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  • #1

Bin ich zu unflexibel? Mein Problem: Sein erwachsener Sohn...

Mein Partner (57) und ich (50) sind seit 9 Monaten ein Paar und seit einem halben Jahr lebe ich auch de facto mit in seiner Wohnung. Bei ihm lebt auch sein Sohn (22), der noch studiert – 2. Semester -, zu seinem Vater ein sehr gutes, zu seiner Mutter eher ein gestörtes Verhältnis hat. Ich mag ihn wirklich und ich habe den Eindruck er mich auch. Er ist auch ein überaus stiller Hausgenosse, der auch nicht faul oder unhöflich ist oder dergleichen…
So langsam zeichnet sich nun bei uns beiden der Wunsch ab, eine neue Wohnung zu suchen und meine teure „Immer-noch-Wohnung“ aufzulösen.
In seiner jetzigen Wohnung wollen wir nicht bleiben (wegen Größe und weil wir denken, es ist schöner uns nun GEMEINSAM ein neues Nest einzurichten).
Zunächst dachte ich, dass der erwachsene Sohn dann ja wohl irgendwie in eine eigene kleine Wohnung oder eine WG zieht, aber daran denken Vater und Sohn anscheinend im Traume nicht.
Mein Partner – liebevoller Mensch und so auch als Vater – hat das Gefühl, dass sein Sohn das „einfach noch braucht“, dass „einer da ist“ und „er nicht allein ist“, solange er „noch nicht auf eigenen Füßen“ steht. Er will ihn auf keinen Fall „hinausbitten“.
Mich – deren beide Töchter (23 und 26) schon seit Jahren aus dem Haus sind – nervt es aber langsam extrem, dass ich nie mit meinem Partner wirklich allein bin, nie ohne Nachfrage ins Bad kann (ganz zu schweigen jemals unbekleidet), immer für 3 Personen einkaufen, kochen oder bügeln muss etc. pp.
Mein Partner trägt zwar auch mind. 50 % der Haushaltsarbeit – schon wegen des Sohnes, er will mich damit ja nicht belasten, aber dennoch wächst in mir der Unmut und ich sehe kein Land für meine Bedürfnisse. Das fühlte ich auch deutlich, als wir jetzt nach 3 Wochen aus dem Urlaub heimkamen.
Ich bin jetzt 50 und habe keine Lust jetzt noch 4 weitere Jahre keine Privatsphäre mit ihm zu haben. Ich bin mir aber ganz sicher, dass mein Partner z. B. umgekehrt in meiner Situation aus Liebe zu mir anders denken würde und oft zweifle ich an meiner Liebe, frage mich, ob ich zu egoistisch bin…??
 
  • #2
Ja, liebe FS,
du bist "unflexibel" und unrealistisch dazu! - Und ja, egoistisch auch!

Du hast doch von Anfang an gewusst, dass dein Liebster diesen Sohn hat. - Und der wird ihm bis zum Ende seiner Tage am nächsten stehen. Wenn beide gerne noch ein paar Jahre unter einem Dach wohnen möchten, dass solltest du das einfach ohne Groll so akzeptieren. Direkt herzlos wäre es, ihn hinaus zu "bitten".

Dein Partner ist doch ein wirklicher Schatz, wenn er familiäre Bande schätzt und für seinen Sohn noch ein Weilchen als Vater da sein möchte.
Vergleiche die Selbstständigkeit deiner Töchter nicht mit der von jungen Männern. Das sind eher Nesthocker! (Ich weiß, wovon ich rede!)
 
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  • #3
Deine Bedürfnisse kann ich sehr gut nachvollziehen.
Trotzdem, ihr seid seit 9 Monaten ein Paar und seit 6 Monaten lebst Du bei Deinem Partner mit dessem Sohn. Ging das nicht alles etwas schnell?
Warum diese Eile jetzt schon eine neue Wohnung zu suchen?

Warum willst Du Deine Wohnung aufgeben? Sie wäre doch der perfekte Ort in der ihr euch ungestört ohne Sohn sehen könntet?!
So könnte der auch langsam lernen etwas selbstständiger zu werden.
w49
 
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  • #4
Nein du bist nicht unflexibel, ich hätte auch mit 50 Jahren und zwei erwachsenen Töchtern keine Lust mehr auf einen 22jährigen der noch zu Hause wohnt. Wenn es dich stört, stört es dich, Punkt. Mit 22 kann man langsam ausziehen, z.B. in eine WG, die meisten wollen das auch in dem Alter. Es sei denn sie wurden von ihren Eltern begluckt, was ich grundsätzlich immer blöde finde.

Lass Dir jetzt von den Glucken bloß nicht einreden das wäre schon o.k. so und du bist unflexibel. Wann möchte der Bub denn gerne ausziehen mit 30 oder 35? sorry aber irgendwann muss man auch mal loslassen können.

Du kannst nicht über deinen Schatten springen, kann ich verstehen und ich bin selber Mutter. Aber dieses Einreden von Unflexibilität ist oft symptomatisch bei Alleinerziehenden die alles aber auch alles hinter ihre Kinder anstellen. Das ist meiner Meinung nach teilweise schon pathologisch, da müssen sich manche gar nicht wundern keinen Partner zu finden. Kinder sind Kinder, ja und irgendwann sind sie junge Erwachsene und dann dürfen sie auch mal ohne Pausenbrot in die Uni und ihre eigenen Schritte gehen.

w (45)
 
  • #5
Was sagt denn der Sohn dazu? Findet er es vielleicht auch an der Zeit, auf eigenen Füßen zu stehen oder genießt er das "Hotel Papa"? Und übernimmt er auch Pflichten? Will er überhaupt mitziehen?
 
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  • #6
Hier die FS:

#Angela
Oh Gott, was du geschrieben hast, hat mir ziemlich weh getan, weil es bei dir wohl so rüber gekommen ist als wenn ich den jungen Mann nicht leiden könnte. Das ist nicht so, im Gegenteil, ich habe mir immer einen Sohn gewünscht! Aber es ist ein riesiger Unterschied, wenn man mit 50 Jahren und einem bereits ausgeprägten eigenen Lebensstil nach Jahren wieder mit dem Nachwuchs des Partners zusammen wohnen soll. Ich habe das auch wohl unterschätzt. Das gebe ich zu. Aber du urteilst sehr hart.
Ich teile da eher die Auffassung von #3 und habe auch meine Kinder so erzogen und ich hätte auch bei Söhnen da keinen Unterschied gemacht.

#2
In meine Wohnung zu fahren, wäre echt albern, da sie etwas entfernt ist und der Sohn auch oft genug weg ist, sodas wir auch schon mal in seiner Wohnung ungestört sind. Es ist einfach das ganz normale Alltagsleben... Und was die 6 Monate zusammenwohnen angeht: Das war uns beiden auf jeden Fall recht so und ist es nach wie vor. Wir sind glücklich damit.

Ich würde nur halt jetzt gern eine (kleinere) Wohnung wählen, die auch schon auf "spätere" Umstände passt. Ich bin bodenständig und möchte vermeiden, im Alter nochmal umziehen zu müssen. Nun müssten wir eine große wählen... und dann sagt der Sohn in einigen Monaten: Ach, der Weg zur Uni ist mir lästig. Ich ziehe um nach XY in eine WG. Und Papa und ich haben die große Wohnung am Hals... *seufz*
 
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  • #7
Meine Söhne sind ausgezogen als sie angefangen haben zu studieren, aber mich würde es nicht stören, wenn ein Sohn meines Partners noch ein paar Jahre im Haus wohnen würde. Ich empfinde es eher als Bereicherung, wenn junge Leute im Haus sind, man "vergreist" dann selbst nicht so schnell :).

Wenn es DICH aber stört, dann musst mit deinem Partner darüber reden.

Mir erscheint allerdings ein Zusammenziehen schon nach so kurzer Zeit als verfrüht. Vielleicht wäre es eine Option, dass ihr erst dann eine gemeisame Wohnung nehmt, wenn der Sohn aus dem Haus ist, das wird doch vermutlich sowieso spätestens in drei Jahren der Fall sein, und bis dahin seid ihr in deiner Wohnung ungestört.

w54

.
 
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  • #8
Hier die FS:

#Bäärbel
Dem Sohn ist offensichtlich alles recht so wie es ist. Er mag mich und was ich hier schreibe, weiß ja keiner der beiden. Ihm war im Urlaub schon "langweilig" ohne uns. :)
Ja, er hilft auch im Haushalt... ist ein ganz lieber.
Aber ich war einfach noch nie so der total gesellige Typ, bin auch Einzelkind, obwohl ich selbst 2 Kinder habe. Ich war nie so wirklich der klassische Familienenthusiast wie manche Frauen.

#6:
Das ist auf Dauer auch eine Kostenfrage mit 2 Mieten... Dafür muss ich ziemlich viel arbeiten.
 
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  • #9
Liebe Fragestellerin, hier ist nochmal die #2

ich kann Dir wirklich gut nachfühlen und bin übrigens die FS von dem Thread "ab wann haben Kinder ein Mitbestimmungsrecht?"
Ich persönlich bin auch der Meinung, dass ein 22 jähriger so langsam auf eigenen Füßen stehen sollte und dass AUCH Jungs dazu erzogen werden sollten.
Wenn Angela schreibt, Jungs sind eher Nesthocker erschreckt mich das auch.
Das Verhältnis zw. meinem Partner (57) und seinem Sohn ist auch sehr gut und die Beziehung zu seiner Mutter eher schwierig. Deshalb ist mein Partner auch 8 Jahre nach der Scheidung in seiner Nähe geblieben.
Der Unterschied zw. Dir und mir ist nun der, dass wir über 3 Jahre eine Fernbeziehung haben und sich mir Dein Problem als das kleiner Übel darstellt, da ihr anscheinend nicht sehr weit entfernt voneinander wohnt und ihr euch auch noch nicht so lange kennt.... sprich die Verliebtheit ist noch ganz frisch.
Ich werde in wenigen Wochen auch 50 und kann sehr gut verstehen, dass Du Dir langfristig ein neues Nest mit Deinem Partner wünschst.
Es ist eben ein Dilemma in dem man steckt und wir Frauen stellen uns ja oft die Frage; wie können wir es allen recht machen und trotzdem selbst nicht auf der Strecke bleiben. Das ist eben nicht möglich!
Es kommt in Deinem Falle wirklich darauf an wie Dein Partner darüber denkt. Wenn er tatsächlich der Meinung ist, dass ihr gemeinsam mit seinem Sohn umzieht...... würde ich an Deiner Stelle mit der Wohnungssuche noch warten.
Ich nehme an Dein Partner hat in dieser Beziehung nicht die gleichen Bedrüfnisse wie Du, also den Wunsch nach einer Wohnung mit Dir alleine? Und wie lange denkt er, dass sein Sohn noch bei euch wohnen wird oder soll? Diese alltäglichen Dinge die Dich dabei stören, würden mich auch stören. Hast Du das Deinem Partner gegenüber auch mal konkret so geäußert?
Und natürlich heißt das nicht, dass Du seinen Sohn nicht magst oder akzeptierst!
Ist mir völlig klar.
 
  • #10
Es sieht doch so aus, als würde er noch bis Ende des Studiums zu Hause wohnen, was ja auch normal ist, wenn man im Wohnort studiert. Mir ist schleierhaft, warum du es so eilig hast. Wenn du deine Wohnung aufgeben willst kann ich nicht erkennen, warum der Sohn ein Grund ist, der dich h#lt. Ihr könnt gemeinsam in seiner Wohnung wohnen bis er auszieht und euch dann was neues suchen. Die Zeit ist doch überschaubar. Du machst ein Problem wo keins ist und beschreist Streit herauf, wo nichts ist
 
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  • #11
Liebe FS
Du hast ja eine eigene Wohnung, da könnt ihr euch doch ebenso ab und zu ungestöhrt treffen.
Bist ein wenig sehr schnell und machst gerne Nägel mit Köpfen.
Da kommt Dein Umfeld nich ganz klahr.
Das andere Problem, das Du hast ist doch, dass Du auch mit 50 Deine Einzelkindallüren nicht verlohren hast.
Offenbar hast Du da einige Sozialstrukturen verpasst.
Kein Elternteil das Kinder betreut, wird sich unter Druck setzen lassen, gegen die Kinder zu entscheiden.
Sicher ist der Sohn alt genug. Sicher dürfte er das langsam merken.
Aber desshalb muss man ihn ja nicht rausschmeissen.
Fürchte Du bist wirklich nicht der Familienmensch und wirst Deine Töchter aus dem Hause gedrängt haben, damit Du wieder im Mittelpunkt bist.
Vergiss nicht, dass man im Mittelpunkt irgend wann alleine da steht.
 
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  • #12
Hier die FS:
Zunächst als generelle Information:
ICH habe es nicht eilig, allenfalls weil mich das mit dem einen Badezimmer nervt… ER will vor allem umziehen! Vor allem, weil er dann mehr das Gefühl hätte, dass ich es wirklich ernst meine. So denke er immer, dass ich ja jederzeit gehen könnte, weil ich ja nur 3 Sachen in seiner Wohnung habe… smile.

#SusanneHH
Zitat: "Die Zeit ist doch überschaubar."
Hallo!! Das sind 4 Jahre!!! Das ist verdammt viel, wenn man 50 ist und das Leben nicht mehr komplett vor sich hat...

#8
Er freut sich immer sehr wohl, wenn der Sohn mal nicht da ist, das sagt er immer wieder. Auch unseren Urlaub zu zweit hat er sehr genossen. Auch das betont er. Er ist einfach nur (Vater)-pflichtbewusst.
Ja, er weiß, was mich stört, hofft aber wohl inständig auf mein „Verständnis“ bzgl. des Sohn-Themas.
 
  • #13
Liebe FS, soo streng bin ich gar nicht, und auf einer Seite kann ich dich sogar verstehen. Sich mit 50+ auf einen neuen Partner samt Nachwuchs einzustellen, ist wirklich nicht immer leicht. Ich selbst kenne das!

Auch mein Sohn lebte mit 22 Jahren noch bei seinem Vater, meinem Ex- Mann. Da er in der selben Stadt studierte, wollte er eben weiter zu Hause wohnen. Das war für alle gut, denn durch die Scheidung war sowieso das ganze Familienleben aus dem Ruder gelaufen, worunter meine erwachsenen Kinder sehr litten.
Wenn ich mir vorstelle, die neue Partnerin meines Ex- Mannes hätte daran gedacht, alte "Wohnrechte" meines Sohnes infrage zu stellen, wäre ich wahrscheinlich, als Mutter, entsetzt gewesen.
Du siehst, bei "harten" Urteilen spielen oft eigene Probleme mit...

Allerdings verstehe ich nicht, wieso er dich in deiner Zweisamkeit mit deinem neuen Liebsten stört. Ist er nicht sowieso die meiste Zeit außer Haus? Studium, Kumpels, Freundin?? - Oder hockt er neben euch auf dem Sofa?
Was die zusätzliche Arbeit anbetrifft, wäre ich sogar strenger als du! Er soll mithelfen, der junge Mann, und nicht den Pascha spielen.
 
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  • #14
Es ist nun mal so, dass der Sohn noch sehr an seinem Vater hängt. Wenn Du darauf drängst, dass er sich etwas Eigenes sucht, dann wirst du Vater und Sohn damit verärgern.
Du kannst das nicht mit deinen Töchtern vergleichen, denn jedes Kind ist nun einmal anders.

Meine Güte, du bist 50 !!!! Wenn dir da 3-4 Jahre warten zu viel sind - ja was sollen da Menschen mit 60 machen? Du hast doch ca. 30!!!!! Jahre vor dir, in denen du mit deinem Partner zu zweit alleine leben kannst. Sie doch 50 nicht als alt an.

Vielleicht findet sich ja auch eine Alternative. Schaut doch mal, vielleicht findet sich die Möglichkeit von 2 Wohnungen im gleichen Haus, 1 Wohnung und daneben ein Appartement. Oder ein Haus mit Einliegerwohnung. Oder zumindest eine Wohnung mit 2 Bädern. So könnte sich der Sohn langsam abnabeln.
Wenn er nicht faul auf der Haut liegt und sich wie die Made im Speck benimmt, würde ich ihn nicht hinauswerfen. Manche Söhne brauchen einfach länger ein Nest.

w 55
 
  • #15
Von dem Geld, das ihr jetzt für zwei große Wohnungen ausgebt, kann man vielleicht auch ein Häuschen mit einem getrennten Einliegerapartment für den Sohn mieten?
Das wär doch ein Weg, mit dem allen einigermaßen gedient sein könnte?
 
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  • #16
NEIN, du bist nicht egoistisch, Nein, du bist nicht unflexibel! Du bist einfach ehrlich - und damit haben bereits viele ein Problem. Natürlich hast du ein Recht darauf, in diesem Alter mit erwachsenen Kindern nun endlich ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Man ist nicht sein Leben lang der Slave seiner Kinder - alle Glucken die dies vorschlagen und leben sollten mal fragen, ob es vielleicht auch andere Lebensziele gibt. Geh deinen Weg, versuche mit deinem LG zu reden. Ist er nicht bereit, belasse die Situation so wie sie ist - behalte du deine Wohnung und lebt weiter in seiner. Erst wenn Sohnemann auszieht, könnt ihr euch nach etwas EIGENEM umschauen. Viel Glück! w/42
 
  • #17
Es stört Dich, die Wohnung auf Jahre mit dem erwachsenen Sohn Deines Partners zu teilen. Das ist einfach so und das ist auch legitim und nicht etwa egoistisch oder unflexibel. Andere mögen es in einer vergleichbaren Situation anders erleben, aber Du stellst Dir eben Dein Leben in den eigenen vier Wänden so vor, wie Du es tust. Das ist Dein gutes Recht. Du mußt Dich vor niemandem dafür rechtfertigen, wie Du Dir Deinen persönlichen Lebensbereich vorstellst.

Du mußt vorsichtig bei dem Thema sein, es kann Vater und Sohn leicht verletzen. Sprich es behutsam an und zeige Dich offen für Lösungen, die allen Interessen gerecht werden.

Also stellt sich die Frage nach solchen Lösungen: Das Sinnvollste wäre, der 22-Jährige stellte sein Leben auf eigene Füße. Das ist aber wiederum alleine seine und seines Vaters Entscheidung, die Du schlecht vorschreiben kannst. Natürlich kannst Du aber ein Zusammenziehen davon abhängig machen, daß Ihr eine Lösung findet, die auch Dir gerecht wird. Zum einen erscheint es mir ohnehin nicht sinnvoll, eine Wohnung zu suchen, die auch Raum für den Sohn bietet, wenn der ohnehin in drei bis vier Jahren sein Studium abschließen und das Weite suchen wird. Zum anderen könnte sich doch vielleicht auch ein Kompromiß finden lassen. Am besten wäre ein Einfamilienhäuschen mit Einliegerwohnung; was aber vor allem eine Preisfrage ist. Man könnte auch zwei Wohnungen suchen, die sehr nahe beieinander, vielleicht sogar in einem Haus oder in einer Wohnanlage liegen. Oder der Sohn zieht in seine eigenen vier Wände, bekommt aber in der neuen Wohnung gleichwohl ein Zimmer, um auch mal über das Wochenende zu bleiben.
 
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  • #18
Als ich vor vielen Jahren mit meinem zweiten Mann zusammen gezogen bin, mussten wir auch entscheiden, wie wir das mit meinem Sohn, der bei mir wohnte, auf die Reihe bekommen. Bei uns war es etwas schwieriger, denn mein Sohn war gerade mal 16 Jahre alt - und die beiden Männer verstanden sich nicht annähernd so gut, wie Du, liebe FS, offensichtlich mit Deinem Liebsten.

Wir suchten eine bezahlbare kleine Wohnung in der Nähe, in die mein Sohn einziehen konnte. Dabei boten wir ihm an, jederzeit (also bei Bedarf auch täglich) zu uns zu kommen, allerdings "zu Besuch". Zudem hatte er das Angebot, falls er merken würde, dass er überhaupt nicht klar kommt, so alleine, wieder in sein altes Zimmer zurück zu dürfen, also wieder bei uns zu wohnen.

Er versuchte es (und das ist der Punkt! es zu versuchen!): anfangs tauchte er tatsächlich fast jeden Tag auf, nach ein paar Monaten wurde das weniger, etwa ein halbes Jahr später kam er sogar meist nur, wenn ich ihn explizit zum Essen (und Reden) eingeladen hatte. Er lernte dabei "fließend", mit sich selbst klar zu kommen, sein Leben zu regeln, mit Geld umzugehen, eben: erwachsen zu werden. Heute ist er über 40, erfolgreich und selbstbewusst im Beruf, wir haben ein tolles Verhältnis zueinander und oft sagt er mir, wie sehr ihn damals seine Klassenkameraden um seine Selbständigkeit beneidet haben. Als Student war er längst so weit, alles ohne Mamma-Hilfe zu managen.

Es wird immer Kritiker geben, die Dir vorwerfen, keine gute Mutter - in Deinem Fall "Stief"mutter zu sein. Aber ich finde, dass wir alle das Recht haben, unser eigenes Leben zu leben. Viel schlimmer finde ich die Mütter, die ewige Dankbarkeit ihrer Kinder erwarten, weil sie sie soooo lange "selbstlos" umsorgt haben. Kinder gehören spätestens dann aus dem Haus, auf eigene Beine gestellt, wenn sie keine "Kinder" mehr sind. Nur dann werden sie zu selbstbewussten Erwachsenen. w
 
  • #19
Eine deutsche Frau wird im Schnitt 75 Jahre alt, da ist bei 50 Jahren 4 Jahre nichts. Du machst da ein Eiertanz draus wo nichts ist. Zieht zusammen in eine Wohnung oder nicht und dann gibt es da eben noch ein Zimmer für das Kind was dann Gästezimmer wird. Finanziell dürfte das ja wohl möglich sein, wenn man vorher 2 Wohnungen hatte. Sonst musst du dir mit 50 ganz einen neuen Partner suchen, dass dauert möglicher Weise länger<als 4 Jahre. Ja du bist zu unfelxibel und es gibt null Grund für deinen gewünschten Rausschmiss des Sohnes. In der Ausbildung ziehen die wenigstens aus, es sei denn sie müssen weil sie in einer anderen Stadt studieren. Willst du dann lieber Unterhalt an den Sohn zahlen damit er die Wohnung finanzieren kann oder willst du das er dann auch noch zusätzlich mehr arbeitet neben dem Studiumdamit du deine Liebeshöhle haben kannst ohne Rücksicht auf Verluste
 
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  • #20
@18

ich finde a) Du liest nicht klar was die FS schreibt (sie redet weder von Rausschmiss, noch sonst etwas negatives) und b) halte ich Deine Interpretationen für teilweise recht seltsam.

Ich persönlich kenne genau einen Fall im ganzen Berufs_und Freundeskreis bei dem das "Kind" mit über 20 noch zuhause wohnt. Und selbst meine Große wird mit dem Abi 2012 ausziehen. Innerhalb der gleichen Stadt. Wir lieben uns abgöttisch, aber es ist ganz klar dass sie dann erwachsen genug ist. Und unabhängig davon ob ich das finanzieren kann, wird sie neben dem Studium dann arbeiten. Das nennt man u.a. lebensfähig werden. Und auch ich freue mich dann auf eine komplett "sturmfreie Bude". Das ist weder gemein, noch egoistisch - sondern ganz normal.

(w/43)
 
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  • #21
Ja, du bist zu unflexibel und egoistisch.
Du hast gewusst, auf was du dich einlässt, und nach so kurzer Zeit beklagst du dich?

Wenn der Sohn ein schlechtes Verhältnis zu seiner Mutter hat, ist es doch dem Vater hoch anzurechnen, dass er für seinen Sohn dasein will.
Ich habe selbst 2 Söhne. Am Wochenende kommen die Freundinnen dazu, und ich geniesse es.
Ich bin gerne unter jungen Menschen, und freue mich, dass sie mich an ihrem Leben teilhaben lassen.

Sicher ist der Sohn nicht immer und ständig bei euch auf dem Sofa. Das muss auch nicht sein.
Wenn du doch ein gutes Verhältnis zu ihm hast, sage ihn, wenn er mal ins Kino gehen darf, weil du mit dem Mann einen schönes Abendessen zu zweit haben wirst.
Du wirst sehen, er wird grinsen.

Du musst davon ausgehen, dass er noch ein paar Jahre bei euch wohnt.
Du solltest dich damit arrangieren.
Im Gegenzug hast du einen Partner, der bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Keiner der dich eventuell mal hängen lässt.
Überprüfe deine Gefühle, und lerne vielleicht auch mal auf Kompromisse einzugehen
Das es evtl ein Grund war zu ihm zu ziehen, um deine Miete zu sparen, macht mich sehr bedenklich.
 
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  • #22
Jede(r), der hier schreibt, die Fragerin sei unflexibel und egoistisch, liegt damit neben der Sache. Natürlich hat jeder Mensch ein Recht auf ein eigengestaltetes Leben, das mal grundsätzlich. Ich denke, daß die beste Lösung ist, wenn beide Partner ihre eigene Wohnung behalten. Das läßt Jedem alle Optionen. Ich weiß natürlich nicht, ob der Sohn ständig auf der Couch rumhängt und den beiden Partnern den ihnen zustehenden Freiraum läßt. Das mit dem Bad ist natürlich inakzeptabel und Aufhänger hier mal ein allumfassendes klärendes Gespräch zu führen unter Berücksichtigung, daß vor allem Mütter oftmals Glucken sind, und man dagegen selten "ankommt", ohne die Beziehung zumindest zeitweise zu belasten.
 
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