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  • #31
Ich erlebe das seit über einem Jahr.
Ich habe 2 Kinder, er keine. Angeblich will er noch welche, obwohl er definitiv kein Familienvatertyp ist.
Ich will aber keine mehr. Wir treffen uns und es ist immer sehr lustig und nett, wir schrieben uns manchmal mehrere Tage gar nicht, dann wieder täglich. Wir verbringen tolle Nächte miteinander, ab und zu unternehmen wir auch was, schauen Filme, können uns gut unterhalten.
Aber er passt nicht in mein Leben und ich nicht in seines.
Ich suche nach meiner Ehe ehrlich gesagt auch keine all zu feste Beziehung, auf alle Fälle will ich weder zusammenziehen noch brauch ich ein "chronisches WIR" - das hatte ich alles schon und ich hätte gerne einen Mann, den ich lieben kann und der wirklich für mich da ist (und ich für ihn), denn die Sache mit meiner Affäre oder was auch immer das ist, macht mich oft auch traurig, weil ich den Mann trotz allem liebe.
Ich bin auch der Meinung, dass zu viel Nähe einer Beziehung auf Dauer nicht gut tut. Weder einem selber, weil Frauen dazu neigen, sich ein Stück weit aufzugeben noch der Liebe und dem Sexleben an sich. Wie Ina Müller schon sang: "Ich gehe, weil zu viel Nähe den Wunsch nach Nähe killt..."
 
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  • #32
Diesen Trend beobachte ich seit einiger Zeit besonders bei Frauen und das leider zunehmend. Die vermeintliche unbegrenzte Auswahl kommt besonders den Damen entgegen, die sich immer schwertun sich für etwas zu entscheiden, sich einfach nicht festlegen können, heute so und morgen so denken. Männer wollen sich diesen Stress eigentlich nicht aussetzen, sie geben sich i.d.R. damit zufrieden mit dem was sie haben, d.h. sie bleiben entweder bei der Partnerin ihrer Wahl oder sie bleiben Single, währen die Damen unablässig meinen, sie könnten etwas verpassen ...

m.

An dieser Stelle muss ich wirklich entgegenhalten, dass ich diesen Trend eher bei Männern festgestellt habe. Ich habe eine ausreichende Anzahl von Männern kennengelernt, die dreist Spielchen gespielt haben, mich angelogen, warm gehalten, sich so lange wie möglich nicht entscheiden wollten und im Hintergrund, insbesondere wenn ich endlich in eine ernstere Richtung gehen wollte, bzw. wenn ich unseren Beziehungsstatus angesprochen habe, den Rückzug angetreten sind oder schonungslos ihre Zweifel kund getan haben oder dass sie noch nicht soweit seien. Es ist ja auch einfach, bei Problemen, einfach von einer zur anderen zu wechseln, die vielleicht vorübergehend (oder noch) keinen Stress macht.
 
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  • #33
Sehe ich ähnlich. Unter anderem aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass solche Frauen mit über 35 dann ihr Recht auf einen gleichaltrigen Mann verspielt haben und einen über 45 nehmen müssen. Und die Männer mit 35 haben ein Recht auf eine hübsche unter 30jährige, die eben nicht auf "Mingle" aus ist, sondern auf eine richtige Beziehung.

Sagt ein m., 35, der nie "Mingle" sein möchte, sondern eine feste Beziehung sucht...

Du hast also ein Recht auf eine hübsche Frau U30?
Viel Spaß beim Single sein, fällt mir da nur ein .

Ich kenne das beschriebene Phänomen nicht. In meinem Bekanntenkreis, von 30 bis 35, meist Akademiker ( sind ja angeblich alles schwere Fälle, v.a. die Akademikerinnen ) sind alle verheiratet und haben Kinder oder seit Jahren zusammen.
 
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  • #34
Wenn nun aber die Ehe zur Versorgung mit Materiellem wegfällt, Sex auch außerhalb der Ehe zu haben ist und die Versorgung Pflege im Alter durch den Sozialstaat gesichert ist, müssen andere Gründe her, warum man die Kompromisse einer Beziehung eingehen sollte.

Ganz genau. Da heute jeder (gesunde) erwachsene Mensch prinzipiell für sich allein lebensfähig ist, haben viele Menschen eine ganz andere Erwartung an eine Beziehung als früher. Sie soll nicht mehr das Überleben sichern; sie soll für Glücksgefühle sorgen, die Seele streicheln. Das vielzitierte "Tüpfelchen auf dem i" eben. Und so ein Anspruch ist viel schwieriger zu erfüllen als die eher praktischen Ansprüche, die man in früheren Zeiten stellte.

Heute wollen die meisten Menschen nur einen Partner, in den sie auch verliebt sind, den sie nicht nur okay und sympathisch, sondern so richtig toll und hinreißend finden. Das "gewisse Etwas" muss da sein. Sich gut verstehen, ähnliche Interessen und Pläne haben, das reicht nicht für eine Beziehung. Zugleich reden einem aber Gesellschaft und Medien ständig mehr oder weniger subtil ein, als Single sei man ein bemitleidenswerter Loser. Also hat man lieber eine Affäre, Freundschaft+, Halbbeziehung oder wie auch immer man es nennen will ... da braucht man sich immerhin nicht komplett als Versager zu fühlen. Außerdem hat der Mensch natürlich immer mal ein Bedürfnis nach Zweisamkeit, gemeinsamen Unternehmungen, z.T. auch nach Sex; auch Liebe/Verliebtheit.

Ich finde solche Arrangements nicht verwerflich. Im Gegenteil, wenn man damit klarkommt, finde ich das vernünftiger, als allein zu Hause auf die "große Liebe" zu warten. Die, wenn wir mal ehrlich sind, die meisten Menschen sowieso nie finden. Auch für Menschen in "richtigen" Beziehungen dürfte es oftmals nicht die große Liebe sein. Sie müssen aber so tun als ob, denn in einer klassischen Beziehung wird das halt erwartet. Mingle-Menschen, die sich offen zu so einem Arrangement bekennen, sind deshalb m.M.n. vor allem eins: ehrlich.
 
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  • #35
Ich bin halt viel zu altmodisch. Wenn mein "Partner" nach dem Sex etc. im Netz oder sonst wo weitersucht, würde ich sofort abhacken. Ich stehe auf Gefühle und Verbindlichkeit. Wenn es dem anderen nicht passt, ist es sein gutes Recht, weiterhin unverbindlich zu bleiben, allerdings ohne mich.
@ Hellekeen Gebe Dir in vielen Punkten Recht. Immerhin bin auch der Meinung, dass jeder (egal ob Mann oder Frau) das Recht hat, so akzeptiert zu werden, wie er(sie) eben ist. Mit allen Schwachpunkten, Schrägen, Ecken & Kanten & unkonventionellen Seiten usw. usw. usf.

Zu der Mingle-Beziehung gehören übrigens immer zwei: derjenige , der es anstrebt und derjenige, der es zulässt.
 
  • #36
Wer soll denn dieser optimale partner sein? Optimal- das ist subjektiv. Seit wann ist Liebe rational? Natürlich verlieben wir uns erstmal in den knackigen Po, in die meeresblauen Augen und charmante Art u Weise einem zu Verführen. Aber dann kommt die Liebe, und diese ist nicht mehr so feurig. Da geht es um Toleranz, Respekt, Wertschätzung, Verantwortung usw. Auch Mut. EIN Mingle will das Feuer, das Kindsein, die Leichtigkeit. Und wenns ungemütlich wird, fängt man eben von vorne an, mit einer anderen. Bis das Feuer erlöscht u so nimmt das Spiel deinen Lauf bis man in das hohe Alter kommt. Sagt nicht man könnte ab 70 keine frauen mehr verführen! Für die menschliche existenz wurde gesorgt, Weil mal das kondom gerissen ist, die nicht verhütet Weil die sich ein kind wünscht. Was auch immer.

Ich wurde vor zwei jahren von einem kann verführt. Es war eine traumhafte zeit. Ich ließ ihm wissen, dass ich auf eine beziehung aus bin u nein Interesse an weiteren experimenten hätte. Er sagte ein andermal, dass er keine beziehung wolle. Ich hab ihm nicht geglaubt u es lief alles perfekt, sodass er sich auch night beklagte.
nach über einem jahr war ich nicht mehr glücklich. Er liebte Mich nicht so wie ich es mir vorstelle von einem Mann geliebt zu werden.

Er will u wollte nie eine beziehung. Das ist ihm eingefallen, als es mal "ungemütlich" wurde...
 
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  • #37
Ich (w) habe den Eindruck, dass viele Männer nicht zu Kompromissen bereit sind. Bin schon seit ein paar Jahren Single. Zwar gab es in dieser Zeit schon einige Kandidaten, die sich für mich interessierten. Aber sobald ich mal nicht nach ihren Vorstellungen funktionierte, gingen sie auf Rückzug.

Ich bin halt keine Frau, die immer schön brav den Mund hält, ihre Bedürfnisse nicht äußert und alles supertoll findet, was der Mann sagt und macht. Leider gerate ich an Männer, die ständig angehimmelt werden möchten und eine Frau suchen, die in ihrem Schatten steht und sie wie "Stars" behandelt, umgekehrt aber immer wunschlos glücklich ist, auch wenn sie benachteiligt wird. Viele Männer reden von Emanzipation, können/wollen diese aber nicht wirklich konsequent leben.
 
  • #38
Ich sag Quatsch.

Natürlich finden sich immer wieder Paare, die heiraten und nicht mal locker erst Jahre zusammenleben und sich "testen" müssen.

Allerdings fanden diese ihren Gegenpol. Und wenn man sich sicher ist, den Richtigen gefunden zu haben heiratet man und fertig, man will diese Person mit Brief und Siegel und nicht nur mit Lippenbekenntnis, man will diese Person mit allen Verpflichtungen, Verantwortungen und mit jeder Faser seines Körpers und seines Geistes - ABER - nur diese "bestimmte" Person, nicht "irgendeine" Person.

Und da haben wir auch die Konsequenz der heutigen oberflächlichen unverbindlichen Lebensabschnitts- oder Sexpartner, es ist nicht der oder die richtigen Seelenverwandte, nein, sie sind Seelentröster, Zuhörer, Nähegeber, Notlösungen, besser als nichts und logisch limitiert und das Spiel geht von vorne los.

Das Glück die wahre Liebe zu finden haben nur ganz wenige, diese sind allerdings auch sehr zielstrebig, anspruchsvoll und nehmen nicht was kommt.

Wir leben nicht in einer unverbindlichen Zeit in punkto Partnerwahl, wir leben nur in einer anspruchslosen Zeit ohne Tiefgang.
 
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