälle, die sich in Psycho-Therapien begeben. Oder sich selbst irgendwann einen anderen Partner schaffen zu suchen.

Zu Dir persönlich, liebe FS: Hut ab, dass Du nun die Trennung gewählt hast! Gleich samt Scheidung! Sehr gut für Dich und sehr konsequent! Chapeau!
Und zu Deiner Frage, liebe FS: "Brauchen", glaube ich, tust Du professionelle Hilfe nicht, dazu klingst Du mir zu selbstbewusst, zu reflektiert, zu stark. Ich denke aber, eine Therapie und/ oder auch Hilfen jeglicher Form "können Dir helfen"! Was hast Du zu verlieren, wenn Du Dir Gruppen-Gespräche und anderes suchst? Nimm und gönne Dir jetzt alles, was Dir gut tut!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #24
Einen Grund, warum es soweit gekommen ist, konnte er mir nie sagen. Ich vermute, wir waren ja sehr jung und wir hatten nur uns, keine anderen Partnerschaften vorher. Er war einfach neugierig, wie das so mit anderen Frauen ist. Wie man sagt, er hatte sich die Hörner nie abgestoßen.

Liebe FS,
und das soll ihm mit 50 Jahren eingefallen sein, zeitgleich damit, dass Du beruflich nochmal richtig Gas gibst und erfolgreich wirst? An den Zufall glaubst Du doch nicht im Ernst und wenn, dann ist es höchste Zeit umzudenken, sonst findest Du nie Deine Ruhe.
Du reimst Dir was zusammen, was nicht stimmt. Er sagt Dir nicht was ist, weil ihm das zu peinlich ist, sofern er es überhaupt durchblickt.

Er musste sich nicht erst im hohen Alter von ü50 die Hörner abstoßen (sei froh, so einen Ochsen los zu sein :) , sorry Mods, aber der muss jetzt sein. So einen Elfmeter kann ich nicht liegen lassen), sondern es ist die typische Reaktion, wenn die Frau ihm zu erfolgreich wird und das auch noch in Deinem Alter. Hörner abstoßen, dass hätte er 15-20 Jahre früher gemacht.
Wie kann Mann dann die Frau wieder klein machen? Nun, mit anderen, gern auch jüngeren Frauen oder sexuell offensiven oder ... - uralte Story. Du merkst, ich weiß wovon ich rede.

Er war neidisch, wie Du Dein Leben angefasst hast, wie selbstständig Du die Dinge angegangen bist und wahrscheinlich hat er sich auch geärgert, dass Du in Hannover weiterbildungsmäßig unterwegs bist, statt ihm Stullen und Gürkchen zu reichen, wennn er Feierabend hat.
Betrachte meinen Verdachtsmoment mal mit einem Rückblick auf eure Ehe die Rollenverteilung.

Da habe ich ihm den Rücken frei gehalten und ich war auch noch arbeiten. Warum sollte eine Frau nicht die gleichen Rechte einfordern?
Korrekt, aber es hat ihm nicht gepasst und darum musste er Dich mit anderen Frauen deckeln.
Du musst Dir das Gesamtbild von ihm mal angucken, dann verlierst Du den Respekt vor ihm und Dein Zustand wird sich fix bessern.
Deine Kinder und die Enkel bleiben Dir doch - nur nicht mit ihm als Mann an Deiner Seite.

Mit der eingereichten Scheidung hast Du den finalen Schritt gemacht. Das wirkt nunmal erschütternd. Du brauchst keine professionelle Hilfe - alles ok, dass es Dir nach so langer gemeinsamer Zeit den Boden unter den Füßen wegzieht.

Sie sagt nicht, dass sie ihn noch liebt. Sie sagt, der Schock sitzt tief, es tut immer noch weh - das ist was anderes.

aaaabbeeerr darf ich einen anderen Menschen wirklich nötigen, oder besser gesagt zwingen, nur mich körperlich zu lieben.
Sie nötigt ihn doch garnicht. Sie ist eine gute Frau, die ihm den Weg zu seiner neuen Geliebten frei gemacht hat.
Dass er mit der nun auch nicht glücklich ist, ist sein Problem :)
 
  • #25
Liebe Anne Nette,

Eine Geschichte zu dem, was da von 2 Foristinnen bagatellisiert wurde, garniert mit der Forderung, Dich wegen Deiner Haltung therapeutisch behandeln zu lassen - mE absolut daneben.

Ich hatte eine Bekannte, auch mit einer ähnlich langen Beziehungsgeschichte.
Irgendwann betrog sie ihr Mann, sie fand ss raus, sie verzieh. Es passierte wieder.
Sie redeten, er bereute, .. Und es wurde anders. Er bemühte sich, es wurde nach ihrer Aussage richtig gut.

Es wurde nicht gut, denn sie konnte auch Jahre später den Betrug nicht verwinden. Sie litt schon als ich ihr begegnete, irgendwann stellte sie sämtliche Kontakte ein.
Die Frau entwickelte eine Depression.
Trennung kam für sie nicht in Frage.

Wenn man einen Menschen liebt, vertraut man.
Die Entdeckung, betrogen worden zu sein, trifft tief.
Noch verstärkt, wenn nach einem Fall der zweite trotz Versprechen folgt.

Es ist irrelevant, WARUM er Dein Vertrauen missbrauchte. Er tat es.
Er hat die Verantwortung dafür.
Wenn ihm in Eurer langen Ehe etwas nicht gepasst hat, hätte er reden können.
Der nette kleine Seitensprung? Einfach. Billig, der/dem anderen die Verantwortung zu zu schieben.

Er hätte reden können als es heraus kam, Veränderungen angehen.
Nein, es kam der 2. Betrug, war ja so einfach.

Ein derart verletztes Vertrauen braucht Zeit zum Heilen, gerade wenn man so lange einem Menschen vertraut, wiegt der Bruch schwer.

Du spürst in Dich, was Du nun brauchst, um die Verletzung zu heilen. Und holst Dir das.

Und bitte nicht grundsätzlich misstrauisch werden, das wäre schade.

W, 51
 
  • #26
Hallo @Anne Nette...
Du hast alles genau richtig gemacht! Und rechtfertigen für die Gründe der Trennung ist auch nicht nötig! Schau mal zurück und werde dir bewußt, was DU schon alles geleistet hast. Da kannste stolz drauf sein. Trennungsschmerz nach so einer langen Ehe ist normal. Das braucht Zeit, einige gute Gespräche mit Freunden, Ablenkung und neue Hobbys...Dann wird das wieder!
 
  • #27
< 10 % lassen sich von ihrem/r Fremdgeher/in durch ihr/ sein langes, sehr ernsthaftes und sehr inniges erneutes Werben um ihn/ sie nochmal davon überzeugen, die Beziehung weiterzuführen.
-- Frauen vergessen dann diesen einmaligen Seitensprung nach durchschnittlich 17 (!) Jahren. Vorausgesetzt natürlich ihr Mann bleibt in diesen 17 Jahren absolut treu. (Und sie werden ihn in diesen Jahren auf Biegen und Brechen testen. Und ihn hart kontrollieren, kein Honig-Schlecken für diesen Mann! :))
-- Männer vergessen ein Fremdgehen: NIE!
Ich würde aus persönlicher Erfahrung auch denken, dass die Zahlen so ungefähr stimmen. Da sind eben hier die zwei, die die FS nicht verstehen, die wenigen Prozent, die damit kein Problem haben. :)
Man würde sich doch auch im Berufsleben nicht anlügen lassen bei wichtigen Vereinbarungen, oder einfach hinnehmen, wenn der andere einen hintergeht, für seinen Vorteil und meinen Nachteil? Auch in Freundschaften nicht. Warum soll das in einer Beziehung bei einer Vereinbarung zum Thema Treue nicht auch so wehtun, dass die meisten das nicht so einfach verschmerzen können?
Das Urvertrauen, was ich erstmal in eine neue Beziehung habe, das basiert darauf, dass man denkt: Der andere ist ehrlich zu mir in allen wichtigen Belangen, ich kann ihm vertrauen. Dieses Grundvertrauen zu kitten, wenn es verletzt wurde - und für die meisten hat ein Seitensprung diese Auswirkung - ist extrem schwer, klappt oft gar nicht mehr.
 
  • #28
Zu Dir persönlich, liebe FS: Hut ab, dass Du nun die Trennung gewählt hast! Gleich samt Scheidung! Sehr gut für Dich und sehr konsequent! Chapeau!
Und zu Deiner Frage, liebe FS: "Brauchen", glaube ich, tust Du professionelle Hilfe nicht, dazu klingst Du mir zu selbstbewusst, zu reflektiert, zu stark. Nimm und gönne Dir jetzt alles, was Dir gut tut!

...dem und auch den Ausführungen von Lionne69 ist nichts hinzuzufügen!
Du hast die einzig richtige Konsequenz nach Fremdgehen/Affäre gezogen. Wer es einmal gemacht hat, macht es immer wieder...
Vor allem aber ist Vertrauen unwiederbringlich!
Du bist eine starke Frau - gehe weiter Deinen geradlinigen Weg!
Alles Liebe
 
  • #30
Hallo, ich habe mich vor 1 und 1/4 Jahr nach 37 Jahren (34 davon verheiratet) von meinem Ehemann getrennt. Der Grund war, dass er mich zum zweiten Mal betrogen hat. Ich habe meinen Mann über alles geliebt und habe nicht nur meinen Ehemann verloren, sondern auch meinen besten Freund.
Nüchtern betrachtet eine Abwägung. Auf der einen Seite der über alles geliebte Ehemann und Freund und 37 Jahre. Auf der anderen Seite zwei intensivere Fehltritte, in der Abwägung kommst Du zu dem für Dich sicher überlegten und richtigen Schluss:
Vor einer Woche habe ich die Scheidung eingereicht.
Natürlich nicht einfach nach 37 Jahren, aber konsequent. Es ist auch keine Entschuldigung, dass man früh geheiratet hat. Aber eben Deine Entscheidung, die Du auch anders treffen könntest, wenn Du das wolltest.

Was mir nicht klar ist: warum gehen beste Freunde in problemlosen Ehen fremd? War es wirklich nur Deine Abwesenheit für ein halbes Jahr? Oder doch ein Auseinanderleben?
Nur, da ist diese Hoffnung, man wacht irgendwann aus einen schlechten Traum auf.
Was meinst Du damit? Dass er Dir in eurem Haus wieder beim Frühstück gegenübersitzt? Dürfte eine Seifenblase sein. Vergiss es. Du hast die Ehe beendet, sicher berechtigt, aber eben mit Konsequenzen. Es ist verständlich, dass Du der Erinnerung an problemlose Zeiten nachhängst. Die sind aber wohl eher vorbei.

Da hilft nur: Zeit. Wozu professionelle Hilfe? Du wirkst wie eine gestandene Frau, die ein Tief im Leben selbst bewältigen kann.

< 80 % aller Menschen, Männer wie Frauen, trennen sich SOFORT und UNWIDERRUFLICH bei einem Fremdgehen. Beim ALLERERSTEN Mal Fremdgehen. Und zwar sofort und in dem Moment, in dem sie davon erfahren.
War das jetzt der IM? Ach nein, da fehlen die „S“...
 
Top