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  • #1

Bitte um Hilfe: Probleme beim gemeinsamen Sorgerecht !

Hallo liebe Forum-Freunde. Brauche dringend Rat & Hilfe! Habe folgende Situation: bin alleinerziehend und vollberufstätig (angestellt) . Habe 2 Kinder im Schulalter, die bei mir wohnen. Da ich berufstätig bin, werden Kinder aktuell 4 tage die Woche je ca. 1,5 Stunde abends von meinem Ex betreut, der in der Nähe wohnt, was ich aber nicht mehr möchte, da ich eine andere Betreuung gefunden habe, die mir eher zusagt. Der Ex möchte die Kids nach wie vor betreuen und besteht darauf. Darf er das , auch ohne meine Zustimmung?? Wir haben das gemeinsame Sorgerecht!
Das andere Problem. mein Ex möchte die Kinder jeder 2. WE über ganzes Wochenende bei sich haben, obwohl es in seiner Wohnung keine Küche und keine Kinderbetten gibt. Die Wohnung ist sehr verdreckt. Soll ich zustimmen?? Die Kinder möchten am WE lieber bei mir bleiben. Immerhin, möchte ich nicht, dass sie den Kontakt zum Vater abbrechen. Der Vater zahlt kein Unterhalt und ist selbstständig. Ich bin am überlegen, Termine beim Jugendamt und beim Rechtsanwalt zu machen. Jedenfalls wäre sehr dankbar für Eure Ratschläge!
 
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  • #2
1. Ja, darf er, wenn Ihr gemeinsames Sorgerecht hat.Er hat dadurch die selben Rechte wie Du.
2. Dadurch, dass Ihr gemeinsames Sorgerecht habt, bedarf es Deiner Zustimmung nicht, dass die Kinder jedes 2. Wochenende bei ihm sind.
3. Klingt ziemlich schrecklich, aber (ebenfalls wie bei festgelegtem Umgang) werden die Kinder auch zu ihrem Vater MÜSSEN, ob sie wollen oder nicht (es sei denn natürlich, er würde sich an den Kindern vergehen oder sie schlagen); da interessiert es auch vor Gericht nicht, ob die Kinder ggfs. weinen, wenn sie von einem Elternteil wegkommen und zum anderen gehen müssen.
4. Umgang hat nichts mit Unterhalt zu tun! Die Kinder haben grundsätzlich ein Recht auf beide Elternteile.
5. Klar, solltest Du unbedingt einen Termin mit einem RA machen, wenn er keinen Unterhalt zahlt.Der Unterhalt steht den Kindern zu! Ist ja nicht Dein Geld.Weshalb hast Du das noch nicht getan??
6. Wegen der Wohnung Jugendamt einschalten.Die werden das überprüfen und feststellen, ob die Wohnung tatsächlich nicht kindgerecht ist (verdreckt, keine Kochmöglichkeit? oder nur keine Küche? etc.).

Ihr hattet 'nen Rosenkrieg, und Du bist sauer, gell? Hat er Dich betrogen oder verlassen? Liest man irgendwie raus... Bitte denk' auch mal an die Kinder, und versuch' nicht, sie gegen den Vater auszuspielen.Die Kids haben es auch so schwer genug und schwerer als andere Kinder...
 
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  • #3
Stell dir einfach mal die umgekehrte Situation vor:
Dein Ex hat für die Zeit, in der du die Kinder betreust, eine andere Lösung gefunden, die ihm eher zusagt. Was würdest du dann sagen? Oder er möchte nicht, dass sie an 2 Wochenenden bei dir sind, weil er meint, dass deine Wohnung zu steril ist.

Wir kennen natürlich die Situation nicht und können nicht beurteilen, wie schmutzig seine Wohnung ist. Aber er ist der Vater und hat ein Anrecht auf seine Kinder. Ihr habt geteiltes Sorgerecht und somit soll bzw. muss er sich eben auch sorgen und kümmern.
Sei doch froh, wenn er dich entlastet und die Kinder öfter mal nimmt. Ein Vater kann nicht so schlecht sein, dass er nicht besser ist als eine Fremdbetreuung. Und mal ganz ehrlich, ein wenig Unordnung wird deinen Kinder schon nicht schaden, sie sehen bei dir ja wie es auch gehen kann.
Und mal 2 Tage ohne Küche und vielleicht auf dem Sofa oder in Papas Bett, das ging früher auch, da sind wir auch nicht gestorben.
Bleib locker. Für das Wohl deiner Kinder ist es wichtig, dass du dich mit dem Vater der Kinder gut verstehst. Ihr solltet in erster Linie Eltern sein.

w 55
 
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  • #4
Ich bin am überlegen, Termine beim Jugendamt und beim Rechtsanwalt zu machen. Jedenfalls wäre sehr dankbar für Eure Ratschläge!

Ja, mach doch. Das hört sich an wie eine Drohung: der Vater verhält sich unangemessen, dann gehe ich zum Jugendamt. Darum sollte es aber nicht gehen. Lass dich ohne Groll und Wut beim Jugendamt beraten.

Warum gibt es in der Wohnung des Vaters keine Küche und keine Kinderbetten? Weil der Mann ausziehen musste. Wer ist dafür verantwortlich? Beide Elternteile!

Der Mann musste ausziehen, möchte weiterhin den Kontakt zu den Kindern, befindet sich in einer schwierigen Situation und die Frau scheint sich völlig zu überschätzen und will es dem Vater so richtig zeigen.

Es könnten übrigens auch mal Zeiten kommen, wo du dankbar wärst, wenn der Vater die Kinder nimmt.

m
 
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  • #5
Fragestellerin, dies ist ein Forum, in dem Menschen ihrer Meinung schreiben. Dies ist kein juristischer Ratgeber.

Meine Idee zu dem ganzen - nicht juristisch abgesichert, obwohl ich das könnte, sondern einfach
als Idee - binde die Kinder mit ein. Wollen sie jeden Abend vom Vater betreut werden? Kommt er zuverlässig? Dann wie ist seine Vorbildfunktion für die kinder - du schreibst daß er keinen Unterhalt zahlt. Ist er Arbeitsunfähig? Ist er faul? Hat er Geld und verweigert die Unterhaltszahlung? Dies sollte einfach klar sein und ggf. als Information an die Kinder gehen. Unterhaltszahlungen sind nichts auf was die Mutter verzichten darf - es ist Geld der Kinder. Drittens - in seiner Wohnung sind keine Betten, keine Küche - na ja als Wohnung würde ich dies nicht bezeichnen. Da solltest du klare Ansagen machen 1) Betten 2) Küche 3) putzen - und auf dieser Ecke solltest du das Jugendamt mit einbeziehen. Die Kinder selbst haben ja auch etwas zu sagen - und dieses sagen ist "Ich will nicht." Vielleicht geht es den Kindern besser, wenn er 3 x die Woche in deine geputzte, eingerichtete, kinderfreundliche Wohnung kommt und die Kinder ihn nach 1,5 Stunden nicht mehr sehen ! W
 
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  • #6
Na wenn Ihr gemeinsames Sorgerecht habt gibt es doch eine gerichtliche Regelung zu den Betreuungszeiten. Die gilt soweit Ihr nichts anderes vereinbart.

m
 
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  • #7
Gerade WEIL ich Anwalt bin, gebe ich mal KEINE juristische Rat.

Sicherlich musst Du die Kinder durch den Vater nicht die 1,5 Stunde IN deiner Wohnung betreuen lassen, wenn du das nicht willst. es liest sich für mich so, als wäre es in deiner Wohnung-
Aber dass ihr dann eine andere Lösung finden müsst, weil die Kinder Kontakt zum Vater haben sollen, wollen und müssen, ist klar.
Ich würde NICHT einen Anwlt einschalten. Das bringt doch oft nur unnütze Eskalation.
Und mir scheint, als ob ihr ja miteinander reden könnt. Also solltest Du das tun.

Bei ihm übernachten sollten die Kinder auch - aber natürlich setzt das Kinderbetten voraus. Die kann er aber anschaffen.
Die "verdreckte" Wohnung... naja, das ist relativ und manche sind ordentlicher und sauberer als andere, das ist, abgesehen von Extremfällen, leider hinzunehmen. Wenn die Kinder in der Schule sind, können sie ja schon den Mund aufmachen und sagen, Ih, Papa, das ist aber eklig. WENN es so ist. Das ist sicher besser, als wenn Du's sagst.
Wenn ihr beim Reden euch nicht einigt, dann kann das Jugendamt helfen, eine Einigung herbeizuführen. Das setzt voraus, dass ihr beide gelichviel Vertrauen in den/die Mitarbeiterin habt.

Ansonsten empfehle ich eine Mediation.

Nochmal deutlich: Zeit für einen Anwalt scheint mir bei euch noch lange nicht zu sein!
Also gieß kein Öl ins Feuer.
 
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  • #8
Wieso sind beide Eltern dafür verantwortlich, wenn wie in diesem Fall, der Mann ausziehen musste? Woher nimmst Du diese Gewissheit @3?

Es sind Regelungen bezüglich des Umgangs getroffen worden, die kann man nicht so einfach wieder aushebeln.
Ob die abendliche Betreuung der Kinder darunter fällt, können wir hier nicht wissen. (Du schreibst nichts über die Umgangsregelung)
Du solltest schauen, was den Kindern gut tut und Dir später nicht den Weg in eine neue Partnerschaft erschwert (und das kann die regelmäßige Anwesenheit des Expartner ja tatsächlich). Dennoch solltest Du probieren, so gut es geht, unnötige Konflikte zu vermeiden.

Allerdings muss die Wohnung des Kindesvaters auch so eingerichtet und in einem solchen Zustand sein, dass die Kinder sich dort gut aufhalten und wohlfühlen können.
Ist sie total verdreckt, gibt es keine Kochmöglichkeiten und keine Betten, dann muss genau dafür gesorgt werden. Notfalls mit Hilfe des Jugendamtes. Da wird dann notfalls auch regelmäßig überprüft, ob der Kindesvater diese elementaren Grundlagen schaffen kann.

In Sachen Unterhalt solltest Du einen RA einschalten. Der steht Deinen Kindern zu.
 
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  • #9
So wie das hier klingt, wäre es wahrscheinlich das Beste, wenn die Kinder ganz zum Vater ziehen. Mit dem Unterhalt, den die FS dann zahlen müsste, dürfte er sich auch eine bessere Wohnung leisten können.
 
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  • #10
Na wenn Ihr gemeinsames Sorgerecht habt gibt es doch eine gerichtliche Regelung zu den Betreuungszeiten. Die gilt soweit Ihr nichts anderes vereinbart.

eine gerichtliche Regelung gibt es nur, wenn man vorher eine Regelung vom Gericht wollte

wenn die Eltern sich außergerichtlich einigen gibt es weder feste Betreuungszeiten noch festgelegten Unterhalt.
 
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  • #11
FS: Danke an alle! Hier die Meinung vom Jugendamt: entscheidend in der Situation ist der Wille der KINDER. Hoffe es stimmt, hört sich auf jeden Fall sehr gut an . Das heisst : die Kinder "MÜSSEN" gar nicht, Gott sei Dank! Und da die Kinder bei mir wohnen habe ich zu entscheiden, wer die Kinder regelmässig betreut. Für WE- und generelle Besuchsregelung gilt erstmal "nach Absprache", in der Situation mit der Wohnung z.b. nur Samstags oder Samstag plus Übernachtung & Frühstück schon zu Hause. Beides für mich Ok akzeptabel. Hoffe, es wird so funktionieren!
 
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  • #12
@FS bin die #1 wenn Du nun aber bockst und der Kindsvater "sauer" wird, wird er womöglich den festgesetzten Umgang beantragen, der ihm auch zugebilligt wird, und dann MÜSSEN Eure Kinder den Umgang wahrnehmen (auch gegen ihren Willen).Du bist also wirklich gerade dabei, noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.Ich kann Dich nur noch mal bitten, Deine eigenen Emotionen zurückzuschrauben, glaub' mir, Du siehst jetzt in Deiner Wut die Folgen noch nicht ab und büßen werden es Eure Kinder im Ende müssen... Willst Du das?
 
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  • #13
FS an #1.Glaube nicht, dass es so einfach wird mit dem festgelegten Umgang, wenn die Mängel in der Wohnung vom Jugendamt bestätigt würden, und die Mutter (also, ich) bereits in Vorgesprächen klare Bereitschaft äussert, dem Vater ausrechenden Zeitraum für Kinderbesuche zu gewähren. Natürlich habe ich dabei als Mutter auf Kinderwohl zu achten. (Unsere Scheidung ist übrigens ca. 5 Jahre alt und im grossen und ganzen ziemlich emotionslos.)
 
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  • #14
FS: Danke an alle! Hier die Meinung vom Jugendamt: entscheidend in der Situation ist der Wille der KINDER. Hoffe es stimmt, hört sich auf jeden Fall sehr gut an . Das heisst : die Kinder "MÜSSEN" gar nicht, Gott sei Dank! Und da die Kinder bei mir wohnen habe ich zu entscheiden, wer die Kinder regelmässig betreut. Für WE- und generelle Besuchsregelung gilt erstmal "nach Absprache", in der Situation mit der Wohnung z.b. nur Samstags oder Samstag plus Übernachtung & Frühstück schon zu Hause. Beides für mich Ok akzeptabel. Hoffe, es wird so funktionieren!

Möchtest du das Beste für DICH oder für die Kinder?
Du bist ihre Mutter und hast die Verantwortung für ihr Wohlergehen. Aber das Wohl der Kinder besteht nicht in einer aufgeräumten Wohnung. Sie haben auch ein Recht auf ihren Vater. Die Kinder haben nichts mit eurer Trennung zu tun.
Es ist deine Pflicht als Mutter, das Verhältnis zu ihrem Vater harmonisch ablaufen zu lassen.
Du scheinst mir sehr egoistisch. DU möchtest, DU hast entschieden. Wenn deine Kinder am Wochenende lieber bei dir bleiben möchten, dann wäre es an dir, sie zu motivieren, zu ihrem Vater zu gehen. Dir scheint das aber ganz gut in den Kram zu passen. Ich könnte mir vorstellen, dass du das dann auch noch förderst.
Du tust weder deinen Kindern noch dir oder deinem Ex einen Gefallen.
Ich bin selbst Mutter und gechieden. Manchmal nervt mich mein Ex auch und ich möchte möglichst wenig Kontakt zu ihm. Aber ich habe immer dafür gesorgt, dass die Kinder von unserem Streit möcglichst verschont blieben. Ich habe sie immer ermutigt, zu Papa zu gehen, auch wenn sie keine Lust hatten.
Heute sind beide erwachsen und haben sowohl zu mir als auch zu meinem Ex eine gute, freundschaftliche Beziehung. So sollte es auch sein.
 
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  • #15
FS an #13. Eine kurze Anmerkung: ja, ich entscheide, wer die Kinder regelmässig betreut, ABER. Regelmässige Betreuung und Besuchs bzw. Kontaktregelung sind 2 verschiedene Paare Schuhe. Betreuung im Alltag hat mit dem Kontakt zu dem Vater nichts zu tun. Oft wohnen geschiedene Eltern mehrere Kilometer entfernt. Verdreckte Wohnung ohne Küche, wo die Kinder sich unwohl fühlen trägt der harmonischen Beziehung zu dem Vater nicht gerade bei. Wenn sich der Vater aber Mühe geben würde und die Wohnung, bzw. der gesamte Ablauf der Kinderbesuche so gestalten, dass es Kindern wirklich Spass macht , und sie gerne zu Besuch kommen, wäre das Problem schon längst erledigt. P.S. Und sorry, seien Sie bitte korrekt. Das Wort "ich" wurde bei mir niergendwo gross geschrieben bzw. gemeint.. Vielen Dank!
 
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  • #16
Liebe FS,

ich bin völlig deiner Meinung. Wenn es ein Mann nach 5 Jahren Scheidung nicht schafft, seinen Kindern eine halbwegs normale Wohnung zu bieten, damit sie sich dort wohlfühlen, scheint er als Vater nicht viel zu taugen. Kinder haben ein Anrecht auf eine halbwegs sauberes und kindgerechtes Umfeld. Das kann meinetwegen auch auf einer schönen gemütlichen Luftmatratzen-Fussboden-Schlafbett sein, wenn es ansonsten sauber, gepflegt und gemütlich ist.

Gut, dass das Jugendamt eingeschaltet ist. Zur Not kann man die Kinder auch zum Vater bringen und die Kinder vor Ort im Beisein des Vaters sagen lassen, ob sie sich bei ihm wohlfühlen oder nicht. Trotz des gemeinsamen Sorgerechts kann man kein Kind zwingen, zu einem Elternteil zu gehen und dort zu schlafen, wenn es sich dort nicht wohl fühlt. Man würde sicherlich auch kein Kind zwingen in eine verrauchten Wohnung beim alkoholisierten Elternteil das Wochenende zu verbringen, oder?

Sinnvoll ist auch, den Zustand der Wohnung genau zu beschreiben, sich Notizen (Fotos?) mit Uhrzeit usw. zu machen falls der Kindesvater alles runterspielt.

Es geht hier nicht darum den Kindesvater fertig machen zu wollen, sondern an allererster Stelle steht für mich das Kindeswohl. Wenn die schon nicht zum Vater wollen...., das würde mir als Vater sehr zu denken geben.

M
 
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  • #17
Liebe FS, freu dich dass dein Ex das Interesse an seinen Kindern zeigt. Ich bin mit drei Kindern komplett alleine, der Vater hat das Kontaktrecht aussetzen lassen, ich würde mich freuen wenn meine Kindern regelmässig zum Vater gehen dürften!
 
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  • #18
Liebe FS,
ich bin Scheidungskind - und ich wäre mehr als glücklich gewesen, wenn mein Vater sich um mich hätte kümmern DÜRFEN. Denn da durfte er nicht, weil ich, lt. den Aussagen meiner Mutter und deren Eltern vor Gericht: "Immer so geweint habe, wenn ich von ihm gebracht worden bin".
Also hör als allererstes mal auf, deine Kinder gegen ihren Vater aufzubringen. Du machst das nämlich nur, damit DU dich gut fühlst. Wie es deinen Kinder damit geht, dass du einen Teil von ihnen (ja, sie sind sowohl Teil von dir als auch Teil ihres Vaters) so ablehnst, interessiert dich ja anscheinend auch nicht.
Wenn es dir darum geht, dass es deinen Kindern gut geht, dann versetze dich mal in ihre Situation: häufig hören und spüren zu müssen, wie mies Papa ist, oder, noch eine viel bessere Manipulation, gegen sich Kinder nicht wehren können: wie ach so schlecht es der Mama doch geht, wenn sie die Kinder sich mit Papa gut verstehen. Was sollen sie denn dann tun? Da bleibt ihnen doch gar nichts anderes übrig, als der geliebten Mama zu zeigen, dass sie nur zu ihr wollen - weil, dann geht es der Mama ja gut. Und wenn die Kids auch zum Papa wollen, dann geht es Mama ja schlecht.. Und dafür fühlen sich dann die Kinder verantwortlich.
Nein, ich kann solche Mütter - und auch Väter, die es in dieser Situation allerdings wesentlich weniger gibt - absolut nicht verstehen.
Und bevor mir jemand vorwirft, ich wüsste nicht von was ich rede: doch, denn außer dass ich Scheidungskind bin, bin ich selbst auch geschieden und habe zwei Kinder.
w/46
 
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  • #19
Ich wundere mich immer wieder darüber, wenn Frauen sich einen Mann als Vater ihrer Kinder aussuchen, der ihrer Meinung nach für diese Rolle überhaupt nicht qualifiziert ist.

Woran liegt das?
Bei der Entscheidung zur Zeugung der Kinder mit ihm beide Augen fest verschlossen vor dieser Tatsache? Oder das Problem zwar gesehen, aber es war ihr egal? Beides sehr erwachsen und reif...

Du hast dir diesen Mann, so wie er ist, doch mal als Vater für deine Kinder ausgesucht.
Und jetzt, wo ihr getrennt seid, ist er als Vater plötzlich nicht mehr gut genug?
Ja warum hast du dann damals ausgerechnet ihn für diese Rolle erwählt?

Ich muß mich Gast #13 leider anschließen - dir scheint es hier eher um deinen Egoismus zu gehen als um das Wohl deiner Kinder. Denn würde es dir um das Wohl der Kinder gehen würdest du dir nicht Gedanken machen darum wie du den Umgang mit dem Vater verringern kannst, sondern was du dazu beitragen kannst, dass er in einer besseren Umgebung stattfindet.

Warum z.B. keine Betreuung der Kinder in ihrem Zuhause (also bei dir) durch den Vater, bis du von der Arbeit kommst? Eine fremde Tagesmutter dürfte sie dort betreuen, aber der eigene Vater nicht?
Mag sein, dass dir dieser Zustand nicht angenehm wäre - aber für deine Kinder mit Sicherheit sehr!
Um wessen Wohl geht es hier also? Um das eurer Kinder, oder doch eher um dein Eigenes?

Ein Zeichen von Reife wäre es, wenn du deine persönliche Ablehnung gegen deinen Ex mal hinten anstellst und für deine Kinder die bestmögliche Lösung findest FÜR einen regelmäßigen Kontakt zum Vater, auch im ganz normalen Alltag.

Wer das aus persönlichen egoistischen Gründer heraus nicht will sollte sich den Erzeuger seiner Kinder halt gleich nach relavanteren Kriterien aussuchen als Verliebtheit und Hormonrausch. Oder eben die Konsequenzen seiner unreifen Auswahl des Vaters tragen und später dann in den sauren Apfel beißen.

Du hast dich für Kinder entschieden und nun Verantwortung für diese - was dir am Ehesten genehm ist zählt hier entsprechend im Moment überhaupt nicht. Dass der Vater der Kinder (den DU einst für sie ausgesucht hast) weiterhin regelmäßig präsent ist und zu ihrem alltäglichen Leben dazu gehört ist für sie wichtig.
Und je schlechter deine Wahl damals war, desdo größer bist du heute in der Verantwortung notfalls selber aktiv dabei zu unterstützen, dass dieser Kontakt für deine Kinder angenehm bleibt, wenn er alleine nicht in der Lage dazu ist. (Nochmal - du hast ihn wissentlich mit seinen Defiziten als Erzeuger ausgewählt).

Und solltest du jetzt anmerken, dass du damals nicht mal geahnt hast, wie er wirklich ist, dann ist das trotzdem keine Ausrede. Oder fändest du es korrekt deine Kinder nun für deine Blindheit büßen zu lassen?
 
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